Forum / Liebe & Beziehung

Mann hat Problem mit Schwiegereltern - achtung lang!

8. Oktober um 9:09 Letzte Antwort: 14. Oktober um 20:17

Hallo Leute, Achtung, das wird lang.

Vielleicht habt ihr einen Rat für mich..

Es geht um Folgendes: mein Mann glaubt, dass meine Eltern - seine Schwiegereltern - ihn nicht mögen und findet, dass sie ihn "letztklassig behandeln". Er meint, dass sie ihn oft ignorieren, nicht mit ihm reden wenn wir auf Besuch sind, den anderen Schwiegersohn offen bevorzugen, sich auch generell zu wenig Mühe uns und ihrem Enkelsohn (erst 7 Wochen alt) und möchte jetzt seinen Kontakt zu ihnen reduzieren. Er ist aus seiner Familie einen sehr emotionalen und herzlichen Umgang gewohnt, wo über alles geredet wird, auch mal die Fetzen fliegen, dann aber alles wieder gut ist. Und bei meiner Familie ist das halt doch anders, die sind nicht so rührselig und überdrüberherzlich, was ich aber eigentlich nicht so schlimm finde, da ist doch jeder Mensch anders.
Als wir zb die Geburt unseres Sohnes verkündet haben, hat sich seine Familie in der WhatsApp Gruppe mit Glückwünschen überschlagen und meine hat sich dort eher zurückgehalten aber dann telefonisch gratuliert. Das Geschenk zur Geburt war ihm zu unpersönlich (ein Goldtaler und ein Bausparvertrag auf 6 Jahre, immerhin über 8000€ insgesamt) aber halt keine netten Kindersachen...
Hätten sie kein Geld geschenkt hätte er aber wahrscheinlich damit auch ein Problem, da er oft findet sie könnten großzügiger sein, da sie nicht schlecht situiert sind. Finde das müssen sie aber selbst entscheiden was sie mit ihrem Geld machen! Er sagt wenn seine Eltern Geld hätten würden sie das anders machen...

Ich bin eher entspannt was meine Eltern angeht, ich kenne es ja auch nicht anders und ich weiß, dass sie ihre Macken haben aber dass sie mich lieben und nur das Beste für uns wollen. Sie waren nie sehr streng und haben sich aber auch nicht großartig in mein Leben eingemischt sondern mich halt machen lassen, aber es hat mir nie an etwas gefehlt, auch an Liebe und Fürsorge nicht.
Ich weiß, dass mein Vater sich auch echt unmöglich verhalten kann, wenn er zb am Sonntag vom Tisch aufsteht um den Grand Prix-Start zu schauen auch wenn Besuch da ist und er einen auch manchmal unterbricht oder nicht fragt wie es einem geht oder so, aber ich weiß, dass sie nichts gegen meinen Mann haben und das auch nicht mit Absicht machen und es ist ja auch nicht jedes Mal so aber doch eben immer wieder mal -aber das machen sie bei mir und meiner Schwester auch, nicht nur bei ihm.
Meine Eltern haben generell oft Angst "sich aufzudrängen" und machen daher selber kaum Vorschläge für Treffen oder Termine sondern lassen immer uns "Kinder" (wir und Schwester mit Mann) einen Vorschlag machen und mein Vater antwortet zb auch nie in der Familiengruppe. Oder sie laden nicht konkret ein sondern sagen "kommts halt mal wieder vorbei" und sind dann aber auch nicht immer so gesprächig, wenn man dann wirklich da ist, sondern lesen manchmal am iPad oder so, weil sie halt müde sind von der Arbeit. Das stört ihn auch sehr.

Er ist aber auch schon so gekränkt, dass er mittlerweile selber meiner Meinung nach unhöflich wirkt und kurz angebunden antwortet wenn man ihn dann was fragt.
Ich muss dazu sagen, dass mein Mann generell sehr empfindlich auf Ablehnung oder Fehlverhalten jeder Art reagiert, vieles auch bei anderen Leuten bzw Kollegen negativ interpretiert und ich tu mir wirklich sehr schwer, zu differenzieren ob es wirklich so schlimm ist wie er sagt oder nicht. Er will eigentlich nur von meinen Eltern gemocht werden und drum ist er so gekränkt wenn sie nicht mit ihm reden wie er das gern hätte, das ist der Kern des Problems. Da ist natürlich auch der Unterschied zu seiner Familie besonders sichtbar.

Letztens war er der Meinung, dass mein Vater beim gemeinsamen Frühstück 3 Stunden nichts mit ihm geredet sondern nur mit dem anderen Schwiegersohn geredet hat, dabei war er selbst es, der sich nach 10 Minuten mit unserem Kind ins Wohnzimmer gesetzt hat statt beim von meiner Mutter schön gedeckten Tisch zu bleiben, wie soll man da auch mit ihm reden.. Er hat das gemacht, weil mein Vater anscheinend ihm den Rücken zugedreht hat um mit dem Schwager statt mit ihm zu reden.

Meine Eltern haben uns in den letzten 11 Jahren aber schon auf einen gemeinsamen Ausflug nach Venedig eingeladen, wir waren mit meinem Vater zum Angeln, teuer essen, haben 10.000€ zur Hochzeit geschenkt bekommen, sie haben einmal unser ganzes Wohnzimmer mit uns umgestellt, beim Umzug geholfen, meinem Mann Konzertkarten für 300€ zum Geburtstag geschenkt weil er Musik liebt und mein Vater hat ihm sein altes Fahrrad gegeben weil er keines hatte und vieles mehr. Das ist ihm aber auf die 11 Jahre verteilt auch zu wenig. Ich hab gesagt, dass wir sie ja auch nicht oft einladen z.B. dann sagt er "ja aber wir besuchen sie viel öfter" und er bemüht sich eben mit ihnen nett zu reden und Interesse zu zeigen...

Aber egal was ich dagegen halte, mein Mann meint dann gleich ich verteidige sie nur weil sie meine Eltern sind und dass ich auch mehr Aufmerksamkeit kriegen sollte aber es halt nicht anders kenne, dagegen kann ich nicht ankommen weil das ein Totschlagargument ist finde ich.
Seiner Meinung nach könnten sie viel mehr Interesse zeigen, anrufen, fragen wies uns geht etc.. wobei er ja gar nicht alles mitkriegt, wenn ich zb angerufen werde. Darf ich aber auch nicht sagen, dann heißt es wieder ich verteidige nur.
Er meint auch, dass sie sich zu wenig für ihren Enkel interessieren (was überhaupt nicht wahr ist, sie waren 3 mal da in den ersten 3 Wochen, meine Mama noch öfter, und haben Essen mitgebracht, angerufen, gefragt ob wir was brauchen, meine Mama hat uns Sachen für den Kleinen bezahlt, will Stunden reduzieren und tageweise auf ihn aufpassen wenn ich wieder arbeiten muss usw.). Aber sie ist jetzt zb 3 Wochen auf Kur, wo er ihr auch vorwirft, dass sie die doch hätte verschieben können (was sehr schwer geht und auch nicht nötig wäre meiner Meinung nach, wir telefonieren auch öfter).

Er meint auf jeden Fall, dass er so nicht mehr mit sich umgehen lassen will, das Frühstück war ihm zu viel und jetzt reicht es ihm, es geht ihm damit auch gar nicht gut. Mit ihnen reden will er nicht, weil er nicht glaubt, dass sie so offen überhaupt reden können oder wollen (bei uns in der Familie gibt es keine Konfliktkultur, das gebe ich zu) und er dazu auch gar keine Lust mehr hat. ich soll aber auch nicht mit ihnen reden, das will er nicht. Ich denke, dass sie aus allen Wolken fallen würden, wenn ich ihnen erzählen würde, dass er den Kontakt einstellen will weil sie ihn schlecht behandeln und er findet es traurig, dass ich ihn nicht verstehe sondern versuche ihm aufzuzeigen, dass er immer nur das Negative sieht.

Ich hab heute Nacht fast nicht geschlafen weil ich nicht weiß, wie das jetzt weiter gehen soll. Er sagt ich kann und soll sie ja ruhig weiter treffen aber er wird sich emotional nicht mehr engagieren... auch ob der Enkel dann später zur Oma dürfen soll will er sich noch überlegen?!!
Er hat ja in manchen Punkten recht (unhöflicher Umgang und manchmal sagen sie auch unüberlegt Sachen, aber macht das nicht jeder?). Ich finde eigentlich, dass meine Eltern nette Menschen sind mit Fehlern und dass mein Mann überreagiert und teils auch undankbar ist. Mittlerweile hat sich sogar auch MEINE Schwiegermutter in das Thema eingeklinkt und findet meine Eltern jetzt auch unhöflich.

Könnt ihr mir mal eure Meinung sagen? Ist mein Mann undankbar und übertreibt? Bin ICH wirklich unfähig ihn zu verstehen und er hat eigentlich recht?

Hilfe...
liebe Grüße

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8. Oktober um 9:29

Hmmmm.. du schreibst viel, bin aber nicht viel schlauer als vorher..

Dein Mann wirkt wie ein verwöhntes Balg, bis zu dem Satz.. "(unhöflicher Umgang und manchmal sagen sie auch unüberlegt Sachen, aber macht das nicht jeder?)"

Was sagen sie denn unüberlegtes? ..hast du Beispiele? Solche Dinge können wiederholt sehr verletztend sein..

 

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8. Oktober um 9:32

Zudem 11 Jahre zusammen, jetzt Kind.. 
Vielleicht fühlt er sich vernachlässigt von dir, weil deine Aufmerkssmkeit das Kind bekommt und nicht mejr er wie früher.

da fehlt ihm wohl was.. und etwas Eifersucht spielt sicher auch mit.. 

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8. Oktober um 9:59
In Antwort auf lacaracol

Hmmmm.. du schreibst viel, bin aber nicht viel schlauer als vorher..

Dein Mann wirkt wie ein verwöhntes Balg, bis zu dem Satz.. "(unhöflicher Umgang und manchmal sagen sie auch unüberlegt Sachen, aber macht das nicht jeder?)"

Was sagen sie denn unüberlegtes? ..hast du Beispiele? Solche Dinge können wiederholt sehr verletztend sein..

 

puuh... letztens haben wir mit meinen Eltern über einen Kredit geredet, weil wir uns eventuell in den nächsten Jahren mal selber was kaufen wollen und zur Beratung bei der Bank waren. Wir haben mit meinen Eltern geredet und sie haben gesagt, dass sie leider nicht so viel hätten, das sie beisteuern können (sie haben selbst ein Haus, das sie aber erst mit 50 gebaut haben und da haben sie jetzt den Kredit abbezahlt. Sie reisen sehr gerne teuer und kaufen sich was sie halt gerade wollen, da meint mein Mann könnten sie sparen um uns Geld zu geben...was ich unfair finde. Sie haben ja auch gearbeitet für ihr Geld). Sie vertreten außerdem die Meinung, dass wir ja auch selber arbeiten und gut leben und sie haben auch erst mit 50 gebaut und wir schaffen das sicher auch allein aber sind halt ungeduldiger als sie..

Im Verlauf des Gesprächs hat meine Mutter irgendwann gesagt, dass es eigentlich unfair ist, dass Leuten, die keinen Kredit brauchen wie ihnen die Bank das Geld nachschmeißen würde und denen die ihn brauchen geben sie nicht so viel (wobei wir auch nicht wenig von der Bank kriegen würden) Das hat er interpretiert als "wir haben eh viel Geld aber wir wollen euch nichts davon geben".

Dann redet meine Mama, weil sie immer mit ihrem Gewicht kämpft auch oft von Kalorien und wie viel man von dem und dem lieber nicht essen sollte und da ist er dann auch beleidigt, weil er selber starkes Übergewicht hat und es auf sich bezieht.

Thema Kind: Meine Mama hat gesagt, dass sie sehr gerne z.B. einen Tag in der Woche fix Babysittet, hat aber gesagt, dass sie nciht will, dass wir uns da ausschließlich auf sie verlassen, falls sie mal auf Urlaub fahren oder sie krank wird. Wurde prompt als Beleidigung aufgefasst, dass sie sich nicht kümmern will  - SEINE Mutter würde das sofort und mit ganz viel Herzblut machen. Meine eh auch, sie ist halt emotional gesehen eher der vorsichtige Typ der sich auf alle Seiten absichern will um nichts falsch zu machen und sie heult auch nicht vor Rührung auf Hochzeiten etc...

Ich hab das Gefühl, dass mein Mann sehr sehr hohe Erwartungen hat, z.B. dass meine Eltern ihren Garten für Kinder umbauen (Schaukel, Sandkiste...) und wenn sie das nicht wollen, weil sie ihren Garten lieber clean haben, dann lieben sie ihren Enkel nicht. Dass sie eine Poolabdeckung für einige 1000€ kaufen damit der Pool sicher ist, sieht er z.B nicht bzw, ist selbstverständlich und sonst kommt er eh nicht mehr auf Besucht.
Seine Mutter hat schon 3 Enkel und lebt im gleichen Haus wie 2 davon und das Haus + Garten ist natürlich schon sehr kindgerecht eingerichtet.

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8. Oktober um 10:06
In Antwort auf lacaracol

Zudem 11 Jahre zusammen, jetzt Kind.. 
Vielleicht fühlt er sich vernachlässigt von dir, weil deine Aufmerkssmkeit das Kind bekommt und nicht mejr er wie früher.

da fehlt ihm wohl was.. und etwas Eifersucht spielt sicher auch mit.. 

Dass das so läuft war und ist ihm klar, denke nicht wirklich, dass er da eifersüchtig ist.
Die Probleme gibt es nicht erst seit der Geburt, es hat auch vorher immer wieder mal Phasen gegeben wo er unzufrieden mit meinen Eltern war. Mein Vater war vor kurzem mal arbeitslos und hatte mehr Zeit und Muße, da ist er viel besser mit ihm zurecht gekommen.

Er sagt, dass er FÜR SEINEN SOHN enttäuscht ist, weil zB auf Whatsapp nicht 1000 Liebesbotschaften von meiner Familie gekommen sind oder eben kein ihm angemessen erscheinendes Babygeschenk.

Ich glaube, dass er sich eigentlich nach Liebe und Anerkennung meines Vaters sehnt und die eben nicht in dem Ausmaß bekommt, wie er es sich wünschen würde. Er sucht kommt mir vor nach einem "Mentor", den er nicht findet. Das Thema zieht sich hin bis zu seinem eigenen Vater und auch in Freundschaften (wenn Freunde auf 3 Vorschläge hin keine Zeit haben sagt er, jetzt macht er keinen Vorschlag mehr sondern jetzt müssen sich die anderen bemühen. Für mich ist das sehr aufrechnend, was man finde ich in einer Freundschaft nicht tun sollte, außer natürlich wenn es extrem unausgeglichen ist).

Soll heißen: er bemüht sich um Beziehungen und wenn nicht sofort das zurückkommt, was er sich wünscht, dann macht er zu und zieht sich zurück. Was für mich sehr schwierig ist, da es meistens gemeinsame Freunde und eben Famile trifft. Ich bin ein sehr ausgleichender Mensch, der auch über die Fehler der anderen leichter hinwegsehen kann, da ich selber auch Macken und Fehler habe. Jetzt stehe ich zwischen den Stühlen.

 

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8. Oktober um 10:17
In Antwort auf rotesruebli

puuh... letztens haben wir mit meinen Eltern über einen Kredit geredet, weil wir uns eventuell in den nächsten Jahren mal selber was kaufen wollen und zur Beratung bei der Bank waren. Wir haben mit meinen Eltern geredet und sie haben gesagt, dass sie leider nicht so viel hätten, das sie beisteuern können (sie haben selbst ein Haus, das sie aber erst mit 50 gebaut haben und da haben sie jetzt den Kredit abbezahlt. Sie reisen sehr gerne teuer und kaufen sich was sie halt gerade wollen, da meint mein Mann könnten sie sparen um uns Geld zu geben...was ich unfair finde. Sie haben ja auch gearbeitet für ihr Geld). Sie vertreten außerdem die Meinung, dass wir ja auch selber arbeiten und gut leben und sie haben auch erst mit 50 gebaut und wir schaffen das sicher auch allein aber sind halt ungeduldiger als sie..

Im Verlauf des Gesprächs hat meine Mutter irgendwann gesagt, dass es eigentlich unfair ist, dass Leuten, die keinen Kredit brauchen wie ihnen die Bank das Geld nachschmeißen würde und denen die ihn brauchen geben sie nicht so viel (wobei wir auch nicht wenig von der Bank kriegen würden) Das hat er interpretiert als "wir haben eh viel Geld aber wir wollen euch nichts davon geben".

Dann redet meine Mama, weil sie immer mit ihrem Gewicht kämpft auch oft von Kalorien und wie viel man von dem und dem lieber nicht essen sollte und da ist er dann auch beleidigt, weil er selber starkes Übergewicht hat und es auf sich bezieht.

Thema Kind: Meine Mama hat gesagt, dass sie sehr gerne z.B. einen Tag in der Woche fix Babysittet, hat aber gesagt, dass sie nciht will, dass wir uns da ausschließlich auf sie verlassen, falls sie mal auf Urlaub fahren oder sie krank wird. Wurde prompt als Beleidigung aufgefasst, dass sie sich nicht kümmern will  - SEINE Mutter würde das sofort und mit ganz viel Herzblut machen. Meine eh auch, sie ist halt emotional gesehen eher der vorsichtige Typ der sich auf alle Seiten absichern will um nichts falsch zu machen und sie heult auch nicht vor Rührung auf Hochzeiten etc...

Ich hab das Gefühl, dass mein Mann sehr sehr hohe Erwartungen hat, z.B. dass meine Eltern ihren Garten für Kinder umbauen (Schaukel, Sandkiste...) und wenn sie das nicht wollen, weil sie ihren Garten lieber clean haben, dann lieben sie ihren Enkel nicht. Dass sie eine Poolabdeckung für einige 1000€ kaufen damit der Pool sicher ist, sieht er z.B nicht bzw, ist selbstverständlich und sonst kommt er eh nicht mehr auf Besucht.
Seine Mutter hat schon 3 Enkel und lebt im gleichen Haus wie 2 davon und das Haus + Garten ist natürlich schon sehr kindgerecht eingerichtet.

Achso, ja... nochmal kurz: Meine Eltern haben mir eine gute Ausbildung in einem Privatgymnasium und auchein Studium in einem anderen Bundesland ermöglicht (was insgesamt mit Miete über die Jahre etc. sicher 45.000€ gekostet hat) und jetzt arbeiten wir ja auch seit ca 4,5 Jahren selbst. Drum finden sie, dass sie uns zur Selbstständigkeit erzogen haben und wir von jetzt an auch gut selbst über die Runden kommen sollten und können (tun wir ja auch). Ich finde das echt in Ordnung, weil ich keinen Anspruch auf das Geld meiner Eltern habe, aber mein Mann meint, dass seine Mutter ihr letztes Hemd geben würde und auch er würde das für seine Kinder tun wenn sie dann mal was von ihm brauchen und er kann nicht verstehen, warum meine Eltern das nicht freiwillig auch so tun.

Man muss dazu sagen, dass seine Eltern geschieden sind und seine Mutter für die Enkel lebt. Meine Eltern haben eine intakte Beziehung und leben ihr Leben.

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8. Oktober um 10:35
In Antwort auf rotesruebli

Dass das so läuft war und ist ihm klar, denke nicht wirklich, dass er da eifersüchtig ist.
Die Probleme gibt es nicht erst seit der Geburt, es hat auch vorher immer wieder mal Phasen gegeben wo er unzufrieden mit meinen Eltern war. Mein Vater war vor kurzem mal arbeitslos und hatte mehr Zeit und Muße, da ist er viel besser mit ihm zurecht gekommen.

Er sagt, dass er FÜR SEINEN SOHN enttäuscht ist, weil zB auf Whatsapp nicht 1000 Liebesbotschaften von meiner Familie gekommen sind oder eben kein ihm angemessen erscheinendes Babygeschenk.

Ich glaube, dass er sich eigentlich nach Liebe und Anerkennung meines Vaters sehnt und die eben nicht in dem Ausmaß bekommt, wie er es sich wünschen würde. Er sucht kommt mir vor nach einem "Mentor", den er nicht findet. Das Thema zieht sich hin bis zu seinem eigenen Vater und auch in Freundschaften (wenn Freunde auf 3 Vorschläge hin keine Zeit haben sagt er, jetzt macht er keinen Vorschlag mehr sondern jetzt müssen sich die anderen bemühen. Für mich ist das sehr aufrechnend, was man finde ich in einer Freundschaft nicht tun sollte, außer natürlich wenn es extrem unausgeglichen ist).

Soll heißen: er bemüht sich um Beziehungen und wenn nicht sofort das zurückkommt, was er sich wünscht, dann macht er zu und zieht sich zurück. Was für mich sehr schwierig ist, da es meistens gemeinsame Freunde und eben Famile trifft. Ich bin ein sehr ausgleichender Mensch, der auch über die Fehler der anderen leichter hinwegsehen kann, da ich selber auch Macken und Fehler habe. Jetzt stehe ich zwischen den Stühlen.

 

Dein Freund hat ein massivies Problem mit seinem Selbstwert, definiert sich über materielles.. vielleicht sucht er Liebe und Anerkennung bei deinem Vater, das ist sehr gut möglich.. 

Von DIR bekommt er jetzt wondas Kind da ist, bestimmt auch nicht mehr so viel Liebe und Anerkennung.. 

Da beginnts bei ihm zu brodeln.. er nimmt das persönlich und direkt gegen ihn gerichtet.. eine andere Möglichkeit gibts in seiner Welt nicht.  (Dass er zum Bespiel etwas falsch aufgenommen hat, oder dass etwas Gesagtes, das allgemein gedacht war, nicht gegen ihn gerichtet war.)


Wow!! 11 Jahre! ..jetzt fehlst du ihm als Selbstwert-Auffüllerin und er gerät ausser Rand und Band! Anderes nieder zu reden, macht man, damut mal selbst besser da steht.. 

Dein Mann denkt sich, eine Familir, da kann man auch das Geld teilen, weil ERs so machen würde.. 


Ich weiss gat nicht wo ich anfangen soll.. da du es schon sooo lange mitmachst, scheint es mir, dass auch du sein Verhalten als "gegeben", akzeptierst.. Eifach so und durch gutes zureden, wirds nichts.. 

Der Junge bräuchte mal eine Therapie, bezweifle aber sehr, dass er sich dazu bewegen lässt.. 

Er scheint mit ausserordentliche Verlustängste zu haben, die meist in der Kindheit geprägt wurden.. Zudem ist er seh nach Aussen gerichzet anstatz mehr nach Innen (damit will er sich unbewusst auch nicht befassen, darum die Diva-haften Aussagen. )


Was kannst du tun?

ihm wieder die Liebe und Aufmerksamkeit geben, die er bisher auch bekommen hat... 

..du hast ihm diese Quängeleien und Oberflächlichkeiten jetzt 11 Jahre durchgehen lassen.. und nun plötzlicher Entzug.. du toleriert nicht mehr alles.. hast jetzt ein richtiges Kind und bräuchtest einen Mann und nicht so ein Mann-Kind.. 


Dann könntest du ihn soweit bearbeiten, dass er sein Problem erkennt und in Therapie geht.. erkennen kann er sein Problem durch klare Worte von dir und Konsequenzen.. das kann aber Jaaaaahre dauern.. denn warum soll ER sich auf einmal ändern??

..und Sebstreflexion.. dieser Begriff ist deinem Partner aber vermutlich fremd..


 

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8. Oktober um 10:42
In Antwort auf rotesruebli

Achso, ja... nochmal kurz: Meine Eltern haben mir eine gute Ausbildung in einem Privatgymnasium und auchein Studium in einem anderen Bundesland ermöglicht (was insgesamt mit Miete über die Jahre etc. sicher 45.000€ gekostet hat) und jetzt arbeiten wir ja auch seit ca 4,5 Jahren selbst. Drum finden sie, dass sie uns zur Selbstständigkeit erzogen haben und wir von jetzt an auch gut selbst über die Runden kommen sollten und können (tun wir ja auch). Ich finde das echt in Ordnung, weil ich keinen Anspruch auf das Geld meiner Eltern habe, aber mein Mann meint, dass seine Mutter ihr letztes Hemd geben würde und auch er würde das für seine Kinder tun wenn sie dann mal was von ihm brauchen und er kann nicht verstehen, warum meine Eltern das nicht freiwillig auch so tun.

Man muss dazu sagen, dass seine Eltern geschieden sind und seine Mutter für die Enkel lebt. Meine Eltern haben eine intakte Beziehung und leben ihr Leben.

Naja.. ihr braucht das letzte Hemd eurer Eltern nicht.. oder was sagt er dazu?

Da spiel ganz viel Neid mit, und zwar generell und nicht situativ bezogen.. 

DU wurdest zur Selbstständigkeit ausgebildet.. er nicht.. 

Du steckst zu tief drin um die Situation von Aussen zu betrachten.. Aber dein Partner ist nicht das grosse Los und du hast ihn bei seinen negativen Verhaltensweisen zuwenig Kontra gegeben und keine Konsequenzen gezogen..
 

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8. Oktober um 10:55
In Antwort auf lacaracol

Naja.. ihr braucht das letzte Hemd eurer Eltern nicht.. oder was sagt er dazu?

Da spiel ganz viel Neid mit, und zwar generell und nicht situativ bezogen.. 

DU wurdest zur Selbstständigkeit ausgebildet.. er nicht.. 

Du steckst zu tief drin um die Situation von Aussen zu betrachten.. Aber dein Partner ist nicht das grosse Los und du hast ihn bei seinen negativen Verhaltensweisen zuwenig Kontra gegeben und keine Konsequenzen gezogen..
 

Da muss ich jetzt wehement widersprechen: mein Mann ist liebevoll, aufopfernd, intelligent, großzügig und würde alles für mich und seinen Sohn tun. Du kennst seine Vorgeschichte nicht und ihn als "nicht das große Los" zu bezeichnen wenn du ihn nicht mal kennst finde ich sehr anmaßend und darauf möchte ich jetzt auch nicht weiter eingehen. Er ist auch sehr wohl selbstständig erzogen worden, wahrscheinlich sogar viel zu früh.
Einzig das mit dem Kontra wird wohl stimmen, wobei ich sehr wohl widerspreche, was dann aber eben als "Verteidigung" meiner Eltern ausgelegt wird, wodurch ich dann oft nachgebe und ihre Fehler einräume.

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8. Oktober um 11:09
In Antwort auf lacaracol

Dein Freund hat ein massivies Problem mit seinem Selbstwert, definiert sich über materielles.. vielleicht sucht er Liebe und Anerkennung bei deinem Vater, das ist sehr gut möglich.. 

Von DIR bekommt er jetzt wondas Kind da ist, bestimmt auch nicht mehr so viel Liebe und Anerkennung.. 

Da beginnts bei ihm zu brodeln.. er nimmt das persönlich und direkt gegen ihn gerichtet.. eine andere Möglichkeit gibts in seiner Welt nicht.  (Dass er zum Bespiel etwas falsch aufgenommen hat, oder dass etwas Gesagtes, das allgemein gedacht war, nicht gegen ihn gerichtet war.)


Wow!! 11 Jahre! ..jetzt fehlst du ihm als Selbstwert-Auffüllerin und er gerät ausser Rand und Band! Anderes nieder zu reden, macht man, damut mal selbst besser da steht.. 

Dein Mann denkt sich, eine Familir, da kann man auch das Geld teilen, weil ERs so machen würde.. 


Ich weiss gat nicht wo ich anfangen soll.. da du es schon sooo lange mitmachst, scheint es mir, dass auch du sein Verhalten als "gegeben", akzeptierst.. Eifach so und durch gutes zureden, wirds nichts.. 

Der Junge bräuchte mal eine Therapie, bezweifle aber sehr, dass er sich dazu bewegen lässt.. 

Er scheint mit ausserordentliche Verlustängste zu haben, die meist in der Kindheit geprägt wurden.. Zudem ist er seh nach Aussen gerichzet anstatz mehr nach Innen (damit will er sich unbewusst auch nicht befassen, darum die Diva-haften Aussagen. )


Was kannst du tun?

ihm wieder die Liebe und Aufmerksamkeit geben, die er bisher auch bekommen hat... 

..du hast ihm diese Quängeleien und Oberflächlichkeiten jetzt 11 Jahre durchgehen lassen.. und nun plötzlicher Entzug.. du toleriert nicht mehr alles.. hast jetzt ein richtiges Kind und bräuchtest einen Mann und nicht so ein Mann-Kind.. 


Dann könntest du ihn soweit bearbeiten, dass er sein Problem erkennt und in Therapie geht.. erkennen kann er sein Problem durch klare Worte von dir und Konsequenzen.. das kann aber Jaaaaahre dauern.. denn warum soll ER sich auf einmal ändern??

..und Sebstreflexion.. dieser Begriff ist deinem Partner aber vermutlich fremd..


 

Danke für deine Antwort, ich muss auch da aber klären: Mein Mann ist prinzipiell sehr reflektiert und kennt seine Schwächen ganz genau.

Er weiß auch, dass er ein massives Problem mit Anerkennung hat, auch bei seinem eigenen Vater, da er ihm die nie gegeben hat. Nur wie er damit richtig umgehen soll weiß er, finde ich, noch nicht. Er hat durch sein Übergewicht ein sehr negatives Selbstbild und bezieht alles Negative, das ihm passiert auch darauf (die schauen mich blöd an, nehmen mich nicht ernst, mögen mich nicht...weil ich dick bin) und er war auch schon in ein paar Therapiesitzungen, hat dann aber wieder aufgehört, weil es ihm besser gingt (er hatte bzw. hat sicher immer noch teilweise ein Burn-Out, verursacht durch massiven Stress in der damaligen Arbeit - aber auch Konflikte mit den Kollegen.

Ein Großteil seiner Probleme hat sicher mit seiner Einstellung zu tun, es benehmen sich aber wirklich oft Leute ihm gegenüber wie die letzten Menschen, obwohl er jedem zunächst einen Vertrauens- und Freundschaftsvorschuss gibt und immer höflich und freundlich ist. Da er aber ein (sachlich- zb in Arbeitsthemen oder was man in bestimmten Abläufen verbessern könnte) kritischer Mensch ist, ist er den Kollgen aber oft unangenehm und dann kriegt er das zu spüren.
Wenn er mir von deren Aktionen - ihn als Einzigen vom Mittagessen auszuschließen z.B.- erzählt hat, kann ich aber auch verstehen, dass er ihnen irgendwann nicht mehr freundlich gesinnt war. Sein Ex-Chef hat z.B. allen Kollegen, die damals in der Firma aktuell geheiratet haben, einen Bonus gezahlt, nur ihm nicht.

Ich habe ihm vorgeschlagen, seinen Therapeuten wieder zu besuchen und arbeite daran, ihm zu widersprechen und seinen Blick auf Positives zu lenken, er will selbst nicht nur das Negative sehen wie er gerne betont... Er möchte auch wieder abnehmen, es fällt ihm nur sehr schwer, da er ein Frust-esser ist.

Also findet ihr, dass meine Eltern sich nicht so schlimm verhalten wie er es darstellt? Ich kann teilweise an ihrem Verhalten nämlich das was er so schlimm findet einfach nicht nachvollziehen und dachte das liegt daran, dass ich es einfach so gewohnt bin...

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8. Oktober um 12:03
In Antwort auf rotesruebli

Danke für deine Antwort, ich muss auch da aber klären: Mein Mann ist prinzipiell sehr reflektiert und kennt seine Schwächen ganz genau.

Er weiß auch, dass er ein massives Problem mit Anerkennung hat, auch bei seinem eigenen Vater, da er ihm die nie gegeben hat. Nur wie er damit richtig umgehen soll weiß er, finde ich, noch nicht. Er hat durch sein Übergewicht ein sehr negatives Selbstbild und bezieht alles Negative, das ihm passiert auch darauf (die schauen mich blöd an, nehmen mich nicht ernst, mögen mich nicht...weil ich dick bin) und er war auch schon in ein paar Therapiesitzungen, hat dann aber wieder aufgehört, weil es ihm besser gingt (er hatte bzw. hat sicher immer noch teilweise ein Burn-Out, verursacht durch massiven Stress in der damaligen Arbeit - aber auch Konflikte mit den Kollegen.

Ein Großteil seiner Probleme hat sicher mit seiner Einstellung zu tun, es benehmen sich aber wirklich oft Leute ihm gegenüber wie die letzten Menschen, obwohl er jedem zunächst einen Vertrauens- und Freundschaftsvorschuss gibt und immer höflich und freundlich ist. Da er aber ein (sachlich- zb in Arbeitsthemen oder was man in bestimmten Abläufen verbessern könnte) kritischer Mensch ist, ist er den Kollgen aber oft unangenehm und dann kriegt er das zu spüren.
Wenn er mir von deren Aktionen - ihn als Einzigen vom Mittagessen auszuschließen z.B.- erzählt hat, kann ich aber auch verstehen, dass er ihnen irgendwann nicht mehr freundlich gesinnt war. Sein Ex-Chef hat z.B. allen Kollegen, die damals in der Firma aktuell geheiratet haben, einen Bonus gezahlt, nur ihm nicht.

Ich habe ihm vorgeschlagen, seinen Therapeuten wieder zu besuchen und arbeite daran, ihm zu widersprechen und seinen Blick auf Positives zu lenken, er will selbst nicht nur das Negative sehen wie er gerne betont... Er möchte auch wieder abnehmen, es fällt ihm nur sehr schwer, da er ein Frust-esser ist.

Also findet ihr, dass meine Eltern sich nicht so schlimm verhalten wie er es darstellt? Ich kann teilweise an ihrem Verhalten nämlich das was er so schlimm findet einfach nicht nachvollziehen und dachte das liegt daran, dass ich es einfach so gewohnt bin...

Das Verhalten deiner Eltern würd ich als normal bis grosszügig  bezeichnen.. 

Deine Eltern sind sein Ventil Dampf abzulassen..

Tut mir leid, dass ich ihn 'nicht das grosse Los' genannt habe.. nach dem weiteren Text über ihn, trägt er eher ein sehr grosses Päckchen mut sich rum.. es liegt aber allein an ihm, Ballast abzuwerfen.. 

Bei einer Therapie gehts immer auf und ab.. Besserung stellt sich schbell ein und man frag sich dann, wo eigentlich dasvProblem liegt, WEIL durch das therapeutische Umdenken IM MOMENT alles tragbar ist.. man lässts schleifen und findet sich nach nem Weilchen wieder an der gleichen Stelle, das kommt immer schleichend.. 

Habt ihr die Ernährung schon mal umgestellt? Anstatt sich im Fitnessstudio abzuquälen, wär vielleicht ein Gruppenkurs eine Idee.. lasst euch mal Inspirieren, was es so ob eurer Umgebung gibt.. Workouts nach der Arbeit.. da gibts bestimmt Angebote..

Aussenseiter zu sein ist hart.. ich selbst musste als Erwachsene auch erst lernen, dass nicht alles gegen mich gemeint ist, ich kann ihm also gut nachempfinden.. vor allem wenn es heute auch noch so ist.. der arme Kerl.. 

Nichtsdestotrotz folgt auf Aktion Reaktion.. das was du aussendest, bekommst du zurück.. 

Dein Partner sollte sich wieder mehr hinterfragen.. von Aussen betrachten, wie er auf andere wirkt.. vielleicht kannst du ihn da unterstützen.. wenn er von Situationen berichtet.. 

Veränderung beginntbim Inneren und das Äussere, also das Umfeld passt sich dann an.. Wenn er also denkt, dass keiner ihn mag, dann findet er bei demjenigen immer eine gegen IHN gerichtete Intrige.. 
Es gibt 'Mobbing aus Unreife' und 'vermeintliches Mobbig aus missverstandenen Personen'

Beim ersteren, sollte man lernen drüber zu stehen.. und allenfalls die Leute direkt ansorechen.. 

bei zweiterem, könnte man, bevor man sofort reagiert, innehalten und überlegen, ob man die Situation nicht falsch gedeutet hat.. und dann vielleicht einfach mal anders REAGIEREN und schauen was passiert.. 


Wie macht es das am besten, dass ers auch anspricht..?
Wie du schreibst, kann er sich bei der Arbeit auch durchsetzten, wenn es es für richtig hält.. 
Genau dieses Gefühl, soll er sich immerwieder vor Augen halten.. 
denn dort weiss er, wer er ist und was er kann.. strotzt vor Selbstbewusstsein und macht sogar den Mund auf, wenn es ihm nicht passt.. 
das heisst, Potential ist da, er muss sich sie nur noch in anderen Themen lernen anzuwenden.. 

Mit der Therapie würd ich weitermachen/wiederaufnehmen, die Termine vielleicht aber nur monatlich setzen.. 

Dann könntet ihr euch mal mit dem Thema "inneres Kind" auseinandersetzten.. Damit ist nicht der Clown im Manne gemeint, sondern das was man als Mensch von Klein auf erlebt hat, alle Verletzungen und die Reaktion darauf, haben sich als Muster festgesetzt.. diese gilt es aufzudecken.. alleine durch sehr viel Reflexion oder mit Unterstützung.. 


Dann könntet ihr auch noch Meditationen ausprobieren.. Wie man 'negative Glaubenssätze' in 'positive Glaubenssätze' verwandelt.. oder auch zum inneren Kind, oder zum Thema Selbstwert..

Wünsch euch viel Erfolg! 






 

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8. Oktober um 12:30
In Antwort auf lacaracol

Das Verhalten deiner Eltern würd ich als normal bis grosszügig  bezeichnen.. 

Deine Eltern sind sein Ventil Dampf abzulassen..

Tut mir leid, dass ich ihn 'nicht das grosse Los' genannt habe.. nach dem weiteren Text über ihn, trägt er eher ein sehr grosses Päckchen mut sich rum.. es liegt aber allein an ihm, Ballast abzuwerfen.. 

Bei einer Therapie gehts immer auf und ab.. Besserung stellt sich schbell ein und man frag sich dann, wo eigentlich dasvProblem liegt, WEIL durch das therapeutische Umdenken IM MOMENT alles tragbar ist.. man lässts schleifen und findet sich nach nem Weilchen wieder an der gleichen Stelle, das kommt immer schleichend.. 

Habt ihr die Ernährung schon mal umgestellt? Anstatt sich im Fitnessstudio abzuquälen, wär vielleicht ein Gruppenkurs eine Idee.. lasst euch mal Inspirieren, was es so ob eurer Umgebung gibt.. Workouts nach der Arbeit.. da gibts bestimmt Angebote..

Aussenseiter zu sein ist hart.. ich selbst musste als Erwachsene auch erst lernen, dass nicht alles gegen mich gemeint ist, ich kann ihm also gut nachempfinden.. vor allem wenn es heute auch noch so ist.. der arme Kerl.. 

Nichtsdestotrotz folgt auf Aktion Reaktion.. das was du aussendest, bekommst du zurück.. 

Dein Partner sollte sich wieder mehr hinterfragen.. von Aussen betrachten, wie er auf andere wirkt.. vielleicht kannst du ihn da unterstützen.. wenn er von Situationen berichtet.. 

Veränderung beginntbim Inneren und das Äussere, also das Umfeld passt sich dann an.. Wenn er also denkt, dass keiner ihn mag, dann findet er bei demjenigen immer eine gegen IHN gerichtete Intrige.. 
Es gibt 'Mobbing aus Unreife' und 'vermeintliches Mobbig aus missverstandenen Personen'

Beim ersteren, sollte man lernen drüber zu stehen.. und allenfalls die Leute direkt ansorechen.. 

bei zweiterem, könnte man, bevor man sofort reagiert, innehalten und überlegen, ob man die Situation nicht falsch gedeutet hat.. und dann vielleicht einfach mal anders REAGIEREN und schauen was passiert.. 


Wie macht es das am besten, dass ers auch anspricht..?
Wie du schreibst, kann er sich bei der Arbeit auch durchsetzten, wenn es es für richtig hält.. 
Genau dieses Gefühl, soll er sich immerwieder vor Augen halten.. 
denn dort weiss er, wer er ist und was er kann.. strotzt vor Selbstbewusstsein und macht sogar den Mund auf, wenn es ihm nicht passt.. 
das heisst, Potential ist da, er muss sich sie nur noch in anderen Themen lernen anzuwenden.. 

Mit der Therapie würd ich weitermachen/wiederaufnehmen, die Termine vielleicht aber nur monatlich setzen.. 

Dann könntet ihr euch mal mit dem Thema "inneres Kind" auseinandersetzten.. Damit ist nicht der Clown im Manne gemeint, sondern das was man als Mensch von Klein auf erlebt hat, alle Verletzungen und die Reaktion darauf, haben sich als Muster festgesetzt.. diese gilt es aufzudecken.. alleine durch sehr viel Reflexion oder mit Unterstützung.. 


Dann könntet ihr auch noch Meditationen ausprobieren.. Wie man 'negative Glaubenssätze' in 'positive Glaubenssätze' verwandelt.. oder auch zum inneren Kind, oder zum Thema Selbstwert..

Wünsch euch viel Erfolg! 






 

Danke für die Antwort, das hilft mir schon weiter... die ganze Sache ist jetzt eben auch "akut" geworden, weil sich mittlerweile seine Mutter eingemischt hat und mir erklärt hat, dass sie meine Eltern auch unhöflich findet, woraufhin ich meinen Mann darauf angesprochen hab ob er mit ihr über meine Eltern gesprochen hat.
Sie und meine Schwägerin wollten vor kurzem bei ihnen übernachten, da sie mit Enkel aus einem anderen Bundesland angereist sind um unseren Sohn zu sehen. Meine Eltern haben gesagt "gerne, aber wir sind leider nicht daheim weil wir selbst wo anders sind", wobei die Konversation über mich gelaufen ist. Sie haben gesagt "kein Thema, wir wollen eh nur übernachten und brauchen nix". Daraufhin hat meine Mutter die Betten überzogen, sie sind dann sogar extra NICHT heimgekommen, damit auch ihr Bett frei ist und die Schwimu nicht mit SChlafsack am Boden schlafen muss, und sie waren zum Übernachten da.

Jetzt heißt es, dass das so unangenehm war und sie das nächste Mal lieber ins Hotel gehen, weil sich meine Eltern nicht um Kontakt bemühen, auch keinen netten Zettel oder so hinterlassen haben, was ja wohl das Mindeste ist, dass meine Mutter nicht abgehoben hat als die Schwiegermutter angerufen hat (meine Mutter geht nicht ran wenn sie die Nummer nicht kennt, darum hab ich meiner Schwimu extra gesagt sie soll ihr lieber schreiben) und überhaupt hat meine Mutter sich erlaubt zu fragen, ob sie wissen, wo die Fernbedienung hin ist und ob sie sie vielleicht vor dem Kleinen versteckt haben und das Haus ist so kinderunfreundlich weil so viel Kunst herumsteht... Ich weiß, dass sie ihren Sohn beschützen will und sie ist generell sehr sehr emotional aber das Ganze ist sehr anstrengend für mich und ich habe das Gefühl, dass ich meine Eltern überhaupt nicht verteidigen darf, weil ich dann die Blöde / Böse bin.

Daraufhin haben wir das Thema aufgemacht und es hat sich herausgestellt, dass für meinen Mann das Maß voll ist was meine Eltern angeht...puuuuh...

du wirst aber schon recht haben, dass er sie als Ventil benutzt. In die Werkstatt kommt er grade nicht, weil das Baby da ist, vielleicht kann er sich nur so abreagieren... Er ist gerade generell eher in einem Tief was Job, Freundschaft (er hat einen halboffenen Konflikt am Laufen, da werd ich ihm jetzt aber auch mal sagen, dass ER dran ist da was zu machen) angeht, er sagt immer nur unsere Beziehung/ Familie ist das, was ihm Kraft gibt und worauf er sich verlassen kann.

Er hat wirklich ein Paket zu tragen, ja, ich will mich auch wegen einem Personal Trainer erkundigen (Gruppentraining will er ganz klar nicht, da sagt er ist er zu stolz dafür..) aber machen muss er es dann auch wirklich selbst. Das mit der Therapie werde ich auch nochmal ansprechen. Er möchte immer alles selbst schaffen und scheitert dann an sich selbst, dabei wäre das meiner Meinung nach gar nicht nötig. Mir tut es sehr weh, ihn so leiden zu sehen und möchte ja nur, dass er sein Leben genießen kann und eine glückliche Zeit mit seinem Sohn verbringt.

Danke auf jeden Fall für dein Feedback, war auch einfach mal nett das Ganze loszuwerden, ohne dass einem unterstellt wird, dass man immer nur die anderen verteidigt...
Liebe Grüße

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8. Oktober um 14:00
In Antwort auf rotesruebli

Hallo Leute, Achtung, das wird lang.

Vielleicht habt ihr einen Rat für mich..

Es geht um Folgendes: mein Mann glaubt, dass meine Eltern - seine Schwiegereltern - ihn nicht mögen und findet, dass sie ihn "letztklassig behandeln". Er meint, dass sie ihn oft ignorieren, nicht mit ihm reden wenn wir auf Besuch sind, den anderen Schwiegersohn offen bevorzugen, sich auch generell zu wenig Mühe uns und ihrem Enkelsohn (erst 7 Wochen alt) und möchte jetzt seinen Kontakt zu ihnen reduzieren. Er ist aus seiner Familie einen sehr emotionalen und herzlichen Umgang gewohnt, wo über alles geredet wird, auch mal die Fetzen fliegen, dann aber alles wieder gut ist. Und bei meiner Familie ist das halt doch anders, die sind nicht so rührselig und überdrüberherzlich, was ich aber eigentlich nicht so schlimm finde, da ist doch jeder Mensch anders.
Als wir zb die Geburt unseres Sohnes verkündet haben, hat sich seine Familie in der WhatsApp Gruppe mit Glückwünschen überschlagen und meine hat sich dort eher zurückgehalten aber dann telefonisch gratuliert. Das Geschenk zur Geburt war ihm zu unpersönlich (ein Goldtaler und ein Bausparvertrag auf 6 Jahre, immerhin über 8000€ insgesamt) aber halt keine netten Kindersachen...
Hätten sie kein Geld geschenkt hätte er aber wahrscheinlich damit auch ein Problem, da er oft findet sie könnten großzügiger sein, da sie nicht schlecht situiert sind. Finde das müssen sie aber selbst entscheiden was sie mit ihrem Geld machen! Er sagt wenn seine Eltern Geld hätten würden sie das anders machen...

Ich bin eher entspannt was meine Eltern angeht, ich kenne es ja auch nicht anders und ich weiß, dass sie ihre Macken haben aber dass sie mich lieben und nur das Beste für uns wollen. Sie waren nie sehr streng und haben sich aber auch nicht großartig in mein Leben eingemischt sondern mich halt machen lassen, aber es hat mir nie an etwas gefehlt, auch an Liebe und Fürsorge nicht.
Ich weiß, dass mein Vater sich auch echt unmöglich verhalten kann, wenn er zb am Sonntag vom Tisch aufsteht um den Grand Prix-Start zu schauen auch wenn Besuch da ist und er einen auch manchmal unterbricht oder nicht fragt wie es einem geht oder so, aber ich weiß, dass sie nichts gegen meinen Mann haben und das auch nicht mit Absicht machen und es ist ja auch nicht jedes Mal so aber doch eben immer wieder mal -aber das machen sie bei mir und meiner Schwester auch, nicht nur bei ihm.
Meine Eltern haben generell oft Angst "sich aufzudrängen" und machen daher selber kaum Vorschläge für Treffen oder Termine sondern lassen immer uns "Kinder" (wir und Schwester mit Mann) einen Vorschlag machen und mein Vater antwortet zb auch nie in der Familiengruppe. Oder sie laden nicht konkret ein sondern sagen "kommts halt mal wieder vorbei" und sind dann aber auch nicht immer so gesprächig, wenn man dann wirklich da ist, sondern lesen manchmal am iPad oder so, weil sie halt müde sind von der Arbeit. Das stört ihn auch sehr.

Er ist aber auch schon so gekränkt, dass er mittlerweile selber meiner Meinung nach unhöflich wirkt und kurz angebunden antwortet wenn man ihn dann was fragt.
Ich muss dazu sagen, dass mein Mann generell sehr empfindlich auf Ablehnung oder Fehlverhalten jeder Art reagiert, vieles auch bei anderen Leuten bzw Kollegen negativ interpretiert und ich tu mir wirklich sehr schwer, zu differenzieren ob es wirklich so schlimm ist wie er sagt oder nicht. Er will eigentlich nur von meinen Eltern gemocht werden und drum ist er so gekränkt wenn sie nicht mit ihm reden wie er das gern hätte, das ist der Kern des Problems. Da ist natürlich auch der Unterschied zu seiner Familie besonders sichtbar.

Letztens war er der Meinung, dass mein Vater beim gemeinsamen Frühstück 3 Stunden nichts mit ihm geredet sondern nur mit dem anderen Schwiegersohn geredet hat, dabei war er selbst es, der sich nach 10 Minuten mit unserem Kind ins Wohnzimmer gesetzt hat statt beim von meiner Mutter schön gedeckten Tisch zu bleiben, wie soll man da auch mit ihm reden.. Er hat das gemacht, weil mein Vater anscheinend ihm den Rücken zugedreht hat um mit dem Schwager statt mit ihm zu reden.

Meine Eltern haben uns in den letzten 11 Jahren aber schon auf einen gemeinsamen Ausflug nach Venedig eingeladen, wir waren mit meinem Vater zum Angeln, teuer essen, haben 10.000€ zur Hochzeit geschenkt bekommen, sie haben einmal unser ganzes Wohnzimmer mit uns umgestellt, beim Umzug geholfen, meinem Mann Konzertkarten für 300€ zum Geburtstag geschenkt weil er Musik liebt und mein Vater hat ihm sein altes Fahrrad gegeben weil er keines hatte und vieles mehr. Das ist ihm aber auf die 11 Jahre verteilt auch zu wenig. Ich hab gesagt, dass wir sie ja auch nicht oft einladen z.B. dann sagt er "ja aber wir besuchen sie viel öfter" und er bemüht sich eben mit ihnen nett zu reden und Interesse zu zeigen...

Aber egal was ich dagegen halte, mein Mann meint dann gleich ich verteidige sie nur weil sie meine Eltern sind und dass ich auch mehr Aufmerksamkeit kriegen sollte aber es halt nicht anders kenne, dagegen kann ich nicht ankommen weil das ein Totschlagargument ist finde ich.
Seiner Meinung nach könnten sie viel mehr Interesse zeigen, anrufen, fragen wies uns geht etc.. wobei er ja gar nicht alles mitkriegt, wenn ich zb angerufen werde. Darf ich aber auch nicht sagen, dann heißt es wieder ich verteidige nur.
Er meint auch, dass sie sich zu wenig für ihren Enkel interessieren (was überhaupt nicht wahr ist, sie waren 3 mal da in den ersten 3 Wochen, meine Mama noch öfter, und haben Essen mitgebracht, angerufen, gefragt ob wir was brauchen, meine Mama hat uns Sachen für den Kleinen bezahlt, will Stunden reduzieren und tageweise auf ihn aufpassen wenn ich wieder arbeiten muss usw.). Aber sie ist jetzt zb 3 Wochen auf Kur, wo er ihr auch vorwirft, dass sie die doch hätte verschieben können (was sehr schwer geht und auch nicht nötig wäre meiner Meinung nach, wir telefonieren auch öfter).

Er meint auf jeden Fall, dass er so nicht mehr mit sich umgehen lassen will, das Frühstück war ihm zu viel und jetzt reicht es ihm, es geht ihm damit auch gar nicht gut. Mit ihnen reden will er nicht, weil er nicht glaubt, dass sie so offen überhaupt reden können oder wollen (bei uns in der Familie gibt es keine Konfliktkultur, das gebe ich zu) und er dazu auch gar keine Lust mehr hat. ich soll aber auch nicht mit ihnen reden, das will er nicht. Ich denke, dass sie aus allen Wolken fallen würden, wenn ich ihnen erzählen würde, dass er den Kontakt einstellen will weil sie ihn schlecht behandeln und er findet es traurig, dass ich ihn nicht verstehe sondern versuche ihm aufzuzeigen, dass er immer nur das Negative sieht.

Ich hab heute Nacht fast nicht geschlafen weil ich nicht weiß, wie das jetzt weiter gehen soll. Er sagt ich kann und soll sie ja ruhig weiter treffen aber er wird sich emotional nicht mehr engagieren... auch ob der Enkel dann später zur Oma dürfen soll will er sich noch überlegen?!!
Er hat ja in manchen Punkten recht (unhöflicher Umgang und manchmal sagen sie auch unüberlegt Sachen, aber macht das nicht jeder?). Ich finde eigentlich, dass meine Eltern nette Menschen sind mit Fehlern und dass mein Mann überreagiert und teils auch undankbar ist. Mittlerweile hat sich sogar auch MEINE Schwiegermutter in das Thema eingeklinkt und findet meine Eltern jetzt auch unhöflich.

Könnt ihr mir mal eure Meinung sagen? Ist mein Mann undankbar und übertreibt? Bin ICH wirklich unfähig ihn zu verstehen und er hat eigentlich recht?

Hilfe...
liebe Grüße

Hej,
ich finde auch, dass deine Eltern sich nicht ungewöhnlich verhalten.
Dein Mann muss unbedingt an seinem Selbstwert arbeiten. Dann kann er auch ggü anderen toleranter sein und sieht sich nicht als Buhmann. Am meisten helfen ja Tätigkeiten/Projekte dabei sich zu verändern.
Nur drüber reden verfestigt sich ja nicht...dafür müssen Taten folgen. Ein besonderes Hobby, ein neuer Sport. Viel Erfolg!

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8. Oktober um 14:12
In Antwort auf rotesruebli

Hallo Leute, Achtung, das wird lang.

Vielleicht habt ihr einen Rat für mich..

Es geht um Folgendes: mein Mann glaubt, dass meine Eltern - seine Schwiegereltern - ihn nicht mögen und findet, dass sie ihn "letztklassig behandeln". Er meint, dass sie ihn oft ignorieren, nicht mit ihm reden wenn wir auf Besuch sind, den anderen Schwiegersohn offen bevorzugen, sich auch generell zu wenig Mühe uns und ihrem Enkelsohn (erst 7 Wochen alt) und möchte jetzt seinen Kontakt zu ihnen reduzieren. Er ist aus seiner Familie einen sehr emotionalen und herzlichen Umgang gewohnt, wo über alles geredet wird, auch mal die Fetzen fliegen, dann aber alles wieder gut ist. Und bei meiner Familie ist das halt doch anders, die sind nicht so rührselig und überdrüberherzlich, was ich aber eigentlich nicht so schlimm finde, da ist doch jeder Mensch anders.
Als wir zb die Geburt unseres Sohnes verkündet haben, hat sich seine Familie in der WhatsApp Gruppe mit Glückwünschen überschlagen und meine hat sich dort eher zurückgehalten aber dann telefonisch gratuliert. Das Geschenk zur Geburt war ihm zu unpersönlich (ein Goldtaler und ein Bausparvertrag auf 6 Jahre, immerhin über 8000€ insgesamt) aber halt keine netten Kindersachen...
Hätten sie kein Geld geschenkt hätte er aber wahrscheinlich damit auch ein Problem, da er oft findet sie könnten großzügiger sein, da sie nicht schlecht situiert sind. Finde das müssen sie aber selbst entscheiden was sie mit ihrem Geld machen! Er sagt wenn seine Eltern Geld hätten würden sie das anders machen...

Ich bin eher entspannt was meine Eltern angeht, ich kenne es ja auch nicht anders und ich weiß, dass sie ihre Macken haben aber dass sie mich lieben und nur das Beste für uns wollen. Sie waren nie sehr streng und haben sich aber auch nicht großartig in mein Leben eingemischt sondern mich halt machen lassen, aber es hat mir nie an etwas gefehlt, auch an Liebe und Fürsorge nicht.
Ich weiß, dass mein Vater sich auch echt unmöglich verhalten kann, wenn er zb am Sonntag vom Tisch aufsteht um den Grand Prix-Start zu schauen auch wenn Besuch da ist und er einen auch manchmal unterbricht oder nicht fragt wie es einem geht oder so, aber ich weiß, dass sie nichts gegen meinen Mann haben und das auch nicht mit Absicht machen und es ist ja auch nicht jedes Mal so aber doch eben immer wieder mal -aber das machen sie bei mir und meiner Schwester auch, nicht nur bei ihm.
Meine Eltern haben generell oft Angst "sich aufzudrängen" und machen daher selber kaum Vorschläge für Treffen oder Termine sondern lassen immer uns "Kinder" (wir und Schwester mit Mann) einen Vorschlag machen und mein Vater antwortet zb auch nie in der Familiengruppe. Oder sie laden nicht konkret ein sondern sagen "kommts halt mal wieder vorbei" und sind dann aber auch nicht immer so gesprächig, wenn man dann wirklich da ist, sondern lesen manchmal am iPad oder so, weil sie halt müde sind von der Arbeit. Das stört ihn auch sehr.

Er ist aber auch schon so gekränkt, dass er mittlerweile selber meiner Meinung nach unhöflich wirkt und kurz angebunden antwortet wenn man ihn dann was fragt.
Ich muss dazu sagen, dass mein Mann generell sehr empfindlich auf Ablehnung oder Fehlverhalten jeder Art reagiert, vieles auch bei anderen Leuten bzw Kollegen negativ interpretiert und ich tu mir wirklich sehr schwer, zu differenzieren ob es wirklich so schlimm ist wie er sagt oder nicht. Er will eigentlich nur von meinen Eltern gemocht werden und drum ist er so gekränkt wenn sie nicht mit ihm reden wie er das gern hätte, das ist der Kern des Problems. Da ist natürlich auch der Unterschied zu seiner Familie besonders sichtbar.

Letztens war er der Meinung, dass mein Vater beim gemeinsamen Frühstück 3 Stunden nichts mit ihm geredet sondern nur mit dem anderen Schwiegersohn geredet hat, dabei war er selbst es, der sich nach 10 Minuten mit unserem Kind ins Wohnzimmer gesetzt hat statt beim von meiner Mutter schön gedeckten Tisch zu bleiben, wie soll man da auch mit ihm reden.. Er hat das gemacht, weil mein Vater anscheinend ihm den Rücken zugedreht hat um mit dem Schwager statt mit ihm zu reden.

Meine Eltern haben uns in den letzten 11 Jahren aber schon auf einen gemeinsamen Ausflug nach Venedig eingeladen, wir waren mit meinem Vater zum Angeln, teuer essen, haben 10.000€ zur Hochzeit geschenkt bekommen, sie haben einmal unser ganzes Wohnzimmer mit uns umgestellt, beim Umzug geholfen, meinem Mann Konzertkarten für 300€ zum Geburtstag geschenkt weil er Musik liebt und mein Vater hat ihm sein altes Fahrrad gegeben weil er keines hatte und vieles mehr. Das ist ihm aber auf die 11 Jahre verteilt auch zu wenig. Ich hab gesagt, dass wir sie ja auch nicht oft einladen z.B. dann sagt er "ja aber wir besuchen sie viel öfter" und er bemüht sich eben mit ihnen nett zu reden und Interesse zu zeigen...

Aber egal was ich dagegen halte, mein Mann meint dann gleich ich verteidige sie nur weil sie meine Eltern sind und dass ich auch mehr Aufmerksamkeit kriegen sollte aber es halt nicht anders kenne, dagegen kann ich nicht ankommen weil das ein Totschlagargument ist finde ich.
Seiner Meinung nach könnten sie viel mehr Interesse zeigen, anrufen, fragen wies uns geht etc.. wobei er ja gar nicht alles mitkriegt, wenn ich zb angerufen werde. Darf ich aber auch nicht sagen, dann heißt es wieder ich verteidige nur.
Er meint auch, dass sie sich zu wenig für ihren Enkel interessieren (was überhaupt nicht wahr ist, sie waren 3 mal da in den ersten 3 Wochen, meine Mama noch öfter, und haben Essen mitgebracht, angerufen, gefragt ob wir was brauchen, meine Mama hat uns Sachen für den Kleinen bezahlt, will Stunden reduzieren und tageweise auf ihn aufpassen wenn ich wieder arbeiten muss usw.). Aber sie ist jetzt zb 3 Wochen auf Kur, wo er ihr auch vorwirft, dass sie die doch hätte verschieben können (was sehr schwer geht und auch nicht nötig wäre meiner Meinung nach, wir telefonieren auch öfter).

Er meint auf jeden Fall, dass er so nicht mehr mit sich umgehen lassen will, das Frühstück war ihm zu viel und jetzt reicht es ihm, es geht ihm damit auch gar nicht gut. Mit ihnen reden will er nicht, weil er nicht glaubt, dass sie so offen überhaupt reden können oder wollen (bei uns in der Familie gibt es keine Konfliktkultur, das gebe ich zu) und er dazu auch gar keine Lust mehr hat. ich soll aber auch nicht mit ihnen reden, das will er nicht. Ich denke, dass sie aus allen Wolken fallen würden, wenn ich ihnen erzählen würde, dass er den Kontakt einstellen will weil sie ihn schlecht behandeln und er findet es traurig, dass ich ihn nicht verstehe sondern versuche ihm aufzuzeigen, dass er immer nur das Negative sieht.

Ich hab heute Nacht fast nicht geschlafen weil ich nicht weiß, wie das jetzt weiter gehen soll. Er sagt ich kann und soll sie ja ruhig weiter treffen aber er wird sich emotional nicht mehr engagieren... auch ob der Enkel dann später zur Oma dürfen soll will er sich noch überlegen?!!
Er hat ja in manchen Punkten recht (unhöflicher Umgang und manchmal sagen sie auch unüberlegt Sachen, aber macht das nicht jeder?). Ich finde eigentlich, dass meine Eltern nette Menschen sind mit Fehlern und dass mein Mann überreagiert und teils auch undankbar ist. Mittlerweile hat sich sogar auch MEINE Schwiegermutter in das Thema eingeklinkt und findet meine Eltern jetzt auch unhöflich.

Könnt ihr mir mal eure Meinung sagen? Ist mein Mann undankbar und übertreibt? Bin ICH wirklich unfähig ihn zu verstehen und er hat eigentlich recht?

Hilfe...
liebe Grüße

Dein Mann kommt einfach nicht damit klar, dass deine Eltern eben nicht so herzlich sind wie seine Eltern und eher kühler und distanziert sind.

Er muss erwachsen werden und akzeptieren lernen, dass Menschen nunmal unterschiedlich sind und er das nicht persönlich nehmen soll. Es geht ja nicht gegen ihn, sondern deine Eltern sind einfach so. 

Ich würde mich an deiner Stelle mit diesen Dingen gar nicht groß beschäftigen und ihm sagen, dass er eben nicht mehr zu deinen Eltern mitkommen soll, wenn er damit nicht klarkommt. Ansonsten würde ich ihm mal ordentlich den Kopf waschen und ihm sagen, dass er sich nicht wie ein verwöhntes Kleinkind benehmen soll, das erwartet, dass sich alles um ihn zu drehen hat. 

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8. Oktober um 14:14
In Antwort auf rotesruebli

puuh... letztens haben wir mit meinen Eltern über einen Kredit geredet, weil wir uns eventuell in den nächsten Jahren mal selber was kaufen wollen und zur Beratung bei der Bank waren. Wir haben mit meinen Eltern geredet und sie haben gesagt, dass sie leider nicht so viel hätten, das sie beisteuern können (sie haben selbst ein Haus, das sie aber erst mit 50 gebaut haben und da haben sie jetzt den Kredit abbezahlt. Sie reisen sehr gerne teuer und kaufen sich was sie halt gerade wollen, da meint mein Mann könnten sie sparen um uns Geld zu geben...was ich unfair finde. Sie haben ja auch gearbeitet für ihr Geld). Sie vertreten außerdem die Meinung, dass wir ja auch selber arbeiten und gut leben und sie haben auch erst mit 50 gebaut und wir schaffen das sicher auch allein aber sind halt ungeduldiger als sie..

Im Verlauf des Gesprächs hat meine Mutter irgendwann gesagt, dass es eigentlich unfair ist, dass Leuten, die keinen Kredit brauchen wie ihnen die Bank das Geld nachschmeißen würde und denen die ihn brauchen geben sie nicht so viel (wobei wir auch nicht wenig von der Bank kriegen würden) Das hat er interpretiert als "wir haben eh viel Geld aber wir wollen euch nichts davon geben".

Dann redet meine Mama, weil sie immer mit ihrem Gewicht kämpft auch oft von Kalorien und wie viel man von dem und dem lieber nicht essen sollte und da ist er dann auch beleidigt, weil er selber starkes Übergewicht hat und es auf sich bezieht.

Thema Kind: Meine Mama hat gesagt, dass sie sehr gerne z.B. einen Tag in der Woche fix Babysittet, hat aber gesagt, dass sie nciht will, dass wir uns da ausschließlich auf sie verlassen, falls sie mal auf Urlaub fahren oder sie krank wird. Wurde prompt als Beleidigung aufgefasst, dass sie sich nicht kümmern will  - SEINE Mutter würde das sofort und mit ganz viel Herzblut machen. Meine eh auch, sie ist halt emotional gesehen eher der vorsichtige Typ der sich auf alle Seiten absichern will um nichts falsch zu machen und sie heult auch nicht vor Rührung auf Hochzeiten etc...

Ich hab das Gefühl, dass mein Mann sehr sehr hohe Erwartungen hat, z.B. dass meine Eltern ihren Garten für Kinder umbauen (Schaukel, Sandkiste...) und wenn sie das nicht wollen, weil sie ihren Garten lieber clean haben, dann lieben sie ihren Enkel nicht. Dass sie eine Poolabdeckung für einige 1000€ kaufen damit der Pool sicher ist, sieht er z.B nicht bzw, ist selbstverständlich und sonst kommt er eh nicht mehr auf Besucht.
Seine Mutter hat schon 3 Enkel und lebt im gleichen Haus wie 2 davon und das Haus + Garten ist natürlich schon sehr kindgerecht eingerichtet.

Dein Mann ist echt unverschämt, wenn er findet, dass deine Eltern euch Geld schenken sollten, nur weil sie selbst welches haben. Geht's noch?

Was hast du dir da für eine verwöhnte Mimose geangelt? Wie hältst du den bloß den ganzen Tag aus?

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9. Oktober um 11:50
In Antwort auf eisbrecher

Dein Mann kommt einfach nicht damit klar, dass deine Eltern eben nicht so herzlich sind wie seine Eltern und eher kühler und distanziert sind.

Er muss erwachsen werden und akzeptieren lernen, dass Menschen nunmal unterschiedlich sind und er das nicht persönlich nehmen soll. Es geht ja nicht gegen ihn, sondern deine Eltern sind einfach so. 

Ich würde mich an deiner Stelle mit diesen Dingen gar nicht groß beschäftigen und ihm sagen, dass er eben nicht mehr zu deinen Eltern mitkommen soll, wenn er damit nicht klarkommt. Ansonsten würde ich ihm mal ordentlich den Kopf waschen und ihm sagen, dass er sich nicht wie ein verwöhntes Kleinkind benehmen soll, das erwartet, dass sich alles um ihn zu drehen hat. 

Er macht das ja nicht mit Absicht, sondern weil er selbst wirklich gekränkt ist.
Und das Geld fordert er nicht wirklich, er ist nur enttäuscht, weil sie nicht von selbst auf die Idee kommen würden uns da zu unterstützen... Aber ob das wirklich besser ist weiß ich auch nicht, er macht es ihnen dann ja immerhin doch irgendwie zum Vorwurf und verwendet es als Argument warum sie ihn bzw uns schlecht behandeln.
Ich glaube ich werde ihm das nächste Mal wenn das Thema aufkommt sagen, dass er aufhören soll seine Eltern mit meinen zu vergleichen weil das nicht geht und wenn er nicht mehr mitkommen will werde ich aber auch keine Ausreden erfinden warum er nicht da ist sondern meinen Eltern sagen was Sache ist. Wenn er das nicht will soll er es ihnen selber sagen. Ich sehe auch nicht ein, warum ich damit belastet werde und ihnen direkt würde er es aber nicht sagen und ich soll es auch nicht machen? Er macht es zu meinem Problem, wobei ich gar keines hätte. 

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9. Oktober um 12:19
In Antwort auf rotesruebli

Er macht das ja nicht mit Absicht, sondern weil er selbst wirklich gekränkt ist.
Und das Geld fordert er nicht wirklich, er ist nur enttäuscht, weil sie nicht von selbst auf die Idee kommen würden uns da zu unterstützen... Aber ob das wirklich besser ist weiß ich auch nicht, er macht es ihnen dann ja immerhin doch irgendwie zum Vorwurf und verwendet es als Argument warum sie ihn bzw uns schlecht behandeln.
Ich glaube ich werde ihm das nächste Mal wenn das Thema aufkommt sagen, dass er aufhören soll seine Eltern mit meinen zu vergleichen weil das nicht geht und wenn er nicht mehr mitkommen will werde ich aber auch keine Ausreden erfinden warum er nicht da ist sondern meinen Eltern sagen was Sache ist. Wenn er das nicht will soll er es ihnen selber sagen. Ich sehe auch nicht ein, warum ich damit belastet werde und ihnen direkt würde er es aber nicht sagen und ich soll es auch nicht machen? Er macht es zu meinem Problem, wobei ich gar keines hätte. 

Ja, ich denke auch, dass du da mit deinem Mann Klartext reden solltest und nicht zulassen darfst, dass er dir seine Probleme überstülpt. 

Ich nehme an, du hast ihm deine Sichtweise schon mehrmals erklärt, aber er versteht es nicht. Gut, mag so sein, aber dann soll er mit ihnen selbst reden und dich damit in Ruhe lassen, denn du hast ja kein Problem damit. 

Wahrscheinlich wäre da wirklich eine Aussprache zwischen deinem Mann und deinen Eltern das Beste. Dann wäre das hoffentlich ein für allemal geklärt.

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9. Oktober um 12:45
In Antwort auf rotesruebli

puuh... letztens haben wir mit meinen Eltern über einen Kredit geredet, weil wir uns eventuell in den nächsten Jahren mal selber was kaufen wollen und zur Beratung bei der Bank waren. Wir haben mit meinen Eltern geredet und sie haben gesagt, dass sie leider nicht so viel hätten, das sie beisteuern können (sie haben selbst ein Haus, das sie aber erst mit 50 gebaut haben und da haben sie jetzt den Kredit abbezahlt. Sie reisen sehr gerne teuer und kaufen sich was sie halt gerade wollen, da meint mein Mann könnten sie sparen um uns Geld zu geben...was ich unfair finde. Sie haben ja auch gearbeitet für ihr Geld). Sie vertreten außerdem die Meinung, dass wir ja auch selber arbeiten und gut leben und sie haben auch erst mit 50 gebaut und wir schaffen das sicher auch allein aber sind halt ungeduldiger als sie..

Im Verlauf des Gesprächs hat meine Mutter irgendwann gesagt, dass es eigentlich unfair ist, dass Leuten, die keinen Kredit brauchen wie ihnen die Bank das Geld nachschmeißen würde und denen die ihn brauchen geben sie nicht so viel (wobei wir auch nicht wenig von der Bank kriegen würden) Das hat er interpretiert als "wir haben eh viel Geld aber wir wollen euch nichts davon geben".

Dann redet meine Mama, weil sie immer mit ihrem Gewicht kämpft auch oft von Kalorien und wie viel man von dem und dem lieber nicht essen sollte und da ist er dann auch beleidigt, weil er selber starkes Übergewicht hat und es auf sich bezieht.

Thema Kind: Meine Mama hat gesagt, dass sie sehr gerne z.B. einen Tag in der Woche fix Babysittet, hat aber gesagt, dass sie nciht will, dass wir uns da ausschließlich auf sie verlassen, falls sie mal auf Urlaub fahren oder sie krank wird. Wurde prompt als Beleidigung aufgefasst, dass sie sich nicht kümmern will  - SEINE Mutter würde das sofort und mit ganz viel Herzblut machen. Meine eh auch, sie ist halt emotional gesehen eher der vorsichtige Typ der sich auf alle Seiten absichern will um nichts falsch zu machen und sie heult auch nicht vor Rührung auf Hochzeiten etc...

Ich hab das Gefühl, dass mein Mann sehr sehr hohe Erwartungen hat, z.B. dass meine Eltern ihren Garten für Kinder umbauen (Schaukel, Sandkiste...) und wenn sie das nicht wollen, weil sie ihren Garten lieber clean haben, dann lieben sie ihren Enkel nicht. Dass sie eine Poolabdeckung für einige 1000€ kaufen damit der Pool sicher ist, sieht er z.B nicht bzw, ist selbstverständlich und sonst kommt er eh nicht mehr auf Besucht.
Seine Mutter hat schon 3 Enkel und lebt im gleichen Haus wie 2 davon und das Haus + Garten ist natürlich schon sehr kindgerecht eingerichtet.

Wenn er überempfindlich alles auf sich bezieht, mag das  Problem er sein.

Ich empfinde sein Jammern nach Anerkennung und Geld als anmaßend.

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9. Oktober um 14:28

Generell ist es so, wenn man Mitglied in einer "fremden" Familie wird, stösst man teilweise auf ungewohnte Rituale, Verhaltensweisen und Beziehungen. Das gilt aber für beide Seiten. Du scheinst seiner Familie gegenüber toleranter eingestellt zu sein obwohl es da doch sicher auch Punkte gibt, die Dich stören.
Klar gibt es "negative" Verhaltensweisen Deiner Eltern die Du schon von Kindesbeinen an gewöhnt bist und mit denen Du Dich abgefunden hast, ein von aussen kommender tut sich da schwerer, gerade wenn es dann auch wunde Punkte betrifft.
Ich finde, Deine Eltern Deine Eltern leben nach dem Prinzip, "liebe Deine Kinder wie Dich selbst", sie tun Euch gutes aber auch sich selbst. Warum sollten sie sich denn aufopfern wenn keine Not vorliegt.
Ich lese zumindest ein gewisses Anspruchsdenken bei Deinem Mann heraus das nicht angebracht ist. Es ist doch positiv, dass Deine Eltern ihn nicht als "Habenichts" sehen.
Die Frage ist, wie es um die Kritikfähigkeit Deiner Eltern bestellt ist. Falls vorhanden könntest Du sie ein bisschen sensibiliseren bzw. Änderungsvorschläge machen. Andererseits können sie ihm aktuell wahrscheinlich gar nichts rechtmachen bei seiner Einstellung.
Ich habe das Gefühl, dass er innerlich mit sich Frieden machen müsste, er müsste sich selbst so annehmen wie er ist und lernen sich auch selbst zu lieben. Das würde seine Ausstrahlung zu anderen verändern und so manchen Konflikt minimieren. Wie sollen ihm andere den die Energie geben können wenn er dazu nicht auch selbst in der Lage ist.

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9. Oktober um 15:21
In Antwort auf sophos75

Generell ist es so, wenn man Mitglied in einer "fremden" Familie wird, stösst man teilweise auf ungewohnte Rituale, Verhaltensweisen und Beziehungen. Das gilt aber für beide Seiten. Du scheinst seiner Familie gegenüber toleranter eingestellt zu sein obwohl es da doch sicher auch Punkte gibt, die Dich stören.
Klar gibt es "negative" Verhaltensweisen Deiner Eltern die Du schon von Kindesbeinen an gewöhnt bist und mit denen Du Dich abgefunden hast, ein von aussen kommender tut sich da schwerer, gerade wenn es dann auch wunde Punkte betrifft.
Ich finde, Deine Eltern Deine Eltern leben nach dem Prinzip, "liebe Deine Kinder wie Dich selbst", sie tun Euch gutes aber auch sich selbst. Warum sollten sie sich denn aufopfern wenn keine Not vorliegt.
Ich lese zumindest ein gewisses Anspruchsdenken bei Deinem Mann heraus das nicht angebracht ist. Es ist doch positiv, dass Deine Eltern ihn nicht als "Habenichts" sehen.
Die Frage ist, wie es um die Kritikfähigkeit Deiner Eltern bestellt ist. Falls vorhanden könntest Du sie ein bisschen sensibiliseren bzw. Änderungsvorschläge machen. Andererseits können sie ihm aktuell wahrscheinlich gar nichts rechtmachen bei seiner Einstellung.
Ich habe das Gefühl, dass er innerlich mit sich Frieden machen müsste, er müsste sich selbst so annehmen wie er ist und lernen sich auch selbst zu lieben. Das würde seine Ausstrahlung zu anderen verändern und so manchen Konflikt minimieren. Wie sollen ihm andere den die Energie geben können wenn er dazu nicht auch selbst in der Lage ist.

Danke, ich finde du hast das sehr schön geschrieben... Sicher stören mich an seiner Familie auch Sachen, ich bin aber generell recht tolerant und auch ausgleichend und harmoniebedürftig und denke mir: Leben und leben lassen .. Umso schwieriger ist das Ganze für mich
Hab ihm zum Beispiel schon gesagt, dass er ja dann auch nicht immer offen und gesprächig ist und sich auch nicht besonders bemüht meiner Meinung nach aber dann heißt es "kein Wunder, so wie ich behandelt werde".
Ach schwierig...

Ich denke das Selbstwertgefühl ist hier wirklich der Ansatzpunkt. 

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9. Oktober um 15:29
In Antwort auf rotesruebli

Hallo Leute, Achtung, das wird lang.

Vielleicht habt ihr einen Rat für mich..

Es geht um Folgendes: mein Mann glaubt, dass meine Eltern - seine Schwiegereltern - ihn nicht mögen und findet, dass sie ihn "letztklassig behandeln". Er meint, dass sie ihn oft ignorieren, nicht mit ihm reden wenn wir auf Besuch sind, den anderen Schwiegersohn offen bevorzugen, sich auch generell zu wenig Mühe uns und ihrem Enkelsohn (erst 7 Wochen alt) und möchte jetzt seinen Kontakt zu ihnen reduzieren. Er ist aus seiner Familie einen sehr emotionalen und herzlichen Umgang gewohnt, wo über alles geredet wird, auch mal die Fetzen fliegen, dann aber alles wieder gut ist. Und bei meiner Familie ist das halt doch anders, die sind nicht so rührselig und überdrüberherzlich, was ich aber eigentlich nicht so schlimm finde, da ist doch jeder Mensch anders.
Als wir zb die Geburt unseres Sohnes verkündet haben, hat sich seine Familie in der WhatsApp Gruppe mit Glückwünschen überschlagen und meine hat sich dort eher zurückgehalten aber dann telefonisch gratuliert. Das Geschenk zur Geburt war ihm zu unpersönlich (ein Goldtaler und ein Bausparvertrag auf 6 Jahre, immerhin über 8000€ insgesamt) aber halt keine netten Kindersachen...
Hätten sie kein Geld geschenkt hätte er aber wahrscheinlich damit auch ein Problem, da er oft findet sie könnten großzügiger sein, da sie nicht schlecht situiert sind. Finde das müssen sie aber selbst entscheiden was sie mit ihrem Geld machen! Er sagt wenn seine Eltern Geld hätten würden sie das anders machen...

Ich bin eher entspannt was meine Eltern angeht, ich kenne es ja auch nicht anders und ich weiß, dass sie ihre Macken haben aber dass sie mich lieben und nur das Beste für uns wollen. Sie waren nie sehr streng und haben sich aber auch nicht großartig in mein Leben eingemischt sondern mich halt machen lassen, aber es hat mir nie an etwas gefehlt, auch an Liebe und Fürsorge nicht.
Ich weiß, dass mein Vater sich auch echt unmöglich verhalten kann, wenn er zb am Sonntag vom Tisch aufsteht um den Grand Prix-Start zu schauen auch wenn Besuch da ist und er einen auch manchmal unterbricht oder nicht fragt wie es einem geht oder so, aber ich weiß, dass sie nichts gegen meinen Mann haben und das auch nicht mit Absicht machen und es ist ja auch nicht jedes Mal so aber doch eben immer wieder mal -aber das machen sie bei mir und meiner Schwester auch, nicht nur bei ihm.
Meine Eltern haben generell oft Angst "sich aufzudrängen" und machen daher selber kaum Vorschläge für Treffen oder Termine sondern lassen immer uns "Kinder" (wir und Schwester mit Mann) einen Vorschlag machen und mein Vater antwortet zb auch nie in der Familiengruppe. Oder sie laden nicht konkret ein sondern sagen "kommts halt mal wieder vorbei" und sind dann aber auch nicht immer so gesprächig, wenn man dann wirklich da ist, sondern lesen manchmal am iPad oder so, weil sie halt müde sind von der Arbeit. Das stört ihn auch sehr.

Er ist aber auch schon so gekränkt, dass er mittlerweile selber meiner Meinung nach unhöflich wirkt und kurz angebunden antwortet wenn man ihn dann was fragt.
Ich muss dazu sagen, dass mein Mann generell sehr empfindlich auf Ablehnung oder Fehlverhalten jeder Art reagiert, vieles auch bei anderen Leuten bzw Kollegen negativ interpretiert und ich tu mir wirklich sehr schwer, zu differenzieren ob es wirklich so schlimm ist wie er sagt oder nicht. Er will eigentlich nur von meinen Eltern gemocht werden und drum ist er so gekränkt wenn sie nicht mit ihm reden wie er das gern hätte, das ist der Kern des Problems. Da ist natürlich auch der Unterschied zu seiner Familie besonders sichtbar.

Letztens war er der Meinung, dass mein Vater beim gemeinsamen Frühstück 3 Stunden nichts mit ihm geredet sondern nur mit dem anderen Schwiegersohn geredet hat, dabei war er selbst es, der sich nach 10 Minuten mit unserem Kind ins Wohnzimmer gesetzt hat statt beim von meiner Mutter schön gedeckten Tisch zu bleiben, wie soll man da auch mit ihm reden.. Er hat das gemacht, weil mein Vater anscheinend ihm den Rücken zugedreht hat um mit dem Schwager statt mit ihm zu reden.

Meine Eltern haben uns in den letzten 11 Jahren aber schon auf einen gemeinsamen Ausflug nach Venedig eingeladen, wir waren mit meinem Vater zum Angeln, teuer essen, haben 10.000€ zur Hochzeit geschenkt bekommen, sie haben einmal unser ganzes Wohnzimmer mit uns umgestellt, beim Umzug geholfen, meinem Mann Konzertkarten für 300€ zum Geburtstag geschenkt weil er Musik liebt und mein Vater hat ihm sein altes Fahrrad gegeben weil er keines hatte und vieles mehr. Das ist ihm aber auf die 11 Jahre verteilt auch zu wenig. Ich hab gesagt, dass wir sie ja auch nicht oft einladen z.B. dann sagt er "ja aber wir besuchen sie viel öfter" und er bemüht sich eben mit ihnen nett zu reden und Interesse zu zeigen...

Aber egal was ich dagegen halte, mein Mann meint dann gleich ich verteidige sie nur weil sie meine Eltern sind und dass ich auch mehr Aufmerksamkeit kriegen sollte aber es halt nicht anders kenne, dagegen kann ich nicht ankommen weil das ein Totschlagargument ist finde ich.
Seiner Meinung nach könnten sie viel mehr Interesse zeigen, anrufen, fragen wies uns geht etc.. wobei er ja gar nicht alles mitkriegt, wenn ich zb angerufen werde. Darf ich aber auch nicht sagen, dann heißt es wieder ich verteidige nur.
Er meint auch, dass sie sich zu wenig für ihren Enkel interessieren (was überhaupt nicht wahr ist, sie waren 3 mal da in den ersten 3 Wochen, meine Mama noch öfter, und haben Essen mitgebracht, angerufen, gefragt ob wir was brauchen, meine Mama hat uns Sachen für den Kleinen bezahlt, will Stunden reduzieren und tageweise auf ihn aufpassen wenn ich wieder arbeiten muss usw.). Aber sie ist jetzt zb 3 Wochen auf Kur, wo er ihr auch vorwirft, dass sie die doch hätte verschieben können (was sehr schwer geht und auch nicht nötig wäre meiner Meinung nach, wir telefonieren auch öfter).

Er meint auf jeden Fall, dass er so nicht mehr mit sich umgehen lassen will, das Frühstück war ihm zu viel und jetzt reicht es ihm, es geht ihm damit auch gar nicht gut. Mit ihnen reden will er nicht, weil er nicht glaubt, dass sie so offen überhaupt reden können oder wollen (bei uns in der Familie gibt es keine Konfliktkultur, das gebe ich zu) und er dazu auch gar keine Lust mehr hat. ich soll aber auch nicht mit ihnen reden, das will er nicht. Ich denke, dass sie aus allen Wolken fallen würden, wenn ich ihnen erzählen würde, dass er den Kontakt einstellen will weil sie ihn schlecht behandeln und er findet es traurig, dass ich ihn nicht verstehe sondern versuche ihm aufzuzeigen, dass er immer nur das Negative sieht.

Ich hab heute Nacht fast nicht geschlafen weil ich nicht weiß, wie das jetzt weiter gehen soll. Er sagt ich kann und soll sie ja ruhig weiter treffen aber er wird sich emotional nicht mehr engagieren... auch ob der Enkel dann später zur Oma dürfen soll will er sich noch überlegen?!!
Er hat ja in manchen Punkten recht (unhöflicher Umgang und manchmal sagen sie auch unüberlegt Sachen, aber macht das nicht jeder?). Ich finde eigentlich, dass meine Eltern nette Menschen sind mit Fehlern und dass mein Mann überreagiert und teils auch undankbar ist. Mittlerweile hat sich sogar auch MEINE Schwiegermutter in das Thema eingeklinkt und findet meine Eltern jetzt auch unhöflich.

Könnt ihr mir mal eure Meinung sagen? Ist mein Mann undankbar und übertreibt? Bin ICH wirklich unfähig ihn zu verstehen und er hat eigentlich recht?

Hilfe...
liebe Grüße

Hallo,

sind dir Meinungen anderer, ob du übertreibst wirklich dienlich? 
In deiner Schilderung geht es letztlich um die Empfindung deines Mannes und wenn seine Empfindung ist, wie er sie geschildert hat, dann gibt´s hier eigentlich keinen Anlass diese zu diskutieren, weil es nur eine Mitteilung von ihm war, wie er zukünftig mit deiner Familie umgehen möchte um emotional besser klar zu kommen. Vielleicht geht es hierbei vielmehr um dich und wie du mit dieser emotionalen Distanzierung, der von dir aus gesehen lieben Menschen umgehen möchtest. Ich finde, er hat ein Recht so zu handeln, ja. 

LG Sis 

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9. Oktober um 18:01
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo,

sind dir Meinungen anderer, ob du übertreibst wirklich dienlich? 
In deiner Schilderung geht es letztlich um die Empfindung deines Mannes und wenn seine Empfindung ist, wie er sie geschildert hat, dann gibt´s hier eigentlich keinen Anlass diese zu diskutieren, weil es nur eine Mitteilung von ihm war, wie er zukünftig mit deiner Familie umgehen möchte um emotional besser klar zu kommen. Vielleicht geht es hierbei vielmehr um dich und wie du mit dieser emotionalen Distanzierung, der von dir aus gesehen lieben Menschen umgehen möchtest. Ich finde, er hat ein Recht so zu handeln, ja. 

LG Sis 

Seine Gefühle möchte ich ihm nicht absprechen aber ich kann ihm doch trotzdem meine Sicht der Dinge sagen, oder? Besonders wenn er meint, dass er meine Mutter vielleicht später nicht zu unserem Sohn lassen will, nur weil sie sich nicht so verhält wie er es sich vorstellt.. 

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9. Oktober um 18:08
In Antwort auf rotesruebli

Seine Gefühle möchte ich ihm nicht absprechen aber ich kann ihm doch trotzdem meine Sicht der Dinge sagen, oder? Besonders wenn er meint, dass er meine Mutter vielleicht später nicht zu unserem Sohn lassen will, nur weil sie sich nicht so verhält wie er es sich vorstellt.. 

Und es war keine Mitteilung sondern eine Aufzählung des Fehlverhaltens meiner Familie und auf mein Entgegenhalten, dass sie sehr wohl für ihn schon nette Dinge getan haben (siehe oben) und dass sie das nicht machen würden wenn sie ihn nicht mögen würden, kam doch allen ernstes die Aussage "Hitler hat auch Autobahnen gebaut" woraufhin ich echt sauer geworden bin. 

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9. Oktober um 19:14
In Antwort auf rotesruebli

Hallo Leute, Achtung, das wird lang.

Vielleicht habt ihr einen Rat für mich..

Es geht um Folgendes: mein Mann glaubt, dass meine Eltern - seine Schwiegereltern - ihn nicht mögen und findet, dass sie ihn "letztklassig behandeln". Er meint, dass sie ihn oft ignorieren, nicht mit ihm reden wenn wir auf Besuch sind, den anderen Schwiegersohn offen bevorzugen, sich auch generell zu wenig Mühe uns und ihrem Enkelsohn (erst 7 Wochen alt) und möchte jetzt seinen Kontakt zu ihnen reduzieren. Er ist aus seiner Familie einen sehr emotionalen und herzlichen Umgang gewohnt, wo über alles geredet wird, auch mal die Fetzen fliegen, dann aber alles wieder gut ist. Und bei meiner Familie ist das halt doch anders, die sind nicht so rührselig und überdrüberherzlich, was ich aber eigentlich nicht so schlimm finde, da ist doch jeder Mensch anders.
Als wir zb die Geburt unseres Sohnes verkündet haben, hat sich seine Familie in der WhatsApp Gruppe mit Glückwünschen überschlagen und meine hat sich dort eher zurückgehalten aber dann telefonisch gratuliert. Das Geschenk zur Geburt war ihm zu unpersönlich (ein Goldtaler und ein Bausparvertrag auf 6 Jahre, immerhin über 8000€ insgesamt) aber halt keine netten Kindersachen...
Hätten sie kein Geld geschenkt hätte er aber wahrscheinlich damit auch ein Problem, da er oft findet sie könnten großzügiger sein, da sie nicht schlecht situiert sind. Finde das müssen sie aber selbst entscheiden was sie mit ihrem Geld machen! Er sagt wenn seine Eltern Geld hätten würden sie das anders machen...

Ich bin eher entspannt was meine Eltern angeht, ich kenne es ja auch nicht anders und ich weiß, dass sie ihre Macken haben aber dass sie mich lieben und nur das Beste für uns wollen. Sie waren nie sehr streng und haben sich aber auch nicht großartig in mein Leben eingemischt sondern mich halt machen lassen, aber es hat mir nie an etwas gefehlt, auch an Liebe und Fürsorge nicht.
Ich weiß, dass mein Vater sich auch echt unmöglich verhalten kann, wenn er zb am Sonntag vom Tisch aufsteht um den Grand Prix-Start zu schauen auch wenn Besuch da ist und er einen auch manchmal unterbricht oder nicht fragt wie es einem geht oder so, aber ich weiß, dass sie nichts gegen meinen Mann haben und das auch nicht mit Absicht machen und es ist ja auch nicht jedes Mal so aber doch eben immer wieder mal -aber das machen sie bei mir und meiner Schwester auch, nicht nur bei ihm.
Meine Eltern haben generell oft Angst "sich aufzudrängen" und machen daher selber kaum Vorschläge für Treffen oder Termine sondern lassen immer uns "Kinder" (wir und Schwester mit Mann) einen Vorschlag machen und mein Vater antwortet zb auch nie in der Familiengruppe. Oder sie laden nicht konkret ein sondern sagen "kommts halt mal wieder vorbei" und sind dann aber auch nicht immer so gesprächig, wenn man dann wirklich da ist, sondern lesen manchmal am iPad oder so, weil sie halt müde sind von der Arbeit. Das stört ihn auch sehr.

Er ist aber auch schon so gekränkt, dass er mittlerweile selber meiner Meinung nach unhöflich wirkt und kurz angebunden antwortet wenn man ihn dann was fragt.
Ich muss dazu sagen, dass mein Mann generell sehr empfindlich auf Ablehnung oder Fehlverhalten jeder Art reagiert, vieles auch bei anderen Leuten bzw Kollegen negativ interpretiert und ich tu mir wirklich sehr schwer, zu differenzieren ob es wirklich so schlimm ist wie er sagt oder nicht. Er will eigentlich nur von meinen Eltern gemocht werden und drum ist er so gekränkt wenn sie nicht mit ihm reden wie er das gern hätte, das ist der Kern des Problems. Da ist natürlich auch der Unterschied zu seiner Familie besonders sichtbar.

Letztens war er der Meinung, dass mein Vater beim gemeinsamen Frühstück 3 Stunden nichts mit ihm geredet sondern nur mit dem anderen Schwiegersohn geredet hat, dabei war er selbst es, der sich nach 10 Minuten mit unserem Kind ins Wohnzimmer gesetzt hat statt beim von meiner Mutter schön gedeckten Tisch zu bleiben, wie soll man da auch mit ihm reden.. Er hat das gemacht, weil mein Vater anscheinend ihm den Rücken zugedreht hat um mit dem Schwager statt mit ihm zu reden.

Meine Eltern haben uns in den letzten 11 Jahren aber schon auf einen gemeinsamen Ausflug nach Venedig eingeladen, wir waren mit meinem Vater zum Angeln, teuer essen, haben 10.000€ zur Hochzeit geschenkt bekommen, sie haben einmal unser ganzes Wohnzimmer mit uns umgestellt, beim Umzug geholfen, meinem Mann Konzertkarten für 300€ zum Geburtstag geschenkt weil er Musik liebt und mein Vater hat ihm sein altes Fahrrad gegeben weil er keines hatte und vieles mehr. Das ist ihm aber auf die 11 Jahre verteilt auch zu wenig. Ich hab gesagt, dass wir sie ja auch nicht oft einladen z.B. dann sagt er "ja aber wir besuchen sie viel öfter" und er bemüht sich eben mit ihnen nett zu reden und Interesse zu zeigen...

Aber egal was ich dagegen halte, mein Mann meint dann gleich ich verteidige sie nur weil sie meine Eltern sind und dass ich auch mehr Aufmerksamkeit kriegen sollte aber es halt nicht anders kenne, dagegen kann ich nicht ankommen weil das ein Totschlagargument ist finde ich.
Seiner Meinung nach könnten sie viel mehr Interesse zeigen, anrufen, fragen wies uns geht etc.. wobei er ja gar nicht alles mitkriegt, wenn ich zb angerufen werde. Darf ich aber auch nicht sagen, dann heißt es wieder ich verteidige nur.
Er meint auch, dass sie sich zu wenig für ihren Enkel interessieren (was überhaupt nicht wahr ist, sie waren 3 mal da in den ersten 3 Wochen, meine Mama noch öfter, und haben Essen mitgebracht, angerufen, gefragt ob wir was brauchen, meine Mama hat uns Sachen für den Kleinen bezahlt, will Stunden reduzieren und tageweise auf ihn aufpassen wenn ich wieder arbeiten muss usw.). Aber sie ist jetzt zb 3 Wochen auf Kur, wo er ihr auch vorwirft, dass sie die doch hätte verschieben können (was sehr schwer geht und auch nicht nötig wäre meiner Meinung nach, wir telefonieren auch öfter).

Er meint auf jeden Fall, dass er so nicht mehr mit sich umgehen lassen will, das Frühstück war ihm zu viel und jetzt reicht es ihm, es geht ihm damit auch gar nicht gut. Mit ihnen reden will er nicht, weil er nicht glaubt, dass sie so offen überhaupt reden können oder wollen (bei uns in der Familie gibt es keine Konfliktkultur, das gebe ich zu) und er dazu auch gar keine Lust mehr hat. ich soll aber auch nicht mit ihnen reden, das will er nicht. Ich denke, dass sie aus allen Wolken fallen würden, wenn ich ihnen erzählen würde, dass er den Kontakt einstellen will weil sie ihn schlecht behandeln und er findet es traurig, dass ich ihn nicht verstehe sondern versuche ihm aufzuzeigen, dass er immer nur das Negative sieht.

Ich hab heute Nacht fast nicht geschlafen weil ich nicht weiß, wie das jetzt weiter gehen soll. Er sagt ich kann und soll sie ja ruhig weiter treffen aber er wird sich emotional nicht mehr engagieren... auch ob der Enkel dann später zur Oma dürfen soll will er sich noch überlegen?!!
Er hat ja in manchen Punkten recht (unhöflicher Umgang und manchmal sagen sie auch unüberlegt Sachen, aber macht das nicht jeder?). Ich finde eigentlich, dass meine Eltern nette Menschen sind mit Fehlern und dass mein Mann überreagiert und teils auch undankbar ist. Mittlerweile hat sich sogar auch MEINE Schwiegermutter in das Thema eingeklinkt und findet meine Eltern jetzt auch unhöflich.

Könnt ihr mir mal eure Meinung sagen? Ist mein Mann undankbar und übertreibt? Bin ICH wirklich unfähig ihn zu verstehen und er hat eigentlich recht?

Hilfe...
liebe Grüße

Ich finde deinen Mann und seine Familie intolerant, als Konsequenz unverschãmt, anspruchsvoll und übergriffig und distanzlos. Alles und jeder wird völlig ungefragt  bewertet, von Akzeptanz hat diese Familie offenbar noch nie etwas gehört. Die Art, wie alles beanstandet wird, lässt tief blicken und ist peinlich. Die regen sich auf und merken gar nicht, dass sie es sind, die sich lächerlich machen. Das Problem liegt meiner Ansicht nach in der Intoleranz, in der Engstirnigkeit, der Selbstgerechtheit. Offenbar muss man für deinen Mann und deine Schwiegereltern genau so sein wie sie. Andernfalls ist man nicht gut genug. Finde ich sehr bedenklich. Ganz schlimm finde ich, dass dein Mann eine Meinung dazu hat, was deine Eltern mit ihrem Geld machen sollen. Er soll sein eigenes verdienen. Niemand muss irgendetwas geben, nur weil er es hat. Ist dein Mann immer so ein Nehmer? Unfassbar, dass er das Geld anderer Leute verplant. 

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10. Oktober um 10:29

Das hab ich ihm auch schon gesagt, dass ich das nicht in Ordnung finde und dass sie machen können mit ihrem Geld was sie wollen. Seine Familie hat halt weniger Geld und schenkt trotzdem auch großzügig, da vergleicht er dann wieder... Wobei ich gar keinen echten Einblick hab wie viel meine Eltern echt verdienen und ich glaube ihnen auch, wenn sie sagen sie haben nicht wirklich akute Reserven sondern eher gebundenes Kapital. Und sogar wenn nicht hab ich keinen Anspruch darauf!
Außerdem versuchen sie immer zwischen mir und meiner Schwester gerecht zu teilen, was seine Familie nicht tut. Er regt sich über beides auf...
Ich weiß auch nicht, warum das Thema Geld ihn so stört, ich denke er würde gerne mehr verdienen und für uns eben eine Wohnung kaufen können oder so und es stört ihn, dass es trotz guter Ausbildung etc nicht so ist, bis zur Karenz habe ich sogar mehr als er verdient. 

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10. Oktober um 11:04
In Antwort auf rotesruebli

puuh... letztens haben wir mit meinen Eltern über einen Kredit geredet, weil wir uns eventuell in den nächsten Jahren mal selber was kaufen wollen und zur Beratung bei der Bank waren. Wir haben mit meinen Eltern geredet und sie haben gesagt, dass sie leider nicht so viel hätten, das sie beisteuern können (sie haben selbst ein Haus, das sie aber erst mit 50 gebaut haben und da haben sie jetzt den Kredit abbezahlt. Sie reisen sehr gerne teuer und kaufen sich was sie halt gerade wollen, da meint mein Mann könnten sie sparen um uns Geld zu geben...was ich unfair finde. Sie haben ja auch gearbeitet für ihr Geld). Sie vertreten außerdem die Meinung, dass wir ja auch selber arbeiten und gut leben und sie haben auch erst mit 50 gebaut und wir schaffen das sicher auch allein aber sind halt ungeduldiger als sie..

Im Verlauf des Gesprächs hat meine Mutter irgendwann gesagt, dass es eigentlich unfair ist, dass Leuten, die keinen Kredit brauchen wie ihnen die Bank das Geld nachschmeißen würde und denen die ihn brauchen geben sie nicht so viel (wobei wir auch nicht wenig von der Bank kriegen würden) Das hat er interpretiert als "wir haben eh viel Geld aber wir wollen euch nichts davon geben".

Dann redet meine Mama, weil sie immer mit ihrem Gewicht kämpft auch oft von Kalorien und wie viel man von dem und dem lieber nicht essen sollte und da ist er dann auch beleidigt, weil er selber starkes Übergewicht hat und es auf sich bezieht.

Thema Kind: Meine Mama hat gesagt, dass sie sehr gerne z.B. einen Tag in der Woche fix Babysittet, hat aber gesagt, dass sie nciht will, dass wir uns da ausschließlich auf sie verlassen, falls sie mal auf Urlaub fahren oder sie krank wird. Wurde prompt als Beleidigung aufgefasst, dass sie sich nicht kümmern will  - SEINE Mutter würde das sofort und mit ganz viel Herzblut machen. Meine eh auch, sie ist halt emotional gesehen eher der vorsichtige Typ der sich auf alle Seiten absichern will um nichts falsch zu machen und sie heult auch nicht vor Rührung auf Hochzeiten etc...

Ich hab das Gefühl, dass mein Mann sehr sehr hohe Erwartungen hat, z.B. dass meine Eltern ihren Garten für Kinder umbauen (Schaukel, Sandkiste...) und wenn sie das nicht wollen, weil sie ihren Garten lieber clean haben, dann lieben sie ihren Enkel nicht. Dass sie eine Poolabdeckung für einige 1000€ kaufen damit der Pool sicher ist, sieht er z.B nicht bzw, ist selbstverständlich und sonst kommt er eh nicht mehr auf Besucht.
Seine Mutter hat schon 3 Enkel und lebt im gleichen Haus wie 2 davon und das Haus + Garten ist natürlich schon sehr kindgerecht eingerichtet.

Sorry wenn ich das so sage aber dein mann hat eine macke. Nicht jeder mensch ist gleich und er sollte nicht mit seiner mutter vergleichen. Ich sage mal so ich würde meinen kindern später auch mit den enkeln helfen WENN ICH KANN. wenn ich arbeiten muss oder verreise oder krank bin dann geht es eben nicht. Wieso soll ich sparen wenn meine kinder sich ein Haus kaufen wollen? Ein Haus ist keine Lebensnotwendige Investition. Ich würde auf eine Lebensnotwendige OP sparen aber nicht für Luxus anderer Menschen auch wenns meine kinder sind. Wenn man hat kann man ja zusteuern aber der Satz deines Mannes ist ja frech! Er sollte sich mal überlegen WER derhenige ist, der unhöflich ist. Es sind nicht deine Eltern. Wenn wir meine Eltern besuchen schauen meine Eltern trotzdem ihre Sendungen. Na und ? Wenn wir sonntags besuch haben und F1 läuft lässt er sich den Start auch nicht entgehen. 

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10. Oktober um 11:09
In Antwort auf rotesruebli

Das hab ich ihm auch schon gesagt, dass ich das nicht in Ordnung finde und dass sie machen können mit ihrem Geld was sie wollen. Seine Familie hat halt weniger Geld und schenkt trotzdem auch großzügig, da vergleicht er dann wieder... Wobei ich gar keinen echten Einblick hab wie viel meine Eltern echt verdienen und ich glaube ihnen auch, wenn sie sagen sie haben nicht wirklich akute Reserven sondern eher gebundenes Kapital. Und sogar wenn nicht hab ich keinen Anspruch darauf!
Außerdem versuchen sie immer zwischen mir und meiner Schwester gerecht zu teilen, was seine Familie nicht tut. Er regt sich über beides auf...
Ich weiß auch nicht, warum das Thema Geld ihn so stört, ich denke er würde gerne mehr verdienen und für uns eben eine Wohnung kaufen können oder so und es stört ihn, dass es trotz guter Ausbildung etc nicht so ist, bis zur Karenz habe ich sogar mehr als er verdient. 

Wieso sucht er sich nicht einen neuen Arbeitgeber, wenn weder Lohn noch die Mitarbeiter passen..?

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10. Oktober um 19:49
In Antwort auf lacaracol

Wieso sucht er sich nicht einen neuen Arbeitgeber, wenn weder Lohn noch die Mitarbeiter passen..?

Er hat erst dieses Jahr gewechselt, weil die alte Arbeit und das Umfeld stressig und destruktiv waren und er das nicht mehr wollte. Dann hat er sich gegen ein gut bezahles Angebot mit noch mehr Stress und für den jetzigen Job entschieden, der hat sich allerdings leider als ziemlicher Reinfall herausgestellt, auch von der Tätigkeit.. Aber er möchte nicht gleich wieder aufgeben und auch nächstes Jahr in Karenz gehen, dafür muss er durchgehend gearbeitet haben...

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11. Oktober um 14:01
In Antwort auf cmamaj

Sorry wenn ich das so sage aber dein mann hat eine macke. Nicht jeder mensch ist gleich und er sollte nicht mit seiner mutter vergleichen. Ich sage mal so ich würde meinen kindern später auch mit den enkeln helfen WENN ICH KANN. wenn ich arbeiten muss oder verreise oder krank bin dann geht es eben nicht. Wieso soll ich sparen wenn meine kinder sich ein Haus kaufen wollen? Ein Haus ist keine Lebensnotwendige Investition. Ich würde auf eine Lebensnotwendige OP sparen aber nicht für Luxus anderer Menschen auch wenns meine kinder sind. Wenn man hat kann man ja zusteuern aber der Satz deines Mannes ist ja frech! Er sollte sich mal überlegen WER derhenige ist, der unhöflich ist. Es sind nicht deine Eltern. Wenn wir meine Eltern besuchen schauen meine Eltern trotzdem ihre Sendungen. Na und ? Wenn wir sonntags besuch haben und F1 läuft lässt er sich den Start auch nicht entgehen. 

Ja da ist er der Meinung, dass man sich auf den Besuch konzentrieren sollte wenn man schon jemanden einlädt, das kann ich auch nachvollziehen. Meine Eltern sehen das aber denke ich eher als normale Familienzeit und machen halt ihr Ding.. Ich sehe das auch nicht so eng, außer wenn mein Vater mich was fragt und dann die Antwort nicht abwartet sondern am IPad spielt, das mag ich nicht und das sag ich ihm auch aber so is er halt. 

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12. Oktober um 14:21
In Antwort auf rotesruebli

Ja da ist er der Meinung, dass man sich auf den Besuch konzentrieren sollte wenn man schon jemanden einlädt, das kann ich auch nachvollziehen. Meine Eltern sehen das aber denke ich eher als normale Familienzeit und machen halt ihr Ding.. Ich sehe das auch nicht so eng, außer wenn mein Vater mich was fragt und dann die Antwort nicht abwartet sondern am IPad spielt, das mag ich nicht und das sag ich ihm auch aber so is er halt. 

Ich konzentriere mich auch auf meinen Besuch aber ich glaube bei den eigenen kindern sieht man diese nicht als besuch. Weisst du wie ich meine? Bei unseren eltern gehen wir auch mal an den kühlschrank, nehmen uns einfach was zu trinken was wir möchten quasi machen das als wären wir zu Hause. Andersrum macht meine Mama das bei mir auch. Also dinge, die man als Gast eben nicht macht weisst du was ich sagen will? Es ist anders die kinder als "besuch" zu haben als wenn freunde zu besuch kommen. Ich hoffe du weisst was ich meine es ist nämlich gerade für mich schwer zu erklären  

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12. Oktober um 16:13
In Antwort auf cmamaj

Ich konzentriere mich auch auf meinen Besuch aber ich glaube bei den eigenen kindern sieht man diese nicht als besuch. Weisst du wie ich meine? Bei unseren eltern gehen wir auch mal an den kühlschrank, nehmen uns einfach was zu trinken was wir möchten quasi machen das als wären wir zu Hause. Andersrum macht meine Mama das bei mir auch. Also dinge, die man als Gast eben nicht macht weisst du was ich sagen will? Es ist anders die kinder als "besuch" zu haben als wenn freunde zu besuch kommen. Ich hoffe du weisst was ich meine es ist nämlich gerade für mich schwer zu erklären  

Ich verstehe das total und drum find ich es auch nicht schlimm wenn ich nicht bewirtet und hofiert werde
Mein Mann ist der Ansicht, dass man sich aber irgendwann vom Kind zu einem "gleichwertigen Freund" entwickeln sollte wo man auf Augenhöhe miteinander umgeht und da geb ich ihm schon auch irgendwie recht...
Meine Eltern sind halt sehr unkompliziert und stellen selbst auch keine besonderen Ansprüche. 

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12. Oktober um 17:06
In Antwort auf rotesruebli

Ich verstehe das total und drum find ich es auch nicht schlimm wenn ich nicht bewirtet und hofiert werde
Mein Mann ist der Ansicht, dass man sich aber irgendwann vom Kind zu einem "gleichwertigen Freund" entwickeln sollte wo man auf Augenhöhe miteinander umgeht und da geb ich ihm schon auch irgendwie recht...
Meine Eltern sind halt sehr unkompliziert und stellen selbst auch keine besonderen Ansprüche. 

Das klingt alles so kompliziert. Weil dein Mann und seine Familie offenbar von allem so klare Vorstellungen haben und anderes offenbar nicht akzeptieren. Kommt es ihnen denn gar nicht in den Sinn, dass andere einfach anders sind - ganz ohne bösen Hintergedanken? Genauso gut könnten deine Eltern sich darüber aufregen, dass dein Mann nicht ist wie sie. Aber sie machen es nicht. Weil sie tolerant sind und anderen nicht vorschreiben, wie sie zu sein haben. 

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12. Oktober um 20:48
In Antwort auf rotesruebli

puuh... letztens haben wir mit meinen Eltern über einen Kredit geredet, weil wir uns eventuell in den nächsten Jahren mal selber was kaufen wollen und zur Beratung bei der Bank waren. Wir haben mit meinen Eltern geredet und sie haben gesagt, dass sie leider nicht so viel hätten, das sie beisteuern können (sie haben selbst ein Haus, das sie aber erst mit 50 gebaut haben und da haben sie jetzt den Kredit abbezahlt. Sie reisen sehr gerne teuer und kaufen sich was sie halt gerade wollen, da meint mein Mann könnten sie sparen um uns Geld zu geben...was ich unfair finde. Sie haben ja auch gearbeitet für ihr Geld). Sie vertreten außerdem die Meinung, dass wir ja auch selber arbeiten und gut leben und sie haben auch erst mit 50 gebaut und wir schaffen das sicher auch allein aber sind halt ungeduldiger als sie..

Im Verlauf des Gesprächs hat meine Mutter irgendwann gesagt, dass es eigentlich unfair ist, dass Leuten, die keinen Kredit brauchen wie ihnen die Bank das Geld nachschmeißen würde und denen die ihn brauchen geben sie nicht so viel (wobei wir auch nicht wenig von der Bank kriegen würden) Das hat er interpretiert als "wir haben eh viel Geld aber wir wollen euch nichts davon geben".

Dann redet meine Mama, weil sie immer mit ihrem Gewicht kämpft auch oft von Kalorien und wie viel man von dem und dem lieber nicht essen sollte und da ist er dann auch beleidigt, weil er selber starkes Übergewicht hat und es auf sich bezieht.

Thema Kind: Meine Mama hat gesagt, dass sie sehr gerne z.B. einen Tag in der Woche fix Babysittet, hat aber gesagt, dass sie nciht will, dass wir uns da ausschließlich auf sie verlassen, falls sie mal auf Urlaub fahren oder sie krank wird. Wurde prompt als Beleidigung aufgefasst, dass sie sich nicht kümmern will  - SEINE Mutter würde das sofort und mit ganz viel Herzblut machen. Meine eh auch, sie ist halt emotional gesehen eher der vorsichtige Typ der sich auf alle Seiten absichern will um nichts falsch zu machen und sie heult auch nicht vor Rührung auf Hochzeiten etc...

Ich hab das Gefühl, dass mein Mann sehr sehr hohe Erwartungen hat, z.B. dass meine Eltern ihren Garten für Kinder umbauen (Schaukel, Sandkiste...) und wenn sie das nicht wollen, weil sie ihren Garten lieber clean haben, dann lieben sie ihren Enkel nicht. Dass sie eine Poolabdeckung für einige 1000€ kaufen damit der Pool sicher ist, sieht er z.B nicht bzw, ist selbstverständlich und sonst kommt er eh nicht mehr auf Besucht.
Seine Mutter hat schon 3 Enkel und lebt im gleichen Haus wie 2 davon und das Haus + Garten ist natürlich schon sehr kindgerecht eingerichtet.

Also ich finde dein Mann ist unfair deinen Eltern gegenüber und auch dir. Deine Eltern sind zu nichts verpflichtet, ihr seid beide erwachsen und es ist doch schön dass sie euch schon so viel gegeben haben. Aber dass er verlangt dass sie sparen damit er dann Geld für den Kredit bekommt oder dass er sich gleich immer angegriffen fühlt, das geht gar nicht. Das ist unverschämt. Ich finde er aoll sich auch mal in deine Lage versetzen, ist ja auch nicht leicht für dich.

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14. Oktober um 20:17
In Antwort auf rotesruebli

Hallo Leute, Achtung, das wird lang.

Vielleicht habt ihr einen Rat für mich..

Es geht um Folgendes: mein Mann glaubt, dass meine Eltern - seine Schwiegereltern - ihn nicht mögen und findet, dass sie ihn "letztklassig behandeln". Er meint, dass sie ihn oft ignorieren, nicht mit ihm reden wenn wir auf Besuch sind, den anderen Schwiegersohn offen bevorzugen, sich auch generell zu wenig Mühe uns und ihrem Enkelsohn (erst 7 Wochen alt) und möchte jetzt seinen Kontakt zu ihnen reduzieren. Er ist aus seiner Familie einen sehr emotionalen und herzlichen Umgang gewohnt, wo über alles geredet wird, auch mal die Fetzen fliegen, dann aber alles wieder gut ist. Und bei meiner Familie ist das halt doch anders, die sind nicht so rührselig und überdrüberherzlich, was ich aber eigentlich nicht so schlimm finde, da ist doch jeder Mensch anders.
Als wir zb die Geburt unseres Sohnes verkündet haben, hat sich seine Familie in der WhatsApp Gruppe mit Glückwünschen überschlagen und meine hat sich dort eher zurückgehalten aber dann telefonisch gratuliert. Das Geschenk zur Geburt war ihm zu unpersönlich (ein Goldtaler und ein Bausparvertrag auf 6 Jahre, immerhin über 8000€ insgesamt) aber halt keine netten Kindersachen...
Hätten sie kein Geld geschenkt hätte er aber wahrscheinlich damit auch ein Problem, da er oft findet sie könnten großzügiger sein, da sie nicht schlecht situiert sind. Finde das müssen sie aber selbst entscheiden was sie mit ihrem Geld machen! Er sagt wenn seine Eltern Geld hätten würden sie das anders machen...

Ich bin eher entspannt was meine Eltern angeht, ich kenne es ja auch nicht anders und ich weiß, dass sie ihre Macken haben aber dass sie mich lieben und nur das Beste für uns wollen. Sie waren nie sehr streng und haben sich aber auch nicht großartig in mein Leben eingemischt sondern mich halt machen lassen, aber es hat mir nie an etwas gefehlt, auch an Liebe und Fürsorge nicht.
Ich weiß, dass mein Vater sich auch echt unmöglich verhalten kann, wenn er zb am Sonntag vom Tisch aufsteht um den Grand Prix-Start zu schauen auch wenn Besuch da ist und er einen auch manchmal unterbricht oder nicht fragt wie es einem geht oder so, aber ich weiß, dass sie nichts gegen meinen Mann haben und das auch nicht mit Absicht machen und es ist ja auch nicht jedes Mal so aber doch eben immer wieder mal -aber das machen sie bei mir und meiner Schwester auch, nicht nur bei ihm.
Meine Eltern haben generell oft Angst "sich aufzudrängen" und machen daher selber kaum Vorschläge für Treffen oder Termine sondern lassen immer uns "Kinder" (wir und Schwester mit Mann) einen Vorschlag machen und mein Vater antwortet zb auch nie in der Familiengruppe. Oder sie laden nicht konkret ein sondern sagen "kommts halt mal wieder vorbei" und sind dann aber auch nicht immer so gesprächig, wenn man dann wirklich da ist, sondern lesen manchmal am iPad oder so, weil sie halt müde sind von der Arbeit. Das stört ihn auch sehr.

Er ist aber auch schon so gekränkt, dass er mittlerweile selber meiner Meinung nach unhöflich wirkt und kurz angebunden antwortet wenn man ihn dann was fragt.
Ich muss dazu sagen, dass mein Mann generell sehr empfindlich auf Ablehnung oder Fehlverhalten jeder Art reagiert, vieles auch bei anderen Leuten bzw Kollegen negativ interpretiert und ich tu mir wirklich sehr schwer, zu differenzieren ob es wirklich so schlimm ist wie er sagt oder nicht. Er will eigentlich nur von meinen Eltern gemocht werden und drum ist er so gekränkt wenn sie nicht mit ihm reden wie er das gern hätte, das ist der Kern des Problems. Da ist natürlich auch der Unterschied zu seiner Familie besonders sichtbar.

Letztens war er der Meinung, dass mein Vater beim gemeinsamen Frühstück 3 Stunden nichts mit ihm geredet sondern nur mit dem anderen Schwiegersohn geredet hat, dabei war er selbst es, der sich nach 10 Minuten mit unserem Kind ins Wohnzimmer gesetzt hat statt beim von meiner Mutter schön gedeckten Tisch zu bleiben, wie soll man da auch mit ihm reden.. Er hat das gemacht, weil mein Vater anscheinend ihm den Rücken zugedreht hat um mit dem Schwager statt mit ihm zu reden.

Meine Eltern haben uns in den letzten 11 Jahren aber schon auf einen gemeinsamen Ausflug nach Venedig eingeladen, wir waren mit meinem Vater zum Angeln, teuer essen, haben 10.000€ zur Hochzeit geschenkt bekommen, sie haben einmal unser ganzes Wohnzimmer mit uns umgestellt, beim Umzug geholfen, meinem Mann Konzertkarten für 300€ zum Geburtstag geschenkt weil er Musik liebt und mein Vater hat ihm sein altes Fahrrad gegeben weil er keines hatte und vieles mehr. Das ist ihm aber auf die 11 Jahre verteilt auch zu wenig. Ich hab gesagt, dass wir sie ja auch nicht oft einladen z.B. dann sagt er "ja aber wir besuchen sie viel öfter" und er bemüht sich eben mit ihnen nett zu reden und Interesse zu zeigen...

Aber egal was ich dagegen halte, mein Mann meint dann gleich ich verteidige sie nur weil sie meine Eltern sind und dass ich auch mehr Aufmerksamkeit kriegen sollte aber es halt nicht anders kenne, dagegen kann ich nicht ankommen weil das ein Totschlagargument ist finde ich.
Seiner Meinung nach könnten sie viel mehr Interesse zeigen, anrufen, fragen wies uns geht etc.. wobei er ja gar nicht alles mitkriegt, wenn ich zb angerufen werde. Darf ich aber auch nicht sagen, dann heißt es wieder ich verteidige nur.
Er meint auch, dass sie sich zu wenig für ihren Enkel interessieren (was überhaupt nicht wahr ist, sie waren 3 mal da in den ersten 3 Wochen, meine Mama noch öfter, und haben Essen mitgebracht, angerufen, gefragt ob wir was brauchen, meine Mama hat uns Sachen für den Kleinen bezahlt, will Stunden reduzieren und tageweise auf ihn aufpassen wenn ich wieder arbeiten muss usw.). Aber sie ist jetzt zb 3 Wochen auf Kur, wo er ihr auch vorwirft, dass sie die doch hätte verschieben können (was sehr schwer geht und auch nicht nötig wäre meiner Meinung nach, wir telefonieren auch öfter).

Er meint auf jeden Fall, dass er so nicht mehr mit sich umgehen lassen will, das Frühstück war ihm zu viel und jetzt reicht es ihm, es geht ihm damit auch gar nicht gut. Mit ihnen reden will er nicht, weil er nicht glaubt, dass sie so offen überhaupt reden können oder wollen (bei uns in der Familie gibt es keine Konfliktkultur, das gebe ich zu) und er dazu auch gar keine Lust mehr hat. ich soll aber auch nicht mit ihnen reden, das will er nicht. Ich denke, dass sie aus allen Wolken fallen würden, wenn ich ihnen erzählen würde, dass er den Kontakt einstellen will weil sie ihn schlecht behandeln und er findet es traurig, dass ich ihn nicht verstehe sondern versuche ihm aufzuzeigen, dass er immer nur das Negative sieht.

Ich hab heute Nacht fast nicht geschlafen weil ich nicht weiß, wie das jetzt weiter gehen soll. Er sagt ich kann und soll sie ja ruhig weiter treffen aber er wird sich emotional nicht mehr engagieren... auch ob der Enkel dann später zur Oma dürfen soll will er sich noch überlegen?!!
Er hat ja in manchen Punkten recht (unhöflicher Umgang und manchmal sagen sie auch unüberlegt Sachen, aber macht das nicht jeder?). Ich finde eigentlich, dass meine Eltern nette Menschen sind mit Fehlern und dass mein Mann überreagiert und teils auch undankbar ist. Mittlerweile hat sich sogar auch MEINE Schwiegermutter in das Thema eingeklinkt und findet meine Eltern jetzt auch unhöflich.

Könnt ihr mir mal eure Meinung sagen? Ist mein Mann undankbar und übertreibt? Bin ICH wirklich unfähig ihn zu verstehen und er hat eigentlich recht?

Hilfe...
liebe Grüße

Dein Mann hat Minderwertigkeitskomplexe. 8000 Euro zur Geburt, 10000 zur Hochzeit, teure Konzertkarten.. Da hätten die meisten wenig dran auszusetzen. Verdient der andere Schwiegersohn vielleicht mehr als dein Mann? Hat dein Mann vielleicht den Eindruck er kann mit deinem Vater nicht mithalten, was gebotenen Lebenswandel angeht? Er benimmt sich wie ein verzogenes Kind, dem zuwenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ich finde er muss da echt an sich arbeiten. Männer mit Komplexen sind eine Landplage, die grundsätzlich alle anderen für ihre Probleme verantwortlich machen.

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