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Mehr als verliebt in eine Magersüchtige

20. August 2009 um 11:49 Letzte Antwort: 20. August 2009 um 13:09

Hallo liebe Forumsteilnehmer,
als Ausbildungsmeister habe ich schon selbst viele gute Ratschläge an meine Auszubildenden und an die restlichen Mitarbeiter gegeben die auch stets fruchteten. Durch eine 30-jährie (Fehl)Beziehung bin ich jetzt inzwischen so depremiert, fertig, kaputt und geistig fast erschöpft, dass ich selber Rat in einer privaten Angelegenheit benötige.
Inzwischen will ich mich von meiner streitsüchtigen und zänkischen Frau trennen weil es wirklich nicht mehr geht.
Liebe, Zuneigung, gegenseitige Toleranz und Respekt sind völlig auf der Strecke geblieben. Das Geld ist das einzige was uns noch zusammenhält und da ist einiges vorhanden.
Und jetzt lernte ich eine gleichalterige Frau kennen die mir auf Anhieb in allem zusagte. Jedoch und aber, nach dem 3. Treffen gab sie zu, dass sie magersüchtig ist (daher auch ihre sehr gute Figur mit 50 Jahren) und sich vorwiegend von Salat und anderen kalorienarmen Kleinteilen ernährt. Sie ist seit 10 Jahren verwitwet als ihr Mann bei einem Unfall starb. die Magersucht spielt aber seit ihrer Jugend bereits eine Rolle weil sie nie mit ihrer Mutter klar kam.
Sie ekelt sich vor richtigem Essen, sie will nicht (und kann nicht) aus Überzeugung kochen, raucht und trink nicht (ihr 1.Mann von dem sie geschieden ist, hat sie im Suff verklopft).
Einzig ihr verunglückter Mann hat sie so 18 Jahre lang akzeptiert bevor er starb.
Man(n) darf auch nicht groß über ihr Problem sprechen weil sie gleich vermutet das man sie therapieren will.
Vergangenheitliche Therapieversuche von kompetenten Fachleuten sind alle fehlgeschlagen.
Ich weis von anderen Magersüchtigen, dass der familiäre Umgang mit diesen Leuten sehr schwierig wenn nicht gar fast unmöglich ist.
Dazusagen muss ich, ich habe eine Eselsgeduld (sonst wäre ich nicht 30 Jahre mit der falschen Frau, kinderlos dazu, verheiratet) und wäre auch nicht Ausbildungsmeister denn da braucht man Nervern wie breite Nudeln.
Ich liebe diese Frau und bin verückt nach ihr obwohl wir uns bisher nur platonisch begegnet sind, bin aber aufgrund ihres Problemes inzwischen sehr unsicher ob ich nicht vom Regen in die Traufe komme bzw. von einem Schlamassel raus und in den anderen hinein.
Irgendwie weigert sie sich auch, dass ich, nach längerer Beziehung, bei ihr einziehen möchte. Das ist irgendwie verständlich und auch nicht. Ihre Aussage: Ich koche nichts und wenn du was möchtest, gehen wir halt täglich was essen (sie ist sehr vermögend) oder du kochst dir selbst was (was ich ganz gut kann, da Hobbykoch) oder läßt den Pizzadienst oder den Restaurantlieferservice kommen.
Ansonsten hat sie ihr (angweiliges) Leben einigermaßen im Griff fängt aber (aus Langeweile) alles an (z..Z. Pilotenschein) macht aber nichts fertig.
Eine Heirat kommt wegen ihrer hohen Witwenrente (4 Mille mit Betiebsrente) nicht in Betracht.
Meine Bedenken dahingehend sind die:
Geht so eine Beziehung auf Dauer gut und werde ich in ihr glücklich?
Meinen Lehrlingen sage ich immer: Leute passt auf wenn der Verstand im Hosenladen sitzt, dann setzt das Denkvermögen aus, der Wahn ist kurz, die Reue lang.

Meine FRAGE:
Was soll ich machen, was erwartet mich in einer solchen Beziehung?
Wer kann was über das Zusammenleben mit einem Magersüchtigem PartnerIn aussagen.
Mein Arzt rät mir ab und meint: Um Gottes Willen! Sie sind doch ein lebenslustiger Mensch, ja nicht.

Bitte kompetente Aussagen zu meinem Anliegen, Vermutungen kann ich selber anstellen.

Herzlichen Dank und LG
Karl Eugen

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20. August 2009 um 12:05

Was
hast du denn zu verlieren?
du weißt erst, ob das wasser kalt ist, wenn du reinspringst.
und DIE magersüchtige gibt es wohl nicht. jeder mensch kann liebenswert sein.........

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20. August 2009 um 12:11

...
Hallo Karl Eugen,

auch ich würde Dir eher davon abraten - gerade wenn Dich Andere als lebenslustigen Mensch einstufen...Solche "kranken" Menschen (nicht böse gemeint) ziehen in der Regel die Gesunden mit runter. Ich kann da selbst nur aus Erfahrung sprechen, denn auch ich stand mal an der Schwelle einer Essstörungen und es hat meine damalige Beziehung mehr als belastet. Und gerade wenn Du schreibst, dass bei dieser Frau die Krankheit bereits jahrzehntelang besteht, ist es nochmal schlimmer, da irgendwie "helfend" zur Seite zu stehen. Ich habe mir damals nichts sagen lassen, mein damaliger Freund war stellenweise am Boden zerstört und fertig mit den Nerven und das obwohl auch er immer unheimlich viel Geduld mitbrachte.
Nun gut, gegen Gefühle ist es schwer anzukämpfen, aber ich persönlich rate Dir, solange Du noch kannst, davon eher Abstand zu nehmen, bevor Du emotional völlig verbandelt bist
Alles Gute und für Dich die richtige Entscheidung.
Allie

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20. August 2009 um 12:48
In Antwort auf ilene_11924079

Was
hast du denn zu verlieren?
du weißt erst, ob das wasser kalt ist, wenn du reinspringst.
und DIE magersüchtige gibt es wohl nicht. jeder mensch kann liebenswert sein.........

...
Ja beady,
sie ist eigentlich seeeeehr liebenswert, sonst wäre es nie zu 3 Treffen gekommen.

DANKE und LG
PETER

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20. August 2009 um 12:54
In Antwort auf allie251

...
Hallo Karl Eugen,

auch ich würde Dir eher davon abraten - gerade wenn Dich Andere als lebenslustigen Mensch einstufen...Solche "kranken" Menschen (nicht böse gemeint) ziehen in der Regel die Gesunden mit runter. Ich kann da selbst nur aus Erfahrung sprechen, denn auch ich stand mal an der Schwelle einer Essstörungen und es hat meine damalige Beziehung mehr als belastet. Und gerade wenn Du schreibst, dass bei dieser Frau die Krankheit bereits jahrzehntelang besteht, ist es nochmal schlimmer, da irgendwie "helfend" zur Seite zu stehen. Ich habe mir damals nichts sagen lassen, mein damaliger Freund war stellenweise am Boden zerstört und fertig mit den Nerven und das obwohl auch er immer unheimlich viel Geduld mitbrachte.
Nun gut, gegen Gefühle ist es schwer anzukämpfen, aber ich persönlich rate Dir, solange Du noch kannst, davon eher Abstand zu nehmen, bevor Du emotional völlig verbandelt bist
Alles Gute und für Dich die richtige Entscheidung.
Allie

...
Liebe Allie,
genau das ist es: Sie läßt sich absolut nichts sagen, weist alles zu ihrer Krankheit ab und läßt sich in keinerlei Weise nicht und garnicht halfen.
Allein das Wort Essen rückt in den Bereich Fastbeleidigung.

Meinst du es geht wenn man diese Tatsache irgendwie ignoriert?
Ich muß mich nochmal eine Weile prüfen bevor ich eine Entscheidung fälle.

DANKE und LG

Karl Eugen

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20. August 2009 um 13:07

Meiner Meinung nach...
.... solltest du es darauf ankommen lassen... Denn wer immer nur mit dem Kopf anstelle des Herzens denkt, der hat schon verloren... Und wer nicht kämpft, hat auch schon verloren...

Von einem Fiasko ins Nächste? Das muss nicht so kommen, immerhin lebt die Frau schon immer so und es ist ihr Lebensweg und Lebensstil, ich denke, dass sie die Routine schon hat, das nicht in ihre Beziehung mit einzubeziehen...

Wenn du echt mehr als verliebt bist, dann schätze ihre guten Eigenschaften, immerhin raucht und trinkt sie nicht...

JEDER MENSCH HAT EIN LASTER, DAS ER MIT SICH HERUMTRÄGT!!!!!

Der/Die Eine: raucht, trinkt, hat wenig Freizeit (Workaholic), zickig, stur, obsediert, dominant, frech, ungeduldig... Es gibt soviele negative Eigenschaften, ihre ist halt, dass sie weniger isst als andere Menschen, die du kennst, aber sie isst und scheint ja auch schon ein gewisses Alter erreicht zu haben, sie schätzt ihre Figur und isst nunmal eben übertrieben gesund... Das muss man nicht therapieren!!!!!!!

Und wenn der Rest ihres Verhaltens genau das ist, was du suchst, dann lass dich darauf ein... Es gibt keine perfekten Menschen, aber ein Mensch kann trotz "Makel" für uns perfekt sein... Du bist verliebt? Dann ist das ein sehr schönes Gefühl, hör darauf, denn sonst wirst du auch nicht glücklich, manche "Flammen" erlöschen nämlich nie!!!!!!!

Ich weiss, ich bin viel jünger und habe da nichts mitzureden, ABER HEY, lass die nicht gehen, so wie du hier schreibst, darfst du die Frau einfach nicht gehen lassen!!!!!!!

Ich wünsche dir/euch Alles liebe!!!

GLG Piikchen

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20. August 2009 um 13:09
In Antwort auf dai_12698833

...
Liebe Allie,
genau das ist es: Sie läßt sich absolut nichts sagen, weist alles zu ihrer Krankheit ab und läßt sich in keinerlei Weise nicht und garnicht halfen.
Allein das Wort Essen rückt in den Bereich Fastbeleidigung.

Meinst du es geht wenn man diese Tatsache irgendwie ignoriert?
Ich muß mich nochmal eine Weile prüfen bevor ich eine Entscheidung fälle.

DANKE und LG

Karl Eugen

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Nunja, es kommt natürlich darauf an, inwieweit diese Beziehung an "Tiefe" gewinnt - sprich, ob Ihr dann irgendwann mal zusammenleben werdet etc. Wenn Du sie sporadisch siehst, dann wäre es eventuell "möglich" - aber ich denke, wenn man solche Gefühle hegt, dass man ja auch möglichst viel Zeit mit dem anderen verbringen möchte und man logischerweise auch nur das Beste für den Anderen möchte.
Mein damaliger Freund bedauerte z. B. sehr, dass ich beim Abendessen wenig bis garnichts aß bzw. ich mir immer mein eigenes "Süppchen" kochte. Natürlich kamen ab und an Kommentare wie "iss mehr" usw..
Wo ich das eigentliche Problem sehe (viell. ist es in Deinem Fall ja anders): als "Kranker" kapselt man sich ziemlich von der Gesellschaft ab, gerade wenn es um dieses Thema geht und man auf Unverständnis stößt. Ich war damals ständig schlecht gelaunt, gerade weil ich als eigentlich GERNESSERIN auf so vieles verzichten musste bzw. ich es mir verboten habe. Weiß natürlich nicht, wie sehr sich Deine Auserwählte bereits daran gewöhnt hat, wenn sie es seit Jahren praktiziert und somit "gut" damit zurecht kommt...

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