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Mann will nicht das ich in die Schule gehe!?

10. September 2007 um 20:06

Hallo,

ich bin 29 und haben einen Lebensgefährten (36) und einen Sohn 9 Jahre.
Wir sind seid über 10 Jahren zusammen und eigentlich ist alles ok bis auf folgendes.

Ich habe mich durch die Pflischtschulklassen mehr schlecht als recht durchgekämpft und machte anschließend eine Lehre in einem Beruf in dem ich nicht mehr tätig bin. Inzwischen bin ich Halbtags an der Rezeption tätig.

Vor fast 2 Jahren bildete ich mir das ich die Matura/ Abi nachmachen will. Ich begann mit dem Lehrgang zur Berufsreifeprüfung und habe die Fächer Englisch und Math voriges Jahr positiv abgeschlossen. Jetzt im Oktober hab ich 2 weitere Prüfungen in BWL, Rechnungswesen und Deutsch. Dann hab ich die Matura.

Bereits im letzten Jahr merkte ich wie mein Mann der Schule die 2x wöchentlich stattfindet eher negativ gegenüber gestellt ist. Auch hat er mich nie sonderlich dazu ermutigt das Abi nach zu machen. Allerdings ist er in letzter Zeit so richtig ekelhaft wenns um dieses Thema geht. Wenn ich Abends weg bin dann passt er auf unseren Sohn auf. Das macht er zwar gerne aber im Streit knallt er mir das immer vor den Latz!

Nun hab ich, da ja bald fertig mit Schule, mir gedanken gemacht was ich wohl weiter tun will. Wir haben keine Universität in der nähe, dennoch möchte ich mich gerne weiter bilden. Da käme ev. ein Fernstudium in frage.
Aber zuerst möchte ich noch gerne das Latinum machen.

Mein Mann und ich sind seid dem auf Kriegsfuss. Er meint es würde die Matur doch reichen und für was ich noch mehr wolle! Ich solle mich wieder mehr um die Familie kümmern, ich sei dadurch immer weg und unterwegs und er will das nicht....

So siehts aus! Verbieten kann er mir die Weiterbildung ja nicht. Aber bin ich traurig das er mich auf diesen Gebiet so wenig unterstützt, und sogar dagegen wettert.
In letzter Zeit Streiten wir sehr oft wegen diesem Thema.

Noch kurz zu meinem Mann. Er hat Elektriker gelernt aber nie einen Lehrabschluss gemacht und ist mal da mal dort als Hilfsarbeiter angestellt.
Ich liebe ihn sehr und habe den Verdacht das er Angst hat das ich zu gescheit werde und ihn dann veralsse. Das hat er mir nie gesagt und wenn ich das Gespräch so irgendwie drehen will versichert er mir das es nicht so ist und seine Gründe dagegen anderer Natur sind. Eben weil ich durchs lernen keine Zeit für ihn mehr hätte. Was ja gar nicht stimmt.

Warum reagiert er so und warum will er nicht das ich studiere? Er kann keinen einzigen guten Grund vorbringen!
Zur Zeit ist die Situation sehr angespannt und gereizt.
Ich kann ihn auch nicht von den vielen Vorteilen überzeugen die eine bessere Schulbildung mit sich bringt wie bessere Berufschancen, besser verdienen dadurch mehr Urlaub etc...
Kennt das jemand? Was tun?

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10. September 2007 um 20:39

Danke für die Blumen!
Aber das ist es ja was ich mache. Ich bin, abgesehen von Arbeit und Schule ein braves hausmütterchen und häng ihm nur mehr am Rockzipfel!
Es gibt keinen Grund das er so reagiert. Ich lerne zu Hause nicht, rede zu Hause nicht von der Schule, belaste ihn nicht damit...
Anfangs war ich voll enthusiastisch, bin komplett quirrlig nach Hause gekommen, habe erzählt, wie toll, wie super, habe ihm die Ohren voll gesungen... bis er irgendwann platzte. "Ich solle ihn in Ruhe lassen mit dem sch.eiß", "es interessiere ihn nicht" etc. Ich war wie vor den Kopf gestoßen weil er halt schon nach Hause kommt von der Arbeit und stundenlang von seinen Kollegen und was so alles erlebt wurde auf der Baustelle geredet hat...im letzten Jahr reden wir gar nicht mehr über Schule. Nur "Ich bin dann mal weg/wieder da"

Ich dachte zuerst er sei eifersüchtig auf meine Schulkollegen, oder er fühle sich wirklich "abgemeldet", er sei wirklich allein.
Aber wenn ich zu Hause bin ignoriert er mich, hängt mit seinen Kumpels ab, aber wehe ich geh zur Schule!!!!
Ich seh nur mehr lauter ????
Es ist nichts was ihm fehtl, ich gebe ihm und dem Kidy alles! Liebe, koche essen vor für die Beiden, halte alles sauber das es ja keinen Grund zur beanstandung gibt. Das es ja nicht heißt ich täte irgendetwas durch die Schule vernachlässigen!
Ich sage ihm 100x am Tag (ne das ist jetzt übertrieben) wie sehr ich ihn liebe, zeige ihm meine liebe, widme ihm meine ungeteilte Aufmerksamkeit, und doch ist er unzufrieden!

Ich verstehe es nicht warum er so ablehnent reagiert!

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10. September 2007 um 22:38
In Antwort auf reese_12856187

Danke für die Blumen!
Aber das ist es ja was ich mache. Ich bin, abgesehen von Arbeit und Schule ein braves hausmütterchen und häng ihm nur mehr am Rockzipfel!
Es gibt keinen Grund das er so reagiert. Ich lerne zu Hause nicht, rede zu Hause nicht von der Schule, belaste ihn nicht damit...
Anfangs war ich voll enthusiastisch, bin komplett quirrlig nach Hause gekommen, habe erzählt, wie toll, wie super, habe ihm die Ohren voll gesungen... bis er irgendwann platzte. "Ich solle ihn in Ruhe lassen mit dem sch.eiß", "es interessiere ihn nicht" etc. Ich war wie vor den Kopf gestoßen weil er halt schon nach Hause kommt von der Arbeit und stundenlang von seinen Kollegen und was so alles erlebt wurde auf der Baustelle geredet hat...im letzten Jahr reden wir gar nicht mehr über Schule. Nur "Ich bin dann mal weg/wieder da"

Ich dachte zuerst er sei eifersüchtig auf meine Schulkollegen, oder er fühle sich wirklich "abgemeldet", er sei wirklich allein.
Aber wenn ich zu Hause bin ignoriert er mich, hängt mit seinen Kumpels ab, aber wehe ich geh zur Schule!!!!
Ich seh nur mehr lauter ????
Es ist nichts was ihm fehtl, ich gebe ihm und dem Kidy alles! Liebe, koche essen vor für die Beiden, halte alles sauber das es ja keinen Grund zur beanstandung gibt. Das es ja nicht heißt ich täte irgendetwas durch die Schule vernachlässigen!
Ich sage ihm 100x am Tag (ne das ist jetzt übertrieben) wie sehr ich ihn liebe, zeige ihm meine liebe, widme ihm meine ungeteilte Aufmerksamkeit, und doch ist er unzufrieden!

Ich verstehe es nicht warum er so ablehnent reagiert!

Abitur und Studium
Salut,

zuerst einmal Glückwunsch, dass Du so ehrgeizig bist und es Dir im Grunde auch Spass macht.
Warum Dein Mann so eine Ablehnung hat, weiss ich nicht. Vielleicht Neid, vielleicht Angst.
Also, dein Sohnemann ist jetzt neun. Der wird später echt stolz sein auf seine Mutter. Wirklich.

Du arbeitest halbtags, machst nebenbei Abitur und sorgst für den Haushalt.
Da sollte Dein Mann dich loben und sich freuen.
Ich finde, du brauchst Dir keine Vorwürfe zu machen. Streite mit ihm nicht darüber, geh deinen Weg.
Und wenn Du mal Zeit zum Lernen brauchst, dann tu das doch zuhause.
Ich bitte Dich.
Das kann Dir keiner verbieten.
Wenn Du stundenlang chatten würdest, oder Dir die Nägel lackieren, wäre er dann auch so sauer?

Du kannst ihm ja bei Gelegenheit mal sagen, dass er auch Essen zubereiten kann für Euch, anstatt mit seinen Freunden abzuhängen.

Das wäre gerecht.

Nee, geh Du mal Deinen Weg weiter und zieh das durch. Oder willste noch 40 Jahre an der Rezeption stehen?

Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut.

Gruss
Ganesha

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11. September 2007 um 0:09

Und was will er denn?
kannst du ihn denn nicht ermutigen, auch etwas für seine karriere zu tun? dann würde er es bestimmt mit ganz anderen augen sehen.

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11. September 2007 um 0:26

Ja er hat Angst
das denke ich auch. Viele Männer haben Angst davor, dass ihre Frau ihnen in irgendeiner Hinsicht überlegen wird. Das ist ganz normal und auch nicht unberechtigt. Ich selber lebe als Mann auch in so einer Beziehung. Und es ist verdammt schwierig. Die Gesellschaft hat die Männer und die Frauen so geprägt, dass das schwierig ist. Glaub mir.

Lasse seine Angst zu. Und nimm sie ernst. Sie ist berechtigt. Sie betrifft eine Gefahr für Euch beide. Eure Beziehung kann wirklich kaputt gehen, durch die sich verändernde Situation.

Das heißt nicht, dass Du aufhören sollst, Dich zu bilden. Aber pass gut auf Euch auf!

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11. September 2007 um 10:40

Hm...
ich glaub auch wie einige hier - das dein Mann ANgst hat das er als "Nichtkönner" dasteht - wenn du dich jetzt noch mal so richtig reinhängst
Männer habens heutzutage nicht leicht - sie müssen eine Familie führen und ernähren . Obwohl jeder weiß das es heutzutage anders ist , ist dieses Bild noch in vielen Köpfen.
Er hat vielleicht wirklich Angst, neben dir nicht bestehen zu können.
Sprich mit ihm - und sag ihm auch mal wie gut er die Rolle des Familienvaters einnimmt ....und was dir sonst noch an ihm gefällt.
Auch-oder grad-Männer brauchen das...

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11. September 2007 um 14:34

Na, na, na!
Also da interpretierst Du aber etwas sehr viel in das hinein, was stempelkissen1 da so schreibt. Die hervorstechenden Begriffe in Deinem Posting: maulender Stinkstiefel, muffeliger Mann, Stress, rumplagen, Frauchen spielen, Trennung.

Und natürlich mündet das alles in der hier so oft ausgesprochenen Empfehlung, sich zu trennen. Würden sich die werten Damen und Herren hier vielleicht die Mühe machen wollen, anstehende Probleme einmal anzugehen, anstatt gleich alles hinzuschmeißen???!!!

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11. September 2007 um 18:55

Ja, wie jetzt
angehen oder hinschmeißen:

"Da kann man dran arbeiten und die Probleme angehen-wie man will.
Es kann gut sein,dass sich alle Versuche,etwas zu ändern,in nichts auflösen."

Kann sein, dass es nicht klappt. Aber sollte man es nicht wenigstens versuchen? Eine Familie mit Kind an die Wand zu fahren, ist kein Pappenstiel.

>>Es würde sich was ändern,wenn sie ihrePläne aufgeben würde.
Dann wäre sie kreuzunglücklich und er hätte "seinen Willen",alles so,wie es jahrelang war.<<

Das habe ich ja ausdrücklich geschrieben, dass sie das nicht soll. Das kann auf keinen Fall der Weg sein.

"Nur-die Beziehung wird nie mehr das sein,was sie einmal war."

"Man kann sich die Tatsachen nicht schön backen und rumdrehen.
Es hat sich viel geändert."

Ja. Stimmt alles. Aber ich glaube nicht, dass es so schlimm ist. Ich kenne eine Familie, da lief es so ähnlich. Dann kam die Krise. Es war über Jahre schwierig. Er hat sich rausgezogen, hat die Kinder weitgehend seiner Frau überlassen, war mit seinen Freunden zusammen und hat Sport getrieben ohne Ende. Für sie war es zwar hart, aber sie wollte keine Trennung.

Inzwischen ist es eine glückliche Familie. Er ist jetzt der totale Familientyp, kümmert sich um die Kinder, bringt sich voll ein. Ich wünschte, meine Partnerschaft liefe so gut, wie die.

Ich glaube das Geheimnis heißt: Respekt und Wertschätzung. Sie hat es nie daran fehlen lassen. Er hat es ihr zuerst nicht mehr glauben können. Aber als er gesehen hat, dass sie ihm nicht wegläuft, hat es ihm gedämmert, dass es doch so ist.

Es ist sicher kein leichter Weg. Aber ich glaube, er ist gangbar.

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11. September 2007 um 21:49

Hallo
Ich bin in der gleichen Situation. Mache mein Abi nach und möchte noch studieren.
Mein Mann muß deshalb auch auf unser Kind aufpassen und ich denke, es wird ihm schwer zu schaffen machen, denn er ist seine Freiheiten gewohnt und mein "Früheres Ich".
Jeder muß entscheiden, wie er am glücklichsten wird. Ich habe meine Entscheidung bereits getroffen.
Es ist knallhart, aber ich weiß, dass es das Richtige ist/wäre, wenn es drauf ankäme-
Ich mache meinen Weg. Ich habe ihn auch immer unterstützt, wenn er nun nicht bereit ist mich zu unterstützen und mir dann auch noch Vorwürfe machen sollte, dann werde ich mich GUTEN Gewissens verabschieden.
Ich denke einfach, warten ist schön und gut, Taten sind besser.
Du schreibst er ist dein Lebensgefährte- also nicht dein Mann?! Falls dem so sein, dann ist deine Bildung umso wichtiger.
Lass dich nicht abhalten, von dem was dich leitet!

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12. September 2007 um 9:24

Erst mal danke für die vielen Antworten!
Ich denke mit ein Problem ist es das, als wir uns kennen lernten ich 18 Jahre alt war.
Mit 18 ist man noch etwas Richtungslos und hat noch keine sooo ausgeprägte Persönlkichkeit wie mit 29.
Man etnwickelt sich ja auch weiter! Wäre schlimm wenns anderes wäre und gewisse Erfahrungen und Zeit und Arbeitsleben prägen einen Menschen ja auch. Ich bin keine 18 mehr und weiß genau was ich will und sehe es auch nicht ein warum nicht geliches Recht für alle herrschen soll. jahrelang war ich für alles da und er hat sich einen schönen Lenz gemacht. Ist in Discos gegangen, hat gesoffen, mit Arbeitskollegen unterwegs etc. und ich saß zuhause beim Kind.

Jetzt gehe ich 2-3 mal die Woche in die Schule, ich gehe nicht aus, treffe mich mit keinen unbkennten Mann, bin auch nicht Geldausgeben - nein ich gehe in die Schule! Wenn ich mir in dieser Zeit erwarte das er auf den Sohnemann aufpasst ist das doch nicht zu viel verlangt, oder? Ich koche, wasche, putze, arbeite, werde es auch weiterhin tun. Die Schule beginnt um 18 Uhr, Sohnemann sollte spätestens um 20 Uhr im Bett sein und ich komme um 21:30 nach Hause. Dh. er muss denn Babysitter doch nur von 18-20 Uhr also 2 Stunden spielen! und das 2 ev. 3x die Woche das sind 6h in der Woche - die er mit seinem Sohn verbringt. Diese sind ihm zuviel (er packt ihn zumeist eh vor den TV)

Ich möchte mich nicht unterbuttern lassen, möchte nicht mehr zurückstecken müssen. Weil für was? Nur das ich abends doof neben ihm sitze, die Programme gucke die er will, die Musik höre was er will, und ins Bett gehe wann er geht...
Ich saß 365 Tage im Jahr Abends neben ihm und weil ich das jetzt an 100 Tagen im Jahr nimmer tue ist er sauer?

Leider kann ich ihn zu nichts ermutigen. Es gäbe bei uns so Autotuningkurse und Heimwerker Workshops. Leider hat er keine Lust sich irgendwie weiterzubilden, für ihn ist das alles unnötiger Firlefantz!

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12. September 2007 um 15:50
In Antwort auf reese_12856187

Erst mal danke für die vielen Antworten!
Ich denke mit ein Problem ist es das, als wir uns kennen lernten ich 18 Jahre alt war.
Mit 18 ist man noch etwas Richtungslos und hat noch keine sooo ausgeprägte Persönlkichkeit wie mit 29.
Man etnwickelt sich ja auch weiter! Wäre schlimm wenns anderes wäre und gewisse Erfahrungen und Zeit und Arbeitsleben prägen einen Menschen ja auch. Ich bin keine 18 mehr und weiß genau was ich will und sehe es auch nicht ein warum nicht geliches Recht für alle herrschen soll. jahrelang war ich für alles da und er hat sich einen schönen Lenz gemacht. Ist in Discos gegangen, hat gesoffen, mit Arbeitskollegen unterwegs etc. und ich saß zuhause beim Kind.

Jetzt gehe ich 2-3 mal die Woche in die Schule, ich gehe nicht aus, treffe mich mit keinen unbkennten Mann, bin auch nicht Geldausgeben - nein ich gehe in die Schule! Wenn ich mir in dieser Zeit erwarte das er auf den Sohnemann aufpasst ist das doch nicht zu viel verlangt, oder? Ich koche, wasche, putze, arbeite, werde es auch weiterhin tun. Die Schule beginnt um 18 Uhr, Sohnemann sollte spätestens um 20 Uhr im Bett sein und ich komme um 21:30 nach Hause. Dh. er muss denn Babysitter doch nur von 18-20 Uhr also 2 Stunden spielen! und das 2 ev. 3x die Woche das sind 6h in der Woche - die er mit seinem Sohn verbringt. Diese sind ihm zuviel (er packt ihn zumeist eh vor den TV)

Ich möchte mich nicht unterbuttern lassen, möchte nicht mehr zurückstecken müssen. Weil für was? Nur das ich abends doof neben ihm sitze, die Programme gucke die er will, die Musik höre was er will, und ins Bett gehe wann er geht...
Ich saß 365 Tage im Jahr Abends neben ihm und weil ich das jetzt an 100 Tagen im Jahr nimmer tue ist er sauer?

Leider kann ich ihn zu nichts ermutigen. Es gäbe bei uns so Autotuningkurse und Heimwerker Workshops. Leider hat er keine Lust sich irgendwie weiterzubilden, für ihn ist das alles unnötiger Firlefantz!

Na also...
dann hör auf deinen verstand.
Wie gesagt, bei mir ist die Situation (siehe unten) sehr ähnlich.
Ich habe mit 22 geeiratet und hatte keine Ahnung von Tuten und Blasen. Wie dem auch sei. Tu, was du nicht lassen kannst und habe da kein schlechtes Gewissen.
@Dennylove: Natürlich verstehen wir euch Männer. Aber sie müssen uns in gewissen Situationen auch verstehen...

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14. September 2007 um 0:46
In Antwort auf arianna218

Na also...
dann hör auf deinen verstand.
Wie gesagt, bei mir ist die Situation (siehe unten) sehr ähnlich.
Ich habe mit 22 geeiratet und hatte keine Ahnung von Tuten und Blasen. Wie dem auch sei. Tu, was du nicht lassen kannst und habe da kein schlechtes Gewissen.
@Dennylove: Natürlich verstehen wir euch Männer. Aber sie müssen uns in gewissen Situationen auch verstehen...

Also, was ich nicht verstehe,
ist, warum hier der Eindruck entstanden sein könnte, dass ich "die Frauen" nicht verstehen würde.

Soll ich es vielleicht so verstehen, dass Du die Diskussion hier als eine Auseinandersetzung Männer-gegen-Frauen ansiehst? Wenn ja, warum?

Bevor ich mich auf eine fortgesetzte Diskussion mit Coleen einlassen, ob frau nun "angehen oder hinschmeissen" sollte, würde ich von Stempelkissen gerne wissen, ob sie das überhaupt in Erwägung zieht, die Beziehung aufzugeben. Also ich kann das aus den Postings jedenfalls nicht herauslesen. Aber vielleicht verstehe ich ja die Frauen nicht?

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15. September 2007 um 10:34

Interpretation
boykottiern, maulen, unzufrieden sein, meutern,

das sind alles KEINE Beobachtungen, sondern Interpretationen, von etwas, was man sieht. Interpretationen sind gefährlich. Du glaubst zu verstehen, warum irgendwas geschieht, und baust darauf Deine Reaktion. Genau dieses Verhalten hat schon sehr sehr viele Beziehungen in den Ruin getrieben.

Es ist sehr wichtig in Beziehungen, zu lernen, die Beobachtung von der Interpretation zu trennen. Die Interpretation darst Du mit Deinem Partner gemeinsam erarbeiten. Es gilt nur das, was Konsens ist.

Es ist offensichtlich, dass in der Beziehung von Stempelkissen kein Konsens darüber herrscht, warum er negative Gefühle hat, wenn sie fortgeht, um was zu lernen. Die Aufgabe besteht hier nicht darin, eine möglichst radikale Reaktion auf diesen Streit zu entwickeln, sondern gemeinsam zu klären, was eigentlich wirklich los ist.

Es könnte gut sein, dass man dabei Liebe als Grund der Auseinandersetzung vorfindet.

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15. September 2007 um 11:41
In Antwort auf arianna218

Na also...
dann hör auf deinen verstand.
Wie gesagt, bei mir ist die Situation (siehe unten) sehr ähnlich.
Ich habe mit 22 geeiratet und hatte keine Ahnung von Tuten und Blasen. Wie dem auch sei. Tu, was du nicht lassen kannst und habe da kein schlechtes Gewissen.
@Dennylove: Natürlich verstehen wir euch Männer. Aber sie müssen uns in gewissen Situationen auch verstehen...

Da bin ich noch nicht so sicher,
ob wir den Mann wirklich verstehen. Was wenn er doch nicht lügt? Was, wenn er tatsächlich ihre Nähe vermisst? Vielleicht ist das tatsächlich seine (unbeholfene, unbewusste) Art zu sagen, ich liebe Dich, ich brauche Dich, ich habe Angst Dich zu verlieren:

"Ich solle mich wieder mehr um die Familie kümmern, ich sei dadurch immer weg und unterwegs und er will das nicht...."

Wenn auf diese Liebeserklärung nun als Antwort kommt: Weil du Angst hast, dass ich zu gescheit werde, verlasse ich dich, denn ich will keinen Schwächling, der es nicht schafft, mit seiner Frau mitzuhalten und ich will keinen Egoisten, der nicht bereit ist, mich bei dem zu unterstützen, wovon nur ich profitiere.

Irgendwie fies, oder?

"Ich liebe ihn sehr und habe den Verdacht das er Angst hat das ich zu gescheit werde und ihn dann veralsse. Das hat er mir nie gesagt und wenn ich das Gespräch so irgendwie drehen will versichert er mir das es nicht so ist und seine Gründe dagegen anderer Natur sind. Eben weil ich durchs lernen keine Zeit für ihn mehr hätte. Was ja gar nicht stimmt."

Also ich kann mir nicht vorstellen, dass es nicht stimmt. Du bist weniger da, also hast Du weniger Zeit für ihn.

Wenn Du ihn liebst, dann gibst Du ihm ne Chance. Er wird Zeit brauchen, sich damit abzufinden, dass Du andere Götter hast, neben ihm. Es ist zwar kein Mann, aber es ist Deine Bildung. Und er wird noch mehr Zeit brauchen, sich auf diese veränderte Rolle einzulassen und seinen Weg darin zu finden.

Streite nicht mit ihm herum. Das bringt gar nichts, es macht nur noch mehr kaputt. Du hast Deinen Entschluss gefasst. Setze ihn darüber in Kenntnis, dass Du das machen wirst. Es steht nicht zur Diskussion, ob Du es machst. Wenn er die Beziehungsfrage nicht stellt, stelle Du sie auch nicht. Vielleicht stellt er sie tatsächlich, um noch mehr Gewicht in die Wagschale zu werfen. Manche Leute tun das, und bereuen später, weil es gar nicht ihre wirkliche Absicht war, die Beziehung auf Spiel zu setzen. Höre großmütig darüber hinweg, wenn es so kommen sollte. Du entscheidest für Dich, er entscheidet für sich. Lasst Taten sprechen.

Wenn es in der Vergangenheit so war, dass die Beziehung nicht ausgeglichen war, was gemeinsame Dinge betrifft, dann ist das ein zusätzliches Problem. ("Ich möchte mich nicht unterbuttern lassen...") Dann ist die Idee evtl. naheliegend, da ausbrechen zu wollen. Aber das Ziel muss ja immer sein, die Ausgeglichenheit in diesem Moment herzustellen. Es bringt nichts, sich für Ungerechtigkeiten der Vergangenheit zu rächen. Wer das tut, zahlt selber drauf. Das ist meine Erfahrung.

Deine Chancen auf eine gleichberechtigte Beziehung wachsen auf Deinem Weg. Hör nicht auf die, die Dir einreden wollen, nur ein geschasster Mann ist ein guter Mann. Das ist leider eine große Mode hier im Forum. Die "Universallösung" für alle Probleme. Es stimmt natürlich: wer keine Beziehung mehr hat, der hat auch keine Beziehungsprobleme...

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15. September 2007 um 22:43

Kenn ich nur zu gut
Hallo stempelkissen,

genau das Gleiche habe ich auch durch. Ich war zwar etwas jünger (24), aber eben auch schon aus dem ersten Bildungsweg raus.

Ich hatte das Gymnasium besucht, aber aus einer Laune heraus (Liebeskummer...) in der 12. Klasse die Schule verlassen.

Trotzdem wollte ich eigentlich immer studieren und als ich dann von der Möglichkeit gehört hatte, das Abitur nachholen zu könne, habe ich zugegriffen.
Ich war damals mit meinem Lebensgefährten 5 Jahre zusammen und unsere Tochter war 3 Jahre alt und ging in die Kita.
Mein Freund war total dagegen und hat meine Schulbesuche so gut es ging sabotiert (Ich musste einen Vorkurs absolvieren, der zwischen 18 und 21 Uhr stattfand). Er ist dann einfach nicht nach Hause gekommen, so dass ich nicht zur Schule konnte. Glücklicherweise habe ich eine ganz tolle Freundin, die mich unterstützte. Sie war es auch, die mich dazu ermutigt hat, mein Abi nachzuholen. Da sie nur ein paar Straßen weiter gewohnt hat, hat sie auf meine Tochter aufgepasst, wenn ich zur Schule musste und mein Freund mal wieder nicht rechtzeitig nach Hause kam.

So habe ich den Vorkurs gemacht und im Anschluss auch studiert. Ich arbeite jetzt bereits seit vielen Jahren als Sozialpädagogin.

Die Beziehung mit dem Vater meiner Tochter ist noch während der Schulzeit zerbrochen. (er ist mit einer Frau zusammen, die im Supermarkt an der Kasse arbeitet, das finde ich schon aussagekräftig!)

Ich selbst habe seit vielen Jahren eine tolle Beziehung, habe meinen Freund auf der Schule kennengelernt. Er arbeitet jetzt als Jurist in einer Anwaltskanzlei.

Auch wenn meine Welt damals zusammengebrochen ist, als sich der Vater meiner Tochter von mir getrennt hat, kann ich rückblickend sagen, dass meine Entscheidungen richtig waren. Ich bin mit meinem Leben, wie es jetzt läuft, sehr zufrieden. Das wäre ich sicher nicht, wenn ich heute noch als Bürokauffrau (mein erster Beruf) arbeiten würde.

Ich hoffe natürlich, dass es bei Euch nicht zu einer Trennung kommt, aber wenn es Dein großer Wunsch ist, zu studieren, dann tu es... sonst wirst du immer das Gefühl haben, dass du etwas verpasst hast.


lg
maja667

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