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Liebeskummer lohnt sich nicht, oder doch?

31. Juli 2002 um 12:47

Ich weiss noch gar nicht so genau was ich erreichen möchte mit dem was ich hier schreibe. Ich bin 28 und habe zum ersten mal in meinem Leben richtig echten und anhaltenden Liebeskummer. Nach 2 Jahren hat sich meine Freund (wir lebten zusammen) von mir getrennt. Das ist nun 3 Monate her und ich leide immer noch darunter. Nicht unentwegt, aber doch immer wieder. Seit ein paar Tagen ist es wieder schlimmer und ich dachte schon ich hätte es geschafft, aber Pustekuchen. Immer wieder fallen mir Situationen und Erlebnisse ein, die mich dann in ein Tal der Traurigkeit gleiten lassen. Eigentlich bin ich jung, dynamisch und erfolgreich, aber trotzdem fühle ich mich echt bescheiden. An alle Liebeskummererprobten, wie lange um alles in der Welt knabbert man an einer solchen Trennung? Wie kommt man wieder zu Selbstbewusstsein und wo um Himmels willen lernt man "nicht beziehungsgeschädigte" Männer kennen. Und kann man je vergessen? Und wieso tut das eigentlich so weh? Und warum scheint es ihm nicht weh zu tun? Wieso geht es ihm gut? Und warum mir nicht? Wie findet man das Glück in sich selbst? Warum definiere ich mich überhaupt über einen Mann? Und wer hat Antworten für mich?

Für jeden Tip und Ratschlag dankbar
IIPhoByII

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31. Juli 2002 um 15:42

Jaja....
Also ich bin zwar ganze 12 Jahre jünger als du, aber ich leide momentan auch noch ein bisschen unter Liebeskummer, war zwar nicht mit ihm zusammen, da er mich stark verletzt hat, doch trotz alle dem kann ich ihn nur schlecht vergessen...
Das werde ich auch nie können, weil sein bester Freund ein relativ guter Freund von mir ist, und da ich ihm in der Stadt eh nicht aus dem Weg gehen kann!
Und ich denke vergessen solltest du das auch nie, denn es waren jawohl auf alle Fälle schöne Zeiten mit ihm, oder? Du musst eben nur schaffen abzuhaken, und das ist weiß Gott mehr als nur schwer, wenn man richtig geliebt hat.
Und nach einer Zeit werden die Errinnerungen auch nicht mehr so weh tun, sie werden zwar immer wieder kommen, aber dann errinnerst du dich eben nur noch an die schöne Zeit mit ihm.
Am besten nimmst du dir noch mal, wenn möglich, etwas Zeit für dich, tu dir was gutes, geh shoppen, oder zum Frisör, oder mach zu Hause mal einen sogenannten "Beauty-Day"...lass es dir gut gehen...und übrigens macht Schokolade glücklich!Sch... auf die Kalorien...einmal darf man sich das dann erlauben!
Und du hast gefragt, warum es so scheint, dass es ihm gut geht? Es ist sogar wissenschaftlich bewiesen, dass Männer ihre Gefühle nicht so zum Ausdruck bringen können wie wir Frauen, da sie immer nur mit einer Gehirnhälfte arbeiten, und das Gefühlszentrum liegt eben auf der anderen Seite als das Sprachzentrum...ganz einfach.
Wie man allerdings das Glück in sich selbst findet kann ich dir nicht beantworten, aber ich denke, dass das auch bei jeder Person anders ist!
Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen Mut geben!
*kisschen*
étoile filante

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31. Juli 2002 um 18:33

Wieso denn Tritte???
Also ich fand dein Statement super! Dass du vor allem als Mann so klar und deutlich gesagt hast was Sache ist, Respekt!
Du hast ja geschrieben, du hättest kein Selbstvertrauen und würdest so gut wie nur aus Liebeskummer bestehen...Nach so nem Text kann ich das als 16-jährige Frau nicht verstehen...
Also sie dich auch mal was lockerer!
*küsschen*
étoile filante

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31. Juli 2002 um 18:54

Bitte bitte!
Wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf?
Ich bin 16 und hatte noch keinen Freund...von daher.....dann bin ich wohl auf die seltenste Perlenart spezialisiert, gell?
*kuss*
étoile filante

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31. Juli 2002 um 19:37

Boah michi
..stolpere grade über diesen thread und bin völlig baff von deinen statements! du hast das ganze auf den punkt gebracht und ich kann das nur lebhaft abnicken.

sommerliche grüße
annana

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31. Juli 2002 um 19:51

Grüßele IIPhoByll
muss bei dem, was du schreibst, doch sehr viel an mich denken...ist zwar schon 2 jahre her, aber es ändert ja nun mal nichts an der situation.

ich hatte eine 7 jährige beziehung (die mehr als prägend für mich war) und wurde zum ende hin, aufs übelste verarscht.
zeitgleich mit der trennung meines damaligen partners, musste ich ein komplett neues leben anfangen, ich habe somit bei null begonnen..
ich glaube ich habe locker 1 jahr gebraucht, um meinen ganzen kummer zu bewältigen und bin in zahlreiche löcher gestürzt.
dachte, mir würde es nie mehr besser gehen....
jedesmal wenn ich von ihm hörte, oder ihn sah, hätte ich kotzen können (weil es weh tat)

in meiner kummer phase, habe ich mich mehr als abgelenkt...ich glaube, ich habe alles unternommen und getan, was mir nur annähernd helfen konnte.....geholfen hat es schon ein wenig, jedoch kam die trauer immer wieder abends, wenn man alleine war...
neue männer kennengelernt, aber null an gefühl dafür entwickelt (weil eh zu dem zeitpunkt, alles affen unterwegs waren)

irgendwann, wurde mein kummer weniger...und dann kam der zeitpunkt, als ich ihm ohne schmerz gegenüber stehen konnte, da wußte ich, das ich es geschafft habe!!!!!

erst dann, konnte ich auch wieder anfangen, mich für das andere geschlecht zu öffnen.

ich denke, dass du noch ein wenig zeit brauchen wirst, es ist jetzt 3 monate her und du schreibst, dass du nicht unentwegt, aber hin und wieder an ihn denkst und in errinnerungen schwelgst. das ist doch positiv. glaube mir, dass geht vorrüber....vergessen wirst du ihn bestimmt nie, aber in ein paar monaten, auch keinen gedanken mehr an diese liebeskummer zeit verschwenden. ewig wird es ja nun mal nicht dauern, gell.

die andere frage ist, willst du überhaupt andere oder neue männer kennenlernen?
ich meine, ein wenig nette männliche erdlings unterhaltung, kann ja nicht schaden...
also....worauf warten...du sagst ja selber, dass du jung, dynamisch und erfolgreich bist....halt eben eine Power Frau...lasse dich solange wie du in deiner trauer steckst, ablenken...geh raus aber stehe dir genauso gut, deine trauer auch, wenn du alleine bist und dir danach ist, ein..


er war der jenige, der die beziehung beendet hat, richtig???
es gibt immer einen, der mehr leidet als der andere!!!!
er leidet zwar nicht, aber glaube mir, auch er wird dich nicht vergessen und bestimmt des öftern in errinnerungen schwelgen (ich weiß, dass bringt dir nun auch nichts)

also, gib dir noch ein wenig zeit, du wirst sehen, dass bald der zeitpunkt kommen wird, wo du das kapitel zu ende gelesen hast und du das buch zuschlagen wirst..

bis dahin.....toi toi toi...alles liebe und ganz viel kraft...

schnuppe

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31. Juli 2002 um 21:49

Hab ich auch so verstanden
wirklich!
Das bitte bitte war auf dein "danke für das küsschen" bezogen...mehr nit

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1. August 2002 um 15:23

"Mary" von Ella Kensington
Hallo PhoBy!

Ich denke, es gibt auf all' Deine Fragen keine allgemeingültigen Antworten. Wie lange Du trauern wirst, hängt letztendlich davon ab, was Du für ihm empfunden hast, wie Eure Beziehung verlaufen ist .... Aber ich denke, ich habe einen Tip für Dich, der Dir vielleicht helfen wird. Besorge Dir über das Internet das Buch "Mary" von Ella Kensington. Hab' zwar die Adresse nicht im Kopf, aber über "Suchen" müßtest Du's eigentlich finden! Eine wunderschöne Geschichte, bei der jedem Leser mehr und mehr klar wird, dass das wahre Glück in einem selbst liegt und niemals vom Partner abhängig sein darf.

Ich wünsche Dir viel Spass mit diesem Buch und drücke Dir die Daumen, dass auch für Dich bald wieder die Sonne scheinen wird!

Liebe Grüße

Morgaine

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1. August 2002 um 20:21

Ein guter Link und ein paar Tipps
Aus psychologischer Sicht erklärt ist das Phänomen "Liebeskummer" hier, dass läßt Dich Dein Verhalten besser verstehen:

http://www.medicine.at/krankheiten/psychische_kran
kheiten/liebeskummer.html

Hier sind ein paar Dinge, die mir geholfen haben:

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man zwar in der Theorie und wenn man nicht betroffen ist, über ein ganzes Reich an Lösungen, Hilfen, Tipps und Stärke verfügt, die dann aber wenn es einen erwischt zumeist alle weg sind. Individuellen Tipps (bitte nicht drauf rumhacken Kann ja jeder anders sehen):

- mit der jeweiligen Person zunächst den Kontakt abbrechen, um sie ersten nicht zu überschwemmen, zu nerven und auch nicht in Abhänigkeit zu geraten, weil man sich als letzter meldet und die Sekunden, Minuten, Stunden einer Reaktion wie Jahre vorkommen. Etwas weniger emotional, kann man natürlich sehen, ob man es schafft, mit der Person die man liebte, eine Freundschaft aufzubauen.

- darüber Reden. Auf keinen Fall mit gemeinsamen Bekannten (das hat wieder so etwas tratschiges), aber mit Deinen Freunden, die über die Sache Bescheid wissen und auch klar Partei zu Dir ergreifen... das was sie gar nicht oft genug sagen können:
"Die Person hat Dich nicht verdient".
"Du hast genug getan. Melde Dich auf keinen Fall mehr."
"Du hast was besseres verdient"
uvm.
Natürlich die Sache von vorne bis hinten durchdiskutieren. Man kann Freunde ruhig vorbereiten, dass sie nun da sein müssen, für ein paar Wochen.

- Abwechslung wo es geht: D.h. am besten mit dem anderen Geschlecht. Alle möglichen Bekannten und Freunde, ehemalige, aktuelle und neue aktivieren... ins Kino gehen, Ausgehen, etwas trinken gehen, einen Tag in eine andere Stadt fahren. Handy auslassen und nicht nach SMS sehen. (was Du auch nicht mußt, wenn Du nicht als letztes geschrieben hast... siehe oben). Diese natürlich auch über die Beziehung vollquatschen, oder aber flirten und sie als potentielle Partner betrachten um zu merken... da sind noch andere.

- sich Realisieren in welchem Zustand man sich befindet. Du vermißt nicht nur einen Menschen und hast Sehnsucht, sondern Du bist auch verletzt, vor allem Dein Selbstbewußtsein. Da Liebe einen großen Teil Fantasy enthält (über diesen Teil läßt sich ein eigenes Thema gestalten), sollte man sich im klaren sein, dass man eine rosarote Brille trägt, bereit ist dem anderen alles (z.B. neuer Partner, Seitensprung uvm.) zu verzeihen und sich selbst am Erniedrigen ist. Deshalb den 'Triumph', das Ziel, den Fokus den Gewinn darauf lenken, von der Person loszukommen, nicht sie zurückzugewinnen (es wird nicht mehr so wie vorher werden).

Sich mit der Vorstellung anfreunden, dass die Person gerade Sex mit einer anderen hat und eine gewisse Abhärtung dagegen entwickeln, sowei bis die Vorstellung 'nicht mehr schädigend' wirkt. Von den Wellen der Gefühle, dem Hoch- und ab (endlich frei vs. 'ich muß mich melden') nicht verwirren lassen. Entweder sich selbst kontrollieren (einen Zettel schreiben, 'melde Dich nicht. Du machst Dich zum Clown. Du bist zu gut und findest einen besseren Partner, vielleicht auch mit Strichliste... nur als Idee ) oder kontrollieren lassen, von einem guten Freund, der dauernd nachfragt ob Du standhaft geblieben bist.

Desweiteren ist der Satz 'Die Zeit heilt alle Wunden' dumm, aber letztenendes die absolute Weisheit. Nach einer Woche sieht man die Sache schon anderes, über die Gewichtsabnahme freut man sich am besten. Man muß versuchen andere Stützen zu finden (die besten Freunde? Ersatz'ziel'), über welche man Selbstvertrauen und Sicherheit schöpfen kann. Jede weitere Woche führt unter Berücksichtung der Wellenbewegung zu einer Stärkung des Selbstbewußtseins und zu einem sich besseren Abfinden mit dem Zustand. Und letztenendes merkt man ein halbes Jahr später, dass man charakterlich einen großen Fortschritt machte, bzw. froh ist, dass es so ist - wie es ist.


Und natürlich gibt es nicht beziehungsgestörte Männer. Ich für meinen Teil suche mal endlich Frauen, bei denen ich nicht erst "Aufbauarbeit" leisten muß, bis sie mal zu einer Beziehung fähig sind. Mir kommen Frauen hier ein bißchen vorbelasteter vor. Vermutlich ist das geschlechterübergreifend.

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1. August 2002 um 21:01

Hm, dazu hätt ich dann doch mal 'ne Frage...
Also, das hört sich ja alles echt logisch an, und du hast da sicher recht. Aber da ist doch etwas, das in der Praxis kaum funzen würde. Und zwar hast du dem Sinn nach geschrieben (wie im übrigen viele andere auch), dass es das beste wäre, sich neu zu verlieben.

Schön und gut. Aber stell dir vor, du hast grad jemanden verloren, auf den du vielleicht Jahre gewartet hast, mit dem alles ganz toll war, und du hattest die ganze Zeit eine Riesen-Illusion vom traummann vor dir. Und plötzlich is das alles nicht mehr.
Plötzlich ist da die totale Leere, du willst nur noch sterben und hast für andere Dinge keinen Kopf mehr. Glaubst du echt, in der Situation könntest du dich neu verlieben?
Du begegnest vielleicht Männern, aber die haben alle "kein Gesicht" und die interessieren dich, wenn du ehrlich bist einen Scheiß.
Dann sinkst du doch nur noch tiefer, weil du das Gefühl hast, dass es keinen gibt, der dich nochmal interessieren könnte.
Das Gefühl hat man doch auch schon oft genug einfach so. Alles Hirnamputierte, Dünnbrettbohrer, Schönlinge oder eben auch 'ne ganze Menge nette, die dich aber innerlich nicht berühren oder sexuell anziehen und sich höchstens für eine solide Freundschaft eignen, so kommt es einem jedenfalls vor.

Das ist ganz schön deprimierend, und wenn du grad von deinem Ex-Traummann verlassen wurdest (oder auch noch 'ne ganze Zeit später) kommt dir eh kein Mann interessant vor.
Realistisch gesehen ist es doch ein unvorstellbarer Wahnsinnszufall, wenn dir irgendwann jemand begegnet, den du willst, der dich will und mit dem auch eine längere Bindung möglich ist. Zumindest dann, wenn man sich nicht mit einer halbherzigen Sache zufrieden gibt.

Und eben mal Sex mit irgendwem zu haben, gibt einem vielleicht erstmal eine gewisse Bestätigung, aber wirklich bringen tut's nix, und du fühlst dich hinterher nur noch elender und hast zudem vielleicht noch den anderen verletzt, wenn er dahinter ernsthafte Absichten vermutet hat.

Das Zweite, was ich noch ansprechen will, ist das mit dem Glück in sich selber finden. Natürlich stellt eine Beziehung allein nicht deinen Lebenssinn dar. Aber sie ist dennoch ein wichtiger Aspekt, ohne fehlt was, und wenn man niemanden hat, ist man doch zumindest unbewusst immer auf der Suche. Und eine berufliche Karriere ersetzt keinen Partner, jedenfalls nicht auf Dauer. Eine Weile allein sein, sich selbst verwirklichen, sich auszuprobieren und Zeit für alles mögliche zu haben ist schon ganz nett. Aber könntest du dir das als einen Dauerzustand vorstellen, nach dem Motto "Ich hab meine Arbeit, meine Feunde, mein Haustier, mein Hobby - wozu brauch ich einen Mann?"

Gruß, m.

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1. August 2002 um 22:50

"Oh je....."
Hallo du Liebe!
Was du da geschrieben hast könnte O-Ton mäßig von mir stammen!!! Meine letzte Beziehung dauerte drei Jahre und ist im Februar diesen Jahres in die Brüche gegangen.Jetzt ist es August und ich bin seit ca einem Monat darüber hinweg. Laß dich jetzt erst mal nicht entmutigen: bei mir persönlich dauert sowas IMMER extrem lange! Geholfen hat mir in dieser Zeit meine WAHNSINNIG geduldige Freundin. Sie war Tag und auch Nacht(s um drei) für mich da und hat mich nach einem Monat absoluter Selbstaufgabe von Schlimmerem abgehalten: ER hatte sofort eine Neue (dazu eine gemeinsame Bekannte, die sich für ihn von ihrem Damaligen getrennt hat), ER war sooo glücklich, ER konnte das auch überall zeigen (zu der Zeit gingen wir noch auf die gleiche Schule), UNSERE Freunde hielten zu IHM usw. Kurz: ER war sooo toll, sooo glücklich, sooo erfolgreich, sooo beliebt; ICH war willenslos, allein, gekränkt, "verachtet"usw. Kurz: Ich war am Boden... der erste Monat war der Schlimmste: ich schickte ihm "versehentlich" sms die für andere bestimmt waren, fuhr immer wieder bei ihm vorbei, tat in der Schule übertrieben fröhlich, stritt mich mit ihm in der Öffentlichkeit. Dadurch war ich natürlich die paranoide, nicht loslassen könnende Ex die ihm sein Glück nicht gönnt. Und heute??? Ich bin schwer verliebt(und das wird erwiedert) in einen wahnsinnig gutaussehenden, erfolgreichen MANN, habe mein Abitur ohne Ehrenrunde, einen tollen Studienplatz, neue und wahre Freunde, die Möglichkeit meinen Motorrad-Führerschein auszukosten... ER ist NÄCHSTES Jahr mit 21 mit seinem Abi fertig (mit 2 Jahren Verspätung und nur so Gott will), seine Frundin ist zurück zu ihrem Ex, seinen Führerschein hat er immer noch nicht und mit seinen Freunden ist er zerstritten!!! Du siehst: es kann nur besser werden! Und glaub mir wenn ich sage, dass es für DICH und nicht für ihn besser wird!!!

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1. August 2002 um 22:57

Tag der Herr Perlensucher!
Unglaublich..... (Mehr fällt mir dazu leider nicht ein)
Mi gradhaich a thu!!!
PS: Viel Glück bei der weitern Suche! Ob du jemals fündig wirst?!?!

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2. August 2002 um 14:57
In Antwort auf Ratsuchender

Ein guter Link und ein paar Tipps
Aus psychologischer Sicht erklärt ist das Phänomen "Liebeskummer" hier, dass läßt Dich Dein Verhalten besser verstehen:

http://www.medicine.at/krankheiten/psychische_kran
kheiten/liebeskummer.html

Hier sind ein paar Dinge, die mir geholfen haben:

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man zwar in der Theorie und wenn man nicht betroffen ist, über ein ganzes Reich an Lösungen, Hilfen, Tipps und Stärke verfügt, die dann aber wenn es einen erwischt zumeist alle weg sind. Individuellen Tipps (bitte nicht drauf rumhacken Kann ja jeder anders sehen):

- mit der jeweiligen Person zunächst den Kontakt abbrechen, um sie ersten nicht zu überschwemmen, zu nerven und auch nicht in Abhänigkeit zu geraten, weil man sich als letzter meldet und die Sekunden, Minuten, Stunden einer Reaktion wie Jahre vorkommen. Etwas weniger emotional, kann man natürlich sehen, ob man es schafft, mit der Person die man liebte, eine Freundschaft aufzubauen.

- darüber Reden. Auf keinen Fall mit gemeinsamen Bekannten (das hat wieder so etwas tratschiges), aber mit Deinen Freunden, die über die Sache Bescheid wissen und auch klar Partei zu Dir ergreifen... das was sie gar nicht oft genug sagen können:
"Die Person hat Dich nicht verdient".
"Du hast genug getan. Melde Dich auf keinen Fall mehr."
"Du hast was besseres verdient"
uvm.
Natürlich die Sache von vorne bis hinten durchdiskutieren. Man kann Freunde ruhig vorbereiten, dass sie nun da sein müssen, für ein paar Wochen.

- Abwechslung wo es geht: D.h. am besten mit dem anderen Geschlecht. Alle möglichen Bekannten und Freunde, ehemalige, aktuelle und neue aktivieren... ins Kino gehen, Ausgehen, etwas trinken gehen, einen Tag in eine andere Stadt fahren. Handy auslassen und nicht nach SMS sehen. (was Du auch nicht mußt, wenn Du nicht als letztes geschrieben hast... siehe oben). Diese natürlich auch über die Beziehung vollquatschen, oder aber flirten und sie als potentielle Partner betrachten um zu merken... da sind noch andere.

- sich Realisieren in welchem Zustand man sich befindet. Du vermißt nicht nur einen Menschen und hast Sehnsucht, sondern Du bist auch verletzt, vor allem Dein Selbstbewußtsein. Da Liebe einen großen Teil Fantasy enthält (über diesen Teil läßt sich ein eigenes Thema gestalten), sollte man sich im klaren sein, dass man eine rosarote Brille trägt, bereit ist dem anderen alles (z.B. neuer Partner, Seitensprung uvm.) zu verzeihen und sich selbst am Erniedrigen ist. Deshalb den 'Triumph', das Ziel, den Fokus den Gewinn darauf lenken, von der Person loszukommen, nicht sie zurückzugewinnen (es wird nicht mehr so wie vorher werden).

Sich mit der Vorstellung anfreunden, dass die Person gerade Sex mit einer anderen hat und eine gewisse Abhärtung dagegen entwickeln, sowei bis die Vorstellung 'nicht mehr schädigend' wirkt. Von den Wellen der Gefühle, dem Hoch- und ab (endlich frei vs. 'ich muß mich melden') nicht verwirren lassen. Entweder sich selbst kontrollieren (einen Zettel schreiben, 'melde Dich nicht. Du machst Dich zum Clown. Du bist zu gut und findest einen besseren Partner, vielleicht auch mit Strichliste... nur als Idee ) oder kontrollieren lassen, von einem guten Freund, der dauernd nachfragt ob Du standhaft geblieben bist.

Desweiteren ist der Satz 'Die Zeit heilt alle Wunden' dumm, aber letztenendes die absolute Weisheit. Nach einer Woche sieht man die Sache schon anderes, über die Gewichtsabnahme freut man sich am besten. Man muß versuchen andere Stützen zu finden (die besten Freunde? Ersatz'ziel'), über welche man Selbstvertrauen und Sicherheit schöpfen kann. Jede weitere Woche führt unter Berücksichtung der Wellenbewegung zu einer Stärkung des Selbstbewußtseins und zu einem sich besseren Abfinden mit dem Zustand. Und letztenendes merkt man ein halbes Jahr später, dass man charakterlich einen großen Fortschritt machte, bzw. froh ist, dass es so ist - wie es ist.


Und natürlich gibt es nicht beziehungsgestörte Männer. Ich für meinen Teil suche mal endlich Frauen, bei denen ich nicht erst "Aufbauarbeit" leisten muß, bis sie mal zu einer Beziehung fähig sind. Mir kommen Frauen hier ein bißchen vorbelasteter vor. Vermutlich ist das geschlechterübergreifend.

Vielen Dank
Also ich bin echt begeistert was die Resonanz auf mein Problem angeht.

All die Dinge, die Du mir nun geschrieben hast sehe ich ähnlich und eine Kontaktaufnahme zu meinem EX käme auch nicht in Frage und meine Freunde unterstützen mich wirklich vorbildlich.

Was mich nur so schockt, das ich über lange Tage ok bin und auf einmal überrollt mich wieder eine Welle des Selbstmitleids, der Eigenkritik und der düsteren Zukunftsvorstellungen.

Aber ich denke auch das wird aufhören.

Danke an alle
PhoBy

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