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Liebesbeziehungen werden zu zweckbeziehungen...

3. April 2003 um 2:37

... deren zweck keiner mehr erkennen kann.

hallo werwandi! hab ich bei dir "geklaut"... aber mir zu gut gefallen! und danke für deine atwort!

zum thema- mich interessiert eure meinung. kann die liebe vergehen? ich denke wenn man sich liebt- dann wird das gefül stärker. nicht schwächer!

das mit dem "auseinanderleben" kann ich nicht verstehen. wenn man das leben teilt( liebt man sich tut man das ja?) wie bitte kann man sich da in so unterschiedliche richtungen entwickeln dass die liebe stirbt?

oder ist es wirklich so, dass man quasi eine gemeinsame aufgabe für eine bestimme zeit hat? und ist es erfüllt verliert die beziehung ihren sinn? ist es zufall dass manche nur einen menschen im leben lieben und andere 10?

freue mich auf eure meinungen!

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3. April 2003 um 9:08

Zufall
Ob das mit der Anzahl Zufall ist, frage ich mich auch oft. Hatte z.Bsp. nur 2,5 kurze nicht so bedeutsame Beziehungen, bevor ich meinen jetztigen Freund kennen- und lieben gelernt habe. Mit ihm habe ich also zum ersten Mal richtig erlebt, was Liebe ist und wie es sich anfühlt, wenn man sich vorstellen kann mit einem Menschen sein Leben zu teilen. Im Herbst wollen wir zusammenziehen und ich freue mich riesig.

Deine Frage, wie man sich auseinanderleben kann, wenn man doch sein Leben teilt, ist ein interessanter Aspekt. Ich denke, dass es daher kommt, dass viele mit der Zeit ihre Beziehung so dahin plätschern lassen. Das man unter "Leben teilen" das mehr oder weniger nur noch das zusammenwohnen versteht, ansonsten aber jeder sein ding macht und die Beziehung nicht mehr "gepflegt" wird. Es ist schon sehr viel wahres dran, das man in Beziehungen investieren muss, damit sie dauerhaft funktionieren und man nicht voneinander abtrifftet und es erst bemerkt, wenn es nicht mehr zusammenpasst. Verfolgt man diese Entwicklungen gemeinsam, indem man gut aufeinander eingeht, denke ist die Chance wirklich sehr gering, dass man sich auseinanderleben kann.

Hoffe deine gedanken ein bisschen aufgegriffen zu haben!

Kiddy

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3. April 2003 um 10:49

Liebe Kathia,
ich denke, es ist wie alles im Leben, von Fall zu Fall verschieden. Ich bin mit meinem Mann seit 24 Jahren verheiratet und wir haben sehr jung geheiratet. Viele Jahre hatten wir unsere Kinder als gemeinsames Gesprächsthema, Anschaffungen ... alles mögliche. Und ich meinte, alles wäre gut und war glüclklich. Bis die Kinder groß wurden und wir oft verschiedener Ansicht über bestimmte Dinge waren. Langsam sind wir, ohne es zu merken, auseinandergedriftet. Ich bekam das Gefühl, nicht mehr mit ihm reden zu können und dass er mich nicht verstehen kann. Vielleicht spielt auch so eine Art "Midlifecrisis" eine Rolle; ich habe mit Freundinnen gesprochen und viele hatten in meinem Alter eine Krise. Vielleicht ist es so, dass fast alle Krisen haben, nur manche finden in einer Veränderung einen Neuanfang miteinander, manche "wursteln" einfach weiter und geben auf und manche trennen sich halt. Man muß wohl selber rausfinden, was für einen richtig ist. Manchmal ist ein Lebensabschnitt vorbei und eine Neuorientierung nötig, die ganz unterschiedlich aussehen kann - neue Aufgabe, Ende der Beziehung. Oder Kampf darum. So viele Jahre wegzuwerfen, ist sicher nicht die einzige Lösung. Wir haben gerade erst begonnen, wieder zu versuchen, miteinander zu reden - ich meine, wirklich reden. Aber ich weiß nicht, wie es ausgehen wird. Trotzdem habe ich in meinem Leben noch nie wieder einen Mann getroffen, bei dem ich das Gefühl hatte, E R könnte es sein. Vielleicht sind wir ja füreinander bestimmt, wer weiß (es war die buchstäbliche Liebe auf den ersten Blick). Aber ein nebeneinander herleben wird es nicht geben, das weiß ich. Dafür ist mir mein Leben zu schade ... Na, vielleicht ist meine Rede etwas wirr, denn ich bin mir momentan über so vieles im Unklaren ...
Liebe Grüße, Rayofnight

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3. April 2003 um 11:48

Hallo Kathia
wenn ich irgendwann wieder eine Beziehung führen sollte, dann würde diese niemals nur dem "Zweck" dienen, und ich hoffe, daß mein Partner MICH dann auch so sieht.

Daß ich viele Jahre nur als Mittel zum Zweck von meinem damaligen Freund benutzt wurde,
und ich an die große Liebe glaubte, muß ich immer noch verarbeiten.
Einen anderen (neuen Partner) würde ich nie dazu benutzen, damit es mir seelisch, emotional oder finanziell besser geht oder daß ich Gesellschaft um die Ohren habe, statt alleine zu sein.

Richtig geliebt habe ich nur ein einzigstes Mal, der nächste Partner könnte sich absolut sicher sein,wenn ich genügend Zeit! bekomme, das alles reifen und wachsen zu lassen, ihn dann auch nach gewisser Zeit, WIRKLICH zu LIEBEN.
Er dürfte mich aber nicht vereinnahmen und ich hoffe, daß mich niemand mehr als die alleinige Retterin/Problemlöserin sieht, weil dann wär's schon vorbei...

Er sollte mit beiden Beinen fest im Leben stehen, und wenn er selber schon mal so gekämpft hat wie ich, dann wär mir die Erfahrung um so lieber, denn dann hätte er schon mal viel Eigeninitiave, sein eigenes Ich aufrecht erhalten zu haben, als ein Weichei, daß sich nur auf andere verlässt.

Wichtig wäre für mich auch noch, daß man zusammen "wächst", wenn jemand in der Beziehung still steht und der andere macht riesen Schritte voraus, für mich wird da die "Kluft" irgendwann zu groß und einen wie Blei an den Sohlen mitschleppen, werde ich niemals mehr machen.

Damit man sich nicht auseinanderlebt, dafür müssten beide sorgen, nichts ist schlimmer, als wenn man nur nebeneinander her dümpelt.
Da muß halt dann was dagegen getan werden

Meine Liebe vergeht (wenn alles normal ist und passt) eigentlich nicht...,
nur kann man irgendwann nichts mehr dagegen machen, wenn es deine bessere Hälfte es von sich aus anders sieht und nicht mehr (so) lieben bzw. leben will und kann.

Mit lieben Grüßen
Miss38

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3. April 2003 um 11:48

Auseinanderleben
hallo kathia,

zu deiner aussage:

das mit dem "auseinanderleben" kann ich nicht verstehen. wenn man das leben teilt( liebt man sich tut man das ja?) wie bitte kann man sich da in so unterschiedliche richtungen entwickeln dass die liebe stirbt?

ich kann dir hier ein sehr gutes beispiel geben:
meine eltern waren damals 21 und 35 jahre alt, als sie geheiratet haben. sind also 14 jahre auseinander. für meine mutter war er der erste richtige mann, mit dem sie zusammen war. sie war also noch sehr unerfahren.

mein vater hingegen hatte schon ein paar beziehungen, aber meine mutter hat er dann geheiratet. das war vor fast 28 jahren!

nach 5-7 jahren fing es bei den beiden an zu kriseln. meine mutter hat sich natürlich weiterentwickelt in sämtlichen bereichen. ist reifer geworden, in der zwischenzeit bin ich zur welt gekommen, sie hat am leben teilgenommen und sich für alles interessiert.
mein vater hingegen hat nur noch in den tag hineingelebt, seine arbeit gemacht und sich für nichts mehr interessiert. noch nicht einmal mehr für uns kinder (sind zu dritt).

das wurde dann mit den jahren immer schlimmer und extremer. meine mutter hat ihr interessengebiet immer weiter ausgeweitet und mein vater ist auf dem stand von damals stehen geblieben. das war auch der knackpunkt. mein vater mit seinen alten ansichten und meine mutter modern eingestellt.

das ende vom lied war dann, daß sie sich gar nichts mehr zu sagen hatten, nur noch gestritten haben, etc.
jeden tag unfrieden, streit, schreien....
letztes jahr im januar ist mein vater endlich ausgezogen. seitdem geht es uns seelisch viel besser.

das ist ein beispiel, wie es zu einem auseinanderleben kommen kann.

gruß
willow

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4. April 2003 um 21:26

In der Freundschaft gibt es den Verrat...
... in der Liebe hingegen kann Irrtum vorkommen.

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4. April 2003 um 21:30

Liebesziehungen SIND Zweckbeziehungen
sie dienen der Befriedigung sexueller Bedürfnisse
sie dienen der Fortpflanzung
sie dienen dazu, dem Leben einen tieferen Sinn zu geben
sie dienen dazu, eine zweite Schulter zu finden, die mithilft, die Höhen und Tiefen des Lebens zu genießen bzw. zu durchzustehen

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6. April 2003 um 0:14

Veränderungen.... ?
Am Anfang einer Beziehung tue ich für meinen Partner alles. Ich denke darüber nach

- was ihn glücklich macht
- worüber er sich freut
- was ich für ihn tun kann
- und und und

Dann bekomme ich das gleiche doch auch zurück, oder? Im laufe der Jahre kommt dann häufig der Punkt, an dem ich mich frage:

- was macht mich glücklich?
- worüber freue ich mich (tut er das?)?
- was kann er für mich tun (kann er noch etwas tun?)?

Naja, das nennt man dann manchmal fälschlich Routine. Dabei könnte es so einfach sein, Zustand eins zu erhalten.

Zu eindimensional?

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7. April 2003 um 13:12

Hallo Werdandi
...die astrologische Begründung würde mich interessieren. Könnetst Du dazu bitte ein paar Worte verlieren, wenn nichts dagegen spricht?

Brüni

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