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Mann geht ins Ausland - Soll ich mit den Kindern mitgehen trotz ständiger Streitereien???

31. Mai 2018 um 8:30

Hallo,
mein Mann ist für die Arbeit ins Ausland gegangen. Wir haben 3 Kinder (3,7,10). Wir sind beide Akademiker, er verdient jedoch viel mehr als ich und er ist auch 17 J. älter. In den letzten 10J. habe ich zwar gearbeitet aber meist nur kurze Stellen. Immer wenn ich ein tolles Angebot hatte, hat er abgewiegelt und mir gesagt, dass ich an die Familie denken soll- darüber ärgere ich mich jetzt sehr, habe damit viel aufgegeben. Mir ist meine finanzielle Freiheit wichtig, ich möchte ihm nicht “auf der Tasche liegen“. Deshalb war mir immer wichtig zu arbeiten, dies war aber immer Teilzeit und an Karriere nie zu denken. Alles auch immer für die Kinder. Ich mache den gesamten Haushalt, kaufe ein, organisiere die Familie, er war eigentlich nur morgens und abends da und am Wochenende. Doch morgens hab ich vor der Arbeit die Kinder zur Kita gebracht, damit er noch schlafen kann. Dann sie Nachmittags wieder abgeholt mit ihnen gespielt, Freizeit organisiert, alles was anfällt. Wenn er dann abends kam, sollte ich ihm am liebsten noch glückselig empfangen, aber das hab ich so nicht gemacht, da ich oft vom Tag ziemlich erledigt war und auf Entlastung gehofft habe.... ein wenig Zuwendung wäre auch schön gewesen aber naja.
Er hat dann mit den Kindern gespielt - mir blieb der Haushalt. Oft war er schlecht gelaunt von der Arbeit gekommen, da es ihm dort nicht gut ging. Da tat er mir leid. Aber ich fühlte mich immer mehr zurückgesetzt und als Liebespartner praktisch nicht vorhanden. Dann hab ich mich eingeigelt. Auch deswegen weil, wenn ich meine Gefühle ihm offenbart habe, er beim Streit dies ständig ausnützte. Daher habe ich immer weniger von mir preusgegeben. Abends und am Wochenende hat er meist von zu Hause gearbeitet, meine Dinge habe ich hinten angestellt und dann für meine Arbeit Vorbereitungen gemacht, wenn die Kinder im Bett waren. Dann wollte mein Mann dass wir Zeit miteinander haben, etwa reden das oft in Streit   umschlug, da er meinte, dass ich soviele Dinge nicht erledigt hätte.... puh... dabei hatte ich doch so viel gemacht und organisiert. Oder es ging um Sex, oft hatte ich keine Lust, irgendwie fehlte mir das Vertrauen und die Gefühlsnähe.
Zwischendurch waren wir bei der Eheberatung, was uns überhaupt nicht geholfen hat, eher war es ein gegenseitiges Schuldzuweisen und fertig machen. 
Ich wäre wohl schon weg, wennda die Kinder nicht wären.
Ich habe unsere Probleme auf seine Probleme auf der Arbeit geschoben. Als dann das Angebot kam fürs Ausland und er mir sagte, dass sein Arbeitgeber sich auch darum kümmert, dass ich Arbeit habe, war ich damit einverstanden. Jetzt ist e schon da, arbeitet, ich bin allein mit den Kindern in Deutschland, er kommt am Wochenende. In einigen Wochen ist der Umzug. Doch besser ist es nicht geworden. Nach seine Meinung ist es nicht ausreichend was ich tue und am Wochenende fühle ich mich besonders wie Haushaltshilfe und Kindefrau. Er meint ich habe zu kochen und zu putzen und wenn ich nicht vorm Wochenende eingekauft habe, gibts oft Ärger. Ich bezahle den Einkauf, die Kindesachen, einen Kredit und Benzin sowie verschiedene Reparaturen.
Jetzt so kurz vorm Umzug habe ich im Ausland immer noch keine Stelle, obwohl ich mich auch schon selber beworben habe. Er meint ich sollte Geduld haben. Aber wie wenn man ohne Arbeit in ein anderes Land gehen soll? Und besonders dann wenn die Liebe fehlt? Hier hätte ich viele Möglichkeiten, dort nicht. Mein Mann sieht das zwar anders aber naja.
Wa soll ich machen???? Mitgehen? Hier bleiben? Hilfe 😥

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31. Mai 2018 um 9:42

Es ist die Schweiz.
Von einer Ehe möchte ich gegenseitigen Respekt & Vertrauen. Das fehlt. Alles andere hab ich schon gestrichen.
Als ich ihm im Streit gesagt habe, dass ich hierbleibe, meinte er ich würde dann schon sehen wie es dann ginge - schlechter. Und die Kinder sollten bei ihm sein! Jetzt hab ich mich jahrelang fast allein um die Kinder gekümmert und dann sowas!

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31. Mai 2018 um 10:11

Also ehrlich... ich dachte ihr würdet irgendwo tausend Kilometer entfernt wohnen oder so... aber die Schweiz- ich bitte dich...
Du musst aber generell entscheiden was du für dein Leben, deine Familie und deine Ehe willst- so ist das nix.

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31. Mai 2018 um 11:31

Also so wie es sich liest, würde ich an deiner Stelle nicht umziehen! Warum sollst du immer zurück stecken? du bist jetzt schon nicht glücklich und das wird sich im Ausland auch nicht ändern!

Warum bleibst du nicht hier in Deutschland und suchst dir einen Job und gehst deinen Weg!?
Und schlechter wird es dir ohne deinen Mann sicher nicht gehen! ; )

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31. Mai 2018 um 11:55

Was ist das den für eine Beziehung? Was nimmt dein „Mann“ sich überhaupt raus dich zu beschimpfen weil nicht eingekauft oder geputzt ist? Wenn er es perfekt geputzt haben will, dann soll er es doch selbst machen... In einer Beziehung ist man ein Team. Ich würde nie auf die Idee kommen meinem Partner wegen so einer Lapalie anzupumpen.
Du steckst immer zurück und er macht sich ein schönes Leben.
Ich würde mit ihm ein ernstes Gespräch suchen. Wenn das nicht fruchtet wäre ich weg. Lass dich von seinen Drohungen blos nicht einlullen.
Such dir einen guten Job und für die Kinder eine Betreuung und lebe dein Leben.

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31. Mai 2018 um 17:19

Hey, es ist DIE SCHWEIZ 

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2. Juni 2018 um 14:43

für dich würde sich eigentlich nichts ändern... nur für ihn!
er würde seine Putzfrau und Haushälterin verlieren !!!


Es würde sich nichts ändern für sie? Und ob es das würde!!!

Alles würde viel einfacher und lockerer von der Hand gehen - ohne Frust wegen der Streitereien und weil man selbst Entscheidungen treffen kann - ohne erst die Launen oder Bedürfnisse des Partners berücksichtigen zu müssen, der ja eh meint, die Familie gehöre ihm. Leider hat sie es versäumt, ihm beizeiten seine Grenzen zu zeigen.

So einfach Dir die Kinder wegnehmen, liebe Lily, das kann er nicht. Falls es danach aussieht, dass es ihm damit ernst ist, Dir die Kinder zu nehmen, sofort und umgehend einen guten Anwalt zu Rate ziehen, gar nicht lange zögern. Vielleicht wäre es profilaktisch sogar angebracht Dich schon mal ausführlich schlau zu machen, was Dir ''blühen'' könnte, im Ernstfall.

Du bist eine selbständige Frau - nun kannst Du es IHM beweisen (und Dir)

 

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17. Juni 2018 um 0:22

Hey,
vielen lieben Dank für eure Antworten. Ich bin nur so unglaublich im Stress- und jetzt hatte ich eigentlich auch für die Schweiz entschieden

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17. Juni 2018 um 0:34
In Antwort auf lily-1

Hey,
vielen lieben Dank für eure Antworten. Ich bin nur so unglaublich im Stress- und jetzt hatte ich eigentlich auch für die Schweiz entschieden

Jetzt kommt mein Mann und sagt, dass alles was ich gerade mache sowieso normal ist und ich mich bei ihm bedanken darf, da er ja alles organisiert! Das kann für die Schweiz ja stimmen, aber ich organisiere hier alles mit den Kindern und das ist nichts wert. Bin ich undankbar, weil ich ihm nicht danke, dass er alles in der Schweiz organisiert? Was mache ich falsch? Es stimmt, dass ich ihm dort nicht helfe, aber wenn ich nicht müsste würde ich auch nicht dorthin ziehen. Reicht es nicht, dass ich arbeite, Kinder betreue, Haushalt führe, Hausverkauf durchführe??? Das ist laut ihm nicht viel wert, er macht mehr, wenn ich mich aufrege, bin ich ",peinlich"," undankbar" und von meiner Art ganz unmöglich. Komme damit nicht klar....

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17. Juni 2018 um 0:39

Liebe/r Pav, 
danke für deine lieben Worte. Habe jetzt 3 Verbeamtungen und meine Promotion nicht gemacht wegen Familie. Bei der Promotion meinte mein Mann, dass ich das sowieso nicht schaffen würde. Mein Chef sah das anders. Aufgrund des großen familiären Drucks habe ich es dann nicht gemacht, was mich jetzt unglaublich ärgert. Wie findest du das? Was würdet / hättet ihr gemacht?

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17. Juni 2018 um 0:42
In Antwort auf lily-1

Liebe/r Pav, 
danke für deine lieben Worte. Habe jetzt 3 Verbeamtungen und meine Promotion nicht gemacht wegen Familie. Bei der Promotion meinte mein Mann, dass ich das sowieso nicht schaffen würde. Mein Chef sah das anders. Aufgrund des großen familiären Drucks habe ich es dann nicht gemacht, was mich jetzt unglaublich ärgert. Wie findest du das? Was würdet / hättet ihr gemacht?

Und jetzt wurde mir wieder ein Superposten angeboten und ich musste wieder absagen... Puh... brauche Mal ganz praktische Ideen, bin nicht so entscheidungsfreudig.

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17. Juni 2018 um 2:37
In Antwort auf lily-1

Jetzt kommt mein Mann und sagt, dass alles was ich gerade mache sowieso normal ist und ich mich bei ihm bedanken darf, da er ja alles organisiert! Das kann für die Schweiz ja stimmen, aber ich organisiere hier alles mit den Kindern und das ist nichts wert. Bin ich undankbar, weil ich ihm nicht danke, dass er alles in der Schweiz organisiert? Was mache ich falsch? Es stimmt, dass ich ihm dort nicht helfe, aber wenn ich nicht müsste würde ich auch nicht dorthin ziehen. Reicht es nicht, dass ich arbeite, Kinder betreue, Haushalt führe, Hausverkauf durchführe??? Das ist laut ihm nicht viel wert, er macht mehr, wenn ich mich aufrege, bin ich ",peinlich"," undankbar" und von meiner Art ganz unmöglich. Komme damit nicht klar....

dafür, dass Du ''nicht klar kommst'', hältst Du es aber schon ganz schön lange aus

Und wie Ihr miteinander umgeht, ist ja auch nicht eben ein Beleg dafür, dass es Euch gut tut als Familie, wenn Du Dich mit Unwohlsein auf den Weg in die Schweiz ''bemühst''.

Wollen denn die Kinder wenigstens gerne in die Schweiz umziehen ?
Oder wären die auch lieber in ihrer gewohnten Umgebung?

Dann entscheide für dich FÜR Eure Kinder. Es kann nicht alles nur nach dem Mann/Vater gehen!

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17. Juni 2018 um 7:56

Ich meine Doktorarbeit 

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17. Juni 2018 um 8:52

Meine güte, wenn alles total besch*** läuft, warum macht man dann trotzdem immer weiter, verzichtet auf Chancen, zieht um obwohl man nicht will? Das versteh ich wirklich nicht was dich jetzt zu dieser entscheidung gebracht hat.

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17. Juni 2018 um 11:24

vielleicht braucht ja der Gatte eine Haushälterin in der Schweiz ... und dazu etwas ''Gemütlichkeit'' und eine Familie, die ihn zu schätzen weiß und ihm gehorcht - aufs Wort *wau* 🐶 - auf jeden Fall sparte er sich Gehaltskosten, wenn er jemanden hat, der/die  dafür sowieso schon ''zuständig'' ist (in seinen Augen).

🐑🐑🐑
  🐑🐑
   🐏



 

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