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Mein Erfahrungsbericht als Mann

26. März 2014 um 15:29 Letzte Antwort: 5. April 2014 um 12:34

Hallo Zusammen,

zur Vorgeschichte: Ich bin 39 Jahre alt, verheiratet seid 12 Jahren und habe mit meiner Frau 2 Kinder. Meine beste Freundin sagte damals schon, dass es die falsche Entscheidung sei, meine jetzige Frau zu heiraten aber wusste es ja mal wieder besser Seid ca. 8 Jahren läuft die Ehe eher in einer WG Form, Sex ist das letzte Mal vor 1 Jahr passiert. Dennoch war ich immer treu und hab meine Frau wegen den Kindern nicht verlassen.

Vor einem halben Jahr lernte ich nun eine Frau kennen (es war nicht darauf ausgelegt)...sie ist ebenfalls verheiratet, seit gut 19 Jahren und hat auch 2 Kinder.

Nach dem ersten Kennenlernen begann das übliche...Nachrichten schreiben, mal spazieren gehen und endete darin, dass wir uns nun 3-4 mal die Woche treffen (davon 1 mal die Woche auch nun Sex miteinander haben). Will ich gar nicht legitimieren, dass sowas fair gegenüber meiner Frau ist, aber es ergab sich so. Nun ist es aber so und wirklich so, dass ich mich erstmals in meinem Leben verliebt habe. Das merke ich jeden Tag aufs neue.

Sie ist aber auch nicht bereit, ihre Ehe wegen den Kindern aufzugeben. Jedoch hat sie noch "Pflichtsex" mit Ihrem Mann, da er sonst wohl misstrauisch werden würde und irgendwann die Konsequenzen ziehen würde, welche sie aber nicht bereit ist einzugehen.

Jedoch der Gedanke daran zerreist mich innerlich. Jeden Tag wieder aufs neue...oftmals denke ich, dass ich es besser alles beenden sollte, da ich einfach keine Kraft mehr habe dies zu akzeptieren als auch Abends nach Hause zu kommen und meiner Frau in die Augen zu schauen. Ich weiß, es ist mehr als nur eine Doppelmoral...man betrügt seine Frau zu Hause, fühlt sich aber selbst betrogen, wenn sie mit ihrem Mann schläft. Klar werden einige sagen, dass wusste man doch vorher, aber da war keine Liebe im Spiel und da diese nun da ist und auch in einem Ausmaß, welches ich so nicht kannte, ist dies verdammt schwer.

Wir reden immer davon, dass unsere Zeit noch kommen wird, wenn die Kinder groß sind und quasi eigentlich alleine durch das Leben gehen können (Anmerkung: ca in 8 Jahren). Sicherlich denkt man hin und wieder, ja klar das schaff ich bis dahin, aber ehrlicher Weise muss ich zugeben, dass es eher ein Wunsch ist und eigentlich daran glaube, dass sowas bis dahin alles funktioniert.

Da man mit sowas aber auch nicht hausieren geht, ist es sehr schwer, mit jemanden über seine Gefühle und alles drumherum zu reden.

Nun bin ich an einem Punkt angekommen, an welchem ich einfach nicht mehr weiter weiß, ob vor oder zurück. Ich hab keine Kraft es durchzustehen aber auch keine Kraft einen Schlussstrich zu ziehen, da ich sie so sehr liebe.

Falls jemand auch mal in einer ähnlichen Situation war/ist wäre ich für eure Ratschläge sehr dankbar.

Danke vorab.

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1. April 2014 um 9:02

Mh...
Das klingt nach einer schwierigen Situation... ich verurteile dich nicht, so wie es hier viele andere gleich wieder tun.
Dies ist ein Forum und es dient dem Austausch...

Wenn du dir sicher bist, dass du deine Frau nicht mehr liebst, dann solltest du dich unabhängig von deiner "Affäre" von deiner Frau trennen...
Dann könnte es theoretisch sein, dass deine Affäre Angst bekommt, dass du eine andere Frau kennenlernen könntest bzw. hat sie dann eventuell auch so große Sehnsucht, dass sie mit dir zusammen sein möchte.

Und deine Ehefrau hat die Chance einen Mann kennenzulernen, der sie auch liebt.

Viel Glück!

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5. April 2014 um 12:34

Hallo
schön auch mal so eine Geschichte aus der Sicht eines Mannes zu lesen. Bin bis vor kurzem in einer sehr ähnlichen Situation gewesen wie du, also werde ich nicht den Moralapostel spielen wie andere hier. Ich weiß das auch du dich nicht besonders gut damit fühlst und es dir gut tut es einfach mal zu erzählen.
Bei einer Affäre ist es leider meistens so das einer mehr liebt als der andere und genau so hört es sich auch bei dir an. Ich kenne dieses Gefühl nur allzu gut, wenn man daran denkt, das die Person die man liebt vielleicht gerade zu Hause ein ganz normales Eheleben führt. Ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber diese Erklärung mit dem "Pflichtsex" kannst du nicht wirklich glauben. Auch ich wurde immer in dem Glauben gelassen das die Beziehung bei ihm nicht gut läuft und alles nur noch Plicht und Last sei und er aber aus finanziellen Gründen diese nicht beenden kann. Sicher wird es Dinge geben die sie vermisst in ihrer Ehe und sie wird auch Gefühle für dich haben, aber so wie es sich anhört reichen diese nicht aus um einen Neuanfang zu wagen.
Vielleicht ist es wirklich das Beste wenn du erst mal in deiner Ehe klare Verhältnisse schaffst, damit wenigstens du wieder in den Spiegel schauen kannst und das meine ich nicht böse.
Wenn du magst kannst du meine Geschichte gerne lesen, denn auch ich habe eine Diskussion eröffnet. Manchmal wird einem dabei schon so einiges klar, denn es gibt sehr viele Dinge die sich ähneln. Wünsche dir alles Gute.

LG

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