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Macht es Sinn um die Beziehung zu kämpfen?

18. Oktober 2017 um 17:35

Hallo zusammen,

wir (19 & 24) sind jetzt seit über einem Jahr zusammen.
Ich liebe ihn noch und kann mir auch vorstellen immer mit ihm zusammen zu sein, aber nicht unter den jetzigen Umständen.
Ich weiß echt nicht mehr weiter, weil ich das Problem schon des Öfteren hatte und hoffe ihr könnt mir zumindest ein bisschen weiter helfen..

Aber jetzt zum eigentlichen Problem: Wir studieren beide noch und leben auch beide schon immer hier in der Gegend. Ich wollte eigentlich schon immer nach dem Studium weg, weil ich die Umgebung einfach nicht schön finde und hier nicht für immer bleiben möchte, aber seit ich meinen Freund kenne weiß ich, dass ich mich zwischen wegziehen und ihm entscheiden muss, da er auf jeden Fall hier bleiben wird, da er später die elterliche Firma übernehmen wird. Gut, damit könnte ich mich wahrscheinlich noch abfinden, dass man irgendwo hier doch einen schönen Platz finden könnte, wo ich mich auch wohl fühle, aber dazu kommt noch, dass seine Eltern ihm als er 14 (!) war einen Bauernhof gekauft haben, wo er auch auf jeden Fall hin ziehen möchte, daran ist nicht zu rütteln.

Was mich auch stört, ist dass er mit 24 noch immer in seinem Kinderzimmer lebt und sich jeden Abend von seiner Mutter bekochen lässt. Ich hab ihn schon öfters darauf angesprochen, dass er mal so langsam selbstständig werden sollte und auch mal lernt auf eigenen Füßen zu stehen, da bin ich aber bisher nur immer gegen eine sture Wand gefahren.. und er hat auch den Anspruch, dass wenn er dann auszieht (das dann auch direkt auf seinen Bauernhof) ich dann seine Mutter sozusagen ersetze und ihn dann auch jeden Abend bekoche, weil er das nicht gelernt hat bzw. lernen will. Als Argument dafür, dass ich das ja dann machen muss ist, dass er dann dafür putzt, aber ich sehe es nicht ein mich jetzt schon soo stark von einer Person und seinen Lebensvorstellungen abhängig zu machen..

Womöglich würde er es sogar schaffen auf eigenen Füßen zu stehen, aber seine Eltern setzen ihn mittlerweile echt unter Druck, weil er endlich sein Studium schaffen soll und seine 2 Brüder ja auch schon in der Firma tätig sind (beide machen eine Ausbildung dort, da der eine das Studium nicht geschafft hatte und der andere es gar nicht versucht hatte, weil er kaum die Schule geschafft hatte). Da keiner von denen einschätzen kann, wie schwer ein Ingenieursstudium ist und sie halt immer versuchen alle gleich zu behandeln muss mein Freund auch bei sich zuhause total viel mit anpacken, also jeden Tag sich um die Pferde kümmern oder was sonst noch so draußen ansteht.
Ich werde dadurch dann auch ziemlich häufig versetzt.

Jetzt habe ich Angst, dass das sich nie ändern wird und er immer abhängig von seinen Eltern bleibt und immer wenn ich ihn darauf anspreche meint er nur, dass das halt dazu gehört wenn man Geld verdienen möchte. Er hat auch im Studium und danach genauso wenig Zeit für Urlaube, also bisher konnte ich nur eine Woche am Stück mal mit ihm verbringen, aber da waren wir auch mit noch anderen Freunden von ihm, meinem Bruder und so in den Alpen unterwegs, also so richtig einen Urlaub zu zweit haben wir noch nie miteinander verbracht, weil es bei ihm anscheinend einfach nicht passt mal mehr als eine Woche weg zu fahren durch seine ganzen Verpflichtungen...

Tut mir leid, dass der Text so lang geworden ist und ich bedanke mich bei allen, die ihn bis hier gelesen haben..
Mittlerweile fühle ich mich sehr unter Druck gesetzt, aber ich weiß nicht, ob ich es schaffen könnte mich von ihm zu trennen oder nicht, weil die Zeit die wir miteinander verbringen doch schön ist und ich immer wieder anfange zu weinen, wenn ich daran denke, dass ich aus diesem Teufelskreis nur ausbrechen kann wenn ich Schluss mache..

 

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18. Oktober 2017 um 18:05

Danke für die schnelle Antwort.. das sind halt einfach so viele Sachen, die mich an seinem Leben stören, aber wir konnten schon so viele schöne Sachen zusammen machen weil wir beide gerne wandern gehen und gerne draußen sind und so.. wir verstehen uns auch echt super aber mittlerweile denk ich eher, dass es sich besser als eine Freundschaft entwickelt hätte statt einer Beziehung..

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18. Oktober 2017 um 18:15
In Antwort auf kiki2452

Danke für die schnelle Antwort.. das sind halt einfach so viele Sachen, die mich an seinem Leben stören, aber wir konnten schon so viele schöne Sachen zusammen machen weil wir beide gerne wandern gehen und gerne draußen sind und so.. wir verstehen uns auch echt super aber mittlerweile denk ich eher, dass es sich besser als eine Freundschaft entwickelt hätte statt einer Beziehung..

Na ja, ist zwar schön, dass ihr Gemeinsamkeiten habt, aber die könnt ihr ja nur in der Theorie ausleben, nicht in der Praxis. Ihr KÖNNTET sicher toll zusammen wandern, aber was nützt der Konjungtiv, wenn das in echt alles nichts wird.

Seine Vorstellungen vom Zusammenleben sind ja auch schon ziemlich stark ausgeprägt und ich kann dich total verstehen, dass du keine Lust hast, den Herrn dann abends immer schön zu bekochen. Ich hatte selbst mal einen Freund, der sagte, dass die Frau putzt, wäscht und kocht und er würde sich dafür dann ums Auto und sowas kümmern. Dass Dinge wie Putzen, Waschen und Kochen im Gegensatz zum Schrauben am Auto aber täglich anfallen, das war dann egal...

Was ich damit sagen will: Wir leben nicht mehr im 19. Jahrhundert und wenn der Herr meint, alles habe so zu laufen, wie er es sich wünscht, ohne dich auch nur zu fragen, wie du das siehst oder ob du dir das auch so vorstellen könntest, dann ist es deine Aufgabe, ihm das unmissverständlich klarzumachen, dass in einer Beziehung beide Meinungen zählen und nicht nur seine. Notfalls mit Konsequenzen, denn das ist kein Leben, mit dem du glücklich werden würdest, wenn es nach einem Jahr schon so viele Einschränkungen bei euch gibt...

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18. Oktober 2017 um 20:37

Ich hoffe ihn dazu bringen zu können, mal erst ein bisschen nach meinen Vorstellungen zu leben und wenn ihm das nicht passt weiß ich auch nicht weiter..

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18. Oktober 2017 um 20:40
In Antwort auf mohnblume891

Na ja, ist zwar schön, dass ihr Gemeinsamkeiten habt, aber die könnt ihr ja nur in der Theorie ausleben, nicht in der Praxis. Ihr KÖNNTET sicher toll zusammen wandern, aber was nützt der Konjungtiv, wenn das in echt alles nichts wird.

Seine Vorstellungen vom Zusammenleben sind ja auch schon ziemlich stark ausgeprägt und ich kann dich total verstehen, dass du keine Lust hast, den Herrn dann abends immer schön zu bekochen. Ich hatte selbst mal einen Freund, der sagte, dass die Frau putzt, wäscht und kocht und er würde sich dafür dann ums Auto und sowas kümmern. Dass Dinge wie Putzen, Waschen und Kochen im Gegensatz zum Schrauben am Auto aber täglich anfallen, das war dann egal...

Was ich damit sagen will: Wir leben nicht mehr im 19. Jahrhundert und wenn der Herr meint, alles habe so zu laufen, wie er es sich wünscht, ohne dich auch nur zu fragen, wie du das siehst oder ob du dir das auch so vorstellen könntest, dann ist es deine Aufgabe, ihm das unmissverständlich klarzumachen, dass in einer Beziehung beide Meinungen zählen und nicht nur seine. Notfalls mit Konsequenzen, denn das ist kein Leben, mit dem du glücklich werden würdest, wenn es nach einem Jahr schon so viele Einschränkungen bei euch gibt...

Ja das stimmt schon.. Nach einem Jahr sollte eigentlich ja noch alles perfekt laufen..
Er sagt mir auch immer wieder, dass man ja noch nicht groß darüber nachdenken muss, was später einmal sein wird, weil wir ja noch nicht zusammenleben und so aber ich kann die Gedanken über die Zukunft ja nicht aufschieben, da er ja schon so eine klare Vorstellung darüber hat, wie alles einmal sein muss.. Mal sehen ob er seine Meinung noch ändert wenn ich ihn mal mit allem konfrontiere.. aber Danke auf jeden Fall für die Antwort

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