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Lieber Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende?

26. März 2012 um 16:09 Letzte Antwort: 26. März 2012 um 16:51

Hallo, ich bin 35 Jahre alt, habe 2 Kinder (13 und 2) und denke, dass ich mit beiden Beinen fest im Leben stehe.

Aber ich verliere mich langsam selbst. Ich stecke in einer off-/Onbeziehung fest.

Vor 4 Jahren verliebte ich mich in einen Mann, den ich bereits mein ganzes Leben zu kennen "glaubte" (schon seit dem Kindergarten). Es funkte richtig und wir schienen uns in allen Dingen absolut zu ergänzen. Nach 3 Monaten fragte ich ihn, ob er bei mir einziehen will, Nach 7 Monaten machte er mir einen Heiratsantrag, den ich bejahte. Nach 9 Monaten war ich schwanger... Und da begann alles zu bröckeln.

In der Mitte der Schwangerschaft fingen die Probleme an, er belog mich wegen Kleinigkeiten z.B. rauchen, Telefonate mit Exfreundinnen und redete sich immer damit raus, dass er mich doch nicht betrügen würde etc. Also er wimmelte es vollkommen ab.Teilweise zweifelte ich in der Schwangerschaft schon an unserer Beziehung, aber ich war auch echt emotional und sehr nah am Wasser gebaut. Aber es wurde immer schlimmer, er zog fortan nur noch mit seinen Kumpels um die Häuser (die mag ich nicht, sind alle schlecht zu ihren Frauen) und lies mich auch stehen oder alleine abhauen.

Auch als unsere Kleine dann auf der Welt war, veränderte sich sein Verhalten überhaupt nicht, er machte die Elternzeit und kümmerte sich den ganzen Tag um die Kleine. Wenn ich abends nach Hause kam, tat er garnichts mehr, das war dann mein Part.

Mit mir unternahm er überhaupt nichts mehr, denn wir hatten ja niemanden für die Kleine. Also blieb ich, wenn er wegging immer zu Hause... Das ärgerte mich sehr.... Alles ärgerte mich seine Familie, seine Freunde, seine Exfreundinnen... Er wurde immer eckliger zu mir und ich immer verheulter und depressiver...

Als die Kleine 7 Monate alt war, kam ich nach Hause und er war weg... Er nahm 4000 EUR von unserem Konto und meldete sich gute 3 Wochen garnicht mehr, ich war vollkommen am Ende. Ich machte eine Therapie und rappelte micht langsam wieder auf, wir versuchten es ab und zu wieder, solange wie für ihn alles entspannt ist, ist es super, aber sobald es Probleme gibt - ist er wieder weg.

Irgendwann wollte ich einen Schlussstrich ziehen, das war letzten Sommer, da zog ich mich vollkommen zurück. Und dann kam er - eigentlich kam er nicht, sondern er flirtete mit mir und ich bin angesprungen. Wir versuchten es wieder, er zog im Sept. 2011 wieder bei mir ein und es schien anfangs alles gut zu werden. Im November fing es wieder an, er hatte jedes Wochenende was zu tun oder einer seiner Freunde hatte geburtstag. Überall ging er alleine hin.. Wenn er länger arbeiten musste, kam nichts keine SMS keine Info nichts. Und wenn ich darüber sauer war, meinte er nur, dass finde er nicht dramatisch... Etc. Am 01.02.2012 kam ich nach Hause und er war wieder aufgezogen, nur ein Brief war da.

Ich war geschockt!!! Wieder auf die gleiche ARt und weise. Er erklärte mir, dass er mich wirklich liebt und das es daran nicht liegt, aber das er der Meinung ist, dass wir unsere Macken nicht in den Griff bekommen würden. Ja, weil wir auch immer wieder in das gleiche Schema verfallen.

Nach 4 Wochen zog es uns wieder zueinander und wir sahen uns dann fast ausschließlich nur am Wochenende. Vor 2 Wochen rückte er - nur auf Nachfrage von mir - damit raus, dass er nachdem ich unseren gebuchten und von mir bezahlten Sommerurlaub nach meiner Zahlung storniert hat. Ich war wieder geschockt und musste erstmal weg, damit ich nicht wieder ausflippe. Nachdem der Schock sich gesetzt hatte, bat ich ihn das wieder gerade zu biegen und ich fragte ihn, wann er mir das sagen wollte und warum er es getan hat.

Er hat sich zwar entschuldigt, aber mehr kam nicht. Nur Worte. Er versuchte sich immer wieder mit weiteren Schwindelein rauszuwinden, was mich nur weiter verletzte.

Nach dem letzten Schock, erklärte er mir, dass wir uns dieses Wochenende nicht sehen, da er keinen Bock auf Streit hätte und ich musste mich nur wieder damit abfinden, das er alles entscheidete, er sagt wann, er sagt wie, etc.

Ich will das nicht mehr, aber zu einer endgültigen Entscheidung komme ich nicht. Ich weiß genau, dass das zu einem Spielchen geworden ist, wo MANN sich nur die Rosinen rauspicken will und das was man nicht mag einfach liegen lässt.

Er weiß genau, wie er bei mir welche Reaktion hervorruft... und ich will das nicht mehr..

Entweder ich beende das endgültig, das will ich eigentlich nicht, weil ich ihn immer noch sehr liebe und er auch noch viele gute Seiten hat.

Oder ich muss irgendetwas an mir ändern, dass ich mich nicht mehr rumschubsen lasse.

Hab ihr ähnliche Erfahrungen - positive als auch negative, was man machen kann um ihm dieses Eckelverhalten abzugewöhnen. Oder wie man es schafft sich wieder so interessant bei seinem Mann zu machen, dass sich das Problem von selber auflöst..

Für eure Ratschläge bin ich Euch sehr dankbar ...

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26. März 2012 um 16:36

Du musst dich unbedingt trennen!
Er macht euch kaputt! Du musst ja Höllenquahlen durchleben! Hart bleiben und im nicht mehr nachgeben.

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26. März 2012 um 16:51

Er hat mal zu mir gesa<gt, er kämpft um keine Frau...
Dieser Satz lässt ihn voll nach Machoarsch klingen, aber das ist er überhaupt nicht. Die längste zeit unserer Pausen, waren 6 Monate und keiner von uns hatte in der ganzen Zeit einen anderen Partner oder sowas...

Erstmal möchte ich mich für deine Antwort bedanken und es ist schön mal zu lesen, wie ein Außenstehender die Sache sieht. Aber ich bin nicht der Familienernährer. Er hat auch einen Job und auch noch einen gut bezahlten. Es war unser Deal, wenn wir ein Kind bekommen, dass er die Elternzeit macht. Damit war er schlichtweg unterfordert. Mal weggehen ist für mich auch ok. Aber nicht ständig und dann immer extrem. Ja, er ist so alt wie ich 35. Er wollte dieses kind unbedingt und mich heiraten und Hausbauen etc. Aber er ist nicht belässlich. Er baut heute mit dir Luftschlösser und morgen reißt er sie hinter deinem Rücken wieder ein. Ich weiß auch das man Menschen nicht ändern kann, aber wenn er von Anfang an so gewesen wäre, hätte ich mich niemals so doll in ihn verliebt. Ich glaube, dass er mich schon liebt, er mich aber überhaupt nicht mehr respektiert. Aber Respekt kann ich mir doch wieder verschaffen, in dem ich doch nicht mehr zu allem ja und Amen sage.

Schlimm für die Kinder, ja und nein. Die kleine bekommt es nicht so mit. Sie ist erst 2 1/2 und kennt es ja so, dass Papa ständig unterwegs ist und Mami immer da ist. Also nach der Arbeit und Kita. Und das mit dem Heulen habe ich vor ihr im Griff und wir Streiten auch nicht vor ihr. Nur die Große bekommt es immer mit, sie hat mich nach der ersten Trennung erlebt, ich war ein Wrack. Und jetzt hat sie Angst, dass es wieder so kommt (er ist nicht ihr Papa) und dieser Typ, den sie auch mag - ihrer Mama weh tut. Sie traut ihm aber auch nicht mehr.

ich hoffte, wenn ich mich ändere und ihm keine Angriffsfläche mehr biete und mich darauf nicht mehr einlasse, dass sein altes Ich wieder zum Vorschein kommt, auch wenn es Zeit braucht. Denn egal wie auch immer die Sache hier abläuft. Wir haben eine Tochter, die wir beide sehr lieben, jeder auf seine Weise, wir müssen ja miteinander auskommen und besonders für unsere Tochter ein für beide Seiten angenehmes Verhältnis zu schaffen. Und dazu brauchen wir Respekt und Vertrauen... Es ist daher wirklich wichtig...

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