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Mann trennt sich wegen mir, jetzt Rückzug

13. Dezember 2010 um 14:50 Letzte Antwort: 25. Dezember 2010 um 1:05

Hallo an alle,
meine Geschichte in Kurzform. Bin Single, lernte vor ein paar Monaten einen Mann kennen. Liebe auf den ersten Blick mit allem drum und dran.

Er sagte mir, dass er verheiratet ist, ein Kind hat. Die Beziehung nicht gut läuft und so.. Das kennen wir ja... Gut, ich hab mich drauf ein gelassen.

War sehr intensiv von Anfang an, Liebe eben. Auch das Liebesbekenntnis kam schnell, eine tolle Zeit.
Dann relativ schnell auch die Trennung von seiner Frau. Er nahm sich ne Wohnung, zog aus. Allerdings erstmal zu mir, übergangsweise.

Jetzt plötzlich von ihm der totale Rückzug. Er weiß nicht mehr, was er will. Weiß nicht, ob er mich liebt. Weiß gar nichts mehr. Die Trennung, seine Tochter, die Sache mit mir.. Alles ist ihm zu viel, er will zu sich finden, sich klar werden.

Ich stehe da wie ein geprügelter Hund. Ich habe nichts falsch gemacht, sagt er. Es liegt nicht an mir. Er kommt mit der Situation nicht klar.
Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Bin enttäuscht, verletzt, gekränkt.
Habe jetzt beschlossen, mich zurück zu ziehen und zu versuchen, meinem alten Leben nachzugehen. Aber ich hoffe doch, dass er sich am Ende zu mir bekennt.

Was sagt ihr dazu und habt ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht?
Liebe Grüße
Marie

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16. Dezember 2010 um 12:48

@braveschuetzin
ich habe eine ähnliche situation vor etwa 2,5 jahren erlebt.

hab mit nem typen was angefangen, ohne zu wissen, dass er verheiratet war...

dann im frühjahr 2008 trennung von seiner frau. ab diesem moment hat er sich auch von mir körperlich und emotional zurückgezogen.

ich verstand die welt nicht mehr, genau wie du. jetzt, wo er endlich frei war und ich dachte, wir kämen endlich zusammen, machte er nen rückzieher.

weihnachten 2009 hab ich dann erfahren, dass da noch ne dritte frau im spiel war, die er wohl damals erst vor kurzem kennengelernt hatte.

weisst du, ich kennen deinen HM nicht. aber meiner hat einfach nur ein bisschen rumgespielt. und als er dann von seiner frau vor die tür gesetzt wurde, war man(n) beleidigt. und ich durfte dann seine üble laune ertragen.

ich habe im nachhinein erkannt, dass ich nur ein spielzeug war, ein lückenbüsser. mehr nicht...

es muss bei dir nicht so sein, hört sich aber stark danach an.

tu dir selbst einen gefallen und schiess den kerl in den wind.

entweder liebt man oder man liebt nicht. und ein: ich weiss nicht, gibt es nicht. das sagen nur leute, die zu feige sind, die wahrheit zu sagen.

ich wünsche dir trotz allem viel glück und alles gute

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16. Dezember 2010 um 14:08

Es kann einiges bedeuten,
er war im Gegensatz zu vielen anderen doch ziemlich konsequent und ist gegangen. Er wollte klare Verhältnisse schaffen. Was ich oft Menschen in dieser Situation rate ist genau das. Erst mal Inventur machen zu sich kommen und dann Entscheidungen treffen. Auch wenn das alte Leben und die Beziehung nicht gut war, auch da gab es mal gute Zeiten und es gibt ein Kind und da ist nun einiges zu regeln.
Gib ihm und dir Zeit. Ermuntere ihn klar und ehrlich zu sein und dir zu sagen, wenn es keine Hoffnung und Chance mehr für dich gibt. Und wenn du nicht warten willst und kannst, dann mußt du es auch sagen. Das ist sein höchstpersönliches Risiko. Seid einfach ehrlich, das ist die
Basis jeder guten beständigen Beziehung. Die Erfahrung der
anderen Schreiberin muß nicht unbedingt auch bei euch so sein. Nicht jeder Mann ist ein Lump.
Lieben Gruß
Melike

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17. Dezember 2010 um 9:37
In Antwort auf melike13

Es kann einiges bedeuten,
er war im Gegensatz zu vielen anderen doch ziemlich konsequent und ist gegangen. Er wollte klare Verhältnisse schaffen. Was ich oft Menschen in dieser Situation rate ist genau das. Erst mal Inventur machen zu sich kommen und dann Entscheidungen treffen. Auch wenn das alte Leben und die Beziehung nicht gut war, auch da gab es mal gute Zeiten und es gibt ein Kind und da ist nun einiges zu regeln.
Gib ihm und dir Zeit. Ermuntere ihn klar und ehrlich zu sein und dir zu sagen, wenn es keine Hoffnung und Chance mehr für dich gibt. Und wenn du nicht warten willst und kannst, dann mußt du es auch sagen. Das ist sein höchstpersönliches Risiko. Seid einfach ehrlich, das ist die
Basis jeder guten beständigen Beziehung. Die Erfahrung der
anderen Schreiberin muß nicht unbedingt auch bei euch so sein. Nicht jeder Mann ist ein Lump.
Lieben Gruß
Melike

Ungewissheit...
Hi Melike,
erstmal ganz herzlichen Dank für deine Antwort. Ich bin mir 1000% sicher, dass da keine andere Frau im Spiel ist. Und an Dallas - Der Kerl ist ehrlich durch und durch!!
Ich hab ihn ja noch ermuntert, zu gehen. Das hört sich jetzt doof an Aber ich hab zu ihm gesagt, er soll seine Gefühle und Sachen ordnen und erst wieder kommen, wenn er wirklich weiß, was er will. Jetzt denke ich, er wollte, dass ich sage, wir stehen egal was zusammen durch und mache mir Vorwürfe.
Ich weiß, dass er Zeit braucht Und bin doch enttäuscht, dass er mich nicht nach zwei Tagen angerufen hat, um mir zu sagen, dass er mich unendlich vermisst. Sondern sich die Auszeit jetzt wirklich nimmt Ich hab ihm noch ein oder zwei SMS geschrieben, mal telefoniert. Er sagte, er weiß einfach wirklich nichts mehr im Moment, kein Plan, will alleine sein Gut, ich verhalte mich jetzt still. Diese Ungewissheit ist fast unerträglich Aber ich weiß, dass im Moment auch ein Gespräch oder ein Treffen nichts bringen würden. Und es ist ja noch nicht mal eine Woche, seitdem er weg ist. Und warten Werde ich selbstverständlich erstmal Aber wie lange wird es dauern ?
Ganz lieben Gruß zurück!!

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18. Dezember 2010 um 10:57

Hallo
Hallo Marie,

ich hatte mich vor einem Jahr von meiner Frau (und meinen zwei Kindern) getrennt. Auslöser - aber nicht Ursache - war meine jetzige Freundin, mit der ich seit der Trennung von meiner Frau zusammen bin. Somit denke ich, kann ich mich in Deinen Freund gut hereinversetzen.

Du musst Dir vorstellen, wie schwierig es für Deinen Freund war, die Entscheidung zu treffen, seine Frau und sein Kind zu verlassen. Einem Kind zu sagen, dass der Papa nicht mehr zu Hause ist, ist das schwierigste auf der ganzen Welt. Die alte Welt Deines Freundes ist zerstört und gleichzeitig will er mit Dir eine neue Welt aufbauen. In so einer Situation geht das alles vielleicht zu schnell. Manchmal wacht man(n) auf und weiß nicht mehr was richtig und falsch ist. Das braucht Zeit, sich Gedanken darüber zu machen und sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Hilf ihm dabei, in die neue - Eure gemeinsame - Welt zu kommen. Unterstütze ihn, dränge ihn aber nicht. Er liebt Dich, das ist klar. Er verdankt Dir auch viel, denn Du hast ihm die Kraft gegeben, die alte Beziehung zu beenden. Nimm ihn in den Arm, wenn er mag und lass ihn in Ruhe, wenn er es nicht mag. Wenn er es nicht sagen kann oder will, nimm ihn lieber einmal zu viel in den Arm .

Vielleicht ist es nicht so gut, dass er bei Dir wohnt. Er sollte eine eigene Bleibe für den Übergang haben. Nur als Rückzugsgebiet oder eventuell auch nur als Option. Ich hatte bis jetzt auch noch eine eigene Wohnung. Ich habe sie zwar nicht genutzt, aber sie gab mir das Gefühl, mich zurückziehen zu können, wenn ich wollte.

Auch wenn es Dir manchmal schwer fällt, ziehe DIch nicht vor ihm zurück. Er braucht Dich sehr in diesem Moment. Sei für ihn da und verzeihe ihm, wenn er manchmal genervt, traurig, seltstam oder verstört ist. Das ist normal in so einer Situation.

Viel Erfolg und liebe Grüße
H732

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18. Dezember 2010 um 11:27
In Antwort auf luke_12244688

Hallo
Hallo Marie,

ich hatte mich vor einem Jahr von meiner Frau (und meinen zwei Kindern) getrennt. Auslöser - aber nicht Ursache - war meine jetzige Freundin, mit der ich seit der Trennung von meiner Frau zusammen bin. Somit denke ich, kann ich mich in Deinen Freund gut hereinversetzen.

Du musst Dir vorstellen, wie schwierig es für Deinen Freund war, die Entscheidung zu treffen, seine Frau und sein Kind zu verlassen. Einem Kind zu sagen, dass der Papa nicht mehr zu Hause ist, ist das schwierigste auf der ganzen Welt. Die alte Welt Deines Freundes ist zerstört und gleichzeitig will er mit Dir eine neue Welt aufbauen. In so einer Situation geht das alles vielleicht zu schnell. Manchmal wacht man(n) auf und weiß nicht mehr was richtig und falsch ist. Das braucht Zeit, sich Gedanken darüber zu machen und sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Hilf ihm dabei, in die neue - Eure gemeinsame - Welt zu kommen. Unterstütze ihn, dränge ihn aber nicht. Er liebt Dich, das ist klar. Er verdankt Dir auch viel, denn Du hast ihm die Kraft gegeben, die alte Beziehung zu beenden. Nimm ihn in den Arm, wenn er mag und lass ihn in Ruhe, wenn er es nicht mag. Wenn er es nicht sagen kann oder will, nimm ihn lieber einmal zu viel in den Arm .

Vielleicht ist es nicht so gut, dass er bei Dir wohnt. Er sollte eine eigene Bleibe für den Übergang haben. Nur als Rückzugsgebiet oder eventuell auch nur als Option. Ich hatte bis jetzt auch noch eine eigene Wohnung. Ich habe sie zwar nicht genutzt, aber sie gab mir das Gefühl, mich zurückziehen zu können, wenn ich wollte.

Auch wenn es Dir manchmal schwer fällt, ziehe DIch nicht vor ihm zurück. Er braucht Dich sehr in diesem Moment. Sei für ihn da und verzeihe ihm, wenn er manchmal genervt, traurig, seltstam oder verstört ist. Das ist normal in so einer Situation.

Viel Erfolg und liebe Grüße
H732

Ist er weg?
Hallo H732,
danke dir sehr für deine Zeilen... Es lässt mich auch nicht los... Fakt ist, er is seit einer Woche in seiner eigenen Wohnung. Und meldet sich gar nicht mehr.
Ich würde ihn gerne in den Arm nehmen... Ihm irgendwie helfen... Oder wenigstens mal mit ihm sprechen. Traue mich aber nicht, ihn anzurufen. Weiß nicht, ob von seiner Seite das schon heißt, er hat sich gegen mich entschieden... Himmel, was für eine seltsame Situation.
Danke nochmal und auch liebe Grüße
Marie

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18. Dezember 2010 um 15:10

Das Ende...
Hallo an alle,
meine Geschichte hat gerade ein Ende gefunden... Er hat mir eine SMS geschickt und mir mitgeteilt, dass er zu seiner Frau und Tochter zurück ist und es ihm gut geht.
Prima... Mir fehlen die Worte... Aber gut, das ist natürlich der einfachste Weg.
LG und euch allen viel Glück
Marie

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20. Dezember 2010 um 10:58
In Antwort auf keshia_12490555

Das Ende...
Hallo an alle,
meine Geschichte hat gerade ein Ende gefunden... Er hat mir eine SMS geschickt und mir mitgeteilt, dass er zu seiner Frau und Tochter zurück ist und es ihm gut geht.
Prima... Mir fehlen die Worte... Aber gut, das ist natürlich der einfachste Weg.
LG und euch allen viel Glück
Marie


Liebe Marie,

das ist natürlich für Dich jetzt die schlimmste Nachricht. Wenn er jetzt glücklich ist, warum hat er dann erst seine Frau verlassen? Und dann hätte er es Dir auch bitte persönlich sagen sollen.

Naja, kann man jetzt viel drüber nachdenken. Aber am wichtigsten ist, dass Du ihn einfach vergisst, denn er ist es nicht wert. Gehe raus und lass es richtig knallen! Im neuen Jahr gibt es mehr Glück für Dich. Davon bin ich überzeugt.

Liebe Grüße
H732

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20. Dezember 2010 um 12:55
In Antwort auf keshia_12490555

Das Ende...
Hallo an alle,
meine Geschichte hat gerade ein Ende gefunden... Er hat mir eine SMS geschickt und mir mitgeteilt, dass er zu seiner Frau und Tochter zurück ist und es ihm gut geht.
Prima... Mir fehlen die Worte... Aber gut, das ist natürlich der einfachste Weg.
LG und euch allen viel Glück
Marie

@braveschuetzin
hallo marie,

tut mir sehr, sehr leid das zu hören...

ist echt fies, so kurz vor weihnachten. aber so sind sie, unsere pappenheimer...

schade, dass ich doch irgendwie recht bekommen habe....

ich wünschte, dem wäre nicht so.

ich hoffe, du findest bald einen ganz tollen mann, sobald du wieder offen dafür bist.

wünsche dir alles gute im neuen jahr.

BA74

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25. Dezember 2010 um 0:48

Loslassen,Geduld haben...
Liebe braeveschuetzin,
da ich mich vor kurzem in einer ähnlichen Lage befand und sich letztendlich alles zum Guten gewendet hat möchte ich Dir Mut zusprechen.
Ich weiß,daß es schwer ist,ein Stückweit loszulassen wenn man liebt,aber ich glaube,das ist das,was Euch beiden wirklich weiterhilft,denn vermutlich hat Dein Liebster sich mit der Trennung von seiner Ex (und somit auch, zumindest räumlich ,von seiner Tochter) noch gar nicht wirklich auseinandergesetzt.
Und jetzt wird ihm immer bewußter,was dies alles für Konsequenzen nach sich zieht;Auswirkungen,die er erst gar nicht sehen konnte,weil er mit Dir beschäftigt war und den damit verbundenen guten Gefühlen. Lass ihm jetzt einfach Zeit,versuche,ihn zu verstehen,vielleicht ihm im Moment mehr ein Freund zu sein als die Frau,die seine Liebe "braucht" und ihn dadurch überfordert.
Du hast sicher nichts falsch gemacht,aber ihr braucht beide diesen Entwicklungsprozeß,also tu solange was für Dich!
Ich habe nach 18 Jahren meine erste große Liebe wiedergetroffen;wir konnten einander nie vergessen all die Jahre. Doch er war verheiratet und hatte zwei kleine Kinder. Noch dazu wohnen wir sehr weit voneinander entfernt...
Aber wenn wir zusammen waren,waren wir so glücklich,uns so nah,daß wir schnell beschlossen,zusammenzuziehen.
Alles war total überstürzt und unausgegoren,also mußte es so kommen: Nach einem knappen halben Jahr hielt er es ohne seine Kinder nicht mehr aus und er wollte zurück-wegen der Kinder,wegen großer Schuldgefühle...
Ich war so tieftraurig,wollte erst den Kontakt ganz abbrechen,aber merkte immer mehr,daß ich ihn einfach so sehr vermißte. Trotzdem versuchte ich,für mich und meine Kinder einfach weiterzumachen und wir hielten weiterhin auch Kontakt. Ich war einfach für ihn da und er setzte sich intensiv mit allem auseinander. Ich spürte,daß er die Gespräche mit mir sehr brauchte,ich selbst versuchte zwar,autentisch zu sein und auch über mein Verletztsein zu sprechen,ihm jedoch nie Vorwürfe zu machen oder ihn zu einer Entscheidung zu drängen. Er wurde immer unsicherer und ich sprach ihm immer wieder Mut zu,erst einmal alleine zu bleiben und sich auf nichts festzulegen,um sich selbst und seine Herzenswünsche zu erkennen. Im Laufe dieser Zeit ging es ihm immer besser und eines Tages sagte er mir bei einem unserer Telefonate,daß er sich jetzt entschieden habe und er sich hundertprozentig sicher sei- und zwar für mich. Er war sich die ganze Zeit schon seiner Gefühle für mich sicher,aber die Sehnsucht nach seinen Kindern und die Schuldgefühle hätten ihn beinahe zurückgetrieben...
Jetzt werden wir wohl erst einmal ein Jahr lang voneinander getrennt bleiben- bis der Kontakt zu seinen Kindern geregelt ist,er hier in der Nähe einen Job hat und das ganze Drumherum paßt und ich habe auch noch so einiges vor mir...aber trotz der räumlichen Distanz kommt er so oft her,wie es geht und dann genießen wir die Zeit miteinander...
Schlußendlich glaube ich,daß ihm auch mein Verstehen für seine Situation,meine Liebe und mein Loslassen geholfen haben. Es ist wohl nicht der richtige Weg,wenn man,ohne mit dem Alten abgeschlossen zu haben sich gleich in etwas Neues hineinstürzt. Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld. Und ganz viel Glück.

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25. Dezember 2010 um 1:05
In Antwort auf luke_12244688

Hallo
Hallo Marie,

ich hatte mich vor einem Jahr von meiner Frau (und meinen zwei Kindern) getrennt. Auslöser - aber nicht Ursache - war meine jetzige Freundin, mit der ich seit der Trennung von meiner Frau zusammen bin. Somit denke ich, kann ich mich in Deinen Freund gut hereinversetzen.

Du musst Dir vorstellen, wie schwierig es für Deinen Freund war, die Entscheidung zu treffen, seine Frau und sein Kind zu verlassen. Einem Kind zu sagen, dass der Papa nicht mehr zu Hause ist, ist das schwierigste auf der ganzen Welt. Die alte Welt Deines Freundes ist zerstört und gleichzeitig will er mit Dir eine neue Welt aufbauen. In so einer Situation geht das alles vielleicht zu schnell. Manchmal wacht man(n) auf und weiß nicht mehr was richtig und falsch ist. Das braucht Zeit, sich Gedanken darüber zu machen und sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Hilf ihm dabei, in die neue - Eure gemeinsame - Welt zu kommen. Unterstütze ihn, dränge ihn aber nicht. Er liebt Dich, das ist klar. Er verdankt Dir auch viel, denn Du hast ihm die Kraft gegeben, die alte Beziehung zu beenden. Nimm ihn in den Arm, wenn er mag und lass ihn in Ruhe, wenn er es nicht mag. Wenn er es nicht sagen kann oder will, nimm ihn lieber einmal zu viel in den Arm .

Vielleicht ist es nicht so gut, dass er bei Dir wohnt. Er sollte eine eigene Bleibe für den Übergang haben. Nur als Rückzugsgebiet oder eventuell auch nur als Option. Ich hatte bis jetzt auch noch eine eigene Wohnung. Ich habe sie zwar nicht genutzt, aber sie gab mir das Gefühl, mich zurückziehen zu können, wenn ich wollte.

Auch wenn es Dir manchmal schwer fällt, ziehe DIch nicht vor ihm zurück. Er braucht Dich sehr in diesem Moment. Sei für ihn da und verzeihe ihm, wenn er manchmal genervt, traurig, seltstam oder verstört ist. Das ist normal in so einer Situation.

Viel Erfolg und liebe Grüße
H732

Wunderbar!!!
Gerade habe ich auch an Marie geschrieben,leider aber nur auf ihren ersten Beitrag geantwortet ohne zu sehen,was hinterher bei ihr passiert ist... Ich wollte Dir nur mal ein Feedback auf Deinen Beitrag geben: Du hast die Lage eines Mannes,der seine Familie verläßt einfach wunderbar beschrieben,auch ich habe die Erfahrung gemacht,daß es hilft,einfach da zu sein und in solch einer Situation nicht die Gekränkte zu sein,die sich zurückzieht. Es war für mich nicht leicht,aber es hat uns beide ziemlich weit gebracht und heute sind wir unglaublich froh darüber,uns nicht noch einmal verloren zu haben.
Es war auch gut für mich,die ganzen Gedanken,Ängste und Zweifel meines Freundes mitzuerleben,das hat uns einander sehr nah gebracht;es ist so wichtig,daß dies alles durchlebt und nicht einfach beiseite geschoben wird- es kann einen sonst jederzeit einholen... Wie ist der Kontakt zu Deiner Ex und Deinen Kindern heute? Hat es sich irgendwie eingependelt? Wie lange hat es gebraucht?
Liebe Grüße!

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