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Lohnt sich das Kämpfen?

25. Juni um 8:53 Letzte Antwort: 26. Juni um 13:47

Hallo Zusammen,
ich würde gerne eure objektive Meinung zu meinen Gedanken hören.
Ich (22) bin mit meiner Freundin (20) seit 7 Monaten zusammen. Die ersten 6 Monate waren perfekt, sie hat sich Zeit für mich genommen, wir haben uns oft gesehen und viel gemeinsam unternommen. Doch vor ein paar Wochen kam der harte "cut". Sie hat plötzlich wahnsinnig viel mit Uni (3. Semerster, Jura) zu tun, hat nebenbei noch 4 mal die Woche Fußball (in Coronazeiten fiel das komplett weg) und möchte auch so noch ab und zu etwas mit Freunden unternehmen (was ich absolut verstehen kann). Nur frage ich mich langsam, wann Sie denn mal Zeit für mich hat? Wir wohnen circa 60km auseinader, einfach spontan mal für 1h hinfahren ist da leider nicht drin, deswegen sehen wir uns aktuell nur 1-2 Tage in der Woche.
Ich persönlich finde das wenig und hätte meine Freundin gerne öfter um mich (auch bin ich es von vorherigen Beziehungen anders gewohnt). Wenn ich sie darauf anspreche geht die Stimmung meinstens in den Keller und sie sagt mir, dass sie schon alles erdenkliche versucht, um mich genauso in ihr Leben einzubringen wie Uni, Hobby und Freunde. Dazu kommt, dass sie sich bei Stress zurückzieht, lieber alleine ist und ihre Gefühle in den Hintergrund stellt. Das weiß sie selbst und es tut ihr auch leid, aber sie kann nichts daran ändern. Aktuell bekommt sie nicht mal ein "Ich liebe dich" heraus, weil sie keine Gefühle zulässt und dadurch nicht 100% weiß, ob sie mich liebt.
Ich kann mit dieser ganzen Situation nur sehr schwer umgehen. Ich fühle mich als würde ich in ihrer "Prioritätenliste" ganz hinten stehen. Ich spüre von ihr keine Liebe mehr ankommen und langsam zweifel ich dadurch auch an meinen Gefühlen. Kann ich so weitermachen? Bin ich stark genug um die nächsten 3,5 Jahre für sie zu kämpfen (so lange dauert das Studium noch)? Stelle ich mir so meine Beziehung vor?

Ich denke aktuell ziemlich viel darüber nach. Wir beide können uns aktuell noch eine gemeinsame Zukunft vorstellen, aber ich bin mir einfach unsicher, ob ich die nächsten Jahre mit diesen Gedanken und Gefühlen leben möchte. Für mich ist es wirklich hart sie so wenig zu sehen.
Vielleicht verlange ich von ihr auch einfach zu viel? Aber so bin ich eben in einer Beziehung. Ich wäre ja schon zufrieden, wenn man sich 3-4 mal die Woche sieht. Aber das klappt bei ihr zeitlich einfach nicht. Und jeder Versuch mit ihr darüber zu sprechen endet in einem Drama.
Wenn ich an die Zukunft denke, sehe ich sie an meiner Seite. Doch dann schaue ich auf die nächsten 3 Jahre und sehe nur "Probleme" und schwierige Siutationen ala "Wie wollen wir zusammenziehen, wenn sie noch länger studiert und durch den Unistress kein Geld verdienen kann?", "Das Studium wird die nächsten Semester noch anspruchsvoller, wo stehe ich dann?" und "Was wenn sie eine Richterstelle in einer anderen Stadt bekommt und weg zieht, bin ich bereit mit ihr zu gehen (ich bin sehr Heimatverbunden)?".

Ich weiß einfach nicht, ob sich das kämpfen lohnt oder ob wir zu unterschiedliche Leben führen und Ansichten haben. Vielleicht bin ja auch einfach ich das Problem und ich sollte einen Gang zurückschalten, das dürft ihr mir auch gerne sagen . Aber ich finde man sollte auch Zeit für eine Beziehung haben.

Vielen Dank schonmal für eure Meinungen.

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25. Juni um 9:15
Beste Antwort

Du bist ihr einfach nur nicht wichtig genug.

Also bitte, 4x die Woche Fußballtraining ?
Das gab es bei uns nicht mal in der Landesliga.

Klar, machen Hobbies Spaß und sollen auch weitergeführt werden aber das nimmt ja wirklich schon große Ausmaße an.

Ob es sich lohnt ?

Keine Ahnung. Das musst du selber entscheiden.

Mein eigenes Leben wäre mir zu kostbar um immer nur der Restehalter für übrig gebliebene Zeit zu sein.

Du solltest dich selber fragen, warum du eine Beziehung aufrecht erhältst, in der du nicht richtig glücklich bist.

Die wenige Zeit ist gar nicht das Problem, sondern die Prioritäten die sie setzt. Natürlich hat die Uni Vorrang, das bestimmt ihre Zukunft, aber du scheinst trotzdem nur an hinterster Stelle zu stehen. 

Und das wirst du auch noch nach dem Studium.

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25. Juni um 9:47
Beste Antwort

Ihr habt unterschiedliche Bedürfnisse und Prioritäten. Während Dir beispielsweise Partnernähe sehr wichtig ist, sind ihr persönliche Freiräume wichtiger. Es ist für sie schon das Maximum, Dich ein oder zwei mal in der Woche zu sehen. Das klingt wie ein Opfer. So als würde sie eine Liste abarbeiten: Studium (check), vier mal Fußball (check), Freunde und Familie (check), Zeit für mich (check), Freund treffen (check). Letzteres sorgt bei ihr mittlerweile schon für Stress oder Druck und "sie tut doch schon was sie kann". Das klingt nicht so wie "ich habe so wenig Zeit, will aber unbedingt meinen Freund treffen, die Termine sind mir heilig!".

Menschen sind unterschiedlich. Wenn in entscheidenden Bereichen die Unterschiede zu groß sind, dann ziehen sich diese entgegen des Sprichworts nicht an sondern stoßen sich ab. Du bist jetzt schon am Kämpfen, nach 7 Monaten! Die aufrgegende Anfangszeit ist vorbei (ziemlich früh, wie ich finde, vor allem, wenn man nicht täglich aufeinander hockt), nun setzt ein Ankommen ein und ihr erkennt, wie der/die andere wirklich tickt, welche Prioritäten er/sie setzt und wie er/sie in Krisen oder Unstimmingkeiten reagiert. Wenn Deine Freundin nun andere Prioritäten setzt und Du eben nicht das Wichtigste in ihrem Leben bist (kann man auch nicht verlangen), dann wird sich das mit ziemlicher Sicherheit auch in Zukunft nicht ändern, im Gegenteil. Ihr Leben wird nicht weniger stressig, wenn sie später als Volljurist im Beruf steht.

Ich will Dich nicht entmutigen. Ich glaube aber, es ist sehr sinnvoll, dass Du Dir jetzt ernsthaft Gedanken machst, ob das zwischen euch funktionieren kann. Du wirkst sehr reflektiert, das finde ich gut. Und auch wenn Du jetzt sehr starke Gefühle für sie hast, heisst das nicht zwangsläufig, dass es "richtig" ist, zusammen zu bleiben. Denn neben den starken "schönen" Gefühlen, die sie in Dir auslöst, hast Du eben auch viele sehr belastende Gedanken und eigentlich geht es Dir nicht gut. In einer Beziehung sollte es doch aber so sein, dass der Gedanke an den Partner nicht belastend ist, ganz vorsichtig ausgedrückt. Andernfalls sind das deutliche Hinweise darauf, dass etwas nicht stimmt oder es grundsätzlich nicht passt.

Wenn Deine innere Klausur dazu führt, dass Du glaubst, mit der Situation umgehen zu lernen, dann kannst Du es ja weiter laufen lassen. Aber so wie Du schreibst, wirkst Du auf mich anders. Sich für den Partner zu verbiegen und die eigenen Bedürfnisse zu verleugnen ist immer der falsche Weg!

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25. Juni um 9:57
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In Antwort auf beautifulmind89

Du bist ihr einfach nur nicht wichtig genug.

Also bitte, 4x die Woche Fußballtraining ?
Das gab es bei uns nicht mal in der Landesliga.

Klar, machen Hobbies Spaß und sollen auch weitergeführt werden aber das nimmt ja wirklich schon große Ausmaße an.

Ob es sich lohnt ?

Keine Ahnung. Das musst du selber entscheiden.

Mein eigenes Leben wäre mir zu kostbar um immer nur der Restehalter für übrig gebliebene Zeit zu sein.

Du solltest dich selber fragen, warum du eine Beziehung aufrecht erhältst, in der du nicht richtig glücklich bist.

Die wenige Zeit ist gar nicht das Problem, sondern die Prioritäten die sie setzt. Natürlich hat die Uni Vorrang, das bestimmt ihre Zukunft, aber du scheinst trotzdem nur an hinterster Stelle zu stehen. 

Und das wirst du auch noch nach dem Studium.

Vielen Dank für deine Antwort.
Zum Thema Fußball: Sie spielt Landesliga und hat Montag, Mittwoch, Freitag Training und Samstag o. Sonntag ein Spiel.

Wenn ich das Thema Fußball anspreche wird sie jedes mal sauer. Sie sagt sie macht das seit sie 5 Jahre alt ist und braucht das auch zum Ausgleich. Sie will nicht auf ein Hobby verzichten. Aber ich finde 4 mal eben auch zu viel. Aber da rede ich gegen eine Wand. Ich will ja nicht, dass es sie komplett aufhört...

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25. Juni um 10:07
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In Antwort auf wankendespony

Ihr habt unterschiedliche Bedürfnisse und Prioritäten. Während Dir beispielsweise Partnernähe sehr wichtig ist, sind ihr persönliche Freiräume wichtiger. Es ist für sie schon das Maximum, Dich ein oder zwei mal in der Woche zu sehen. Das klingt wie ein Opfer. So als würde sie eine Liste abarbeiten: Studium (check), vier mal Fußball (check), Freunde und Familie (check), Zeit für mich (check), Freund treffen (check). Letzteres sorgt bei ihr mittlerweile schon für Stress oder Druck und "sie tut doch schon was sie kann". Das klingt nicht so wie "ich habe so wenig Zeit, will aber unbedingt meinen Freund treffen, die Termine sind mir heilig!".

Menschen sind unterschiedlich. Wenn in entscheidenden Bereichen die Unterschiede zu groß sind, dann ziehen sich diese entgegen des Sprichworts nicht an sondern stoßen sich ab. Du bist jetzt schon am Kämpfen, nach 7 Monaten! Die aufrgegende Anfangszeit ist vorbei (ziemlich früh, wie ich finde, vor allem, wenn man nicht täglich aufeinander hockt), nun setzt ein Ankommen ein und ihr erkennt, wie der/die andere wirklich tickt, welche Prioritäten er/sie setzt und wie er/sie in Krisen oder Unstimmingkeiten reagiert. Wenn Deine Freundin nun andere Prioritäten setzt und Du eben nicht das Wichtigste in ihrem Leben bist (kann man auch nicht verlangen), dann wird sich das mit ziemlicher Sicherheit auch in Zukunft nicht ändern, im Gegenteil. Ihr Leben wird nicht weniger stressig, wenn sie später als Volljurist im Beruf steht.

Ich will Dich nicht entmutigen. Ich glaube aber, es ist sehr sinnvoll, dass Du Dir jetzt ernsthaft Gedanken machst, ob das zwischen euch funktionieren kann. Du wirkst sehr reflektiert, das finde ich gut. Und auch wenn Du jetzt sehr starke Gefühle für sie hast, heisst das nicht zwangsläufig, dass es "richtig" ist, zusammen zu bleiben. Denn neben den starken "schönen" Gefühlen, die sie in Dir auslöst, hast Du eben auch viele sehr belastende Gedanken und eigentlich geht es Dir nicht gut. In einer Beziehung sollte es doch aber so sein, dass der Gedanke an den Partner nicht belastend ist, ganz vorsichtig ausgedrückt. Andernfalls sind das deutliche Hinweise darauf, dass etwas nicht stimmt oder es grundsätzlich nicht passt.

Wenn Deine innere Klausur dazu führt, dass Du glaubst, mit der Situation umgehen zu lernen, dann kannst Du es ja weiter laufen lassen. Aber so wie Du schreibst, wirkst Du auf mich anders. Sich für den Partner zu verbiegen und die eigenen Bedürfnisse zu verleugnen ist immer der falsche Weg!

Danke für deine ausfühliche und ehrliche Antwort.
Wir waren in der Corona-Hoch-Zeit tatsächlich sehr viel aufeinander gesessen, ich hatte Home-Office und konnte so mehrere Tage, manchmal auch 2 Wochen am Stück bei ihr sein. Jetzt ist es wieder anders. Ich bin öfter in der Firma, sie braucht Ruhe für die Uni. Für mich ist es ein krasser Umstieg von 100 auf sagen wir 15%. Sie ist den ganzen Tag über abelenkt und beschäftigt, während ich doch mal ein paar Stunden Freiraum habe und in diesem Freiraum habe ich leide Zeit nachzudenken.

Auch ich habe schon drüber nachgedacht, ob es nicht eine "bessere" Partnerin für mich gibt, mit der es stimmiger ist und unser Alltag besse passen würde. Wir hatten in den letzten 6 Monaten schon auch viele schöne Momente und auch jetzt gibt es noch schöne Zeiten, aber eben reduzierter.

Manchmal würde ich gerne einfach in die Zukunft schauen können um zu sehen ob es sich wirklich lohnt oder man lieber gleich einen Schlussstrich ziehen sollte...

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25. Juni um 10:21
Beste Antwort
In Antwort auf romana178

Hallo Zusammen,
ich würde gerne eure objektive Meinung zu meinen Gedanken hören.
Ich (22) bin mit meiner Freundin (20) seit 7 Monaten zusammen. Die ersten 6 Monate waren perfekt, sie hat sich Zeit für mich genommen, wir haben uns oft gesehen und viel gemeinsam unternommen. Doch vor ein paar Wochen kam der harte "cut". Sie hat plötzlich wahnsinnig viel mit Uni (3. Semerster, Jura) zu tun, hat nebenbei noch 4 mal die Woche Fußball (in Coronazeiten fiel das komplett weg) und möchte auch so noch ab und zu etwas mit Freunden unternehmen (was ich absolut verstehen kann). Nur frage ich mich langsam, wann Sie denn mal Zeit für mich hat? Wir wohnen circa 60km auseinader, einfach spontan mal für 1h hinfahren ist da leider nicht drin, deswegen sehen wir uns aktuell nur 1-2 Tage in der Woche.
Ich persönlich finde das wenig und hätte meine Freundin gerne öfter um mich (auch bin ich es von vorherigen Beziehungen anders gewohnt). Wenn ich sie darauf anspreche geht die Stimmung meinstens in den Keller und sie sagt mir, dass sie schon alles erdenkliche versucht, um mich genauso in ihr Leben einzubringen wie Uni, Hobby und Freunde. Dazu kommt, dass sie sich bei Stress zurückzieht, lieber alleine ist und ihre Gefühle in den Hintergrund stellt. Das weiß sie selbst und es tut ihr auch leid, aber sie kann nichts daran ändern. Aktuell bekommt sie nicht mal ein "Ich liebe dich" heraus, weil sie keine Gefühle zulässt und dadurch nicht 100% weiß, ob sie mich liebt.
Ich kann mit dieser ganzen Situation nur sehr schwer umgehen. Ich fühle mich als würde ich in ihrer "Prioritätenliste" ganz hinten stehen. Ich spüre von ihr keine Liebe mehr ankommen und langsam zweifel ich dadurch auch an meinen Gefühlen. Kann ich so weitermachen? Bin ich stark genug um die nächsten 3,5 Jahre für sie zu kämpfen (so lange dauert das Studium noch)? Stelle ich mir so meine Beziehung vor?

Ich denke aktuell ziemlich viel darüber nach. Wir beide können uns aktuell noch eine gemeinsame Zukunft vorstellen, aber ich bin mir einfach unsicher, ob ich die nächsten Jahre mit diesen Gedanken und Gefühlen leben möchte. Für mich ist es wirklich hart sie so wenig zu sehen.
Vielleicht verlange ich von ihr auch einfach zu viel? Aber so bin ich eben in einer Beziehung. Ich wäre ja schon zufrieden, wenn man sich 3-4 mal die Woche sieht. Aber das klappt bei ihr zeitlich einfach nicht. Und jeder Versuch mit ihr darüber zu sprechen endet in einem Drama.
Wenn ich an die Zukunft denke, sehe ich sie an meiner Seite. Doch dann schaue ich auf die nächsten 3 Jahre und sehe nur "Probleme" und schwierige Siutationen ala "Wie wollen wir zusammenziehen, wenn sie noch länger studiert und durch den Unistress kein Geld verdienen kann?", "Das Studium wird die nächsten Semester noch anspruchsvoller, wo stehe ich dann?" und "Was wenn sie eine Richterstelle in einer anderen Stadt bekommt und weg zieht, bin ich bereit mit ihr zu gehen (ich bin sehr Heimatverbunden)?".

Ich weiß einfach nicht, ob sich das kämpfen lohnt oder ob wir zu unterschiedliche Leben führen und Ansichten haben. Vielleicht bin ja auch einfach ich das Problem und ich sollte einen Gang zurückschalten, das dürft ihr mir auch gerne sagen . Aber ich finde man sollte auch Zeit für eine Beziehung haben.

Vielen Dank schonmal für eure Meinungen.

Kleiner Tipp. Abwarten. 
Wenn sie so viel Stress mit Uni und Fußball hat, hat sie einfach keinen Kopf für Stress mit ihrem Freund. da sie ohnehin davon ausgeht, dass du immer hinter ihr stehst. 

wenn einer dieser Stressfaktoren weg fällt und die Situation unverändert bleibt. Dann kannst du dir nochmal Gedanken darüber machen und sie darauf ansprechen. 

PS: ich spreche aus eigener Erfahrung. Mein Freund und ich beide 22 spielen beide Fußball und studieren. Und es gibt immer die Zeiten wo wir weniger Zeit füreinander haben. Aber hei wir sind jetzt schon 2,5 Jahre zusammen.

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25. Juni um 10:32
In Antwort auf anthea_20508833

Kleiner Tipp. Abwarten. 
Wenn sie so viel Stress mit Uni und Fußball hat, hat sie einfach keinen Kopf für Stress mit ihrem Freund. da sie ohnehin davon ausgeht, dass du immer hinter ihr stehst. 

wenn einer dieser Stressfaktoren weg fällt und die Situation unverändert bleibt. Dann kannst du dir nochmal Gedanken darüber machen und sie darauf ansprechen. 

PS: ich spreche aus eigener Erfahrung. Mein Freund und ich beide 22 spielen beide Fußball und studieren. Und es gibt immer die Zeiten wo wir weniger Zeit füreinander haben. Aber hei wir sind jetzt schon 2,5 Jahre zusammen.

Danke für den kleinen Lichtblick . Ich werde sowieso erstmal abwarten, ab September gehe ich Vollzeit auf die Technikerschule und arbeite nebenbei, da werde auch ich weniger Zeit haben. Ich bin gespannt wie es dann wird. Nur weiß ich eben jetzt schon, dass ich alles erdenkliche versuchen werde mir Zeit für sie freizuschaufeln und vermutlich werde ich nicht die gleiche Gegenleistung von ihr erwarten können.

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25. Juni um 10:41
In Antwort auf romana178

Danke für den kleinen Lichtblick . Ich werde sowieso erstmal abwarten, ab September gehe ich Vollzeit auf die Technikerschule und arbeite nebenbei, da werde auch ich weniger Zeit haben. Ich bin gespannt wie es dann wird. Nur weiß ich eben jetzt schon, dass ich alles erdenkliche versuchen werde mir Zeit für sie freizuschaufeln und vermutlich werde ich nicht die gleiche Gegenleistung von ihr erwarten können.

Gerne☺️
ja aber das ist meistens so, dass einer mehr gibt als der andere. Da es meistens immer zwei unterschiedliche Charaktere sind die zusammen kommen. 
Das wichtigste ist, dass sie es zu achätzen weis, weil dann ist es auch die Mühe wert.

viel Glück aufjedenfall👍🏼

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26. Juni um 13:42
In Antwort auf romana178

Hallo Zusammen,
ich würde gerne eure objektive Meinung zu meinen Gedanken hören.
Ich (22) bin mit meiner Freundin (20) seit 7 Monaten zusammen. Die ersten 6 Monate waren perfekt, sie hat sich Zeit für mich genommen, wir haben uns oft gesehen und viel gemeinsam unternommen. Doch vor ein paar Wochen kam der harte "cut". Sie hat plötzlich wahnsinnig viel mit Uni (3. Semerster, Jura) zu tun, hat nebenbei noch 4 mal die Woche Fußball (in Coronazeiten fiel das komplett weg) und möchte auch so noch ab und zu etwas mit Freunden unternehmen (was ich absolut verstehen kann). Nur frage ich mich langsam, wann Sie denn mal Zeit für mich hat? Wir wohnen circa 60km auseinader, einfach spontan mal für 1h hinfahren ist da leider nicht drin, deswegen sehen wir uns aktuell nur 1-2 Tage in der Woche.
Ich persönlich finde das wenig und hätte meine Freundin gerne öfter um mich (auch bin ich es von vorherigen Beziehungen anders gewohnt). Wenn ich sie darauf anspreche geht die Stimmung meinstens in den Keller und sie sagt mir, dass sie schon alles erdenkliche versucht, um mich genauso in ihr Leben einzubringen wie Uni, Hobby und Freunde. Dazu kommt, dass sie sich bei Stress zurückzieht, lieber alleine ist und ihre Gefühle in den Hintergrund stellt. Das weiß sie selbst und es tut ihr auch leid, aber sie kann nichts daran ändern. Aktuell bekommt sie nicht mal ein "Ich liebe dich" heraus, weil sie keine Gefühle zulässt und dadurch nicht 100% weiß, ob sie mich liebt.
Ich kann mit dieser ganzen Situation nur sehr schwer umgehen. Ich fühle mich als würde ich in ihrer "Prioritätenliste" ganz hinten stehen. Ich spüre von ihr keine Liebe mehr ankommen und langsam zweifel ich dadurch auch an meinen Gefühlen. Kann ich so weitermachen? Bin ich stark genug um die nächsten 3,5 Jahre für sie zu kämpfen (so lange dauert das Studium noch)? Stelle ich mir so meine Beziehung vor?

Ich denke aktuell ziemlich viel darüber nach. Wir beide können uns aktuell noch eine gemeinsame Zukunft vorstellen, aber ich bin mir einfach unsicher, ob ich die nächsten Jahre mit diesen Gedanken und Gefühlen leben möchte. Für mich ist es wirklich hart sie so wenig zu sehen.
Vielleicht verlange ich von ihr auch einfach zu viel? Aber so bin ich eben in einer Beziehung. Ich wäre ja schon zufrieden, wenn man sich 3-4 mal die Woche sieht. Aber das klappt bei ihr zeitlich einfach nicht. Und jeder Versuch mit ihr darüber zu sprechen endet in einem Drama.
Wenn ich an die Zukunft denke, sehe ich sie an meiner Seite. Doch dann schaue ich auf die nächsten 3 Jahre und sehe nur "Probleme" und schwierige Siutationen ala "Wie wollen wir zusammenziehen, wenn sie noch länger studiert und durch den Unistress kein Geld verdienen kann?", "Das Studium wird die nächsten Semester noch anspruchsvoller, wo stehe ich dann?" und "Was wenn sie eine Richterstelle in einer anderen Stadt bekommt und weg zieht, bin ich bereit mit ihr zu gehen (ich bin sehr Heimatverbunden)?".

Ich weiß einfach nicht, ob sich das kämpfen lohnt oder ob wir zu unterschiedliche Leben führen und Ansichten haben. Vielleicht bin ja auch einfach ich das Problem und ich sollte einen Gang zurückschalten, das dürft ihr mir auch gerne sagen . Aber ich finde man sollte auch Zeit für eine Beziehung haben.

Vielen Dank schonmal für eure Meinungen.

So wie ich das sehe, ist euer Bedürfnis nach Nähe einfach sehr unterschiedlich ausgeprägt. Du würdest gerne mehr Zeit mit deiner Freundin verbringen und alleine schon, dass du diese Frage stellst, setzt sie unter Druck, weshalb sie dann auch genervt reagiert. Das ist ein deutliches Zeichen davon, dass sie definitiv nicht mehr Nähe mit dir möchte und braucht.

Ich weiß nicht, ob es sich für dich lohnt, diese Beziehung weiterzuführen, das musst du wissen. Ändern wird sich ihr Nähebedürfnis nicht mehr, es ist sogar wahrscheinlich, dass sie in Zukunft noch weniger Nähebedürfnis entwickeln wird, wenn ihr nicht mehr frisch verliebt seid - ihr seid ja noch nicht so lange zusammen.

Prinzipiell sehe ich das so: wenn man in einer Beziehung überhaupt kämpfen muss, dann ist es nicht der richtige Partner.

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26. Juni um 13:47
In Antwort auf romana178

Vielen Dank für deine Antwort.
Zum Thema Fußball: Sie spielt Landesliga und hat Montag, Mittwoch, Freitag Training und Samstag o. Sonntag ein Spiel.

Wenn ich das Thema Fußball anspreche wird sie jedes mal sauer. Sie sagt sie macht das seit sie 5 Jahre alt ist und braucht das auch zum Ausgleich. Sie will nicht auf ein Hobby verzichten. Aber ich finde 4 mal eben auch zu viel. Aber da rede ich gegen eine Wand. Ich will ja nicht, dass es sie komplett aufhört...

Wenn sie Landesliga spielt, dann ist das nunmal sehr trainingsintensiv, das lässt sich nicht ändern. Ich denke nicht, dass man da einfach weniger trainieren kann, dann wird man bald aus dem Team fliegen. 

Du wusstest ja von Anfang an, dass sie Sportlerin ist und oft trainiert. Ich verstehe zwar, dass du das viel findest, aber das war ja schon immer so, also kannst du ihr das jetzt nicht vorhalten.

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