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Lüge vs. Verrat - beides gleich?

9. August 2017 um 20:46

Mir wurde heute gesagt Lüge und Verrat wären das Gleiche bzw. gleich schlimm.


Das sehe ich völlig anders.


Eine Lüge ist falsch und immer der letzte Weg den man gehen sollte.
Aber es gibt Gründe die man immerhin nachvollziehen kann.
Belügen kann man außerdem auch jeden, oft wegen banaler Dinge, ohne das vorher zwangsläufig ein engeres Vertrauensverhältnis bestanden haben muss.


Mein wichtigstes Unterscheidungsmerkmal ist aber:
meistens fügen wir dem belogenen (abgesehen von emotionalem!) keinen tatsächlichen Schaden zu der über die seelische Verletzung desjenigen hinaus geht. Und wenn doch, dann haben wir damit nicht gerechnet und das nicht beabsichtigt, sondern der Schaden ist als unvorhergesehene Begleiterscheinung entstanden.


Belügen wir eine Person zu der eigentlich ein engeres Vertrauensverhältnis besteht/ bestanden hat, so haben wir niemals die Absicht der Person dadurch zu schaden.
Wir lügen aus Angst, Feigheit u.ä. aber niemals wenn wir vorher sicher wissen das derjenige dadurch in Schwierigkeiten kommen wird.


Außerdem muss bei der Lüge nicht zwangsläufig eine dritte Person beteiligt sein.




Anders sieht es beim Verrat aus. Dieser unterscheidet sich im Wesentlichen immer durch zwei (für mich sehr schwerwiegende) Punkte:


Zur Person die man verrät muss im Vorfeld immer ein Vertrauensverhältnis bestanden haben das man ausnutzen kann, sonst hätte man nichts um einen Verrat begehen zu können.


Es ist vorher klar das die veratene Person in irgendeiner Form über die emotionale Verletzung hinaus geschädigt werden wird.


Es ist eine dritte Person/ Partei beteiligt an die man verrät.


Das macht Verrat für mich weitaus niederträchtiger, mieser und hinterhältiger als eine Lüge, selbst wenn sie geplant war.


Ein Beispiel:
Jemand betrügt seinen Partner weil er sich in einen Anderen verliebt hat. Der Betrüger hat ein schlechtes Gewissen, es sind Kinder und noch starke Gefühle für den Betrogenen im Spiel.


Man hat ein schlechtes Gewissen und Alpträume, aber die Gefühle fürden Anderen sind so stark das sie einen trotzdem zu dem schweren Fehler des Lügens und Betrügens hinreißen lassen.


Das erklärt man der dritten Person, will auf Abstand gehen, vertraut dieser Person seine zerrissenen Gefühle an und erklärt auch offen, dass man nicht weiß ob man den Betrogenen wirklich verlassen möchte oder doch an der Beziehung festhalten will. Der heuchelt Verständnis und Akzeptanz.
Doch dann will er die Entscheidung erzwingen und droht damit dem Partner alles zu verraten.
Irgendwann kommt der Tag wo man mit sich selbst nicht mehr leben und dem Partner nicht mehr in die Augen sehen kann. Man beichtet ihm alles.


Am nächsten Tag macht der Dritte seine Drohungen wahr und verrät alles, inkl Fotos usw um die Beziehung zu zerstören und sich zu rächen.


Da man alles bereits gebeichtet hatte, verfehlt er das beabsichtigte Ziel, des großen Knalls, aber davon war er zum Zeitpunkt des verratens nicht ausgegangen und der beabsichtigte Schaden war weit größer als der tatsächlich entstandene.


Wer von den beiden hat nun mieser und bösartiger gehandelt?
War es kein Verrat weil der Betrüger schon vorher selbst gebeichtet hat?

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9. August 2017 um 21:07

Also in dem Beispiel von dir finde ich, dass derjenige, der seinen partner betrügt um ein Tausendfaches moralisch verwerflicher gehandelt hat, als derjenige, der es ausplaudern wollte.
Das wär ja so als würde jemand einen Mord begehen und der beste Freund rennt am Tag nach dem Geständnis zur Polizei und "unterstützt" das Geständnis mit seiner Zeugenaussage. Der Mord wär noch immer um Eiiiiniges schlimmer, aber trotzdem ist halt der Freund ein ziemlicher Arsch.

Wobei ich mich ja auch fragen würde, ob ich überhaupt mit einer Person die so etwas tut (also seinen Partner so derb zu hintergehen) befreundet sein wollen würde. Dazu kommt noch, wie gut der Freund den Partner kennt.

Aber ich finde sowieso dass den Partner betrügen nichts mit Lügen zu tun hat, das ist doch genauso Verrat.

Ansonsten so rein theoretisch gesehen kann man ja nicht so pauschal sagen ob Lüge oder Verrat besser ist. Es gibt bei beidem heftige und sehr leichte Varianten. Ich kann jemanden anlügen und sagen, dass da kein Gift im Essen ist und den kleinen Bruder verraten, indem ich der Mama petze, dass er noch keine Hausaufgaben gemacht hat.

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9. August 2017 um 21:11
In Antwort auf lumusi_12929047

Also in dem Beispiel von dir finde ich, dass derjenige, der seinen partner betrügt um ein Tausendfaches moralisch verwerflicher gehandelt hat, als derjenige, der es ausplaudern wollte.
Das wär ja so als würde jemand einen Mord begehen und der beste Freund rennt am Tag nach dem Geständnis zur Polizei und "unterstützt" das Geständnis mit seiner Zeugenaussage. Der Mord wär noch immer um Eiiiiniges schlimmer, aber trotzdem ist halt der Freund ein ziemlicher Arsch.

Wobei ich mich ja auch fragen würde, ob ich überhaupt mit einer Person die so etwas tut (also seinen Partner so derb zu hintergehen) befreundet sein wollen würde. Dazu kommt noch, wie gut der Freund den Partner kennt.

Aber ich finde sowieso dass den Partner betrügen nichts mit Lügen zu tun hat, das ist doch genauso Verrat.

Ansonsten so rein theoretisch gesehen kann man ja nicht so pauschal sagen ob Lüge oder Verrat besser ist. Es gibt bei beidem heftige und sehr leichte Varianten. Ich kann jemanden anlügen und sagen, dass da kein Gift im Essen ist und den kleinen Bruder verraten, indem ich der Mama petze, dass er noch keine Hausaufgaben gemacht hat.

Naja, der der im Beispiel plaudern wollte ist eben nicht nur ein Freund.

Es ist der in den sich der Betrüger verliebt hat und mit dem er seinen Partner betrogen hat.

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9. August 2017 um 21:13

Das ändert für mich absolut nichts an der Geschichte. Außer dass man den der geplaudert hat irgendwie verstehen kann.
Irgendwann hat man es halt satt, die Affäre zu sein, mit sowas muss man rechnen, wenn man a) einen Single zur Affäre nimmt und b) Gefühle in die Sache mitreinzieht.

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9. August 2017 um 21:16
In Antwort auf lumusi_12929047

Also in dem Beispiel von dir finde ich, dass derjenige, der seinen partner betrügt um ein Tausendfaches moralisch verwerflicher gehandelt hat, als derjenige, der es ausplaudern wollte.
Das wär ja so als würde jemand einen Mord begehen und der beste Freund rennt am Tag nach dem Geständnis zur Polizei und "unterstützt" das Geständnis mit seiner Zeugenaussage. Der Mord wär noch immer um Eiiiiniges schlimmer, aber trotzdem ist halt der Freund ein ziemlicher Arsch.

Wobei ich mich ja auch fragen würde, ob ich überhaupt mit einer Person die so etwas tut (also seinen Partner so derb zu hintergehen) befreundet sein wollen würde. Dazu kommt noch, wie gut der Freund den Partner kennt.

Aber ich finde sowieso dass den Partner betrügen nichts mit Lügen zu tun hat, das ist doch genauso Verrat.

Ansonsten so rein theoretisch gesehen kann man ja nicht so pauschal sagen ob Lüge oder Verrat besser ist. Es gibt bei beidem heftige und sehr leichte Varianten. Ich kann jemanden anlügen und sagen, dass da kein Gift im Essen ist und den kleinen Bruder verraten, indem ich der Mama petze, dass er noch keine Hausaufgaben gemacht hat.

Ich würde auch mal die Vorraussetzungen für mein Thema präzisieren: 
Ausgehend von der Konstellation einer Partnerschaft, was ist dann schlimmer.

Wenn ich meinen Partner belüge um ihn nicht zu verletzen und nichts voreilig zu zerstören weil ich mit mir selbst in diesem Moment nicht zurecht komme

oder wenn ich etwas, das mir mein Partner anvertraut hat, einzusetzen um ihm bewusst zu schaden weil ich mich z.b. für eine Zurückweisung rächen will?

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9. August 2017 um 21:18
In Antwort auf lumusi_12929047

Das ändert für mich absolut nichts an der Geschichte. Außer dass man den der geplaudert hat irgendwie verstehen kann.
Irgendwann hat man es halt satt, die Affäre zu sein, mit sowas muss man rechnen, wenn man a) einen Single zur Affäre nimmt und b) Gefühle in die Sache mitreinzieht.

Die Argumentation versteh ich grundsätzlich.

Aber warum beendet man die Affäre dann nicht von sich aus und fertig?

Ist Rache in so einem Fall gerechtfertigt? Wenn derjenige von Anfang an auch genau wusste worauf er sich einlässt
 

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9. August 2017 um 21:35

Ich sehe Betrug in der Partnerschaft nicht als bloße Lüge um jemanden nicht zu verletzen, das ist doch absurd. Du hast deinen Mann immerhin systematisch hintergangen, belogen und auch verraten. Du hast sogar eine Parallelbeziehung geführt, das kannst du doch nicht als Notlüge hinstellen.

Deine Affäre hat sich wohl gedacht, dass du zu ihm auch nicht ehrlich bist - und sich dann eher mit deinem Mann als mit dir solidarisiert. Oft wird ja den Affären gesagt wie schlecht es in der Ehe läuft, dass im Bett seit Monaten tote Hose ist, die Kinder sind der einzige Grund, blabla. Irgendwann schlucken sie diesen Schmarren halt nicht mehr. Dann fühlen sie sich verarscht und kriegen Mitleid mit dem Ehemann.

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9. August 2017 um 22:40

Ich war nicht diejenige die das getan hat. 
Sie ist meine beste Freundin und bis zu dieser Sache war sie immer der loyalste und ehrlichste Mensch den ich kenne.

Jetzt zerfleischt sie sich mit Selbstvorwürfen und hat Depressionen obwohl ihr Freund sie nach ihrer Beichte nicht rausgeworfen hat.

Und ich kenne den Typen mit dem sie sich eingelassen hat. Sie hat ihm keine der Ausreden die du beschreibst erzählt.

Es sind nicht ihre Kinder, es sind seine die sie mit groß zieht obwohl sie nie welche wollte. Sie sind 9 und 4 Jahre alt und haben durch die Trennung der Eltern schon einen Knacks. 
Die 9 jährige Tochter hat wohl vor einiger Zeit mal einen Streit zwischen ihr und ihrem Freund mitbekomme und muss total ausgeflippt und hysterisch geworden sein, sie hängt auch sehr an meiner Freundin, das seh ich jedes Mal.
Sie wusste nicht weiter.

Und ich frage mich ob das alles wirklich nicht zählt

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9. August 2017 um 22:46

Nein das zählt nicht - nur weil man jemanden etwas Gutes tut, ist das kein Freifahrtschein, ihm heimlich etwas Schlechtes zu tun. 
Wenn man freiwillig zB sehr viel in einem Altenheim arbeitet ist es trotzdem Unrecht, mal hier und da einen Zehner zu klauen.

Sie selbst hat Riesenmist gebaut und anstatt sich das einzugestehen sucht sie sich Ausreden und einen Sündenbock.

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10. August 2017 um 3:49

Sie hat es sich eingestanden, gebeichtet und verteidigt den andren Typen und sein Verhalten. 
Ich bin diejenige die sich darüber aufregt. Weil ich es falsch finde. Erst einem die Frau ausspannen wollen und wenn es dann nicht klappt solidarisiert man sich auf einmal.

Und das Beste ist das er ihr immernoch versucht zu schreiben und sie zu bewegen sich mit ihm zu treffen. Sie musste sich eine neue Nr, neue Mailadresse usw zulegen und hat jetzt eben Papierbriefe am Auto und überall.

Menschen machen Fehler und wenn sie es zugeben, beichten und bereuen sind sie keine schlechten Menschen sondern haben eben mal richtig Scheiße gebaut.

Aber es gibt auch Menschen die andre zu Fehlern ermutigen und schön mitmachen. Und sich am Ende als Opfer hinstellen wollen. Die finde ich einfach schlimmer.

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10. August 2017 um 12:32

Ja.
Darum gehts mir aber nicht direkt.

Mich hat die Tatsache, dass sie von jedem verurteilt wird (sie wohnt in so nem Dorf und der Freund hat der Falschen davon erzählt), sich selber fertig macht und nicht mehr sie selbst ist aber keiner mal die Rolle der Männer dabei hinterfragt, geschweige denn deren mieses Verhalten anprangert...

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10. August 2017 um 13:07

Keine Ahnung wohin du jetzt abdriftest aber meine Gewissenskonflikte sind schon lange her.

Meine beste Freundin hat ihre Scheiße gebeichtet BEVOR der andre Typ ihrem Freund berichtet hat (da hatte sie mehr  Glück als Verstand). 

Ich begreif nicht warum jeder sie verurteilt, einschließlich sie sich selbst. 
Ich dachte irgendwas hier würde mir helfen sie dazu zu bringen sich wieder aufzurappeln und zb das Haus mal wieder zu verlassen.

Hab mich wohl geirrt

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10. August 2017 um 13:33

DANKE! 
endlich mal ein Mensch der das genauso sieht wie ich, ich bin doch nicht komplett bekloppt...

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10. August 2017 um 13:36
In Antwort auf shyla1234

Keine Ahnung wohin du jetzt abdriftest aber meine Gewissenskonflikte sind schon lange her.

Meine beste Freundin hat ihre Scheiße gebeichtet BEVOR der andre Typ ihrem Freund berichtet hat (da hatte sie mehr  Glück als Verstand). 

Ich begreif nicht warum jeder sie verurteilt, einschließlich sie sich selbst. 
Ich dachte irgendwas hier würde mir helfen sie dazu zu bringen sich wieder aufzurappeln und zb das Haus mal wieder zu verlassen.

Hab mich wohl geirrt

Ich glaube, da hast du einfach andere moralische Grundsätze als die Mehrheit der Leute. Eine längere Affäre zu haben ist nunmal für den Großteil der Leute etwas sehr, sehr Schäbiges. Es steht sehr viel Respektlosigkeit, Systematik, Egoismus und Charakterschwäche dahinter.

Einen verletzten Liebhaber können die Leute schon eher verstehen.

Einen Pluspunkt würde ich deiner Freundin wegen der Beichte auch absolut nicht geben, das hat sie ja nur auf Druck gemacht und nicht, weil sie selbst einen Leidensdruck hatte.

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10. August 2017 um 13:37
In Antwort auf shyla1234

DANKE! 
endlich mal ein Mensch der das genauso sieht wie ich, ich bin doch nicht komplett bekloppt...

Sie hat aber auch nicht die ganze Geschichte gelesen

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10. August 2017 um 13:40
In Antwort auf shyla1234

DANKE! 
endlich mal ein Mensch der das genauso sieht wie ich, ich bin doch nicht komplett bekloppt...

Die Sache an sich die mich zu dieser Überlegung gebracht hat ist definitiv von beiden Seiten unterstes Level, da haben sich Lügner und Verräter gleichermaßen moralisch nicht vertretbar verhalten.

Nur leider werden nicht beide auch gleichermaßen verurteilt und angeprangert.

Und diese Sache Lüge/Verrat beschäftigt mich seitdem wieder (hab damit eigne Erfahrungen gemacht die Spuren hinterlassen haben)

Ich find Verrat pauschal betrachtet mieser. Denn den kann man nicht mit positiver Absicht begehen, bei einer Lüge ist das dagegen auch möglich.

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10. August 2017 um 13:45
In Antwort auf lumusi_12929047

Ich glaube, da hast du einfach andere moralische Grundsätze als die Mehrheit der Leute. Eine längere Affäre zu haben ist nunmal für den Großteil der Leute etwas sehr, sehr Schäbiges. Es steht sehr viel Respektlosigkeit, Systematik, Egoismus und Charakterschwäche dahinter.

Einen verletzten Liebhaber können die Leute schon eher verstehen.

Einen Pluspunkt würde ich deiner Freundin wegen der Beichte auch absolut nicht geben, das hat sie ja nur auf Druck gemacht und nicht, weil sie selbst einen Leidensdruck hatte.

Das hat sie gemacht weil ihr Freund sich doch entschieden hat sie nicht gehen zu lassen und endlich selber aufgeräumt hat. 
Hätte der ihr nicht sein Bumsinchen als beste Freundin verkauft bei der sie noch Rat gesucht hat bevor sie dahinter gekommen ist was dort gespielt wird wäre es auch nicht soweit gekommen.

Aber das geht jetzt auch zu weit.

Mich hat die generell herrschende Meinung andere Leute über einen Unterschied zwischen Lüge und Verrat interessiert

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10. August 2017 um 13:49
In Antwort auf lumusi_12929047

Sie hat aber auch nicht die ganze Geschichte gelesen

Mag sein aber du kennst die ganze Geschichte ja auch nicht. 

Denn eig hab ich das Ganze schon viel zu weit auf dieses Beispiel bezogen, wenn sie das je erfährt zerreißt sie mich in der Luft und kann mir wahrscheinlich schon Verrat vorwerfen. 
Deshalb würde ich mal von den Details/Bsp weg zur allgemeineren Auslegung gehen wollen

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10. August 2017 um 14:07
In Antwort auf shyla1234

Die Sache an sich die mich zu dieser Überlegung gebracht hat ist definitiv von beiden Seiten unterstes Level, da haben sich Lügner und Verräter gleichermaßen moralisch nicht vertretbar verhalten.

Nur leider werden nicht beide auch gleichermaßen verurteilt und angeprangert.

Und diese Sache Lüge/Verrat beschäftigt mich seitdem wieder (hab damit eigne Erfahrungen gemacht die Spuren hinterlassen haben)

Ich find Verrat pauschal betrachtet mieser. Denn den kann man nicht mit positiver Absicht begehen, bei einer Lüge ist das dagegen auch möglich.

In deinem Fall sind die Lügen aber absolut nicht positiv - das ist das Problem daran.

Die Felder von Lüge und Verrat sind viel zu weit gestreut, als dass man pauschal sagen könnte, dass irgendwas davon besser ist.
Es ist ja z.B. auch Verrat, wenn man die Rettung ruft, weil man weiß dass sich der Ehemann umbringen will. Oder wenn man einer Mutter, die sich die lebensrettende Behandlung des Kindes nicht leisten kann, steckt, dass der eigene beste Freund und ihr Ehemann in Wirklichkeit viel mehr verdient, als er zugibt, aber alles für seine Spielsucht ausgibt.

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10. August 2017 um 14:11

Nö, er war ja ein halbes Jahr auch keinen Dreck besser und hat geleugnet und sie für dumm verkauft bis sie ihm den unwiderlegbaren Beweis unter die Nase gehalten hat. 
Dabei hat sie dann in einem Aufwasch ihre eigne Scheiße gleich mit gebeichtet und dabei selbst ihr Sachen gepackt.
Er hatte dann nach ein paar Tagen wohl plötzlich die Erleuchtung das er sie unbedingt zurück will und die beiden haben das für sich untereinander geklärt.

Nur das Umfeld will keine Ruhe geben

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10. August 2017 um 14:13

Ihr Freund hat sogar selbst (ich war persönlich anwesend) gesagt das er sie verstehen kann und es auch absolut verdient hat.

Sie kommt aber psychisch irgendwie überhaupt nicht mehr klar mit sich und der Welt und ich hab das Gefühl es wird schlimmer statt besser mit der Zeit

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10. August 2017 um 14:19
In Antwort auf lumusi_12929047

In deinem Fall sind die Lügen aber absolut nicht positiv - das ist das Problem daran.

Die Felder von Lüge und Verrat sind viel zu weit gestreut, als dass man pauschal sagen könnte, dass irgendwas davon besser ist.
Es ist ja z.B. auch Verrat, wenn man die Rettung ruft, weil man weiß dass sich der Ehemann umbringen will. Oder wenn man einer Mutter, die sich die lebensrettende Behandlung des Kindes nicht leisten kann, steckt, dass der eigene beste Freund und ihr Ehemann in Wirklichkeit viel mehr verdient, als er zugibt, aber alles für seine Spielsucht ausgibt.

Positiv sind sie auf keinen Fall in diesem Beispiel.

Aber aus meiner Sicht waren Verzweiflung, Schmerz und auch persönliche Feigheit (untypisch für sie aber hier war sie's absolut) die Triebfedern dahinter

das ist doch immernoch ein andere Schuh als Bosheit und das Motiv maximalen Schaden anzurichten... oder nicht? 

Wie das andre sehen möcht ich eben wissen, deshalb dieser Thread

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10. August 2017 um 16:56

Das ist gleich das nächste Problem: sie igelt sich ein und ich komm nicht mehr an sie ran so richtig

sie zerfleischt sich, kapselt sich ab und kämpft glaub ich immernoch mit ihren Gefühlen für alle beide innerlich.

Eigentlich müsste sie beiden eine Tritt geben und von vorn anfangen. Aber für mich sieht es aus als hätte sie irgendwie den Antrieb und die Kraft verloren 😔

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