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Lüsterne alte Säcke

13. Januar 2010 um 5:46 Letzte Antwort: 14. Januar 2010 um 13:42

"Nach meene Beene is janz Balin varrickt..." (Claire Waldoff)

Also mir reichts !

Ich lebe nun schon 33 Lenze und habe in dieser langen Zeit viel erfahren, darunter sicherlich einiges, was mir einen vertieften Einblick in unsere brüchige und heuchlerische Gesellschaft und ihre Mechanismen der Leugnung und Fassadenschieberei vermittelt hat. Keinesfalls bin ich als oberflächlich oder unreflektiert zu bezeichnen, und das Verhältnis des Weibchens zum Männchen und umgekehrt glaubte ich auch durchschaut zu haben, aber dennoch erlebe ich seit einem Jahr in Berlin Szenen, die fern von allem sind.

Ich geb euch mal ein Beispiel.
Ich werd hier permanent angemacht .
Beruflich treff ich viele Leute, bin oft auf Veranstaltungen, Tagungen, Empfängen. Nette Sache eigentlich. Man kennt jedoch normalerweise den schmalen Grat zwischen "inhaltetransportierendem Gespräch" und "dämlicher Anmache".
Hier nicht.

Gestern: smarter Werbetyp, den ich interviewt habe, fragt zum Abschluss ganz ungeniert, ob er mal bei mir zuhause vorbeikommen könnte
Danach: Treffen in einer Lobby, mein Gesprächspartner vom TV offeriert mir Wasser und kostenlose Erdnüsse und lässt nach einem m.E. professionellen Gedankenaustausch meinerseits die Bemerkung fallen, dass er sich seit dem letzten Meeting an meine Beine erinnert Ich füge hinzu, der lüsterne alte Sack ist Mitte 60

Wow da fehlen mir die Worte
Noch besser: Gespräch mit Unternehmer. Unmittelbar vor dem Treffpunkt verabschiedet er sich von Frau und Kleinkind, Frau ab mit Kinderwagen, er schielt auf meine Beine und eröffnet das Gespräch mit der Frage, ob ich eigentlich noch Kinder will (mit ihm wohl) - Ehefrau mit Junior war noch kaum um die Ecke gelangt
Oder: ich muss Taxi fahren, Taxifahrer natürlich aus Kreuzberg, hört türkische Folkloremusik und baggert unablässig, ob ich mit ihm einen Tee trinken gehe in die Kebapbude seines Bruders. Er hätte auch ne Wohnung. Ich: "nein danke, ich bin nicht obdachlos"
Das ginge ja noch unter "Berlin-blog", aber es gibt weniger Klischeeehaftes: ein Mitarbeiter einer Presseagentur beisst zum Abschied nach einem sachlichen Gespräch mit eindeutigem Grinsen leicht in meinen Handschuh hab ihm die Hand natürlich entzogen ähm

Anmachen allüberall. Ich stelle klar, das ist alles ausschliesslich beruflich oder mit beruflichen Situationen verbunden, ich verkehre niemals in Bars oder dergleichen (Sonnenblume ist ausgesprochen brav)

Ist das das dröge Berlin?
Sündenpfuhl der Grosstadt?
Oder trag ich ein Schild auf der Stirn "abhakbare erotische Wunschliste" ohne Werbungskosten? Falls ja, meine Güte, woher, warum und wie geht das schnell wieder weg?!
Da mich hier niemand kennt, zum Vorurteilsabbau: ich bin im Berufsleben immer strikt sachlich auftretend, "business is business", angemessen elegant aber dezent gekleidet, sende definitiv keine Signale aus, die "mann" missverstehen könnte (gestern hatte ich sogar eine ungewollte Miss Moneypenny Frisur, da mein Haarfön defekt ist - very unsexy eigentlich).
Zudem bin ich ja auch nicht mehr die Allerjüngste und ich muss sagen, bis auf eine allerdings schwerwiegende Sache im Studienleben habe ich früher als junges Ding nie solche massiven deplazierten Anmachen erlebt. Warum eigentlich jetzt? Warum überhaupt?

Ich fasse mein phänomenologisches Erstaunen ob dieser Barbarisierung der Balz mal im Affektausdruck zusammen: HÄ?? HÄ??
Spinnen die Männer hier?
Oder mach ich was falsch?

(Nen Freund hab ich allerdings nicht.
Diese lüsternen Säcke will ja keiner.
Und der, den ich ich will jedoch will mich nicht.... )




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13. Januar 2010 um 6:22

Nachfrage
"du solltest darauf achten nicht unnahbar und bereit zu wirken sondern direkt so etwas im keim ersticken. "

Was meinst du damit: Unnahbar und "bereit"?
Ich bin zu keiner näheren Verbindung mit den Leuten, die ich beruflich treffe, bereit. Das ist keine Floskel. Auch nach ehrlicher Gewissenserforschung kann ich sagen, dass ich wirklich nichts, aber auch gar nichts Persönliches mit irgendeinem bezwecke. Also ist es doch unsinnig, zu behaupten, ich würde "bereit" wirken.

"du musst sehr nett sein und falsch reagiern, was bedeutet falsch du reagierst nicht so wie es für dich am besten wäre. "

Ob ich so nett bin, weiss ich nicht.
Ich find mich eigentlich eher widerborstig. Allerdings haben mir viele Menschen schon gesagt, ich hätte eine starke Ausstrahlung und einen gewissen Charme, wobei dies allerdings genau die Begriffe sind, unter denen bekanntlich jeder etwas anderes versteht und die ich selbst gar nicht einordnen kann.

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13. Januar 2010 um 6:27

Auch schon frühmorgens unterwegs ?
Ja, als "ältere Dame" Anfang 30 hat man in den Augen lüsterner Männer offensichtlich nicht mehr den Welpenschutz, den man noch als Twen genossen hat.
Ich erlebe heute pro Woche tatsächlich mehr Anmachen und Anzüglichkeiten als früher pro Jahr, und das abzüglich der Tatsache, dass ein Campus bekannterweise eine Kontaktbörse ist.

Aber wenn vorausgesetzt wird, dass ich weiss, was ich will...(wahr)...wie kommen Paul Panther und Genossen darauf, dass ich ausgerechnet SIE will ?!
Selbstüberschätzung?
Kein Respekt vor mir?

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13. Januar 2010 um 6:41

Dummheit
Na, ich denke, das ist Dummheit.

Sich selbst nicht einschätzen können, bzw. die Diskrepanz zwischen Wollen und Können nicht einschätzen können, ist ein Ausdruck mangelnder Urteilskraft, vulgo Dummheit.

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13. Januar 2010 um 7:38

Seifenkiste
Moin Markus.

"So wie es ausschaut, waren die Anbaggerer doch - zumindest zum Teil - vergeben. Dass die also keiner will stimmt nicht so ganz."

Ich glaub, die sind alle vergeben

Beachte den Zeitfaktor: wer vielleicht vor 20 Jahren mal geheiratet hat, muss nicht unbedingt HEUTE noch der Traum der schlaflosen Nächte sein, nicht einmal derer der Ehefrau, geschweigedenn derer einer fremden Frau (mir)

"Weil Du vielleicht doch entsprechende Signale aussendest? Das on top noch frei von Schüchternheit, wie es ggf. noch als "junges Ding" der Fall war?"

Erklär mir bitte mal, warin solche Signale bestehen, wenn frau mit Miss Moneypenny Frisur unmissverständlich sachlich auftritt.
Keine rhetorische Frage, ich will das wirklich mal wissen.

Macht euch die Kühle scharf?
Mal die Fassade knacken?


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13. Januar 2010 um 9:15


find ich schon irgendwie heftig was ich da lese. Vorallem das "an die Beine erinnern" und "bei dir vorbeischauen wollen"

Ich habe mal ein Pärchen kennengelernt (das klingt ja doof) und der Mann hat sie vorgestellt: "Ich bin der xy und das ist meine Frau xx..." Das habe ich auch seltsam gefunden (allerdings nicht so wild wie deine Geschichten)

Vielleicht ist das in Deutschland eh normal, aber ich hätte gesagt: "Das ist meine (bezaubernde) Frau xx, und ich bin xy." (Ladies first!)

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13. Januar 2010 um 9:42

Kann an dir liegen
vielleicht gibst du dich so, dass die männer sich gleich angesprochen fühlen.
ich hab ne bekannte, die wirklich keine schönheit ist, aber ständig und überall angebaggert wird.
bei manchen frauen sehen männer ein harmloses lächeln gleich als einladung.

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13. Januar 2010 um 10:10

Einspruch, euer Ehren!
Nein.
Never!

Ich habe kein Interesse an den Männlichkeiten, die mir im Beruf begegnen. Und ich besitze auch keinerlei Verständnis für (dumme) Frauen und auch Männer, die Beruf und Privatleben nicht trennen können. Das ist unprofessionell.
Dazu sagt auch der Advokat des Teufels: interessieren dich denn komische alte Säcke? Nein, das tun sie nicht, ich kann von Glück sagen, ich bin weder geschmacksverirrt, noch blind.
Der einzige Mann, der mich persönlich interessiert, ist ja der feine junge Herr, mit dem es dreimal schiefging (dies ist eine andere Geschichte).

"Fassade": Beruf ist nie Fassade. Für mich nicht. Ich arbeite gern. Ich mach ja Dinge, die ich tun will und werd bezahlt dafür. Prima. Das Glück hat nicht jeder, und ich fühl mich wohl dabei. Das ist ganz authentisch. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass die WAHRNEHMUNG der Männer eine radikal andere ist, sie sehen manche Frau nur als Frau und alles andere als zur Seite schiebbares Attribut.

Glaubst du ernsthaft, die Bagger-Fritzen machen sich einen Hauch deiner psychologischen Reflexionen zu eigen, bevor sie ihre Sprüche loslassen?
Ich glaubs nicht.

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13. Januar 2010 um 10:16

Ähnlich
Wenn ich mir die Aussagen deiner Partnerin durchlese und sie mit meinen Erfahrungen vergleiche, komme ich auch zu dem Schluss, dass die Belästigung von Frauen im Beruf einfach von vielen Männern als "Sport" gesehen wird.

Ich glaub nicht einmal, dass die meisten mit ihrer Strategie "Erfolg" haben, wahrscheinlich holen sie sich sehr, sehr viele Körbe.
Mehr noch: ich glaube, es geht gar nicht um den "Erfolg", sondern nur um den Versuch, Balzen um des Balzens willen zur männlichen Selbstbestätigung.

Was ich aber nicht verstehe:
...warum läuft das so erbärmlich plump ab ?

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13. Januar 2010 um 10:19

Danke,
genau solche Kommentare haben hier ja noch gefehlt.

Frag den Kreuzberger Taxifahrer nach einem Asyl für die Nacht !

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13. Januar 2010 um 10:21
In Antwort auf jenu_11871397


find ich schon irgendwie heftig was ich da lese. Vorallem das "an die Beine erinnern" und "bei dir vorbeischauen wollen"

Ich habe mal ein Pärchen kennengelernt (das klingt ja doof) und der Mann hat sie vorgestellt: "Ich bin der xy und das ist meine Frau xx..." Das habe ich auch seltsam gefunden (allerdings nicht so wild wie deine Geschichten)

Vielleicht ist das in Deutschland eh normal, aber ich hätte gesagt: "Das ist meine (bezaubernde) Frau xx, und ich bin xy." (Ladies first!)

Zitat
"find ich schon irgendwie heftig was ich da lese. Vorallem das "an die Beine erinnern" und "bei dir vorbeischauen wollen""

Ja, das fand ich auch sehr plump

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13. Januar 2010 um 10:22

Na danke Meister Storch,
was deinen Kern angeht, hast du dich zu Beginn des Threads ja schon hinreichend geoutet. Möchtest du eigentlich mal was zur Sache beitragen?

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13. Januar 2010 um 10:25
In Antwort auf ursel_11990293

Kann an dir liegen
vielleicht gibst du dich so, dass die männer sich gleich angesprochen fühlen.
ich hab ne bekannte, die wirklich keine schönheit ist, aber ständig und überall angebaggert wird.
bei manchen frauen sehen männer ein harmloses lächeln gleich als einladung.

Würde mich interessieren
Woran liegt das denn bei deiner Bekannten?
Weisst du das?

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13. Januar 2010 um 10:29

Schlimm
Tja.

Du bringst mich jetzt ins Grübeln - schade, ich hab jetzt eigentlich gar keine Zeit mehr, aber der Gedankengang lässt mich doch nicht los. Mal schnell vorab: Plumpheit muss kein Erfolgshindernis sein. Stimmt ja. Jeder, der was von Marketing versteht, weiss, dass die Methjode des "hard selling", so beleidigend ihr Mangel an Raffinesse dem menschlichen Intellekt erscheint, erfolgreich sein kann und auch tatsächlich ist. Manche Männer (und wohl auch Frauen) vermarkten sich persönlich auch derart aufdringlich.
Ist nicht mein Stil, aber das tut nichts zur Sache, erfolgreich kann so ein Gebaren vielleicht wirklich sein.

Oh, oh. Schlimme Welt.

Ich komme später darauf zurück.

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13. Januar 2010 um 11:00

Goldgräber und Barbaren
schsch....

...schweig stille...

...ich hab unter anderem auch an einer Uni zu tun .
Der Rest ist Öffentlichkeitsarbeit.

Vielleicht ist es wirklich die Berliner Luft, die diese merkwürdigen Anmachen bedingt, und der hier überall anzutreffende Mangel an Umgangsformen, obgleich ich das auch wiederum nicht glauben kann, denn die meisten der so plump paarungsfreudigen Dreibeiner sind meines Wissens gar keine Berliner.
Ich hab sogar mal einen Berliner kennengelernt, der "bitte" und "danke" sagen konnte, sich gepflegt kleidete und mir die Tür aufhielt.
Der muss aber eine Ausnahme gewesen sein.
Aus Wilmersdorf natürlich.



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13. Januar 2010 um 11:30

Das glaub ich nicht
Das kann kein Grosstadtphänomen sein!

Berlin hat 3,5 Mio Einwohner.
London 7,5.

Im mehr als doppelt so bevölkerungsreichen London werde ich so gut wie nie angesprochen. Höchstens mal vom indischen Kellner.

Oder mag es daran liegen, dass in der City of London fast jeder einen JOB hat, was man in Berlin-Mitte durchaus nicht behaupten kann? D.h., jeder hat was Gescheites mit seinber Zeit anzufangen und kann nicht unbedingt der "Blonden von der Bushaltestelle" hinterhersteigen? Vielleicht haben die Leut einfach nur zuviel Zeit ?

Wobei - auch diese Theorie kann nicht stimmen, denn ich treffe ja keine Arbeitslosen...

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13. Januar 2010 um 12:53

Ausnahmen?
Richtig!
Es ändert sich erheblich was an der Kategorie Männer, auf die man ab 30 anziehend wirkt.
Die ganzen "alten Knacker", die vielleicht schon Kinder in meinem Alter haben bilden sich plötzlich ein, mit der Sonnenblume ins Frühbeet steigen zu können...

Ich find das auch absurd.
Die ersten "Attacken" dieser Art führte ich auf eine Art senilitätsbedingte Schamlosigkeit zurück. Es ist ja bekannt, dass bei steigendem Alter viele Menschen einfach ihre Hemmungen verlieren und "es" einfach noch mal wissen wollen, manche sind auch schon etwas senil, das kann man ihnen zugute halten.
Aber dann erkannte ich... das sind keine Ausnahmen!
Das sind viele!

So viele!

Haben die ihre wahren Absichten bis vor kurzem noch unter einer gleichsam paternellen Attitüde verborgen und rücken jetzt mit der Wahrheit heraus ?!

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13. Januar 2010 um 13:02

Na, na...
...das war jetzt aber gemein

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13. Januar 2010 um 13:04

Signale
Welche Signale sollen das sein?

Was nimmst du als Mann als "Signal" wahr?
(unabhängig davon, ob du es ignorierst oder nicht)

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13. Januar 2010 um 13:34

So sind die Blümelein eben...
Aber Deine Erzählung ist auch nicht ohne.

Sechzig und achtzig!
Perfekt !

Deine Mutter tut mir leid, d.h. ich empfinde warmes Mitgefühl, denn die "alten Knacker" bauen doch so ab, es muss ja grauenhaft sein, morgens neben einem tiefgekühlten Luis Trenker zu erwachen!

Leider muss ich jetzt noch arbeiten, ich komme heut abend auf diesen Thread zurück.
Frohes Schaffen!

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13. Januar 2010 um 15:48

So ein Kaiserschmarrn...
...auf dem Foto sieht man, in Ermangelung eines Bildes von einer "echten" Sonnenblume (mein Imageshop ist da etwas begrenzt, was die botanische Auswahl angeht) eine RUDBECKIA FULGIDA.

Und wenn du noch irgendeinen weiteren gärtnerischen Spam produzierst, gehe ich meinerseits in all deine Threads, mein lieber Till, und spamme diese mit Eulenspiegel-Anekdoten voll, wie sie sich im Gutenberg-Projekt finden.

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13. Januar 2010 um 18:02

Also erstmal
ein Kommentar zu sensibel45 weiter unten:

"In Berlin fehlt es an gewachsener Kultur, dafür hat die Goldgräberstimmung viele Spinner nach Berlin gelockt."

Das ist absoluter Quark! Keine gewachsene Kultur?
Frage mich, wie eine fast 800Jahre alte Stadt keine gewachsene Kultur haben könnte......

Aber nun zu Sonnenblumes Text:

Es mag sein, dass in Berlin der Freiheitsgedanke ein bischen mehr in Luft liegt, als in anderen Städten.
"Ein jeder möge hier Leben, nach seiner Facon", sagte schon der Alte Fritz 1740 (soviel nochmal zur Kultur). Berlin hat so eine lange Tradition der Religionsfreiheit.
"Ich bin ein Berliner" - auch dieses Zitat bezog sich auf den Freiheitsgedanken.
Auch in der jüngeren Geschichte: Berlin-West: Viele junge Westdeutsche sind nach Berlin gezogen, weil sie hier nicht zum Bund mussten und das waren sicher nicht die unkritischsten Geister Deutschlands.
Nebenbei noch erwähnt, die nicht vorhandene Sperrstunde.

Dies alles vielleicht Voraussetzungen dafür, dass hier die Hemmschwelle, einfach jemanden anzusprechen sehr niedrig ist. Das hat natürlich nicht nur positive, sondern auch negative Effekte....

Zu den "lüsternen, alten Säcken":
Ich war vor nicht allzu langer Zeit auf dem 80. Geburtstag meiner Patentante in irgendeinem Kuh-Kaff. Der Festsaal vor Ort wurde gemietet und es war eine riesige Feier.
Wenn ich mich recht erinnere bin ich 3-4x von irgend einem alten Sack auf mieseste Art angebaggert worden (war Sommer, heiss und hatte nen kurzes Kleidchen an). Je später der Abend und je mehr Weinbrand gekippt wurde - je schlimmer..
Dies also mit Sicherheit KEIN Berliner Problem!

Somit: Einen herzlichen Gruß aus Neukölln

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13. Januar 2010 um 18:12
In Antwort auf nerys_12657423

Also erstmal
ein Kommentar zu sensibel45 weiter unten:

"In Berlin fehlt es an gewachsener Kultur, dafür hat die Goldgräberstimmung viele Spinner nach Berlin gelockt."

Das ist absoluter Quark! Keine gewachsene Kultur?
Frage mich, wie eine fast 800Jahre alte Stadt keine gewachsene Kultur haben könnte......

Aber nun zu Sonnenblumes Text:

Es mag sein, dass in Berlin der Freiheitsgedanke ein bischen mehr in Luft liegt, als in anderen Städten.
"Ein jeder möge hier Leben, nach seiner Facon", sagte schon der Alte Fritz 1740 (soviel nochmal zur Kultur). Berlin hat so eine lange Tradition der Religionsfreiheit.
"Ich bin ein Berliner" - auch dieses Zitat bezog sich auf den Freiheitsgedanken.
Auch in der jüngeren Geschichte: Berlin-West: Viele junge Westdeutsche sind nach Berlin gezogen, weil sie hier nicht zum Bund mussten und das waren sicher nicht die unkritischsten Geister Deutschlands.
Nebenbei noch erwähnt, die nicht vorhandene Sperrstunde.

Dies alles vielleicht Voraussetzungen dafür, dass hier die Hemmschwelle, einfach jemanden anzusprechen sehr niedrig ist. Das hat natürlich nicht nur positive, sondern auch negative Effekte....

Zu den "lüsternen, alten Säcken":
Ich war vor nicht allzu langer Zeit auf dem 80. Geburtstag meiner Patentante in irgendeinem Kuh-Kaff. Der Festsaal vor Ort wurde gemietet und es war eine riesige Feier.
Wenn ich mich recht erinnere bin ich 3-4x von irgend einem alten Sack auf mieseste Art angebaggert worden (war Sommer, heiss und hatte nen kurzes Kleidchen an). Je später der Abend und je mehr Weinbrand gekippt wurde - je schlimmer..
Dies also mit Sicherheit KEIN Berliner Problem!

Somit: Einen herzlichen Gruß aus Neukölln

Fragen
Schöne Grüsse nach Neukölln!

Es stellen sich hier mehrere Fragen betreffs der Umgangskultur:
liegt es an Berlin?
Liegt es am Alter ü30?
Liegt es an mir?
...?

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13. Januar 2010 um 18:25

Unterschätz mich nicht
Ich begreife deine Ironie und habe sofort verstanden, was du mit deinem Beitrag bezwecken bzw. bei mir auslösen wolltest. Aber ich mich nicht gern auf so einfache, durchschaubare Weise manipulieren.
Ich bevorzuge es, wenn sich Menschen einfach ohne Ironie und ohne den erkennbaren Versuch, bloss Reaktionen zu provozieren, sachlich miteinander austauschen.
Vielleicht lernst du das noch, bevor du andere hier als "armselig" beleidigst. Möglicherweise fällt dir dann auch auf, wie es mit deinem eigenen Ego bestellt ist.

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13. Januar 2010 um 18:29

Da muss ich mitleidig lächeln
Wer soll bitte darauf reinfallen?
Jedes Kind versteht deine Ironie als plumpen Versuch, Reaktionen zu provozieren.

Vielleicht erwidern dir manche nur deshalb etwas schroff, weil sie es nicht schätzen, wenn du ihre Intelligenz unterschätzt, indem du sie mit solchen Taktiken langweilst?!

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13. Januar 2010 um 19:56

Gäähn
Adebar wird nicht müde.

Sie wollte etwas anderes wissen, mit wem Du Dich triffst ist hier uninteressant.
Wollte niemand in diesem Tread wissen.

Also manche ältere Männer haben nicht mehr viel Zeit und wollen vom Leben unbedingt noch was abhaben.
Sind nicht alle so-, doch einige unzufriedene werden nicht müde alles zu tun um Interesse zu wecken.

Übrigens wird man adäquat für Männer in dem man sie beachtet, weiß doch jede Frau die etwas herumkommt

Wichtig ist bloß, ob wir trotzdem nein sagen, Männer haben sich erst mal für uns zu qualifizieren .

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13. Januar 2010 um 20:11

Och Adebar, antwortest Du nur
oder liest Du auch ?

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14. Januar 2010 um 0:10
In Antwort auf horst_891232

Fragen
Schöne Grüsse nach Neukölln!

Es stellen sich hier mehrere Fragen betreffs der Umgangskultur:
liegt es an Berlin?
Liegt es am Alter ü30?
Liegt es an mir?
...?

Also
als ich Deinen Eröffnungsbeitrag gelesen hab, war mein erster Gedanke "Was ist ihr Problem?"

Ich bin mittlerweile 40 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt hier. Mich haben vor zehn Jahren bestimmt mehr Typen doof angemacht, als jetzt. In zehn Jahren werden das noch weniger sein, in 20...usw.

Insofern kann frau das Problem einfach mal aussitzen und vielleicht später - mit 70 oder so, sich dann mal sagen..."ja,ja damals, da war ich schon ein heisser Feger, da hat mich jeder 2. .... bla, bla"

Keine Ahnung, woran es genau liegt in Berlin, der "Freiheitsgedanke" - den ich schon beschrieben habe - vielleicht.

Aber da ich ja die plumpe Anbaggerei nur allzugut kenne, ist es doch immer eine Möglichkeit auch schön plump und "berlinerisch" darauf zu reagieren.

Die Anrede "Schätzchen" passt da erstmal immer. Ein schöner Spruch beispielsweise "Schätzchen, ooch wenn ick Dich zu Weihnachten jeschenkt kriege, hätt ich Dich Ostern noch nicht ausgepackt"

Du musst einfach lernen, da etwas gelassener drauf zu reagieren, denke ich. Oder umziehen.

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14. Januar 2010 um 0:20

Schätzchen,
mich würde jetzt mal Deine Definition von Kultur interessieren!

Und bis dahin mal eine Geschichte von unseren türkischen Mitbürgern:
Meine meißtgenutzte U-Bahnlinie führt von Neukölln nach Wedding. Ich komme auf den Bahnsteig und die U-Bahn steht schon da. Ich fange an zu rennen, die roten Lampen leuchten schon - zurückbleiben - und die Türen schliessen vollautomatisch. Nächte Bahn in 10 Minuten. Und wer stellt da seinen Fuß in die Tür, damit ich noch reinhüpfen kann? Mit 100%iger Wahrscheinlichkeit ein junger, türkischer Mann und kein miesepetriger alter, deutscher Sack!

btw. "Drückerberger" - das Wort hab ich glaub ich seit 1986 nicht mehr gehört oder gelesen.

Sensibel (!), Du solltest ein bischen sensibler sein, wie Du über anderer Leute Heimat herziehst. Würd ich mir niemals anmaßen!

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14. Januar 2010 um 0:27

Na klar,
warte schon auf das Buch "Sarrazin erklärt die Welt"

Auch auf Deine Definition von Kultur bin sehr gespannt, nibew!

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14. Januar 2010 um 7:52

Schluss!
"Wenn ihr euer eigenes, inneres Dogma dem Anderen überstülpt
und euch dann wundert, es funktioniert nicht."

Hör bitte auf mit deinem pleonastischen Gesülze.
Und kauf dir mal ein Fremdwörterlexikon.
Du wirst es zwar selbst nicht wahrnehmen und die Leute, die sich mit dir noch abgeben, wahrscheinlich auch nicht, aber du verwendest Begriffe im falschen Kontext und beweist damit, dass du ihre Bedeutung gar nicht verstehst.

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14. Januar 2010 um 7:54

Möchtegern-Rhetorik in der Volkshochschule gelernt
"...menschliche, eingebildete Phars "

das heisst "Farce"

und lern mal, was ein Pleonasmus ist

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14. Januar 2010 um 7:56

Richtig
Das, liebe Tila, ist eine scharfsinnige - und womöglich zutreffende - Erklärung.

Es sind aber nicht nur Alte!
Was erklärt mir die Jungen ?

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14. Januar 2010 um 8:06

Berlin ist problematisch
Ich bin nicht von hier, wie wohl die meisten. Nach kurzer Zeit Berlinaufenhalt fühle ich mich noch immer stark befremdet, und ich bezweifle auch, dass sich das irgendwann einmal grundlegend ändert.

Die Stadt ist ungeheuer schmutzig und, man muss es sagen, verwahrlost. Ich kann jetzt, im tiefsten Winter, nicht zur U-Bahn-Station um die Ecke gehen, ohne dreimal fast auszurutschen, warum?, weil die Strassen und Gehwege weder geräumt, noch auch wenigstens gestreut sind. Sogar Unter den Linden schlittern die Fussgänger von einer Eisscholle zur nächsten und werden an jeder Ecke von vorbeifahrenden Autos mit braunem Dreck-Schnee bespritzt, der sich bis in Kniehöhe am strassenrand türmt.

Es ist "nur" ein Symptom, doch ein vielsagendes.

Berlin ist pleite.
Nicht nur wirtschaftlich, auch kulturell.
Ich spreche nicht von den Theatern und sonstigen Wahrzeichen einer Hochkultur, die offenbar nur von einem verschwindenden Prozentsatz der Berliner und hauptsächlich von Touristen wahrgenommen wird. Die UmgangsKULTUR ist barbarisch.
Ich hab schon in einigen Städten gelebt, aber ich habe nirgendwo (innerhalb so kurzer Zeit zumal) so viele blöde, freche und einfach niveaulose Begegnungen erlebt, so viele "Anpöbeleien", man kann es nicht anders nennen, so viele Balzversuche, die sogar noch deutlich unter pubertärem Niveau rangieren.

Ja, es gibt auch wunderbare Menschen hier. Wie überall. Es gibt, wenn man Glück hat, einige Hilfsbereitschaft, vor allem im Umgang mit den immer unzulänglichen öffentlichen Verkehrsmittteln. Aber das ist auch alles.

Kultur - nunja. Köln steht seit über 2000 Jahren, der Dom war schon errichtet und die erste Uni in Deutschland eröffnete ihre Pforten, da war Berlin noch keine Fischersiedlung. Trier ist noch älter.
Ich find schon, dass man eine gewisse Künstlichkeit/Gewolltheit und eine erodierende Unterschicht in der Hauptstadt deutlich bemerkt.

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14. Januar 2010 um 8:22
In Antwort auf nerys_12657423

Also
als ich Deinen Eröffnungsbeitrag gelesen hab, war mein erster Gedanke "Was ist ihr Problem?"

Ich bin mittlerweile 40 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt hier. Mich haben vor zehn Jahren bestimmt mehr Typen doof angemacht, als jetzt. In zehn Jahren werden das noch weniger sein, in 20...usw.

Insofern kann frau das Problem einfach mal aussitzen und vielleicht später - mit 70 oder so, sich dann mal sagen..."ja,ja damals, da war ich schon ein heisser Feger, da hat mich jeder 2. .... bla, bla"

Keine Ahnung, woran es genau liegt in Berlin, der "Freiheitsgedanke" - den ich schon beschrieben habe - vielleicht.

Aber da ich ja die plumpe Anbaggerei nur allzugut kenne, ist es doch immer eine Möglichkeit auch schön plump und "berlinerisch" darauf zu reagieren.

Die Anrede "Schätzchen" passt da erstmal immer. Ein schöner Spruch beispielsweise "Schätzchen, ooch wenn ick Dich zu Weihnachten jeschenkt kriege, hätt ich Dich Ostern noch nicht ausgepackt"

Du musst einfach lernen, da etwas gelassener drauf zu reagieren, denke ich. Oder umziehen.

Redeform
Keine so probaten Tips.
Ich würde alte (und junge) Säcke nicht mit "Schätzchen" anreden.
Die Redeform muss passen...

Umziehen mag ich nicht...bin ja nicht zum Vergnügen hier...

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14. Januar 2010 um 8:23

Lächerlich
Es reicht jetzt, kauf dir endlich ein Fremdwörterlexikon!
Senil heisst greisenhaft.
Wie können dann junge Frauen "senil" sein?

Du offenbarst doch zum xten Mal die grössten Probleme, Sätze sinnerschliessend zu lesen, weil du offensichtlich kein einziges Fremdwort verstehst.

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14. Januar 2010 um 9:31

Urologie
Ich arbeite nicht auf der Urologiestation....

Du verspürst "kein echtes Gefühl", weil ich tatsächlich für diese alten Säcke nichtsempfinde - was erwartest du? Witzig find ich so manches auch nicht.

Ist man "verkrampft", wenn man nicht belästigt werden will ?
Ich denke nicht!

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14. Januar 2010 um 9:57

Gina
Deine Beiträge gefallen mir sonst immer besonders gut, sie sind besonders freundlich und interessant.

Diesmal denke ich inhaltlich etwas anders, jeder kann doch selbst entscheiden ob er einen Flirt möchte oder nicht.
Eine Frau die mit flirten beginnt, sobald eine sachliche Diskussion beginnt, würde auch evtl als unsachlich betrachtet.

In Zeiten von Berlusconi vielleicht weniger, je nachdem wo man sich befindet.

Den Wunsch ernst genommen zu sein möchte eben nicht jeder mit Flirten verknüpfen.
Es schließt sich zwar nicht aus, ist jedoch jedem selbst überlassen was er als unangenehm empfindet.

Somit kann man doch auch deutlich machen wo das Gespräch hingehen sollte?

LG Letters

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14. Januar 2010 um 11:06

Ja, so sehe ich das auch....
Es gibt mehrere Arten von Flirt:

-beabsichtigt und gewollt (gezielt von der Dame ausgehend)
-unbeabsichtigt und gewollt (Dame wird angesprochen, findet den Herrn aber interessant)
-unbeabsichtigt und ungewollt (Dame wird angesprochen, findet den Herrn uninteressant und macht dies auch deutlich - Herr reagiert nicht darauf) -> das würde ich bei entsprechender Plumpheit und Penetranz als "Belästigung" definieren

Also: der Typ, der zu mir nach Hause kommen möchte, oder der andere, der meine Beine als einziges in Erinnerung hat und das auch laut sagt, verhält sich eindeutig belästigend! Oder sehe ich das so dermassen falsch ?

Flirt ist "attention without intention." Aufmerksamkeit ohne Absicht.

Die feine Unterscheidung beherrscht in Berlin offenbar kaum einer...

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14. Januar 2010 um 11:06

Ja, heirate sie
und erklär ihr die ganzen Linnéschen Kategorien

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14. Januar 2010 um 11:43

Aufmerksamkeit
ohne ABSICHT....

Ich finde, die Definition passt doch.

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14. Januar 2010 um 12:07
In Antwort auf horst_891232

Berlin ist problematisch
Ich bin nicht von hier, wie wohl die meisten. Nach kurzer Zeit Berlinaufenhalt fühle ich mich noch immer stark befremdet, und ich bezweifle auch, dass sich das irgendwann einmal grundlegend ändert.

Die Stadt ist ungeheuer schmutzig und, man muss es sagen, verwahrlost. Ich kann jetzt, im tiefsten Winter, nicht zur U-Bahn-Station um die Ecke gehen, ohne dreimal fast auszurutschen, warum?, weil die Strassen und Gehwege weder geräumt, noch auch wenigstens gestreut sind. Sogar Unter den Linden schlittern die Fussgänger von einer Eisscholle zur nächsten und werden an jeder Ecke von vorbeifahrenden Autos mit braunem Dreck-Schnee bespritzt, der sich bis in Kniehöhe am strassenrand türmt.

Es ist "nur" ein Symptom, doch ein vielsagendes.

Berlin ist pleite.
Nicht nur wirtschaftlich, auch kulturell.
Ich spreche nicht von den Theatern und sonstigen Wahrzeichen einer Hochkultur, die offenbar nur von einem verschwindenden Prozentsatz der Berliner und hauptsächlich von Touristen wahrgenommen wird. Die UmgangsKULTUR ist barbarisch.
Ich hab schon in einigen Städten gelebt, aber ich habe nirgendwo (innerhalb so kurzer Zeit zumal) so viele blöde, freche und einfach niveaulose Begegnungen erlebt, so viele "Anpöbeleien", man kann es nicht anders nennen, so viele Balzversuche, die sogar noch deutlich unter pubertärem Niveau rangieren.

Ja, es gibt auch wunderbare Menschen hier. Wie überall. Es gibt, wenn man Glück hat, einige Hilfsbereitschaft, vor allem im Umgang mit den immer unzulänglichen öffentlichen Verkehrsmittteln. Aber das ist auch alles.

Kultur - nunja. Köln steht seit über 2000 Jahren, der Dom war schon errichtet und die erste Uni in Deutschland eröffnete ihre Pforten, da war Berlin noch keine Fischersiedlung. Trier ist noch älter.
Ich find schon, dass man eine gewisse Künstlichkeit/Gewolltheit und eine erodierende Unterschicht in der Hauptstadt deutlich bemerkt.

Hmmm....
"Die Stadt ist ungeheuer schmutzig und, man muss es sagen, verwahrlost. Ich kann jetzt, im tiefsten Winter, nicht zur U-Bahn-Station um die Ecke gehen, ohne dreimal fast auszurutschen..."

Das ja nun wirklich keine Überraschung. "Im Sommer tust Du gut und im Winter tuts weh" - sang ja auch schon Herr Fox.
Der Berliner machts folgendermassen: Weihnachten/Silvester noch schön die Leere der Stadt/Museen geniessen. Die Zugereisten sind ja alle in ihrer Heimat. Spätestens Mitte/Ende Januar Urlaub, da wo es schön warm ist.
Und dann wieder den Frühling/Sommer hier geniessen - in der Stadt mit den grössten zusammenhängenden Grünflächen von ganz Deutschland.

"Die UmgangsKULTUR ist barbarisch."

Schnarch-Gähn.... und jetzt auch noch das alte Klischee der unfeundlichen Berliner. "Berliner Schnauze" - doch auch eine Art von Kultur. Immer schön ehrlich, offen und direkt. Hier wird halt eher was ausgeprochen, als hinterm Rücken gelästert.
Nichts für sensibelchen - Armes Opfer

Aber spätestens wenn Du im Sommer wieder n Latte macchiato am Gendarmenmarrkt schlürfts, findste die Stadt wieder super....

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14. Januar 2010 um 12:07

Winterblues
Ja, ich bin etwas gereizt - du hast mich ertappt. Mir geht hier momentan alles erheblich auf die Nerven, die Stadt, das Wetter, der Job, etc.

Und richtig, der "Richtige" distanziert sich...

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14. Januar 2010 um 12:36

Ok,
da muss ich dir zustimmen.

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14. Januar 2010 um 13:00
In Antwort auf horst_891232

Winterblues
Ja, ich bin etwas gereizt - du hast mich ertappt. Mir geht hier momentan alles erheblich auf die Nerven, die Stadt, das Wetter, der Job, etc.

Und richtig, der "Richtige" distanziert sich...


"Die Stadt ist ungeheuer schmutzig und, man muss es sagen, verwahrlost. Ich kann jetzt, im tiefsten Winter, nicht zur U-Bahn-Station um die Ecke gehen, ohne dreimal fast auszurutschen..."

Das ja nun wirklich keine Überraschung. "Im Sommer tust Du gut und im Winter tuts weh" - sang ja auch schon Herr Fox.
Der Berliner machts folgendermassen: Weihnachten/Silvester noch schön die Leere der Stadt/Museen geniessen. Die Zugereisten sind ja alle in ihrer Heimat. Spätestens Mitte/Ende Januar Urlaub, da wo es schön warm ist.
Und dann wieder den Frühling/Sommer hier geniessen - in der Stadt mit den grössten zusammenhängenden Grünflächen von ganz Deutschland.

"Die UmgangsKULTUR ist barbarisch."

Schnarch-Gähn.... und jetzt auch noch das alte Klischee der unfeundlichen Berliner. "Berliner Schnauze" - doch auch eine Art von Kultur. Immer schön ehrlich, offen und direkt. Hier wird halt eher was ausgeprochen, als hinterm Rücken gelästert.
Nichts für sensibelchen - Armes Opfer

Aber spätestens wenn Du im Sommer wieder n Latte macchiato am Gendarmenmarrkt schlürfts, findste die Stadt wieder super...

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14. Januar 2010 um 13:42
In Antwort auf nerys_12657423


"Die Stadt ist ungeheuer schmutzig und, man muss es sagen, verwahrlost. Ich kann jetzt, im tiefsten Winter, nicht zur U-Bahn-Station um die Ecke gehen, ohne dreimal fast auszurutschen..."

Das ja nun wirklich keine Überraschung. "Im Sommer tust Du gut und im Winter tuts weh" - sang ja auch schon Herr Fox.
Der Berliner machts folgendermassen: Weihnachten/Silvester noch schön die Leere der Stadt/Museen geniessen. Die Zugereisten sind ja alle in ihrer Heimat. Spätestens Mitte/Ende Januar Urlaub, da wo es schön warm ist.
Und dann wieder den Frühling/Sommer hier geniessen - in der Stadt mit den grössten zusammenhängenden Grünflächen von ganz Deutschland.

"Die UmgangsKULTUR ist barbarisch."

Schnarch-Gähn.... und jetzt auch noch das alte Klischee der unfeundlichen Berliner. "Berliner Schnauze" - doch auch eine Art von Kultur. Immer schön ehrlich, offen und direkt. Hier wird halt eher was ausgeprochen, als hinterm Rücken gelästert.
Nichts für sensibelchen - Armes Opfer

Aber spätestens wenn Du im Sommer wieder n Latte macchiato am Gendarmenmarrkt schlürfts, findste die Stadt wieder super...

Urlaub bis Sommer!
"spätestens Mitte/Ende Januar Urlaub, da wo es schön warm ist.
Und dann wieder den Frühling/Sommer hier geniessen - in der Stadt mit den grössten zusammenhängenden Grünflächen von ganz Deutschland."

Urlaub bis Mitte März, wenn es endlich wieder warm wird, kann ich mir leider nicht leisten....

"Schnarch-Gähn.... und jetzt auch noch das alte Klischee der unfeundlichen Berliner. "Berliner Schnauze" - doch auch eine Art von Kultur. Immer schön ehrlich, offen und direkt. Hier wird halt eher was ausgeprochen, als hinterm Rücken gelästert.
Nichts für sensibelchen - Armes Opfer"

Vielleicht bist du schon zu lange hier...
Es hat nichts mit Sensibelchen zu tun und ist auch kein Klischee, sondern Erfahrungswert. Die berühmte "Schnauze" hab ich selten angetroffen. Unverschämtheit, ja. Aber "Schnauze" impliziert Witz, Esprit.
Das nicht.

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