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Lieben aber nicht vermissen

24. April 2004 um 23:04


hallo ihr lieben Alle,

ich bin etwas verletzt und ratlos...

der Mann, den ich liebe sagte mir vor ein paar Tagen, er habe mich zwar sehr lieb, es wäre "sehr schön, wenn ich da bin", aber er vermisse mich nicht, wenn er mich wenig sieht...

Wir haben beide sehr stressige Wochen hinter uns und konnten uns kaum sehen, anscheinend leide ich mehr darunter als er; er hat es gemerkt und meinte, wir sollten unsere "Beziehung" beenden und gute Freunde bleiben, da er meine "Erwartungen" nicht erfüllen kann... spricht da nur die Erschöpfung oder was soll das?

Kann man jemanden lieben, ohne ihn zu vermissen, ohne den wunsch zu spüren, ihn zu sehen? Was meint Ihr dazu?

Vielen Dank für eure Antworten!

Yavanah

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25. April 2004 um 0:15

Yavanah
ich hatte mal so einen Typen, da war die Liebe ungleich verteilt! Ich liebte ihn mehr als er mich, vielleicht ist das bei Euch auch so...

Sollte es so sein, verschwende nicht zu viel Zeit damit, ich habe zu lange gezögert...

lg leonie

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25. April 2004 um 0:40

Da würde ich
nochmal nachfragen. Denn einerseits kenne ich auch die Erfahrung, von der Leonie berichtet, andererseits muss das noch gar nichts heißen, wenn er dich nicht vermisst.
Das sind jetzt halt zwei Sachen: die eine mit dem Vermissen. Was das betrifft, gibt es die Möglichkeiten, dass er weiß, dass es dich für ihn gibt, und dass er mit dieser Tatsache glücklich ist. Dann noch die Möglichkeit, dass die Beziehung noch nicht alt ist und er seinen Alltag durchsteht, "wie sich das für einen Mann gehört" (out here it's getting a hard behind ye).
Die andere Sache ist seine Idee die Beziehung zu beenden, weil er glaubt deine Erwartungen nicht erfüllen zu können. Das hört sich nicht gut an. Möchte er sie erfüllen, weil ihm an der Beziehung liegt, fühlt sich aber zu sehr unter Druck, oder will er keinen Stress, dh in dem Fall: eine Park-Beziehung als Zwischenstadium vor der nächsten ernsten Sache, auf die er sich dann auch einlassen wird?
Das sind scheußlich unbequeme Fragen, aber ich glaube, um die gehts.
Wie immer die Antworten ausfallen, Kopf hoch
Ophelia

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25. April 2004 um 1:07

Schwierig
Einerseits kann ich gut verstehen, dass jemand liebt, ohne zu vermissen, aber was mich stutzig macht, ist die Bemerkung "...anscheinend leide ich mehr darunter als er; er hat es gemerkt und meinte, wir sollten unsere "Beziehung" beenden und gute Freunde bleiben, da er meine "Erwartungen" nicht erfüllen kann...", denn das klingt, so wie es fuer mich hier rueberkommt, eher lieblos, gleich die Trennung zu praesentieren. Andererseits koennen es natuerlich sehr weise Worte sein. Wie gesagt, ich kann es so noch nicht genau orten.

Was sind denn Deine Erwartungen und wie hat er sich diesbezueglich genauer geaussert? Und vor allem WIE hat er sich darueber geaussert? Lieb, oder schroff?


lg

Chris


www.seelenfluegel.net

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25. April 2004 um 6:50

Meine Erfahrung hat immer
gezeigt, daß sowas nie gut gehen kann. Ich finde Vermissen gehört zur Liebe dazu. Ich denke mal daß er dich schlicht und ergreifend nur "lieb hat". Für mich zwei paar Stiefel. Zum Vermissen gehört wenn man liebt den anderen auch sich körperlich (Sex, Streicheleinheiten) nah zu wünschen, wenn das fehlt, und er Dir vorschlägt daraus eine Freundschaft zu machen, dann sagt das meiner Meinung nach schon alles....und wird sicher nicht mehr bei ihm werden.
So verletzend das ganze auch sein mag, aber ich denke da kommt schon eine sehr klare Botschaft rüber.
Nehm sein Angebot an sofern Du das kannst, oder zieh Dich von Dir aus zurück, sonst leidest Du weiter.
lg
rainbow

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25. April 2004 um 20:29

hallo Ihr Alle...
und vielen Dank für Eure interessante Antworten; ich versuche, eine "Gruppenantwort" zu machen, da sich viele eurer Fragen überschneiden..

Die Beziehung zu meinem Freund ist etwas älter als ein Jahr und hat immer wieder solche "Krisen" erlebt. Wir sind keine Teenager mehr, haben beide schmerzvolle Geschichten hinter uns und viel durchgemacht.

Uns verbinden viele schöne Erinnerungen, ein sehr tiefes Gefühl, das ich meinerseits schon Liebe nennen würde und das er auch schon mal so "definiert" hat. Nun ist es bei ihm schon ein bisschen so, wie Ophelia und Rivella es angedeutet haben, nämlich dass er einfach damit glücklich ist, zu wissen, dass es mich gibt...

Wir haben Phasen gehabt, wo wir uns sehr oft gesehen, sehr viel miteinander unternommen haben, und es war jedesmal einfach wunderschön, weil wir uns halt sehr gut verstehen und eine Menge gemeinsamer Interessen haben; aber immer wenn eine Stressphase kommt (beruflich, familienbedingt oder gesundheitlich) und wir miteinander eine Zeitlang kaum Kontakt haben können, und ich dann vorsichtig den Wunsch äussere, ihn zu sehen, kommt von ihm ein Rückzieher, er gibt sozusagen die Beziehung auf und sagt dann solche Sachen wie dass er eigentlich lieber allein ist usw.

Er sagt es sehr liebevoll, entschuldigt sich dann, mir weh zu tun, sagte auch schon mal, er "hätte sich niemals auf eine Beziehung mit mir einlassen sollen, weil er meine Enttäuschung merkt usw."

Wenn ich ihn nach so einer "Kündigung"wiedersehe, ist er immer sehr sehr lieb zu mir, scheint es zu bereuen, und bisher lief es immer so, dass wir nach ein Paar Tagen wieder zusammen waren.... aber es ist kein Zustand, immer einen Schritt vor und einen zurückzugehen...ich brauche mehr "Halt" in dieser Beziehung, ich liebe ihn über alles, und kann deswegen so schlecht mit diesen Schwankungen umgehen..

Wenn alles gut geht macht er Zukunftspläne mit mir, schreibt mir wundervolle Mails, ist voller Aufmerksamkeiten für mich...es ist für mich einfach unbegreiflich, wie schnell sich das alles wenden kann. Es ist auch nicht so, dass er sich für eine eventuelle andere Frau frei halten will, ich weiss, dass er dann wirklich allein ist und eigentlich nur mich hat und sich keine andere "Bekanntschaft" wünscht.

Lieber Seelenflügel, könntest du mir etwas genauer erklären, wie du verstehen kannst, dass man jemanden liebt, ohne ihn zu vermissen? Es interessiert mich!

Ich freue mich weiterhin auf Antworten, aber erstmal recht herzlichen Dank für Eure Anteilnahme!

Lieber Gruss

Yavanah

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25. April 2004 um 21:03
In Antwort auf robena_11961855

hallo Ihr Alle...
und vielen Dank für Eure interessante Antworten; ich versuche, eine "Gruppenantwort" zu machen, da sich viele eurer Fragen überschneiden..

Die Beziehung zu meinem Freund ist etwas älter als ein Jahr und hat immer wieder solche "Krisen" erlebt. Wir sind keine Teenager mehr, haben beide schmerzvolle Geschichten hinter uns und viel durchgemacht.

Uns verbinden viele schöne Erinnerungen, ein sehr tiefes Gefühl, das ich meinerseits schon Liebe nennen würde und das er auch schon mal so "definiert" hat. Nun ist es bei ihm schon ein bisschen so, wie Ophelia und Rivella es angedeutet haben, nämlich dass er einfach damit glücklich ist, zu wissen, dass es mich gibt...

Wir haben Phasen gehabt, wo wir uns sehr oft gesehen, sehr viel miteinander unternommen haben, und es war jedesmal einfach wunderschön, weil wir uns halt sehr gut verstehen und eine Menge gemeinsamer Interessen haben; aber immer wenn eine Stressphase kommt (beruflich, familienbedingt oder gesundheitlich) und wir miteinander eine Zeitlang kaum Kontakt haben können, und ich dann vorsichtig den Wunsch äussere, ihn zu sehen, kommt von ihm ein Rückzieher, er gibt sozusagen die Beziehung auf und sagt dann solche Sachen wie dass er eigentlich lieber allein ist usw.

Er sagt es sehr liebevoll, entschuldigt sich dann, mir weh zu tun, sagte auch schon mal, er "hätte sich niemals auf eine Beziehung mit mir einlassen sollen, weil er meine Enttäuschung merkt usw."

Wenn ich ihn nach so einer "Kündigung"wiedersehe, ist er immer sehr sehr lieb zu mir, scheint es zu bereuen, und bisher lief es immer so, dass wir nach ein Paar Tagen wieder zusammen waren.... aber es ist kein Zustand, immer einen Schritt vor und einen zurückzugehen...ich brauche mehr "Halt" in dieser Beziehung, ich liebe ihn über alles, und kann deswegen so schlecht mit diesen Schwankungen umgehen..

Wenn alles gut geht macht er Zukunftspläne mit mir, schreibt mir wundervolle Mails, ist voller Aufmerksamkeiten für mich...es ist für mich einfach unbegreiflich, wie schnell sich das alles wenden kann. Es ist auch nicht so, dass er sich für eine eventuelle andere Frau frei halten will, ich weiss, dass er dann wirklich allein ist und eigentlich nur mich hat und sich keine andere "Bekanntschaft" wünscht.

Lieber Seelenflügel, könntest du mir etwas genauer erklären, wie du verstehen kannst, dass man jemanden liebt, ohne ihn zu vermissen? Es interessiert mich!

Ich freue mich weiterhin auf Antworten, aber erstmal recht herzlichen Dank für Eure Anteilnahme!

Lieber Gruss

Yavanah

Vermissem
Liebe Yanah,

so, wie Du es schilderst, habt ihr eine Mit-geht-nicht-und-ohne-auch-nicht-Beziehung, wobei er an einen Punkt gekommen ist, diese "unglueckliche" Konstellation zu veraendern, in der Form, das er versucht, auszusteigen, um die Destrukitvitaet nicth mehr weiter zu foerdern, denn ihr behindert Euch gegenseitig. eure Beziehung ist in eineer Art Schwebezustand und Euch beide macht das anscheinend nicht gerade gluecklich. Ihr solltet Euch wirklcih ganz vernuenftig zusa,mensetzten und uber Eure Zukunft reden. Klarheit schaffen und entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Bei Dir habe ich das Gefuehl, das Du Dich von ihm emotional abhaengig gemacht hast; er umgekehrt nicht so. Emotionale Abhaengigkeit und Liebe sind NICHT das selbe, denn reine Liebe hat keine Beduerfnisse. Liebe IST. Das heisst: es ist nicht die Liebe, die vermisst. Das, was vermisst, also die Befriedigung eines Beduerfnisses entsteht durch "Auslagerung"; man macht sich von jemand anderem abhaengig, um ein Beduerfis zu stillen. Wenn man lernt, andere nicht mehr dafuer verantwortlich zu machen, so wird man emotional unabhaengig und die reine Liebe kann fliessen, ohne Erwartung. Wenn dies geschieht, ist diese Vermissen in dieser Form nicht mehr praesent.


lg
Chris

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25. April 2004 um 22:01

Hmm....
... also ich habe meine letzte Beziehung beendet, als ich festgestellt habe, daß ich ihn überhaupt nicht mehr vermisse, wenn er nicht da ist...


Ich hatte ihn noch sehr lieb, aber mehr war es einfach nicht mehr. Das ist mir klar geworden, als ich ohne ihn mit ner Freundin in Urlaub gefahren bin und ihn - wie gesagt - nicht die Bohne vermißt hab...

Ich wünsch Dir viel Glück!

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25. April 2004 um 22:02
In Antwort auf abdul_12261227

Vermissem
Liebe Yanah,

so, wie Du es schilderst, habt ihr eine Mit-geht-nicht-und-ohne-auch-nicht-Beziehung, wobei er an einen Punkt gekommen ist, diese "unglueckliche" Konstellation zu veraendern, in der Form, das er versucht, auszusteigen, um die Destrukitvitaet nicth mehr weiter zu foerdern, denn ihr behindert Euch gegenseitig. eure Beziehung ist in eineer Art Schwebezustand und Euch beide macht das anscheinend nicht gerade gluecklich. Ihr solltet Euch wirklcih ganz vernuenftig zusa,mensetzten und uber Eure Zukunft reden. Klarheit schaffen und entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Bei Dir habe ich das Gefuehl, das Du Dich von ihm emotional abhaengig gemacht hast; er umgekehrt nicht so. Emotionale Abhaengigkeit und Liebe sind NICHT das selbe, denn reine Liebe hat keine Beduerfnisse. Liebe IST. Das heisst: es ist nicht die Liebe, die vermisst. Das, was vermisst, also die Befriedigung eines Beduerfnisses entsteht durch "Auslagerung"; man macht sich von jemand anderem abhaengig, um ein Beduerfis zu stillen. Wenn man lernt, andere nicht mehr dafuer verantwortlich zu machen, so wird man emotional unabhaengig und die reine Liebe kann fliessen, ohne Erwartung. Wenn dies geschieht, ist diese Vermissen in dieser Form nicht mehr praesent.


lg
Chris

Hallo Seelenfluegel
und danke für die rasche Antwort!

Ich glaube, ich verstehe was du meinst...
Du sagst, die Liebe IST, und vermisst nicht...ja gut, aber die Liebe will auch "gelebt" werden, oder? Und bedeutet "Liebe leben" nicht Zusammensein, Zärtlichkeit? Ist der Wunsch oder das Bedürfnis nach Nähe nicht eine natürliche Konsequenz der Liebe?

Ich habe nicht das Gefühl, von meinem Freund abhängig zu sein, ich habe ein ziemlich erfülltes Leben, zwei Kinder, einen Familein-und Frendeskreis,einen Vollzeitjob und jede Menge anderer Sorgen...

Vielleicht müsste man den Begriff "vermissen" genauer definieren?

Lieber Gruss

Yavanah

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26. April 2004 um 9:16
In Antwort auf robena_11961855

Hallo Seelenfluegel
und danke für die rasche Antwort!

Ich glaube, ich verstehe was du meinst...
Du sagst, die Liebe IST, und vermisst nicht...ja gut, aber die Liebe will auch "gelebt" werden, oder? Und bedeutet "Liebe leben" nicht Zusammensein, Zärtlichkeit? Ist der Wunsch oder das Bedürfnis nach Nähe nicht eine natürliche Konsequenz der Liebe?

Ich habe nicht das Gefühl, von meinem Freund abhängig zu sein, ich habe ein ziemlich erfülltes Leben, zwei Kinder, einen Familein-und Frendeskreis,einen Vollzeitjob und jede Menge anderer Sorgen...

Vielleicht müsste man den Begriff "vermissen" genauer definieren?

Lieber Gruss

Yavanah

Definieren
Hallo Yavanah,


>>>>>Ich glaube, ich verstehe was du meinst...
Du sagst, die Liebe IST, und vermisst nicht...ja gut, aber die Liebe will auch "gelebt" werden, oder?>>>>

Nein, Liebe ist kein Beduerfnis und hat keine Beduerfnisse. Es sind WIR, die etwas leben wollen. Das ist ein grosser Unterschied. Das ist voellig menschlisch udn ok.


>>>>Und bedeutet "Liebe leben" nicht Zusammensein, Zärtlichkeit? Ist der Wunsch oder das Bedürfnis nach Nähe nicht eine natürliche Konsequenz der Liebe? >>>>

Ich nenne dies "Zuneigung" Liebe kommt in Zuneigung zum Ausdruck, aber Zuneigung ist nicht Liebe. Klar, ein Paar, das sich liebt, strebt danach, zusammenzusein. Es ist menschlich.



>>>>>Ich habe nicht das Gefühl, von meinem Freund abhängig zu sein, ich habe ein ziemlich erfülltes Leben, zwei Kinder, einen Familein-und Frendeskreis,einen Vollzeitjob und jede Menge anderer Sorgen...>>>>

Das freut mich zu hoeren! Ich bin hier schon fast zu arg geeicht auf Menschen, die Liebe mit emotionaler Abhaengigkeit verbinden.



>>>>Vielleicht müsste man den Begriff "vermissen" genauer definieren?>>>>

ja, waere gut. Fuer mich gibt es, wenn ich etwas genauer nachdenke, zwei Versionen des Vermissens.
Die erstere Version ist das leidvolle Vermissen, die zweite ist die "Light"-Version davon.
Jemand der leidvoll vermisst, ist so von dem Vermissen eingenommen, dass er darunter leidet.
Das Leid impliziert eine emotionale Abhaengigkeit, sonst wuerde derjenige nicht leiden.

Jemand, der "light"-vermisst, spuert zwar das vermissen, aber es nimmt ihn nicht ein. Es ist etwas leicht melancholisch-Schoenes, eine Verbundenheit. Ich tendiere in Richtung Vermissen "Light". Die "Light" Version sehen manche nicht als "vermissen" an, weil da das Leid fehlt. Vielleicht fuehlt Dein Partner so.


lg
Chris

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26. April 2004 um 21:57
In Antwort auf abdul_12261227

Definieren
Hallo Yavanah,


>>>>>Ich glaube, ich verstehe was du meinst...
Du sagst, die Liebe IST, und vermisst nicht...ja gut, aber die Liebe will auch "gelebt" werden, oder?>>>>

Nein, Liebe ist kein Beduerfnis und hat keine Beduerfnisse. Es sind WIR, die etwas leben wollen. Das ist ein grosser Unterschied. Das ist voellig menschlisch udn ok.


>>>>Und bedeutet "Liebe leben" nicht Zusammensein, Zärtlichkeit? Ist der Wunsch oder das Bedürfnis nach Nähe nicht eine natürliche Konsequenz der Liebe? >>>>

Ich nenne dies "Zuneigung" Liebe kommt in Zuneigung zum Ausdruck, aber Zuneigung ist nicht Liebe. Klar, ein Paar, das sich liebt, strebt danach, zusammenzusein. Es ist menschlich.



>>>>>Ich habe nicht das Gefühl, von meinem Freund abhängig zu sein, ich habe ein ziemlich erfülltes Leben, zwei Kinder, einen Familein-und Frendeskreis,einen Vollzeitjob und jede Menge anderer Sorgen...>>>>

Das freut mich zu hoeren! Ich bin hier schon fast zu arg geeicht auf Menschen, die Liebe mit emotionaler Abhaengigkeit verbinden.



>>>>Vielleicht müsste man den Begriff "vermissen" genauer definieren?>>>>

ja, waere gut. Fuer mich gibt es, wenn ich etwas genauer nachdenke, zwei Versionen des Vermissens.
Die erstere Version ist das leidvolle Vermissen, die zweite ist die "Light"-Version davon.
Jemand der leidvoll vermisst, ist so von dem Vermissen eingenommen, dass er darunter leidet.
Das Leid impliziert eine emotionale Abhaengigkeit, sonst wuerde derjenige nicht leiden.

Jemand, der "light"-vermisst, spuert zwar das vermissen, aber es nimmt ihn nicht ein. Es ist etwas leicht melancholisch-Schoenes, eine Verbundenheit. Ich tendiere in Richtung Vermissen "Light". Die "Light" Version sehen manche nicht als "vermissen" an, weil da das Leid fehlt. Vielleicht fuehlt Dein Partner so.


lg
Chris

Interessant, was du schreibst..
deine Auffassung der Liebe hat etwas "religiöses" an sich, und was du übers Vermissen "light" sagst stimmt so ungefähr mit dem, was mein Freund versucht hat, mir zu erklären; er ist sehr glücklich, zu wissen, dass es mich gibt, und ihm "reicht" (schreckliches Wort) hin und wieder ein "highlight" (nicht "körperlich" gemeint).


Ich hoffe, du fühlst dich nicht belästigt, aber da deine Antworten mir sehr helfen, würde mich interessieren wie du die Liebe von der Freundschaft unterscheidest?

Liebr Gruss

Yavanah

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26. April 2004 um 22:41
In Antwort auf alaina_12657268

Da würde ich
nochmal nachfragen. Denn einerseits kenne ich auch die Erfahrung, von der Leonie berichtet, andererseits muss das noch gar nichts heißen, wenn er dich nicht vermisst.
Das sind jetzt halt zwei Sachen: die eine mit dem Vermissen. Was das betrifft, gibt es die Möglichkeiten, dass er weiß, dass es dich für ihn gibt, und dass er mit dieser Tatsache glücklich ist. Dann noch die Möglichkeit, dass die Beziehung noch nicht alt ist und er seinen Alltag durchsteht, "wie sich das für einen Mann gehört" (out here it's getting a hard behind ye).
Die andere Sache ist seine Idee die Beziehung zu beenden, weil er glaubt deine Erwartungen nicht erfüllen zu können. Das hört sich nicht gut an. Möchte er sie erfüllen, weil ihm an der Beziehung liegt, fühlt sich aber zu sehr unter Druck, oder will er keinen Stress, dh in dem Fall: eine Park-Beziehung als Zwischenstadium vor der nächsten ernsten Sache, auf die er sich dann auch einlassen wird?
Das sind scheußlich unbequeme Fragen, aber ich glaube, um die gehts.
Wie immer die Antworten ausfallen, Kopf hoch
Ophelia

Liebe Ophelia,
ich danke dir sehr für deine Worte, habe eine Art "Gruppenantwort" gemacht;(siehe oben)

Das Problem mit meinem Freund ist aber, dass es nicht das erste Mal ist, dass er so reagiert...ich denke und fühle schon, dass er mich liebt..aber mehr auch nicht!

Lieber Gruss

Yavanah

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26. April 2004 um 22:44

Danke für deine Antwort,
es tut gut zu lesen, dass andere sowas auch kennen und erleben... wie ist es mit dem Abstand, den dein Bekannter braucht? In welchem "Maße" äussert sich dieser Wunsch nach Abstand? Würde mich interessieren!

Vielen Dank

Yavanah

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26. April 2004 um 22:45
In Antwort auf leonie7

Yavanah
ich hatte mal so einen Typen, da war die Liebe ungleich verteilt! Ich liebte ihn mehr als er mich, vielleicht ist das bei Euch auch so...

Sollte es so sein, verschwende nicht zu viel Zeit damit, ich habe zu lange gezögert...

lg leonie

Danke für die Antwort..
auch wenn sie nicht so hoffnungsvoll klingt

Ich werde mit meinem Freund nochmal reden...

Alles Gute

Yavanah

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26. April 2004 um 22:49
In Antwort auf elspet_12846780

Meine Erfahrung hat immer
gezeigt, daß sowas nie gut gehen kann. Ich finde Vermissen gehört zur Liebe dazu. Ich denke mal daß er dich schlicht und ergreifend nur "lieb hat". Für mich zwei paar Stiefel. Zum Vermissen gehört wenn man liebt den anderen auch sich körperlich (Sex, Streicheleinheiten) nah zu wünschen, wenn das fehlt, und er Dir vorschlägt daraus eine Freundschaft zu machen, dann sagt das meiner Meinung nach schon alles....und wird sicher nicht mehr bei ihm werden.
So verletzend das ganze auch sein mag, aber ich denke da kommt schon eine sehr klare Botschaft rüber.
Nehm sein Angebot an sofern Du das kannst, oder zieh Dich von Dir aus zurück, sonst leidest Du weiter.
lg
rainbow

Und wieder grüsst...
das bekannte Thema "lieb haben" oder "lieben"...ich muss leider dazu sagen, dass der Unterschied für mich nicht ganz klar ist!

Ich danke dir für die weise Antwort, finde aber auch interessant, was Seelenfluegel zum Thema "Vermissen" sagt! Ich werde die Antworten für mich und in mir ein wenig sortieren und nochmal mit meinem Freund reden!

Vielen Dank

Yavanah

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27. April 2004 um 11:27
In Antwort auf robena_11961855

Interessant, was du schreibst..
deine Auffassung der Liebe hat etwas "religiöses" an sich, und was du übers Vermissen "light" sagst stimmt so ungefähr mit dem, was mein Freund versucht hat, mir zu erklären; er ist sehr glücklich, zu wissen, dass es mich gibt, und ihm "reicht" (schreckliches Wort) hin und wieder ein "highlight" (nicht "körperlich" gemeint).


Ich hoffe, du fühlst dich nicht belästigt, aber da deine Antworten mir sehr helfen, würde mich interessieren wie du die Liebe von der Freundschaft unterscheidest?

Liebr Gruss

Yavanah

Danke
>>>>>deine Auffassung der Liebe hat etwas "religiöses" an sich,>>>>

Ich nenne es "spirituell" Wieso fuer Dich "religioes"?



>>>>und was du übers Vermissen "light" sagst stimmt so ungefähr mit dem, was mein Freund versucht hat, mir zu erklären; er ist sehr glücklich, zu wissen, dass es mich gibt, und ihm "reicht" (schreckliches Wort) hin und wieder ein "highlight" (nicht "körperlich" gemeint).>>>>>

Is doch schoen so, ein Missen ohne dabei zu leiden. Oder magst Du das Leiden beim Missen? Verbindest Du Liebe mit Leid???



>>>>Ich hoffe, du fühlst dich nicht belästigt, aber da deine Antworten mir sehr helfen, würde mich interessieren wie du die Liebe von der Freundschaft unterscheidest?>>>>

nein nein, sonst wuerde ich hier nicht posten, wenn ich keine Fragen beantworten wuerde wollen

Liebe und Freundschaft unterscheide ich ueberhaupt nicht, wohl aber Freundschaft und Partnerschaft.
Liebe ist geschieht auf Herzebene. Die Herzebene ist oberhalb unserer Mitte. Alles unterhalb unserer Mitte gehoert den Ebenen der Koerperlichkeit. Auf der Herzebene koennen wir Allem begegnen, allem was wir lieben. Tierliebe und Freundschaft sind Herzebenen. Bei Partnerschaft kommen die Koerperebenen dazu. Hierzu kommen die Emotionsebenen und ganz unten die Intimebenen. Freundschaft oder Tierliebe kann, wenn sie intensiver wird, die emotionalen Ebenen beruehren. In der Partnerschaft ist auch die Intimebene mit einbezogen. So laeufts, wenn es "gesund" ist.


lg
Chris

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27. April 2004 um 19:37
In Antwort auf abdul_12261227

Danke
>>>>>deine Auffassung der Liebe hat etwas "religiöses" an sich,>>>>

Ich nenne es "spirituell" Wieso fuer Dich "religioes"?



>>>>und was du übers Vermissen "light" sagst stimmt so ungefähr mit dem, was mein Freund versucht hat, mir zu erklären; er ist sehr glücklich, zu wissen, dass es mich gibt, und ihm "reicht" (schreckliches Wort) hin und wieder ein "highlight" (nicht "körperlich" gemeint).>>>>>

Is doch schoen so, ein Missen ohne dabei zu leiden. Oder magst Du das Leiden beim Missen? Verbindest Du Liebe mit Leid???



>>>>Ich hoffe, du fühlst dich nicht belästigt, aber da deine Antworten mir sehr helfen, würde mich interessieren wie du die Liebe von der Freundschaft unterscheidest?>>>>

nein nein, sonst wuerde ich hier nicht posten, wenn ich keine Fragen beantworten wuerde wollen

Liebe und Freundschaft unterscheide ich ueberhaupt nicht, wohl aber Freundschaft und Partnerschaft.
Liebe ist geschieht auf Herzebene. Die Herzebene ist oberhalb unserer Mitte. Alles unterhalb unserer Mitte gehoert den Ebenen der Koerperlichkeit. Auf der Herzebene koennen wir Allem begegnen, allem was wir lieben. Tierliebe und Freundschaft sind Herzebenen. Bei Partnerschaft kommen die Koerperebenen dazu. Hierzu kommen die Emotionsebenen und ganz unten die Intimebenen. Freundschaft oder Tierliebe kann, wenn sie intensiver wird, die emotionalen Ebenen beruehren. In der Partnerschaft ist auch die Intimebene mit einbezogen. So laeufts, wenn es "gesund" ist.


lg
Chris

Hallo Chris und Danke
für deine Antwort; ja mit "religiös" meinte ich eigentlich "spirituell", das heisst Liebe im absoluten Sinne des Wortes, Liebe in allem und für alles...

zum "vermissen light": nein, ich verbinde Liebe nicht mit Leid, im Gegenteil, und ich würde sehr gern eine glückliche Beziehung führen! Aber das Vermissen light lässt eher an eine "lauwarme" Beziehung denken, wo man zwar ganz froh ist, jemanden zu kennen, aber zu faul oder zu bequem ist, etwas dafür zu tun, damit diese Bekanntschaft tiefer und bereichender wird...

Danke für deine Hilfe

Yavanah

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28. April 2004 um 9:25
In Antwort auf robena_11961855

Hallo Chris und Danke
für deine Antwort; ja mit "religiös" meinte ich eigentlich "spirituell", das heisst Liebe im absoluten Sinne des Wortes, Liebe in allem und für alles...

zum "vermissen light": nein, ich verbinde Liebe nicht mit Leid, im Gegenteil, und ich würde sehr gern eine glückliche Beziehung führen! Aber das Vermissen light lässt eher an eine "lauwarme" Beziehung denken, wo man zwar ganz froh ist, jemanden zu kennen, aber zu faul oder zu bequem ist, etwas dafür zu tun, damit diese Bekanntschaft tiefer und bereichender wird...

Danke für deine Hilfe

Yavanah

Liebe IST spirituel
>>>>> ja mit "religiös" meinte ich eigentlich "spirituell", das heisst Liebe im absoluten Sinne des Wortes, Liebe in allem und für alles...>>>>>

Ja, die Liebe IST spirituel. Die meissten sehen das leider nicht so.



>>>>zum "vermissen light": nein, ich verbinde Liebe nicht mit Leid, im Gegenteil, und ich würde sehr gern eine glückliche Beziehung führen! Aber das Vermissen light lässt eher an eine "lauwarme" Beziehung denken, wo man zwar ganz froh ist, jemanden zu kennen, aber zu faul oder zu bequem ist, etwas dafür zu tun, damit diese Bekanntschaft tiefer und bereichender wird...>>>>>

Nun, das waere die negative Sicht zu "vermissen light".
Aber es gibt auch eine negative Sicht zum "normalen" Vermissen, naemlich die Abhaengigkeit, Anhaftung und Klammern.


lg
Chris

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29. April 2004 um 18:30
In Antwort auf abdul_12261227

Liebe IST spirituel
>>>>> ja mit "religiös" meinte ich eigentlich "spirituell", das heisst Liebe im absoluten Sinne des Wortes, Liebe in allem und für alles...>>>>>

Ja, die Liebe IST spirituel. Die meissten sehen das leider nicht so.



>>>>zum "vermissen light": nein, ich verbinde Liebe nicht mit Leid, im Gegenteil, und ich würde sehr gern eine glückliche Beziehung führen! Aber das Vermissen light lässt eher an eine "lauwarme" Beziehung denken, wo man zwar ganz froh ist, jemanden zu kennen, aber zu faul oder zu bequem ist, etwas dafür zu tun, damit diese Bekanntschaft tiefer und bereichender wird...>>>>>

Nun, das waere die negative Sicht zu "vermissen light".
Aber es gibt auch eine negative Sicht zum "normalen" Vermissen, naemlich die Abhaengigkeit, Anhaftung und Klammern.


lg
Chris

Hallo Chris,
schön, wie du immer "Satz für Satz" antwortest, das schafft Klarheit!

Nun habe ich meinen Freund seit seiner "Mitteilung" fast jeden Tag kurz gesehen; er war sehr lieb, über das Thema "uns" konnten wir aber umständerhalber nicht sprechen; ich habe ihm eine Mail geschrieben, in der ich ihn frage, ob seine Worte von letzter Woche wirklich ernst zu nehmen waren oder ob sie das "Produkt" von zuviel Stress und Müdigkeit waren, frage ihn auch, ob er will, dass ich endgültig Abstand von ihm nehmen soll...

Heute Morgen sah ich ihn kurz, er sagte mir, er habe meine Nachricht erhalten, wäre aber zu müde gewesen, mir zu antworten...

In einer deiner Antworten sprachst du von den "weder mit-noch-ohne Beziehungen", wie gehen solche Beziehungen weiter, haben sie überhaupt eine Chance, irgendwann eine "nur mit"-Beziehung zu werden oder ist es hoffnungslos? Und wenn sie hoffnungslos sind, wo soll man die Kraft finden, sie trotz der Liebe, die man empfindet, zu beenden?

Ich weiss,ich stelle viele Fragen, aber ich fühle mich in moment ein wenig verloren...
Danke fürs Lesen!

Yavanah


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29. April 2004 um 20:27
In Antwort auf robena_11961855

Hallo Chris,
schön, wie du immer "Satz für Satz" antwortest, das schafft Klarheit!

Nun habe ich meinen Freund seit seiner "Mitteilung" fast jeden Tag kurz gesehen; er war sehr lieb, über das Thema "uns" konnten wir aber umständerhalber nicht sprechen; ich habe ihm eine Mail geschrieben, in der ich ihn frage, ob seine Worte von letzter Woche wirklich ernst zu nehmen waren oder ob sie das "Produkt" von zuviel Stress und Müdigkeit waren, frage ihn auch, ob er will, dass ich endgültig Abstand von ihm nehmen soll...

Heute Morgen sah ich ihn kurz, er sagte mir, er habe meine Nachricht erhalten, wäre aber zu müde gewesen, mir zu antworten...

In einer deiner Antworten sprachst du von den "weder mit-noch-ohne Beziehungen", wie gehen solche Beziehungen weiter, haben sie überhaupt eine Chance, irgendwann eine "nur mit"-Beziehung zu werden oder ist es hoffnungslos? Und wenn sie hoffnungslos sind, wo soll man die Kraft finden, sie trotz der Liebe, die man empfindet, zu beenden?

Ich weiss,ich stelle viele Fragen, aber ich fühle mich in moment ein wenig verloren...
Danke fürs Lesen!

Yavanah


Angewoehnt
>>>>>>>>>>schön, wie du immer "Satz für Satz" antwortest, das schafft Klarheit!>>>>>

Habs mir aus diesem Grund so angewoehnt


>>>>>Nun habe ich meinen Freund seit seiner "Mitteilung" fast jeden Tag kurz gesehen; er war sehr lieb, über das Thema "uns" konnten wir aber umständerhalber nicht sprechen; ich habe ihm eine Mail geschrieben, in der ich ihn frage, ob seine Worte von letzter Woche wirklich ernst zu nehmen waren oder ob sie das "Produkt" von zuviel Stress und Müdigkeit waren, frage ihn auch, ob er will, dass ich endgültig Abstand von ihm nehmen soll... >>>>>

An der Mail sieht er, dass es Dir ernst ist, denke ich. Warte ab, was er sagt. Setze ihn nicht so unter Druck. Ich weiss nicht, was er vertraegt, oder inwieweit er mit Emotionen umgehen kann, mit seinen und mit Deinen.



>>>>Heute Morgen sah ich ihn kurz, er sagte mir, er habe meine Nachricht erhalten, wäre aber zu müde gewesen, mir zu antworten...>>>

Hm...warts einfach ab, bis er was definitives sagt. Wenn er nichts sagt, auch gut. Dann weisst Du sowieso bescheid.



>>>>>In einer deiner Antworten sprachst du von den "weder mit-noch-ohne Beziehungen", wie gehen solche Beziehungen weiter, haben sie überhaupt eine Chance, irgendwann eine "nur mit"-Beziehung zu werden oder ist es hoffnungslos?
>>>> ich halte sie fuer hoffnungslos. Ich hab das selbst schon mitgemacht. Mir reicht die Uebung. Das, was soclche Beziehungen naehrt sind zwei Aspekte: "es war mal so schoen" und "irgendwann wird es wieder". Man kann das ne Weile mitmachen, bis das Leid so gross und unertraeglich wird, dass einer sich trennt. Manche Leute moegen leiden. Ich hab lang genug gelitten. Ich moechte das nicht mehr. ABER: jeder hat das ureigene Recht, es selbst zu erfahren.


>>>>Und wenn sie hoffnungslos sind, wo soll man die Kraft finden, sie trotz der Liebe, die man empfindet, zu beenden?>>>>

Indem man sich klar wird, das das, was man als "Liebe" empfindet, in Wirklichkeit Anhaftungen sind, emotionale Abhaengigkeiten, Nicht-Loslassen-können, Angst. LIEBE IST NIEMALS LEID.

>>>>Ich weiss,ich stelle viele Fragen, aber ich fühle mich in moment ein wenig verloren...
Danke fürs Lesen!>>>>

Du, schon ok.

lg
Chris

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29. April 2004 um 21:47
In Antwort auf abdul_12261227

Angewoehnt
>>>>>>>>>>schön, wie du immer "Satz für Satz" antwortest, das schafft Klarheit!>>>>>

Habs mir aus diesem Grund so angewoehnt


>>>>>Nun habe ich meinen Freund seit seiner "Mitteilung" fast jeden Tag kurz gesehen; er war sehr lieb, über das Thema "uns" konnten wir aber umständerhalber nicht sprechen; ich habe ihm eine Mail geschrieben, in der ich ihn frage, ob seine Worte von letzter Woche wirklich ernst zu nehmen waren oder ob sie das "Produkt" von zuviel Stress und Müdigkeit waren, frage ihn auch, ob er will, dass ich endgültig Abstand von ihm nehmen soll... >>>>>

An der Mail sieht er, dass es Dir ernst ist, denke ich. Warte ab, was er sagt. Setze ihn nicht so unter Druck. Ich weiss nicht, was er vertraegt, oder inwieweit er mit Emotionen umgehen kann, mit seinen und mit Deinen.



>>>>Heute Morgen sah ich ihn kurz, er sagte mir, er habe meine Nachricht erhalten, wäre aber zu müde gewesen, mir zu antworten...>>>

Hm...warts einfach ab, bis er was definitives sagt. Wenn er nichts sagt, auch gut. Dann weisst Du sowieso bescheid.



>>>>>In einer deiner Antworten sprachst du von den "weder mit-noch-ohne Beziehungen", wie gehen solche Beziehungen weiter, haben sie überhaupt eine Chance, irgendwann eine "nur mit"-Beziehung zu werden oder ist es hoffnungslos?
>>>> ich halte sie fuer hoffnungslos. Ich hab das selbst schon mitgemacht. Mir reicht die Uebung. Das, was soclche Beziehungen naehrt sind zwei Aspekte: "es war mal so schoen" und "irgendwann wird es wieder". Man kann das ne Weile mitmachen, bis das Leid so gross und unertraeglich wird, dass einer sich trennt. Manche Leute moegen leiden. Ich hab lang genug gelitten. Ich moechte das nicht mehr. ABER: jeder hat das ureigene Recht, es selbst zu erfahren.


>>>>Und wenn sie hoffnungslos sind, wo soll man die Kraft finden, sie trotz der Liebe, die man empfindet, zu beenden?>>>>

Indem man sich klar wird, das das, was man als "Liebe" empfindet, in Wirklichkeit Anhaftungen sind, emotionale Abhaengigkeiten, Nicht-Loslassen-können, Angst. LIEBE IST NIEMALS LEID.

>>>>Ich weiss,ich stelle viele Fragen, aber ich fühle mich in moment ein wenig verloren...
Danke fürs Lesen!>>>>

Du, schon ok.

lg
Chris

Hallo Chris und vielen Dank,
dass du so schnell geantwortet hast! Natürlich lasse ich meinem Freund Zeit mit der Antwort, nur fällt es mir sehr schwer, so in der Schwebe zu bleiben, zumal wir uns fast täglich sehen und unsere Kinder sehr eng befreundet sind...

Deine Antwort zum Thema "weder mit-noch-ohne Beziehung" hat mich sehr gerührt, ich musste weinen als ich sie las, weil alles so verdammt gut zutrifft, das "es war mal so schön" und "es wird wieder"...

Man wird immer wieder von Erinnerungen zurückgeholt, und um sie irgendwie "nochmal zu erleben" nimmt man vieles in Kauf...

Andererseits verbinden solche Erinnerungen und geben einer Beziehung einen gewissen Halt, finde ich, so was wie "Balsam" für schwere Zeiten...

Ich habe eine 13jährige Ehe hinter mir, in der solche Erinnerungen gefehlt haben; in Krisenzeiten konnte ich mich an nichts "festhalten", was mir Kraft gegeben hätte die Krisen zu überwinden...es war kein Fundament da.
In meiner heutigen Beziehung ist das völlig anders, vom Anfang an haben wir viel Schönes und auch Trauriges gemeinsam erlebt, und das schafft eine Nähe, die ich gar nicht wegdenken kann!

Was mich noch zum Thema "weder-mit-noch-ohne Beziehung" einfällt, ist die Frage, warum solche Beziehung nicht vorankommen? Liegt das an einem Mangel an Kommunikation? An der Angst, sich zu "binden"?

Lieber Chris ich bin Dir sehr dankbar, so präsent zu sein, deine Antworten sind mir eine grosse Hilfe!
Alles Gute für Dich!

Yavanah

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30. April 2004 um 8:55
In Antwort auf robena_11961855

Hallo Chris und vielen Dank,
dass du so schnell geantwortet hast! Natürlich lasse ich meinem Freund Zeit mit der Antwort, nur fällt es mir sehr schwer, so in der Schwebe zu bleiben, zumal wir uns fast täglich sehen und unsere Kinder sehr eng befreundet sind...

Deine Antwort zum Thema "weder mit-noch-ohne Beziehung" hat mich sehr gerührt, ich musste weinen als ich sie las, weil alles so verdammt gut zutrifft, das "es war mal so schön" und "es wird wieder"...

Man wird immer wieder von Erinnerungen zurückgeholt, und um sie irgendwie "nochmal zu erleben" nimmt man vieles in Kauf...

Andererseits verbinden solche Erinnerungen und geben einer Beziehung einen gewissen Halt, finde ich, so was wie "Balsam" für schwere Zeiten...

Ich habe eine 13jährige Ehe hinter mir, in der solche Erinnerungen gefehlt haben; in Krisenzeiten konnte ich mich an nichts "festhalten", was mir Kraft gegeben hätte die Krisen zu überwinden...es war kein Fundament da.
In meiner heutigen Beziehung ist das völlig anders, vom Anfang an haben wir viel Schönes und auch Trauriges gemeinsam erlebt, und das schafft eine Nähe, die ich gar nicht wegdenken kann!

Was mich noch zum Thema "weder-mit-noch-ohne Beziehung" einfällt, ist die Frage, warum solche Beziehung nicht vorankommen? Liegt das an einem Mangel an Kommunikation? An der Angst, sich zu "binden"?

Lieber Chris ich bin Dir sehr dankbar, so präsent zu sein, deine Antworten sind mir eine grosse Hilfe!
Alles Gute für Dich!

Yavanah


>>>>>>dass du so schnell geantwortet hast! >>>>

Du hast das Glueck, dass ich job-bedingt z.Zt. oft im Net sein kann


>>>>>>Natürlich lasse ich meinem Freund Zeit mit der Antwort, nur fällt es mir sehr schwer, so in der Schwebe zu bleiben, zumal wir uns fast täglich sehen und unsere Kinder sehr eng befreundet sind...>>>>>

Ja, ich kann das nachfuehlen, aber mit bedraengen geht gar nichts. Nur allzulange in der Schwebe zu verharren, ist auch nicht das Beste. Es ist eine gefuehlsmaessige Abwaegungssache.


>>>>>Deine Antwort zum Thema "weder mit-noch-ohne Beziehung" hat mich sehr gerührt, ich musste weinen als ich sie las, weil alles so verdammt gut zutrifft, das "es war mal so schön" und "es wird wieder"... >>>>

oh...
Ja, diese Struktur ist weit verbreitet und mit viel Leid besetzt. Man ist immer wieder hin un her gerissen zwischen Wunsch, Illusion und Wahrheit....und Wahrheit kann weh tun.


>>>>>Man wird immer wieder von Erinnerungen zurückgeholt, und um sie irgendwie "nochmal zu erleben" nimmt man vieles in Kauf... >>>>>

Aber leider ist es zu 98% ein Irrtum....



>>>>Andererseits verbinden solche Erinnerungen und geben einer Beziehung einen gewissen Halt, finde ich, so was wie "Balsam" für schwere Zeiten...>>>>


Schon klar, weil es hilft, Krisen zu bewaeltigen...aaaaber, wie Du siehst, ist die Grenze zur destruktiven Abhaengigkeit sehr filigran. Das ist dann wie eine Schallplatte, die haengt.



>>>>Ich habe eine 13jährige Ehe hinter mir, in der solche Erinnerungen gefehlt haben; in Krisenzeiten konnte ich mich an nichts "festhalten", was mir Kraft gegeben hätte die Krisen zu überwinden...es war kein Fundament da. >>>>

Eine 13jährige Ehe ohne Fundament? Puh...ich ahne schon, Du hast Einiges hinter Dir...


>>>>>In meiner heutigen Beziehung ist das völlig anders, vom Anfang an haben wir viel Schönes und auch Trauriges gemeinsam erlebt, und das schafft eine Nähe, die ich gar nicht wegdenken kann!>>>>>

ja, das ist schoen. Gemeinsame Hoehen und Tiefen festigen, man waechst zusammen und waechst zusammen, beides.


>>>>Was mich noch zum Thema "weder-mit-noch-ohne Beziehung" einfällt, ist die Frage, warum solche Beziehung nicht vorankommen? Liegt das an einem Mangel an Kommunikation? An der Angst, sich zu "binden"? >>>>>

Das hat verschieden Faktoren. In erster Linie liegt das wohl daran, dass sich die Beteiligten in verschiedene Richtungen entwickelt haben, sich also getrennt haben, ohne es zu merken. Gleichzeitig sind sie emotional sehr stark miteinander verbunden, moeglicherweise abhaengig voneinander. Sie gleichzeitig sind in einer destruktiven, disharmonischen Weise getrennt und aneinander gebunden. Da zehren zwei Kraefte gegeneinander, statt miteinander.
Hier ensteht eine riesige unueberwindliche Diskrepanz, der Sprung in der Schallplatte wie Du sehen kannst. Es kann sein, dass es an der Kommunikation lag, es ist aber auch gut moeglich, das andere Programme da eine Rolle mitspielten; Vorstellungen, Erwartungen, Projektionen etc.




dir auch alles liebe


Chris

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17. Mai 2004 um 20:04

Up für Grace

hallo Grace, vielleicht findest du hier auch etwas für dich

Gruss,

Yavanah

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16. Januar 2014 um 19:28

Wie ist es ausgegangen
Hallo Yavanah ,
liest Du das noch? Zehn Jahre später?
Wie ist Deine Geschichte ausgegangen?
Markus aus Wiesbaden

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