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Machen meine Schweren Depressionen mich Beziehungsunfähig?

26. November um 0:27

Ich hoffe wirklich sehr, dass ich hier möglicherweise hilfreiche Tipps/Ratschläge/Meinungen hören kann von Menschen mit mehr Lebenserfahrung als Ich.. 
Aber bevor ich zu meiner derzeitigen Beziehung komme, möchte ich euch mit ein bisschen Hintergrundwissen ausstatten, damit ihr euch mehr in meine Situation hineinversetzen könnt..

[zusammengefasst]
Ich bin 18 Jahre alt und leide seit ca 3/4 Jahren an Depressionen [Diagnostiziert] Ich hatte nie ein Wirklichen Bezug zu meiner Familie, meinein Onkel/Meine Tante etc. verachten mich, meinen Vater kenne ich nicht, und meine Mutter ist alkoholikerin. Meine Mutter hat mich in den Vergangenen 18 Jahren durch ihre Säuferei- ständigen Vorwürfe & leeren Versprechen so kaputt gemacht, dass ich indirekt dazu gezwungen war eine 'Mauer' um mich zu bauen, um mich vor möglichen zukünftigen Verletzungen zu schützen. Als ich dann vor ein paar Jahren wieder ein Stück dazu bereit war meine Mauer nach unten zu 'fahren' habe ich mich Auf einen Jungen eingelassen, den ich die nächsten vier Jahre schwer geliebt habe, Jedoch hatte er auf meiner Schule nach einem Jahr angefangen mich drei Jahre lang durchgehend schwer zu mobben. Er hat zudem auf sämtlichen Sozialen Netzwerken terrorisiert und mit meiner damaligen Besten Freundin hinter meinem Rücken geschlafen, was somit mein sämtliches Vertrauen und Selbstbewusstsein gebrochen hat.

Seitdem war es für mich nicht mehr Möglich vertrauen zu einer Person zu 'finden', geschweige den nochmal die selben Gefühle für eine neue Person aufzubringen, und Ich hätte an diesem Zeitpunkt wirklich nie gedacht, dass ich es in näherer Zukunft schaffe nochmal mein Herz für jemanden zu Öffnen,  bis dann mein jetziger Freund kam.. Mein Freund mit dem Süßen Lächeln & mit einem Riesen grossen Herz. Natürlich hätte mir durch meine psychische Krankheit & bereits sehr starken Verlust & Vertrauensängste klar sein müssen, dass diese Beziehung bestimmt nicht einfach sein wird.. aber mittlerweile frage ich mich einfach ob es nicht für ihn besser gewesen wäre wenn er mich garnicht erst kennengelernt hätte, da ich nicht wirklich glaube das ich ihm Gut tue. 
Er ist ein sehr lebensfroher Mensch, ich hingegen garnicht. Ich lache kaum bzw. Nie, bin ständig schlecht gelaunt & denke viel zu viel nach. Er versucht immer mir genug Liebe zu schenken, knuddelt mich durch wenn ich mich grade wieder 'lieblos' fühle & würde nie im Leben daran denken mir iwas böses zutun.. dadurch das ich aber so oft verletzt wurde gehe ich schon automatisch davon aus, dass man mich hintergeht..und der Gedanke das der eigene Partner einem nicht vertrauen kann ist natürlich dann auch ziemlich enttäuschend. An vielen Tagen ist alles gut, und dann kommen wieder aufeinmal Tage an denen ich meine Schutz- Mauer einfach wieder hochfahre & garkeine Gefühle zulasse, was mich dann natürlich unglaublich kalt wirken lässt, was ihn dann wiederum auch wieder verletzt.
Ständig diese unkontrollierten warm-kalt Aktionen von mir, die ständigen Krassen Heulattacken, kaum vertrauen in den Partner (wofür aber nicht er der Auslöser ist sondern meine verlustängste) meine durchgehende  Antriebslosigkeit die es kaum möglich für mich macht irgendwo hingehen zu wollen.. das kann doch einfach nicht gesund sein. 
So oft weine ich alleine Zuhause weil ich mich so verdammt schlecht dafür fühle seine Freundin zu sein, und ich möchte nicht das er sein Lebenlang eine schwierige Beziehung mit einem depressiven Mädchen führen muss, wenn er eigentlich eine Glücklichere Beziehung mit einer anderen Person führen könnte. Es ist einfach so Erniedrigend wirklich immer sein bestes zu versuchen aber dann letztendlich seinen eigenen Anforderungen nicht gerecht werden zu können..

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26. November um 8:17

beides.

...weil ich mich so verdammt schlecht dafür fühle seine Freundin zu sein, und ich möchte nicht das er sein Lebenlang eine schwierige Beziehung mit einem depressiven Mädchen führen muss...
=> Das beispielsweise gehört zu den Symptomen Deiner Krankheit. Dieses Selbst-bashing und das "ich bin eh für nix gut". Depressionen sind da oft, als würde man mit einer dunklen Sonnenbrille durch die Nacht stolpern, man nimmt nur das dunkle wahr, das weißt Du hoffentlich schon.

Aber ja, solche Krankheiten haben direkte Auswirkungen auf die Menschen, die einem nahe stehen und keine trivialen.

Wenn Du diagnostiziert bist - wie steht es denn um die Behandlung? Was wird getan, was tust Du, schlägt die Behandlung an?

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26. November um 8:20

Wollte ich auch gerade fragen: wo stehst Du in der Therapie? Was meint Deine Therapeutin dazu?

Ohne Therapie schädigst Du nur die Menschen, die Du liebst (wie du gerade selber merkst).

Ich persönlich würde mich bei Depressionen keinem anderen Menschen antun wollen. Ich will, dass es den Menschen in meiner Umgebung gut geht und wenn ich der Auslöser bin, dass es ihnen schlecht geht, ziehe ich mich zurück. Mit der Bedingung an mich, dass ich daran arbeiten muss.

Aber das ist meine Einstellung. Nicht, dass depressive Menschen kein Recht auf Liebe haben, das ganz und gar nicht. Aber ich möchte anderen Menschen keine Schmerzen zufügen.

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26. November um 9:30
In Antwort auf cherryangel

Ich hoffe wirklich sehr, dass ich hier möglicherweise hilfreiche Tipps/Ratschläge/Meinungen hören kann von Menschen mit mehr Lebenserfahrung als Ich.. 
Aber bevor ich zu meiner derzeitigen Beziehung komme, möchte ich euch mit ein bisschen Hintergrundwissen ausstatten, damit ihr euch mehr in meine Situation hineinversetzen könnt..

[zusammengefasst]
Ich bin 18 Jahre alt und leide seit ca 3/4 Jahren an Depressionen [Diagnostiziert] Ich hatte nie ein Wirklichen Bezug zu meiner Familie, meinein Onkel/Meine Tante etc. verachten mich, meinen Vater kenne ich nicht, und meine Mutter ist alkoholikerin. Meine Mutter hat mich in den Vergangenen 18 Jahren durch ihre Säuferei- ständigen Vorwürfe & leeren Versprechen so kaputt gemacht, dass ich indirekt dazu gezwungen war eine 'Mauer' um mich zu bauen, um mich vor möglichen zukünftigen Verletzungen zu schützen. Als ich dann vor ein paar Jahren wieder ein Stück dazu bereit war meine Mauer nach unten zu 'fahren' habe ich mich Auf einen Jungen eingelassen, den ich die nächsten vier Jahre schwer geliebt habe, Jedoch hatte er auf meiner Schule nach einem Jahr angefangen mich drei Jahre lang durchgehend schwer zu mobben. Er hat zudem auf sämtlichen Sozialen Netzwerken terrorisiert und mit meiner damaligen Besten Freundin hinter meinem Rücken geschlafen, was somit mein sämtliches Vertrauen und Selbstbewusstsein gebrochen hat.

Seitdem war es für mich nicht mehr Möglich vertrauen zu einer Person zu 'finden', geschweige den nochmal die selben Gefühle für eine neue Person aufzubringen, und Ich hätte an diesem Zeitpunkt wirklich nie gedacht, dass ich es in näherer Zukunft schaffe nochmal mein Herz für jemanden zu Öffnen,  bis dann mein jetziger Freund kam.. Mein Freund mit dem Süßen Lächeln & mit einem Riesen grossen Herz. Natürlich hätte mir durch meine psychische Krankheit & bereits sehr starken Verlust & Vertrauensängste klar sein müssen, dass diese Beziehung bestimmt nicht einfach sein wird.. aber mittlerweile frage ich mich einfach ob es nicht für ihn besser gewesen wäre wenn er mich garnicht erst kennengelernt hätte, da ich nicht wirklich glaube das ich ihm Gut tue. 
Er ist ein sehr lebensfroher Mensch, ich hingegen garnicht. Ich lache kaum bzw. Nie, bin ständig schlecht gelaunt & denke viel zu viel nach. Er versucht immer mir genug Liebe zu schenken, knuddelt mich durch wenn ich mich grade wieder 'lieblos' fühle & würde nie im Leben daran denken mir iwas böses zutun.. dadurch das ich aber so oft verletzt wurde gehe ich schon automatisch davon aus, dass man mich hintergeht..und der Gedanke das der eigene Partner einem nicht vertrauen kann ist natürlich dann auch ziemlich enttäuschend. An vielen Tagen ist alles gut, und dann kommen wieder aufeinmal Tage an denen ich meine Schutz- Mauer einfach wieder hochfahre & garkeine Gefühle zulasse, was mich dann natürlich unglaublich kalt wirken lässt, was ihn dann wiederum auch wieder verletzt.
Ständig diese unkontrollierten warm-kalt Aktionen von mir, die ständigen Krassen Heulattacken, kaum vertrauen in den Partner (wofür aber nicht er der Auslöser ist sondern meine verlustängste) meine durchgehende  Antriebslosigkeit die es kaum möglich für mich macht irgendwo hingehen zu wollen.. das kann doch einfach nicht gesund sein. 
So oft weine ich alleine Zuhause weil ich mich so verdammt schlecht dafür fühle seine Freundin zu sein, und ich möchte nicht das er sein Lebenlang eine schwierige Beziehung mit einem depressiven Mädchen führen muss, wenn er eigentlich eine Glücklichere Beziehung mit einer anderen Person führen könnte. Es ist einfach so Erniedrigend wirklich immer sein bestes zu versuchen aber dann letztendlich seinen eigenen Anforderungen nicht gerecht werden zu können..

bist du in behandlung?

was sagt dein freund denn dazu?
 

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26. November um 13:13
In Antwort auf avarrassterne1

beides.

...weil ich mich so verdammt schlecht dafür fühle seine Freundin zu sein, und ich möchte nicht das er sein Lebenlang eine schwierige Beziehung mit einem depressiven Mädchen führen muss...
=> Das beispielsweise gehört zu den Symptomen Deiner Krankheit. Dieses Selbst-bashing und das "ich bin eh für nix gut". Depressionen sind da oft, als würde man mit einer dunklen Sonnenbrille durch die Nacht stolpern, man nimmt nur das dunkle wahr, das weißt Du hoffentlich schon.

Aber ja, solche Krankheiten haben direkte Auswirkungen auf die Menschen, die einem nahe stehen und keine trivialen.

Wenn Du diagnostiziert bist - wie steht es denn um die Behandlung? Was wird getan, was tust Du, schlägt die Behandlung an?

Ich gehe seit mehr als einem Jahr aktiv zur Therapie. Es ist vielleicht ein kleines Stück besser geworden, aber sonderlich viel hat sich bisher nicht geändert.. Natürlich versuchen wir gemeinsam in der Therapie Die Ursachen sowie Lösungen für meine Negativen Gedanken zu finden, aber meine ganzen Gewissensbisse sowie Ängste haben sich wohl bereits so sehr in mein Kopf gebohrt, dass es kaum mehr möglich ist mir sie 'auszureden'. 

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26. November um 13:15
In Antwort auf carina2019

bist du in behandlung?

was sagt dein freund denn dazu?
 

Ja

Mein Freund wusste bereits bevor wir zusammengekommen sind worauf er sich einlässt, ich habe ihn vorher deutlich klargemacht das ich psychische Probleme habe, dass es nicht einfach wird

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26. November um 13:27
In Antwort auf cherryangel

Ich gehe seit mehr als einem Jahr aktiv zur Therapie. Es ist vielleicht ein kleines Stück besser geworden, aber sonderlich viel hat sich bisher nicht geändert.. Natürlich versuchen wir gemeinsam in der Therapie Die Ursachen sowie Lösungen für meine Negativen Gedanken zu finden, aber meine ganzen Gewissensbisse sowie Ängste haben sich wohl bereits so sehr in mein Kopf gebohrt, dass es kaum mehr möglich ist mir sie 'auszureden'. 

innerhalb eines Jahres sollte sich da aber deutlicher etwas geändert haben (klar, in ein paar Tagen / Wochen nicht, aber nach einem JAHR?!? )
Hast Du mal darüber nachgedacht, Therapieform und / oder Therapeuten zu wechseln?

Gewissensbisse und Ängste sind genauso Ursache wie Symptome. Da hilft 'ausreden' jetzt nicht so wirklich viel (um es gesagt zu haben: psychologische Techniken sind nicht unbedingt als solche erkennbar, ich kann und will also nicht beurteilen, was Dein Therapeut da wie macht, aber ... ich habe enorme Zweifel, ob es da in 5 Jahren große Fortschritte gibt, wenn nach einem Jahr fast nichts passiert ist. )

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26. November um 13:34
In Antwort auf anghle_18766060

Wollte ich auch gerade fragen: wo stehst Du in der Therapie? Was meint Deine Therapeutin dazu?

Ohne Therapie schädigst Du nur die Menschen, die Du liebst (wie du gerade selber merkst).

Ich persönlich würde mich bei Depressionen keinem anderen Menschen antun wollen. Ich will, dass es den Menschen in meiner Umgebung gut geht und wenn ich der Auslöser bin, dass es ihnen schlecht geht, ziehe ich mich zurück. Mit der Bedingung an mich, dass ich daran arbeiten muss.

Aber das ist meine Einstellung. Nicht, dass depressive Menschen kein Recht auf Liebe haben, das ganz und gar nicht. Aber ich möchte anderen Menschen keine Schmerzen zufügen.

Ich bin seit mehr als einem Jahr in Therapie, eigentlich wäre meine Therapie nun abgeschlossen, aber auf dringenden Rat meiner Therapeutin haben wir jetzt die Therapie verlängert weil bei mir noch viel Therapiebedarf vorhanden ist.
Wir reden sehr viel und ausführlich über meine Ängste, aber wirklich gebessert hat es sich nicht. Mein Freund selber war auch bereits mal bei einer Sitzung dabei um gemeinsam zu dritt darüber zu reden. Meine Therapeutin ist eigentlich sehr gut in dem was sie tut, aber manchmal kommt es mir vor als wäre selbst sie überfragt..

Und ja ich verstehe deine Ansicht schon, zu wissen das man mit seinen Depressionen auch andere um sich rum unbewusst beschädigt ist kein schönes Gefühl, und ich glaube auch nicht das viele Menschen dazu bereit sind, bewusst eine Beziehung mit einem depressiven Partner einzugehen, Vorallendingen nicht in meinem Alter. Desto mehr schätze ich es das mein Freund es trotzdem versucht..

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26. November um 13:45
In Antwort auf cherryangel

Ich bin seit mehr als einem Jahr in Therapie, eigentlich wäre meine Therapie nun abgeschlossen, aber auf dringenden Rat meiner Therapeutin haben wir jetzt die Therapie verlängert weil bei mir noch viel Therapiebedarf vorhanden ist.
Wir reden sehr viel und ausführlich über meine Ängste, aber wirklich gebessert hat es sich nicht. Mein Freund selber war auch bereits mal bei einer Sitzung dabei um gemeinsam zu dritt darüber zu reden. Meine Therapeutin ist eigentlich sehr gut in dem was sie tut, aber manchmal kommt es mir vor als wäre selbst sie überfragt..

Und ja ich verstehe deine Ansicht schon, zu wissen das man mit seinen Depressionen auch andere um sich rum unbewusst beschädigt ist kein schönes Gefühl, und ich glaube auch nicht das viele Menschen dazu bereit sind, bewusst eine Beziehung mit einem depressiven Partner einzugehen, Vorallendingen nicht in meinem Alter. Desto mehr schätze ich es das mein Freund es trotzdem versucht..

Wir reden sehr viel und ausführlich über meine Ängste...

fein, auch darüber, was Du dagegen tun kannst, dass die hoch kommen? Oder wenigstens dagegen, dass sie die Macht über Dich übernehmen? Über Techniken, die Dir in dem Moment helfen (und die Betonung liegt auf DIR HELFEN und nicht darauf, dass es Techniken sind, die in der letzten Schulung des Therapeuten als hilfreich vorgestellt wurden...) wenn die Ängste hochkochen, über Techniken, die verhindern, dass es soweit kommt oder wenigstens auf die Bremse treten, bevor es über Hand nimmt?

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26. November um 13:46
In Antwort auf cherryangel

Ja

Mein Freund wusste bereits bevor wir zusammengekommen sind worauf er sich einlässt, ich habe ihn vorher deutlich klargemacht das ich psychische Probleme habe, dass es nicht einfach wird

das war nicht meine frage

ich wollte wissen wie er JETZT damit umgeht!
beschwert er sich?
nimmt er es hin?
...

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26. November um 15:47
In Antwort auf carina2019

das war nicht meine frage

ich wollte wissen wie er JETZT damit umgeht!
beschwert er sich?
nimmt er es hin?
...

Achso. Nein er beschwert sich nicht, klar ist er manchmal niedergeschlagen wenn wir uns deswegen streiten aber er versucht immer es nachvollziehen zu können

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26. November um 15:57
In Antwort auf cherryangel

Achso. Nein er beschwert sich nicht, klar ist er manchmal niedergeschlagen wenn wir uns deswegen streiten aber er versucht immer es nachvollziehen zu können

nicht die weiseste Idee von ihm, hat ihm das die Therapeutin nicht gesagt beim gemeinsamen Termin?

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26. November um 17:15
In Antwort auf cherryangel

Achso. Nein er beschwert sich nicht, klar ist er manchmal niedergeschlagen wenn wir uns deswegen streiten aber er versucht immer es nachvollziehen zu können

Ich weiß dass du eine Krankheit hast.... trotzdem sollte er dir nicht alles "durchgehen" lassen sondern dir auch mal Grenzen setzen .... wäre für ihn und für dich besser

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26. November um 17:35

Ich bin seit ich 15 Jahre alt bin psychisch krank, emotional instabile Persönlichkeitsstörung. Da gehören depressive Phasen zu. 
Zeitweise bin ich auch eine Mauer, die da hockt und weder lacht noch sonst wie groß reagiert, ich funktioniere dann nur.

Aber: du kannst dich doch scheinbar super reflektieren! Ich auch. Und das ist einer der springenden Punkte. Damit lässt sich arbeiten, verstehst du? 

Mein Partner ist wie deiner. Sehr lebensfroh, hier und dort, ein kleiner Flummi. Ich hab auch oft starke Komplexe und Ängste, weil ich meist eher in mich gekehrt bin. Und ich bin mir sicher, du hast wie ich auch mal lustige, entspannte Tage. 
Aber darum geht's ja gar nicht. Unsere Partner lieben uns so, wie wir sind. Sonst wären sie doch nicht mehr bei uns! 

Aber Grenzen sind auch wichtig. Ich ruhe mich nicht auf meiner Erkrankung aus, eigentlich erwähnen wir das in der Beziehung so gut wie nie. Wir sehen uns als Menschen und den Tipp würde ich dir auch geben. Außer du steckst in einer akuten Phase. Ich sage das nur, weil man als psychisch erkrankter Mensch irgendwann überall Krankheit und Symptome sieht, aber letztendlich hält uns diese Sichtweise eher krank. Da muss man meiner Ansicht nach differenzieren bzw. eine andere Sichtweise her. Ich kann sagen "Die Schule bringt mich aufgrund meiner Traumata in den Hochstress, es ist zu viel für mich und durch Skills kann ich meine Übersensibilität wieder runter bringen" oder "Tut mir leid, ich bin nach der Schule oft mega gestresst und muss danach erstmal entspannen. Wenn du magst, kannst du dabei helfen.". 
Ich will damit nicht sagen, das ganz zu schweigen, das Wissen um die psychische Erkrankung ist ja wichtig! Aber im Alltag gehört für mich Beispiel 2 an den Tag. 

Und halt reden, Lösungen finden, erklären, auf menschlicher Ebene. Du bist wohl gut so für ihn, wie du bist. Nur für dich selbst eben nicht. 

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26. November um 19:08
In Antwort auf carina2019

Ich weiß dass du eine Krankheit hast.... trotzdem sollte er dir nicht alles "durchgehen" lassen sondern dir auch mal Grenzen setzen .... wäre für ihn und für dich besser

ganz definitiv, so wie er jetzt reagiert, schadet er beiden.

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