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Liebe zwischen zwei Kulturen - Mit Druck zur Heirat

5. August 2019 um 13:16
In Antwort auf onhe

Auch ich gehe davon aus, dass sein nächstes Etappenziel die Schwangerschaft von Linda ist und leider haben sich bisher alle meine Prognosen bewahrheitet. Wasif möchte Linda für immer an sich binden. Dabei nimmt er keine Rücksicht auf Verluste (die ja ohnehin nur auf Kosten von Linda gehen) und der Erfolg hat ihm bisher auch Recht gegeben.
 

Gibt es Neuigkeiten? Oder wird das Thema jetzt von Linda totgeschwiegen? Leider ist auch das normal. In ihr sieht es ganz anders aus. Aber das wird sie nicht zugeben.

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8. August 2019 um 11:57

Die marokkanischen Mühlen mahlen sehr langsam. Wie hat es Wasif denn geschafft innerhalb weniger Wochen zwischen seinem ersten und zweiten Besuch bei Linda in Deutschland alle erforderlichen Papiere zusammen zu tragen? 

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9. August 2019 um 10:36
In Antwort auf schmidt0104

Die marokkanischen Mühlen mahlen sehr langsam. Wie hat es Wasif denn geschafft innerhalb weniger Wochen zwischen seinem ersten und zweiten Besuch bei Linda in Deutschland alle erforderlichen Papiere zusammen zu tragen? 

Das hat er nicht geschafft weil er es gar nicht schaffen musste. Er hatte das perfekte Timing und hat sich die erforderlichen Papiere schon viel früher besorgt. Wasif wusste von Anfang an was er wollte und hat dieses Ziel dann auch konsequent verfolgt.

Das ist gängige Praxis und das höre ich bei meinen Beratungsgesprächen immer wieder. Der Mann trägt die Heiratspapiere ohne Wissen seiner Partnerin frühzeitig zusammen und ist damit bestens vorbereitet. Wenn die Frau dann tatsächlich irgendwann mal das Wort Hochzeit in den Mund nimmt kann er sofort zuschlagen und schleift sie zum Standesamt. Die Frau ist von der rasanten Entwicklung vollkommen überrascht, meint jetzt aber nicht mehr nein sagen zu können und wird komplett überrumpelt.

Das böse Erwachen kommt erst später.
 

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11. August 2019 um 6:06

nennt man Amigaeffekt: Aber Meiner Ist Ganz Anders

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15. August 2019 um 15:40
In Antwort auf juno574

nennt man Amigaeffekt: Aber Meiner Ist Ganz Anders

Das habe ich vorher noch nie gehört, klingt aber absolut zutreffent.

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15. August 2019 um 15:48
In Antwort auf malu1229

Das hat er nicht geschafft weil er es gar nicht schaffen musste. Er hatte das perfekte Timing und hat sich die erforderlichen Papiere schon viel früher besorgt. Wasif wusste von Anfang an was er wollte und hat dieses Ziel dann auch konsequent verfolgt.

Das ist gängige Praxis und das höre ich bei meinen Beratungsgesprächen immer wieder. Der Mann trägt die Heiratspapiere ohne Wissen seiner Partnerin frühzeitig zusammen und ist damit bestens vorbereitet. Wenn die Frau dann tatsächlich irgendwann mal das Wort Hochzeit in den Mund nimmt kann er sofort zuschlagen und schleift sie zum Standesamt. Die Frau ist von der rasanten Entwicklung vollkommen überrascht, meint jetzt aber nicht mehr nein sagen zu können und wird komplett überrumpelt.

Das böse Erwachen kommt erst später.
 

Du hast wahrscheinlich Recht. Ein Mitarbeiter vom Auswärtigen Amt hat mir das in einem langen Telefonat bestätigt. Zwischen den beiden Besuchen in Deutschland alle erforderlichen Papiere zusammen zu tragen ist fast unmöglich. Auch er glaubt, dass Wasif die Heirat von langer Hand vorgeplant hat. Da einige der erforderlichen Papiere aber nur sechs Monate gültig sind, kann man von einer Punktlandung reden. Das erklärt auch die enorme Eile, die vorgelegt wurde.
 

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15. August 2019 um 18:17

Hallo Leute,

heute bin ich vom Gofeminin-Team aufgefordert worden meinen Thread teilweise zu löschen. (siehe unten) Sie haben mir aber nicht gesagt welche Stelle sie meinen und sind heute auch telefonisch nicht zu erreichen. Dabei weiß ich noch nicht einmal was ich löschen soll oder wie ich es löschen kann. Versteht Ihr das?


Es geht um meine Nichte. Ich habe alle Namen der Beteiligten geändert und meine Nichte hat die Kommentare von Euch sogar gelesen, weil ich es ihr empfohlen und sie darauf hingewiesen habe. Sie ist nicht einer Meinung mit mir oder uns, hat sich aber sogar für meine Mühe und Sorge bedankt. Was habe ich also falsch gemacht oder wen habe ich beleidigt?


Begründung von Gofeminin:


Grund für die Löschung: Persönlicher Angriff, BelästigungFalls du diese Warnung ignorierst, werden dein Account mit deinen erstellten Threads und Kommentaren von uns gesperrt.Bei weiteren Fragen schaue in unseren Verhaltenskodex rein: https://www.gofeminin.de/beliebt-im-netz/verhaltenskodex-fur-die-gofeminin-de-community-s2018490.htmlBeste Grüße,dein gofeminin.de Team.
 

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15. August 2019 um 20:27
In Antwort auf onhe

Von der Niederschrift der folgenden „Liebesgeschichte“ meiner fünfundzwanzigjährigen Nichte verspreche ich mir keine Hilfe. Hilfsangebote gibt es genug. Aber sie nimmt diese nicht an. Mein Anliegen ist es vielmehr andere Betroffene und deren Angehörige zu warnen und vor gleichem Schicksal zu bewahren. Das bisher klar strukturierte Leben der jungen, intelligenten, attraktiven und emanzipierten Frau mit festen, beruflichen und privaten Zielen läuft augenblicklich komplett aus dem Ruder und sie fügt sich offensichtlich sehenden Auges ihrem Schicksal.

Linda lebt zusammen mit ihrem Bruder im Haus der Eltern. Die erwachsenen Kinder bewohnen eine eigene Etage und haben somit ihr eigenes Reich. Zu ihren Eltern, die ihren Kindern viele Freiheiten lassen, hatte sie immer ein gutes Verhältnis. Als Lehramtsstudentin ist Linda sprachbegabt und reist gerne mit Freunden aber auch alleine durch ferne Länder. Ihre Eltern haben ihr das, trotz der üblichen Bedenken, auch immer erlaubt und ermöglicht und sie hat durch Nebenjobs auch ihren eigenen Anteil dazu beigetragen.

Vor knapp anderthalb Jahren lernte Linda dann auf einer Reise nach Marokko Wasif, einen dreißigjährigen Mann aus einer kleinen Stadt bei Marrakesch kennen, der sie offensichtlich schnell in ihren Bann zog. Er gab vor als selbständiger Bauingenieur ein eigenes Unternehmen zu betreiben. Schon wenige Wochen später flog Linda wieder in das Land um ihn zu besuchen. Es folgten weitere Besuche von ihr. Bereits in dieser Phase fiel uns auf, dass Wasif Linda offensichtlich stark kontrollierte. Sie durfte nicht mehr ausgehen und musste abends unter allen Umständen zuhause sein. Das kontrollierte er von Marokko aus durch tägliche Anrufe, die sich meistens durch die ganze Nacht zogen. Dabei nahm er auch keinerlei Rücksicht auf ihr Studium oder bevorstehende Prüfungen. Nachdem Linda bei einem Übernachtungs-Besuch bei uns von 22:00 bis 5:30 Uhr pausenlos mit ihm telefonierte, obwohl sie am nächsten Tag für einen Nebenjob früh aufstehen musste, suchte ich das Gespräch mit ihr. Sie erzählte mir, dass ihr sein Kontrollzwang schon reichlich auf die Nerven ging. Er habe aber auch eine sehr romantische Seite, himmelt sie an und schreibt ihr sogar Gedichte. Das habe noch kein deutscher Mann für sie gemacht. Außerdem werde sich alles ändern, wenn sie mit Wasif zusammen zieht. Dieses Versprechen habe sie ihm bereits beim zweiten Besuch gegeben.

Ende letzten Jahres besuchte Wasif meine Nichte dann erstmalig in Deutschland. Auch Lindas Eltern, vor allem ihre Mutter, waren begeistert von der der Höflichkeit und Hilfsbereitschaft des jungen Mannes. Er beteiligte sich an der Hausarbeit und kochte für die Gastgeber. Wenige Wochen später besuchte er Linda dann ein zweites mal für ganze fünf Wochen. Natürlich wunderten wir uns, wie ein junger Unternehmer so lange aus seiner Firma weg bleiben kann. Linda erklärte uns, er habe einen Geschäftspartner, der alles für ihn regelt. Lindas Eltern bemerkten, dass Wasif sich während des Aufenthaltes veränderte. Er beteiligte sich nicht mehr an der Hausarbeit und hielt Linda vom Lernen ab indem er ständig ihre Aufmerksamkeit und Unterhaltung forderte. (Später erfuhren sie auch den Grund für die Verhaltensänderung.) Letztendlich war die Familie froh, als sein Besuch beendet war. Aber auch von Marokko aus, kontrollierte er Linda weiter durch die bereits erwähnten nächtlichen Anrufe. Linda fiel dann auch durch das erste Staatsexamen, was unter der beschriebenen Belastung zu erwarten war.

Sechs Wochen später konnte Linda die Anrufe nicht mehr ertragen und beschloss sich von ihm zu trennen. Dazu schrieb sie ihm einen Brief, weil sie seinen Argumenten im Gespräch offensichtlich nicht gewachsen war. Mir gegenüber erklärte sie erleichtert zu sein und sich endlich wieder frei zu fühlen. Linda ist wieder die Alte dachten alle, die es gut mit ihr meinten. Sie wiederholt die Prüfung und ihr junges, unbeschwertes Leben geht weiter.
Es sollte anders kommen. Für uns alle unbegreiflich verabredete Linda sich dann wieder mit Wasif in Marokko. Vor ihrer Reise kam sie meinem Wunsch nach einem klärenden Gespräch, das dann ein Geständnis werden sollte, noch nach. Sie habe Wasif versprochen mit ihm zusammen zu leben und fühlt sich verpflichtet ihm diese Chance auch zu geben. Er habe ihr klar gemacht, dass dies ohne vorherige Heirat nicht möglich sei. Außerdem habe er sein Unternehmen verkauft und damit ihretwegen bereits ein großes Opfer für das zukünftige gemeinsame Leben gebracht. (Diese Firma hat Linda übrigens nie gesehen.) Ihre Bedenken wischte er mit Argumenten wie, „es ist doch nur auf Probe und wenn es nicht klappt übernehme ich alle Kosten der Scheidung“, „du kannst dich sicher fühlen, denn wir heiraten ja in Deutschland“ und „du hast es mir ja versprochen“, „mir geht es gesundheitlich nicht gut, weil wir nicht zusammen leben können“ vom Tisch. Derart unter Druck gesetzt hat Linda Wasif beim letzten Besuch in Deutschland heimlich geheiratet. Erst jetzt, Wochen danach hat sie das auch ihren Eltern erzählt. Ihre Mutter hat bitterlich geweint, hatte sie sich doch den schönsten Tag im Leben ihrer Tochter anders vorgestellt. Natürlich hat Linda jetzt selbst Zweifel an ihrer Handlung aber auch darauf ist Wasif vorbereitet. Seine Behauptung, das für die Scheidung erforderlich Trennungsjahr müsse er gesetzlich vorgeschrieben in Deutschland verbringen, entbehrt jeder Grundlage. Aber auch das ist für Linda keine Lüge sondern nur nicht böse gemeinte Unwissenheit des jungen Mannes.

Wie konnte meine bis dato mitten im Leben stehende Nichte sich von einem Mann, von dem sie kaum etwas wusste und mit dem sie keine 70 Tage zusammen verbracht hat und dessen Kontrollzwang sie bereits lange erlebt hat, derart manipulieren lassen? Wie hat er Linda dazu gebracht ihre Familie, die sie liebt und die ihr viel bedeutet, außen vorzulassen? Was ist das für ein Mann, der die Gastfreundschaft von Lindas Eltern derart ausnutzt und die Menschen, die seine Schwiegereltern werden sollten, so schamlos hintergeht? Das sind die Fragen, die wir uns stellen.

Wasif hat ein klares Ziel und das erreicht er das durch Manipulation aber auch durch Isolation von Linda. Durch das Ausgehverbot und das ständige Telefonieren hat sie keine enge Freundin mehr, mit der sie darüber reden kann. - Der Telefonterror aus Marokko geht weiter „du hast es versprochen, also musst du es auch halten“.

Innerlich fassungslos habe ich die Fassung bewahrt und zunächst mal mit Behörden, Ämtern und Organisationen, die mit dem Thema vertraut sind, Kontakt aufgenommen und die Situation recherchiert. Offensichtlich ist die ganze Beziehung von seiner Seite auf Lügen aufgebaut. Bauingenieur zählt in Deutschland zu den gefragten Berufen. Wasif hätte ohne jedes Problem als Junggeselle, mit einem Visum zum Zwecke der Bewerbung und dem Nachweis mit monatlich 720,- € seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, für ein halbes Jahr nach Deutschland einreisen können. Wenn er dann Arbeit findet, was als Bauingenieur kein Problem sein dürfte, kann er in Deutschland sofort ein neues, dauerhaftes Visum beantragen. Entweder wollte er also die Heirat um jeden Preis erzwingen oder er ist gar kein Bauingenieur. Die Eheschließung nach deutschem Recht schützt Linda in keinster Weise. Wasif muss die Heirat nur in seinem Land oder seiner Botschaft registrieren lassen und das kann er innerhalb weniger Minuten ohne seine Frau, dann sind beide nach marokkanischem Recht verheiratet. Damit hat er unabdingbar das Aufenthaltsbestimmungsrecht für seine Frau und für gemeinsame Kinder. Auch Vergewaltigung in der Ehe ist dann keine Straftat. Eine Scheidung vor einem deutschen Gericht wird nicht anerkannt und muss erst von einem marokkanischen Gericht bestätigt werden. Das ist ein zermürbendes und sehr teures Verfahren, dass der Mann sehr lange hinauszögern, wenn nicht sogar verhindern kann. Ehebruch von Seiten der Frau ist in islamischen Ländern strafbar. Wenn Linda, noch verheiratet aber von einem anderen Mann begleitet, in ein islamisches Land reist, kann sie jederzeit verhaftet und zu ihrem Mann zurück gebracht werden. In strengen islamischen Ländern droht ihr sogar Prügel- oder Todesstrafe.

Noch schlimmer ist die Erkenntnis, dass Linda kein Einzelfall ist. Standesbeamte, Mitarbeiter des auswärtigen Amtes und Berater von kirchlichen Organisationen berichten übereinstimmend von ähnlichen Fällen nach gleichem Muster. Zunächst wird die Frau romantisch umgarnt um ihr möglichst schnell das Versprechen einer gemeinsamen Zukunft abzuringen, dann beruft sich der Mann auf dieses Versprechen und behauptet ohne Heirat sei ein Zusammenleben ja nicht möglich. Angeblich liebgewonnenen Besitz verkaufen und mit diesem „Opfer“ in Vorlage treten ist ein weiterer Teil des Plans. Wenn das alles nicht überzeugt, wird er krank und schiebt ihr die Schuld daran zu. Wohl wissend, dass die Eltern der Frau ihr Veto einlegen, wird dann heimlich geheiratet um damit Fakten zu schaffen, die zunächst nicht mehr zu ändern sind. In Kurzfassung, der Frau ein schlechtes Gewissen einreden, sich selbst als Opfer darstellen und dann die Heirat erzwingen.

Linda hat zugegeben, der Eheschließung nur unter großem Druck zugestimmt zu haben. Er hat ja so viel für sie getan und sie wollte ihn nicht weiter leiden sehen. Die Manipulation hat perfekt funktioniert. Vorläufig aufgewacht ist sie, als sie merkte, dass eine sogenannte Kurzehe nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden kann. Eine Annullierung der Ehe ist nur möglich, wenn eine Scheinehe nachzuweisen ist. Wenn sie das aber anführt, ist sie anschließend vorbestraft und wird nicht mehr verbeamtet. Sie spürt Druck von allen Seiten und sieht offensichtlich keinen anderen Weg mehr, als sich zunächst auf die Beziehung einzulassen.

Linda habe ich alle von mir recherchierten Informationen, nachprüfbar mit den zuständigen Ansprechpartnern und entsprechenden Telefonnummern oder Internetseiten, geliefert. Sie bedankte sich für die von mir erbrachte Recherche, ließ sich aber nicht davon abbringen vor einer knappen Woche wieder nach Marokko zu reisen und sich seiner, einer Gehirnwäsche gleichen, Manipulation auszusetzen. Wenigstens die mir vom Auswärtigen Amt mitgeteilten Notfallrufnummern hat sie auf meine inständige Bitte für den Fall der Fälle notiert. Noch kommen regelmäßig Grußmeldungen per WhatsApp aber wir möchten uns gar nicht ausmalen was passiert, wenn sie sich ihm gegenüber unvorsichtig verhält und wieder die Trennung, die es, entgegen seiner früheren Aussage, für ihn nach einer Heirat nicht geben kann, ins Gespräch bringt.

Linda spielt mit dem Feuer und schlägt alle Warnungen in den Wind. Die Situation ist für alle Beteiligten, insbesondere für die Eltern, unerträglich.



 

Wahnsinn 😣 wie viele sich von Fremden aus anderen Kulturen, die zielorientiert Andre emotional oder auch sexuell einzulullen verstehen - für ihre eigene Zwecke abhängig machen. Ist es der REIZ des Unbekannten oder fehlt entscheidendes für die Partnerwahl in unserer Kultur.

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28. August 2019 um 18:26
In Antwort auf onhe

Du hast wahrscheinlich Recht. Ein Mitarbeiter vom Auswärtigen Amt hat mir das in einem langen Telefonat bestätigt. Zwischen den beiden Besuchen in Deutschland alle erforderlichen Papiere zusammen zu tragen ist fast unmöglich. Auch er glaubt, dass Wasif die Heirat von langer Hand vorgeplant hat. Da einige der erforderlichen Papiere aber nur sechs Monate gültig sind, kann man von einer Punktlandung reden. Das erklärt auch die enorme Eile, die vorgelegt wurde.
 

Das ist wirklich heftig! Durch und durch berechnent!

Gibt es bei Euch was (positives) Neues?

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28. August 2019 um 18:28
In Antwort auf onhe

Hallo Leute,

heute bin ich vom Gofeminin-Team aufgefordert worden meinen Thread teilweise zu löschen. (siehe unten) Sie haben mir aber nicht gesagt welche Stelle sie meinen und sind heute auch telefonisch nicht zu erreichen. Dabei weiß ich noch nicht einmal was ich löschen soll oder wie ich es löschen kann. Versteht Ihr das?


Es geht um meine Nichte. Ich habe alle Namen der Beteiligten geändert und meine Nichte hat die Kommentare von Euch sogar gelesen, weil ich es ihr empfohlen und sie darauf hingewiesen habe. Sie ist nicht einer Meinung mit mir oder uns, hat sich aber sogar für meine Mühe und Sorge bedankt. Was habe ich also falsch gemacht oder wen habe ich beleidigt?


Begründung von Gofeminin:


Grund für die Löschung: Persönlicher Angriff, BelästigungFalls du diese Warnung ignorierst, werden dein Account mit deinen erstellten Threads und Kommentaren von uns gesperrt.Bei weiteren Fragen schaue in unseren Verhaltenskodex rein: https://www.gofeminin.de/beliebt-im-netz/verhaltenskodex-fur-die-gofeminin-de-community-s2018490.htmlBeste Grüße,dein gofeminin.de Team.
 

Wen sollst Du denn persönlich angegriffen oder belästigt haben? - Diese Stelle kann ich im gesamten Thread nicht finden!

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28. August 2019 um 18:39

Das GoFeminin-Team ist momentan auf Geisterjagd. Einer meiner Kommentare in einem anderen Thread wurde als "Spam" identifiziert. Ich glaube, die sollten sich mal damit auseinandersetzen, was SPAM ist... *kopfschüttel* da war weder Werbung noch sonstwas drin in meinem Kommentar.

 

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12. September 2019 um 19:14

Hallo zusammen,

nochmals vielen Dank für Eure rege Anteilnahme. Jetzt möchte ich Euch auch auf dem Laufenden halten.

Seit über einem Monat lebt Wasif jetzt zusammen mit Linda in Deutschland, zunächst in ihrem Elternhaus.

Ihre schriftliche Prüfung zum ersten Staatsexamen hat sie erfolgreich absolviert. Sie muss nicht mehr zur UNI sondern bereitet sich zuhause auf die mündliche Prüfung vor.

Wie berichtet, bewohnt Linda zusammen mit ihrem Bruder das Dachgeschoss des Elternhauses. Durch einen zusätzlichen separaten Eingang musste Wasif nicht durch den von den Eltern bewohnten Teil des Gebäudes. Begegnungen werden von beiden Seiten vermieden.

Vorletzte Woche hat Linda uns für zwei Tage besucht. Wir wohnen etwa 200 Kilometer entfernt. Wasif blieb während dessen alleine in ihren Räumen. Was ich von dieser Zumutung für die Eltern halte, möchte ich lieber nicht kommentieren.

Wider erwarten äußerte sich Linda sehr offen zu ihrer Beziehung und erwähnte auch ihre Bedenken und Ängste aber nicht ohne Wasif immer wieder in Schutz zu nehmen. Zweifel und Zuversicht befinden sich bei ihr im ständigen Wechsel.

Dann kam das von mir bereits erwähnte und von Euch auch entsprechend kommentierte Argument „den Fehler der zu schnellen Heirat möchte ich nicht durch den Fehler einer einer zu schnellen Scheidung wiederholen“ oder auch „im Zweifel für den Angeklagten“. Den Vergleich mit einer Gerichtsverhandlung finde ich in Anbetracht der höchstwahrscheinlich komplett verbauten Zukunft einer jungen, fleißigen und bisher zielstrebigen Frau natürlich unmöglich.

Jeder zweite Satz von Linda beginnt mit „Aber Wasif hat gesagt...... . Was Wasif sagt nimmt sie scheinbar kritiklos hin, auch wenn es das totale Gegenteil von dem ist, was er wenige Wochen vorher von sich gegeben hat, und er sich damit selbst widerspricht. Natürlich macht er ihr auch immer wieder klar, wie sehr ihn ihre Fragen verletzen.

In Absprache mit ihren Eltern hat sie ihre durch studentische Nebenjobs oder Zuwendung der Großeltern erworbenen bescheidenen Ersparnisse vorsichtshalber auf ein elterliches Konto geparkt. So skeptisch ist sie dann doch.

Linda hat wohl auch einen Hinweis aus dem Umfeld von Wasif in Marokko bekommen. Er habe bereits viele Versuche unternommen, Kontakt zu Europäerinnen zu bekommen und auch schon seit längerem finanzielle Probleme weil er lieber durch die Welt reise als arbeite. Außerdem wurde hinterfragt, warum er bei Lindas Eltern nicht offiziell um ihre Hand angehalten habe, wie es in Marokko üblich sei und wie es anständige Marokkaner auch machen. Angeblich hat er sich sogar darüber lustig gemacht, dass er Lindas Vater umgangen hat.

Dabei wurde ausdrücklich um vertraulichen Umgang mit der Quelle dieser Information gebeten. Linda hat aber, trotz der Bitte um Verschwiegenheit, umgehend mit Wasif darüber gesprochen und damit wahrscheinlich wieder einem Menschen, der es gut mit ihr meinte, vor den Kopf gestoßen. Statt die Information sinnvoll zu nutzen, gegebenenfalls in Ruhe zu überprüfen und dann eigene Schlüsse daraus zu ziehen hat sie Wasif sofort die Möglichkeit der Rechtfertigung gegeben und sich selbst damit den Wind aus den Segeln genommen.

Wasif meinte, der Hinweisgeber sei neidisch oder eifersüchtig auf ihn und wolle die beiden nur auseinander bringen. Die Modalitäten der heimlichen Hochzeit begründete er damit, selbst nichts von alten marokkanischen Traditionen zu halten. - Damit hatte er die im Raum stehenden Behauptungen für Linda aus der Welt zu schaffen.

Von marokkanischen Traditionen hält Wasif allerdings nur dann nichts, wenn es sich um Lindas Familie handelt. Linda hat er schon mehrfach vorgeworfen, seine Familie durch Fehlverhalten in Misskredit bringen zu können. - Interessant wäre seine Reaktion auf eine den eigenen Eltern verheimlichte Hochzeit seiner Schwester. - Aber das wäre natürlich etwas ganz Anderes!

Auch Linda wunderte sich darüber, dass über Wasifs Firma keinerlei Informationen und erst Recht keine Werbung im Internet zu finden ist. Das begründete er mit ausschließlich staatlichen Aufträgen, für die er nicht werben müsse. Vorletzte Woche musste sie darüber noch selber lachen.

Ziemlich sicher, dass ich Linda durch unsere intensiven und auch sehr vertraulichen Gespräche nochmals zum Nachdenken über den zum 07. September geplanten Umzug in die erste gemeinsame Wohnung (ich habe berichtet, freies Wohnen gegen Kinderbetreuung) gebracht habe, brachte ich Linda zum Bahnhof.

In den nächsten Tagen versuchte ich dann mit den wenigen Anhaltspunkten weitere Informationen über Wasifs Baugeschäft zu bekommen. Das ist mir dann auch mit viel Zeitaufwand gelungen. Es handelt sich um eine S.A.R.L., das Stammkapital beträgt 100.000 Dirham. Die Firma gehört ihm und einem Geschäftspartner je zur Hälfte. Ich konnte sogar seinen Jahresabschluss 2017 besorgen. Der Jahresabschluss 2018, der zum 31. Juli 2019 dem Finanzamt vorliegen müsste, wurde bisher nicht eingereicht. Der vorliegenden Jahresabschluss weist ca. 80.000 Dirham Verlust auf. Das ist bei einer jungen Firma nicht unüblich, wenn entsprechende Investitionen vorgenommen wurden, die das Geschäft ins Laufen bringen sollen. Das ist aber nicht geschehen. Es gibt weder Lkw noch Baumaschinen. Die Firma scheint zu ruhen. Der Grund dafür können schlechte Geschäfte sein. Vielleicht ist die Firma aber auch nur wegen der Reiseerleichterung für Unternehmer nach Europa gegründet worden.

Die finanzielle Situation der Firma finde ich in sofern wichtig, weil Wasif die Aufgabe des Unternehmens ja als Opfer, das er für das Zusammenleben mit Linda in Deutschland gebracht hat, bezeichnete und ihr damit auch ein entsprechend schlechtes gewissen gemacht hat.

Damit habe ich Linda dann konfrontiert. - Wasif hatte, wer hätte das gedacht, auch prompt Erklärungen parat. Zunächst gestand er Linda Schwarzgeschäfte getätigt zu haben, weil dies in Marokko nicht anders ginge. Natürlich habe ich Linda erklärt, dass Schwarzgeschäfte, bei einem Unternehmen das ohnehin keinen Gewinn macht, absolut keinen Sinn machen und auch in Marokko nicht mit öffentlichen Auftragsgebern durchführbar seien. Darauf hat sie dann nach einer weiteren Rücksprache mit Wasif sehr schnippisch reagiert. Von Schwarzgeld war dann angeblich nie die Rede. Der Jahresverlust beträgt ja auch nur 80.000 Dirham und nicht 80.000 Euro. Worüber rege ich mich also auf? Er will ihr aber noch genauer erklären, warum er bestimmte Dinge nicht über sein Firmenkonto abrechnet und ihr beweisen, dass es seiner Firma gut geht. - Darauf bin ich sehr gespannt!

Um Linda auch zu beweisen, dass er sie nicht geheiratet hat um leichter nach Europa zu kommen möchte er jetzt angeblich auch nicht mehr dauerhaft in Deutschland bleiben sondern nach ihrem Referendariat zusammen mit ihr wieder nach Marokko ziehen und dort leben. - Das sagt er jetzt.

Nicht ohne sich wieder für meine bisherigen Bemühungen zu bedanken, meinte Linda dann, ich solle mich nicht mehr länger mit der Sache beschäftigen.

Über Lindas zwischen Skepsis und Zuversicht schwankende Stimmung habe ich bereits berichtet. Fakt ist, die Skepsis ist offensichtlich nur dann vorhanden, wenn sie nicht in seinem Einflussbereich sondern mit ihren Eltern oder uns zusammen ist. Sobald sie bei ihm ist lässt sie selbst keine Zweifel mehr zu und schlägt sich voll auf seine Seite.

Am Donnerstag sind die Beiden dann in ihre erste gemeinsame Wohnung umgezogen. Der jetzige Wohnort liegt gute zwei Autostunden (ein Auto haben sie nicht) oder gute drei Stunden Fahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Lindas Elternhaus entfernt. Jetzt hat sie sich endgültig aus dem Einflussbereich ihrer Familie zurück gezogen.

Meine bisherigen Bemühungen und Recherchen haben scheinbar nichts gebracht. Aber vielleicht bleiben die Informationen ja in ihrem Hinterkopf und Linda erinnert sich zu gegebener Zeit daran.

Ihrer Familie und sich selbst hat Linda hoch und heilig versprochen sich sofort von Wasif zu trennen, wenn sie ihn auch nur ein einziges Mal beim Lügen erwischt. Genau das (ihn erwischen) möchte sie jetzt unter allen Umständen vermeiden. Deshalb schiebt sie ihm die ihr zugetragenen Informationen ohne eigene Überprüfung zu damit er (vermeintlich) schlüssige Erklärungen dafür abgeben kann. Linda bekommt die Antworten, die sie sich wünscht, auch wenn diese an den Haaren herbei gezogen sind. Die Informationen und Fakten zu überprüfen, selbst zu recherchieren und dann vielleicht eine ganz andere Wahrheit ans Tageslicht zu bringen, könnte sie zum Handeln zwingen. Das ist unbequem und tut weh. Linda möchte nicht, dass weiter recherchiert wird weil es ihre Beziehung und Ehe in Frage stellt.
 

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14. September 2019 um 12:37
In Antwort auf onhe

Hallo zusammen,

nochmals vielen Dank für Eure rege Anteilnahme. Jetzt möchte ich Euch auch auf dem Laufenden halten.

Seit über einem Monat lebt Wasif jetzt zusammen mit Linda in Deutschland, zunächst in ihrem Elternhaus.

Ihre schriftliche Prüfung zum ersten Staatsexamen hat sie erfolgreich absolviert. Sie muss nicht mehr zur UNI sondern bereitet sich zuhause auf die mündliche Prüfung vor.

Wie berichtet, bewohnt Linda zusammen mit ihrem Bruder das Dachgeschoss des Elternhauses. Durch einen zusätzlichen separaten Eingang musste Wasif nicht durch den von den Eltern bewohnten Teil des Gebäudes. Begegnungen werden von beiden Seiten vermieden.

Vorletzte Woche hat Linda uns für zwei Tage besucht. Wir wohnen etwa 200 Kilometer entfernt. Wasif blieb während dessen alleine in ihren Räumen. Was ich von dieser Zumutung für die Eltern halte, möchte ich lieber nicht kommentieren.

Wider erwarten äußerte sich Linda sehr offen zu ihrer Beziehung und erwähnte auch ihre Bedenken und Ängste aber nicht ohne Wasif immer wieder in Schutz zu nehmen. Zweifel und Zuversicht befinden sich bei ihr im ständigen Wechsel.

Dann kam das von mir bereits erwähnte und von Euch auch entsprechend kommentierte Argument „den Fehler der zu schnellen Heirat möchte ich nicht durch den Fehler einer einer zu schnellen Scheidung wiederholen“ oder auch „im Zweifel für den Angeklagten“. Den Vergleich mit einer Gerichtsverhandlung finde ich in Anbetracht der höchstwahrscheinlich komplett verbauten Zukunft einer jungen, fleißigen und bisher zielstrebigen Frau natürlich unmöglich.

Jeder zweite Satz von Linda beginnt mit „Aber Wasif hat gesagt...... . Was Wasif sagt nimmt sie scheinbar kritiklos hin, auch wenn es das totale Gegenteil von dem ist, was er wenige Wochen vorher von sich gegeben hat, und er sich damit selbst widerspricht. Natürlich macht er ihr auch immer wieder klar, wie sehr ihn ihre Fragen verletzen.

In Absprache mit ihren Eltern hat sie ihre durch studentische Nebenjobs oder Zuwendung der Großeltern erworbenen bescheidenen Ersparnisse vorsichtshalber auf ein elterliches Konto geparkt. So skeptisch ist sie dann doch.

Linda hat wohl auch einen Hinweis aus dem Umfeld von Wasif in Marokko bekommen. Er habe bereits viele Versuche unternommen, Kontakt zu Europäerinnen zu bekommen und auch schon seit längerem finanzielle Probleme weil er lieber durch die Welt reise als arbeite. Außerdem wurde hinterfragt, warum er bei Lindas Eltern nicht offiziell um ihre Hand angehalten habe, wie es in Marokko üblich sei und wie es anständige Marokkaner auch machen. Angeblich hat er sich sogar darüber lustig gemacht, dass er Lindas Vater umgangen hat.

Dabei wurde ausdrücklich um vertraulichen Umgang mit der Quelle dieser Information gebeten. Linda hat aber, trotz der Bitte um Verschwiegenheit, umgehend mit Wasif darüber gesprochen und damit wahrscheinlich wieder einem Menschen, der es gut mit ihr meinte, vor den Kopf gestoßen. Statt die Information sinnvoll zu nutzen, gegebenenfalls in Ruhe zu überprüfen und dann eigene Schlüsse daraus zu ziehen hat sie Wasif sofort die Möglichkeit der Rechtfertigung gegeben und sich selbst damit den Wind aus den Segeln genommen.

Wasif meinte, der Hinweisgeber sei neidisch oder eifersüchtig auf ihn und wolle die beiden nur auseinander bringen. Die Modalitäten der heimlichen Hochzeit begründete er damit, selbst nichts von alten marokkanischen Traditionen zu halten. - Damit hatte er die im Raum stehenden Behauptungen für Linda aus der Welt zu schaffen.

Von marokkanischen Traditionen hält Wasif allerdings nur dann nichts, wenn es sich um Lindas Familie handelt. Linda hat er schon mehrfach vorgeworfen, seine Familie durch Fehlverhalten in Misskredit bringen zu können. - Interessant wäre seine Reaktion auf eine den eigenen Eltern verheimlichte Hochzeit seiner Schwester. - Aber das wäre natürlich etwas ganz Anderes!

Auch Linda wunderte sich darüber, dass über Wasifs Firma keinerlei Informationen und erst Recht keine Werbung im Internet zu finden ist. Das begründete er mit ausschließlich staatlichen Aufträgen, für die er nicht werben müsse. Vorletzte Woche musste sie darüber noch selber lachen.

Ziemlich sicher, dass ich Linda durch unsere intensiven und auch sehr vertraulichen Gespräche nochmals zum Nachdenken über den zum 07. September geplanten Umzug in die erste gemeinsame Wohnung (ich habe berichtet, freies Wohnen gegen Kinderbetreuung) gebracht habe, brachte ich Linda zum Bahnhof.

In den nächsten Tagen versuchte ich dann mit den wenigen Anhaltspunkten weitere Informationen über Wasifs Baugeschäft zu bekommen. Das ist mir dann auch mit viel Zeitaufwand gelungen. Es handelt sich um eine S.A.R.L., das Stammkapital beträgt 100.000 Dirham. Die Firma gehört ihm und einem Geschäftspartner je zur Hälfte. Ich konnte sogar seinen Jahresabschluss 2017 besorgen. Der Jahresabschluss 2018, der zum 31. Juli 2019 dem Finanzamt vorliegen müsste, wurde bisher nicht eingereicht. Der vorliegenden Jahresabschluss weist ca. 80.000 Dirham Verlust auf. Das ist bei einer jungen Firma nicht unüblich, wenn entsprechende Investitionen vorgenommen wurden, die das Geschäft ins Laufen bringen sollen. Das ist aber nicht geschehen. Es gibt weder Lkw noch Baumaschinen. Die Firma scheint zu ruhen. Der Grund dafür können schlechte Geschäfte sein. Vielleicht ist die Firma aber auch nur wegen der Reiseerleichterung für Unternehmer nach Europa gegründet worden.

Die finanzielle Situation der Firma finde ich in sofern wichtig, weil Wasif die Aufgabe des Unternehmens ja als Opfer, das er für das Zusammenleben mit Linda in Deutschland gebracht hat, bezeichnete und ihr damit auch ein entsprechend schlechtes gewissen gemacht hat.

Damit habe ich Linda dann konfrontiert. - Wasif hatte, wer hätte das gedacht, auch prompt Erklärungen parat. Zunächst gestand er Linda Schwarzgeschäfte getätigt zu haben, weil dies in Marokko nicht anders ginge. Natürlich habe ich Linda erklärt, dass Schwarzgeschäfte, bei einem Unternehmen das ohnehin keinen Gewinn macht, absolut keinen Sinn machen und auch in Marokko nicht mit öffentlichen Auftragsgebern durchführbar seien. Darauf hat sie dann nach einer weiteren Rücksprache mit Wasif sehr schnippisch reagiert. Von Schwarzgeld war dann angeblich nie die Rede. Der Jahresverlust beträgt ja auch nur 80.000 Dirham und nicht 80.000 Euro. Worüber rege ich mich also auf? Er will ihr aber noch genauer erklären, warum er bestimmte Dinge nicht über sein Firmenkonto abrechnet und ihr beweisen, dass es seiner Firma gut geht. - Darauf bin ich sehr gespannt!

Um Linda auch zu beweisen, dass er sie nicht geheiratet hat um leichter nach Europa zu kommen möchte er jetzt angeblich auch nicht mehr dauerhaft in Deutschland bleiben sondern nach ihrem Referendariat zusammen mit ihr wieder nach Marokko ziehen und dort leben. - Das sagt er jetzt.

Nicht ohne sich wieder für meine bisherigen Bemühungen zu bedanken, meinte Linda dann, ich solle mich nicht mehr länger mit der Sache beschäftigen.

Über Lindas zwischen Skepsis und Zuversicht schwankende Stimmung habe ich bereits berichtet. Fakt ist, die Skepsis ist offensichtlich nur dann vorhanden, wenn sie nicht in seinem Einflussbereich sondern mit ihren Eltern oder uns zusammen ist. Sobald sie bei ihm ist lässt sie selbst keine Zweifel mehr zu und schlägt sich voll auf seine Seite.

Am Donnerstag sind die Beiden dann in ihre erste gemeinsame Wohnung umgezogen. Der jetzige Wohnort liegt gute zwei Autostunden (ein Auto haben sie nicht) oder gute drei Stunden Fahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Lindas Elternhaus entfernt. Jetzt hat sie sich endgültig aus dem Einflussbereich ihrer Familie zurück gezogen.

Meine bisherigen Bemühungen und Recherchen haben scheinbar nichts gebracht. Aber vielleicht bleiben die Informationen ja in ihrem Hinterkopf und Linda erinnert sich zu gegebener Zeit daran.

Ihrer Familie und sich selbst hat Linda hoch und heilig versprochen sich sofort von Wasif zu trennen, wenn sie ihn auch nur ein einziges Mal beim Lügen erwischt. Genau das (ihn erwischen) möchte sie jetzt unter allen Umständen vermeiden. Deshalb schiebt sie ihm die ihr zugetragenen Informationen ohne eigene Überprüfung zu damit er (vermeintlich) schlüssige Erklärungen dafür abgeben kann. Linda bekommt die Antworten, die sie sich wünscht, auch wenn diese an den Haaren herbei gezogen sind. Die Informationen und Fakten zu überprüfen, selbst zu recherchieren und dann vielleicht eine ganz andere Wahrheit ans Tageslicht zu bringen, könnte sie zum Handeln zwingen. Das ist unbequem und tut weh. Linda möchte nicht, dass weiter recherchiert wird weil es ihre Beziehung und Ehe in Frage stellt.
 

Das war ja leider zu erwarten.

Linda weiß, dass sie bisher alles falsch gemacht hat und sie weiß auch dass Wasif sie belügt. Aber sie gesteht sich das selbst nicht ein und bleibt trotzdem bei ihm. Das kenne ich von vielen anderen Frauen und auch von mir selbst. So habe ich auch gehandelt.

Wenn Linda Wasif tatsächlich nach der ersten Lüge verlassen wollte, hätte sie ihn schon lange verlassen müssen. Ich bin eine aufmerksame Zuhörerin und auch Leserin. Hier nur ein Beispiel.

Auf die Frage warum ein Unternehmer innerhalb eines Vierteljahres acht Wochen Urlaub machen kann, antwortete Wasif Anfang des Jahres, er habe einen Geschäftspartner der alles für ihn regelt und das wäre für das Unternehmen kein Problem.

Im März erklärte er dann, dass die Firma durch seine häufige Abwesenheit durch seine Besuche bei Linda in Schieflage geraten sei und gibt Linda damit indirekt die Schuld daran. Angeblich muß er sich deshalb in Deutschland eine neue Existenz aufbauen und begründet damit die schnelle Hochzeit.

Im September sagt er der Firma ginge es gut aber er rechne aus Gründen, die er noch erklären will, über andere Konten ab.

Mindestens eine dieser Aussagen kann ja nicht stimmen. Also belügt er Linda.

Für Linda sind Lügen offensichtlich besser zu ertragen als Wasif zu verlassen. Jetzt, wo er weiß dass er Linda ohne Konsequenzen belügen kann, wird das zunächst auch so weiter gehen. 
 

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14. September 2019 um 16:11
In Antwort auf onhe

Hallo zusammen,

nochmals vielen Dank für Eure rege Anteilnahme. Jetzt möchte ich Euch auch auf dem Laufenden halten.

Seit über einem Monat lebt Wasif jetzt zusammen mit Linda in Deutschland, zunächst in ihrem Elternhaus.

Ihre schriftliche Prüfung zum ersten Staatsexamen hat sie erfolgreich absolviert. Sie muss nicht mehr zur UNI sondern bereitet sich zuhause auf die mündliche Prüfung vor.

Wie berichtet, bewohnt Linda zusammen mit ihrem Bruder das Dachgeschoss des Elternhauses. Durch einen zusätzlichen separaten Eingang musste Wasif nicht durch den von den Eltern bewohnten Teil des Gebäudes. Begegnungen werden von beiden Seiten vermieden.

Vorletzte Woche hat Linda uns für zwei Tage besucht. Wir wohnen etwa 200 Kilometer entfernt. Wasif blieb während dessen alleine in ihren Räumen. Was ich von dieser Zumutung für die Eltern halte, möchte ich lieber nicht kommentieren.

Wider erwarten äußerte sich Linda sehr offen zu ihrer Beziehung und erwähnte auch ihre Bedenken und Ängste aber nicht ohne Wasif immer wieder in Schutz zu nehmen. Zweifel und Zuversicht befinden sich bei ihr im ständigen Wechsel.

Dann kam das von mir bereits erwähnte und von Euch auch entsprechend kommentierte Argument „den Fehler der zu schnellen Heirat möchte ich nicht durch den Fehler einer einer zu schnellen Scheidung wiederholen“ oder auch „im Zweifel für den Angeklagten“. Den Vergleich mit einer Gerichtsverhandlung finde ich in Anbetracht der höchstwahrscheinlich komplett verbauten Zukunft einer jungen, fleißigen und bisher zielstrebigen Frau natürlich unmöglich.

Jeder zweite Satz von Linda beginnt mit „Aber Wasif hat gesagt...... . Was Wasif sagt nimmt sie scheinbar kritiklos hin, auch wenn es das totale Gegenteil von dem ist, was er wenige Wochen vorher von sich gegeben hat, und er sich damit selbst widerspricht. Natürlich macht er ihr auch immer wieder klar, wie sehr ihn ihre Fragen verletzen.

In Absprache mit ihren Eltern hat sie ihre durch studentische Nebenjobs oder Zuwendung der Großeltern erworbenen bescheidenen Ersparnisse vorsichtshalber auf ein elterliches Konto geparkt. So skeptisch ist sie dann doch.

Linda hat wohl auch einen Hinweis aus dem Umfeld von Wasif in Marokko bekommen. Er habe bereits viele Versuche unternommen, Kontakt zu Europäerinnen zu bekommen und auch schon seit längerem finanzielle Probleme weil er lieber durch die Welt reise als arbeite. Außerdem wurde hinterfragt, warum er bei Lindas Eltern nicht offiziell um ihre Hand angehalten habe, wie es in Marokko üblich sei und wie es anständige Marokkaner auch machen. Angeblich hat er sich sogar darüber lustig gemacht, dass er Lindas Vater umgangen hat.

Dabei wurde ausdrücklich um vertraulichen Umgang mit der Quelle dieser Information gebeten. Linda hat aber, trotz der Bitte um Verschwiegenheit, umgehend mit Wasif darüber gesprochen und damit wahrscheinlich wieder einem Menschen, der es gut mit ihr meinte, vor den Kopf gestoßen. Statt die Information sinnvoll zu nutzen, gegebenenfalls in Ruhe zu überprüfen und dann eigene Schlüsse daraus zu ziehen hat sie Wasif sofort die Möglichkeit der Rechtfertigung gegeben und sich selbst damit den Wind aus den Segeln genommen.

Wasif meinte, der Hinweisgeber sei neidisch oder eifersüchtig auf ihn und wolle die beiden nur auseinander bringen. Die Modalitäten der heimlichen Hochzeit begründete er damit, selbst nichts von alten marokkanischen Traditionen zu halten. - Damit hatte er die im Raum stehenden Behauptungen für Linda aus der Welt zu schaffen.

Von marokkanischen Traditionen hält Wasif allerdings nur dann nichts, wenn es sich um Lindas Familie handelt. Linda hat er schon mehrfach vorgeworfen, seine Familie durch Fehlverhalten in Misskredit bringen zu können. - Interessant wäre seine Reaktion auf eine den eigenen Eltern verheimlichte Hochzeit seiner Schwester. - Aber das wäre natürlich etwas ganz Anderes!

Auch Linda wunderte sich darüber, dass über Wasifs Firma keinerlei Informationen und erst Recht keine Werbung im Internet zu finden ist. Das begründete er mit ausschließlich staatlichen Aufträgen, für die er nicht werben müsse. Vorletzte Woche musste sie darüber noch selber lachen.

Ziemlich sicher, dass ich Linda durch unsere intensiven und auch sehr vertraulichen Gespräche nochmals zum Nachdenken über den zum 07. September geplanten Umzug in die erste gemeinsame Wohnung (ich habe berichtet, freies Wohnen gegen Kinderbetreuung) gebracht habe, brachte ich Linda zum Bahnhof.

In den nächsten Tagen versuchte ich dann mit den wenigen Anhaltspunkten weitere Informationen über Wasifs Baugeschäft zu bekommen. Das ist mir dann auch mit viel Zeitaufwand gelungen. Es handelt sich um eine S.A.R.L., das Stammkapital beträgt 100.000 Dirham. Die Firma gehört ihm und einem Geschäftspartner je zur Hälfte. Ich konnte sogar seinen Jahresabschluss 2017 besorgen. Der Jahresabschluss 2018, der zum 31. Juli 2019 dem Finanzamt vorliegen müsste, wurde bisher nicht eingereicht. Der vorliegenden Jahresabschluss weist ca. 80.000 Dirham Verlust auf. Das ist bei einer jungen Firma nicht unüblich, wenn entsprechende Investitionen vorgenommen wurden, die das Geschäft ins Laufen bringen sollen. Das ist aber nicht geschehen. Es gibt weder Lkw noch Baumaschinen. Die Firma scheint zu ruhen. Der Grund dafür können schlechte Geschäfte sein. Vielleicht ist die Firma aber auch nur wegen der Reiseerleichterung für Unternehmer nach Europa gegründet worden.

Die finanzielle Situation der Firma finde ich in sofern wichtig, weil Wasif die Aufgabe des Unternehmens ja als Opfer, das er für das Zusammenleben mit Linda in Deutschland gebracht hat, bezeichnete und ihr damit auch ein entsprechend schlechtes gewissen gemacht hat.

Damit habe ich Linda dann konfrontiert. - Wasif hatte, wer hätte das gedacht, auch prompt Erklärungen parat. Zunächst gestand er Linda Schwarzgeschäfte getätigt zu haben, weil dies in Marokko nicht anders ginge. Natürlich habe ich Linda erklärt, dass Schwarzgeschäfte, bei einem Unternehmen das ohnehin keinen Gewinn macht, absolut keinen Sinn machen und auch in Marokko nicht mit öffentlichen Auftragsgebern durchführbar seien. Darauf hat sie dann nach einer weiteren Rücksprache mit Wasif sehr schnippisch reagiert. Von Schwarzgeld war dann angeblich nie die Rede. Der Jahresverlust beträgt ja auch nur 80.000 Dirham und nicht 80.000 Euro. Worüber rege ich mich also auf? Er will ihr aber noch genauer erklären, warum er bestimmte Dinge nicht über sein Firmenkonto abrechnet und ihr beweisen, dass es seiner Firma gut geht. - Darauf bin ich sehr gespannt!

Um Linda auch zu beweisen, dass er sie nicht geheiratet hat um leichter nach Europa zu kommen möchte er jetzt angeblich auch nicht mehr dauerhaft in Deutschland bleiben sondern nach ihrem Referendariat zusammen mit ihr wieder nach Marokko ziehen und dort leben. - Das sagt er jetzt.

Nicht ohne sich wieder für meine bisherigen Bemühungen zu bedanken, meinte Linda dann, ich solle mich nicht mehr länger mit der Sache beschäftigen.

Über Lindas zwischen Skepsis und Zuversicht schwankende Stimmung habe ich bereits berichtet. Fakt ist, die Skepsis ist offensichtlich nur dann vorhanden, wenn sie nicht in seinem Einflussbereich sondern mit ihren Eltern oder uns zusammen ist. Sobald sie bei ihm ist lässt sie selbst keine Zweifel mehr zu und schlägt sich voll auf seine Seite.

Am Donnerstag sind die Beiden dann in ihre erste gemeinsame Wohnung umgezogen. Der jetzige Wohnort liegt gute zwei Autostunden (ein Auto haben sie nicht) oder gute drei Stunden Fahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Lindas Elternhaus entfernt. Jetzt hat sie sich endgültig aus dem Einflussbereich ihrer Familie zurück gezogen.

Meine bisherigen Bemühungen und Recherchen haben scheinbar nichts gebracht. Aber vielleicht bleiben die Informationen ja in ihrem Hinterkopf und Linda erinnert sich zu gegebener Zeit daran.

Ihrer Familie und sich selbst hat Linda hoch und heilig versprochen sich sofort von Wasif zu trennen, wenn sie ihn auch nur ein einziges Mal beim Lügen erwischt. Genau das (ihn erwischen) möchte sie jetzt unter allen Umständen vermeiden. Deshalb schiebt sie ihm die ihr zugetragenen Informationen ohne eigene Überprüfung zu damit er (vermeintlich) schlüssige Erklärungen dafür abgeben kann. Linda bekommt die Antworten, die sie sich wünscht, auch wenn diese an den Haaren herbei gezogen sind. Die Informationen und Fakten zu überprüfen, selbst zu recherchieren und dann vielleicht eine ganz andere Wahrheit ans Tageslicht zu bringen, könnte sie zum Handeln zwingen. Das ist unbequem und tut weh. Linda möchte nicht, dass weiter recherchiert wird weil es ihre Beziehung und Ehe in Frage stellt.
 

die Skepsis ist nur da wenn sie mit DIR spricht.   siehst ja dass sie ihm alles Brühwarm erzählt.  dass es noch immer Frauen gibt die so dämlich sind ist mir ein Rätsel

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14. September 2019 um 16:12
In Antwort auf malu1229

Das war ja leider zu erwarten.

Linda weiß, dass sie bisher alles falsch gemacht hat und sie weiß auch dass Wasif sie belügt. Aber sie gesteht sich das selbst nicht ein und bleibt trotzdem bei ihm. Das kenne ich von vielen anderen Frauen und auch von mir selbst. So habe ich auch gehandelt.

Wenn Linda Wasif tatsächlich nach der ersten Lüge verlassen wollte, hätte sie ihn schon lange verlassen müssen. Ich bin eine aufmerksame Zuhörerin und auch Leserin. Hier nur ein Beispiel.

Auf die Frage warum ein Unternehmer innerhalb eines Vierteljahres acht Wochen Urlaub machen kann, antwortete Wasif Anfang des Jahres, er habe einen Geschäftspartner der alles für ihn regelt und das wäre für das Unternehmen kein Problem.

Im März erklärte er dann, dass die Firma durch seine häufige Abwesenheit durch seine Besuche bei Linda in Schieflage geraten sei und gibt Linda damit indirekt die Schuld daran. Angeblich muß er sich deshalb in Deutschland eine neue Existenz aufbauen und begründet damit die schnelle Hochzeit.

Im September sagt er der Firma ginge es gut aber er rechne aus Gründen, die er noch erklären will, über andere Konten ab.

Mindestens eine dieser Aussagen kann ja nicht stimmen. Also belügt er Linda.

Für Linda sind Lügen offensichtlich besser zu ertragen als Wasif zu verlassen. Jetzt, wo er weiß dass er Linda ohne Konsequenzen belügen kann, wird das zunächst auch so weiter gehen. 
 

das ist alles erst der Anfang!   

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14. September 2019 um 17:29

Und ich dachte die Frauen sind mittlerweile gewarnt.es ist doch seit Jahren bekannt daß sie im Urlaub umgarnt werden um nach Deutschland zu kommen.
ich verstehe solche frauen einfach nicht.

Und wieso kann sie sich nicht nach deutschen recht scheiden lassen!?sie haben doch hier geheiratet und leben hier!?

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14. September 2019 um 17:34
In Antwort auf wolke15

Und ich dachte die Frauen sind mittlerweile gewarnt.es ist doch seit Jahren bekannt daß sie im Urlaub umgarnt werden um nach Deutschland zu kommen.
ich verstehe solche frauen einfach nicht.

Und wieso kann sie sich nicht nach deutschen recht scheiden lassen!?sie haben doch hier geheiratet und leben hier!?

weil er ihr das Einredet

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16. September 2019 um 2:28
In Antwort auf onhe

Von der Niederschrift der folgenden „Liebesgeschichte“ meiner fünfundzwanzigjährigen Nichte verspreche ich mir keine Hilfe. Hilfsangebote gibt es genug. Aber sie nimmt diese nicht an. Mein Anliegen ist es vielmehr andere Betroffene und deren Angehörige zu warnen und vor gleichem Schicksal zu bewahren. Das bisher klar strukturierte Leben der jungen, intelligenten, attraktiven und emanzipierten Frau mit festen, beruflichen und privaten Zielen läuft augenblicklich komplett aus dem Ruder und sie fügt sich offensichtlich sehenden Auges ihrem Schicksal.

Linda lebt zusammen mit ihrem Bruder im Haus der Eltern. Die erwachsenen Kinder bewohnen eine eigene Etage und haben somit ihr eigenes Reich. Zu ihren Eltern, die ihren Kindern viele Freiheiten lassen, hatte sie immer ein gutes Verhältnis. Als Lehramtsstudentin ist Linda sprachbegabt und reist gerne mit Freunden aber auch alleine durch ferne Länder. Ihre Eltern haben ihr das, trotz der üblichen Bedenken, auch immer erlaubt und ermöglicht und sie hat durch Nebenjobs auch ihren eigenen Anteil dazu beigetragen.

Vor knapp anderthalb Jahren lernte Linda dann auf einer Reise nach Marokko Wasif, einen dreißigjährigen Mann aus einer kleinen Stadt bei Marrakesch kennen, der sie offensichtlich schnell in ihren Bann zog. Er gab vor als selbständiger Bauingenieur ein eigenes Unternehmen zu betreiben. Schon wenige Wochen später flog Linda wieder in das Land um ihn zu besuchen. Es folgten weitere Besuche von ihr. Bereits in dieser Phase fiel uns auf, dass Wasif Linda offensichtlich stark kontrollierte. Sie durfte nicht mehr ausgehen und musste abends unter allen Umständen zuhause sein. Das kontrollierte er von Marokko aus durch tägliche Anrufe, die sich meistens durch die ganze Nacht zogen. Dabei nahm er auch keinerlei Rücksicht auf ihr Studium oder bevorstehende Prüfungen. Nachdem Linda bei einem Übernachtungs-Besuch bei uns von 22:00 bis 5:30 Uhr pausenlos mit ihm telefonierte, obwohl sie am nächsten Tag für einen Nebenjob früh aufstehen musste, suchte ich das Gespräch mit ihr. Sie erzählte mir, dass ihr sein Kontrollzwang schon reichlich auf die Nerven ging. Er habe aber auch eine sehr romantische Seite, himmelt sie an und schreibt ihr sogar Gedichte. Das habe noch kein deutscher Mann für sie gemacht. Außerdem werde sich alles ändern, wenn sie mit Wasif zusammen zieht. Dieses Versprechen habe sie ihm bereits beim zweiten Besuch gegeben.

Ende letzten Jahres besuchte Wasif meine Nichte dann erstmalig in Deutschland. Auch Lindas Eltern, vor allem ihre Mutter, waren begeistert von der der Höflichkeit und Hilfsbereitschaft des jungen Mannes. Er beteiligte sich an der Hausarbeit und kochte für die Gastgeber. Wenige Wochen später besuchte er Linda dann ein zweites mal für ganze fünf Wochen. Natürlich wunderten wir uns, wie ein junger Unternehmer so lange aus seiner Firma weg bleiben kann. Linda erklärte uns, er habe einen Geschäftspartner, der alles für ihn regelt. Lindas Eltern bemerkten, dass Wasif sich während des Aufenthaltes veränderte. Er beteiligte sich nicht mehr an der Hausarbeit und hielt Linda vom Lernen ab indem er ständig ihre Aufmerksamkeit und Unterhaltung forderte. (Später erfuhren sie auch den Grund für die Verhaltensänderung.) Letztendlich war die Familie froh, als sein Besuch beendet war. Aber auch von Marokko aus, kontrollierte er Linda weiter durch die bereits erwähnten nächtlichen Anrufe. Linda fiel dann auch durch das erste Staatsexamen, was unter der beschriebenen Belastung zu erwarten war.

Sechs Wochen später konnte Linda die Anrufe nicht mehr ertragen und beschloss sich von ihm zu trennen. Dazu schrieb sie ihm einen Brief, weil sie seinen Argumenten im Gespräch offensichtlich nicht gewachsen war. Mir gegenüber erklärte sie erleichtert zu sein und sich endlich wieder frei zu fühlen. Linda ist wieder die Alte dachten alle, die es gut mit ihr meinten. Sie wiederholt die Prüfung und ihr junges, unbeschwertes Leben geht weiter.
Es sollte anders kommen. Für uns alle unbegreiflich verabredete Linda sich dann wieder mit Wasif in Marokko. Vor ihrer Reise kam sie meinem Wunsch nach einem klärenden Gespräch, das dann ein Geständnis werden sollte, noch nach. Sie habe Wasif versprochen mit ihm zusammen zu leben und fühlt sich verpflichtet ihm diese Chance auch zu geben. Er habe ihr klar gemacht, dass dies ohne vorherige Heirat nicht möglich sei. Außerdem habe er sein Unternehmen verkauft und damit ihretwegen bereits ein großes Opfer für das zukünftige gemeinsame Leben gebracht. (Diese Firma hat Linda übrigens nie gesehen.) Ihre Bedenken wischte er mit Argumenten wie, „es ist doch nur auf Probe und wenn es nicht klappt übernehme ich alle Kosten der Scheidung“, „du kannst dich sicher fühlen, denn wir heiraten ja in Deutschland“ und „du hast es mir ja versprochen“, „mir geht es gesundheitlich nicht gut, weil wir nicht zusammen leben können“ vom Tisch. Derart unter Druck gesetzt hat Linda Wasif beim letzten Besuch in Deutschland heimlich geheiratet. Erst jetzt, Wochen danach hat sie das auch ihren Eltern erzählt. Ihre Mutter hat bitterlich geweint, hatte sie sich doch den schönsten Tag im Leben ihrer Tochter anders vorgestellt. Natürlich hat Linda jetzt selbst Zweifel an ihrer Handlung aber auch darauf ist Wasif vorbereitet. Seine Behauptung, das für die Scheidung erforderlich Trennungsjahr müsse er gesetzlich vorgeschrieben in Deutschland verbringen, entbehrt jeder Grundlage. Aber auch das ist für Linda keine Lüge sondern nur nicht böse gemeinte Unwissenheit des jungen Mannes.

Wie konnte meine bis dato mitten im Leben stehende Nichte sich von einem Mann, von dem sie kaum etwas wusste und mit dem sie keine 70 Tage zusammen verbracht hat und dessen Kontrollzwang sie bereits lange erlebt hat, derart manipulieren lassen? Wie hat er Linda dazu gebracht ihre Familie, die sie liebt und die ihr viel bedeutet, außen vorzulassen? Was ist das für ein Mann, der die Gastfreundschaft von Lindas Eltern derart ausnutzt und die Menschen, die seine Schwiegereltern werden sollten, so schamlos hintergeht? Das sind die Fragen, die wir uns stellen.

Wasif hat ein klares Ziel und das erreicht er das durch Manipulation aber auch durch Isolation von Linda. Durch das Ausgehverbot und das ständige Telefonieren hat sie keine enge Freundin mehr, mit der sie darüber reden kann. - Der Telefonterror aus Marokko geht weiter „du hast es versprochen, also musst du es auch halten“.

Innerlich fassungslos habe ich die Fassung bewahrt und zunächst mal mit Behörden, Ämtern und Organisationen, die mit dem Thema vertraut sind, Kontakt aufgenommen und die Situation recherchiert. Offensichtlich ist die ganze Beziehung von seiner Seite auf Lügen aufgebaut. Bauingenieur zählt in Deutschland zu den gefragten Berufen. Wasif hätte ohne jedes Problem als Junggeselle, mit einem Visum zum Zwecke der Bewerbung und dem Nachweis mit monatlich 720,- € seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, für ein halbes Jahr nach Deutschland einreisen können. Wenn er dann Arbeit findet, was als Bauingenieur kein Problem sein dürfte, kann er in Deutschland sofort ein neues, dauerhaftes Visum beantragen. Entweder wollte er also die Heirat um jeden Preis erzwingen oder er ist gar kein Bauingenieur. Die Eheschließung nach deutschem Recht schützt Linda in keinster Weise. Wasif muss die Heirat nur in seinem Land oder seiner Botschaft registrieren lassen und das kann er innerhalb weniger Minuten ohne seine Frau, dann sind beide nach marokkanischem Recht verheiratet. Damit hat er unabdingbar das Aufenthaltsbestimmungsrecht für seine Frau und für gemeinsame Kinder. Auch Vergewaltigung in der Ehe ist dann keine Straftat. Eine Scheidung vor einem deutschen Gericht wird nicht anerkannt und muss erst von einem marokkanischen Gericht bestätigt werden. Das ist ein zermürbendes und sehr teures Verfahren, dass der Mann sehr lange hinauszögern, wenn nicht sogar verhindern kann. Ehebruch von Seiten der Frau ist in islamischen Ländern strafbar. Wenn Linda, noch verheiratet aber von einem anderen Mann begleitet, in ein islamisches Land reist, kann sie jederzeit verhaftet und zu ihrem Mann zurück gebracht werden. In strengen islamischen Ländern droht ihr sogar Prügel- oder Todesstrafe.

Noch schlimmer ist die Erkenntnis, dass Linda kein Einzelfall ist. Standesbeamte, Mitarbeiter des auswärtigen Amtes und Berater von kirchlichen Organisationen berichten übereinstimmend von ähnlichen Fällen nach gleichem Muster. Zunächst wird die Frau romantisch umgarnt um ihr möglichst schnell das Versprechen einer gemeinsamen Zukunft abzuringen, dann beruft sich der Mann auf dieses Versprechen und behauptet ohne Heirat sei ein Zusammenleben ja nicht möglich. Angeblich liebgewonnenen Besitz verkaufen und mit diesem „Opfer“ in Vorlage treten ist ein weiterer Teil des Plans. Wenn das alles nicht überzeugt, wird er krank und schiebt ihr die Schuld daran zu. Wohl wissend, dass die Eltern der Frau ihr Veto einlegen, wird dann heimlich geheiratet um damit Fakten zu schaffen, die zunächst nicht mehr zu ändern sind. In Kurzfassung, der Frau ein schlechtes Gewissen einreden, sich selbst als Opfer darstellen und dann die Heirat erzwingen.

Linda hat zugegeben, der Eheschließung nur unter großem Druck zugestimmt zu haben. Er hat ja so viel für sie getan und sie wollte ihn nicht weiter leiden sehen. Die Manipulation hat perfekt funktioniert. Vorläufig aufgewacht ist sie, als sie merkte, dass eine sogenannte Kurzehe nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden kann. Eine Annullierung der Ehe ist nur möglich, wenn eine Scheinehe nachzuweisen ist. Wenn sie das aber anführt, ist sie anschließend vorbestraft und wird nicht mehr verbeamtet. Sie spürt Druck von allen Seiten und sieht offensichtlich keinen anderen Weg mehr, als sich zunächst auf die Beziehung einzulassen.

Linda habe ich alle von mir recherchierten Informationen, nachprüfbar mit den zuständigen Ansprechpartnern und entsprechenden Telefonnummern oder Internetseiten, geliefert. Sie bedankte sich für die von mir erbrachte Recherche, ließ sich aber nicht davon abbringen vor einer knappen Woche wieder nach Marokko zu reisen und sich seiner, einer Gehirnwäsche gleichen, Manipulation auszusetzen. Wenigstens die mir vom Auswärtigen Amt mitgeteilten Notfallrufnummern hat sie auf meine inständige Bitte für den Fall der Fälle notiert. Noch kommen regelmäßig Grußmeldungen per WhatsApp aber wir möchten uns gar nicht ausmalen was passiert, wenn sie sich ihm gegenüber unvorsichtig verhält und wieder die Trennung, die es, entgegen seiner früheren Aussage, für ihn nach einer Heirat nicht geben kann, ins Gespräch bringt.

Linda spielt mit dem Feuer und schlägt alle Warnungen in den Wind. Die Situation ist für alle Beteiligten, insbesondere für die Eltern, unerträglich.



 

Gib ihr nen Link zur Website "1001geschichte de" - dort kann sie nachlesen in fast 400 Erfahrungsberichten deutscher und österreichischer westlicher Frauen, die für ein Visa und Aufenthalt im Sozialhilfeschlemmerland Deutschland von Marokkanern Afrikanern etc. veräppelt und seelisch zerstört wurden. Gbt auch ein gutes Hilfe-Forum dort, auch für Angehörige.

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16. September 2019 um 9:19
In Antwort auf werkoderko

Gib ihr nen Link zur Website "1001geschichte de" - dort kann sie nachlesen in fast 400 Erfahrungsberichten deutscher und österreichischer westlicher Frauen, die für ein Visa und Aufenthalt im Sozialhilfeschlemmerland Deutschland von Marokkanern Afrikanern etc. veräppelt und seelisch zerstört wurden. Gbt auch ein gutes Hilfe-Forum dort, auch für Angehörige.

das bringt absolut nichts.
du kannst ihr sagen was du willst, kannst sie lesen lassen was du willst ...
...
 

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16. September 2019 um 10:32
In Antwort auf jasmin7190

das bringt absolut nichts.
du kannst ihr sagen was du willst, kannst sie lesen lassen was du willst ...
...
 

Ja dann muss sie da alleine durch.wenn sie unbedingt dieses Leben will dann bitte.
sie wird schon wieder angekrochen kommen wenn es zu spät ist.manchen frauen kannst du nicht helfen

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16. September 2019 um 11:48
In Antwort auf onhe

Von der Niederschrift der folgenden „Liebesgeschichte“ meiner fünfundzwanzigjährigen Nichte verspreche ich mir keine Hilfe. Hilfsangebote gibt es genug. Aber sie nimmt diese nicht an. Mein Anliegen ist es vielmehr andere Betroffene und deren Angehörige zu warnen und vor gleichem Schicksal zu bewahren. Das bisher klar strukturierte Leben der jungen, intelligenten, attraktiven und emanzipierten Frau mit festen, beruflichen und privaten Zielen läuft augenblicklich komplett aus dem Ruder und sie fügt sich offensichtlich sehenden Auges ihrem Schicksal.

Linda lebt zusammen mit ihrem Bruder im Haus der Eltern. Die erwachsenen Kinder bewohnen eine eigene Etage und haben somit ihr eigenes Reich. Zu ihren Eltern, die ihren Kindern viele Freiheiten lassen, hatte sie immer ein gutes Verhältnis. Als Lehramtsstudentin ist Linda sprachbegabt und reist gerne mit Freunden aber auch alleine durch ferne Länder. Ihre Eltern haben ihr das, trotz der üblichen Bedenken, auch immer erlaubt und ermöglicht und sie hat durch Nebenjobs auch ihren eigenen Anteil dazu beigetragen.

Vor knapp anderthalb Jahren lernte Linda dann auf einer Reise nach Marokko Wasif, einen dreißigjährigen Mann aus einer kleinen Stadt bei Marrakesch kennen, der sie offensichtlich schnell in ihren Bann zog. Er gab vor als selbständiger Bauingenieur ein eigenes Unternehmen zu betreiben. Schon wenige Wochen später flog Linda wieder in das Land um ihn zu besuchen. Es folgten weitere Besuche von ihr. Bereits in dieser Phase fiel uns auf, dass Wasif Linda offensichtlich stark kontrollierte. Sie durfte nicht mehr ausgehen und musste abends unter allen Umständen zuhause sein. Das kontrollierte er von Marokko aus durch tägliche Anrufe, die sich meistens durch die ganze Nacht zogen. Dabei nahm er auch keinerlei Rücksicht auf ihr Studium oder bevorstehende Prüfungen. Nachdem Linda bei einem Übernachtungs-Besuch bei uns von 22:00 bis 5:30 Uhr pausenlos mit ihm telefonierte, obwohl sie am nächsten Tag für einen Nebenjob früh aufstehen musste, suchte ich das Gespräch mit ihr. Sie erzählte mir, dass ihr sein Kontrollzwang schon reichlich auf die Nerven ging. Er habe aber auch eine sehr romantische Seite, himmelt sie an und schreibt ihr sogar Gedichte. Das habe noch kein deutscher Mann für sie gemacht. Außerdem werde sich alles ändern, wenn sie mit Wasif zusammen zieht. Dieses Versprechen habe sie ihm bereits beim zweiten Besuch gegeben.

Ende letzten Jahres besuchte Wasif meine Nichte dann erstmalig in Deutschland. Auch Lindas Eltern, vor allem ihre Mutter, waren begeistert von der der Höflichkeit und Hilfsbereitschaft des jungen Mannes. Er beteiligte sich an der Hausarbeit und kochte für die Gastgeber. Wenige Wochen später besuchte er Linda dann ein zweites mal für ganze fünf Wochen. Natürlich wunderten wir uns, wie ein junger Unternehmer so lange aus seiner Firma weg bleiben kann. Linda erklärte uns, er habe einen Geschäftspartner, der alles für ihn regelt. Lindas Eltern bemerkten, dass Wasif sich während des Aufenthaltes veränderte. Er beteiligte sich nicht mehr an der Hausarbeit und hielt Linda vom Lernen ab indem er ständig ihre Aufmerksamkeit und Unterhaltung forderte. (Später erfuhren sie auch den Grund für die Verhaltensänderung.) Letztendlich war die Familie froh, als sein Besuch beendet war. Aber auch von Marokko aus, kontrollierte er Linda weiter durch die bereits erwähnten nächtlichen Anrufe. Linda fiel dann auch durch das erste Staatsexamen, was unter der beschriebenen Belastung zu erwarten war.

Sechs Wochen später konnte Linda die Anrufe nicht mehr ertragen und beschloss sich von ihm zu trennen. Dazu schrieb sie ihm einen Brief, weil sie seinen Argumenten im Gespräch offensichtlich nicht gewachsen war. Mir gegenüber erklärte sie erleichtert zu sein und sich endlich wieder frei zu fühlen. Linda ist wieder die Alte dachten alle, die es gut mit ihr meinten. Sie wiederholt die Prüfung und ihr junges, unbeschwertes Leben geht weiter.
Es sollte anders kommen. Für uns alle unbegreiflich verabredete Linda sich dann wieder mit Wasif in Marokko. Vor ihrer Reise kam sie meinem Wunsch nach einem klärenden Gespräch, das dann ein Geständnis werden sollte, noch nach. Sie habe Wasif versprochen mit ihm zusammen zu leben und fühlt sich verpflichtet ihm diese Chance auch zu geben. Er habe ihr klar gemacht, dass dies ohne vorherige Heirat nicht möglich sei. Außerdem habe er sein Unternehmen verkauft und damit ihretwegen bereits ein großes Opfer für das zukünftige gemeinsame Leben gebracht. (Diese Firma hat Linda übrigens nie gesehen.) Ihre Bedenken wischte er mit Argumenten wie, „es ist doch nur auf Probe und wenn es nicht klappt übernehme ich alle Kosten der Scheidung“, „du kannst dich sicher fühlen, denn wir heiraten ja in Deutschland“ und „du hast es mir ja versprochen“, „mir geht es gesundheitlich nicht gut, weil wir nicht zusammen leben können“ vom Tisch. Derart unter Druck gesetzt hat Linda Wasif beim letzten Besuch in Deutschland heimlich geheiratet. Erst jetzt, Wochen danach hat sie das auch ihren Eltern erzählt. Ihre Mutter hat bitterlich geweint, hatte sie sich doch den schönsten Tag im Leben ihrer Tochter anders vorgestellt. Natürlich hat Linda jetzt selbst Zweifel an ihrer Handlung aber auch darauf ist Wasif vorbereitet. Seine Behauptung, das für die Scheidung erforderlich Trennungsjahr müsse er gesetzlich vorgeschrieben in Deutschland verbringen, entbehrt jeder Grundlage. Aber auch das ist für Linda keine Lüge sondern nur nicht böse gemeinte Unwissenheit des jungen Mannes.

Wie konnte meine bis dato mitten im Leben stehende Nichte sich von einem Mann, von dem sie kaum etwas wusste und mit dem sie keine 70 Tage zusammen verbracht hat und dessen Kontrollzwang sie bereits lange erlebt hat, derart manipulieren lassen? Wie hat er Linda dazu gebracht ihre Familie, die sie liebt und die ihr viel bedeutet, außen vorzulassen? Was ist das für ein Mann, der die Gastfreundschaft von Lindas Eltern derart ausnutzt und die Menschen, die seine Schwiegereltern werden sollten, so schamlos hintergeht? Das sind die Fragen, die wir uns stellen.

Wasif hat ein klares Ziel und das erreicht er das durch Manipulation aber auch durch Isolation von Linda. Durch das Ausgehverbot und das ständige Telefonieren hat sie keine enge Freundin mehr, mit der sie darüber reden kann. - Der Telefonterror aus Marokko geht weiter „du hast es versprochen, also musst du es auch halten“.

Innerlich fassungslos habe ich die Fassung bewahrt und zunächst mal mit Behörden, Ämtern und Organisationen, die mit dem Thema vertraut sind, Kontakt aufgenommen und die Situation recherchiert. Offensichtlich ist die ganze Beziehung von seiner Seite auf Lügen aufgebaut. Bauingenieur zählt in Deutschland zu den gefragten Berufen. Wasif hätte ohne jedes Problem als Junggeselle, mit einem Visum zum Zwecke der Bewerbung und dem Nachweis mit monatlich 720,- € seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, für ein halbes Jahr nach Deutschland einreisen können. Wenn er dann Arbeit findet, was als Bauingenieur kein Problem sein dürfte, kann er in Deutschland sofort ein neues, dauerhaftes Visum beantragen. Entweder wollte er also die Heirat um jeden Preis erzwingen oder er ist gar kein Bauingenieur. Die Eheschließung nach deutschem Recht schützt Linda in keinster Weise. Wasif muss die Heirat nur in seinem Land oder seiner Botschaft registrieren lassen und das kann er innerhalb weniger Minuten ohne seine Frau, dann sind beide nach marokkanischem Recht verheiratet. Damit hat er unabdingbar das Aufenthaltsbestimmungsrecht für seine Frau und für gemeinsame Kinder. Auch Vergewaltigung in der Ehe ist dann keine Straftat. Eine Scheidung vor einem deutschen Gericht wird nicht anerkannt und muss erst von einem marokkanischen Gericht bestätigt werden. Das ist ein zermürbendes und sehr teures Verfahren, dass der Mann sehr lange hinauszögern, wenn nicht sogar verhindern kann. Ehebruch von Seiten der Frau ist in islamischen Ländern strafbar. Wenn Linda, noch verheiratet aber von einem anderen Mann begleitet, in ein islamisches Land reist, kann sie jederzeit verhaftet und zu ihrem Mann zurück gebracht werden. In strengen islamischen Ländern droht ihr sogar Prügel- oder Todesstrafe.

Noch schlimmer ist die Erkenntnis, dass Linda kein Einzelfall ist. Standesbeamte, Mitarbeiter des auswärtigen Amtes und Berater von kirchlichen Organisationen berichten übereinstimmend von ähnlichen Fällen nach gleichem Muster. Zunächst wird die Frau romantisch umgarnt um ihr möglichst schnell das Versprechen einer gemeinsamen Zukunft abzuringen, dann beruft sich der Mann auf dieses Versprechen und behauptet ohne Heirat sei ein Zusammenleben ja nicht möglich. Angeblich liebgewonnenen Besitz verkaufen und mit diesem „Opfer“ in Vorlage treten ist ein weiterer Teil des Plans. Wenn das alles nicht überzeugt, wird er krank und schiebt ihr die Schuld daran zu. Wohl wissend, dass die Eltern der Frau ihr Veto einlegen, wird dann heimlich geheiratet um damit Fakten zu schaffen, die zunächst nicht mehr zu ändern sind. In Kurzfassung, der Frau ein schlechtes Gewissen einreden, sich selbst als Opfer darstellen und dann die Heirat erzwingen.

Linda hat zugegeben, der Eheschließung nur unter großem Druck zugestimmt zu haben. Er hat ja so viel für sie getan und sie wollte ihn nicht weiter leiden sehen. Die Manipulation hat perfekt funktioniert. Vorläufig aufgewacht ist sie, als sie merkte, dass eine sogenannte Kurzehe nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden kann. Eine Annullierung der Ehe ist nur möglich, wenn eine Scheinehe nachzuweisen ist. Wenn sie das aber anführt, ist sie anschließend vorbestraft und wird nicht mehr verbeamtet. Sie spürt Druck von allen Seiten und sieht offensichtlich keinen anderen Weg mehr, als sich zunächst auf die Beziehung einzulassen.

Linda habe ich alle von mir recherchierten Informationen, nachprüfbar mit den zuständigen Ansprechpartnern und entsprechenden Telefonnummern oder Internetseiten, geliefert. Sie bedankte sich für die von mir erbrachte Recherche, ließ sich aber nicht davon abbringen vor einer knappen Woche wieder nach Marokko zu reisen und sich seiner, einer Gehirnwäsche gleichen, Manipulation auszusetzen. Wenigstens die mir vom Auswärtigen Amt mitgeteilten Notfallrufnummern hat sie auf meine inständige Bitte für den Fall der Fälle notiert. Noch kommen regelmäßig Grußmeldungen per WhatsApp aber wir möchten uns gar nicht ausmalen was passiert, wenn sie sich ihm gegenüber unvorsichtig verhält und wieder die Trennung, die es, entgegen seiner früheren Aussage, für ihn nach einer Heirat nicht geben kann, ins Gespräch bringt.

Linda spielt mit dem Feuer und schlägt alle Warnungen in den Wind. Die Situation ist für alle Beteiligten, insbesondere für die Eltern, unerträglich.



 

Schön, dass sich sich als Tante so für Ihre Nicht einsetzen. Sie haben bereits alles getan, was man in dieser Situation wahrscheinlich tun kann.

Liebe macht blind. Es ist traurig ABER Linda möchte es so ansonsten hätte / würde sie nicht so handeln. Dieser Wasif nimmt sich nur was man ihm gibt. Diese Männer sind meist die grössten Lügner die es gibt und leider zu allem fähig!  

Sie müssen Ihre Nichte ins Unglück rennen lassen, denn nur so wird sie hoffentlich etwas daraus lernen. Seien Sie einfach nur für sie da. 

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16. September 2019 um 13:17
In Antwort auf wolke15

Ja dann muss sie da alleine durch.wenn sie unbedingt dieses Leben will dann bitte.
sie wird schon wieder angekrochen kommen wenn es zu spät ist.manchen frauen kannst du nicht helfen

ich würde mich sogar aus der nummer rausnehmen!
damit möchte ich nichts zu tun haben!

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16. September 2019 um 19:14
In Antwort auf jasmin7190

ich würde mich sogar aus der nummer rausnehmen!
damit möchte ich nichts zu tun haben!

Zumal man alles versucht und sie trotzdem keine Hilfe will.irgendwann kommt der Punkt wo man seine eigene Energie braucht..klingt hart ist aber so

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17. September 2019 um 9:07
In Antwort auf wolke15

Zumal man alles versucht und sie trotzdem keine Hilfe will.irgendwann kommt der Punkt wo man seine eigene Energie braucht..klingt hart ist aber so

eben!
man macht sich selbst kaputt damit

zumal ich auch etwas "angst" hätte

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24. September 2019 um 11:48

Auch auf die Gefahr der Wiederholung möchte ich nochmals darum bitten Linda nicht als dumm oder dämlich zu bezeichnen. Es kann unter gewissen Voraussetzungen oder Umständen fast jede Frau treffen. Ich selbst habe mich hier im Forum bereits ausreichend geoutet und auch aus meiner Praxis als ehrenamtliche Beraterin berichtet.

Diese Männer sind perfekte Schauspieler, unglaublich charmant, können blumig reden aber auch auf Kommando weinen und sind damit extrem manipulativ. Sie beherrschen es perfekt jeden Zweifel an der Beziehung im Keim zu ersticken. Jede aufkommende Frage können sie mit für sich positiven Erklärungen beantworten. Mehr noch, die Zweifel und Fragen wandeln sie in Vorwürfe um „wie kannst du nur an uns zweifeln, was habe ich nicht alles für dich getan, weißt du eigentlich wie weh mir das tut ….“ Damit ist der Mann das Opfer und die Frau hat ein schlechtes Gewissen und stellt irgendwann gar keine Fragen mehr. Fast alle Beziehungen dieser Art bauen auf emotionale Erpressung.

Mangelndes Selbstbewusstsein, eine gerade gescheiterte Beziehung oder Ablehnung einer gewünschten Beziehung erleichtern die Manipulation.

So war es auch bei mir. Die Komplimente und Liebesbekundungen meines Mannes taten mir gut und haben mir geschmeichelt. Er isolierte mich und war damit für mich gefühlt der einzige Mensch, der mir zugewandt war.

Erst durch einen guten Freund, der nicht mein Partner ist und es auch nicht werden kann oder möchte und deshalb keine eigennützigen Absichten verfolgt, lernte ich mich wieder selbst zu schätzen. Durch ihn fühle ich mich als liebenswerter Mensch und begehrenswerte Frau und bin jetzt auch wieder bereit mich, wenn mir der passende Partner begegnet, wieder auf eine neue Beziehung einzulassen.

Aber beim nächsten Mal bin ich vorsichtiger. Lieben heißt nicht sich selbst aufgeben sondern sich auf eine gleichberechtigte Partnerschaft einlassen.



 

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24. September 2019 um 12:52
In Antwort auf malu1229

Auch auf die Gefahr der Wiederholung möchte ich nochmals darum bitten Linda nicht als dumm oder dämlich zu bezeichnen. Es kann unter gewissen Voraussetzungen oder Umständen fast jede Frau treffen. Ich selbst habe mich hier im Forum bereits ausreichend geoutet und auch aus meiner Praxis als ehrenamtliche Beraterin berichtet.

Diese Männer sind perfekte Schauspieler, unglaublich charmant, können blumig reden aber auch auf Kommando weinen und sind damit extrem manipulativ. Sie beherrschen es perfekt jeden Zweifel an der Beziehung im Keim zu ersticken. Jede aufkommende Frage können sie mit für sich positiven Erklärungen beantworten. Mehr noch, die Zweifel und Fragen wandeln sie in Vorwürfe um „wie kannst du nur an uns zweifeln, was habe ich nicht alles für dich getan, weißt du eigentlich wie weh mir das tut ….“ Damit ist der Mann das Opfer und die Frau hat ein schlechtes Gewissen und stellt irgendwann gar keine Fragen mehr. Fast alle Beziehungen dieser Art bauen auf emotionale Erpressung.

Mangelndes Selbstbewusstsein, eine gerade gescheiterte Beziehung oder Ablehnung einer gewünschten Beziehung erleichtern die Manipulation.

So war es auch bei mir. Die Komplimente und Liebesbekundungen meines Mannes taten mir gut und haben mir geschmeichelt. Er isolierte mich und war damit für mich gefühlt der einzige Mensch, der mir zugewandt war.

Erst durch einen guten Freund, der nicht mein Partner ist und es auch nicht werden kann oder möchte und deshalb keine eigennützigen Absichten verfolgt, lernte ich mich wieder selbst zu schätzen. Durch ihn fühle ich mich als liebenswerter Mensch und begehrenswerte Frau und bin jetzt auch wieder bereit mich, wenn mir der passende Partner begegnet, wieder auf eine neue Beziehung einzulassen.

Aber beim nächsten Mal bin ich vorsichtiger. Lieben heißt nicht sich selbst aufgeben sondern sich auf eine gleichberechtigte Partnerschaft einlassen.



 

Interessant. Ähnlich habe ich es auch schon beobachtet. Diese Kulturen sind gut geeignet, natürliche Gegebenheiten auf den Kopf zu stellen. Ausgerechnet Männer (Ausnahmen bestätigen die Regel, aber nun denkt jede Betroffene, ihr Schwarm sei die Ausnahme) fordern dann ständig, dass FRAUEN um die Gunst von MÄNNERN werben. Umgekehrt können gleichberechtigte Partnerschaften entstehen. Denn so herum können sich Männer natürlich nicht verbessern und sind damit selber allzu oft unzufrieden und suchen und suchen. Die Religion (Christentum auch) fördert insofern ein sexuelles Verhalten bei Männern, das auch gänzlich ohne Bildung vorliegen kann.

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24. September 2019 um 13:26
In Antwort auf malu1229

Auch auf die Gefahr der Wiederholung möchte ich nochmals darum bitten Linda nicht als dumm oder dämlich zu bezeichnen. Es kann unter gewissen Voraussetzungen oder Umständen fast jede Frau treffen. Ich selbst habe mich hier im Forum bereits ausreichend geoutet und auch aus meiner Praxis als ehrenamtliche Beraterin berichtet.

Diese Männer sind perfekte Schauspieler, unglaublich charmant, können blumig reden aber auch auf Kommando weinen und sind damit extrem manipulativ. Sie beherrschen es perfekt jeden Zweifel an der Beziehung im Keim zu ersticken. Jede aufkommende Frage können sie mit für sich positiven Erklärungen beantworten. Mehr noch, die Zweifel und Fragen wandeln sie in Vorwürfe um „wie kannst du nur an uns zweifeln, was habe ich nicht alles für dich getan, weißt du eigentlich wie weh mir das tut ….“ Damit ist der Mann das Opfer und die Frau hat ein schlechtes Gewissen und stellt irgendwann gar keine Fragen mehr. Fast alle Beziehungen dieser Art bauen auf emotionale Erpressung.

Mangelndes Selbstbewusstsein, eine gerade gescheiterte Beziehung oder Ablehnung einer gewünschten Beziehung erleichtern die Manipulation.

So war es auch bei mir. Die Komplimente und Liebesbekundungen meines Mannes taten mir gut und haben mir geschmeichelt. Er isolierte mich und war damit für mich gefühlt der einzige Mensch, der mir zugewandt war.

Erst durch einen guten Freund, der nicht mein Partner ist und es auch nicht werden kann oder möchte und deshalb keine eigennützigen Absichten verfolgt, lernte ich mich wieder selbst zu schätzen. Durch ihn fühle ich mich als liebenswerter Mensch und begehrenswerte Frau und bin jetzt auch wieder bereit mich, wenn mir der passende Partner begegnet, wieder auf eine neue Beziehung einzulassen.

Aber beim nächsten Mal bin ich vorsichtiger. Lieben heißt nicht sich selbst aufgeben sondern sich auf eine gleichberechtigte Partnerschaft einlassen.



 

nicht dumm & dämlich ....  aber sorry... hart an der grenze

ich würde sagen:  extrem naiv und geblendet

und NEIN... es kann nicht jede treffen

bei gott würde mich sowas nicht treffen !!!!

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25. September 2019 um 17:41
In Antwort auf onhe

Von der Niederschrift der folgenden „Liebesgeschichte“ meiner fünfundzwanzigjährigen Nichte verspreche ich mir keine Hilfe. Hilfsangebote gibt es genug. Aber sie nimmt diese nicht an. Mein Anliegen ist es vielmehr andere Betroffene und deren Angehörige zu warnen und vor gleichem Schicksal zu bewahren. Das bisher klar strukturierte Leben der jungen, intelligenten, attraktiven und emanzipierten Frau mit festen, beruflichen und privaten Zielen läuft augenblicklich komplett aus dem Ruder und sie fügt sich offensichtlich sehenden Auges ihrem Schicksal.

Linda lebt zusammen mit ihrem Bruder im Haus der Eltern. Die erwachsenen Kinder bewohnen eine eigene Etage und haben somit ihr eigenes Reich. Zu ihren Eltern, die ihren Kindern viele Freiheiten lassen, hatte sie immer ein gutes Verhältnis. Als Lehramtsstudentin ist Linda sprachbegabt und reist gerne mit Freunden aber auch alleine durch ferne Länder. Ihre Eltern haben ihr das, trotz der üblichen Bedenken, auch immer erlaubt und ermöglicht und sie hat durch Nebenjobs auch ihren eigenen Anteil dazu beigetragen.

Vor knapp anderthalb Jahren lernte Linda dann auf einer Reise nach Marokko Wasif, einen dreißigjährigen Mann aus einer kleinen Stadt bei Marrakesch kennen, der sie offensichtlich schnell in ihren Bann zog. Er gab vor als selbständiger Bauingenieur ein eigenes Unternehmen zu betreiben. Schon wenige Wochen später flog Linda wieder in das Land um ihn zu besuchen. Es folgten weitere Besuche von ihr. Bereits in dieser Phase fiel uns auf, dass Wasif Linda offensichtlich stark kontrollierte. Sie durfte nicht mehr ausgehen und musste abends unter allen Umständen zuhause sein. Das kontrollierte er von Marokko aus durch tägliche Anrufe, die sich meistens durch die ganze Nacht zogen. Dabei nahm er auch keinerlei Rücksicht auf ihr Studium oder bevorstehende Prüfungen. Nachdem Linda bei einem Übernachtungs-Besuch bei uns von 22:00 bis 5:30 Uhr pausenlos mit ihm telefonierte, obwohl sie am nächsten Tag für einen Nebenjob früh aufstehen musste, suchte ich das Gespräch mit ihr. Sie erzählte mir, dass ihr sein Kontrollzwang schon reichlich auf die Nerven ging. Er habe aber auch eine sehr romantische Seite, himmelt sie an und schreibt ihr sogar Gedichte. Das habe noch kein deutscher Mann für sie gemacht. Außerdem werde sich alles ändern, wenn sie mit Wasif zusammen zieht. Dieses Versprechen habe sie ihm bereits beim zweiten Besuch gegeben.

Ende letzten Jahres besuchte Wasif meine Nichte dann erstmalig in Deutschland. Auch Lindas Eltern, vor allem ihre Mutter, waren begeistert von der der Höflichkeit und Hilfsbereitschaft des jungen Mannes. Er beteiligte sich an der Hausarbeit und kochte für die Gastgeber. Wenige Wochen später besuchte er Linda dann ein zweites mal für ganze fünf Wochen. Natürlich wunderten wir uns, wie ein junger Unternehmer so lange aus seiner Firma weg bleiben kann. Linda erklärte uns, er habe einen Geschäftspartner, der alles für ihn regelt. Lindas Eltern bemerkten, dass Wasif sich während des Aufenthaltes veränderte. Er beteiligte sich nicht mehr an der Hausarbeit und hielt Linda vom Lernen ab indem er ständig ihre Aufmerksamkeit und Unterhaltung forderte. (Später erfuhren sie auch den Grund für die Verhaltensänderung.) Letztendlich war die Familie froh, als sein Besuch beendet war. Aber auch von Marokko aus, kontrollierte er Linda weiter durch die bereits erwähnten nächtlichen Anrufe. Linda fiel dann auch durch das erste Staatsexamen, was unter der beschriebenen Belastung zu erwarten war.

Sechs Wochen später konnte Linda die Anrufe nicht mehr ertragen und beschloss sich von ihm zu trennen. Dazu schrieb sie ihm einen Brief, weil sie seinen Argumenten im Gespräch offensichtlich nicht gewachsen war. Mir gegenüber erklärte sie erleichtert zu sein und sich endlich wieder frei zu fühlen. Linda ist wieder die Alte dachten alle, die es gut mit ihr meinten. Sie wiederholt die Prüfung und ihr junges, unbeschwertes Leben geht weiter.
Es sollte anders kommen. Für uns alle unbegreiflich verabredete Linda sich dann wieder mit Wasif in Marokko. Vor ihrer Reise kam sie meinem Wunsch nach einem klärenden Gespräch, das dann ein Geständnis werden sollte, noch nach. Sie habe Wasif versprochen mit ihm zusammen zu leben und fühlt sich verpflichtet ihm diese Chance auch zu geben. Er habe ihr klar gemacht, dass dies ohne vorherige Heirat nicht möglich sei. Außerdem habe er sein Unternehmen verkauft und damit ihretwegen bereits ein großes Opfer für das zukünftige gemeinsame Leben gebracht. (Diese Firma hat Linda übrigens nie gesehen.) Ihre Bedenken wischte er mit Argumenten wie, „es ist doch nur auf Probe und wenn es nicht klappt übernehme ich alle Kosten der Scheidung“, „du kannst dich sicher fühlen, denn wir heiraten ja in Deutschland“ und „du hast es mir ja versprochen“, „mir geht es gesundheitlich nicht gut, weil wir nicht zusammen leben können“ vom Tisch. Derart unter Druck gesetzt hat Linda Wasif beim letzten Besuch in Deutschland heimlich geheiratet. Erst jetzt, Wochen danach hat sie das auch ihren Eltern erzählt. Ihre Mutter hat bitterlich geweint, hatte sie sich doch den schönsten Tag im Leben ihrer Tochter anders vorgestellt. Natürlich hat Linda jetzt selbst Zweifel an ihrer Handlung aber auch darauf ist Wasif vorbereitet. Seine Behauptung, das für die Scheidung erforderlich Trennungsjahr müsse er gesetzlich vorgeschrieben in Deutschland verbringen, entbehrt jeder Grundlage. Aber auch das ist für Linda keine Lüge sondern nur nicht böse gemeinte Unwissenheit des jungen Mannes.

Wie konnte meine bis dato mitten im Leben stehende Nichte sich von einem Mann, von dem sie kaum etwas wusste und mit dem sie keine 70 Tage zusammen verbracht hat und dessen Kontrollzwang sie bereits lange erlebt hat, derart manipulieren lassen? Wie hat er Linda dazu gebracht ihre Familie, die sie liebt und die ihr viel bedeutet, außen vorzulassen? Was ist das für ein Mann, der die Gastfreundschaft von Lindas Eltern derart ausnutzt und die Menschen, die seine Schwiegereltern werden sollten, so schamlos hintergeht? Das sind die Fragen, die wir uns stellen.

Wasif hat ein klares Ziel und das erreicht er das durch Manipulation aber auch durch Isolation von Linda. Durch das Ausgehverbot und das ständige Telefonieren hat sie keine enge Freundin mehr, mit der sie darüber reden kann. - Der Telefonterror aus Marokko geht weiter „du hast es versprochen, also musst du es auch halten“.

Innerlich fassungslos habe ich die Fassung bewahrt und zunächst mal mit Behörden, Ämtern und Organisationen, die mit dem Thema vertraut sind, Kontakt aufgenommen und die Situation recherchiert. Offensichtlich ist die ganze Beziehung von seiner Seite auf Lügen aufgebaut. Bauingenieur zählt in Deutschland zu den gefragten Berufen. Wasif hätte ohne jedes Problem als Junggeselle, mit einem Visum zum Zwecke der Bewerbung und dem Nachweis mit monatlich 720,- € seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, für ein halbes Jahr nach Deutschland einreisen können. Wenn er dann Arbeit findet, was als Bauingenieur kein Problem sein dürfte, kann er in Deutschland sofort ein neues, dauerhaftes Visum beantragen. Entweder wollte er also die Heirat um jeden Preis erzwingen oder er ist gar kein Bauingenieur. Die Eheschließung nach deutschem Recht schützt Linda in keinster Weise. Wasif muss die Heirat nur in seinem Land oder seiner Botschaft registrieren lassen und das kann er innerhalb weniger Minuten ohne seine Frau, dann sind beide nach marokkanischem Recht verheiratet. Damit hat er unabdingbar das Aufenthaltsbestimmungsrecht für seine Frau und für gemeinsame Kinder. Auch Vergewaltigung in der Ehe ist dann keine Straftat. Eine Scheidung vor einem deutschen Gericht wird nicht anerkannt und muss erst von einem marokkanischen Gericht bestätigt werden. Das ist ein zermürbendes und sehr teures Verfahren, dass der Mann sehr lange hinauszögern, wenn nicht sogar verhindern kann. Ehebruch von Seiten der Frau ist in islamischen Ländern strafbar. Wenn Linda, noch verheiratet aber von einem anderen Mann begleitet, in ein islamisches Land reist, kann sie jederzeit verhaftet und zu ihrem Mann zurück gebracht werden. In strengen islamischen Ländern droht ihr sogar Prügel- oder Todesstrafe.

Noch schlimmer ist die Erkenntnis, dass Linda kein Einzelfall ist. Standesbeamte, Mitarbeiter des auswärtigen Amtes und Berater von kirchlichen Organisationen berichten übereinstimmend von ähnlichen Fällen nach gleichem Muster. Zunächst wird die Frau romantisch umgarnt um ihr möglichst schnell das Versprechen einer gemeinsamen Zukunft abzuringen, dann beruft sich der Mann auf dieses Versprechen und behauptet ohne Heirat sei ein Zusammenleben ja nicht möglich. Angeblich liebgewonnenen Besitz verkaufen und mit diesem „Opfer“ in Vorlage treten ist ein weiterer Teil des Plans. Wenn das alles nicht überzeugt, wird er krank und schiebt ihr die Schuld daran zu. Wohl wissend, dass die Eltern der Frau ihr Veto einlegen, wird dann heimlich geheiratet um damit Fakten zu schaffen, die zunächst nicht mehr zu ändern sind. In Kurzfassung, der Frau ein schlechtes Gewissen einreden, sich selbst als Opfer darstellen und dann die Heirat erzwingen.

Linda hat zugegeben, der Eheschließung nur unter großem Druck zugestimmt zu haben. Er hat ja so viel für sie getan und sie wollte ihn nicht weiter leiden sehen. Die Manipulation hat perfekt funktioniert. Vorläufig aufgewacht ist sie, als sie merkte, dass eine sogenannte Kurzehe nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden kann. Eine Annullierung der Ehe ist nur möglich, wenn eine Scheinehe nachzuweisen ist. Wenn sie das aber anführt, ist sie anschließend vorbestraft und wird nicht mehr verbeamtet. Sie spürt Druck von allen Seiten und sieht offensichtlich keinen anderen Weg mehr, als sich zunächst auf die Beziehung einzulassen.

Linda habe ich alle von mir recherchierten Informationen, nachprüfbar mit den zuständigen Ansprechpartnern und entsprechenden Telefonnummern oder Internetseiten, geliefert. Sie bedankte sich für die von mir erbrachte Recherche, ließ sich aber nicht davon abbringen vor einer knappen Woche wieder nach Marokko zu reisen und sich seiner, einer Gehirnwäsche gleichen, Manipulation auszusetzen. Wenigstens die mir vom Auswärtigen Amt mitgeteilten Notfallrufnummern hat sie auf meine inständige Bitte für den Fall der Fälle notiert. Noch kommen regelmäßig Grußmeldungen per WhatsApp aber wir möchten uns gar nicht ausmalen was passiert, wenn sie sich ihm gegenüber unvorsichtig verhält und wieder die Trennung, die es, entgegen seiner früheren Aussage, für ihn nach einer Heirat nicht geben kann, ins Gespräch bringt.

Linda spielt mit dem Feuer und schlägt alle Warnungen in den Wind. Die Situation ist für alle Beteiligten, insbesondere für die Eltern, unerträglich.



 

so leid es mir tut, aber mit 25 ist man nun wirklich ERWACHSEN. Wenn sie heiraten und ihr komplettes weiteres Leben versauen möchte - ihre Wahl, ihr Leben, ihre Entscheidung. Romantische Umgarnung mit anschließender Katastrophe ist auch in anderen Zusammenhängen üblich und verbreitet. Vor allem ältere und durchaus erwachsenen Damen haben auf diese Weise und für diese Sorte Männer schon Haus und Hof verpfändet, verspielt und verloren.

Eine Lösung gibt es nicht und eine Hollywood-Lösung mit viel Rauch, Krabumm und Handgranate gibt es nur im Hollywood-Film. Aber leider nicht im echten Leben.

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5. Oktober 2019 um 12:02

Die Art und Weise der Eheschließung sagt mehr aus als die Nationalität der Ehepartner.

Den bisherigen Verlauf der Ehe unserer Tochter Anna haben wir bereits am 19. Juli in diesem Thread beschrieben. Wir haben auch berichtet, dass unsere jüngere Tochter Bettina sich in den vergangenen Jahren mit vielen anderen betroffenen Familien ausgetauscht hat. In den letzten Tagen hat sie uns noch einmal alle Interviews vorgelesen und durchgesprochen. Das Ergebnis der Recherche möchte ich den Schreibern nicht vorenthalten und bestätigt unsere im Juli aufgestellte Behauptung.

Bettina hat mit 137 Frauen oder Familienangehörigen von Frauen, die in gleicher Nationalitäten-Konstellation wie Linda verheiratet sind oder waren, gesprochen oder telefoniert. Interessant sind neben den teilweise ergreifenden Schicksalen auch die nackten Zahlen.

Bei zwanzig Paaren gab es eine angemessene Phase des Kennenlernens vor der Ehe und eine Eheschließung unter Einbeziehung der Familien von Frau und Mann, so wie es bei uns aber auch im Herkunftsland der Ehemänner üblich ist. Zwölf Ehepaare aus dieser Gruppe sind mittlerweile zwischen drei und acht Jahre verheiratet und die Frauen bezeichnen ihre Ehe als glücklich. Acht Ehepaare haben sich nach zwei bis zwölf Jahren getrennt. Das entspricht in etwa auch der Trennungsrate deutsch/deutscher Paare. Diese Trennungen wurden aber würdig vollzogen und die ehemaligen Partner können auch heute noch miteinander reden.

Ganz anders sieht das bei den 117 heimlich geschlossenen Ehen aus. 33 Frauen haben den Kontakt zu ihren Eltern oder Geschwistern trotz vorherigem harmonischen Familienverhältnis komplett abgebrochen. 21 Frauen befinden sich nach teilweise schlimmen Erfahrungen im Scheidungskrieg oder haben diesen bereits hinter sich.
Die restlichen 63 Frauen beschreiben ihre Ehe als unglücklich. Der häufigste Grund sich nicht zu trennen sind neben dem enormen emotionalen Druck der Partner, gemeinsame Kinder. Manche Betroffene finden sich nach jahrelanger Bevormundung aber auch zu unselbständig oder lebensuntüchtig ihr Leben alleine zu meistern.

Die Nationalität oder Herkunft der Partner hat also nach dieser Statistik weniger Einfluss auf den späteren Verlauf der Ehe als die Art und Weise der Eheschließung. Wenn der Mann eine heimliche Hochzeit fordert hat er etwas zu verbergen und führt Schlechtes im Schilde! Eine heimliche Hochzeit ist immer ein sicheres Zeichen für die Missachtung der Familie und die Vorbereitung der Isolation der Frau von ihrem vorherigen Leben. Ein Mann, der von seiner zukünftigen Frau bereits am Anfang der Beziehung verlangt ihre Familie zu belügen und zu hintergehen, wird sich auch zukünftig rücksichtslos, respektlos und egoistisch verhalten. Wenn diese für jeden anständigen Menschen sehr hohe Hemmschwelle einmal überschritten ist, dann geht es auch so weiter und das Unglück ist vorprogrammiert.
 

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5. Oktober 2019 um 16:21
In Antwort auf miriam_bernd

Die Art und Weise der Eheschließung sagt mehr aus als die Nationalität der Ehepartner.

Den bisherigen Verlauf der Ehe unserer Tochter Anna haben wir bereits am 19. Juli in diesem Thread beschrieben. Wir haben auch berichtet, dass unsere jüngere Tochter Bettina sich in den vergangenen Jahren mit vielen anderen betroffenen Familien ausgetauscht hat. In den letzten Tagen hat sie uns noch einmal alle Interviews vorgelesen und durchgesprochen. Das Ergebnis der Recherche möchte ich den Schreibern nicht vorenthalten und bestätigt unsere im Juli aufgestellte Behauptung.

Bettina hat mit 137 Frauen oder Familienangehörigen von Frauen, die in gleicher Nationalitäten-Konstellation wie Linda verheiratet sind oder waren, gesprochen oder telefoniert. Interessant sind neben den teilweise ergreifenden Schicksalen auch die nackten Zahlen.

Bei zwanzig Paaren gab es eine angemessene Phase des Kennenlernens vor der Ehe und eine Eheschließung unter Einbeziehung der Familien von Frau und Mann, so wie es bei uns aber auch im Herkunftsland der Ehemänner üblich ist. Zwölf Ehepaare aus dieser Gruppe sind mittlerweile zwischen drei und acht Jahre verheiratet und die Frauen bezeichnen ihre Ehe als glücklich. Acht Ehepaare haben sich nach zwei bis zwölf Jahren getrennt. Das entspricht in etwa auch der Trennungsrate deutsch/deutscher Paare. Diese Trennungen wurden aber würdig vollzogen und die ehemaligen Partner können auch heute noch miteinander reden.

Ganz anders sieht das bei den 117 heimlich geschlossenen Ehen aus. 33 Frauen haben den Kontakt zu ihren Eltern oder Geschwistern trotz vorherigem harmonischen Familienverhältnis komplett abgebrochen. 21 Frauen befinden sich nach teilweise schlimmen Erfahrungen im Scheidungskrieg oder haben diesen bereits hinter sich.
Die restlichen 63 Frauen beschreiben ihre Ehe als unglücklich. Der häufigste Grund sich nicht zu trennen sind neben dem enormen emotionalen Druck der Partner, gemeinsame Kinder. Manche Betroffene finden sich nach jahrelanger Bevormundung aber auch zu unselbständig oder lebensuntüchtig ihr Leben alleine zu meistern.

Die Nationalität oder Herkunft der Partner hat also nach dieser Statistik weniger Einfluss auf den späteren Verlauf der Ehe als die Art und Weise der Eheschließung. Wenn der Mann eine heimliche Hochzeit fordert hat er etwas zu verbergen und führt Schlechtes im Schilde! Eine heimliche Hochzeit ist immer ein sicheres Zeichen für die Missachtung der Familie und die Vorbereitung der Isolation der Frau von ihrem vorherigen Leben. Ein Mann, der von seiner zukünftigen Frau bereits am Anfang der Beziehung verlangt ihre Familie zu belügen und zu hintergehen, wird sich auch zukünftig rücksichtslos, respektlos und egoistisch verhalten. Wenn diese für jeden anständigen Menschen sehr hohe Hemmschwelle einmal überschritten ist, dann geht es auch so weiter und das Unglück ist vorprogrammiert.
 

die Nationalität spielt sehr wohl hier auch eine Rolle

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13. Oktober 2019 um 22:37

Dass Linda von Wasif belogen wird bezweifelt ja wohl niemand außer Linda selbst. Und innerlich weiß sie es auch und verdrängt es nur.

Er hat es ihr mit seinen fadenscheinigen Begründungen zur Durchsetzung der heimlichen Trauung und auch mit der Behauptung ein Trennungsjahr müsse auf jeden Fall in Deutschland gelebt werden ja schon ausreichend unter Beweis gestellt. Beides stimmt nicht. Linda hat auch schon gezeigt, dass sie nichts davon wissen möchte. Seine wirklich lächerlichen Begründungen entschuldigt sie ja mit Unwissenheit obwohl sie weiß dass er genau weiß was er tut und plant. Linda wird von ihm auch niemals die angekündigte plausible Erklärung für die finanzielle Situation seiner Firma bekommen. Sie wird das aber auch nicht einfordern und ihn nicht mehr danach fragen. Momentan möchte sie lieber belogen werden als zuzugeben dass Wasif sie belügt.

Wer seine Partnerin dazu anstiftet die eigene Familie zu hintergehen und zu belügen, das steht ja bei Wasif außer Frage, wird es auch selbst mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. Warum sollte er also zukünftig aufrichtig sein?

Hier ist äußerste Vorsicht geboten. Das ist Linda auch klar aber sie wird es in ihrer jetzigen Situation sich selbst und anderen nicht eingestehen.
 

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14. Oktober 2019 um 15:23
In Antwort auf miriam_bernd

Die Art und Weise der Eheschließung sagt mehr aus als die Nationalität der Ehepartner.

Den bisherigen Verlauf der Ehe unserer Tochter Anna haben wir bereits am 19. Juli in diesem Thread beschrieben. Wir haben auch berichtet, dass unsere jüngere Tochter Bettina sich in den vergangenen Jahren mit vielen anderen betroffenen Familien ausgetauscht hat. In den letzten Tagen hat sie uns noch einmal alle Interviews vorgelesen und durchgesprochen. Das Ergebnis der Recherche möchte ich den Schreibern nicht vorenthalten und bestätigt unsere im Juli aufgestellte Behauptung.

Bettina hat mit 137 Frauen oder Familienangehörigen von Frauen, die in gleicher Nationalitäten-Konstellation wie Linda verheiratet sind oder waren, gesprochen oder telefoniert. Interessant sind neben den teilweise ergreifenden Schicksalen auch die nackten Zahlen.

Bei zwanzig Paaren gab es eine angemessene Phase des Kennenlernens vor der Ehe und eine Eheschließung unter Einbeziehung der Familien von Frau und Mann, so wie es bei uns aber auch im Herkunftsland der Ehemänner üblich ist. Zwölf Ehepaare aus dieser Gruppe sind mittlerweile zwischen drei und acht Jahre verheiratet und die Frauen bezeichnen ihre Ehe als glücklich. Acht Ehepaare haben sich nach zwei bis zwölf Jahren getrennt. Das entspricht in etwa auch der Trennungsrate deutsch/deutscher Paare. Diese Trennungen wurden aber würdig vollzogen und die ehemaligen Partner können auch heute noch miteinander reden.

Ganz anders sieht das bei den 117 heimlich geschlossenen Ehen aus. 33 Frauen haben den Kontakt zu ihren Eltern oder Geschwistern trotz vorherigem harmonischen Familienverhältnis komplett abgebrochen. 21 Frauen befinden sich nach teilweise schlimmen Erfahrungen im Scheidungskrieg oder haben diesen bereits hinter sich.
Die restlichen 63 Frauen beschreiben ihre Ehe als unglücklich. Der häufigste Grund sich nicht zu trennen sind neben dem enormen emotionalen Druck der Partner, gemeinsame Kinder. Manche Betroffene finden sich nach jahrelanger Bevormundung aber auch zu unselbständig oder lebensuntüchtig ihr Leben alleine zu meistern.

Die Nationalität oder Herkunft der Partner hat also nach dieser Statistik weniger Einfluss auf den späteren Verlauf der Ehe als die Art und Weise der Eheschließung. Wenn der Mann eine heimliche Hochzeit fordert hat er etwas zu verbergen und führt Schlechtes im Schilde! Eine heimliche Hochzeit ist immer ein sicheres Zeichen für die Missachtung der Familie und die Vorbereitung der Isolation der Frau von ihrem vorherigen Leben. Ein Mann, der von seiner zukünftigen Frau bereits am Anfang der Beziehung verlangt ihre Familie zu belügen und zu hintergehen, wird sich auch zukünftig rücksichtslos, respektlos und egoistisch verhalten. Wenn diese für jeden anständigen Menschen sehr hohe Hemmschwelle einmal überschritten ist, dann geht es auch so weiter und das Unglück ist vorprogrammiert.
 

"Die Nationalität oder Herkunft der Partner hat also nach dieser Statistik weniger Einfluss auf den späteren Verlauf der Ehe als die Art und Weise der Eheschließung. Wenn der Mann eine heimliche Hochzeit fordert hat er etwas zu verbergen und führt Schlechtes im Schilde! Eine heimliche Hochzeit ist immer ein sicheres Zeichen für die Missachtung der Familie und die Vorbereitung der Isolation der Frau von ihrem vorherigen Leben. Ein Mann, der von seiner zukünftigen Frau bereits am Anfang der Beziehung verlangt ihre Familie zu belügen und zu hintergehen, wird sich auch zukünftig rücksichtslos, respektlos und egoistisch verhalten. Wenn diese für jeden anständigen Menschen sehr hohe Hemmschwelle einmal überschritten ist, dann geht es auch so weiter und das Unglück ist vorprogrammiert."

sehr gute zusammenfassung, macht sinn!

spannend wäre in dem zusammenhang noch, mit welchen argumenten sich frauen zu einer heimlichen eheschließung breitschlagen lassen... und warum sie offensichtlich so wenig vertrauen zu ihrer eigenen familie haben!

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27. Oktober 2019 um 18:38
In Antwort auf miriam_bernd

Die Art und Weise der Eheschließung sagt mehr aus als die Nationalität der Ehepartner.

Den bisherigen Verlauf der Ehe unserer Tochter Anna haben wir bereits am 19. Juli in diesem Thread beschrieben. Wir haben auch berichtet, dass unsere jüngere Tochter Bettina sich in den vergangenen Jahren mit vielen anderen betroffenen Familien ausgetauscht hat. In den letzten Tagen hat sie uns noch einmal alle Interviews vorgelesen und durchgesprochen. Das Ergebnis der Recherche möchte ich den Schreibern nicht vorenthalten und bestätigt unsere im Juli aufgestellte Behauptung.

Bettina hat mit 137 Frauen oder Familienangehörigen von Frauen, die in gleicher Nationalitäten-Konstellation wie Linda verheiratet sind oder waren, gesprochen oder telefoniert. Interessant sind neben den teilweise ergreifenden Schicksalen auch die nackten Zahlen.

Bei zwanzig Paaren gab es eine angemessene Phase des Kennenlernens vor der Ehe und eine Eheschließung unter Einbeziehung der Familien von Frau und Mann, so wie es bei uns aber auch im Herkunftsland der Ehemänner üblich ist. Zwölf Ehepaare aus dieser Gruppe sind mittlerweile zwischen drei und acht Jahre verheiratet und die Frauen bezeichnen ihre Ehe als glücklich. Acht Ehepaare haben sich nach zwei bis zwölf Jahren getrennt. Das entspricht in etwa auch der Trennungsrate deutsch/deutscher Paare. Diese Trennungen wurden aber würdig vollzogen und die ehemaligen Partner können auch heute noch miteinander reden.

Ganz anders sieht das bei den 117 heimlich geschlossenen Ehen aus. 33 Frauen haben den Kontakt zu ihren Eltern oder Geschwistern trotz vorherigem harmonischen Familienverhältnis komplett abgebrochen. 21 Frauen befinden sich nach teilweise schlimmen Erfahrungen im Scheidungskrieg oder haben diesen bereits hinter sich.
Die restlichen 63 Frauen beschreiben ihre Ehe als unglücklich. Der häufigste Grund sich nicht zu trennen sind neben dem enormen emotionalen Druck der Partner, gemeinsame Kinder. Manche Betroffene finden sich nach jahrelanger Bevormundung aber auch zu unselbständig oder lebensuntüchtig ihr Leben alleine zu meistern.

Die Nationalität oder Herkunft der Partner hat also nach dieser Statistik weniger Einfluss auf den späteren Verlauf der Ehe als die Art und Weise der Eheschließung. Wenn der Mann eine heimliche Hochzeit fordert hat er etwas zu verbergen und führt Schlechtes im Schilde! Eine heimliche Hochzeit ist immer ein sicheres Zeichen für die Missachtung der Familie und die Vorbereitung der Isolation der Frau von ihrem vorherigen Leben. Ein Mann, der von seiner zukünftigen Frau bereits am Anfang der Beziehung verlangt ihre Familie zu belügen und zu hintergehen, wird sich auch zukünftig rücksichtslos, respektlos und egoistisch verhalten. Wenn diese für jeden anständigen Menschen sehr hohe Hemmschwelle einmal überschritten ist, dann geht es auch so weiter und das Unglück ist vorprogrammiert.
 

Für die Interviews und deren Auswertung möchte ich mich bei Eurer Tochter Bettina bedanken. Auch mir liegt es fern, ein pauschales Urteil über Menschen einer bestimmten Nationalität zu fällen.

Fakt ist aber, dass Wasif Linda belügt und das, was er von Linda verlangt hat, niemals mit seiner eigenen Familie gemacht hätte. Seine Eltern waren über die bevorstehende Hochzeit informiert. Auch wenn ich das nicht verallgemeinern möchte, gibt es viele ähnliche Fälle.

Wasif weiß was er will und Linda hat zurzeit eine selektive Wahrnehmung. Das ist eine gefährliche Kombination, die ihm die Manipulation sehr leicht macht.

Es ist eine schlimme Erfahrung einen Menschen, der sich nicht helfen lassen will, ins Unglück rennen zu sehen.
 

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16. November 2019 um 12:53

Seit fast 30 Jahren bin ich mit einem Marokkaner glücklich verheiratet und habe zunächst drei Jahre alleine und danach zwölf Jahre zusammen mit meinem Mann in Marokko gelebt und als Lehrerin gearbeitet. Selbstverständlich haben wir uns vor der Eheschließung ausreichend Zeit genommen einander, unsere Familien und auch unsere Kulturen kennen zu lernen und respektieren diese nach wie vor auch gegenseitig. Jetzt in Deutschland lebend, besuchen wir die Familie meines Mannes regelmäßig. Ich kann für mich in Anspruch nehmen das Land, seine Bewohner und deren Sitten, Gebräuche und Gepflogenheiten gut zu kennen. Den Thread verfolge ich jetzt schon einige Wochen und bin der Überzeugung, dass Linda sehr wenig über diese Menschen weiß und nicht die geringste Ahnung hat, auf was sie sich eingelassen hat. Mein Mann und ich sind selbst Eltern zweier erwachsener Töchter und entsetzt über die Naivität und die Ignoranz dieser jungen Frau, die später unsere Kinder erziehen und ausbilden möchte.

Wasif ist für uns alles andere als ein Sympathieträger aber bei dieser Geschichte der einzige klar denkende Mensch. Er verfolgt konsequent seine Ziele ohne Rücksicht auf Verluste und verschafft sich damit seine Vorteile. Das ist für uns verwerflich aber aus seiner Position wenigstens nachvollziehbar!

Nicht nachvollziehbar ist für uns das Verhalten aller anderen Beteiligten. Da gibt es Eltern, die ihrer Tochter bisher viel zu viele Freiheiten gelassen und keine Grenzen gesetzt haben und einen Onkel, der mit aufwendigen Recherchen vergeblich versucht seine Nichte zur Vernunft zu bringen und alles unternimmt Linda selbst dabei im rechten Licht erscheinen zu lassen. Alle zusammen bedauern die arme Linda, die von Wasif manipuliert, verführt und ausgenutzt wird. Linda selbst geht aber mit diesen Menschen rücksichtslos, egoistisch und ohne jedes Mitgefühl um!

Linda wird von Wasif für seine Zwecke missbraucht und belogen. Das verdrängt sie und dafür wird sie einen hohen Preis zahlen müssen. Das ist unumstritten aber nur eine Seite der Medaille. Sie selbst belügt ihre Eltern und tanzt ihnen auf der Nase herum. Im Glauben für sich selbst das Richtige zu tun, tritt die junge Frau fünfundzwanzig Jahre Elternliebe, Fürsorge und Familienzusammenhalt mit Füßen.

Sie ist nicht nur das Opfer von Wasif. Durch ihr leichtsinniges und ignorantes Verhalten hat sie aktiv zur jetzigen Situation beigetragen ohne über die Folgen nachzudenken.
Man braucht kein Prophet zu sein um zu wissen, dass diese Ehe keine Zukunft hat. Neben dem emotionalen Schaden ist das finanzielle Risiko für Linda und ihre Eltern unüberschaubar. Wasif kann und darf keine hohen Geldbeträge außer Landes schaffen. Mit ihrer Heirat hat Linda alle finanziellen Verpflichtungen, denen er nicht nachkommen kann, für ihn übernommen. Bei entstehenden Kosten wird sich der Staat an ihr schadlos halten. Das kann durchaus auch Folgen für ihre berufliche Zukunft als Beamtin haben. Schulden sind bei Bewerbungen von Staatsdienern nicht gerne gesehen.

Linda hat sich überhaupt nicht mit den Gebräuchen und Gepflogenheiten bei einer Eheschließung mit einem marokkanischen Partner beschäftigt. Sie hat ja die überstürzte Heirat noch nicht einmal hinterfragt. Meint sie allen Ernstes das sei Liebe? Die erforderliche Erlaubnis und damit verbundene Verhandlung des Bräutigams mit dem Vater der Braut ist unerlässlich und wurde hier schon mehrmals erwähnt. Marokkanische Frauen und deren Familien kennen mittlerweile ihren Wert und verzichten auf Eheschließungen, wenn der Zukünftige nichts zu bieten hat. Wasif hat sich das mit List und Tücke aber ohne jeden Einsatz geholt. Er hat vor den Eltern seiner Frau nicht die geringste Achtung! In Marokko hätte er sich ein solches Verhalten keinesfalls erlauben können. Wasifs Familie ist in seine Machenschaften eingeweiht, davon ist ja der Beschreibung nach auszugehen. Mögen sie sich auch noch so freundlich geben, halten auch diese Menschen gar nichts von Linda und sehen in ihr nur die preiswerte Eintrittskarte ihres Sohnes in ein besseres Leben von dem sie später selbst profitieren möchten.

Ein ganzer Industriezweig lebt davon, jungen Nordafrikanern beizubringen, wie man das anstellt.

Es sei aber betont dass die meisten Marokkaner ein solches Verhalten missbilligen. Das belegt auch die Warnung aus Wasifs direkten Umfeld an Linda, die sie ja ebenfalls ignorierte.

Auch bei der Einschätzung von Wasifs finanzieller Situation beweist Linda Realitätsverlust. Wenn sie glaubt 80.000 Dirham seien kein großer Verlust für eine marokkanische Firma weil es sich ja nicht um Euro handelt, dann sollte sie sich mal ernsthaft mit den Verdienstmöglichkeiten in diesem Land beschäftigen. 80.000 Dirham sind für einen Kleinunternehmer ein riesiger Schuldenberg.

Wie geht diese junge Frau mit ihrer eigenen Familie um? Im Mai lässt Linda Wasifs wochenlangen Besuch bei ihr von ihren Eltern finanzieren (er hat bestimmt als „Freund“ der Tochter mit am Tisch gegessen) während sie ihn dann heimlich heiratet. Im September schreckt sie dann noch nicht einmal davor zurück diesen Menschen wieder wochenlang im Haus der Eltern, die ihm nicht begegnen wollen, einzunisten und lässt ihn auch noch einige Tage alleine dort wohnen. Sieht sie sich selbst als den Mittelpunkt der Erde und ihre Eltern nur als Erzeuger und Geldgeber?

Lindas Eltern stehen paralysiert vor den Scherben ihrer bisherigen Erziehung. Sie haben ihrer Tochter wenig Grenzen gesetzt und viele Freiheiten ermöglicht und wahrscheinlich auch finanziert. Linda hat diese Toleranz ausgenutzt und das Vertrauen ihrer Eltern missbraucht. Der Erfolg gibt Linda Recht. Auch jetzt hat ihr Verhalten keinerlei Konsequenzen im Umgang mit ihren Eltern zur Folge. Linda macht was sie will und zieht ihr Ding durch, koste es was es wolle.

Der Onkel recherchiert unermüdlich, sammelt Fakten und stellt diese Linda zur Verfügung. Er hofft sie mit der Wahrheit zu überzeugen. Diese Wahrheit möchte Linda aber nicht hören. Statt dessen gibt sie seine Recherchen umgehend an Wasif weiter und lässt die korrekten Angaben ihres Onkels von seinen suspekten Erklärungen wieder aushebeln. Auch der Onkel will nicht einsehen, dass Linda aktiv an der sich anbahnenden Katastrophe beteiligt ist und alle Fakten ignoriert.

Für Linda wünschen wir uns mehr Selbstreflektion und das Verhalten Wasifs kritischer, selbstbewusster und energischer zu hinterfragen. Sie sollte sich besser informieren und die Menschen, die ihr wirklich zugetan sind, besser behandeln und ihnen mehr vertrauen. Die Missachtung aller bisherigen Ereignisse und Fakten ist fast pathologisch. Da ist irgend etwas gründlich schief gelaufen in Lindas bisherigem Leben und dem sollte man auf den Grund gehen.

Auch Lindas Familie empfehle ich zur Schadensbegrenzung den eigenen Umgang mit ihr und das Verhalten von Linda kritischer zu sehen und ihr zunächst jede weitere finanzielle Unterstützung zu versagen. Sie sollte spüren mit diesem Mann auf sich alleine gestellt zu sein. Nur dann wird sie merken, dass dieser nicht bereit ist für sie aufzukommen und seine wahren Beweggründe für sein Interesse an ihr erkennen.

Der Onkel muss einsehen, dass Linda ihre missliche Situation zum großen Teil selbst verursacht hat. Sie ist zurzeit auch nicht bereit das zu ändern und verteidigt ihr eigenes Verhalten vehement und mit großer Ignoranz aller Fakten.

Nur Linda selbst kann sich aus dem Sumpf ziehen. Dazu muss sie es aber erst einmal selbst wollen. Das sollten alle Beteiligten einsehen und respektieren. Alle bisherigen Bemühungen ihrer Familie haben genau das Gegenteil bewirkt.



 

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16. November 2019 um 16:11
In Antwort auf isa10422

Seit fast 30 Jahren bin ich mit einem Marokkaner glücklich verheiratet und habe zunächst drei Jahre alleine und danach zwölf Jahre zusammen mit meinem Mann in Marokko gelebt und als Lehrerin gearbeitet. Selbstverständlich haben wir uns vor der Eheschließung ausreichend Zeit genommen einander, unsere Familien und auch unsere Kulturen kennen zu lernen und respektieren diese nach wie vor auch gegenseitig. Jetzt in Deutschland lebend, besuchen wir die Familie meines Mannes regelmäßig. Ich kann für mich in Anspruch nehmen das Land, seine Bewohner und deren Sitten, Gebräuche und Gepflogenheiten gut zu kennen. Den Thread verfolge ich jetzt schon einige Wochen und bin der Überzeugung, dass Linda sehr wenig über diese Menschen weiß und nicht die geringste Ahnung hat, auf was sie sich eingelassen hat. Mein Mann und ich sind selbst Eltern zweier erwachsener Töchter und entsetzt über die Naivität und die Ignoranz dieser jungen Frau, die später unsere Kinder erziehen und ausbilden möchte.

Wasif ist für uns alles andere als ein Sympathieträger aber bei dieser Geschichte der einzige klar denkende Mensch. Er verfolgt konsequent seine Ziele ohne Rücksicht auf Verluste und verschafft sich damit seine Vorteile. Das ist für uns verwerflich aber aus seiner Position wenigstens nachvollziehbar!

Nicht nachvollziehbar ist für uns das Verhalten aller anderen Beteiligten. Da gibt es Eltern, die ihrer Tochter bisher viel zu viele Freiheiten gelassen und keine Grenzen gesetzt haben und einen Onkel, der mit aufwendigen Recherchen vergeblich versucht seine Nichte zur Vernunft zu bringen und alles unternimmt Linda selbst dabei im rechten Licht erscheinen zu lassen. Alle zusammen bedauern die arme Linda, die von Wasif manipuliert, verführt und ausgenutzt wird. Linda selbst geht aber mit diesen Menschen rücksichtslos, egoistisch und ohne jedes Mitgefühl um!

Linda wird von Wasif für seine Zwecke missbraucht und belogen. Das verdrängt sie und dafür wird sie einen hohen Preis zahlen müssen. Das ist unumstritten aber nur eine Seite der Medaille. Sie selbst belügt ihre Eltern und tanzt ihnen auf der Nase herum. Im Glauben für sich selbst das Richtige zu tun, tritt die junge Frau fünfundzwanzig Jahre Elternliebe, Fürsorge und Familienzusammenhalt mit Füßen.

Sie ist nicht nur das Opfer von Wasif. Durch ihr leichtsinniges und ignorantes Verhalten hat sie aktiv zur jetzigen Situation beigetragen ohne über die Folgen nachzudenken.
Man braucht kein Prophet zu sein um zu wissen, dass diese Ehe keine Zukunft hat. Neben dem emotionalen Schaden ist das finanzielle Risiko für Linda und ihre Eltern unüberschaubar. Wasif kann und darf keine hohen Geldbeträge außer Landes schaffen. Mit ihrer Heirat hat Linda alle finanziellen Verpflichtungen, denen er nicht nachkommen kann, für ihn übernommen. Bei entstehenden Kosten wird sich der Staat an ihr schadlos halten. Das kann durchaus auch Folgen für ihre berufliche Zukunft als Beamtin haben. Schulden sind bei Bewerbungen von Staatsdienern nicht gerne gesehen.

Linda hat sich überhaupt nicht mit den Gebräuchen und Gepflogenheiten bei einer Eheschließung mit einem marokkanischen Partner beschäftigt. Sie hat ja die überstürzte Heirat noch nicht einmal hinterfragt. Meint sie allen Ernstes das sei Liebe? Die erforderliche Erlaubnis und damit verbundene Verhandlung des Bräutigams mit dem Vater der Braut ist unerlässlich und wurde hier schon mehrmals erwähnt. Marokkanische Frauen und deren Familien kennen mittlerweile ihren Wert und verzichten auf Eheschließungen, wenn der Zukünftige nichts zu bieten hat. Wasif hat sich das mit List und Tücke aber ohne jeden Einsatz geholt. Er hat vor den Eltern seiner Frau nicht die geringste Achtung! In Marokko hätte er sich ein solches Verhalten keinesfalls erlauben können. Wasifs Familie ist in seine Machenschaften eingeweiht, davon ist ja der Beschreibung nach auszugehen. Mögen sie sich auch noch so freundlich geben, halten auch diese Menschen gar nichts von Linda und sehen in ihr nur die preiswerte Eintrittskarte ihres Sohnes in ein besseres Leben von dem sie später selbst profitieren möchten.

Ein ganzer Industriezweig lebt davon, jungen Nordafrikanern beizubringen, wie man das anstellt.

Es sei aber betont dass die meisten Marokkaner ein solches Verhalten missbilligen. Das belegt auch die Warnung aus Wasifs direkten Umfeld an Linda, die sie ja ebenfalls ignorierte.

Auch bei der Einschätzung von Wasifs finanzieller Situation beweist Linda Realitätsverlust. Wenn sie glaubt 80.000 Dirham seien kein großer Verlust für eine marokkanische Firma weil es sich ja nicht um Euro handelt, dann sollte sie sich mal ernsthaft mit den Verdienstmöglichkeiten in diesem Land beschäftigen. 80.000 Dirham sind für einen Kleinunternehmer ein riesiger Schuldenberg.

Wie geht diese junge Frau mit ihrer eigenen Familie um? Im Mai lässt Linda Wasifs wochenlangen Besuch bei ihr von ihren Eltern finanzieren (er hat bestimmt als „Freund“ der Tochter mit am Tisch gegessen) während sie ihn dann heimlich heiratet. Im September schreckt sie dann noch nicht einmal davor zurück diesen Menschen wieder wochenlang im Haus der Eltern, die ihm nicht begegnen wollen, einzunisten und lässt ihn auch noch einige Tage alleine dort wohnen. Sieht sie sich selbst als den Mittelpunkt der Erde und ihre Eltern nur als Erzeuger und Geldgeber?

Lindas Eltern stehen paralysiert vor den Scherben ihrer bisherigen Erziehung. Sie haben ihrer Tochter wenig Grenzen gesetzt und viele Freiheiten ermöglicht und wahrscheinlich auch finanziert. Linda hat diese Toleranz ausgenutzt und das Vertrauen ihrer Eltern missbraucht. Der Erfolg gibt Linda Recht. Auch jetzt hat ihr Verhalten keinerlei Konsequenzen im Umgang mit ihren Eltern zur Folge. Linda macht was sie will und zieht ihr Ding durch, koste es was es wolle.

Der Onkel recherchiert unermüdlich, sammelt Fakten und stellt diese Linda zur Verfügung. Er hofft sie mit der Wahrheit zu überzeugen. Diese Wahrheit möchte Linda aber nicht hören. Statt dessen gibt sie seine Recherchen umgehend an Wasif weiter und lässt die korrekten Angaben ihres Onkels von seinen suspekten Erklärungen wieder aushebeln. Auch der Onkel will nicht einsehen, dass Linda aktiv an der sich anbahnenden Katastrophe beteiligt ist und alle Fakten ignoriert.

Für Linda wünschen wir uns mehr Selbstreflektion und das Verhalten Wasifs kritischer, selbstbewusster und energischer zu hinterfragen. Sie sollte sich besser informieren und die Menschen, die ihr wirklich zugetan sind, besser behandeln und ihnen mehr vertrauen. Die Missachtung aller bisherigen Ereignisse und Fakten ist fast pathologisch. Da ist irgend etwas gründlich schief gelaufen in Lindas bisherigem Leben und dem sollte man auf den Grund gehen.

Auch Lindas Familie empfehle ich zur Schadensbegrenzung den eigenen Umgang mit ihr und das Verhalten von Linda kritischer zu sehen und ihr zunächst jede weitere finanzielle Unterstützung zu versagen. Sie sollte spüren mit diesem Mann auf sich alleine gestellt zu sein. Nur dann wird sie merken, dass dieser nicht bereit ist für sie aufzukommen und seine wahren Beweggründe für sein Interesse an ihr erkennen.

Der Onkel muss einsehen, dass Linda ihre missliche Situation zum großen Teil selbst verursacht hat. Sie ist zurzeit auch nicht bereit das zu ändern und verteidigt ihr eigenes Verhalten vehement und mit großer Ignoranz aller Fakten.

Nur Linda selbst kann sich aus dem Sumpf ziehen. Dazu muss sie es aber erst einmal selbst wollen. Das sollten alle Beteiligten einsehen und respektieren. Alle bisherigen Bemühungen ihrer Familie haben genau das Gegenteil bewirkt.



 

kannst du unmöglich ernst meinen!   also ordnest du dich so sehr unter damit die Beziehung funktioniert??

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