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Forum / Liebe & Beziehung

Lügen, Streit, Vorwürfe, Tränen, ...

Letzte Nachricht: 1. März 2013 um 13:31
Z
zula_11890382
28.02.13 um 11:52

Hallo,
ich schreibe nicht sehr häufig hier, eigentlich nur, wenn ich ein richtiges Problem habe, und ich hoffe, ihr könnt mir helfen.

Ich bin jetzt seit über drei Jahren mit meinem Freund zusammen. Ich will auch gar nicht behaupten, dass EIGENTLICH immer alles ganz toll lief und PLÖTZLICH alles anders ist. Nein, es lief schon immer etwas schwierig, wir haben beide jeder für sich und zusammen schwere Zeiten durchmachen müssen. Allerdings haben wir uns nie wirklich voneinander entfernt und immer sehr schnell wieder zusammen gefunden.

So langsam habe ich aber das Gefühl, dass das Ganze völlig aus dem Ruder läuft. Es kommen immer mehr Lügen als Tageslicht (er raucht, schaut Pornos, etc.), immer mehr Verhalten seinerseits, was ich nur ungern tolerieren möchte oder kann (bspw. sagte er erst gestern wieder: "Du bist so dämlich!" und einmal sogar "Du bist so scheiße!"), er redet nicht mehr vernünftig mit mir, beschimpft mich nur noch, ist ständig schlecht gelaunt. Wir haben auch seit mehr als 6 Monaten keinen Sex mehr gehabt. Ich werde jetzt mal versuchen, das etwas aufzudröseln:

Rauchen Er raucht, ich rauche nicht. Am Anfang war er deswegen auch total einsichtig, weil ich es natürlich auch nicht sonderlich mag. Er hat Rücksicht genommen, nicht direkt neben mir geraucht, nicht in meiner Wohnung geraucht, etc. Dann meinte er, er würde versuchen aufzuhören, er würde es wirklich wollen, es sei halt sehr schwierig. Es hat auch nicht geklappt. Jetzt belügt er mich ständig deswegen, raucht vor meinen Augen und sagt mir, seine Versprechen diesbezüglich wären jetzt vorbei und er würde von nun an machen, was er will.

Pornos Ich weiß, dass Männer Pornos gucken. Ich weiß auch, dass das eigentlich nicht schlimm ist. Ich finde aber, wenn ein Mann in einer Beziehung ist, sollten Pornos die Ausnahme sein und die Partnerin gegenüber den Pornos immer noch Vorrang haben. Das ist bei uns nicht mehr der Fall. Wir haben (wie gesagt) seit einem halben Jahr gar keinen Sex mehr, etwas knutschen, ein bisschen kuscheln, das war's. Erst hieß es, der Stress, die Arbeit, etc. Das ist allerdings lang vorbei. Und wenigstens ein paar Mal ist doch auch bei Stress drin. Ich habe ihn gestern erwischt wie er sich Pornos angesehen hat. Er meinte daraufhin, er macht das regelmäßig. Die Diskussion ging natürlich weiter (warum? Warum dann kein Sex?) und das Ende vom Lied war, dass er wortwörtlich zu mir sagte, er fände mich so scheiße, dass er keinen mehr hoch bekommen würde bei mir. Dass das nicht stimmt, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, oftmals, wenn wir Löffelchen liegen, merke ich ganz deutlich, dass er Lust hat Ich finde es verletzend und ich verstehe es einfach nicht, warum er das macht und warum er dann noch so etwas Verletzendes sagt.

Beleidigungen Er beleidigt mich in letzter Zeit ziemlich häufig und viel. Teilweise schreit er rum, sodass ich regelrecht Angst vor ihm kriege. Das geht dann von "Dass deine Eltern an dir nicht verzweifelt sind" über "Ich kann total verstehen, warum die T. nicht mehr mit dir befreundet ist" bis hin zu "Wie kann man nur so dämlich sein wie du!". Das verletzt mich natürlich am meisten. Wie gesagt, unsere Beziehung war nie die harmonischste, aber Beleidigungen oder dauernden Streit gab es damals nicht. Manchmal entschuldigt er sich dafür, sagt dann, es wäre ihm halt im Ärger so rausgerutscht. In der Situation habe ich aber das Gefühl, das ist genau das, was er auch meint.

Wie ich das Ganze sehe Ich habe die große Befürchtung, dass wir durch irgendetwas in diese blöde Situation gerutscht sind und jetzt wie bei einer Sanduhr immer was Neues von oben nachfällt. Er lügt mich an ich bin sauer wir streiten wir haben keinen Sex das frustriert uns der nächste Streit ist vorprogrammiert. Oder er kommt gestresst von der Arbeit irgendwas nervt ihn er beleidigt mich ich bin traurig und verletzt wir streiten etc. Ist das nachvollziehbar?

Meine Frage ist: Was können wir bzw. Was soll ich machen? Eine Freundin rät mir, mich von ihm zu trennen. Ich halte aber generell nicht so viel davon, gleich die Flinte ins Korn zu werfen und abzuhauen. Die Gelegenheit wäre zwar recht günstig, weil ich mein Studium abschließe und mir einen Job suche, wenn es sein muss auch weit weg, aber eigentlich möchte ich das nicht. Anderseits weiß ich nicht, was ich sonst machen soll. Alle Versuche, vernünftig zu reden, eine Lösung zu finden, mal etwas ganz Anderes zu machen, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, schlagen absolut fehl Ich habe ihn schon ganz direkt darauf angesprochen, und er sagt, er liebt mich, er sagt, er will mit mir zusammen sein, er sagt, er will das auch schaffen.

Ich bin wirklich sehr verzweifelt und traurig. Bitte helft mir.

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J
jaakko_11960351
28.02.13 um 13:10

Geht gar nicht
Mal ehrlich: Was willst du mit einem Kerl der dir nicht mal ein Mindestmaß an Respekt entgegen bringt, dich beleidigt und vor dem du mitunter Angst hast?
Du hast bald dein Studium fertig, bist intelligent, zielstrebig und hast es nicht nötig dich von ihm derart behandeln zu lassen. Im Gegensatz zeigt sein Verhalten, dass er dich absolut nicht verdient.
Werde ich nie verstehen, warum es Menschen gibt die sich sowas von ihren Partnern bieten lassen. Keine drei Jahre, noch nicht mal drei Tage!
Löse dich von eventuellen schönen Erinnerungen an eure gemeinsame Zeit und dem mulmigen Gefühl bei der Aussicht nach drei Jahren erstmal wieder alleine zu sein. In deinem ganzen Text kommt nicht ein (!) positives Wort über ihn vor. Das sagt doch schon alles aus.

Was mir zur Erklärung seines Verhaltens einfällt: Ist er vielleicht beruflich weniger erfolgreich als du, hat 'nur' eine Lehre gemacht, während du jetzt dein Studium fertig hast? Vielleicht fühlt er sich dadurch in seiner Ehre gekränkt und muss seine Männlichkeit nun unter Beweis stellen indem er dich wie ein ... von oben herab behandelt. Das wäre eine Erklärung, allerdings keine Entschuldigung und auch kein Grund ihm zu verzeihen, denn ein Kerl der mit einer erfolgreichen Frau nicht klar kommt, ist in der heutigen Zeit einfach noch nicht angekommen.

Such dir einen Mann der dich glücklich macht anstatt dich zu belasten. Das verdienst du und das wird dir auch gelingen.

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A
aegle_12667001
28.02.13 um 13:53

Inakzeptabel
Hallo,

ich bin auch nicht dafür, jemandem leichtfertig zur Trennung zu raten. Von außen betrachtet ist das immer leicht, aber in der Situation spielen ja auch Gefühle eine Rolle und Aspekte, die hier nicht zur Sprache kommen. Ich könnte allerdings, denke ich, nicht mit jemandem Leben, der mich ständig beleidigt und sagt, er fände mich scheiße. Das finde ich absolut inakzeptabel. Ich verstehe auch nicht, wie er gleichzeitig sagen kann, daß er dich liebt. Wie bekommt er das für sich zusammen? Entschuldigt er sich eigentlich hinterher, wenn er so einen "Ausbruch" hatte? Wie es sich anhört, ist er ja ziemlich oft so ungehalten.

Mit fällt da auf Anhieb auch nur Trennung oder Partnerschaftsberatung ein. Wobei es sicher nicht leicht ist, seinen Partner von so etwas zu überzeugen.
Habt ihr Freunde oder Familie, die ein bißchen vermitteln können?

Viele Grüße, Ria

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Z
zula_11890382
28.02.13 um 14:30
In Antwort auf jaakko_11960351

Geht gar nicht
Mal ehrlich: Was willst du mit einem Kerl der dir nicht mal ein Mindestmaß an Respekt entgegen bringt, dich beleidigt und vor dem du mitunter Angst hast?
Du hast bald dein Studium fertig, bist intelligent, zielstrebig und hast es nicht nötig dich von ihm derart behandeln zu lassen. Im Gegensatz zeigt sein Verhalten, dass er dich absolut nicht verdient.
Werde ich nie verstehen, warum es Menschen gibt die sich sowas von ihren Partnern bieten lassen. Keine drei Jahre, noch nicht mal drei Tage!
Löse dich von eventuellen schönen Erinnerungen an eure gemeinsame Zeit und dem mulmigen Gefühl bei der Aussicht nach drei Jahren erstmal wieder alleine zu sein. In deinem ganzen Text kommt nicht ein (!) positives Wort über ihn vor. Das sagt doch schon alles aus.

Was mir zur Erklärung seines Verhaltens einfällt: Ist er vielleicht beruflich weniger erfolgreich als du, hat 'nur' eine Lehre gemacht, während du jetzt dein Studium fertig hast? Vielleicht fühlt er sich dadurch in seiner Ehre gekränkt und muss seine Männlichkeit nun unter Beweis stellen indem er dich wie ein ... von oben herab behandelt. Das wäre eine Erklärung, allerdings keine Entschuldigung und auch kein Grund ihm zu verzeihen, denn ein Kerl der mit einer erfolgreichen Frau nicht klar kommt, ist in der heutigen Zeit einfach noch nicht angekommen.

Such dir einen Mann der dich glücklich macht anstatt dich zu belasten. Das verdienst du und das wird dir auch gelingen.

Was soll ich sagen?
Genauso ist es. Er hat sein Studium abgebrochen und eine Ausbildung gemacht. Allerdings war ich der Meinung, dass das nie ein Problem zwischen uns dargestellt hat, weil es für mich auch keins ist. Er ja eine Arbeit und liegt nicht den ganzen Tag faul auf dem Sofa rum. DAS würde mich stören. Solange es sich um einen "normalen" Job handelt und er ihm Spaß macht, ist mir das ziemlich egal. Und diese Situation besteht ja eigentlich schon von Anfang an so, da verstehe ich nicht, warum es ihm plötzlich so viel ausmacht.

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Z
zula_11890382
28.02.13 um 15:01
In Antwort auf aegle_12667001

Inakzeptabel
Hallo,

ich bin auch nicht dafür, jemandem leichtfertig zur Trennung zu raten. Von außen betrachtet ist das immer leicht, aber in der Situation spielen ja auch Gefühle eine Rolle und Aspekte, die hier nicht zur Sprache kommen. Ich könnte allerdings, denke ich, nicht mit jemandem Leben, der mich ständig beleidigt und sagt, er fände mich scheiße. Das finde ich absolut inakzeptabel. Ich verstehe auch nicht, wie er gleichzeitig sagen kann, daß er dich liebt. Wie bekommt er das für sich zusammen? Entschuldigt er sich eigentlich hinterher, wenn er so einen "Ausbruch" hatte? Wie es sich anhört, ist er ja ziemlich oft so ungehalten.

Mit fällt da auf Anhieb auch nur Trennung oder Partnerschaftsberatung ein. Wobei es sicher nicht leicht ist, seinen Partner von so etwas zu überzeugen.
Habt ihr Freunde oder Familie, die ein bißchen vermitteln können?

Viele Grüße, Ria

Ja,
das ist genau das, was ich empfinde. Von außen ist es immer einfacher, zu einer Trennung zu raten. Aber wir sind wirklich schon lange zusammen und haben ein paar Schicksalsschläge überstanden, bei denen ich froh war, dass ich ihn hatte und umgekehrt. Wir hatten keine Bilderbuchbeziehung, bei der alles von vornherein gepasst hat, sondern wir haben es immer passend gemacht, wir haben uns gegenseitig unterstützt, als er sich einen neuen Job gesucht hat und als es mal in meinem Studium nicht sehr gut lief, wir haben das immer irgendwie hingekriegt und meistens besser als schlechter.

Warum er sich dann wiederum so verhält, kann ich auch nicht nachvollziehen. Manchmal entschuldigt er sich, meistens jedoch nicht. Vielleicht ist das schon zu "normal" für ihn. Ich habe ihm aufgrund der ganzen Situation auch schon angeboten, dass wir die Beziehung beenden. Da ist er richtig traurig geworden, beinah enttäuscht, dass ich so etwas überhaupt vorschlage. Das tat mir dann natürlich auch leid, weil das ja auch das Letzte ist, was ich will.

Trotzdem, wenn ich ehrlich bin, denke ich über eine Trennung nach, und überlege, welche Möglichkeiten ich habe. Vorher will ich aber alles versucht haben, zur Not auch mit Hilfe von außen, durch eine Paarberatung oder wie auch immer, weil ich weiß, dass er mir gegenüber auch mal ganz anders war und weil ich hoffe, dass wir wieder so werden können.

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Z
zula_11890382
28.02.13 um 15:06
In Antwort auf zula_11890382

Ja,
das ist genau das, was ich empfinde. Von außen ist es immer einfacher, zu einer Trennung zu raten. Aber wir sind wirklich schon lange zusammen und haben ein paar Schicksalsschläge überstanden, bei denen ich froh war, dass ich ihn hatte und umgekehrt. Wir hatten keine Bilderbuchbeziehung, bei der alles von vornherein gepasst hat, sondern wir haben es immer passend gemacht, wir haben uns gegenseitig unterstützt, als er sich einen neuen Job gesucht hat und als es mal in meinem Studium nicht sehr gut lief, wir haben das immer irgendwie hingekriegt und meistens besser als schlechter.

Warum er sich dann wiederum so verhält, kann ich auch nicht nachvollziehen. Manchmal entschuldigt er sich, meistens jedoch nicht. Vielleicht ist das schon zu "normal" für ihn. Ich habe ihm aufgrund der ganzen Situation auch schon angeboten, dass wir die Beziehung beenden. Da ist er richtig traurig geworden, beinah enttäuscht, dass ich so etwas überhaupt vorschlage. Das tat mir dann natürlich auch leid, weil das ja auch das Letzte ist, was ich will.

Trotzdem, wenn ich ehrlich bin, denke ich über eine Trennung nach, und überlege, welche Möglichkeiten ich habe. Vorher will ich aber alles versucht haben, zur Not auch mit Hilfe von außen, durch eine Paarberatung oder wie auch immer, weil ich weiß, dass er mir gegenüber auch mal ganz anders war und weil ich hoffe, dass wir wieder so werden können.

Freunde und Familie
bekommen das gar nicht so mit, habe ich das Gefühl. Wir streiten uns ja eigentlich nicht in der Öffentlichkeit oder so, und klar, mit einer Freundin habe ich schon darüber gesprochen, aber vermittelt möchte sie eher nicht. Ich würde sagen, unsere Familien halten sich da ganz bewusst raus, haben selbst genug zu tun, usw., und unsere Freunde wollen es vielleicht auch nicht wahrnehmen, zumindest hat uns in der Richtung noch nichts weitergeholfen.

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J
jaakko_11960351
28.02.13 um 15:19
In Antwort auf zula_11890382

Was soll ich sagen?
Genauso ist es. Er hat sein Studium abgebrochen und eine Ausbildung gemacht. Allerdings war ich der Meinung, dass das nie ein Problem zwischen uns dargestellt hat, weil es für mich auch keins ist. Er ja eine Arbeit und liegt nicht den ganzen Tag faul auf dem Sofa rum. DAS würde mich stören. Solange es sich um einen "normalen" Job handelt und er ihm Spaß macht, ist mir das ziemlich egal. Und diese Situation besteht ja eigentlich schon von Anfang an so, da verstehe ich nicht, warum es ihm plötzlich so viel ausmacht.

Da haben wir doch nen Ansatzpunkt
Wie kommst du darauf, dass ihm sein Beruf Spaß macht? Vielleicht ist das gar nicht so. Womöglich hat er es sich immer noch nicht verziehen, dass er sein Studium nicht gepackt hat und sich jetzt mit einem vermeintlich geringer qualifizierten Job abgeben muss. Somit ist er mit sich selber unzufrieden und du lebst ihm gerade vor, was auch er hätte erreichen können. Zu Beginn eurer Beziehung war das noch nicht so offensichtlich weil du noch im Studium stecktest. Aber jetzt, da dein Abschluss naht, treten die Diskrepanzen eurer Lebensentwürfe deutlicher hervor.
Dabei ist auch vollkommen egal, ob dich das stört oder nicht. Wenn sein Ego damit nicht klar kommt, weil er mit dem Bild lebt, dass der Mann im Zweifelsfall immer noch der Versorger und Halt einer Beziehung/einer potentiellen Familie ist, kannst du da herzlich wenig gegen tun. Gerade ansprechen ist dann auch schwierig, weil du damit die Situation ja kundtust.

Ich vermute also, er ist einfach mit sich selber äußerst unzufrieden und lässt seine Frustration an dir aus. Im besten Fall kommt auch noch Angst dazu dich zu verlieren, nun da du dich bald nach einem Job umsehen wirst. Für mich klingen seine Liebesbeteuerungen in deinem Text aber nur nach Lippenbekenntnissen.
Und eigentlich spielt es auch keine Rolle, was die Gründe für sein Verhalten sind. Er hat Grenzen überschritten, von denen man mit ein bisschen Kinderstube weiß, dass man sie nicht überschreiten darf. Schon daran scheint es ihm ja absolut zu mangeln.
Wenn du für dich zu dem Schluss kommst, dass du ihn noch liebst und aus irgendeinem Grund doch noch realistische Chancen auf Besserung siehst, versuch es weiter mit ihm. Ich persönlich sage, dass sich sowas niemand von einem Partner bieten lassen muss. Und eigentlich auch nicht bieten lassen darf.

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L
luella_12513619
28.02.13 um 16:31

Meine These:
Es plagen ihn scheinbar monströse Selbstzweifel.
In der Angst du könntest ihn loser verlassen, versucht er dir DEIN Selbstvertrauen zu entziehen. Damit du gar nicht auf die Idee kommst nach einer besseren Hälfte zu suchen.
Der ganze Vorgang ist zum Großteil unbewusst, denn Logik ist keine dahinter. Warum sollte er sonst an dir festhalten?

Was kannst du nun tun? Da du dich bereits mit dem Gedanken an eine Trennung auseinandersetzt, hast du nichts zu verlieren. Ich verstehe aber, dass du einen letzten Anlauf wagen willst. Dieser sollte aber wirklich der Letzte bleiben.

Mich würden seine Beleidigungen am meisten verletzen, und da würde ich auch zuerst ansetzen.
Wenn es wieder dazu kommen sollte, nimm deinen ganzen Mut zusammen und sag ihm "So redest du nicht mit mir!" und verlasse den Raum. Das kannst du für den Ernstfall üben (wirklich!)
Wenn er dann sich entschuldigend zu dir kommt, umarme ihn, und sage "Ich lasse mich nie wieder von dir beleidigen. Das wird nicht mehr vorkommen." In der Form, so, dass es für dich Tatsache ist, punkt.

Ein ruhiges Gespräch ist natürlich auch essentiell, in dem du sein Verhalten reflektierst. Es soll ihm bewusst werden, dass er genau damit dich wegtreibt.
Und: rede von deinen Wünschen als Tatsachen. Du beleidigst mich nicht mehr. Du schreist mich nicht an. Du hörst mir zu.

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Z
zula_11890382
28.02.13 um 20:59

Oh Mann,
vorhin wollte ich noch einmal mit ihm reden, ganz in Ruhe, da meinte er plötzlich, er habe den ganzen Zirkus satt und es gebe nichts mehr zu bereden. Für ihn sei hier und heute die Beziehung vorbei.

Das Schlimme ist nicht mal unbedingt, dass er Schluss gemacht hat (höchstens wie, einfach ohne viel Worte, zack, zack und Schluss), sondern dass sich alle meine (teilweise positiven) Gefühle von eventuellen neuen Möglichkeiten nach der Trennung, wie es für mich weitergehen könnte, etc. in Luft aufgelöst bzw. umgewandelt haben und ich im Moment alles dafür tun würde, ihn vom Gegenteil zu überzeugen und mit mir um die Beziehung zu kämpfen. Ich versuche alles, um mich davon abzuhalten, aber es macht mich sooo traurig. Was ist nur mit mir los? Warum weine ich ihm denn noch nach, wo er mich doch so behandelt und solche Sachen zu mir sagt. Er meint, ich wäre nichts ganz unschuldig, damit mag er vielleicht Recht haben. Ich sehe das eigentlich auch immer so: Es gehören immer zwei dazu, ein Streit entwickelt sich nicht nur aus einer Person heraus und eine Krise erst recht nicht. Aber normal oder verhältnismäßig ist das doch nicht mehr.

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aegle_12667001
28.02.13 um 21:06
In Antwort auf zula_11890382

Freunde und Familie
bekommen das gar nicht so mit, habe ich das Gefühl. Wir streiten uns ja eigentlich nicht in der Öffentlichkeit oder so, und klar, mit einer Freundin habe ich schon darüber gesprochen, aber vermittelt möchte sie eher nicht. Ich würde sagen, unsere Familien halten sich da ganz bewusst raus, haben selbst genug zu tun, usw., und unsere Freunde wollen es vielleicht auch nicht wahrnehmen, zumindest hat uns in der Richtung noch nichts weitergeholfen.

Freunde / Beratung
Wenn du Freunde bitten würdest, zu vermitteln, kann das auch nach hinten losgehen, wenn er das Gefühl hat, du besprichst eure Probleme hinter seinem Rücken mit ihnen.
Bei der Partnerschaftsberatung könnte es sein, daß er es blöd findet und sich nicht drauf einlassen will, es kann aber auch sein, daß es ihm zeigt, daß du um eure Beziehung kämpfst.

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L
luella_12513619
28.02.13 um 21:14
In Antwort auf zula_11890382

Oh Mann,
vorhin wollte ich noch einmal mit ihm reden, ganz in Ruhe, da meinte er plötzlich, er habe den ganzen Zirkus satt und es gebe nichts mehr zu bereden. Für ihn sei hier und heute die Beziehung vorbei.

Das Schlimme ist nicht mal unbedingt, dass er Schluss gemacht hat (höchstens wie, einfach ohne viel Worte, zack, zack und Schluss), sondern dass sich alle meine (teilweise positiven) Gefühle von eventuellen neuen Möglichkeiten nach der Trennung, wie es für mich weitergehen könnte, etc. in Luft aufgelöst bzw. umgewandelt haben und ich im Moment alles dafür tun würde, ihn vom Gegenteil zu überzeugen und mit mir um die Beziehung zu kämpfen. Ich versuche alles, um mich davon abzuhalten, aber es macht mich sooo traurig. Was ist nur mit mir los? Warum weine ich ihm denn noch nach, wo er mich doch so behandelt und solche Sachen zu mir sagt. Er meint, ich wäre nichts ganz unschuldig, damit mag er vielleicht Recht haben. Ich sehe das eigentlich auch immer so: Es gehören immer zwei dazu, ein Streit entwickelt sich nicht nur aus einer Person heraus und eine Krise erst recht nicht. Aber normal oder verhältnismäßig ist das doch nicht mehr.

Das was du jetzt fühlst
ist natürlich und notwendig. Du bist ein Mensch mit Gefühlen.
Dir würde es vielleicht gut tun diene Wut zusammenzusuchen und irgendwas kaputthauen. Symbolisch eure Beziehung zerstören, um wieder Platz für Neues zu schaffen.
Wenn er so eiskalt (ohne ein hauch von Reue oder gar Schuldgefühlen) mit dir abrechnen kann, dann war und ist da nichts mehr von seiner Seite. Das hast du doch schon gemerkt. Er hat womöglich schon gerochen, dass du das nicht mehr mit dir machen lässt, und ist dir zuvorgekommen.

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M
mirka_11883397
28.02.13 um 21:23
In Antwort auf zula_11890382

Oh Mann,
vorhin wollte ich noch einmal mit ihm reden, ganz in Ruhe, da meinte er plötzlich, er habe den ganzen Zirkus satt und es gebe nichts mehr zu bereden. Für ihn sei hier und heute die Beziehung vorbei.

Das Schlimme ist nicht mal unbedingt, dass er Schluss gemacht hat (höchstens wie, einfach ohne viel Worte, zack, zack und Schluss), sondern dass sich alle meine (teilweise positiven) Gefühle von eventuellen neuen Möglichkeiten nach der Trennung, wie es für mich weitergehen könnte, etc. in Luft aufgelöst bzw. umgewandelt haben und ich im Moment alles dafür tun würde, ihn vom Gegenteil zu überzeugen und mit mir um die Beziehung zu kämpfen. Ich versuche alles, um mich davon abzuhalten, aber es macht mich sooo traurig. Was ist nur mit mir los? Warum weine ich ihm denn noch nach, wo er mich doch so behandelt und solche Sachen zu mir sagt. Er meint, ich wäre nichts ganz unschuldig, damit mag er vielleicht Recht haben. Ich sehe das eigentlich auch immer so: Es gehören immer zwei dazu, ein Streit entwickelt sich nicht nur aus einer Person heraus und eine Krise erst recht nicht. Aber normal oder verhältnismäßig ist das doch nicht mehr.

Ach,
das tut mir so leid für Dich. Aber vielleicht ist es besser so. In eurer Beziehung hat sich ein Kreislauf eingeschlichen, der glaube ich nur durch eine Trennung zu unterbrechen war.

Vielleicht ist es nur eine Trennung auf Zeit? Es ist natürlich nicht einfach für Dich jetzt. Du bist traurig,enttäuscht.... Lass Dich jetzt nicht hängen. Ich weis es sagt sich einfach, aber Du bist stark.

Und glücklich warst Du auch nicht mehr in dieser Beziehung... wenn Du ehrlich bist. Sicher gehören zwei zu einer Beziehung, aber es kann nicht sein, das nur einer um die Beziehung kämpft und der andere so egoistisch ist. Du hast es auch nicht verdient, Dich beschimpfen zu lassen.... denn Du bist sicher nicht dämlich. Ich glaube eher, das er ein geringes Selbstwertgefühl hat und nur jemanden brauchte um sich auf zu pushen, den anderen klein halten.

Nimm Dir die Zeit, die Du brauchst um zu trauern, aber danach konzentriere Dich auf dein Studium und um Deine Zukunft! Ich wünsch Dir soviel Glück!!!

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zula_11890382
01.03.13 um 13:31

Am Morgen danach
Zuerst einmal vielen Dank an alle, die sich die Mühe gemacht haben, hier eine Antwort zu schreiben. Die Situation war ja eigentlich sowieso schon verfahren und dass sie jetzt so eskaliert ist, konnte hier ja niemand ahnen. Ich glaube aber, dass eure Hinweise und Tipps mir hätten weiterhelfen können, zumindest meine Situation in der Beziehung zu stärken, wenn die Beziehung weitergeführt worden wäre.

Wahrscheinlich habt ihr aber Recht, und es ist besser so. (Das wird wohl aber noch eine ganze Weile dauern, bis ich das völlig so sehen kann. Ein wenig Hoffnung habe ich immer noch. ) Es hatte sich über eine längere Zeit ein Teufelskreis gebildet, das war keine Phase mehr, und wir haben es im Guten nicht geschafft, da irgendwie auszubrechen. Also blieb ja fast nur noch diese Möglichkeit. Trotzdem ist es im Moment noch unglaublich schade und tut einfach nur sehr weh.

Wir wohnen ja mittlerweile auch zusammen und ich mache mir etwas Sorgen, wie das weitergehen soll. Keiner von uns kann jetzt Hals über Kopf ausziehen, aber nach einer Trennung noch in der gleichen Wohnung zu leben, stelle ich mir schrecklich vor. Das macht es doch unmöglich, wirklich damit abzuschließen, oder? Ich bin extra für ihn hier her gezogen und habe hier auch keine so guten Freunde, bei denen ich erstmal unterkommen kann. Und außerdem klammert sich ja immer noch irgendwas in mir an die Hoffnung, dass doch noch nicht alles vorbei ist.

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