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Lohnt es sich noch an Beziehung zu arbeiten?

30. Juli 2007 um 13:35

Hallo ihr Lieben,
Ich habe ein Dilemma, ist wahrscheinlich für einen Außenstehenden viel klarer als für jemanden der mittendrinsteckt. Also schreibe ich Euch und hoffe, jemand kann mir mit einem guten Rat helfen.

Seit 2 Jahren bin ich mit meinem Freund zusammen, seit 1 Jahr wohnen wir zusammen und haben (äußerlich) ein Paradies, einen netten Freundeskreis, schönes Haus, etc. Leider wurde vor allem dieses Jahr des Zusammenlebens für mich aus anderen Gründen zur Hölle, denn ich mußte mehr und mehr erkennen, daß er ein sehr schwieriger und problematischer Mensch ist, kommt mir vor, als sei er nicht richtig erwachsen.

Manchmal wird er trübsinnig und trinkt dann grosse Mengen Alkohol. Dann macht er verantwortungslose Dinge, gegenüber der Partnerschaft und auch gegegenüber sich selbst. (z.B. Bleibt ganze Nächte weg, verliert seinen Führerschein, wird respektlos etc.).

Er interessiert sich für andere Frauen, chattet auf Single-Seiten und hat evtl. Dates, wenn ich nicht da bin. Auch hält er mit einigen seiner Ex-Freundinnen immer noch Kontakt. Hat mich schon deshalb oft zur Verzweiflung gebracht und ich habe angefangen in seinem Handy und sonstigem zu spionieren, obwohl das nie meine Art war (aber nur so weiß ich von diesen Geschichten). Dabei wollte er, wie ich gesehen habe, wohl weniger Sex von den anderen Frauen, sonderen viel mehr wollte er sie gefühlsmäßig an sich binden.
Nach und nach hat er mir zu verstehen gegeben, daß ich ihn eben so nehmen müsse, wie er sei, daß es wohl besser sei, wenn wir uns nicht so "ganz" fest binden, daß ich ihm zuviel klammere, daß ihn meine Liebe und Eifersucht erdrückt.
Kurz, ich habe immer mehr gelitten unter diesen Geschichten, sowie seinem Verhalten unter Alkoholkonsum.

Gleichzeitig wollte ich ihn nicht verlassen, habe immer wieder an unserer Beziehung gearbeitet, Gespräche geführt, wollte die Verbindlichkeit und auch die dahingehende Verantwortung auf mich nehmen, den Partner nicht fallenzulassen, auch in schlechten Zeiten.....

Vor einigen Wochen, ist wohl in mir das Faß übergelaufen, und es ist passiert, nicht geplant und nicht gesucht, ich habe mich in einen anderen Mann verliebt, habe es einfach passieren lassen und es hat so gut getan wieder zu fühlen, wie schön es ist, einem "normalen" Menschen nahe zu sein. Habe mein lädiertes Selbstbewußtsein wieder aufpäppeln lassen. Schon nach 2 Wochen hat mein Freund die Affäre entdeckt, weil ich sie ihn entdecken ließ.Habe auch sofort alles erzählt. Und warum und mit wem usw.....

Und nun ist mein Freund wie umgewandelt, liegt mir zu Füssen, spricht von zusammen alt werden, wäre fester Bindung...., genau wie am Anfang... wir haben tagelange Gespräche geführt und sind sehr ehrlich gewesen. Ich habe dem Mann meiner Affäre daraufhin schweren Herzens gesagt, daß ich bei meinem jetzigen Partner bleiben werde. Und stehe jetzt vor einem wirklichen innerlichen Dilemma. Mein Freud ist jetzt extrem liebenswert, genau wie am Anfang, aber kann sich ein Mensch grundlegend ändern? Fällt er nicht nach einiger Zeit, wenn er meine Liebe dann wieder sicher hat, in seine alten Fehler? Und daß ich dem Mann meiner Affäre keine Chance geben wollte, tat mir direkt danach furchtbar leid (wohl wegen der Schmetterlinge...). Ich habe das Gefühl, daß ich nicht mutig genug oder zu bequem bin, aus dem alten Leben auszubrechen, und daß ich das irgendwann sehr bereue.

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30. Juli 2007 um 13:39

Ne
eine so grundlegende Änderung des charakters ist wohl nicht möglich denke ich, im moment ist es wohl eine Verlust angst, aber ich glaube wenn er merkt er hat die kurve bekommen, kommt der alte trott wieder...

Lg.
Tekky

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30. Juli 2007 um 13:46

Schwierig.....
....vielleicht hat dein Freund diesen Schock gebraucht, um aufzuwachen oder aber er sah die Bequemlichkeiten, die er durch dich hat, davonziehen... du schreibst, dass ihr viel geredet habt danach, auch über die wesentlichen Dinge wie den Alkohol und seine Vorliebe für andere Frauen?

Grundsätzlich ist eine Beziehung immer Arbeit, nur tun sich das heutzutage die wenigsten noch an. Sie laufen lieber davon, weil sie glauben, so etwas nicht nötig zu haben.

Natürlich können sich Menschen ändern, sowohl positiv wie auch negativ, aber entscheidend ist, dass du dir für die Zukunft Grenzen setzt, und zwar die Grenzen dessen, was du zu ertragen im Stande bist. Darüber solltest du deinen Freund auch in Kenntnis setzen, damit er weiß, dass er nicht alles mit dir machen kann.

Bella

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30. Juli 2007 um 13:53

...Machtspielchen von ihm??
...kann es sein, dass er mit seinem alten Gehabe gemeint hat Macht über dich und deine Gefühle zu haben und als er gesehen hat dass das nicht 100% aufgeht, dass er jetzt sich wieder gedreht hat??? Ich weiß es nicht...manche brauchen ja permanent eins vor den Kopf.....Dein Freund scheint leider dazu zugehören.......Von Heirat würde ich mal ganz solide Abstand nehmen , denn das würde ihn nur noch in unötiger icherheit wiegen...Ob ein Mensch sich grundlegend ändern kann...hmmmmm....ich denke man kann schon extrem an sich arbeiten...aber dazu gehören zwei...die es dann künftig nicht mehr zulassen dass sowas passiert. Stell ihm klare Regeln......keine Chats mehr kein Kontakt zu Ehemaligen......Keine Nacht einfach so vo zu Hause weg bleiben!! Wenn er sich darauf einlässt und es auch hält...dann habt ihr ne Chance...ansonsten lass es lieber....das errinnert mch ein wenig an meinen exex.....der hat nur noch dabei gekokst und war manchmal tagelang nicht greifbar....und ich habe irgendwann eingesehen, dass wir def.nicht zusammen passen....

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30. Juli 2007 um 16:48
In Antwort auf ferun_11927533

Schwierig.....
....vielleicht hat dein Freund diesen Schock gebraucht, um aufzuwachen oder aber er sah die Bequemlichkeiten, die er durch dich hat, davonziehen... du schreibst, dass ihr viel geredet habt danach, auch über die wesentlichen Dinge wie den Alkohol und seine Vorliebe für andere Frauen?

Grundsätzlich ist eine Beziehung immer Arbeit, nur tun sich das heutzutage die wenigsten noch an. Sie laufen lieber davon, weil sie glauben, so etwas nicht nötig zu haben.

Natürlich können sich Menschen ändern, sowohl positiv wie auch negativ, aber entscheidend ist, dass du dir für die Zukunft Grenzen setzt, und zwar die Grenzen dessen, was du zu ertragen im Stande bist. Darüber solltest du deinen Freund auch in Kenntnis setzen, damit er weiß, dass er nicht alles mit dir machen kann.

Bella

Eigene Grenzen
Danke für die lieben Antworten.

ja das wüßte ich nun gerne, ist er durch den Schock aufgewacht, oder sind es die Vorteile, die er durch mich hatte?(vor allem, da er jetzt auch keinen Führerschein mehr hat...)

Du sagst Grenzen setzen. Meist hält man mehr aus, als man denkt. Ich habe meine Grenzen erst wirklich kennengelernt, als sie erreicht waren. und es schon fast zu spät war....

In offenen Momenten hat mein Freund immer eingesehen, wie sehr seine Unbeständigkeit mich verletzt. Aber dann kamen sie doch wieder: Depressionen, Alkohol, andere Frauen. In Wirklichkeit glaube ich mittlerweile, da sollte ein Psycho-Profi ran... Und genau das lehnt mein Freund vehement ab!

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30. Juli 2007 um 19:23
In Antwort auf lucine_12698207

Eigene Grenzen
Danke für die lieben Antworten.

ja das wüßte ich nun gerne, ist er durch den Schock aufgewacht, oder sind es die Vorteile, die er durch mich hatte?(vor allem, da er jetzt auch keinen Führerschein mehr hat...)

Du sagst Grenzen setzen. Meist hält man mehr aus, als man denkt. Ich habe meine Grenzen erst wirklich kennengelernt, als sie erreicht waren. und es schon fast zu spät war....

In offenen Momenten hat mein Freund immer eingesehen, wie sehr seine Unbeständigkeit mich verletzt. Aber dann kamen sie doch wieder: Depressionen, Alkohol, andere Frauen. In Wirklichkeit glaube ich mittlerweile, da sollte ein Psycho-Profi ran... Und genau das lehnt mein Freund vehement ab!

Nicht deine psychischen Grenzen bis zum Schmerz..
das was du nicht mehr möchtest das mußt du ihmnun klar sagen...so wie ich es dir eben vorgeschlagen habe....

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30. Juli 2007 um 19:54

Änderungen
Hallo

Also ich glaube schon das sich Menschen (auch Männer wie ich) ändern können, aber wie schon erwähnt es benötigt 2 dazu.

Meine Freundin hat vor ca. 3 Monaten Schluss gemacht ohne so wirklich ersichtlichen Grund für mich.
Da wir noch immer zusammenwohnen tropfen nun immer mehr Sachen durch die sie gestört haben, die ich aber nicht einmal bemerkt habe.
Wir hatten auch davor schon Gespräche über unsere Beziehung und wir versprachen uns das jeder an sich arbeitet. Aus meiner Sicht habe ich sehr an mir gearbeitet und dies auch für mehrere Wochen durchgehalten. Von meiner Freundin habe ich aber keine bis kaum Änderungen gesehen und dadurch bin ich wieder in den alten Trott zurück. (Wer will schon nur allein daran arbeiten).

Nachdem sich meine Freundin Schluss gemacht hat, hat sie sich aber genau so geändert wie ich sie immer gerne gehabt hätte und wie sie auch am Anfang der Beziehung war.
Nun habe ich mich auch geändert und dies eben schon seit über 3 Monate.
Ich hoffe meine Ex gibt uns nochmals eine Chance und es klappt mit den geänderten ichs. Es ist aber immer ein Problem wenn man sich daran erinnert wie jemand einmal war und es vielleicht auch ihm sagt (so wie früher warst du....)

In deinem Fall sage ich:
Du hast deine Affäre schon beendet, was kannst du verlieren wenn du euch noch eine Chance gibst???
Du kannst eigentlich nur um die Erfahrung reicher werden ob es funktionieren kann oder nicht. Wenn du es nicht probierst wirst du dich wahrscheinlich ewig fragen ob es nicht doch klappen hätte können.
Aber du darfst nicht darauf vertrauen das nur er sich ändert, auch du musst etwas machen sonst hätte er die Sachen ja alle nicht gemacht wenn ihn etwas an dir nicht auch stören würde.

Beziehungen sind arbeit, arbeit an sich selbst und am anderen.

lg
Friedensbringer

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30. Juli 2007 um 21:20

Eine rein intuitive Antwort,
also eine ohne Begründung:
Nein, es lohnt sich nicht, für diese Beziehung zu kämpfen.

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