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Liebesunfähig?

29. Juni 2018 um 1:07

Hey, ich weiß nicht, ob das hier hin gehört. Ich bin momentan in einer Phase, in der ich mich ein bisschen mehr mit mir selbst beschäftige. Zuerst einmal ich bin 19 Jahre alt und weiblich. Ich weiß nicht, ob es sowas gibt aber ich habe das Gefühl, dass ich auf irgendeiner Art liebesunfähig bin. Der Gedanke kam mir das erste Mal, als nach einem tieferen Gespräch meine ältere Schwester die Vermutung aufgestellt hat. Ich hatte aber nie Lust mich damit mehr zu beschäftigen, weil ich an sich sehr zufrieden mit meinem Leben bin und ich somit kein Bedürfnis daran hatte was zu ändern. In letzter Zeit beschäftigt der Gedanke mich aber immer mehr. Ich hatte noch nie eine Beziehung und war auch noch nie ansatzweise verliebt und hatte auch noch nie Sex oder habe andere sexuelle Erfahrungen mit anderen gemacht, was in meinem Alter schon eher ungewöhnlich ist. Ich habe mich vor ungefähr einem Jahr öfters mit einem Typen getroffen. Bei jedem Treffen hatte ich Angst, dass er mehr wollte, weil ich mich nicht bereit dafür gefühlt habe und sich alles dagegen gesträubt hat. Es ist im Endeffekt so geendet, dass er Gefühle entwickelt hat und ich keine. Ich hatte auch schon öfters was mit Männern als ich feiern war, hatte aber nie das Bedürfnis, über das Küssen hinaus zu gehen und auch immer ein bisschen Sorge, dass er mehr wollte. Von meinen Freunden kenne ich das eher anders herum. Ich weiß, dass ich noch sehr jung bin, kann mir aber nicht vorstellen, dass ich mich jemals verlieben kann, denn immer wenn ich mehr Kontakt zu einem Mann habe und das in eine intimere Richtung geht, blocke ich und meine ganzen Gefühle ab. Ich weiß um ehrlich zu sein nicht, was ich mit dem Text hier erreichen will, aber mich würde interessieren, wie ihr das einschätzt.

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29. Juni 2018 um 13:12

Naja also mein erster Kuss war betrunken, zu mal man da eh viel lockerer ist. Eigentlich wollte ich das auch nicht umbedingt. Habe aber mittlerweile beim küssen nicht mehr dieses ungute Gefühl, finde es teils sogar ganz schön. Bei allem anderen habe ich aber diese Barriere. Wie ist es denn bei dir? Also hast du auch beim Küssen eine innere Abneigung?

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29. Juni 2018 um 15:15

Ich denke, das müsste man mal sehr vertieft anschauen und eventuell professionellen Rat beiziehen. Damit ist nicht etwa gemeint, dass hier jemand krank sei, sondern dass es ein Verhalten ist, das auf spezielle Erfahrungen in der Kindheit hinweist.

Grundsätzlich ist jeder Mensch nämlich sozial, das heisst, an anderen Menschen und Austausch mit diesen interessiert - natürlicher Weise. Und auch liebesfähig, liebesbedürftig.

Ich bin nicht Psychologe. Das mal vorweg. Was ich anschauen würde, und Euch fragen würde, wie war euer Verhältnis zu Eurem Vater? Wie waren die Eltern miteinander? Gibt es bei den direkten Vorbildern Vorkommnisse, die Euch verletzt haben und dadurch eine Hemmung entstanden ist, eine Barierre aufgebaut hat, die Euch (zunächst) schützt?

Dieser Eigenschutz beinhaltet nämlich eine gewisse Angst. Angst aber wovor? Vor einem Übergriff, einem nicht gewollten etwa?

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29. Juni 2018 um 15:24

Ich würde auch erst einmal abwarten, ist vielleicht auch noch eine Entwicklung. Nicht jeder ist da gleich schnell.

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29. Juni 2018 um 16:47
In Antwort auf julian_12675699

Ich denke, das müsste man mal sehr vertieft anschauen und eventuell professionellen Rat beiziehen. Damit ist nicht etwa gemeint, dass hier jemand krank sei, sondern dass es ein Verhalten ist, das auf spezielle Erfahrungen in der Kindheit hinweist.

Grundsätzlich ist jeder Mensch nämlich sozial, das heisst, an anderen Menschen und Austausch mit diesen interessiert - natürlicher Weise. Und auch liebesfähig, liebesbedürftig.

Ich bin nicht Psychologe. Das mal vorweg. Was ich anschauen würde, und Euch fragen würde, wie war euer Verhältnis zu Eurem Vater? Wie waren die Eltern miteinander? Gibt es bei den direkten Vorbildern Vorkommnisse, die Euch verletzt haben und dadurch eine Hemmung entstanden ist, eine Barierre aufgebaut hat, die Euch (zunächst) schützt?

Dieser Eigenschutz beinhaltet nämlich eine gewisse Angst. Angst aber wovor? Vor einem Übergriff, einem nicht gewollten etwa?

Danke erst einmal für deine Antwort und fürs ernst nehmen! Ich habe mich damit auch schon auseinander gesetzt. Ich war früher ein extremes Mama Kind, glaube aber, dass ich mit der Zeit zum Schutz auf Abstand gegangen bin. Meine Mutter hat mich oft verletzt und ab irgendeinem Zeitpunkt bin ich so auf Abstand gegangen, dass egal, was sie zu mir gesagt hat, mich komplett kalt gelassen hat. Ich habe gar nicht mehr mit meiner Mutter geredet, ihr nichts mehr erzählt und war auch nie zuhause, da ich in direkter Nachbarschaft meine besten Freunde hatte. Mittlerweile bin ich ausgezogen. Mit meinem Vater hatte ich ein relativ gutes Verhältnis, was bis heute auch noch besteht, habe ihn jedoch nur selten gesehen, da er mehrere Stunden entfernt wohnt. Insgesamt haben meine Eltern nach der Trennung nur übers Gericht und über uns Kinder miteinander geredet. Ich bin in letzter Zeit am überlegen wieder eine Therapie anzufangen, würde mich dort aber nicht richtig aufgehoben fühlen, da ich 1. eigentlich sehr zufrieden mit meinem Leben und sehr glücklich bin und das Thema irgendwie immer ein bisschen vor mir her schiebe und 2. sehr starke Probleme habe über meine Gefühle zu reden und mich zu öffnen (über schreiben geht das). 

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29. Juni 2018 um 19:46

"... dass ich auf irgendeiner Art liebesunfähig bin. Der Gedanke kam mir das erste Mal, als nach einem tieferen Gespräch meine ältere Schwester die Vermutung aufgestellt hat."

Weißt du, manchmal können Worte, die gar nicht böse gemeint sind, große negative Auswirkungen haben (weiß ich aus Erfahrung). Deine Schwester hat da in dir etwas losgetreten, dass etwas mit dir nicht in Ordnung sein könnte. Der Gedanke bohrt sich tief ein und man beginnt zu grübeln und es lässt einen nicht mehr los. Und schon hat man ein Problem, dass man ansonsten gar nicht als Problem wahrgenommen hätte oder zumindest nicht so gravierend.

Überlege dir mal, wie groß die Zeitspanne ist, in der Frauen in die Wechseljahre kommen, das kann bei manchen wenigen schon mit 40 beginnen und manchen erst mit Anfang Mitte 50.
Das sind ja auch hormonelle Entwicklungen. Genauso beginnt eben auch nicht jeder zur gleichen Zeit, sich zu verlieben. Und wer weiß, ob nicht die ein oder andere sich einfach nur deshalb mit einem Freund einlässt, um da auch mitreden zu können; so eine Art Gruppenzwang, wie es mit dem Rauchen ja auch oft ist.

Wenn es FÜR DICH momentan kein Problem ist und du dich wohl damit fühlst, dass du noch keinen Partner willst, dann genieße momentan einfach das Leben.

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29. Juni 2018 um 20:23

da du im Moment mit dir und der Umwelt zufrieden bist, schaffe dir kein Problem, nur weil du meinst, du müsstest lieben. Nein, das brauchst und musst du nicht. Niemand muss das!

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29. Juni 2018 um 21:10
In Antwort auf lycka8.

Hey, ich weiß nicht, ob das hier hin gehört. Ich bin momentan in einer Phase, in der ich mich ein bisschen mehr mit mir selbst beschäftige. Zuerst einmal ich bin 19 Jahre alt und weiblich. Ich weiß nicht, ob es sowas gibt aber ich habe das Gefühl, dass ich auf irgendeiner Art liebesunfähig bin. Der Gedanke kam mir das erste Mal, als nach einem tieferen Gespräch meine ältere Schwester die Vermutung aufgestellt hat. Ich hatte aber nie Lust mich damit mehr zu beschäftigen, weil ich an sich sehr zufrieden mit meinem Leben bin und ich somit kein Bedürfnis daran hatte was zu ändern. In letzter Zeit beschäftigt der Gedanke mich aber immer mehr. Ich hatte noch nie eine Beziehung und war auch noch nie ansatzweise verliebt und hatte auch noch nie Sex oder habe andere sexuelle Erfahrungen mit anderen gemacht, was in meinem Alter schon eher ungewöhnlich ist. Ich habe mich vor ungefähr einem Jahr öfters mit einem Typen getroffen. Bei jedem Treffen hatte ich Angst, dass er mehr wollte, weil ich mich nicht bereit dafür gefühlt habe und sich alles dagegen gesträubt hat. Es ist im Endeffekt so geendet, dass er Gefühle entwickelt hat und ich keine. Ich hatte auch schon öfters was mit Männern als ich feiern war, hatte aber nie das Bedürfnis, über das Küssen hinaus zu gehen und auch immer ein bisschen Sorge, dass er mehr wollte. Von meinen Freunden kenne ich das eher anders herum. Ich weiß, dass ich noch sehr jung bin, kann mir aber nicht vorstellen, dass ich mich jemals verlieben kann, denn immer wenn ich mehr Kontakt zu einem Mann habe und das in eine intimere Richtung geht, blocke ich und meine ganzen Gefühle ab. Ich weiß um ehrlich zu sein nicht, was ich mit dem Text hier erreichen will, aber mich würde interessieren, wie ihr das einschätzt.
 

Was für eine hässliche Überschrift. Lass dir nichts einreden, das ist völlig normal.
Wir sind doch nicht bei den Lemmingen. Nur weil andere alle Dummheiten ausprobieren, musst du das noch lange nicht.
Ich empfehle dir, deinen Medienkonsum ganz kritisch zu prüfen. Immer dann, wenn du aufgefordert wirst, dich als Sexpüppchen zu sehen, knipse das weg. Auch Sendungen, in denen Frauen ständig gedemütigt werden. Einmal Schlampen, einmal frigide, man kann es niemandem recht machen.

Wenn du das Bedürfnis nach körperlicher Nähe nicht hast, dann ist es einfach so. Bei Männern ist es öfter stärker ausgeprägt, aber Angst haben musst du deshalb nicht.
Bleib so, wie du bist. Wenn jemand kommt, der sich auch für deine Wünsche, also wirklich für dich interessiert, dann wirst du es schon merken. 

Soeben habe ich mir ein Gofem-Video angesehen. Ist vielleicht auch für dich interessant. 

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29. Juni 2018 um 21:13
In Antwort auf anne234

Was für eine hässliche Überschrift. Lass dir nichts einreden, das ist völlig normal.
Wir sind doch nicht bei den Lemmingen. Nur weil andere alle Dummheiten ausprobieren, musst du das noch lange nicht.
Ich empfehle dir, deinen Medienkonsum ganz kritisch zu prüfen. Immer dann, wenn du aufgefordert wirst, dich als Sexpüppchen zu sehen, knipse das weg. Auch Sendungen, in denen Frauen ständig gedemütigt werden. Einmal Schlampen, einmal frigide, man kann es niemandem recht machen.

Wenn du das Bedürfnis nach körperlicher Nähe nicht hast, dann ist es einfach so. Bei Männern ist es öfter stärker ausgeprägt, aber Angst haben musst du deshalb nicht.
Bleib so, wie du bist. Wenn jemand kommt, der sich auch für deine Wünsche, also wirklich für dich interessiert, dann wirst du es schon merken. 

Soeben habe ich mir ein Gofem-Video angesehen. Ist vielleicht auch für dich interessant. 

Das Video funktioniert hier nicht wie gewünscht. Du kannst es aber selbst suchen, auch über Suchmaschine.
"DAS denken Männer über Frauen, die beim 1. Date Sex haben!"

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30. Juni 2018 um 0:45
In Antwort auf ella-1234

"... dass ich auf irgendeiner Art liebesunfähig bin. Der Gedanke kam mir das erste Mal, als nach einem tieferen Gespräch meine ältere Schwester die Vermutung aufgestellt hat."

Weißt du, manchmal können Worte, die gar nicht böse gemeint sind, große negative Auswirkungen haben (weiß ich aus Erfahrung). Deine Schwester hat da in dir etwas losgetreten, dass etwas mit dir nicht in Ordnung sein könnte. Der Gedanke bohrt sich tief ein und man beginnt zu grübeln und es lässt einen nicht mehr los. Und schon hat man ein Problem, dass man ansonsten gar nicht als Problem wahrgenommen hätte oder zumindest nicht so gravierend.

Überlege dir mal, wie groß die Zeitspanne ist, in der Frauen in die Wechseljahre kommen, das kann bei manchen wenigen schon mit 40 beginnen und manchen erst mit Anfang Mitte 50.
Das sind ja auch hormonelle Entwicklungen. Genauso beginnt eben auch nicht jeder zur gleichen Zeit, sich zu verlieben. Und wer weiß, ob nicht die ein oder andere sich einfach nur deshalb mit einem Freund einlässt, um da auch mitreden zu können; so eine Art Gruppenzwang, wie es mit dem Rauchen ja auch oft ist.

Wenn es FÜR DICH momentan kein Problem ist und du dich wohl damit fühlst, dass du noch keinen Partner willst, dann genieße momentan einfach das Leben.

Zwischen dem Zwiespalt stehe ich gerade nämlich. Ich weiß nicht, in wie weit das normal ist und in wie weit vielleicht meine Psyche in irgendeiner Art Schutzmechanismen aufgebaut hat, die mich daran hindern lieben zu können.

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