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Liebeskummer und wie geht man damit um?

25. Oktober 2005 um 11:36

ich weiß wohl, dass dieses thema bis zum erbrechen immer wieder erläutert wurde und wahrscheinlich auch in jedem beitrag zu finden ist...

trotzdem möchte ich gerne wissen, wie ihr so mit liebeskummer umgeht?
ich frage das deshalb, weil ich heute auf den tag genau (wow, ist mir jetzt grad so aufgefallen, autsch... ) seit 2 monaten von meinem ex-freund getrennt bin.
naja, ich will nicht rumjammern oder mich hier selbst bemitleiden, dass es hart ist und weh tut ist wahrscheinlich jedem klar.

nur ist mein problem, dass ich nicht loslassen kann! nein, nicht dass jetzt jemand denkt, ich tyrannisier und terrorisier den armen kerl seit 2 monaten pausenlos - im gegenteil.
seit der "2. pleite" anfang oktober hab ich mich nicht mehr bei ihm gemeldet, auch wenn es mich fast wahnsinnig macht. ich kann damit nicht umgehen, ich versuchs wirklich! weil ich mir nicht selber leid tun will und weil ich eigentlich auch nicht so unglücklich sein will wie ich es im moment bin.

klar, die erste phase war unendlich schwer, da dachte ich jeden tag, jede sekunde ich würde sterben so sehr hat es weh getan.
dann kam eine phase wo ich dachte es geht bergauf, ich hab mich beschäftigt, abgelenkt.
dann das gespräch mit ihm, die hoffnung es könnte wieder werden - der totale absturz danach...

und jetzt sind ja wieder ca. 3 wochen vorbei - und ich schaffs einfach nicht.
ich heule zwar nicht mehr permanent, nur mehr ab und zu wenns gar nicht mehr geht - aber ich bin total am ende. es ist so schwer zu erklären: es fühlt sich an, als hätte er einen teil von mir mitgenommen, und ich schaffe es nicht, diesen teil mit irgendwas anderem auszufüllen.
klingt dämlich oder?
aber er hat ein riesenloch in meinem leben hinterlassen. und so sehr ich mich auch bemühe (und das tu ich wirklich), ich kann einfach nicht damit umgehen!
ich vermiss ihn so sehr dass es richtig weh tut - und auch wenn ich inzwischen WEIß dass es keinen sinn hat ihm nachzulaufen (das tu ich auch sicher nicht), oder ihm ständig zu sms-en (tu ich auch nicht) oder immer dort aufzutauschen wo er ist (das würde ich glaub ich gar nicht schaffen) und dass wir wahrscheinlich (ok, ziemlich sicher) keine chance mehr haben kann ich einfahc nicht abschließen! ich verstehe nicht warum!
ich kann ihn nicht hassen, kann nicht böse auf ihn sein, kann ihn nicht vergessen.
egal wo und wann, in irgendeinem augenblick kommt wieder irgendwas, das mich an ihn erinnert.

wow, mir ist grad klar geworden, wie blöd das alles klingt! ich bin nicht total verzweifelt (zumindest hab ich nicht das gefühl) oder bin total hysterisch wegen ihm. ich fühl mich einfach nur so leer und einsam ohne ihn, und ich weiß nicht was ich dagegen tun kann....

sorry dass das jetzt so lang und traurig geworden ist...

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25. Oktober 2005 um 11:44

Hi,
das ist doch normal- jeder von uns hat das Verlangen, seine Gefühle niederzuschreiben und andere Meinungen zu holen, die einen hoffentlich aufbauen.
Habe Dir eine PN geschickt- vielleicht kann man mal mailen.

Liebe Grüße
Sternle

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25. Oktober 2005 um 11:49

Liebe Samsonite
Ja ich kenne dieses Gefühl!
Man kann nicht mehr klar denken und der Schmerz ist einfach unerträglich! Du kommst dir vor als ob jemand eine große Lanze direkt in dein Herz gestochen hat!!!

Es ist wirklich keine schöne Sache und ich kann nur eines dazu sagen:
"ES GEHT VORBEI"
Ich weiss du glaubst mir nun nicht! Aber es ist der einzige Ausweg aus so einer Sache!
Glaub mir du wirst das schaffen! Du wirst wieder Glücklich und du wirst eine neue "noch" größere Liebe finden. Du brauchst nun einfach ein bisschen Zeit für dich und wenn du soweit bist kannst du auch wieder weg gehen und andere Menschen treffen!

Ich hoffe das dir das ein bisschen hilft!
Sonst---> bin ich ja da und hör dir gerne ab!

Alles Gute She202

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25. Oktober 2005 um 11:58

Lang und traurig
hallo sam,

eine trennung ist ein abschied und das was da mit uns passiert ist ähnlich dem, was wir durchmachen wenn ein lieber mensch gestorben ist - trauerarbeit.dafür gibt es verschiedene phasen, die wo ich wie gelähmt bin, die in der ich pausenlos heulen könnte, die in der ich wütend bin und wenn du dir das genau ansiehst verändert sich die trauer und irgendwann wird aus dem spürbaren schmerz eine erinnerung an schmerzhafte zeiten. dann ist es überstanden.
wie lange das dauert hängt zum einen davon ab, wie lange die beziehung bestanden hat und ob du die trauer akzeptieren und zulassen kannst.
je mehr du dich dagegen wehrst umso länger dauert es an.

manndel

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25. Oktober 2005 um 12:04
In Antwort auf kaleo_12490902

Lang und traurig
hallo sam,

eine trennung ist ein abschied und das was da mit uns passiert ist ähnlich dem, was wir durchmachen wenn ein lieber mensch gestorben ist - trauerarbeit.dafür gibt es verschiedene phasen, die wo ich wie gelähmt bin, die in der ich pausenlos heulen könnte, die in der ich wütend bin und wenn du dir das genau ansiehst verändert sich die trauer und irgendwann wird aus dem spürbaren schmerz eine erinnerung an schmerzhafte zeiten. dann ist es überstanden.
wie lange das dauert hängt zum einen davon ab, wie lange die beziehung bestanden hat und ob du die trauer akzeptieren und zulassen kannst.
je mehr du dich dagegen wehrst umso länger dauert es an.

manndel

Dagegen wehren
ich hatte eigentlich nie das gefühl dass ich das tu! ich kenn das doch von früheren beziehungen und trennungen, nach der heulerei kam irgendwann die phase der wut (wo ich ihn dann "gehasst" habe, sauer auf ihn war und mir gedacht hab: der war das nicht wert) und dann gings langsam vorwärts...

aber diese phase fehlt mir dieses mal total, und ich weiß nicht warum! sicher, auch er hat fehler gemacht, und sicher nicht wenige. aber ich genauso. und keiner der fehler war so dermaßen schwerwiegend dass ich dafür irgendwie sauer auf ihn sein könnte.
aber das machts doch so schwer.
ich häng an ihm und weiß nicht warum. er geht mir auf so viel arten ab: einfach die ganze routine, die ich mit ihm hatte die ganze woche lang - die wochenende wo ich dann in der zeitung von seinen fb-spielen lese - und das reden, dass er mir immer zugehört hat - seine blöden witze, wenn ich eigentlich sauer sein wollte und dann doch lachen musste - einfach der ganze alltag.
und auch seine familie vermiss ich so schrecklich. ich war vom ersten augenblick an ein teil davon und hatte nicht mal die möglichkeit mich zu verabschieden.
sicher ist das blöd, aber es tut auch weh, grad zb seine mum, die war einfach so ein toller mensch.

ich weiß nicht wie ich es "zulassen" kann, ich schlag mich jetzt schon so lange damit herum und es wird von tag zu tag noch schwerer weil ich nicht rauskomme aus dem ganzen.

ach scheiße...
ich tu mir schon wieder selber leid!

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25. Oktober 2005 um 13:23
In Antwort auf lyubov_12289371

Dagegen wehren
ich hatte eigentlich nie das gefühl dass ich das tu! ich kenn das doch von früheren beziehungen und trennungen, nach der heulerei kam irgendwann die phase der wut (wo ich ihn dann "gehasst" habe, sauer auf ihn war und mir gedacht hab: der war das nicht wert) und dann gings langsam vorwärts...

aber diese phase fehlt mir dieses mal total, und ich weiß nicht warum! sicher, auch er hat fehler gemacht, und sicher nicht wenige. aber ich genauso. und keiner der fehler war so dermaßen schwerwiegend dass ich dafür irgendwie sauer auf ihn sein könnte.
aber das machts doch so schwer.
ich häng an ihm und weiß nicht warum. er geht mir auf so viel arten ab: einfach die ganze routine, die ich mit ihm hatte die ganze woche lang - die wochenende wo ich dann in der zeitung von seinen fb-spielen lese - und das reden, dass er mir immer zugehört hat - seine blöden witze, wenn ich eigentlich sauer sein wollte und dann doch lachen musste - einfach der ganze alltag.
und auch seine familie vermiss ich so schrecklich. ich war vom ersten augenblick an ein teil davon und hatte nicht mal die möglichkeit mich zu verabschieden.
sicher ist das blöd, aber es tut auch weh, grad zb seine mum, die war einfach so ein toller mensch.

ich weiß nicht wie ich es "zulassen" kann, ich schlag mich jetzt schon so lange damit herum und es wird von tag zu tag noch schwerer weil ich nicht rauskomme aus dem ganzen.

ach scheiße...
ich tu mir schon wieder selber leid!

Verabschieden
hi sam,

vieleicht ist es das, dass du dich nicht verabschieden konntest was dich am nächsten schritt hindert.
kannst du denn seine mutter nicht einfach anrufen oder hinfahren?
meine exfrauen rufen auch heute noch nach vielen jahren bei meinen eltern an und das ist ok so, denn die können ja nichts für die trennung.

manndel

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27. Oktober 2005 um 10:05
In Antwort auf kaleo_12490902

Verabschieden
hi sam,

vieleicht ist es das, dass du dich nicht verabschieden konntest was dich am nächsten schritt hindert.
kannst du denn seine mutter nicht einfach anrufen oder hinfahren?
meine exfrauen rufen auch heute noch nach vielen jahren bei meinen eltern an und das ist ok so, denn die können ja nichts für die trennung.

manndel

Manchmal glaub ich das auch
es war einfach ein totaler schnitt von ihm - und ich konnte nichts tun.
und das ist schwer, einfach so aus allem rausgerissen zu werden, was 3 monate lang der alltag war. einfach weg von allen leuten, seiner familie...

ich würde gerne mal mit seiner mum reden, aber ich weiß nicht ob ich das wirklich tun soll - und was er dann davon hält, vielleicht glaubt er dann, ich versuchs über seine mum...

mensch, wieso können beziehungen nicht ein klitzekleines, winziges bisschen einfacher sein?

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27. Oktober 2005 um 11:10

Kann Dich verstehen...
Hi!
Ich glaub, ich weiß wie Du Dich fühlst...
mein Exfreund hat vor 3 1/2 Monaten das erste Mal mit mir Schluss gemacht (naja, eigentlich war ich es, aber nur, weil ich gespürt habe, dass er mich nicht mehr liebt und sich in eine andere verguckt hatte). Danach war ich völlig verzweifelt und hatte die gleichen Probleme wie Du. Wir waren über 4 Jahre zusammen und mir hat einfach alles gefehlt: Am Wochenende zum Fußball zu gehen, mit ihm auf dem Sofa herumzualbern, die Essen mit seiner Familie, die ich übrigens wirklich fantastisch finde und sie deshalb immer noch höllisch vermisse. Ich hatte zum Glück ein paar tolle Freunde, die mich aufgemuntert haben und gesagt haben, ich hätte das schon vor langer Zeit tun sollen (in Gegenwart anderer war ich Luft für ihn, aber zuhause war es immer schön). Ich habe ihn wirklich immer noch sehr geliebt, hab mir aber gesagt, dass er mit der anderen vermutlich schon lange zusammen ist.
Ich fühlte mich zu der Zeit völlig unattraktiv (logisch, wenn man den langjährigen Freund an eine andere Frau verliert). Die Männer, die mich auf einmal alle ansprachen, haben mich auch nicht wirklich vom Gegenteil überzeugt, denn die wollte ich ja alle gar nicht.
Ich habe mich dann viel abgelenkt. Habe all die Sachen getan, die man in einer Beziehung eher selten tut: Mit Freunden (männlich) ins Kino gegangen, mit der Freundin stundenlang im Café gesessen, in der Disco geflirtet. Naja, das hat mein guter Exfreund aufgrund unseres identischen Freundeskreises mitbekommen und hat mir ständig gemailt.
Nach einem Monat (wir hatten die Nacht mit all unseren Freunden in der Disco gefeiert, ich ihn aber keines Blickes gewürdigt sondern nur viel Spaß gehabt) war ich eigentlich schon ganz gut über ihn hinweg.
Ich lag gegen 5 Uhr morgens in meinem Bett und bekam plötzlich einen Anruf, den ich um die Zeit natürlich nicht beantworten wollte. Dann noch ein Anruf. Ich schaute aufs Display: mein Exfreund!
Ich bin dann rangegangen und er meinte er könne nicht ohne mich, ob ich nicht vorbeikommen könne... Eine halbe Stunde hat er auf mich eingeredet, bis ich endlich ja gesagt habe (blöd wie ich war...).
Er hat mir gesagt, dass er sich nun ganz sicher sei (ich hab ihm erzählt, wie sehr ich gelitten hatte und das nicht nochmal durchstehen könne) und nur mich lieben würde...
Wie Du Dir denken kannst, fing nach zwei Wochen alles von vorne an. Er war fast nur mit Freunden unterwegs, unterhielt sich auf Parties nicht mit mir (eher mit der, in die er sich verguckt hatte) und wir sahen uns etwa einmal pro Woche (führten eh eine Wochenendbeziehung, da er nicht hier wohnt).
Ich habe ihn dann nach vier Wochen Beziehung darauf angesprochen, und gefragt, ob er mich an dem Wochenende (wir hatten nur den Freitag, weil die anderen Tage eine Hochzeit war, auf die ich nicht mitgehen konnte) nicht sehen will. Da kam dann "schon.". Und ich hab weiter gefragt, ob er mich denn gar nicht vermisst hätte in der Woche. "Etwas." Da war für mich dann die Sache klar und ich habs wieder beendet. Das hatte keinen Sinn. Er hatte allen Ernstes die Dreistigkeit, mir zu sagen, dass er nicht glaubt, dass wir eine Zukunft haben (aber er war sich ja sooo sicher...).
Seitdem hat er sich nicht mehr gemeldet. Das ist jetzt einen Monat her und ich ärgere mich immer noch, dass ich überhaupt nachgegeben habe. Ich hätte mir viel Kummer erspart, wenn ich damals standhaft geblieben wäre... Er ist jetzt am Wochenende nur noch unterwegs und macht viel mit seinen Freunden. Das hat ihm wohl gefehlt, obwohl ich ihn in der Beziehung nie daran gehindert habe.
Man muss einfach begreifen, dass der andere nichts mehr für einen empfindet. Da kann man noch so viel an den schönen Alltag und die glücklichen Stunden denken. Die sind vorbei.
Ich habe mich dazu entschlossen, mein Single-Leben zu genießen (das hat nämlich durchaus auch Vorteile!). Man kann flirten, mit wem man will und keiner schaut einen schief an, wenn man zu dem "Auserwählten" mit nach Hause geht.
Glaub mir, ein Flirt kann wahre Wunder wirken, Du fühlst Dich wieder begehrenswert und denkst irgendwann "Hat er eben Pech gehabt. Wer mich nicht will, muss schön blöd sein! So eine findet er doch im Leben nicht mehr!!"
Und wenn Du diesen Gedanken gefasst hast, bist Du schon auf dem Weg der Besserung. Denk nicht an ihn! Denk an Dich! Was anderes ist nicht wichtig. Geh unter Menschen (ich hab in den ersten Wochen peinlich genau darauf geachtet, möglichst wenig allein zu sein, dann fängt nämlich diese Nachdenkerei erst an...) und hab Spaß. Versuch Deinem Ex möglichst lange aus dem Weg zu gehen (ist bei mir leider nicht möglich, dann müsste ich schon meinen gesamten Freunden aus dem Weg gehen).
Idiotisch finde ich Meinungen wie "na, die flirtet schon mit dem nächsten, dann kann sie ihren Freund ja nicht allzu sehr geliebt haben". Ich habe meinen Freund abgöttisch geliebt und hätte alles für ihn getan. Da er darauf aber keinen Wert gelegt hat (und sich lieber mal eben für eine andere entschieden hat), sehe ich es überhaupt nicht ein, ein Trauerjahr einzulegen. Er ist ja nicht tot. Er hat sich einfach nur gegen mich entschieden.
Deshalb musst Du auch nicht trauern, sondern etwas für Dich tun. Sei trotzig und tu nur, was Dir gut tut. Was das ist, musst Du für Dich selbst entscheiden. Das kann arbeiten, flirten oder einfach reden sein.
Das Leben geht auch ohne ihn weiter und wenn Du irgendwann eine neue Beziehung hast, bist Du froh, dass ihr euch getrennt habt

Kopf hoch!! Du kannst mir gern eine PN schicken!!
Ich denke an Dich!!

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27. Oktober 2005 um 14:40

Hab mich...
echt gefreut, als du geschrieben hast, du hast nochmal ne chance bekommen. und jetzt das... tut mir echt leid für dich. du schienst so glücklich zu sein.
jedenfalls...bin jetzt auch seit drei monaten von meinem ex getrennt und es geht bergauf. ich wollte selber nicht dran glauben. er war meine welt... und ihn dann einfach ziehen zu lassen schien für mich unmöglich. aber ich merke, wie ich neuen mut fasse und ich weiß auch, es geht weiter. Ohne ihn, aber es geht. Also trauer richtig, rede drüber, vergrab dich nicht. Das wird wieder.

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