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Mann kann nicht über Gefühle reden

6. Oktober um 11:32

Hallo alle zusammen, 

ich bin seit ca 6 Jahren mit meinem Freund zusammen, habe seit einigen Monaten Trennungsgedanken und bin kurz davor diese nun umzusetzen. 

Ganz kurz zur Beziehung: wir haben es in den letzten Jahren vermutlich beide etwas schleifen lassen, wenn es darum ging, das "Feuer" aufrecht zu erhalten. Die Beziehung stagniert schon seit längerer Zeit extrem, wir haben uns nicht mehr allzu viel zu sagen, unternehmen kaum etwas und wenn dann geht die Initiative meist von mir aus. Die restliche Zeit leben wir quasi nebeneinander her und man hat sich halt mit der Situation arrangiert. Dadurch hat sich in mir sehr viel Frust und Unzufriedenheit angestaut und regelmäßige Streits sind vorprogrammiert, da ich im Gegensatz zu meinem Freund keinen Hehl darum mache und Probleme versuche anzusprechen. Er hingegen meidet es über Probleme und Ängste zu sprechen und Streits enden regelmäßig damit, dass er mich mit Schweigen straft, anstatt ein Problem aktiv lösen zu wollen. 

Ich bin inzwischen soweit, dass ich eine regelrechte Mauer um mich herum aufgebaut habe und eigentlich keine Kraft mehr in die Beziehung investieren kann und will. Vor ein paar Tagen habe ich erstmalig unter Tränen ausgesprochen, dass ich so nicht weitermachen möchte und sehr unglücklich in unserer Beziehung bin. 

Auf meine Frage, ob er zufrieden sei, so wie es in letzter Zeit lief, antwortete er überraschenderweise "Nein". Auf die Frage, warum er dann NIE anspricht, wenn ihn etwas stört, wusste er keine Antwort. Konkrete Dinge, die ihn unzufrieden machen, konnte er mir auch nicht nennen. Auf die Frage, ob er noch mit mir zusammen sein will, bekam ich lediglich ein kurzes "ja, eigentlich schon, du etwa nicht?" zu hören. Zum Schluss folgte noch ein kurzes "das kriegen wir schon wieder hin". 

Danach saß er nur schweigend neben mir, ich weinte und er wusste nicht mit mir umzugehen. Erst als ich ihn in dem Arm genommen habe, konnte er wieder normal mit mir umgehen. Was in seinem Fall bedeutet, dass wir unmittelbar danach so getan haben, als wäre alles wie immer. 

Rührt so ein Verhalten daher, dass gewisse Männer in solchen Situation einfach maßlos überfordert sind, wenn es darum geht über ihre Gefühle zu sprechen? Hat ihn die Vorstellung, dass ich mich möglicherweise trenne so sprachlos gemacht und verängstigt? Oder muss ich mir tatsächlich eingestehen, dass er sich einfach keine Gedanken machen möchte und ihn das alles kalt lässt? Warum lösen meine Worte scheinbar nichts in ihm aus, was er mir mitteilen möchte? 

Ich rechne nicht damit, dass sich irgendetwas an unserer Beziehung verändert, sodass eine Trennung unumgänglich ist. Ich bin inzwischen so abgestumpft, dass ich fast froh bin, dass er so gleichgültig reagiert hat, da mir dadurch der Gedanke der endgültigen Trennung zunehmend leichter fällt. 

 

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6. Oktober um 13:52
In Antwort auf flowerpower87

Hallo alle zusammen, 

ich bin seit ca 6 Jahren mit meinem Freund zusammen, habe seit einigen Monaten Trennungsgedanken und bin kurz davor diese nun umzusetzen. 

Ganz kurz zur Beziehung: wir haben es in den letzten Jahren vermutlich beide etwas schleifen lassen, wenn es darum ging, das "Feuer" aufrecht zu erhalten. Die Beziehung stagniert schon seit längerer Zeit extrem, wir haben uns nicht mehr allzu viel zu sagen, unternehmen kaum etwas und wenn dann geht die Initiative meist von mir aus. Die restliche Zeit leben wir quasi nebeneinander her und man hat sich halt mit der Situation arrangiert. Dadurch hat sich in mir sehr viel Frust und Unzufriedenheit angestaut und regelmäßige Streits sind vorprogrammiert, da ich im Gegensatz zu meinem Freund keinen Hehl darum mache und Probleme versuche anzusprechen. Er hingegen meidet es über Probleme und Ängste zu sprechen und Streits enden regelmäßig damit, dass er mich mit Schweigen straft, anstatt ein Problem aktiv lösen zu wollen. 

Ich bin inzwischen soweit, dass ich eine regelrechte Mauer um mich herum aufgebaut habe und eigentlich keine Kraft mehr in die Beziehung investieren kann und will. Vor ein paar Tagen habe ich erstmalig unter Tränen ausgesprochen, dass ich so nicht weitermachen möchte und sehr unglücklich in unserer Beziehung bin. 

Auf meine Frage, ob er zufrieden sei, so wie es in letzter Zeit lief, antwortete er überraschenderweise "Nein". Auf die Frage, warum er dann NIE anspricht, wenn ihn etwas stört, wusste er keine Antwort. Konkrete Dinge, die ihn unzufrieden machen, konnte er mir auch nicht nennen. Auf die Frage, ob er noch mit mir zusammen sein will, bekam ich lediglich ein kurzes "ja, eigentlich schon, du etwa nicht?" zu hören. Zum Schluss folgte noch ein kurzes "das kriegen wir schon wieder hin". 

Danach saß er nur schweigend neben mir, ich weinte und er wusste nicht mit mir umzugehen. Erst als ich ihn in dem Arm genommen habe, konnte er wieder normal mit mir umgehen. Was in seinem Fall bedeutet, dass wir unmittelbar danach so getan haben, als wäre alles wie immer. 

Rührt so ein Verhalten daher, dass gewisse Männer in solchen Situation einfach maßlos überfordert sind, wenn es darum geht über ihre Gefühle zu sprechen? Hat ihn die Vorstellung, dass ich mich möglicherweise trenne so sprachlos gemacht und verängstigt? Oder muss ich mir tatsächlich eingestehen, dass er sich einfach keine Gedanken machen möchte und ihn das alles kalt lässt? Warum lösen meine Worte scheinbar nichts in ihm aus, was er mir mitteilen möchte? 

Ich rechne nicht damit, dass sich irgendetwas an unserer Beziehung verändert, sodass eine Trennung unumgänglich ist. Ich bin inzwischen so abgestumpft, dass ich fast froh bin, dass er so gleichgültig reagiert hat, da mir dadurch der Gedanke der endgültigen Trennung zunehmend leichter fällt. 

 

Eigentlich hast du dir die Antwort für eure Zukunft schon in deinem Text gegeben...

Was sein Verhalten betrifft könnte ich mir vorstellen, dass sein Überfordertsein tiefer rührt und nicht unmittelbar mit dir zu tun hat. Bist du eher extrovertiert und der dominantere Part in eurer Beziehung? Trotzdem sollte es der Partner in einer sechsjährigen Beziehung doch schaffen den Mund aufzumachen..

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6. Oktober um 17:00
In Antwort auf flowerpower87

Hallo alle zusammen, 

ich bin seit ca 6 Jahren mit meinem Freund zusammen, habe seit einigen Monaten Trennungsgedanken und bin kurz davor diese nun umzusetzen. 

Ganz kurz zur Beziehung: wir haben es in den letzten Jahren vermutlich beide etwas schleifen lassen, wenn es darum ging, das "Feuer" aufrecht zu erhalten. Die Beziehung stagniert schon seit längerer Zeit extrem, wir haben uns nicht mehr allzu viel zu sagen, unternehmen kaum etwas und wenn dann geht die Initiative meist von mir aus. Die restliche Zeit leben wir quasi nebeneinander her und man hat sich halt mit der Situation arrangiert. Dadurch hat sich in mir sehr viel Frust und Unzufriedenheit angestaut und regelmäßige Streits sind vorprogrammiert, da ich im Gegensatz zu meinem Freund keinen Hehl darum mache und Probleme versuche anzusprechen. Er hingegen meidet es über Probleme und Ängste zu sprechen und Streits enden regelmäßig damit, dass er mich mit Schweigen straft, anstatt ein Problem aktiv lösen zu wollen. 

Ich bin inzwischen soweit, dass ich eine regelrechte Mauer um mich herum aufgebaut habe und eigentlich keine Kraft mehr in die Beziehung investieren kann und will. Vor ein paar Tagen habe ich erstmalig unter Tränen ausgesprochen, dass ich so nicht weitermachen möchte und sehr unglücklich in unserer Beziehung bin. 

Auf meine Frage, ob er zufrieden sei, so wie es in letzter Zeit lief, antwortete er überraschenderweise "Nein". Auf die Frage, warum er dann NIE anspricht, wenn ihn etwas stört, wusste er keine Antwort. Konkrete Dinge, die ihn unzufrieden machen, konnte er mir auch nicht nennen. Auf die Frage, ob er noch mit mir zusammen sein will, bekam ich lediglich ein kurzes "ja, eigentlich schon, du etwa nicht?" zu hören. Zum Schluss folgte noch ein kurzes "das kriegen wir schon wieder hin". 

Danach saß er nur schweigend neben mir, ich weinte und er wusste nicht mit mir umzugehen. Erst als ich ihn in dem Arm genommen habe, konnte er wieder normal mit mir umgehen. Was in seinem Fall bedeutet, dass wir unmittelbar danach so getan haben, als wäre alles wie immer. 

Rührt so ein Verhalten daher, dass gewisse Männer in solchen Situation einfach maßlos überfordert sind, wenn es darum geht über ihre Gefühle zu sprechen? Hat ihn die Vorstellung, dass ich mich möglicherweise trenne so sprachlos gemacht und verängstigt? Oder muss ich mir tatsächlich eingestehen, dass er sich einfach keine Gedanken machen möchte und ihn das alles kalt lässt? Warum lösen meine Worte scheinbar nichts in ihm aus, was er mir mitteilen möchte? 

Ich rechne nicht damit, dass sich irgendetwas an unserer Beziehung verändert, sodass eine Trennung unumgänglich ist. Ich bin inzwischen so abgestumpft, dass ich fast froh bin, dass er so gleichgültig reagiert hat, da mir dadurch der Gedanke der endgültigen Trennung zunehmend leichter fällt. 

 

oje da stelle man sich mal die Zukunft vor mit so einem "Männlein"

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