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Liebe zwischen zwei Kulturen - Mit Druck zur Heirat

5. Juli um 9:08

Von der Niederschrift der folgenden „Liebesgeschichte“ meiner fünfundzwanzigjährigen Nichte verspreche ich mir keine Hilfe. Hilfsangebote gibt es genug. Aber sie nimmt diese nicht an. Mein Anliegen ist es vielmehr andere Betroffene und deren Angehörige zu warnen und vor gleichem Schicksal zu bewahren. Das bisher klar strukturierte Leben der jungen, intelligenten, attraktiven und emanzipierten Frau mit festen, beruflichen und privaten Zielen läuft augenblicklich komplett aus dem Ruder und sie fügt sich offensichtlich sehenden Auges ihrem Schicksal.

Linda lebt zusammen mit ihrem Bruder im Haus der Eltern. Die erwachsenen Kinder bewohnen eine eigene Etage und haben somit ihr eigenes Reich. Zu ihren Eltern, die ihren Kindern viele Freiheiten lassen, hatte sie immer ein gutes Verhältnis. Als Lehramtsstudentin ist Linda sprachbegabt und reist gerne mit Freunden aber auch alleine durch ferne Länder. Ihre Eltern haben ihr das, trotz der üblichen Bedenken, auch immer erlaubt und ermöglicht und sie hat durch Nebenjobs auch ihren eigenen Anteil dazu beigetragen.

Vor knapp anderthalb Jahren lernte Linda dann auf einer Reise nach Marokko Wasif, einen dreißigjährigen Mann aus einer kleinen Stadt bei Marrakesch kennen, der sie offensichtlich schnell in ihren Bann zog. Er gab vor als selbständiger Bauingenieur ein eigenes Unternehmen zu betreiben. Schon wenige Wochen später flog Linda wieder in das Land um ihn zu besuchen. Es folgten weitere Besuche von ihr. Bereits in dieser Phase fiel uns auf, dass Wasif Linda offensichtlich stark kontrollierte. Sie durfte nicht mehr ausgehen und musste abends unter allen Umständen zuhause sein. Das kontrollierte er von Marokko aus durch tägliche Anrufe, die sich meistens durch die ganze Nacht zogen. Dabei nahm er auch keinerlei Rücksicht auf ihr Studium oder bevorstehende Prüfungen. Nachdem Linda bei einem Übernachtungs-Besuch bei uns von 22:00 bis 5:30 Uhr pausenlos mit ihm telefonierte, obwohl sie am nächsten Tag für einen Nebenjob früh aufstehen musste, suchte ich das Gespräch mit ihr. Sie erzählte mir, dass ihr sein Kontrollzwang schon reichlich auf die Nerven ging. Er habe aber auch eine sehr romantische Seite, himmelt sie an und schreibt ihr sogar Gedichte. Das habe noch kein deutscher Mann für sie gemacht. Außerdem werde sich alles ändern, wenn sie mit Wasif zusammen zieht. Dieses Versprechen habe sie ihm bereits beim zweiten Besuch gegeben.

Ende letzten Jahres besuchte Wasif meine Nichte dann erstmalig in Deutschland. Auch Lindas Eltern, vor allem ihre Mutter, waren begeistert von der der Höflichkeit und Hilfsbereitschaft des jungen Mannes. Er beteiligte sich an der Hausarbeit und kochte für die Gastgeber. Wenige Wochen später besuchte er Linda dann ein zweites mal für ganze fünf Wochen. Natürlich wunderten wir uns, wie ein junger Unternehmer so lange aus seiner Firma weg bleiben kann. Linda erklärte uns, er habe einen Geschäftspartner, der alles für ihn regelt. Lindas Eltern bemerkten, dass Wasif sich während des Aufenthaltes veränderte. Er beteiligte sich nicht mehr an der Hausarbeit und hielt Linda vom Lernen ab indem er ständig ihre Aufmerksamkeit und Unterhaltung forderte. (Später erfuhren sie auch den Grund für die Verhaltensänderung.) Letztendlich war die Familie froh, als sein Besuch beendet war. Aber auch von Marokko aus, kontrollierte er Linda weiter durch die bereits erwähnten nächtlichen Anrufe. Linda fiel dann auch durch das erste Staatsexamen, was unter der beschriebenen Belastung zu erwarten war.

Sechs Wochen später konnte Linda die Anrufe nicht mehr ertragen und beschloss sich von ihm zu trennen. Dazu schrieb sie ihm einen Brief, weil sie seinen Argumenten im Gespräch offensichtlich nicht gewachsen war. Mir gegenüber erklärte sie erleichtert zu sein und sich endlich wieder frei zu fühlen. Linda ist wieder die Alte dachten alle, die es gut mit ihr meinten. Sie wiederholt die Prüfung und ihr junges, unbeschwertes Leben geht weiter.
Es sollte anders kommen. Für uns alle unbegreiflich verabredete Linda sich dann wieder mit Wasif in Marokko. Vor ihrer Reise kam sie meinem Wunsch nach einem klärenden Gespräch, das dann ein Geständnis werden sollte, noch nach. Sie habe Wasif versprochen mit ihm zusammen zu leben und fühlt sich verpflichtet ihm diese Chance auch zu geben. Er habe ihr klar gemacht, dass dies ohne vorherige Heirat nicht möglich sei. Außerdem habe er sein Unternehmen verkauft und damit ihretwegen bereits ein großes Opfer für das zukünftige gemeinsame Leben gebracht. (Diese Firma hat Linda übrigens nie gesehen.) Ihre Bedenken wischte er mit Argumenten wie, „es ist doch nur auf Probe und wenn es nicht klappt übernehme ich alle Kosten der Scheidung“, „du kannst dich sicher fühlen, denn wir heiraten ja in Deutschland“ und „du hast es mir ja versprochen“, „mir geht es gesundheitlich nicht gut, weil wir nicht zusammen leben können“ vom Tisch. Derart unter Druck gesetzt hat Linda Wasif beim letzten Besuch in Deutschland heimlich geheiratet. Erst jetzt, Wochen danach hat sie das auch ihren Eltern erzählt. Ihre Mutter hat bitterlich geweint, hatte sie sich doch den schönsten Tag im Leben ihrer Tochter anders vorgestellt. Natürlich hat Linda jetzt selbst Zweifel an ihrer Handlung aber auch darauf ist Wasif vorbereitet. Seine Behauptung, das für die Scheidung erforderlich Trennungsjahr müsse er gesetzlich vorgeschrieben in Deutschland verbringen, entbehrt jeder Grundlage. Aber auch das ist für Linda keine Lüge sondern nur nicht böse gemeinte Unwissenheit des jungen Mannes.

Wie konnte meine bis dato mitten im Leben stehende Nichte sich von einem Mann, von dem sie kaum etwas wusste und mit dem sie keine 70 Tage zusammen verbracht hat und dessen Kontrollzwang sie bereits lange erlebt hat, derart manipulieren lassen? Wie hat er Linda dazu gebracht ihre Familie, die sie liebt und die ihr viel bedeutet, außen vorzulassen? Was ist das für ein Mann, der die Gastfreundschaft von Lindas Eltern derart ausnutzt und die Menschen, die seine Schwiegereltern werden sollten, so schamlos hintergeht? Das sind die Fragen, die wir uns stellen.

Wasif hat ein klares Ziel und das erreicht er das durch Manipulation aber auch durch Isolation von Linda. Durch das Ausgehverbot und das ständige Telefonieren hat sie keine enge Freundin mehr, mit der sie darüber reden kann. - Der Telefonterror aus Marokko geht weiter „du hast es versprochen, also musst du es auch halten“.

Innerlich fassungslos habe ich die Fassung bewahrt und zunächst mal mit Behörden, Ämtern und Organisationen, die mit dem Thema vertraut sind, Kontakt aufgenommen und die Situation recherchiert. Offensichtlich ist die ganze Beziehung von seiner Seite auf Lügen aufgebaut. Bauingenieur zählt in Deutschland zu den gefragten Berufen. Wasif hätte ohne jedes Problem als Junggeselle, mit einem Visum zum Zwecke der Bewerbung und dem Nachweis mit monatlich 720,- € seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, für ein halbes Jahr nach Deutschland einreisen können. Wenn er dann Arbeit findet, was als Bauingenieur kein Problem sein dürfte, kann er in Deutschland sofort ein neues, dauerhaftes Visum beantragen. Entweder wollte er also die Heirat um jeden Preis erzwingen oder er ist gar kein Bauingenieur. Die Eheschließung nach deutschem Recht schützt Linda in keinster Weise. Wasif muss die Heirat nur in seinem Land oder seiner Botschaft registrieren lassen und das kann er innerhalb weniger Minuten ohne seine Frau, dann sind beide nach marokkanischem Recht verheiratet. Damit hat er unabdingbar das Aufenthaltsbestimmungsrecht für seine Frau und für gemeinsame Kinder. Auch Vergewaltigung in der Ehe ist dann keine Straftat. Eine Scheidung vor einem deutschen Gericht wird nicht anerkannt und muss erst von einem marokkanischen Gericht bestätigt werden. Das ist ein zermürbendes und sehr teures Verfahren, dass der Mann sehr lange hinauszögern, wenn nicht sogar verhindern kann. Ehebruch von Seiten der Frau ist in islamischen Ländern strafbar. Wenn Linda, noch verheiratet aber von einem anderen Mann begleitet, in ein islamisches Land reist, kann sie jederzeit verhaftet und zu ihrem Mann zurück gebracht werden. In strengen islamischen Ländern droht ihr sogar Prügel- oder Todesstrafe.

Noch schlimmer ist die Erkenntnis, dass Linda kein Einzelfall ist. Standesbeamte, Mitarbeiter des auswärtigen Amtes und Berater von kirchlichen Organisationen berichten übereinstimmend von ähnlichen Fällen nach gleichem Muster. Zunächst wird die Frau romantisch umgarnt um ihr möglichst schnell das Versprechen einer gemeinsamen Zukunft abzuringen, dann beruft sich der Mann auf dieses Versprechen und behauptet ohne Heirat sei ein Zusammenleben ja nicht möglich. Angeblich liebgewonnenen Besitz verkaufen und mit diesem „Opfer“ in Vorlage treten ist ein weiterer Teil des Plans. Wenn das alles nicht überzeugt, wird er krank und schiebt ihr die Schuld daran zu. Wohl wissend, dass die Eltern der Frau ihr Veto einlegen, wird dann heimlich geheiratet um damit Fakten zu schaffen, die zunächst nicht mehr zu ändern sind. In Kurzfassung, der Frau ein schlechtes Gewissen einreden, sich selbst als Opfer darstellen und dann die Heirat erzwingen.

Linda hat zugegeben, der Eheschließung nur unter großem Druck zugestimmt zu haben. Er hat ja so viel für sie getan und sie wollte ihn nicht weiter leiden sehen. Die Manipulation hat perfekt funktioniert. Vorläufig aufgewacht ist sie, als sie merkte, dass eine sogenannte Kurzehe nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden kann. Eine Annullierung der Ehe ist nur möglich, wenn eine Scheinehe nachzuweisen ist. Wenn sie das aber anführt, ist sie anschließend vorbestraft und wird nicht mehr verbeamtet. Sie spürt Druck von allen Seiten und sieht offensichtlich keinen anderen Weg mehr, als sich zunächst auf die Beziehung einzulassen.

Linda habe ich alle von mir recherchierten Informationen, nachprüfbar mit den zuständigen Ansprechpartnern und entsprechenden Telefonnummern oder Internetseiten, geliefert. Sie bedankte sich für die von mir erbrachte Recherche, ließ sich aber nicht davon abbringen vor einer knappen Woche wieder nach Marokko zu reisen und sich seiner, einer Gehirnwäsche gleichen, Manipulation auszusetzen. Wenigstens die mir vom Auswärtigen Amt mitgeteilten Notfallrufnummern hat sie auf meine inständige Bitte für den Fall der Fälle notiert. Noch kommen regelmäßig Grußmeldungen per WhatsApp aber wir möchten uns gar nicht ausmalen was passiert, wenn sie sich ihm gegenüber unvorsichtig verhält und wieder die Trennung, die es, entgegen seiner früheren Aussage, für ihn nach einer Heirat nicht geben kann, ins Gespräch bringt.

Linda spielt mit dem Feuer und schlägt alle Warnungen in den Wind. Die Situation ist für alle Beteiligten, insbesondere für die Eltern, unerträglich.



 

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5. Juli um 9:16
In Antwort auf onhe

Von der Niederschrift der folgenden „Liebesgeschichte“ meiner fünfundzwanzigjährigen Nichte verspreche ich mir keine Hilfe. Hilfsangebote gibt es genug. Aber sie nimmt diese nicht an. Mein Anliegen ist es vielmehr andere Betroffene und deren Angehörige zu warnen und vor gleichem Schicksal zu bewahren. Das bisher klar strukturierte Leben der jungen, intelligenten, attraktiven und emanzipierten Frau mit festen, beruflichen und privaten Zielen läuft augenblicklich komplett aus dem Ruder und sie fügt sich offensichtlich sehenden Auges ihrem Schicksal.

Linda lebt zusammen mit ihrem Bruder im Haus der Eltern. Die erwachsenen Kinder bewohnen eine eigene Etage und haben somit ihr eigenes Reich. Zu ihren Eltern, die ihren Kindern viele Freiheiten lassen, hatte sie immer ein gutes Verhältnis. Als Lehramtsstudentin ist Linda sprachbegabt und reist gerne mit Freunden aber auch alleine durch ferne Länder. Ihre Eltern haben ihr das, trotz der üblichen Bedenken, auch immer erlaubt und ermöglicht und sie hat durch Nebenjobs auch ihren eigenen Anteil dazu beigetragen.

Vor knapp anderthalb Jahren lernte Linda dann auf einer Reise nach Marokko Wasif, einen dreißigjährigen Mann aus einer kleinen Stadt bei Marrakesch kennen, der sie offensichtlich schnell in ihren Bann zog. Er gab vor als selbständiger Bauingenieur ein eigenes Unternehmen zu betreiben. Schon wenige Wochen später flog Linda wieder in das Land um ihn zu besuchen. Es folgten weitere Besuche von ihr. Bereits in dieser Phase fiel uns auf, dass Wasif Linda offensichtlich stark kontrollierte. Sie durfte nicht mehr ausgehen und musste abends unter allen Umständen zuhause sein. Das kontrollierte er von Marokko aus durch tägliche Anrufe, die sich meistens durch die ganze Nacht zogen. Dabei nahm er auch keinerlei Rücksicht auf ihr Studium oder bevorstehende Prüfungen. Nachdem Linda bei einem Übernachtungs-Besuch bei uns von 22:00 bis 5:30 Uhr pausenlos mit ihm telefonierte, obwohl sie am nächsten Tag für einen Nebenjob früh aufstehen musste, suchte ich das Gespräch mit ihr. Sie erzählte mir, dass ihr sein Kontrollzwang schon reichlich auf die Nerven ging. Er habe aber auch eine sehr romantische Seite, himmelt sie an und schreibt ihr sogar Gedichte. Das habe noch kein deutscher Mann für sie gemacht. Außerdem werde sich alles ändern, wenn sie mit Wasif zusammen zieht. Dieses Versprechen habe sie ihm bereits beim zweiten Besuch gegeben.

Ende letzten Jahres besuchte Wasif meine Nichte dann erstmalig in Deutschland. Auch Lindas Eltern, vor allem ihre Mutter, waren begeistert von der der Höflichkeit und Hilfsbereitschaft des jungen Mannes. Er beteiligte sich an der Hausarbeit und kochte für die Gastgeber. Wenige Wochen später besuchte er Linda dann ein zweites mal für ganze fünf Wochen. Natürlich wunderten wir uns, wie ein junger Unternehmer so lange aus seiner Firma weg bleiben kann. Linda erklärte uns, er habe einen Geschäftspartner, der alles für ihn regelt. Lindas Eltern bemerkten, dass Wasif sich während des Aufenthaltes veränderte. Er beteiligte sich nicht mehr an der Hausarbeit und hielt Linda vom Lernen ab indem er ständig ihre Aufmerksamkeit und Unterhaltung forderte. (Später erfuhren sie auch den Grund für die Verhaltensänderung.) Letztendlich war die Familie froh, als sein Besuch beendet war. Aber auch von Marokko aus, kontrollierte er Linda weiter durch die bereits erwähnten nächtlichen Anrufe. Linda fiel dann auch durch das erste Staatsexamen, was unter der beschriebenen Belastung zu erwarten war.

Sechs Wochen später konnte Linda die Anrufe nicht mehr ertragen und beschloss sich von ihm zu trennen. Dazu schrieb sie ihm einen Brief, weil sie seinen Argumenten im Gespräch offensichtlich nicht gewachsen war. Mir gegenüber erklärte sie erleichtert zu sein und sich endlich wieder frei zu fühlen. Linda ist wieder die Alte dachten alle, die es gut mit ihr meinten. Sie wiederholt die Prüfung und ihr junges, unbeschwertes Leben geht weiter.
Es sollte anders kommen. Für uns alle unbegreiflich verabredete Linda sich dann wieder mit Wasif in Marokko. Vor ihrer Reise kam sie meinem Wunsch nach einem klärenden Gespräch, das dann ein Geständnis werden sollte, noch nach. Sie habe Wasif versprochen mit ihm zusammen zu leben und fühlt sich verpflichtet ihm diese Chance auch zu geben. Er habe ihr klar gemacht, dass dies ohne vorherige Heirat nicht möglich sei. Außerdem habe er sein Unternehmen verkauft und damit ihretwegen bereits ein großes Opfer für das zukünftige gemeinsame Leben gebracht. (Diese Firma hat Linda übrigens nie gesehen.) Ihre Bedenken wischte er mit Argumenten wie, „es ist doch nur auf Probe und wenn es nicht klappt übernehme ich alle Kosten der Scheidung“, „du kannst dich sicher fühlen, denn wir heiraten ja in Deutschland“ und „du hast es mir ja versprochen“, „mir geht es gesundheitlich nicht gut, weil wir nicht zusammen leben können“ vom Tisch. Derart unter Druck gesetzt hat Linda Wasif beim letzten Besuch in Deutschland heimlich geheiratet. Erst jetzt, Wochen danach hat sie das auch ihren Eltern erzählt. Ihre Mutter hat bitterlich geweint, hatte sie sich doch den schönsten Tag im Leben ihrer Tochter anders vorgestellt. Natürlich hat Linda jetzt selbst Zweifel an ihrer Handlung aber auch darauf ist Wasif vorbereitet. Seine Behauptung, das für die Scheidung erforderlich Trennungsjahr müsse er gesetzlich vorgeschrieben in Deutschland verbringen, entbehrt jeder Grundlage. Aber auch das ist für Linda keine Lüge sondern nur nicht böse gemeinte Unwissenheit des jungen Mannes.

Wie konnte meine bis dato mitten im Leben stehende Nichte sich von einem Mann, von dem sie kaum etwas wusste und mit dem sie keine 70 Tage zusammen verbracht hat und dessen Kontrollzwang sie bereits lange erlebt hat, derart manipulieren lassen? Wie hat er Linda dazu gebracht ihre Familie, die sie liebt und die ihr viel bedeutet, außen vorzulassen? Was ist das für ein Mann, der die Gastfreundschaft von Lindas Eltern derart ausnutzt und die Menschen, die seine Schwiegereltern werden sollten, so schamlos hintergeht? Das sind die Fragen, die wir uns stellen.

Wasif hat ein klares Ziel und das erreicht er das durch Manipulation aber auch durch Isolation von Linda. Durch das Ausgehverbot und das ständige Telefonieren hat sie keine enge Freundin mehr, mit der sie darüber reden kann. - Der Telefonterror aus Marokko geht weiter „du hast es versprochen, also musst du es auch halten“.

Innerlich fassungslos habe ich die Fassung bewahrt und zunächst mal mit Behörden, Ämtern und Organisationen, die mit dem Thema vertraut sind, Kontakt aufgenommen und die Situation recherchiert. Offensichtlich ist die ganze Beziehung von seiner Seite auf Lügen aufgebaut. Bauingenieur zählt in Deutschland zu den gefragten Berufen. Wasif hätte ohne jedes Problem als Junggeselle, mit einem Visum zum Zwecke der Bewerbung und dem Nachweis mit monatlich 720,- € seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, für ein halbes Jahr nach Deutschland einreisen können. Wenn er dann Arbeit findet, was als Bauingenieur kein Problem sein dürfte, kann er in Deutschland sofort ein neues, dauerhaftes Visum beantragen. Entweder wollte er also die Heirat um jeden Preis erzwingen oder er ist gar kein Bauingenieur. Die Eheschließung nach deutschem Recht schützt Linda in keinster Weise. Wasif muss die Heirat nur in seinem Land oder seiner Botschaft registrieren lassen und das kann er innerhalb weniger Minuten ohne seine Frau, dann sind beide nach marokkanischem Recht verheiratet. Damit hat er unabdingbar das Aufenthaltsbestimmungsrecht für seine Frau und für gemeinsame Kinder. Auch Vergewaltigung in der Ehe ist dann keine Straftat. Eine Scheidung vor einem deutschen Gericht wird nicht anerkannt und muss erst von einem marokkanischen Gericht bestätigt werden. Das ist ein zermürbendes und sehr teures Verfahren, dass der Mann sehr lange hinauszögern, wenn nicht sogar verhindern kann. Ehebruch von Seiten der Frau ist in islamischen Ländern strafbar. Wenn Linda, noch verheiratet aber von einem anderen Mann begleitet, in ein islamisches Land reist, kann sie jederzeit verhaftet und zu ihrem Mann zurück gebracht werden. In strengen islamischen Ländern droht ihr sogar Prügel- oder Todesstrafe.

Noch schlimmer ist die Erkenntnis, dass Linda kein Einzelfall ist. Standesbeamte, Mitarbeiter des auswärtigen Amtes und Berater von kirchlichen Organisationen berichten übereinstimmend von ähnlichen Fällen nach gleichem Muster. Zunächst wird die Frau romantisch umgarnt um ihr möglichst schnell das Versprechen einer gemeinsamen Zukunft abzuringen, dann beruft sich der Mann auf dieses Versprechen und behauptet ohne Heirat sei ein Zusammenleben ja nicht möglich. Angeblich liebgewonnenen Besitz verkaufen und mit diesem „Opfer“ in Vorlage treten ist ein weiterer Teil des Plans. Wenn das alles nicht überzeugt, wird er krank und schiebt ihr die Schuld daran zu. Wohl wissend, dass die Eltern der Frau ihr Veto einlegen, wird dann heimlich geheiratet um damit Fakten zu schaffen, die zunächst nicht mehr zu ändern sind. In Kurzfassung, der Frau ein schlechtes Gewissen einreden, sich selbst als Opfer darstellen und dann die Heirat erzwingen.

Linda hat zugegeben, der Eheschließung nur unter großem Druck zugestimmt zu haben. Er hat ja so viel für sie getan und sie wollte ihn nicht weiter leiden sehen. Die Manipulation hat perfekt funktioniert. Vorläufig aufgewacht ist sie, als sie merkte, dass eine sogenannte Kurzehe nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden kann. Eine Annullierung der Ehe ist nur möglich, wenn eine Scheinehe nachzuweisen ist. Wenn sie das aber anführt, ist sie anschließend vorbestraft und wird nicht mehr verbeamtet. Sie spürt Druck von allen Seiten und sieht offensichtlich keinen anderen Weg mehr, als sich zunächst auf die Beziehung einzulassen.

Linda habe ich alle von mir recherchierten Informationen, nachprüfbar mit den zuständigen Ansprechpartnern und entsprechenden Telefonnummern oder Internetseiten, geliefert. Sie bedankte sich für die von mir erbrachte Recherche, ließ sich aber nicht davon abbringen vor einer knappen Woche wieder nach Marokko zu reisen und sich seiner, einer Gehirnwäsche gleichen, Manipulation auszusetzen. Wenigstens die mir vom Auswärtigen Amt mitgeteilten Notfallrufnummern hat sie auf meine inständige Bitte für den Fall der Fälle notiert. Noch kommen regelmäßig Grußmeldungen per WhatsApp aber wir möchten uns gar nicht ausmalen was passiert, wenn sie sich ihm gegenüber unvorsichtig verhält und wieder die Trennung, die es, entgegen seiner früheren Aussage, für ihn nach einer Heirat nicht geben kann, ins Gespräch bringt.

Linda spielt mit dem Feuer und schlägt alle Warnungen in den Wind. Die Situation ist für alle Beteiligten, insbesondere für die Eltern, unerträglich.



 

schuld ist doch nicht dieser wasif ... linda ist nicht die hellste kerze auf der torte. leider.  für mich klingt das alles nach taschenroman. soll das wirlich so passiert sein? 
bisschen unglaubwürdig. 

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5. Juli um 9:40

die story bestätigt ja mal wieder meine liebsten vorurteile... "lehramtsstudentin"...

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5. Juli um 10:32
In Antwort auf onhe

Von der Niederschrift der folgenden „Liebesgeschichte“ meiner fünfundzwanzigjährigen Nichte verspreche ich mir keine Hilfe. Hilfsangebote gibt es genug. Aber sie nimmt diese nicht an. Mein Anliegen ist es vielmehr andere Betroffene und deren Angehörige zu warnen und vor gleichem Schicksal zu bewahren. Das bisher klar strukturierte Leben der jungen, intelligenten, attraktiven und emanzipierten Frau mit festen, beruflichen und privaten Zielen läuft augenblicklich komplett aus dem Ruder und sie fügt sich offensichtlich sehenden Auges ihrem Schicksal.

Linda lebt zusammen mit ihrem Bruder im Haus der Eltern. Die erwachsenen Kinder bewohnen eine eigene Etage und haben somit ihr eigenes Reich. Zu ihren Eltern, die ihren Kindern viele Freiheiten lassen, hatte sie immer ein gutes Verhältnis. Als Lehramtsstudentin ist Linda sprachbegabt und reist gerne mit Freunden aber auch alleine durch ferne Länder. Ihre Eltern haben ihr das, trotz der üblichen Bedenken, auch immer erlaubt und ermöglicht und sie hat durch Nebenjobs auch ihren eigenen Anteil dazu beigetragen.

Vor knapp anderthalb Jahren lernte Linda dann auf einer Reise nach Marokko Wasif, einen dreißigjährigen Mann aus einer kleinen Stadt bei Marrakesch kennen, der sie offensichtlich schnell in ihren Bann zog. Er gab vor als selbständiger Bauingenieur ein eigenes Unternehmen zu betreiben. Schon wenige Wochen später flog Linda wieder in das Land um ihn zu besuchen. Es folgten weitere Besuche von ihr. Bereits in dieser Phase fiel uns auf, dass Wasif Linda offensichtlich stark kontrollierte. Sie durfte nicht mehr ausgehen und musste abends unter allen Umständen zuhause sein. Das kontrollierte er von Marokko aus durch tägliche Anrufe, die sich meistens durch die ganze Nacht zogen. Dabei nahm er auch keinerlei Rücksicht auf ihr Studium oder bevorstehende Prüfungen. Nachdem Linda bei einem Übernachtungs-Besuch bei uns von 22:00 bis 5:30 Uhr pausenlos mit ihm telefonierte, obwohl sie am nächsten Tag für einen Nebenjob früh aufstehen musste, suchte ich das Gespräch mit ihr. Sie erzählte mir, dass ihr sein Kontrollzwang schon reichlich auf die Nerven ging. Er habe aber auch eine sehr romantische Seite, himmelt sie an und schreibt ihr sogar Gedichte. Das habe noch kein deutscher Mann für sie gemacht. Außerdem werde sich alles ändern, wenn sie mit Wasif zusammen zieht. Dieses Versprechen habe sie ihm bereits beim zweiten Besuch gegeben.

Ende letzten Jahres besuchte Wasif meine Nichte dann erstmalig in Deutschland. Auch Lindas Eltern, vor allem ihre Mutter, waren begeistert von der der Höflichkeit und Hilfsbereitschaft des jungen Mannes. Er beteiligte sich an der Hausarbeit und kochte für die Gastgeber. Wenige Wochen später besuchte er Linda dann ein zweites mal für ganze fünf Wochen. Natürlich wunderten wir uns, wie ein junger Unternehmer so lange aus seiner Firma weg bleiben kann. Linda erklärte uns, er habe einen Geschäftspartner, der alles für ihn regelt. Lindas Eltern bemerkten, dass Wasif sich während des Aufenthaltes veränderte. Er beteiligte sich nicht mehr an der Hausarbeit und hielt Linda vom Lernen ab indem er ständig ihre Aufmerksamkeit und Unterhaltung forderte. (Später erfuhren sie auch den Grund für die Verhaltensänderung.) Letztendlich war die Familie froh, als sein Besuch beendet war. Aber auch von Marokko aus, kontrollierte er Linda weiter durch die bereits erwähnten nächtlichen Anrufe. Linda fiel dann auch durch das erste Staatsexamen, was unter der beschriebenen Belastung zu erwarten war.

Sechs Wochen später konnte Linda die Anrufe nicht mehr ertragen und beschloss sich von ihm zu trennen. Dazu schrieb sie ihm einen Brief, weil sie seinen Argumenten im Gespräch offensichtlich nicht gewachsen war. Mir gegenüber erklärte sie erleichtert zu sein und sich endlich wieder frei zu fühlen. Linda ist wieder die Alte dachten alle, die es gut mit ihr meinten. Sie wiederholt die Prüfung und ihr junges, unbeschwertes Leben geht weiter.
Es sollte anders kommen. Für uns alle unbegreiflich verabredete Linda sich dann wieder mit Wasif in Marokko. Vor ihrer Reise kam sie meinem Wunsch nach einem klärenden Gespräch, das dann ein Geständnis werden sollte, noch nach. Sie habe Wasif versprochen mit ihm zusammen zu leben und fühlt sich verpflichtet ihm diese Chance auch zu geben. Er habe ihr klar gemacht, dass dies ohne vorherige Heirat nicht möglich sei. Außerdem habe er sein Unternehmen verkauft und damit ihretwegen bereits ein großes Opfer für das zukünftige gemeinsame Leben gebracht. (Diese Firma hat Linda übrigens nie gesehen.) Ihre Bedenken wischte er mit Argumenten wie, „es ist doch nur auf Probe und wenn es nicht klappt übernehme ich alle Kosten der Scheidung“, „du kannst dich sicher fühlen, denn wir heiraten ja in Deutschland“ und „du hast es mir ja versprochen“, „mir geht es gesundheitlich nicht gut, weil wir nicht zusammen leben können“ vom Tisch. Derart unter Druck gesetzt hat Linda Wasif beim letzten Besuch in Deutschland heimlich geheiratet. Erst jetzt, Wochen danach hat sie das auch ihren Eltern erzählt. Ihre Mutter hat bitterlich geweint, hatte sie sich doch den schönsten Tag im Leben ihrer Tochter anders vorgestellt. Natürlich hat Linda jetzt selbst Zweifel an ihrer Handlung aber auch darauf ist Wasif vorbereitet. Seine Behauptung, das für die Scheidung erforderlich Trennungsjahr müsse er gesetzlich vorgeschrieben in Deutschland verbringen, entbehrt jeder Grundlage. Aber auch das ist für Linda keine Lüge sondern nur nicht böse gemeinte Unwissenheit des jungen Mannes.

Wie konnte meine bis dato mitten im Leben stehende Nichte sich von einem Mann, von dem sie kaum etwas wusste und mit dem sie keine 70 Tage zusammen verbracht hat und dessen Kontrollzwang sie bereits lange erlebt hat, derart manipulieren lassen? Wie hat er Linda dazu gebracht ihre Familie, die sie liebt und die ihr viel bedeutet, außen vorzulassen? Was ist das für ein Mann, der die Gastfreundschaft von Lindas Eltern derart ausnutzt und die Menschen, die seine Schwiegereltern werden sollten, so schamlos hintergeht? Das sind die Fragen, die wir uns stellen.

Wasif hat ein klares Ziel und das erreicht er das durch Manipulation aber auch durch Isolation von Linda. Durch das Ausgehverbot und das ständige Telefonieren hat sie keine enge Freundin mehr, mit der sie darüber reden kann. - Der Telefonterror aus Marokko geht weiter „du hast es versprochen, also musst du es auch halten“.

Innerlich fassungslos habe ich die Fassung bewahrt und zunächst mal mit Behörden, Ämtern und Organisationen, die mit dem Thema vertraut sind, Kontakt aufgenommen und die Situation recherchiert. Offensichtlich ist die ganze Beziehung von seiner Seite auf Lügen aufgebaut. Bauingenieur zählt in Deutschland zu den gefragten Berufen. Wasif hätte ohne jedes Problem als Junggeselle, mit einem Visum zum Zwecke der Bewerbung und dem Nachweis mit monatlich 720,- € seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, für ein halbes Jahr nach Deutschland einreisen können. Wenn er dann Arbeit findet, was als Bauingenieur kein Problem sein dürfte, kann er in Deutschland sofort ein neues, dauerhaftes Visum beantragen. Entweder wollte er also die Heirat um jeden Preis erzwingen oder er ist gar kein Bauingenieur. Die Eheschließung nach deutschem Recht schützt Linda in keinster Weise. Wasif muss die Heirat nur in seinem Land oder seiner Botschaft registrieren lassen und das kann er innerhalb weniger Minuten ohne seine Frau, dann sind beide nach marokkanischem Recht verheiratet. Damit hat er unabdingbar das Aufenthaltsbestimmungsrecht für seine Frau und für gemeinsame Kinder. Auch Vergewaltigung in der Ehe ist dann keine Straftat. Eine Scheidung vor einem deutschen Gericht wird nicht anerkannt und muss erst von einem marokkanischen Gericht bestätigt werden. Das ist ein zermürbendes und sehr teures Verfahren, dass der Mann sehr lange hinauszögern, wenn nicht sogar verhindern kann. Ehebruch von Seiten der Frau ist in islamischen Ländern strafbar. Wenn Linda, noch verheiratet aber von einem anderen Mann begleitet, in ein islamisches Land reist, kann sie jederzeit verhaftet und zu ihrem Mann zurück gebracht werden. In strengen islamischen Ländern droht ihr sogar Prügel- oder Todesstrafe.

Noch schlimmer ist die Erkenntnis, dass Linda kein Einzelfall ist. Standesbeamte, Mitarbeiter des auswärtigen Amtes und Berater von kirchlichen Organisationen berichten übereinstimmend von ähnlichen Fällen nach gleichem Muster. Zunächst wird die Frau romantisch umgarnt um ihr möglichst schnell das Versprechen einer gemeinsamen Zukunft abzuringen, dann beruft sich der Mann auf dieses Versprechen und behauptet ohne Heirat sei ein Zusammenleben ja nicht möglich. Angeblich liebgewonnenen Besitz verkaufen und mit diesem „Opfer“ in Vorlage treten ist ein weiterer Teil des Plans. Wenn das alles nicht überzeugt, wird er krank und schiebt ihr die Schuld daran zu. Wohl wissend, dass die Eltern der Frau ihr Veto einlegen, wird dann heimlich geheiratet um damit Fakten zu schaffen, die zunächst nicht mehr zu ändern sind. In Kurzfassung, der Frau ein schlechtes Gewissen einreden, sich selbst als Opfer darstellen und dann die Heirat erzwingen.

Linda hat zugegeben, der Eheschließung nur unter großem Druck zugestimmt zu haben. Er hat ja so viel für sie getan und sie wollte ihn nicht weiter leiden sehen. Die Manipulation hat perfekt funktioniert. Vorläufig aufgewacht ist sie, als sie merkte, dass eine sogenannte Kurzehe nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden kann. Eine Annullierung der Ehe ist nur möglich, wenn eine Scheinehe nachzuweisen ist. Wenn sie das aber anführt, ist sie anschließend vorbestraft und wird nicht mehr verbeamtet. Sie spürt Druck von allen Seiten und sieht offensichtlich keinen anderen Weg mehr, als sich zunächst auf die Beziehung einzulassen.

Linda habe ich alle von mir recherchierten Informationen, nachprüfbar mit den zuständigen Ansprechpartnern und entsprechenden Telefonnummern oder Internetseiten, geliefert. Sie bedankte sich für die von mir erbrachte Recherche, ließ sich aber nicht davon abbringen vor einer knappen Woche wieder nach Marokko zu reisen und sich seiner, einer Gehirnwäsche gleichen, Manipulation auszusetzen. Wenigstens die mir vom Auswärtigen Amt mitgeteilten Notfallrufnummern hat sie auf meine inständige Bitte für den Fall der Fälle notiert. Noch kommen regelmäßig Grußmeldungen per WhatsApp aber wir möchten uns gar nicht ausmalen was passiert, wenn sie sich ihm gegenüber unvorsichtig verhält und wieder die Trennung, die es, entgegen seiner früheren Aussage, für ihn nach einer Heirat nicht geben kann, ins Gespräch bringt.

Linda spielt mit dem Feuer und schlägt alle Warnungen in den Wind. Die Situation ist für alle Beteiligten, insbesondere für die Eltern, unerträglich.



 

wow wie dumm kann man sein

was will er?
nach deutschland?

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8. Juli um 8:35
In Antwort auf sxren_18247537

wow wie dumm kann man sein

was will er?
nach deutschland?

Ihr macht es Euch ziemlich einfach. Linda ist nicht dumm, sie hat sich nur in den falschen Mann verliebt. Wie schon gesagt ist Linda leider kein Einzelfall.
 

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8. Juli um 9:11
In Antwort auf onhe

Ihr macht es Euch ziemlich einfach. Linda ist nicht dumm, sie hat sich nur in den falschen Mann verliebt. Wie schon gesagt ist Linda leider kein Einzelfall.
 

von jemandem, der lehrer werden möchte, erwarte ich gesunden menschenverstand.
wie soll jemand, der so naiv und dumm ist, kindern etwas beibringen?

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9. Juli um 17:52
In Antwort auf onhe

Von der Niederschrift der folgenden „Liebesgeschichte“ meiner fünfundzwanzigjährigen Nichte verspreche ich mir keine Hilfe. Hilfsangebote gibt es genug. Aber sie nimmt diese nicht an. Mein Anliegen ist es vielmehr andere Betroffene und deren Angehörige zu warnen und vor gleichem Schicksal zu bewahren. Das bisher klar strukturierte Leben der jungen, intelligenten, attraktiven und emanzipierten Frau mit festen, beruflichen und privaten Zielen läuft augenblicklich komplett aus dem Ruder und sie fügt sich offensichtlich sehenden Auges ihrem Schicksal.

Linda lebt zusammen mit ihrem Bruder im Haus der Eltern. Die erwachsenen Kinder bewohnen eine eigene Etage und haben somit ihr eigenes Reich. Zu ihren Eltern, die ihren Kindern viele Freiheiten lassen, hatte sie immer ein gutes Verhältnis. Als Lehramtsstudentin ist Linda sprachbegabt und reist gerne mit Freunden aber auch alleine durch ferne Länder. Ihre Eltern haben ihr das, trotz der üblichen Bedenken, auch immer erlaubt und ermöglicht und sie hat durch Nebenjobs auch ihren eigenen Anteil dazu beigetragen.

Vor knapp anderthalb Jahren lernte Linda dann auf einer Reise nach Marokko Wasif, einen dreißigjährigen Mann aus einer kleinen Stadt bei Marrakesch kennen, der sie offensichtlich schnell in ihren Bann zog. Er gab vor als selbständiger Bauingenieur ein eigenes Unternehmen zu betreiben. Schon wenige Wochen später flog Linda wieder in das Land um ihn zu besuchen. Es folgten weitere Besuche von ihr. Bereits in dieser Phase fiel uns auf, dass Wasif Linda offensichtlich stark kontrollierte. Sie durfte nicht mehr ausgehen und musste abends unter allen Umständen zuhause sein. Das kontrollierte er von Marokko aus durch tägliche Anrufe, die sich meistens durch die ganze Nacht zogen. Dabei nahm er auch keinerlei Rücksicht auf ihr Studium oder bevorstehende Prüfungen. Nachdem Linda bei einem Übernachtungs-Besuch bei uns von 22:00 bis 5:30 Uhr pausenlos mit ihm telefonierte, obwohl sie am nächsten Tag für einen Nebenjob früh aufstehen musste, suchte ich das Gespräch mit ihr. Sie erzählte mir, dass ihr sein Kontrollzwang schon reichlich auf die Nerven ging. Er habe aber auch eine sehr romantische Seite, himmelt sie an und schreibt ihr sogar Gedichte. Das habe noch kein deutscher Mann für sie gemacht. Außerdem werde sich alles ändern, wenn sie mit Wasif zusammen zieht. Dieses Versprechen habe sie ihm bereits beim zweiten Besuch gegeben.

Ende letzten Jahres besuchte Wasif meine Nichte dann erstmalig in Deutschland. Auch Lindas Eltern, vor allem ihre Mutter, waren begeistert von der der Höflichkeit und Hilfsbereitschaft des jungen Mannes. Er beteiligte sich an der Hausarbeit und kochte für die Gastgeber. Wenige Wochen später besuchte er Linda dann ein zweites mal für ganze fünf Wochen. Natürlich wunderten wir uns, wie ein junger Unternehmer so lange aus seiner Firma weg bleiben kann. Linda erklärte uns, er habe einen Geschäftspartner, der alles für ihn regelt. Lindas Eltern bemerkten, dass Wasif sich während des Aufenthaltes veränderte. Er beteiligte sich nicht mehr an der Hausarbeit und hielt Linda vom Lernen ab indem er ständig ihre Aufmerksamkeit und Unterhaltung forderte. (Später erfuhren sie auch den Grund für die Verhaltensänderung.) Letztendlich war die Familie froh, als sein Besuch beendet war. Aber auch von Marokko aus, kontrollierte er Linda weiter durch die bereits erwähnten nächtlichen Anrufe. Linda fiel dann auch durch das erste Staatsexamen, was unter der beschriebenen Belastung zu erwarten war.

Sechs Wochen später konnte Linda die Anrufe nicht mehr ertragen und beschloss sich von ihm zu trennen. Dazu schrieb sie ihm einen Brief, weil sie seinen Argumenten im Gespräch offensichtlich nicht gewachsen war. Mir gegenüber erklärte sie erleichtert zu sein und sich endlich wieder frei zu fühlen. Linda ist wieder die Alte dachten alle, die es gut mit ihr meinten. Sie wiederholt die Prüfung und ihr junges, unbeschwertes Leben geht weiter.
Es sollte anders kommen. Für uns alle unbegreiflich verabredete Linda sich dann wieder mit Wasif in Marokko. Vor ihrer Reise kam sie meinem Wunsch nach einem klärenden Gespräch, das dann ein Geständnis werden sollte, noch nach. Sie habe Wasif versprochen mit ihm zusammen zu leben und fühlt sich verpflichtet ihm diese Chance auch zu geben. Er habe ihr klar gemacht, dass dies ohne vorherige Heirat nicht möglich sei. Außerdem habe er sein Unternehmen verkauft und damit ihretwegen bereits ein großes Opfer für das zukünftige gemeinsame Leben gebracht. (Diese Firma hat Linda übrigens nie gesehen.) Ihre Bedenken wischte er mit Argumenten wie, „es ist doch nur auf Probe und wenn es nicht klappt übernehme ich alle Kosten der Scheidung“, „du kannst dich sicher fühlen, denn wir heiraten ja in Deutschland“ und „du hast es mir ja versprochen“, „mir geht es gesundheitlich nicht gut, weil wir nicht zusammen leben können“ vom Tisch. Derart unter Druck gesetzt hat Linda Wasif beim letzten Besuch in Deutschland heimlich geheiratet. Erst jetzt, Wochen danach hat sie das auch ihren Eltern erzählt. Ihre Mutter hat bitterlich geweint, hatte sie sich doch den schönsten Tag im Leben ihrer Tochter anders vorgestellt. Natürlich hat Linda jetzt selbst Zweifel an ihrer Handlung aber auch darauf ist Wasif vorbereitet. Seine Behauptung, das für die Scheidung erforderlich Trennungsjahr müsse er gesetzlich vorgeschrieben in Deutschland verbringen, entbehrt jeder Grundlage. Aber auch das ist für Linda keine Lüge sondern nur nicht böse gemeinte Unwissenheit des jungen Mannes.

Wie konnte meine bis dato mitten im Leben stehende Nichte sich von einem Mann, von dem sie kaum etwas wusste und mit dem sie keine 70 Tage zusammen verbracht hat und dessen Kontrollzwang sie bereits lange erlebt hat, derart manipulieren lassen? Wie hat er Linda dazu gebracht ihre Familie, die sie liebt und die ihr viel bedeutet, außen vorzulassen? Was ist das für ein Mann, der die Gastfreundschaft von Lindas Eltern derart ausnutzt und die Menschen, die seine Schwiegereltern werden sollten, so schamlos hintergeht? Das sind die Fragen, die wir uns stellen.

Wasif hat ein klares Ziel und das erreicht er das durch Manipulation aber auch durch Isolation von Linda. Durch das Ausgehverbot und das ständige Telefonieren hat sie keine enge Freundin mehr, mit der sie darüber reden kann. - Der Telefonterror aus Marokko geht weiter „du hast es versprochen, also musst du es auch halten“.

Innerlich fassungslos habe ich die Fassung bewahrt und zunächst mal mit Behörden, Ämtern und Organisationen, die mit dem Thema vertraut sind, Kontakt aufgenommen und die Situation recherchiert. Offensichtlich ist die ganze Beziehung von seiner Seite auf Lügen aufgebaut. Bauingenieur zählt in Deutschland zu den gefragten Berufen. Wasif hätte ohne jedes Problem als Junggeselle, mit einem Visum zum Zwecke der Bewerbung und dem Nachweis mit monatlich 720,- € seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, für ein halbes Jahr nach Deutschland einreisen können. Wenn er dann Arbeit findet, was als Bauingenieur kein Problem sein dürfte, kann er in Deutschland sofort ein neues, dauerhaftes Visum beantragen. Entweder wollte er also die Heirat um jeden Preis erzwingen oder er ist gar kein Bauingenieur. Die Eheschließung nach deutschem Recht schützt Linda in keinster Weise. Wasif muss die Heirat nur in seinem Land oder seiner Botschaft registrieren lassen und das kann er innerhalb weniger Minuten ohne seine Frau, dann sind beide nach marokkanischem Recht verheiratet. Damit hat er unabdingbar das Aufenthaltsbestimmungsrecht für seine Frau und für gemeinsame Kinder. Auch Vergewaltigung in der Ehe ist dann keine Straftat. Eine Scheidung vor einem deutschen Gericht wird nicht anerkannt und muss erst von einem marokkanischen Gericht bestätigt werden. Das ist ein zermürbendes und sehr teures Verfahren, dass der Mann sehr lange hinauszögern, wenn nicht sogar verhindern kann. Ehebruch von Seiten der Frau ist in islamischen Ländern strafbar. Wenn Linda, noch verheiratet aber von einem anderen Mann begleitet, in ein islamisches Land reist, kann sie jederzeit verhaftet und zu ihrem Mann zurück gebracht werden. In strengen islamischen Ländern droht ihr sogar Prügel- oder Todesstrafe.

Noch schlimmer ist die Erkenntnis, dass Linda kein Einzelfall ist. Standesbeamte, Mitarbeiter des auswärtigen Amtes und Berater von kirchlichen Organisationen berichten übereinstimmend von ähnlichen Fällen nach gleichem Muster. Zunächst wird die Frau romantisch umgarnt um ihr möglichst schnell das Versprechen einer gemeinsamen Zukunft abzuringen, dann beruft sich der Mann auf dieses Versprechen und behauptet ohne Heirat sei ein Zusammenleben ja nicht möglich. Angeblich liebgewonnenen Besitz verkaufen und mit diesem „Opfer“ in Vorlage treten ist ein weiterer Teil des Plans. Wenn das alles nicht überzeugt, wird er krank und schiebt ihr die Schuld daran zu. Wohl wissend, dass die Eltern der Frau ihr Veto einlegen, wird dann heimlich geheiratet um damit Fakten zu schaffen, die zunächst nicht mehr zu ändern sind. In Kurzfassung, der Frau ein schlechtes Gewissen einreden, sich selbst als Opfer darstellen und dann die Heirat erzwingen.

Linda hat zugegeben, der Eheschließung nur unter großem Druck zugestimmt zu haben. Er hat ja so viel für sie getan und sie wollte ihn nicht weiter leiden sehen. Die Manipulation hat perfekt funktioniert. Vorläufig aufgewacht ist sie, als sie merkte, dass eine sogenannte Kurzehe nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden kann. Eine Annullierung der Ehe ist nur möglich, wenn eine Scheinehe nachzuweisen ist. Wenn sie das aber anführt, ist sie anschließend vorbestraft und wird nicht mehr verbeamtet. Sie spürt Druck von allen Seiten und sieht offensichtlich keinen anderen Weg mehr, als sich zunächst auf die Beziehung einzulassen.

Linda habe ich alle von mir recherchierten Informationen, nachprüfbar mit den zuständigen Ansprechpartnern und entsprechenden Telefonnummern oder Internetseiten, geliefert. Sie bedankte sich für die von mir erbrachte Recherche, ließ sich aber nicht davon abbringen vor einer knappen Woche wieder nach Marokko zu reisen und sich seiner, einer Gehirnwäsche gleichen, Manipulation auszusetzen. Wenigstens die mir vom Auswärtigen Amt mitgeteilten Notfallrufnummern hat sie auf meine inständige Bitte für den Fall der Fälle notiert. Noch kommen regelmäßig Grußmeldungen per WhatsApp aber wir möchten uns gar nicht ausmalen was passiert, wenn sie sich ihm gegenüber unvorsichtig verhält und wieder die Trennung, die es, entgegen seiner früheren Aussage, für ihn nach einer Heirat nicht geben kann, ins Gespräch bringt.

Linda spielt mit dem Feuer und schlägt alle Warnungen in den Wind. Die Situation ist für alle Beteiligten, insbesondere für die Eltern, unerträglich.



 

Liebe betroffene Familie,
unsere Familie fühlt mit Euch!

Liebe Vorredner,
Eure verständnislosen und auch teilweise abfälligen Kommentare kann ich nachvollziehen. So habe ich früher auch gedacht. Aber wie u. a. in 1001Geschichte.de nachzulesen ist, fallen Frauen unterschiedlichster Altersklassen mit auch unterschiedlichstem Bildungsniveau auf die gut einstudierten Charme-Offensiven dieser Männer rein. Auch wir haben das durchgemacht bzw. machen es immer noch durch. Und das hat definitiv nichts mit dem Intelligenzquotienten unserer Tochter zu tun. Wenn Gefühle im Spiel sind, setzt der Verstand aus.
Unsere Tochter ist promovierte Wissenschaftlerin und arbeitet für eine Hilfsorganisation, ist also nicht dumm. Auf einer beruflich bedingten Reise hat sie sich in einen Marokkaner, der sie zunächst sehr verwöhnt, mit Komplimenten überschüttet und sogar Lieder für sie komponiert hat, verliebt. Entgegen aller guten Ratschläge ist sie auf sein Drängen schnell mit ihm zusammen gezogen und hat ihn dann auch schnell geheiratet. Nach der Eheschließung hat er ihr mit seiner Eifersucht das Leben zur Hölle gemacht. Eine heftige Szene nach einem Restaurant-Besuch mit Kolleginnen war dann der Auslöser. Bereits nach drei Monaten hat sich unsere Tochter getrennt und die Scheidung eingereicht. Das ist jetzt sechs Jahre her, hat viel Geld gekostet und sie ist immer noch nicht geschieden. Mit den privaten und beruflichen Folgen muss sie jetzt leben.
Unsere Tochter hat Gott sei Dank einen neuen, verständnisvollen Partner, der sie liebt und achtet, mit dem sie zwei Kinder hat, den sie aber nicht heiraten kann, weil ihr (Noch-)Ehemann die Scheidung verweigert. Ihre zwei Kinder sind nicht nur unehelich sondern außerehelich. Ihren Beruf kann sie nicht mehr uneingeschränkt ausüben. Genau wie onhe beschrieben hat, kann ihr Arbeitgeber sie nicht mehr in islamischen Ländern einsetzen weil das für sie als abtrünnige Ehefrau zu gefährlich ist. Jetzt schiebt sie überwiegend Innendienst was ihr weniger gefällt und zudem auch schlechter bezahlt wird.
Im Nachhinein wünscht sie sich die Warnungen ihrer Familie, Kollegen und Freunde ernst genommen zu haben. Der Preis für das kurze und auch nur vermeintliche Glück ist sehr hoch gewesen.
Den Versuch der Familie von onhe, andere Frauen vor diesem Schicksal zu bewahren finde ich selbstlos, mutig und fair. Vielen Dank dafür!
 

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9. Juli um 20:28

Vielen Dank für den Hinweis auf die Internetseite. Ich werde diese in der Hoffnung, dass sie sich die vielen vergleichbaren Fälle auch ansieht, an Linda weiter geben.
 

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9. Juli um 20:32
In Antwort auf schmidt0104

Liebe betroffene Familie,
unsere Familie fühlt mit Euch!

Liebe Vorredner,
Eure verständnislosen und auch teilweise abfälligen Kommentare kann ich nachvollziehen. So habe ich früher auch gedacht. Aber wie u. a. in 1001Geschichte.de nachzulesen ist, fallen Frauen unterschiedlichster Altersklassen mit auch unterschiedlichstem Bildungsniveau auf die gut einstudierten Charme-Offensiven dieser Männer rein. Auch wir haben das durchgemacht bzw. machen es immer noch durch. Und das hat definitiv nichts mit dem Intelligenzquotienten unserer Tochter zu tun. Wenn Gefühle im Spiel sind, setzt der Verstand aus.
Unsere Tochter ist promovierte Wissenschaftlerin und arbeitet für eine Hilfsorganisation, ist also nicht dumm. Auf einer beruflich bedingten Reise hat sie sich in einen Marokkaner, der sie zunächst sehr verwöhnt, mit Komplimenten überschüttet und sogar Lieder für sie komponiert hat, verliebt. Entgegen aller guten Ratschläge ist sie auf sein Drängen schnell mit ihm zusammen gezogen und hat ihn dann auch schnell geheiratet. Nach der Eheschließung hat er ihr mit seiner Eifersucht das Leben zur Hölle gemacht. Eine heftige Szene nach einem Restaurant-Besuch mit Kolleginnen war dann der Auslöser. Bereits nach drei Monaten hat sich unsere Tochter getrennt und die Scheidung eingereicht. Das ist jetzt sechs Jahre her, hat viel Geld gekostet und sie ist immer noch nicht geschieden. Mit den privaten und beruflichen Folgen muss sie jetzt leben.
Unsere Tochter hat Gott sei Dank einen neuen, verständnisvollen Partner, der sie liebt und achtet, mit dem sie zwei Kinder hat, den sie aber nicht heiraten kann, weil ihr (Noch-)Ehemann die Scheidung verweigert. Ihre zwei Kinder sind nicht nur unehelich sondern außerehelich. Ihren Beruf kann sie nicht mehr uneingeschränkt ausüben. Genau wie onhe beschrieben hat, kann ihr Arbeitgeber sie nicht mehr in islamischen Ländern einsetzen weil das für sie als abtrünnige Ehefrau zu gefährlich ist. Jetzt schiebt sie überwiegend Innendienst was ihr weniger gefällt und zudem auch schlechter bezahlt wird.
Im Nachhinein wünscht sie sich die Warnungen ihrer Familie, Kollegen und Freunde ernst genommen zu haben. Der Preis für das kurze und auch nur vermeintliche Glück ist sehr hoch gewesen.
Den Versuch der Familie von onhe, andere Frauen vor diesem Schicksal zu bewahren finde ich selbstlos, mutig und fair. Vielen Dank dafür!
 

Vielen Dank für Euren offenen und ehrlichen Kommentar zu unserem Beitrag. Auch Euch, Eurer Tochter, ihrem Partner und Euren Enkelkindern wünschen wir viel Glück und starke Nerven.
 

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19. Juli um 18:02
In Antwort auf onhe

Von der Niederschrift der folgenden „Liebesgeschichte“ meiner fünfundzwanzigjährigen Nichte verspreche ich mir keine Hilfe. Hilfsangebote gibt es genug. Aber sie nimmt diese nicht an. Mein Anliegen ist es vielmehr andere Betroffene und deren Angehörige zu warnen und vor gleichem Schicksal zu bewahren. Das bisher klar strukturierte Leben der jungen, intelligenten, attraktiven und emanzipierten Frau mit festen, beruflichen und privaten Zielen läuft augenblicklich komplett aus dem Ruder und sie fügt sich offensichtlich sehenden Auges ihrem Schicksal.

Linda lebt zusammen mit ihrem Bruder im Haus der Eltern. Die erwachsenen Kinder bewohnen eine eigene Etage und haben somit ihr eigenes Reich. Zu ihren Eltern, die ihren Kindern viele Freiheiten lassen, hatte sie immer ein gutes Verhältnis. Als Lehramtsstudentin ist Linda sprachbegabt und reist gerne mit Freunden aber auch alleine durch ferne Länder. Ihre Eltern haben ihr das, trotz der üblichen Bedenken, auch immer erlaubt und ermöglicht und sie hat durch Nebenjobs auch ihren eigenen Anteil dazu beigetragen.

Vor knapp anderthalb Jahren lernte Linda dann auf einer Reise nach Marokko Wasif, einen dreißigjährigen Mann aus einer kleinen Stadt bei Marrakesch kennen, der sie offensichtlich schnell in ihren Bann zog. Er gab vor als selbständiger Bauingenieur ein eigenes Unternehmen zu betreiben. Schon wenige Wochen später flog Linda wieder in das Land um ihn zu besuchen. Es folgten weitere Besuche von ihr. Bereits in dieser Phase fiel uns auf, dass Wasif Linda offensichtlich stark kontrollierte. Sie durfte nicht mehr ausgehen und musste abends unter allen Umständen zuhause sein. Das kontrollierte er von Marokko aus durch tägliche Anrufe, die sich meistens durch die ganze Nacht zogen. Dabei nahm er auch keinerlei Rücksicht auf ihr Studium oder bevorstehende Prüfungen. Nachdem Linda bei einem Übernachtungs-Besuch bei uns von 22:00 bis 5:30 Uhr pausenlos mit ihm telefonierte, obwohl sie am nächsten Tag für einen Nebenjob früh aufstehen musste, suchte ich das Gespräch mit ihr. Sie erzählte mir, dass ihr sein Kontrollzwang schon reichlich auf die Nerven ging. Er habe aber auch eine sehr romantische Seite, himmelt sie an und schreibt ihr sogar Gedichte. Das habe noch kein deutscher Mann für sie gemacht. Außerdem werde sich alles ändern, wenn sie mit Wasif zusammen zieht. Dieses Versprechen habe sie ihm bereits beim zweiten Besuch gegeben.

Ende letzten Jahres besuchte Wasif meine Nichte dann erstmalig in Deutschland. Auch Lindas Eltern, vor allem ihre Mutter, waren begeistert von der der Höflichkeit und Hilfsbereitschaft des jungen Mannes. Er beteiligte sich an der Hausarbeit und kochte für die Gastgeber. Wenige Wochen später besuchte er Linda dann ein zweites mal für ganze fünf Wochen. Natürlich wunderten wir uns, wie ein junger Unternehmer so lange aus seiner Firma weg bleiben kann. Linda erklärte uns, er habe einen Geschäftspartner, der alles für ihn regelt. Lindas Eltern bemerkten, dass Wasif sich während des Aufenthaltes veränderte. Er beteiligte sich nicht mehr an der Hausarbeit und hielt Linda vom Lernen ab indem er ständig ihre Aufmerksamkeit und Unterhaltung forderte. (Später erfuhren sie auch den Grund für die Verhaltensänderung.) Letztendlich war die Familie froh, als sein Besuch beendet war. Aber auch von Marokko aus, kontrollierte er Linda weiter durch die bereits erwähnten nächtlichen Anrufe. Linda fiel dann auch durch das erste Staatsexamen, was unter der beschriebenen Belastung zu erwarten war.

Sechs Wochen später konnte Linda die Anrufe nicht mehr ertragen und beschloss sich von ihm zu trennen. Dazu schrieb sie ihm einen Brief, weil sie seinen Argumenten im Gespräch offensichtlich nicht gewachsen war. Mir gegenüber erklärte sie erleichtert zu sein und sich endlich wieder frei zu fühlen. Linda ist wieder die Alte dachten alle, die es gut mit ihr meinten. Sie wiederholt die Prüfung und ihr junges, unbeschwertes Leben geht weiter.
Es sollte anders kommen. Für uns alle unbegreiflich verabredete Linda sich dann wieder mit Wasif in Marokko. Vor ihrer Reise kam sie meinem Wunsch nach einem klärenden Gespräch, das dann ein Geständnis werden sollte, noch nach. Sie habe Wasif versprochen mit ihm zusammen zu leben und fühlt sich verpflichtet ihm diese Chance auch zu geben. Er habe ihr klar gemacht, dass dies ohne vorherige Heirat nicht möglich sei. Außerdem habe er sein Unternehmen verkauft und damit ihretwegen bereits ein großes Opfer für das zukünftige gemeinsame Leben gebracht. (Diese Firma hat Linda übrigens nie gesehen.) Ihre Bedenken wischte er mit Argumenten wie, „es ist doch nur auf Probe und wenn es nicht klappt übernehme ich alle Kosten der Scheidung“, „du kannst dich sicher fühlen, denn wir heiraten ja in Deutschland“ und „du hast es mir ja versprochen“, „mir geht es gesundheitlich nicht gut, weil wir nicht zusammen leben können“ vom Tisch. Derart unter Druck gesetzt hat Linda Wasif beim letzten Besuch in Deutschland heimlich geheiratet. Erst jetzt, Wochen danach hat sie das auch ihren Eltern erzählt. Ihre Mutter hat bitterlich geweint, hatte sie sich doch den schönsten Tag im Leben ihrer Tochter anders vorgestellt. Natürlich hat Linda jetzt selbst Zweifel an ihrer Handlung aber auch darauf ist Wasif vorbereitet. Seine Behauptung, das für die Scheidung erforderlich Trennungsjahr müsse er gesetzlich vorgeschrieben in Deutschland verbringen, entbehrt jeder Grundlage. Aber auch das ist für Linda keine Lüge sondern nur nicht böse gemeinte Unwissenheit des jungen Mannes.

Wie konnte meine bis dato mitten im Leben stehende Nichte sich von einem Mann, von dem sie kaum etwas wusste und mit dem sie keine 70 Tage zusammen verbracht hat und dessen Kontrollzwang sie bereits lange erlebt hat, derart manipulieren lassen? Wie hat er Linda dazu gebracht ihre Familie, die sie liebt und die ihr viel bedeutet, außen vorzulassen? Was ist das für ein Mann, der die Gastfreundschaft von Lindas Eltern derart ausnutzt und die Menschen, die seine Schwiegereltern werden sollten, so schamlos hintergeht? Das sind die Fragen, die wir uns stellen.

Wasif hat ein klares Ziel und das erreicht er das durch Manipulation aber auch durch Isolation von Linda. Durch das Ausgehverbot und das ständige Telefonieren hat sie keine enge Freundin mehr, mit der sie darüber reden kann. - Der Telefonterror aus Marokko geht weiter „du hast es versprochen, also musst du es auch halten“.

Innerlich fassungslos habe ich die Fassung bewahrt und zunächst mal mit Behörden, Ämtern und Organisationen, die mit dem Thema vertraut sind, Kontakt aufgenommen und die Situation recherchiert. Offensichtlich ist die ganze Beziehung von seiner Seite auf Lügen aufgebaut. Bauingenieur zählt in Deutschland zu den gefragten Berufen. Wasif hätte ohne jedes Problem als Junggeselle, mit einem Visum zum Zwecke der Bewerbung und dem Nachweis mit monatlich 720,- € seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, für ein halbes Jahr nach Deutschland einreisen können. Wenn er dann Arbeit findet, was als Bauingenieur kein Problem sein dürfte, kann er in Deutschland sofort ein neues, dauerhaftes Visum beantragen. Entweder wollte er also die Heirat um jeden Preis erzwingen oder er ist gar kein Bauingenieur. Die Eheschließung nach deutschem Recht schützt Linda in keinster Weise. Wasif muss die Heirat nur in seinem Land oder seiner Botschaft registrieren lassen und das kann er innerhalb weniger Minuten ohne seine Frau, dann sind beide nach marokkanischem Recht verheiratet. Damit hat er unabdingbar das Aufenthaltsbestimmungsrecht für seine Frau und für gemeinsame Kinder. Auch Vergewaltigung in der Ehe ist dann keine Straftat. Eine Scheidung vor einem deutschen Gericht wird nicht anerkannt und muss erst von einem marokkanischen Gericht bestätigt werden. Das ist ein zermürbendes und sehr teures Verfahren, dass der Mann sehr lange hinauszögern, wenn nicht sogar verhindern kann. Ehebruch von Seiten der Frau ist in islamischen Ländern strafbar. Wenn Linda, noch verheiratet aber von einem anderen Mann begleitet, in ein islamisches Land reist, kann sie jederzeit verhaftet und zu ihrem Mann zurück gebracht werden. In strengen islamischen Ländern droht ihr sogar Prügel- oder Todesstrafe.

Noch schlimmer ist die Erkenntnis, dass Linda kein Einzelfall ist. Standesbeamte, Mitarbeiter des auswärtigen Amtes und Berater von kirchlichen Organisationen berichten übereinstimmend von ähnlichen Fällen nach gleichem Muster. Zunächst wird die Frau romantisch umgarnt um ihr möglichst schnell das Versprechen einer gemeinsamen Zukunft abzuringen, dann beruft sich der Mann auf dieses Versprechen und behauptet ohne Heirat sei ein Zusammenleben ja nicht möglich. Angeblich liebgewonnenen Besitz verkaufen und mit diesem „Opfer“ in Vorlage treten ist ein weiterer Teil des Plans. Wenn das alles nicht überzeugt, wird er krank und schiebt ihr die Schuld daran zu. Wohl wissend, dass die Eltern der Frau ihr Veto einlegen, wird dann heimlich geheiratet um damit Fakten zu schaffen, die zunächst nicht mehr zu ändern sind. In Kurzfassung, der Frau ein schlechtes Gewissen einreden, sich selbst als Opfer darstellen und dann die Heirat erzwingen.

Linda hat zugegeben, der Eheschließung nur unter großem Druck zugestimmt zu haben. Er hat ja so viel für sie getan und sie wollte ihn nicht weiter leiden sehen. Die Manipulation hat perfekt funktioniert. Vorläufig aufgewacht ist sie, als sie merkte, dass eine sogenannte Kurzehe nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden kann. Eine Annullierung der Ehe ist nur möglich, wenn eine Scheinehe nachzuweisen ist. Wenn sie das aber anführt, ist sie anschließend vorbestraft und wird nicht mehr verbeamtet. Sie spürt Druck von allen Seiten und sieht offensichtlich keinen anderen Weg mehr, als sich zunächst auf die Beziehung einzulassen.

Linda habe ich alle von mir recherchierten Informationen, nachprüfbar mit den zuständigen Ansprechpartnern und entsprechenden Telefonnummern oder Internetseiten, geliefert. Sie bedankte sich für die von mir erbrachte Recherche, ließ sich aber nicht davon abbringen vor einer knappen Woche wieder nach Marokko zu reisen und sich seiner, einer Gehirnwäsche gleichen, Manipulation auszusetzen. Wenigstens die mir vom Auswärtigen Amt mitgeteilten Notfallrufnummern hat sie auf meine inständige Bitte für den Fall der Fälle notiert. Noch kommen regelmäßig Grußmeldungen per WhatsApp aber wir möchten uns gar nicht ausmalen was passiert, wenn sie sich ihm gegenüber unvorsichtig verhält und wieder die Trennung, die es, entgegen seiner früheren Aussage, für ihn nach einer Heirat nicht geben kann, ins Gespräch bringt.

Linda spielt mit dem Feuer und schlägt alle Warnungen in den Wind. Die Situation ist für alle Beteiligten, insbesondere für die Eltern, unerträglich.



 

Unsere Tochter Anna war drei Jahre älter als Linda als sie einen Landsmann von Wasif kennen lernte. Sie hatte bereits eine gute Stelle bei einer deutschen Großbank und reiste ebenfalls gerne in fremde Länder Auf einer dieser Reisen ist es passiert und das Unglück nahm seinen Lauf.
Das nächste Kapitel der Geschichte könnte ich bei ONHE abschreiben, denn alles ist so verlaufen wie bei Linda. Die gleichen Avancen, romantische Liebesbekundungen, das gleiche Tempo begründet mit den gleichen Argumenten und auch die heimliche Heirat nachdem er angeblich alles für sie aufgegeben hat.
Im Fakten schaffen war unser „Schwiegersohn“ allerdings noch schneller. Kurz nach der Hochzeit folgte die erste Schwangerschaft und dann auch promt sein Umzug nach Deutschland. Das ist jetzt sieben Jahre her. Nach drei weiteren Schwangerschaften ließ sich unsere Tochter ohne seine Zustimmung sterilisieren, denn sie wollte wieder arbeiten. Ihr Mann ruht sich in unserer sozialen Hängematte aus. Angeblich findet er keine Arbeit die seiner würdig ist. Deshalb wollte Anna das Geld wieder selbst verdienen. Das hat er ihr aber verboten weil sie dann Kontakt zu anderen Männern bekommen könnte und das ist unerwünscht. Die Familie lebt jetzt von Sozialhilfe. Unsere Tochter hält weiterhin zu ihm. Auf Kritik von unserer Seite und Bedenken ihrer Freundinnen ist die Familie dann in eine sechshundert Kilometer entfernte Stadt gezogen. Hier wohnten bereits Freunde und Verwandte aus seiner Heimat. Damit ist der Kontakt zu unserer Tochter und den Enkelkindern komplett abgebrochen. Auch Freundinnen kommen nicht mehr an sie heran. Er isoliert unsere Tochter und sie lässt es mit sich machen. Aus dem fröhlichen, weltoffenen Mädchen ist eine ernste, unglückliche, einsame Frau, die sich ihrem Mann bedingungslos fügt, geworden.
Zurück geblieben sind traurige Eltern, die sich Sorgen um ihr Kind und ihre Enkelkinder machen und ihre Schwester Bettina, die sich lebenslang Vorwürfe machen wird weil sie nicht versucht hat es zu verhindern. Denn sie wurde von Anna in die heimliche Hochzeit eingeweiht. Und das war das erste Alarmzeichen. Bettina hat sich in den vergangenen Jahren mit vielen ähnlich betroffenen Familien ausgetauscht. Eine heimliche Hochzeit ist immer ein sicheres Zeichen für die Missachtung der Familie und die Vorbereitung der Isolation von der Familie der Frau. Der übliche Weg für eine landesübliche Eheschließung ist die Verhandlung mit der Familie der Braut. Wenn das nicht erfolgt stimmt etwas nicht und sollte dringend hinterfragt werden.
 

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20. Juli um 12:07
In Antwort auf onhe

Von der Niederschrift der folgenden „Liebesgeschichte“ meiner fünfundzwanzigjährigen Nichte verspreche ich mir keine Hilfe. Hilfsangebote gibt es genug. Aber sie nimmt diese nicht an. Mein Anliegen ist es vielmehr andere Betroffene und deren Angehörige zu warnen und vor gleichem Schicksal zu bewahren. Das bisher klar strukturierte Leben der jungen, intelligenten, attraktiven und emanzipierten Frau mit festen, beruflichen und privaten Zielen läuft augenblicklich komplett aus dem Ruder und sie fügt sich offensichtlich sehenden Auges ihrem Schicksal.

Linda lebt zusammen mit ihrem Bruder im Haus der Eltern. Die erwachsenen Kinder bewohnen eine eigene Etage und haben somit ihr eigenes Reich. Zu ihren Eltern, die ihren Kindern viele Freiheiten lassen, hatte sie immer ein gutes Verhältnis. Als Lehramtsstudentin ist Linda sprachbegabt und reist gerne mit Freunden aber auch alleine durch ferne Länder. Ihre Eltern haben ihr das, trotz der üblichen Bedenken, auch immer erlaubt und ermöglicht und sie hat durch Nebenjobs auch ihren eigenen Anteil dazu beigetragen.

Vor knapp anderthalb Jahren lernte Linda dann auf einer Reise nach Marokko Wasif, einen dreißigjährigen Mann aus einer kleinen Stadt bei Marrakesch kennen, der sie offensichtlich schnell in ihren Bann zog. Er gab vor als selbständiger Bauingenieur ein eigenes Unternehmen zu betreiben. Schon wenige Wochen später flog Linda wieder in das Land um ihn zu besuchen. Es folgten weitere Besuche von ihr. Bereits in dieser Phase fiel uns auf, dass Wasif Linda offensichtlich stark kontrollierte. Sie durfte nicht mehr ausgehen und musste abends unter allen Umständen zuhause sein. Das kontrollierte er von Marokko aus durch tägliche Anrufe, die sich meistens durch die ganze Nacht zogen. Dabei nahm er auch keinerlei Rücksicht auf ihr Studium oder bevorstehende Prüfungen. Nachdem Linda bei einem Übernachtungs-Besuch bei uns von 22:00 bis 5:30 Uhr pausenlos mit ihm telefonierte, obwohl sie am nächsten Tag für einen Nebenjob früh aufstehen musste, suchte ich das Gespräch mit ihr. Sie erzählte mir, dass ihr sein Kontrollzwang schon reichlich auf die Nerven ging. Er habe aber auch eine sehr romantische Seite, himmelt sie an und schreibt ihr sogar Gedichte. Das habe noch kein deutscher Mann für sie gemacht. Außerdem werde sich alles ändern, wenn sie mit Wasif zusammen zieht. Dieses Versprechen habe sie ihm bereits beim zweiten Besuch gegeben.

Ende letzten Jahres besuchte Wasif meine Nichte dann erstmalig in Deutschland. Auch Lindas Eltern, vor allem ihre Mutter, waren begeistert von der der Höflichkeit und Hilfsbereitschaft des jungen Mannes. Er beteiligte sich an der Hausarbeit und kochte für die Gastgeber. Wenige Wochen später besuchte er Linda dann ein zweites mal für ganze fünf Wochen. Natürlich wunderten wir uns, wie ein junger Unternehmer so lange aus seiner Firma weg bleiben kann. Linda erklärte uns, er habe einen Geschäftspartner, der alles für ihn regelt. Lindas Eltern bemerkten, dass Wasif sich während des Aufenthaltes veränderte. Er beteiligte sich nicht mehr an der Hausarbeit und hielt Linda vom Lernen ab indem er ständig ihre Aufmerksamkeit und Unterhaltung forderte. (Später erfuhren sie auch den Grund für die Verhaltensänderung.) Letztendlich war die Familie froh, als sein Besuch beendet war. Aber auch von Marokko aus, kontrollierte er Linda weiter durch die bereits erwähnten nächtlichen Anrufe. Linda fiel dann auch durch das erste Staatsexamen, was unter der beschriebenen Belastung zu erwarten war.

Sechs Wochen später konnte Linda die Anrufe nicht mehr ertragen und beschloss sich von ihm zu trennen. Dazu schrieb sie ihm einen Brief, weil sie seinen Argumenten im Gespräch offensichtlich nicht gewachsen war. Mir gegenüber erklärte sie erleichtert zu sein und sich endlich wieder frei zu fühlen. Linda ist wieder die Alte dachten alle, die es gut mit ihr meinten. Sie wiederholt die Prüfung und ihr junges, unbeschwertes Leben geht weiter.
Es sollte anders kommen. Für uns alle unbegreiflich verabredete Linda sich dann wieder mit Wasif in Marokko. Vor ihrer Reise kam sie meinem Wunsch nach einem klärenden Gespräch, das dann ein Geständnis werden sollte, noch nach. Sie habe Wasif versprochen mit ihm zusammen zu leben und fühlt sich verpflichtet ihm diese Chance auch zu geben. Er habe ihr klar gemacht, dass dies ohne vorherige Heirat nicht möglich sei. Außerdem habe er sein Unternehmen verkauft und damit ihretwegen bereits ein großes Opfer für das zukünftige gemeinsame Leben gebracht. (Diese Firma hat Linda übrigens nie gesehen.) Ihre Bedenken wischte er mit Argumenten wie, „es ist doch nur auf Probe und wenn es nicht klappt übernehme ich alle Kosten der Scheidung“, „du kannst dich sicher fühlen, denn wir heiraten ja in Deutschland“ und „du hast es mir ja versprochen“, „mir geht es gesundheitlich nicht gut, weil wir nicht zusammen leben können“ vom Tisch. Derart unter Druck gesetzt hat Linda Wasif beim letzten Besuch in Deutschland heimlich geheiratet. Erst jetzt, Wochen danach hat sie das auch ihren Eltern erzählt. Ihre Mutter hat bitterlich geweint, hatte sie sich doch den schönsten Tag im Leben ihrer Tochter anders vorgestellt. Natürlich hat Linda jetzt selbst Zweifel an ihrer Handlung aber auch darauf ist Wasif vorbereitet. Seine Behauptung, das für die Scheidung erforderlich Trennungsjahr müsse er gesetzlich vorgeschrieben in Deutschland verbringen, entbehrt jeder Grundlage. Aber auch das ist für Linda keine Lüge sondern nur nicht böse gemeinte Unwissenheit des jungen Mannes.

Wie konnte meine bis dato mitten im Leben stehende Nichte sich von einem Mann, von dem sie kaum etwas wusste und mit dem sie keine 70 Tage zusammen verbracht hat und dessen Kontrollzwang sie bereits lange erlebt hat, derart manipulieren lassen? Wie hat er Linda dazu gebracht ihre Familie, die sie liebt und die ihr viel bedeutet, außen vorzulassen? Was ist das für ein Mann, der die Gastfreundschaft von Lindas Eltern derart ausnutzt und die Menschen, die seine Schwiegereltern werden sollten, so schamlos hintergeht? Das sind die Fragen, die wir uns stellen.

Wasif hat ein klares Ziel und das erreicht er das durch Manipulation aber auch durch Isolation von Linda. Durch das Ausgehverbot und das ständige Telefonieren hat sie keine enge Freundin mehr, mit der sie darüber reden kann. - Der Telefonterror aus Marokko geht weiter „du hast es versprochen, also musst du es auch halten“.

Innerlich fassungslos habe ich die Fassung bewahrt und zunächst mal mit Behörden, Ämtern und Organisationen, die mit dem Thema vertraut sind, Kontakt aufgenommen und die Situation recherchiert. Offensichtlich ist die ganze Beziehung von seiner Seite auf Lügen aufgebaut. Bauingenieur zählt in Deutschland zu den gefragten Berufen. Wasif hätte ohne jedes Problem als Junggeselle, mit einem Visum zum Zwecke der Bewerbung und dem Nachweis mit monatlich 720,- € seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, für ein halbes Jahr nach Deutschland einreisen können. Wenn er dann Arbeit findet, was als Bauingenieur kein Problem sein dürfte, kann er in Deutschland sofort ein neues, dauerhaftes Visum beantragen. Entweder wollte er also die Heirat um jeden Preis erzwingen oder er ist gar kein Bauingenieur. Die Eheschließung nach deutschem Recht schützt Linda in keinster Weise. Wasif muss die Heirat nur in seinem Land oder seiner Botschaft registrieren lassen und das kann er innerhalb weniger Minuten ohne seine Frau, dann sind beide nach marokkanischem Recht verheiratet. Damit hat er unabdingbar das Aufenthaltsbestimmungsrecht für seine Frau und für gemeinsame Kinder. Auch Vergewaltigung in der Ehe ist dann keine Straftat. Eine Scheidung vor einem deutschen Gericht wird nicht anerkannt und muss erst von einem marokkanischen Gericht bestätigt werden. Das ist ein zermürbendes und sehr teures Verfahren, dass der Mann sehr lange hinauszögern, wenn nicht sogar verhindern kann. Ehebruch von Seiten der Frau ist in islamischen Ländern strafbar. Wenn Linda, noch verheiratet aber von einem anderen Mann begleitet, in ein islamisches Land reist, kann sie jederzeit verhaftet und zu ihrem Mann zurück gebracht werden. In strengen islamischen Ländern droht ihr sogar Prügel- oder Todesstrafe.

Noch schlimmer ist die Erkenntnis, dass Linda kein Einzelfall ist. Standesbeamte, Mitarbeiter des auswärtigen Amtes und Berater von kirchlichen Organisationen berichten übereinstimmend von ähnlichen Fällen nach gleichem Muster. Zunächst wird die Frau romantisch umgarnt um ihr möglichst schnell das Versprechen einer gemeinsamen Zukunft abzuringen, dann beruft sich der Mann auf dieses Versprechen und behauptet ohne Heirat sei ein Zusammenleben ja nicht möglich. Angeblich liebgewonnenen Besitz verkaufen und mit diesem „Opfer“ in Vorlage treten ist ein weiterer Teil des Plans. Wenn das alles nicht überzeugt, wird er krank und schiebt ihr die Schuld daran zu. Wohl wissend, dass die Eltern der Frau ihr Veto einlegen, wird dann heimlich geheiratet um damit Fakten zu schaffen, die zunächst nicht mehr zu ändern sind. In Kurzfassung, der Frau ein schlechtes Gewissen einreden, sich selbst als Opfer darstellen und dann die Heirat erzwingen.

Linda hat zugegeben, der Eheschließung nur unter großem Druck zugestimmt zu haben. Er hat ja so viel für sie getan und sie wollte ihn nicht weiter leiden sehen. Die Manipulation hat perfekt funktioniert. Vorläufig aufgewacht ist sie, als sie merkte, dass eine sogenannte Kurzehe nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden kann. Eine Annullierung der Ehe ist nur möglich, wenn eine Scheinehe nachzuweisen ist. Wenn sie das aber anführt, ist sie anschließend vorbestraft und wird nicht mehr verbeamtet. Sie spürt Druck von allen Seiten und sieht offensichtlich keinen anderen Weg mehr, als sich zunächst auf die Beziehung einzulassen.

Linda habe ich alle von mir recherchierten Informationen, nachprüfbar mit den zuständigen Ansprechpartnern und entsprechenden Telefonnummern oder Internetseiten, geliefert. Sie bedankte sich für die von mir erbrachte Recherche, ließ sich aber nicht davon abbringen vor einer knappen Woche wieder nach Marokko zu reisen und sich seiner, einer Gehirnwäsche gleichen, Manipulation auszusetzen. Wenigstens die mir vom Auswärtigen Amt mitgeteilten Notfallrufnummern hat sie auf meine inständige Bitte für den Fall der Fälle notiert. Noch kommen regelmäßig Grußmeldungen per WhatsApp aber wir möchten uns gar nicht ausmalen was passiert, wenn sie sich ihm gegenüber unvorsichtig verhält und wieder die Trennung, die es, entgegen seiner früheren Aussage, für ihn nach einer Heirat nicht geben kann, ins Gespräch bringt.

Linda spielt mit dem Feuer und schlägt alle Warnungen in den Wind. Die Situation ist für alle Beteiligten, insbesondere für die Eltern, unerträglich.



 

Auch ich habe eine solche Beziehung durchlebt. Mit meiner ganzen Geschichte möchte ich euch aber nicht langweilen. Letztendlich ist sie ein Abbild der vorherigen Beiträge. Erst im siebten Himmel, dann die Hölle auf Erden. Es läuft tatsächlich immer nach dem gleichen Muster. Nichts davon ist Zufall, auch die erste Begegnung nicht. Viel wichtiger ist die Frage wie es dazu kommen konnte und ob ich mir diese schreckliche Erfahrung hätte ersparen können.

Alle gut gemeinten Ratschläge habe ich ignoriert und jedes Hilfsangebot abgelehnt. Wenn ich auf vergleichbare Geschichten (und davon gibt es leider mehr als genug) mit meist katastrophalem Ausgang hingewiesen wurde, ging ich immer davon aus, dass es bei mir anders war. Denn wer kannte meinen Partner schon besser als ich (offensichtlich alle). Die Zeit zur Selbstreflektion habe ich nicht bekommen und mir auch nicht genommen. Mein Mann (es fällt mir sehr schwer diese Bezeichnung zu verwenden aber leider ist er es ja noch) war allgegenwärtig. Wenn er nicht bei mir oder ich nicht bei ihm war, telefonierten wir. Mit Freunden oder Eltern habe ich nicht über meine Beziehung gesprochen. Deren Meinung kannte ich ja schon und das wollte ich einfach nicht hören obwohl mein eigenes Bauchgefühl mich oft genug warnte. Ich war nicht ehrlich zu mir selbst und das hat es ihm sehr leicht gemacht mich zu manipulieren und komplett zu vereinnahmen.

Ich hätte mich einfach mehr informieren und mit Anderen austauschen müssen. Mit wenigen Fragen, die ich mir selbst hätte stellen können und sollen, wäre mir meine Situation bewusst geworden. Aber das habe ich nicht gemacht weil ich es nicht wahrhaben wollte.

Er hat sich selbst gerne als Märtyrer dargestellt und mir damit ein schlechtes Gewissen eingeredet. Das hat bestens funktioniert. Meinetwegen hat er sich entschieden seiner Heimat den Rücken zu kehren und meinetwegen hat er sich von lieb gewonnenen Menschen und Dingen getrennt. Jetzt musste ich ihm zeigen, dass ich es auch wert war.
Habe ich ihn darum gebeten? - Nein! Im Gegenteil, ich fand es viel zu früh für gemeinsame Lebensplanung! Er hat es mir eingeredet.

Er hat nicht um meine Hand angehalten, er hat mich zur schnellen und heimlichen Hochzeit gedrängt und überredet. Trotz meines mulmigen Bauchgefühls habe ich zugestimmt und die Eheschließung über mich ergehen lassen.
Wollte ich unter diesen Umständen nach so kurzer Beziehung ohne Zustimmung meiner Familie heiraten? - Nein! Ich wollte nach angemessener gemeinsamer Zeit meinen Partner auch kennen zu lernen im Kreis meiner Familie und Freunde heiraten und eine schöne Hochzeitsfeier erleben. Das Vertrauensverhältnis zu meinen Eltern habe ich durch die heimliche Hochzeit für immer erschüttert.

Als er anfing meine Freizeitgewohnheiten zu beeinflussen habe ich mich nicht gewehrt. Ich durfte wenn überhaupt ohne ihn nur noch mit wenigen Leuten, die er aussuchte, Kontakt halten.
Wollte ich so leben und bevormundet werden? - Nein! Vor der Beziehung war ich freiheitsliebend (nach der Trennung dann auch wieder).

Unter seinem Einfluss habe ich meine Familie belogen und meine Freunde vernachlässigt.
War ich das überhaupt noch selbst? - Nein! Diese Menschen haben mir viel bedeutet. Es hat mir sehr weh getan und ich habe meine Familie damit sehr verletzt und viele Freunde verloren.

Zu einer gut funktionierenden Lebensgemeinschaft unter gleichberechtigten Partnern gehört neben Liebe auch Achtung und Ehre also Respekt
Ging mein Mann respektvoll mit mir um? - Ganz klar nein! Respektvoller Umgang bedeutet keinen Druck und kein Zwang aufzubauen und nicht sich den Partner so zu formen, wie man ihn haben oder gebrauchen will. Auch der Umgang mit meiner Familie (heimliche Hochzeit) war alles Andere als respektvoll.

Keine der vorher beschriebenen Handlungen habe ich freiwillig gemacht. Ich habe mich immer vom ihm dazu drängen lassen. Von Anfang an wurde ich von ihm manipuliert. Alle Menschen aus meinem Umfeld haben das bemerkt. Die Einzige, die das nicht wahrhaben wollte, war ich selbst.

Warum ließ ich das mit mir machen? - Offensichtlich hatte ich Defizite bei meinem Selbstbewusstsein. Das hat er als perfekter Manipulator schnell erkannt und für sich ausgenutzt. Seine Komplimente und Liebesbekundungen haben mir geschmeichelt und darauf bin ich reingefallen. Mein mangelndes Selbstbewusstsein war sein Erfolg. Er überhäufte mich mit vermeintlicher Zuneigung, redete mir gleichzeitig ständig ein schlechtes Gewissen ein, brach damit meinen eigenen Willen und setzte seine Ziele durch.

Er hatte aus mir einen anderen Menschen gemacht. Das wurde mir viel zu spät bewusst.

Als ihm klar wurde, dass ich die Notbremse ziehen und mich von ihm trennen wollte, hat er Stein und Bein geschworen sich komplett zu ändern und sich um 180 Grad zu drehen. Auch das habe ich geglaubt und ihm eine zweite, dritte, vierte und sogar fünfte Chance gegeben.
Hat er sich geändert? - Nein! Konnte er auch nicht weil kein Mensch sich so gravierend ändern kann. Das hätte mir jeder erfahrene Mensch bestätigen können. Es ist nur weitere Zeit verstrichen. Bereits nach wenigen Tagen oder Wochen viel er immer wieder zurück ins gleiche Muster.

Mittlerweile habe ich mich von ihm getrennt aber leider viel zu spät. Von meinen früheren Freunden sind mir kaum welche geblieben.

Sein Ziel hat er erreicht. Er ist in Deutschland. Aber er besitzt mich nicht mehr.

Ein schlechtes Gewissen habe ich heute nur noch gegenüber meiner Familie, unserem Land und mir selbst. Meine Familie hat unter meinen Eskapaden sehr gelitten und mein Mann (da sag ich es wieder) fällt zurzeit unserem Staat zu Last. Ich selbst habe starke Narben auf meiner Seele und auch die Befürchtung für ihn später noch zur Kasse gebeten zu werden.

Meine Bedenken wurden stets weggewischt und meine Gefühle ignoriert. Er hat sich selbst als Opfer dargestellt und mich damit zum Opfer gemacht. Während der gesamten Beziehung wurde ich von ihm emotional erpresst. Aber ich habe es mit mir machen lassen und war auch ein leichtes Opfer. Das habe ich mir selbst zuzuschreiben weil ich keine Informationen an mich heran gelassen und weder auf gut gemeinte Ratschläge erfahrener Menschen noch auf mein anfängliches Bauchgefühl, gehört habe.
 

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20. Juli um 16:11
In Antwort auf malu1229

Auch ich habe eine solche Beziehung durchlebt. Mit meiner ganzen Geschichte möchte ich euch aber nicht langweilen. Letztendlich ist sie ein Abbild der vorherigen Beiträge. Erst im siebten Himmel, dann die Hölle auf Erden. Es läuft tatsächlich immer nach dem gleichen Muster. Nichts davon ist Zufall, auch die erste Begegnung nicht. Viel wichtiger ist die Frage wie es dazu kommen konnte und ob ich mir diese schreckliche Erfahrung hätte ersparen können.

Alle gut gemeinten Ratschläge habe ich ignoriert und jedes Hilfsangebot abgelehnt. Wenn ich auf vergleichbare Geschichten (und davon gibt es leider mehr als genug) mit meist katastrophalem Ausgang hingewiesen wurde, ging ich immer davon aus, dass es bei mir anders war. Denn wer kannte meinen Partner schon besser als ich (offensichtlich alle). Die Zeit zur Selbstreflektion habe ich nicht bekommen und mir auch nicht genommen. Mein Mann (es fällt mir sehr schwer diese Bezeichnung zu verwenden aber leider ist er es ja noch) war allgegenwärtig. Wenn er nicht bei mir oder ich nicht bei ihm war, telefonierten wir. Mit Freunden oder Eltern habe ich nicht über meine Beziehung gesprochen. Deren Meinung kannte ich ja schon und das wollte ich einfach nicht hören obwohl mein eigenes Bauchgefühl mich oft genug warnte. Ich war nicht ehrlich zu mir selbst und das hat es ihm sehr leicht gemacht mich zu manipulieren und komplett zu vereinnahmen.

Ich hätte mich einfach mehr informieren und mit Anderen austauschen müssen. Mit wenigen Fragen, die ich mir selbst hätte stellen können und sollen, wäre mir meine Situation bewusst geworden. Aber das habe ich nicht gemacht weil ich es nicht wahrhaben wollte.

Er hat sich selbst gerne als Märtyrer dargestellt und mir damit ein schlechtes Gewissen eingeredet. Das hat bestens funktioniert. Meinetwegen hat er sich entschieden seiner Heimat den Rücken zu kehren und meinetwegen hat er sich von lieb gewonnenen Menschen und Dingen getrennt. Jetzt musste ich ihm zeigen, dass ich es auch wert war.
Habe ich ihn darum gebeten? - Nein! Im Gegenteil, ich fand es viel zu früh für gemeinsame Lebensplanung! Er hat es mir eingeredet.

Er hat nicht um meine Hand angehalten, er hat mich zur schnellen und heimlichen Hochzeit gedrängt und überredet. Trotz meines mulmigen Bauchgefühls habe ich zugestimmt und die Eheschließung über mich ergehen lassen.
Wollte ich unter diesen Umständen nach so kurzer Beziehung ohne Zustimmung meiner Familie heiraten? - Nein! Ich wollte nach angemessener gemeinsamer Zeit meinen Partner auch kennen zu lernen im Kreis meiner Familie und Freunde heiraten und eine schöne Hochzeitsfeier erleben. Das Vertrauensverhältnis zu meinen Eltern habe ich durch die heimliche Hochzeit für immer erschüttert.

Als er anfing meine Freizeitgewohnheiten zu beeinflussen habe ich mich nicht gewehrt. Ich durfte wenn überhaupt ohne ihn nur noch mit wenigen Leuten, die er aussuchte, Kontakt halten.
Wollte ich so leben und bevormundet werden? - Nein! Vor der Beziehung war ich freiheitsliebend (nach der Trennung dann auch wieder).

Unter seinem Einfluss habe ich meine Familie belogen und meine Freunde vernachlässigt.
War ich das überhaupt noch selbst? - Nein! Diese Menschen haben mir viel bedeutet. Es hat mir sehr weh getan und ich habe meine Familie damit sehr verletzt und viele Freunde verloren.

Zu einer gut funktionierenden Lebensgemeinschaft unter gleichberechtigten Partnern gehört neben Liebe auch Achtung und Ehre also Respekt
Ging mein Mann respektvoll mit mir um? - Ganz klar nein! Respektvoller Umgang bedeutet keinen Druck und kein Zwang aufzubauen und nicht sich den Partner so zu formen, wie man ihn haben oder gebrauchen will. Auch der Umgang mit meiner Familie (heimliche Hochzeit) war alles Andere als respektvoll.

Keine der vorher beschriebenen Handlungen habe ich freiwillig gemacht. Ich habe mich immer vom ihm dazu drängen lassen. Von Anfang an wurde ich von ihm manipuliert. Alle Menschen aus meinem Umfeld haben das bemerkt. Die Einzige, die das nicht wahrhaben wollte, war ich selbst.

Warum ließ ich das mit mir machen? - Offensichtlich hatte ich Defizite bei meinem Selbstbewusstsein. Das hat er als perfekter Manipulator schnell erkannt und für sich ausgenutzt. Seine Komplimente und Liebesbekundungen haben mir geschmeichelt und darauf bin ich reingefallen. Mein mangelndes Selbstbewusstsein war sein Erfolg. Er überhäufte mich mit vermeintlicher Zuneigung, redete mir gleichzeitig ständig ein schlechtes Gewissen ein, brach damit meinen eigenen Willen und setzte seine Ziele durch.

Er hatte aus mir einen anderen Menschen gemacht. Das wurde mir viel zu spät bewusst.

Als ihm klar wurde, dass ich die Notbremse ziehen und mich von ihm trennen wollte, hat er Stein und Bein geschworen sich komplett zu ändern und sich um 180 Grad zu drehen. Auch das habe ich geglaubt und ihm eine zweite, dritte, vierte und sogar fünfte Chance gegeben.
Hat er sich geändert? - Nein! Konnte er auch nicht weil kein Mensch sich so gravierend ändern kann. Das hätte mir jeder erfahrene Mensch bestätigen können. Es ist nur weitere Zeit verstrichen. Bereits nach wenigen Tagen oder Wochen viel er immer wieder zurück ins gleiche Muster.

Mittlerweile habe ich mich von ihm getrennt aber leider viel zu spät. Von meinen früheren Freunden sind mir kaum welche geblieben.

Sein Ziel hat er erreicht. Er ist in Deutschland. Aber er besitzt mich nicht mehr.

Ein schlechtes Gewissen habe ich heute nur noch gegenüber meiner Familie, unserem Land und mir selbst. Meine Familie hat unter meinen Eskapaden sehr gelitten und mein Mann (da sag ich es wieder) fällt zurzeit unserem Staat zu Last. Ich selbst habe starke Narben auf meiner Seele und auch die Befürchtung für ihn später noch zur Kasse gebeten zu werden.

Meine Bedenken wurden stets weggewischt und meine Gefühle ignoriert. Er hat sich selbst als Opfer dargestellt und mich damit zum Opfer gemacht. Während der gesamten Beziehung wurde ich von ihm emotional erpresst. Aber ich habe es mit mir machen lassen und war auch ein leichtes Opfer. Das habe ich mir selbst zuzuschreiben weil ich keine Informationen an mich heran gelassen und weder auf gut gemeinte Ratschläge erfahrener Menschen noch auf mein anfängliches Bauchgefühl, gehört habe.
 

wo hast du ihn kennengelernt? wie alt seid ihr?

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22. Juli um 10:43

Er hat mich während eines Marokko-Urlaubs einfach angesprochen. Ausschlaggebend waren neben meiner europäischen Herkunft sicherlich auch meine langen, blonden Haare. Marokkaner schmücken sich gerne mit blonden Frauen. Er hat mich dann auch wie eine Trophäe in seinem Freundes- und Bekanntenkreis vorgeführt. Das hat mir damals sogar geschmeichelt. Heute weiß ich, eine Frau als gleichberechtigte Partnerin wird geliebt, eine Trophäe besitzt man. Dieser Mann hat mich besessen. Bei unserer ersten Begegnung war ich 24 und er 29 Jahre alt. Das ist jetzt gute drei Jahre her.
 

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22. Juli um 10:45
In Antwort auf ai_18454549

wo hast du ihn kennengelernt? wie alt seid ihr?

Er hat mich während eines Marokko-Urlaubs einfach angesprochen. Ausschlaggebend waren neben meiner europäischen Herkunft sicherlich auch meine langen, blonden Haare. Marokkaner schmücken sich gerne mit blonden Frauen. Er hat mich damals auch wie eine Trophäe in seinem Freundes- und Bekanntenkreis vorgeführt. Das hat mir damals sogar geschmeichelt. Heute weiß ich, eine Frau als gleichberechtigte Partnerin wird geliebt, eine Trophäe besitzt man. Dieser Mann hat mich besessen. Bei unserer ersten Begegnung war ich 24 und er 29 Jahre alt. Das ist jetzt drei Jahre her.
 

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22. Juli um 10:54
In Antwort auf onhe

Von der Niederschrift der folgenden „Liebesgeschichte“ meiner fünfundzwanzigjährigen Nichte verspreche ich mir keine Hilfe. Hilfsangebote gibt es genug. Aber sie nimmt diese nicht an. Mein Anliegen ist es vielmehr andere Betroffene und deren Angehörige zu warnen und vor gleichem Schicksal zu bewahren. Das bisher klar strukturierte Leben der jungen, intelligenten, attraktiven und emanzipierten Frau mit festen, beruflichen und privaten Zielen läuft augenblicklich komplett aus dem Ruder und sie fügt sich offensichtlich sehenden Auges ihrem Schicksal.

Linda lebt zusammen mit ihrem Bruder im Haus der Eltern. Die erwachsenen Kinder bewohnen eine eigene Etage und haben somit ihr eigenes Reich. Zu ihren Eltern, die ihren Kindern viele Freiheiten lassen, hatte sie immer ein gutes Verhältnis. Als Lehramtsstudentin ist Linda sprachbegabt und reist gerne mit Freunden aber auch alleine durch ferne Länder. Ihre Eltern haben ihr das, trotz der üblichen Bedenken, auch immer erlaubt und ermöglicht und sie hat durch Nebenjobs auch ihren eigenen Anteil dazu beigetragen.

Vor knapp anderthalb Jahren lernte Linda dann auf einer Reise nach Marokko Wasif, einen dreißigjährigen Mann aus einer kleinen Stadt bei Marrakesch kennen, der sie offensichtlich schnell in ihren Bann zog. Er gab vor als selbständiger Bauingenieur ein eigenes Unternehmen zu betreiben. Schon wenige Wochen später flog Linda wieder in das Land um ihn zu besuchen. Es folgten weitere Besuche von ihr. Bereits in dieser Phase fiel uns auf, dass Wasif Linda offensichtlich stark kontrollierte. Sie durfte nicht mehr ausgehen und musste abends unter allen Umständen zuhause sein. Das kontrollierte er von Marokko aus durch tägliche Anrufe, die sich meistens durch die ganze Nacht zogen. Dabei nahm er auch keinerlei Rücksicht auf ihr Studium oder bevorstehende Prüfungen. Nachdem Linda bei einem Übernachtungs-Besuch bei uns von 22:00 bis 5:30 Uhr pausenlos mit ihm telefonierte, obwohl sie am nächsten Tag für einen Nebenjob früh aufstehen musste, suchte ich das Gespräch mit ihr. Sie erzählte mir, dass ihr sein Kontrollzwang schon reichlich auf die Nerven ging. Er habe aber auch eine sehr romantische Seite, himmelt sie an und schreibt ihr sogar Gedichte. Das habe noch kein deutscher Mann für sie gemacht. Außerdem werde sich alles ändern, wenn sie mit Wasif zusammen zieht. Dieses Versprechen habe sie ihm bereits beim zweiten Besuch gegeben.

Ende letzten Jahres besuchte Wasif meine Nichte dann erstmalig in Deutschland. Auch Lindas Eltern, vor allem ihre Mutter, waren begeistert von der der Höflichkeit und Hilfsbereitschaft des jungen Mannes. Er beteiligte sich an der Hausarbeit und kochte für die Gastgeber. Wenige Wochen später besuchte er Linda dann ein zweites mal für ganze fünf Wochen. Natürlich wunderten wir uns, wie ein junger Unternehmer so lange aus seiner Firma weg bleiben kann. Linda erklärte uns, er habe einen Geschäftspartner, der alles für ihn regelt. Lindas Eltern bemerkten, dass Wasif sich während des Aufenthaltes veränderte. Er beteiligte sich nicht mehr an der Hausarbeit und hielt Linda vom Lernen ab indem er ständig ihre Aufmerksamkeit und Unterhaltung forderte. (Später erfuhren sie auch den Grund für die Verhaltensänderung.) Letztendlich war die Familie froh, als sein Besuch beendet war. Aber auch von Marokko aus, kontrollierte er Linda weiter durch die bereits erwähnten nächtlichen Anrufe. Linda fiel dann auch durch das erste Staatsexamen, was unter der beschriebenen Belastung zu erwarten war.

Sechs Wochen später konnte Linda die Anrufe nicht mehr ertragen und beschloss sich von ihm zu trennen. Dazu schrieb sie ihm einen Brief, weil sie seinen Argumenten im Gespräch offensichtlich nicht gewachsen war. Mir gegenüber erklärte sie erleichtert zu sein und sich endlich wieder frei zu fühlen. Linda ist wieder die Alte dachten alle, die es gut mit ihr meinten. Sie wiederholt die Prüfung und ihr junges, unbeschwertes Leben geht weiter.
Es sollte anders kommen. Für uns alle unbegreiflich verabredete Linda sich dann wieder mit Wasif in Marokko. Vor ihrer Reise kam sie meinem Wunsch nach einem klärenden Gespräch, das dann ein Geständnis werden sollte, noch nach. Sie habe Wasif versprochen mit ihm zusammen zu leben und fühlt sich verpflichtet ihm diese Chance auch zu geben. Er habe ihr klar gemacht, dass dies ohne vorherige Heirat nicht möglich sei. Außerdem habe er sein Unternehmen verkauft und damit ihretwegen bereits ein großes Opfer für das zukünftige gemeinsame Leben gebracht. (Diese Firma hat Linda übrigens nie gesehen.) Ihre Bedenken wischte er mit Argumenten wie, „es ist doch nur auf Probe und wenn es nicht klappt übernehme ich alle Kosten der Scheidung“, „du kannst dich sicher fühlen, denn wir heiraten ja in Deutschland“ und „du hast es mir ja versprochen“, „mir geht es gesundheitlich nicht gut, weil wir nicht zusammen leben können“ vom Tisch. Derart unter Druck gesetzt hat Linda Wasif beim letzten Besuch in Deutschland heimlich geheiratet. Erst jetzt, Wochen danach hat sie das auch ihren Eltern erzählt. Ihre Mutter hat bitterlich geweint, hatte sie sich doch den schönsten Tag im Leben ihrer Tochter anders vorgestellt. Natürlich hat Linda jetzt selbst Zweifel an ihrer Handlung aber auch darauf ist Wasif vorbereitet. Seine Behauptung, das für die Scheidung erforderlich Trennungsjahr müsse er gesetzlich vorgeschrieben in Deutschland verbringen, entbehrt jeder Grundlage. Aber auch das ist für Linda keine Lüge sondern nur nicht böse gemeinte Unwissenheit des jungen Mannes.

Wie konnte meine bis dato mitten im Leben stehende Nichte sich von einem Mann, von dem sie kaum etwas wusste und mit dem sie keine 70 Tage zusammen verbracht hat und dessen Kontrollzwang sie bereits lange erlebt hat, derart manipulieren lassen? Wie hat er Linda dazu gebracht ihre Familie, die sie liebt und die ihr viel bedeutet, außen vorzulassen? Was ist das für ein Mann, der die Gastfreundschaft von Lindas Eltern derart ausnutzt und die Menschen, die seine Schwiegereltern werden sollten, so schamlos hintergeht? Das sind die Fragen, die wir uns stellen.

Wasif hat ein klares Ziel und das erreicht er das durch Manipulation aber auch durch Isolation von Linda. Durch das Ausgehverbot und das ständige Telefonieren hat sie keine enge Freundin mehr, mit der sie darüber reden kann. - Der Telefonterror aus Marokko geht weiter „du hast es versprochen, also musst du es auch halten“.

Innerlich fassungslos habe ich die Fassung bewahrt und zunächst mal mit Behörden, Ämtern und Organisationen, die mit dem Thema vertraut sind, Kontakt aufgenommen und die Situation recherchiert. Offensichtlich ist die ganze Beziehung von seiner Seite auf Lügen aufgebaut. Bauingenieur zählt in Deutschland zu den gefragten Berufen. Wasif hätte ohne jedes Problem als Junggeselle, mit einem Visum zum Zwecke der Bewerbung und dem Nachweis mit monatlich 720,- € seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, für ein halbes Jahr nach Deutschland einreisen können. Wenn er dann Arbeit findet, was als Bauingenieur kein Problem sein dürfte, kann er in Deutschland sofort ein neues, dauerhaftes Visum beantragen. Entweder wollte er also die Heirat um jeden Preis erzwingen oder er ist gar kein Bauingenieur. Die Eheschließung nach deutschem Recht schützt Linda in keinster Weise. Wasif muss die Heirat nur in seinem Land oder seiner Botschaft registrieren lassen und das kann er innerhalb weniger Minuten ohne seine Frau, dann sind beide nach marokkanischem Recht verheiratet. Damit hat er unabdingbar das Aufenthaltsbestimmungsrecht für seine Frau und für gemeinsame Kinder. Auch Vergewaltigung in der Ehe ist dann keine Straftat. Eine Scheidung vor einem deutschen Gericht wird nicht anerkannt und muss erst von einem marokkanischen Gericht bestätigt werden. Das ist ein zermürbendes und sehr teures Verfahren, dass der Mann sehr lange hinauszögern, wenn nicht sogar verhindern kann. Ehebruch von Seiten der Frau ist in islamischen Ländern strafbar. Wenn Linda, noch verheiratet aber von einem anderen Mann begleitet, in ein islamisches Land reist, kann sie jederzeit verhaftet und zu ihrem Mann zurück gebracht werden. In strengen islamischen Ländern droht ihr sogar Prügel- oder Todesstrafe.

Noch schlimmer ist die Erkenntnis, dass Linda kein Einzelfall ist. Standesbeamte, Mitarbeiter des auswärtigen Amtes und Berater von kirchlichen Organisationen berichten übereinstimmend von ähnlichen Fällen nach gleichem Muster. Zunächst wird die Frau romantisch umgarnt um ihr möglichst schnell das Versprechen einer gemeinsamen Zukunft abzuringen, dann beruft sich der Mann auf dieses Versprechen und behauptet ohne Heirat sei ein Zusammenleben ja nicht möglich. Angeblich liebgewonnenen Besitz verkaufen und mit diesem „Opfer“ in Vorlage treten ist ein weiterer Teil des Plans. Wenn das alles nicht überzeugt, wird er krank und schiebt ihr die Schuld daran zu. Wohl wissend, dass die Eltern der Frau ihr Veto einlegen, wird dann heimlich geheiratet um damit Fakten zu schaffen, die zunächst nicht mehr zu ändern sind. In Kurzfassung, der Frau ein schlechtes Gewissen einreden, sich selbst als Opfer darstellen und dann die Heirat erzwingen.

Linda hat zugegeben, der Eheschließung nur unter großem Druck zugestimmt zu haben. Er hat ja so viel für sie getan und sie wollte ihn nicht weiter leiden sehen. Die Manipulation hat perfekt funktioniert. Vorläufig aufgewacht ist sie, als sie merkte, dass eine sogenannte Kurzehe nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden kann. Eine Annullierung der Ehe ist nur möglich, wenn eine Scheinehe nachzuweisen ist. Wenn sie das aber anführt, ist sie anschließend vorbestraft und wird nicht mehr verbeamtet. Sie spürt Druck von allen Seiten und sieht offensichtlich keinen anderen Weg mehr, als sich zunächst auf die Beziehung einzulassen.

Linda habe ich alle von mir recherchierten Informationen, nachprüfbar mit den zuständigen Ansprechpartnern und entsprechenden Telefonnummern oder Internetseiten, geliefert. Sie bedankte sich für die von mir erbrachte Recherche, ließ sich aber nicht davon abbringen vor einer knappen Woche wieder nach Marokko zu reisen und sich seiner, einer Gehirnwäsche gleichen, Manipulation auszusetzen. Wenigstens die mir vom Auswärtigen Amt mitgeteilten Notfallrufnummern hat sie auf meine inständige Bitte für den Fall der Fälle notiert. Noch kommen regelmäßig Grußmeldungen per WhatsApp aber wir möchten uns gar nicht ausmalen was passiert, wenn sie sich ihm gegenüber unvorsichtig verhält und wieder die Trennung, die es, entgegen seiner früheren Aussage, für ihn nach einer Heirat nicht geben kann, ins Gespräch bringt.

Linda spielt mit dem Feuer und schlägt alle Warnungen in den Wind. Die Situation ist für alle Beteiligten, insbesondere für die Eltern, unerträglich.



 

Mit Sicherheit kein Einzelfall. Auch meine Tochter hat sich vor über 10 Jahren (damals war sie 30) einen Tunesier eingetreten. Alles, was du schreibst, kenn ich nur zu gut.  Bis zur völligen Kontaktsperre war alles vertreten.
Hier noch was zum Lesen

https://www.1001geschichte.de/

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22. Juli um 11:54

Nein es ist leider überhaupt kein Einzelfall. Nach meinem Erlebnis möchte ich betroffenen Frauen helfen und bin seit mehr als einem Jahr zu diesem Thema beratend tätig. Aber das ist frustrierend. Zu mir kommen immer nur die Eltern, Geschwister oder Freundinnen der Frauen. Die Betroffenen selbst lehnen jede Hilfe ab. In keinem einzigen Fall konnte ich die Frauen früh genug aus den Fängen einer solchen Beziehung befreien. Wie ich es von mir selber kenne denken die betroffenen Frauen immer „bei mir ist es anders“. Oft schon nach wenigen Monaten sitzen sie dann wieder vor mir. Aber dann ist es meistens schon ein Fall für Juristen und ich kann nur noch trösten.
 

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22. Juli um 13:45
In Antwort auf malu1229

Er hat mich während eines Marokko-Urlaubs einfach angesprochen. Ausschlaggebend waren neben meiner europäischen Herkunft sicherlich auch meine langen, blonden Haare. Marokkaner schmücken sich gerne mit blonden Frauen. Er hat mich dann auch wie eine Trophäe in seinem Freundes- und Bekanntenkreis vorgeführt. Das hat mir damals sogar geschmeichelt. Heute weiß ich, eine Frau als gleichberechtigte Partnerin wird geliebt, eine Trophäe besitzt man. Dieser Mann hat mich besessen. Bei unserer ersten Begegnung war ich 24 und er 29 Jahre alt. Das ist jetzt gute drei Jahre her.
 

aber wieso weißt du das erst jetzt?
ist dir das früher nicht komisch vorgekommen?
ich mein es gibt soooooo viel fälle.
würde mir das passieren wüsste ich sofort dass ich da nicht drauf einsteige

vor allem wenns vom typ her nicht passt....
meist sind es ja noch dazu "dicke" frauen die sonst keinen bekommen... und plötzlich hat sich ein athletischer attraktiver kerl in sie verliebt ... hmmm

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22. Juli um 14:03
In Antwort auf schmidt0104

Liebe betroffene Familie,
unsere Familie fühlt mit Euch!

Liebe Vorredner,
Eure verständnislosen und auch teilweise abfälligen Kommentare kann ich nachvollziehen. So habe ich früher auch gedacht. Aber wie u. a. in 1001Geschichte.de nachzulesen ist, fallen Frauen unterschiedlichster Altersklassen mit auch unterschiedlichstem Bildungsniveau auf die gut einstudierten Charme-Offensiven dieser Männer rein. Auch wir haben das durchgemacht bzw. machen es immer noch durch. Und das hat definitiv nichts mit dem Intelligenzquotienten unserer Tochter zu tun. Wenn Gefühle im Spiel sind, setzt der Verstand aus.
Unsere Tochter ist promovierte Wissenschaftlerin und arbeitet für eine Hilfsorganisation, ist also nicht dumm. Auf einer beruflich bedingten Reise hat sie sich in einen Marokkaner, der sie zunächst sehr verwöhnt, mit Komplimenten überschüttet und sogar Lieder für sie komponiert hat, verliebt. Entgegen aller guten Ratschläge ist sie auf sein Drängen schnell mit ihm zusammen gezogen und hat ihn dann auch schnell geheiratet. Nach der Eheschließung hat er ihr mit seiner Eifersucht das Leben zur Hölle gemacht. Eine heftige Szene nach einem Restaurant-Besuch mit Kolleginnen war dann der Auslöser. Bereits nach drei Monaten hat sich unsere Tochter getrennt und die Scheidung eingereicht. Das ist jetzt sechs Jahre her, hat viel Geld gekostet und sie ist immer noch nicht geschieden. Mit den privaten und beruflichen Folgen muss sie jetzt leben.
Unsere Tochter hat Gott sei Dank einen neuen, verständnisvollen Partner, der sie liebt und achtet, mit dem sie zwei Kinder hat, den sie aber nicht heiraten kann, weil ihr (Noch-)Ehemann die Scheidung verweigert. Ihre zwei Kinder sind nicht nur unehelich sondern außerehelich. Ihren Beruf kann sie nicht mehr uneingeschränkt ausüben. Genau wie onhe beschrieben hat, kann ihr Arbeitgeber sie nicht mehr in islamischen Ländern einsetzen weil das für sie als abtrünnige Ehefrau zu gefährlich ist. Jetzt schiebt sie überwiegend Innendienst was ihr weniger gefällt und zudem auch schlechter bezahlt wird.
Im Nachhinein wünscht sie sich die Warnungen ihrer Familie, Kollegen und Freunde ernst genommen zu haben. Der Preis für das kurze und auch nur vermeintliche Glück ist sehr hoch gewesen.
Den Versuch der Familie von onhe, andere Frauen vor diesem Schicksal zu bewahren finde ich selbstlos, mutig und fair. Vielen Dank dafür!
 

Eigentlich ist doch der (Noch)Ehemann laut Gesetz (erstmal) der (rechtmäßige) Vater.......?!

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22. Juli um 14:11
In Antwort auf ai_18454549

aber wieso weißt du das erst jetzt?
ist dir das früher nicht komisch vorgekommen?
ich mein es gibt soooooo viel fälle.
würde mir das passieren wüsste ich sofort dass ich da nicht drauf einsteige

vor allem wenns vom typ her nicht passt....
meist sind es ja noch dazu "dicke" frauen die sonst keinen bekommen... und plötzlich hat sich ein athletischer attraktiver kerl in sie verliebt ... hmmm

Ich war blind und wollte es einfach nicht wahr haben. 

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22. Juli um 14:23
In Antwort auf ai_18454549

aber wieso weißt du das erst jetzt?
ist dir das früher nicht komisch vorgekommen?
ich mein es gibt soooooo viel fälle.
würde mir das passieren wüsste ich sofort dass ich da nicht drauf einsteige

vor allem wenns vom typ her nicht passt....
meist sind es ja noch dazu "dicke" frauen die sonst keinen bekommen... und plötzlich hat sich ein athletischer attraktiver kerl in sie verliebt ... hmmm

Mein Mann war unglaublich charmant. Wenn er mich anhimmelte glaubte ich ihm alles und konnte mich seinem Einfluss nicht entziehen. Ich habe meine Interessen komplett zurück gestellt und bemerkte gar nicht, dass ich manipuliert wurde. Das berichten alle Frauen, die irgendwann wach werden.
 

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22. Juli um 14:57

Hallo ihr Lieben,

ja solche Storys hört man oft. Ich glaube, es kann sogut wie Jede treffen. Zuerst in man weltoffen, unterhält sich gerne auch mit Männern andere Kulturen und denkt sich vielleicht: ja ich kenne die Vorurteile, aber so ist mein neuer Freund ja nicht.

Und in vielen Fällen geht´s ja auch gut. Aber vorsichtig sollte jede Frau bei einer Beziehung zu Männern andere Kulturen sein. Das heißt nicht, dass eine Frau nicht generell bei jeder Beziehung sein soll. Arschl.... gibts schließlich in jeder Kultur. Aber beide Augen offen halten ist vielleicht besser als nachher den Scherbenhaufen zu haben.

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22. Juli um 16:19
In Antwort auf skadiru

Eigentlich ist doch der (Noch)Ehemann laut Gesetz (erstmal) der (rechtmäßige) Vater.......?!

Theoretisch ja, praktisch hat der tatsächliche Vater die Vaterschaft anerkannt. Das war kein Problem, weil unsere Tochter das natürlich bestätigt hat. Der verlassene Ehemann fühlt sich in seiner Ehre gekränkt und führt einen Feldzug gegen seine Noch-Ehefrau. Unsere Tochter hat große Angst vor ihm.
 

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22. Juli um 17:14
In Antwort auf onhe

Von der Niederschrift der folgenden „Liebesgeschichte“ meiner fünfundzwanzigjährigen Nichte verspreche ich mir keine Hilfe. Hilfsangebote gibt es genug. Aber sie nimmt diese nicht an. Mein Anliegen ist es vielmehr andere Betroffene und deren Angehörige zu warnen und vor gleichem Schicksal zu bewahren. Das bisher klar strukturierte Leben der jungen, intelligenten, attraktiven und emanzipierten Frau mit festen, beruflichen und privaten Zielen läuft augenblicklich komplett aus dem Ruder und sie fügt sich offensichtlich sehenden Auges ihrem Schicksal.

Linda lebt zusammen mit ihrem Bruder im Haus der Eltern. Die erwachsenen Kinder bewohnen eine eigene Etage und haben somit ihr eigenes Reich. Zu ihren Eltern, die ihren Kindern viele Freiheiten lassen, hatte sie immer ein gutes Verhältnis. Als Lehramtsstudentin ist Linda sprachbegabt und reist gerne mit Freunden aber auch alleine durch ferne Länder. Ihre Eltern haben ihr das, trotz der üblichen Bedenken, auch immer erlaubt und ermöglicht und sie hat durch Nebenjobs auch ihren eigenen Anteil dazu beigetragen.

Vor knapp anderthalb Jahren lernte Linda dann auf einer Reise nach Marokko Wasif, einen dreißigjährigen Mann aus einer kleinen Stadt bei Marrakesch kennen, der sie offensichtlich schnell in ihren Bann zog. Er gab vor als selbständiger Bauingenieur ein eigenes Unternehmen zu betreiben. Schon wenige Wochen später flog Linda wieder in das Land um ihn zu besuchen. Es folgten weitere Besuche von ihr. Bereits in dieser Phase fiel uns auf, dass Wasif Linda offensichtlich stark kontrollierte. Sie durfte nicht mehr ausgehen und musste abends unter allen Umständen zuhause sein. Das kontrollierte er von Marokko aus durch tägliche Anrufe, die sich meistens durch die ganze Nacht zogen. Dabei nahm er auch keinerlei Rücksicht auf ihr Studium oder bevorstehende Prüfungen. Nachdem Linda bei einem Übernachtungs-Besuch bei uns von 22:00 bis 5:30 Uhr pausenlos mit ihm telefonierte, obwohl sie am nächsten Tag für einen Nebenjob früh aufstehen musste, suchte ich das Gespräch mit ihr. Sie erzählte mir, dass ihr sein Kontrollzwang schon reichlich auf die Nerven ging. Er habe aber auch eine sehr romantische Seite, himmelt sie an und schreibt ihr sogar Gedichte. Das habe noch kein deutscher Mann für sie gemacht. Außerdem werde sich alles ändern, wenn sie mit Wasif zusammen zieht. Dieses Versprechen habe sie ihm bereits beim zweiten Besuch gegeben.

Ende letzten Jahres besuchte Wasif meine Nichte dann erstmalig in Deutschland. Auch Lindas Eltern, vor allem ihre Mutter, waren begeistert von der der Höflichkeit und Hilfsbereitschaft des jungen Mannes. Er beteiligte sich an der Hausarbeit und kochte für die Gastgeber. Wenige Wochen später besuchte er Linda dann ein zweites mal für ganze fünf Wochen. Natürlich wunderten wir uns, wie ein junger Unternehmer so lange aus seiner Firma weg bleiben kann. Linda erklärte uns, er habe einen Geschäftspartner, der alles für ihn regelt. Lindas Eltern bemerkten, dass Wasif sich während des Aufenthaltes veränderte. Er beteiligte sich nicht mehr an der Hausarbeit und hielt Linda vom Lernen ab indem er ständig ihre Aufmerksamkeit und Unterhaltung forderte. (Später erfuhren sie auch den Grund für die Verhaltensänderung.) Letztendlich war die Familie froh, als sein Besuch beendet war. Aber auch von Marokko aus, kontrollierte er Linda weiter durch die bereits erwähnten nächtlichen Anrufe. Linda fiel dann auch durch das erste Staatsexamen, was unter der beschriebenen Belastung zu erwarten war.

Sechs Wochen später konnte Linda die Anrufe nicht mehr ertragen und beschloss sich von ihm zu trennen. Dazu schrieb sie ihm einen Brief, weil sie seinen Argumenten im Gespräch offensichtlich nicht gewachsen war. Mir gegenüber erklärte sie erleichtert zu sein und sich endlich wieder frei zu fühlen. Linda ist wieder die Alte dachten alle, die es gut mit ihr meinten. Sie wiederholt die Prüfung und ihr junges, unbeschwertes Leben geht weiter.
Es sollte anders kommen. Für uns alle unbegreiflich verabredete Linda sich dann wieder mit Wasif in Marokko. Vor ihrer Reise kam sie meinem Wunsch nach einem klärenden Gespräch, das dann ein Geständnis werden sollte, noch nach. Sie habe Wasif versprochen mit ihm zusammen zu leben und fühlt sich verpflichtet ihm diese Chance auch zu geben. Er habe ihr klar gemacht, dass dies ohne vorherige Heirat nicht möglich sei. Außerdem habe er sein Unternehmen verkauft und damit ihretwegen bereits ein großes Opfer für das zukünftige gemeinsame Leben gebracht. (Diese Firma hat Linda übrigens nie gesehen.) Ihre Bedenken wischte er mit Argumenten wie, „es ist doch nur auf Probe und wenn es nicht klappt übernehme ich alle Kosten der Scheidung“, „du kannst dich sicher fühlen, denn wir heiraten ja in Deutschland“ und „du hast es mir ja versprochen“, „mir geht es gesundheitlich nicht gut, weil wir nicht zusammen leben können“ vom Tisch. Derart unter Druck gesetzt hat Linda Wasif beim letzten Besuch in Deutschland heimlich geheiratet. Erst jetzt, Wochen danach hat sie das auch ihren Eltern erzählt. Ihre Mutter hat bitterlich geweint, hatte sie sich doch den schönsten Tag im Leben ihrer Tochter anders vorgestellt. Natürlich hat Linda jetzt selbst Zweifel an ihrer Handlung aber auch darauf ist Wasif vorbereitet. Seine Behauptung, das für die Scheidung erforderlich Trennungsjahr müsse er gesetzlich vorgeschrieben in Deutschland verbringen, entbehrt jeder Grundlage. Aber auch das ist für Linda keine Lüge sondern nur nicht böse gemeinte Unwissenheit des jungen Mannes.

Wie konnte meine bis dato mitten im Leben stehende Nichte sich von einem Mann, von dem sie kaum etwas wusste und mit dem sie keine 70 Tage zusammen verbracht hat und dessen Kontrollzwang sie bereits lange erlebt hat, derart manipulieren lassen? Wie hat er Linda dazu gebracht ihre Familie, die sie liebt und die ihr viel bedeutet, außen vorzulassen? Was ist das für ein Mann, der die Gastfreundschaft von Lindas Eltern derart ausnutzt und die Menschen, die seine Schwiegereltern werden sollten, so schamlos hintergeht? Das sind die Fragen, die wir uns stellen.

Wasif hat ein klares Ziel und das erreicht er das durch Manipulation aber auch durch Isolation von Linda. Durch das Ausgehverbot und das ständige Telefonieren hat sie keine enge Freundin mehr, mit der sie darüber reden kann. - Der Telefonterror aus Marokko geht weiter „du hast es versprochen, also musst du es auch halten“.

Innerlich fassungslos habe ich die Fassung bewahrt und zunächst mal mit Behörden, Ämtern und Organisationen, die mit dem Thema vertraut sind, Kontakt aufgenommen und die Situation recherchiert. Offensichtlich ist die ganze Beziehung von seiner Seite auf Lügen aufgebaut. Bauingenieur zählt in Deutschland zu den gefragten Berufen. Wasif hätte ohne jedes Problem als Junggeselle, mit einem Visum zum Zwecke der Bewerbung und dem Nachweis mit monatlich 720,- € seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, für ein halbes Jahr nach Deutschland einreisen können. Wenn er dann Arbeit findet, was als Bauingenieur kein Problem sein dürfte, kann er in Deutschland sofort ein neues, dauerhaftes Visum beantragen. Entweder wollte er also die Heirat um jeden Preis erzwingen oder er ist gar kein Bauingenieur. Die Eheschließung nach deutschem Recht schützt Linda in keinster Weise. Wasif muss die Heirat nur in seinem Land oder seiner Botschaft registrieren lassen und das kann er innerhalb weniger Minuten ohne seine Frau, dann sind beide nach marokkanischem Recht verheiratet. Damit hat er unabdingbar das Aufenthaltsbestimmungsrecht für seine Frau und für gemeinsame Kinder. Auch Vergewaltigung in der Ehe ist dann keine Straftat. Eine Scheidung vor einem deutschen Gericht wird nicht anerkannt und muss erst von einem marokkanischen Gericht bestätigt werden. Das ist ein zermürbendes und sehr teures Verfahren, dass der Mann sehr lange hinauszögern, wenn nicht sogar verhindern kann. Ehebruch von Seiten der Frau ist in islamischen Ländern strafbar. Wenn Linda, noch verheiratet aber von einem anderen Mann begleitet, in ein islamisches Land reist, kann sie jederzeit verhaftet und zu ihrem Mann zurück gebracht werden. In strengen islamischen Ländern droht ihr sogar Prügel- oder Todesstrafe.

Noch schlimmer ist die Erkenntnis, dass Linda kein Einzelfall ist. Standesbeamte, Mitarbeiter des auswärtigen Amtes und Berater von kirchlichen Organisationen berichten übereinstimmend von ähnlichen Fällen nach gleichem Muster. Zunächst wird die Frau romantisch umgarnt um ihr möglichst schnell das Versprechen einer gemeinsamen Zukunft abzuringen, dann beruft sich der Mann auf dieses Versprechen und behauptet ohne Heirat sei ein Zusammenleben ja nicht möglich. Angeblich liebgewonnenen Besitz verkaufen und mit diesem „Opfer“ in Vorlage treten ist ein weiterer Teil des Plans. Wenn das alles nicht überzeugt, wird er krank und schiebt ihr die Schuld daran zu. Wohl wissend, dass die Eltern der Frau ihr Veto einlegen, wird dann heimlich geheiratet um damit Fakten zu schaffen, die zunächst nicht mehr zu ändern sind. In Kurzfassung, der Frau ein schlechtes Gewissen einreden, sich selbst als Opfer darstellen und dann die Heirat erzwingen.

Linda hat zugegeben, der Eheschließung nur unter großem Druck zugestimmt zu haben. Er hat ja so viel für sie getan und sie wollte ihn nicht weiter leiden sehen. Die Manipulation hat perfekt funktioniert. Vorläufig aufgewacht ist sie, als sie merkte, dass eine sogenannte Kurzehe nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden kann. Eine Annullierung der Ehe ist nur möglich, wenn eine Scheinehe nachzuweisen ist. Wenn sie das aber anführt, ist sie anschließend vorbestraft und wird nicht mehr verbeamtet. Sie spürt Druck von allen Seiten und sieht offensichtlich keinen anderen Weg mehr, als sich zunächst auf die Beziehung einzulassen.

Linda habe ich alle von mir recherchierten Informationen, nachprüfbar mit den zuständigen Ansprechpartnern und entsprechenden Telefonnummern oder Internetseiten, geliefert. Sie bedankte sich für die von mir erbrachte Recherche, ließ sich aber nicht davon abbringen vor einer knappen Woche wieder nach Marokko zu reisen und sich seiner, einer Gehirnwäsche gleichen, Manipulation auszusetzen. Wenigstens die mir vom Auswärtigen Amt mitgeteilten Notfallrufnummern hat sie auf meine inständige Bitte für den Fall der Fälle notiert. Noch kommen regelmäßig Grußmeldungen per WhatsApp aber wir möchten uns gar nicht ausmalen was passiert, wenn sie sich ihm gegenüber unvorsichtig verhält und wieder die Trennung, die es, entgegen seiner früheren Aussage, für ihn nach einer Heirat nicht geben kann, ins Gespräch bringt.

Linda spielt mit dem Feuer und schlägt alle Warnungen in den Wind. Die Situation ist für alle Beteiligten, insbesondere für die Eltern, unerträglich.



 

Wie Anna, Malu, Onhe und auch wir meinen, kann es jede Frau treffen. Die Hinweise und Warnungen werden als Vorurteile abgetan und sich selbst redet man es mit „mein Freund ist nicht so“ oder „bei uns ist es anders“ schön.
Leider gibt es aber sehr viele multikulturelle Beziehungen die scheitern oder schwer belastet sind und nur einige wenige, die gut verlaufen.
Wie Miram und Bernd aber richtig schreiben, gibt es aber Vorzeichen, die nicht ignoriert werden sollten. Das Drängen des Mannes auf eine schnelle, heimliche Hochzeit ist immer und ausnahmslos ein absolut sicheres Zeichen für die totale Missachtung der Familie der Frau und auch der Gefühle der Frau und verheißt nichts Gutes. Wenn ein Nordafrikaner seine eigenen Familie derart übergehen würde, könnte er sich dort nie wieder blicken lassen. Von seiner zukünftigen Frau verlangt er das aber. Das erklärt eigentlich alles.
 

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22. Juli um 17:34
In Antwort auf anna1234567

Hallo ihr Lieben,

ja solche Storys hört man oft. Ich glaube, es kann sogut wie Jede treffen. Zuerst in man weltoffen, unterhält sich gerne auch mit Männern andere Kulturen und denkt sich vielleicht: ja ich kenne die Vorurteile, aber so ist mein neuer Freund ja nicht.

Und in vielen Fällen geht´s ja auch gut. Aber vorsichtig sollte jede Frau bei einer Beziehung zu Männern andere Kulturen sein. Das heißt nicht, dass eine Frau nicht generell bei jeder Beziehung sein soll. Arschl.... gibts schließlich in jeder Kultur. Aber beide Augen offen halten ist vielleicht besser als nachher den Scherbenhaufen zu haben.

in den wenigsten fällen geht eswirklich gut!!!   endet nicht immer so schlimm wie hier....  aber meist ist die Frau die leidtragende

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23. Juli um 8:02

Nochmals vielen Dank für alle, die mit uns gefühlt haben. Es gibt erst mal eine gute Nachricht. Linda ist wieder heil in Deutschland angekommen. Ich konnte noch nicht mit ihr sprechen. Was sie vor hat weiß ich also noch nicht. Sie hat mir allerdings schon geschrieben, dass Wasif ihr versichert habe kein Geld von ihr zu wollen, er alleine die Miete für eine gemeinsame Wohnung in Deutschland zahlen möchte, dafür erst einmal jeden Job annehmen werde und Linda im Falle einer Scheidung nicht für ihn aufkommen müsste.

Also ist die gemeinsame Zukunft wieder im Gespräch. Natürlich bin ich weiterhin skeptisch!
Linda habe ich gebeten sich die Beiträge auf diesem Forum und auch auf die Seite 1001Geschichte selbst anzusehen. Vielleicht hilft ihr das.
 

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23. Juli um 9:46
In Antwort auf onhe

Nochmals vielen Dank für alle, die mit uns gefühlt haben. Es gibt erst mal eine gute Nachricht. Linda ist wieder heil in Deutschland angekommen. Ich konnte noch nicht mit ihr sprechen. Was sie vor hat weiß ich also noch nicht. Sie hat mir allerdings schon geschrieben, dass Wasif ihr versichert habe kein Geld von ihr zu wollen, er alleine die Miete für eine gemeinsame Wohnung in Deutschland zahlen möchte, dafür erst einmal jeden Job annehmen werde und Linda im Falle einer Scheidung nicht für ihn aufkommen müsste.

Also ist die gemeinsame Zukunft wieder im Gespräch. Natürlich bin ich weiterhin skeptisch!
Linda habe ich gebeten sich die Beiträge auf diesem Forum und auch auf die Seite 1001Geschichte selbst anzusehen. Vielleicht hilft ihr das.
 

und das glaub sie ihm alles?

oje... mit lachendem gesicht in die kreissäge laufend ...

 

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23. Juli um 10:06
In Antwort auf malu1229

Nein es ist leider überhaupt kein Einzelfall. Nach meinem Erlebnis möchte ich betroffenen Frauen helfen und bin seit mehr als einem Jahr zu diesem Thema beratend tätig. Aber das ist frustrierend. Zu mir kommen immer nur die Eltern, Geschwister oder Freundinnen der Frauen. Die Betroffenen selbst lehnen jede Hilfe ab. In keinem einzigen Fall konnte ich die Frauen früh genug aus den Fängen einer solchen Beziehung befreien. Wie ich es von mir selber kenne denken die betroffenen Frauen immer „bei mir ist es anders“. Oft schon nach wenigen Monaten sitzen sie dann wieder vor mir. Aber dann ist es meistens schon ein Fall für Juristen und ich kann nur noch trösten.
 

Auch meine Tochter reagierte damals auf Bedenken unsererseits mit "Wirf nicht alle in einen Topf, meiner ist nicht so"

Leider hatten wir die unfreiwillige Gelegenheit, auch seine tunesischen Kumpels, die in Osterrreich leben kennenzulernen.
Sie waren alle so.

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23. Juli um 11:12
In Antwort auf schmidt0104

Theoretisch ja, praktisch hat der tatsächliche Vater die Vaterschaft anerkannt. Das war kein Problem, weil unsere Tochter das natürlich bestätigt hat. Der verlassene Ehemann fühlt sich in seiner Ehre gekränkt und führt einen Feldzug gegen seine Noch-Ehefrau. Unsere Tochter hat große Angst vor ihm.
 

Ok, das ging echt so einfach?
Ich meine, die Scheidung sei in 3 Jahren durch, wenn einer diese will und der andere nicht. Versteh nicht, warum das nicht klappt....

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23. Juli um 11:14
In Antwort auf onhe

Nochmals vielen Dank für alle, die mit uns gefühlt haben. Es gibt erst mal eine gute Nachricht. Linda ist wieder heil in Deutschland angekommen. Ich konnte noch nicht mit ihr sprechen. Was sie vor hat weiß ich also noch nicht. Sie hat mir allerdings schon geschrieben, dass Wasif ihr versichert habe kein Geld von ihr zu wollen, er alleine die Miete für eine gemeinsame Wohnung in Deutschland zahlen möchte, dafür erst einmal jeden Job annehmen werde und Linda im Falle einer Scheidung nicht für ihn aufkommen müsste.

Also ist die gemeinsame Zukunft wieder im Gespräch. Natürlich bin ich weiterhin skeptisch!
Linda habe ich gebeten sich die Beiträge auf diesem Forum und auch auf die Seite 1001Geschichte selbst anzusehen. Vielleicht hilft ihr das.
 

Das soll sie sich schriftlich von ihm geben lassen!!! Sagen kann er nämlich viel.  Während er sie auf ihre Versprechen festnageln, sind seine erwiesenermaßen NICHTS wert! Also, drauf bestehen, dass sie dies Versprechen von ihm schriftlich kriegt!

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23. Juli um 12:33
In Antwort auf onhe

Nochmals vielen Dank für alle, die mit uns gefühlt haben. Es gibt erst mal eine gute Nachricht. Linda ist wieder heil in Deutschland angekommen. Ich konnte noch nicht mit ihr sprechen. Was sie vor hat weiß ich also noch nicht. Sie hat mir allerdings schon geschrieben, dass Wasif ihr versichert habe kein Geld von ihr zu wollen, er alleine die Miete für eine gemeinsame Wohnung in Deutschland zahlen möchte, dafür erst einmal jeden Job annehmen werde und Linda im Falle einer Scheidung nicht für ihn aufkommen müsste.

Also ist die gemeinsame Zukunft wieder im Gespräch. Natürlich bin ich weiterhin skeptisch!
Linda habe ich gebeten sich die Beiträge auf diesem Forum und auch auf die Seite 1001Geschichte selbst anzusehen. Vielleicht hilft ihr das.
 

Linda ist wieder in Deutschland. Ich freue mich mit dir und deiner Familie.

Sehr gut finde ich auch, dass du unser Forum nicht hinter Lindas Rücken nutzt und sie darüber informiert hast. Das spricht für euer gutes Vertrauensverhältnis. Wir möchten hier ja nicht übereinander sondern möglichst miteinander reden. Vielleicht kann Linda sich ja an der Diskussion beteiligen und uns auch mal ihre eigene Wahrnehmung schildern.

Die Forums-Mitglieder möchte ich auch bitten, sich mit Vorwürfen zurück zu halten. Kommentare wie „typisch Lehramtsstudentin“ oder „wie dumm kann man sein“ helfen Linda nicht weiter und tun ihr nur weh. Das wollen wir doch alle nicht!

In der Hoffnung dass du liebe Linda unsere Beiträge auch aufmerksam liest möchte ich dich direkt ansprechen.

Ich gehe davon aus, dass dein Onkel deine Geschichte soweit ihm bekannt auch chronologisch richtig wiedergegeben hat. Da gibt es, neben den Fehlern die ich selbst auch gemacht habe und deshalb nachvollziehen kann, einen entscheidenden Punkt, den ich nicht nachvollziehen kann.

Bei meiner eigenen und auch bei allen mir bekannten, ähnlich verlaufenden problembehafteten Beziehungen in gleicher Konstellation haben sich die Männer zunächst von ihrer besten Seite gezeigt. Die Manipulation ist schleichend und damit für die betroffene Frau unmerklich verlaufen und die Übernahme der Kontrolle subtil einher gegangen. Eine zunächst vermeintlich gute Beziehung entpuppte sich im Laufe der Zeit als schlechte Beziehung. Aber immer erst nach der Hochzeit. Ich glaube keine der Frauen hätte geheiratet wenn sie den Mann vorher so kennen gelernt hätte.

Bei dir meinst du also, ist es genau umgekehrt? Wie dein Onkel schildert, hat dir Wasif ja schon Monate vor der Heirat seinen Kontrollzwang bewiesen und dir sogar von Marokko aus nächtliches Ausgehverbot erteilt. Du wusstest also Bescheid und hast dich trotzdem auf die Eheschließung eingelassen? Bist du Masochistin oder glaubst du wirklich, dass er sich durch die Heirat ändert und diese Seite komplett unterdrücken kann? Das kann er definitiv nicht! Ich kenne das weil ich es selbst erlebt habe und auch immer wieder von anderen betroffenen Frauen höre.
Nach deinem Trennungsbrief sieht er seine Felle schwimmen und wird alles daran setzen dies zu verhindern. Jetzt zeigt er sich nicht von seiner besten sondern von seiner allerbesten Seite. Aber er wird es nicht lange durchhalten und wenn er endlich in Deutschland ist, wieder in sein altes Muster zurück fallen. Auch das kenne ich weil ich es selbst erlebt habe und auch immer wieder von anderen betroffenen Frauen höre.

Auch was die heimliche Hochzeit betrifft, muss ich den Schreibern der vorherigen Beiträge leider Recht geben. Mir ist kein einziger Fall bekannt wo sich nach einer solchen Aktion das Verhältnis zwischen Ehemann und Familie der Frau wieder normalisiert hat. Du wirst dich zwischen deinen Eltern und deinem Mann entscheiden müssen, weil er dich mittelfristig aus deren Einflussbereich heraus nehmen wird um alleine über dich bestimmen zu können.

Ich bin, auch auf Grund meiner ehrenamtlichen Beratungstätigkeit, wirklich zurückhaltend mit Prognosen. Aber bei eurer Beziehung sehe ich schwarz. Du kannst dich selbst nur durch Trennung ohne wenn und aber retten und seinem Einfluss entziehen. Das machst du früher oder später sowieso. Aber du kannst dir viel Schmerz und Trauer und auch heftige Auseinandersetzungen ersparen.

Wenn du dich mit mir austauschen möchtest, kannst du mich auch gerne per PN anschreiben.
 

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23. Juli um 13:46
In Antwort auf skadiru

Das soll sie sich schriftlich von ihm geben lassen!!! Sagen kann er nämlich viel.  Während er sie auf ihre Versprechen festnageln, sind seine erwiesenermaßen NICHTS wert! Also, drauf bestehen, dass sie dies Versprechen von ihm schriftlich kriegt!

sie braucht nichts schriftlich...
weil wenn es soweit ist und er geld möchte dann belabert er sie sowieso so lange bis sie es ihm gibt...

die frau ist hörig, geblendet...   da kann man nichts machen

jede normale frau wäre längst weg!

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28. Juli um 8:18
In Antwort auf skadiru

Ok, das ging echt so einfach?
Ich meine, die Scheidung sei in 3 Jahren durch, wenn einer diese will und der andere nicht. Versteh nicht, warum das nicht klappt....

Darüber können wir nur lachen! Es gibt genug Winkeladvokaten, die so etwas ewig hinaus zögern und selbst damit eine Menge Geld verdienen. So einen hat er auch gefunden. Alle Möglichkeiten werden ausgenutzt. Mal erscheint er nicht, weil er krank ist (selbstverständlich mit ärztlichem Attest), mal wegen höherer Gewalt u.s.w.... . Das schlimme dabei ist dass die Partei, die das Geld verdient (in diesem Fall unsere Tochter) auch das Verfahren zahlt. - Aber jetzt ist (zumindest für die deutsche Scheidung) ein Ende abzusehen. Die Richter haben wohl die Nase voll von den Spielchen.
 

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1. August um 7:49

Guten Morgen zusammen,
 
gestern habe lange mit Linda gesprochen und habe schlechte Nachrichten. Wasif hat das Tempo nochmals deutlich erhöht und die Katastrophe nimmt weiter ihren Lauf.
 
Linda hat meinen Thread bzw. unsere Diskussion gelesen, sich auch wieder bei mir für meine Sorge und meinen Einsatz bedankt, sieht ihre Situation aber ganz anders. Wir alle kennen Wasif nicht und deshalb können wir auch nicht über ihn urteilen. Die bisherigen Fakten werden von ihr ignoriert oder entschuldigt.   
 
Wie von Euch prophezeit und auch von mir erwartet und befürchtet, hat die Gehirnwäsche in Marokko wieder einmal perfekt funktioniert. Wasif kommt am 08. August nach Deutschland. Die Wohnungssuche ist schon in vollem Gange. Da beide kein Einkommen haben, ist eine Wohnung 150 km von Lindas Elternhaus entfernt im Gespräch. Da könnten sie ab Mitte September für zunächst drei Monate mietfrei wohnen. Im Gegenzug sollen sie, das will Wasif übernehmen, die Kinder der Vermieter beaufsichtigen. Bis zu diesem Zeitpunkt soll Wasif im Elternhaus von Linda mit wohnen.
 
Wie berichtet hat Linda das erste Staatsexamen nicht zuletzt durch seine nächtlichen Anrufe vermasselt. Bis Mitte November dauern die Prüfungen für die zweite und gleichzeitig letzte Chance auf Wiederholung. Auf meine Frage nach dem jetzt absolut ungünstigsten Zeitpunkt für die Aktion des Zusammenziehens kam wieder die schon bekannte Antwort“ Wasif meinte es wäre nicht gut für unsere Beziehung, wenn wir verheiratet sind und so lange nicht zusammen leben.“ Jeder zweite Satz von Linda ist „Wasif meint, Wasif hat gesagt, Wasif hat versprochen“.
 
Die bevorstehende Prüfung spielt ihm dabei sogar noch in die Karten. Lindas Mutter ist strikt gegen die Beziehung, hat aber erkannt, dass ihre Tochter nicht zu überzeugen ist und hält sich, um sie in der Prüfungsphase nicht noch mehr zu belasten und das Examen damit aufs Spiel zu setzen, derzeit zurück. Zu meinem Bedauern und Unverständnis hält sich der Vater aus Diskussionen zu diesem Thema offensichtlich ganz raus.
 
Linda hat mir jetzt beigepflichtet, dass es nicht gut für einen Jungunternehmer ist, seine Firma so lange alleine zu lassen. Aber auch das hat er für sich ausgenutzt. Er hat zugegeben, dass er seine Firma tatsächlich aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben hat. Die Schieflage ist aber angeblich dadurch entstanden, dass Linda so oft mit ihm zusammen war. Also das alte Prinzip, Linda soll ein schlechtes Gewissen haben, weil er durch seine übergroße Liebe zu ihr seine wirtschaftliche Grundlage in Marokko aufs Spiel gesetzt hat. Sie ist dafür verantwortlich und muss ihm jetzt helfen in Deutschland Fuß zu fassen.
 
Natürlich habe ich Linda auch daran erinnert, wie befreit sie sich gefühlt hat als sie die Beziehung mit ihrem Brief zunächst beendet hat. Darauf meine sie tatsächlich: „Die viel zu schnelle Heirat war ein Fehler, den ich nicht mit einer viel zu schnellen Scheidung wiederholen möchte. Deshalb möchte ich der Beziehung eine Chance geben.“
Zu dieser Argumentation fehlen mir die Worte.

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1. August um 9:54
In Antwort auf onhe

Guten Morgen zusammen,
 
gestern habe lange mit Linda gesprochen und habe schlechte Nachrichten. Wasif hat das Tempo nochmals deutlich erhöht und die Katastrophe nimmt weiter ihren Lauf.
 
Linda hat meinen Thread bzw. unsere Diskussion gelesen, sich auch wieder bei mir für meine Sorge und meinen Einsatz bedankt, sieht ihre Situation aber ganz anders. Wir alle kennen Wasif nicht und deshalb können wir auch nicht über ihn urteilen. Die bisherigen Fakten werden von ihr ignoriert oder entschuldigt.   
 
Wie von Euch prophezeit und auch von mir erwartet und befürchtet, hat die Gehirnwäsche in Marokko wieder einmal perfekt funktioniert. Wasif kommt am 08. August nach Deutschland. Die Wohnungssuche ist schon in vollem Gange. Da beide kein Einkommen haben, ist eine Wohnung 150 km von Lindas Elternhaus entfernt im Gespräch. Da könnten sie ab Mitte September für zunächst drei Monate mietfrei wohnen. Im Gegenzug sollen sie, das will Wasif übernehmen, die Kinder der Vermieter beaufsichtigen. Bis zu diesem Zeitpunkt soll Wasif im Elternhaus von Linda mit wohnen.
 
Wie berichtet hat Linda das erste Staatsexamen nicht zuletzt durch seine nächtlichen Anrufe vermasselt. Bis Mitte November dauern die Prüfungen für die zweite und gleichzeitig letzte Chance auf Wiederholung. Auf meine Frage nach dem jetzt absolut ungünstigsten Zeitpunkt für die Aktion des Zusammenziehens kam wieder die schon bekannte Antwort“ Wasif meinte es wäre nicht gut für unsere Beziehung, wenn wir verheiratet sind und so lange nicht zusammen leben.“ Jeder zweite Satz von Linda ist „Wasif meint, Wasif hat gesagt, Wasif hat versprochen“.
 
Die bevorstehende Prüfung spielt ihm dabei sogar noch in die Karten. Lindas Mutter ist strikt gegen die Beziehung, hat aber erkannt, dass ihre Tochter nicht zu überzeugen ist und hält sich, um sie in der Prüfungsphase nicht noch mehr zu belasten und das Examen damit aufs Spiel zu setzen, derzeit zurück. Zu meinem Bedauern und Unverständnis hält sich der Vater aus Diskussionen zu diesem Thema offensichtlich ganz raus.
 
Linda hat mir jetzt beigepflichtet, dass es nicht gut für einen Jungunternehmer ist, seine Firma so lange alleine zu lassen. Aber auch das hat er für sich ausgenutzt. Er hat zugegeben, dass er seine Firma tatsächlich aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben hat. Die Schieflage ist aber angeblich dadurch entstanden, dass Linda so oft mit ihm zusammen war. Also das alte Prinzip, Linda soll ein schlechtes Gewissen haben, weil er durch seine übergroße Liebe zu ihr seine wirtschaftliche Grundlage in Marokko aufs Spiel gesetzt hat. Sie ist dafür verantwortlich und muss ihm jetzt helfen in Deutschland Fuß zu fassen.
 
Natürlich habe ich Linda auch daran erinnert, wie befreit sie sich gefühlt hat als sie die Beziehung mit ihrem Brief zunächst beendet hat. Darauf meine sie tatsächlich: „Die viel zu schnelle Heirat war ein Fehler, den ich nicht mit einer viel zu schnellen Scheidung wiederholen möchte. Deshalb möchte ich der Beziehung eine Chance geben.“
Zu dieser Argumentation fehlen mir die Worte.

Tja kein Mitleid!!!!   sie ist das perfekte Opfer für diese Männer!   

traurig ist einzig nur dass wir wieder einen mehr davon im Land haben

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1. August um 10:58
In Antwort auf onhe

Guten Morgen zusammen,
 
gestern habe lange mit Linda gesprochen und habe schlechte Nachrichten. Wasif hat das Tempo nochmals deutlich erhöht und die Katastrophe nimmt weiter ihren Lauf.
 
Linda hat meinen Thread bzw. unsere Diskussion gelesen, sich auch wieder bei mir für meine Sorge und meinen Einsatz bedankt, sieht ihre Situation aber ganz anders. Wir alle kennen Wasif nicht und deshalb können wir auch nicht über ihn urteilen. Die bisherigen Fakten werden von ihr ignoriert oder entschuldigt.   
 
Wie von Euch prophezeit und auch von mir erwartet und befürchtet, hat die Gehirnwäsche in Marokko wieder einmal perfekt funktioniert. Wasif kommt am 08. August nach Deutschland. Die Wohnungssuche ist schon in vollem Gange. Da beide kein Einkommen haben, ist eine Wohnung 150 km von Lindas Elternhaus entfernt im Gespräch. Da könnten sie ab Mitte September für zunächst drei Monate mietfrei wohnen. Im Gegenzug sollen sie, das will Wasif übernehmen, die Kinder der Vermieter beaufsichtigen. Bis zu diesem Zeitpunkt soll Wasif im Elternhaus von Linda mit wohnen.
 
Wie berichtet hat Linda das erste Staatsexamen nicht zuletzt durch seine nächtlichen Anrufe vermasselt. Bis Mitte November dauern die Prüfungen für die zweite und gleichzeitig letzte Chance auf Wiederholung. Auf meine Frage nach dem jetzt absolut ungünstigsten Zeitpunkt für die Aktion des Zusammenziehens kam wieder die schon bekannte Antwort“ Wasif meinte es wäre nicht gut für unsere Beziehung, wenn wir verheiratet sind und so lange nicht zusammen leben.“ Jeder zweite Satz von Linda ist „Wasif meint, Wasif hat gesagt, Wasif hat versprochen“.
 
Die bevorstehende Prüfung spielt ihm dabei sogar noch in die Karten. Lindas Mutter ist strikt gegen die Beziehung, hat aber erkannt, dass ihre Tochter nicht zu überzeugen ist und hält sich, um sie in der Prüfungsphase nicht noch mehr zu belasten und das Examen damit aufs Spiel zu setzen, derzeit zurück. Zu meinem Bedauern und Unverständnis hält sich der Vater aus Diskussionen zu diesem Thema offensichtlich ganz raus.
 
Linda hat mir jetzt beigepflichtet, dass es nicht gut für einen Jungunternehmer ist, seine Firma so lange alleine zu lassen. Aber auch das hat er für sich ausgenutzt. Er hat zugegeben, dass er seine Firma tatsächlich aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben hat. Die Schieflage ist aber angeblich dadurch entstanden, dass Linda so oft mit ihm zusammen war. Also das alte Prinzip, Linda soll ein schlechtes Gewissen haben, weil er durch seine übergroße Liebe zu ihr seine wirtschaftliche Grundlage in Marokko aufs Spiel gesetzt hat. Sie ist dafür verantwortlich und muss ihm jetzt helfen in Deutschland Fuß zu fassen.
 
Natürlich habe ich Linda auch daran erinnert, wie befreit sie sich gefühlt hat als sie die Beziehung mit ihrem Brief zunächst beendet hat. Darauf meine sie tatsächlich: „Die viel zu schnelle Heirat war ein Fehler, den ich nicht mit einer viel zu schnellen Scheidung wiederholen möchte. Deshalb möchte ich der Beziehung eine Chance geben.“
Zu dieser Argumentation fehlen mir die Worte.

Wundert mich leider kein bißchen, was ich da lese.......

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1. August um 13:34
In Antwort auf onhe

Guten Morgen zusammen,
 
gestern habe lange mit Linda gesprochen und habe schlechte Nachrichten. Wasif hat das Tempo nochmals deutlich erhöht und die Katastrophe nimmt weiter ihren Lauf.
 
Linda hat meinen Thread bzw. unsere Diskussion gelesen, sich auch wieder bei mir für meine Sorge und meinen Einsatz bedankt, sieht ihre Situation aber ganz anders. Wir alle kennen Wasif nicht und deshalb können wir auch nicht über ihn urteilen. Die bisherigen Fakten werden von ihr ignoriert oder entschuldigt.   
 
Wie von Euch prophezeit und auch von mir erwartet und befürchtet, hat die Gehirnwäsche in Marokko wieder einmal perfekt funktioniert. Wasif kommt am 08. August nach Deutschland. Die Wohnungssuche ist schon in vollem Gange. Da beide kein Einkommen haben, ist eine Wohnung 150 km von Lindas Elternhaus entfernt im Gespräch. Da könnten sie ab Mitte September für zunächst drei Monate mietfrei wohnen. Im Gegenzug sollen sie, das will Wasif übernehmen, die Kinder der Vermieter beaufsichtigen. Bis zu diesem Zeitpunkt soll Wasif im Elternhaus von Linda mit wohnen.
 
Wie berichtet hat Linda das erste Staatsexamen nicht zuletzt durch seine nächtlichen Anrufe vermasselt. Bis Mitte November dauern die Prüfungen für die zweite und gleichzeitig letzte Chance auf Wiederholung. Auf meine Frage nach dem jetzt absolut ungünstigsten Zeitpunkt für die Aktion des Zusammenziehens kam wieder die schon bekannte Antwort“ Wasif meinte es wäre nicht gut für unsere Beziehung, wenn wir verheiratet sind und so lange nicht zusammen leben.“ Jeder zweite Satz von Linda ist „Wasif meint, Wasif hat gesagt, Wasif hat versprochen“.
 
Die bevorstehende Prüfung spielt ihm dabei sogar noch in die Karten. Lindas Mutter ist strikt gegen die Beziehung, hat aber erkannt, dass ihre Tochter nicht zu überzeugen ist und hält sich, um sie in der Prüfungsphase nicht noch mehr zu belasten und das Examen damit aufs Spiel zu setzen, derzeit zurück. Zu meinem Bedauern und Unverständnis hält sich der Vater aus Diskussionen zu diesem Thema offensichtlich ganz raus.
 
Linda hat mir jetzt beigepflichtet, dass es nicht gut für einen Jungunternehmer ist, seine Firma so lange alleine zu lassen. Aber auch das hat er für sich ausgenutzt. Er hat zugegeben, dass er seine Firma tatsächlich aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben hat. Die Schieflage ist aber angeblich dadurch entstanden, dass Linda so oft mit ihm zusammen war. Also das alte Prinzip, Linda soll ein schlechtes Gewissen haben, weil er durch seine übergroße Liebe zu ihr seine wirtschaftliche Grundlage in Marokko aufs Spiel gesetzt hat. Sie ist dafür verantwortlich und muss ihm jetzt helfen in Deutschland Fuß zu fassen.
 
Natürlich habe ich Linda auch daran erinnert, wie befreit sie sich gefühlt hat als sie die Beziehung mit ihrem Brief zunächst beendet hat. Darauf meine sie tatsächlich: „Die viel zu schnelle Heirat war ein Fehler, den ich nicht mit einer viel zu schnellen Scheidung wiederholen möchte. Deshalb möchte ich der Beziehung eine Chance geben.“
Zu dieser Argumentation fehlen mir die Worte.

Auweia! Das ist das Schlimmst, was passieren konnte!

Unsere Tochter hat sich ja bei den ersten Anzeichen wenigstens gewehrt. Linda lässt sich ja alles gefallen.

Der Mann zieht sein Ding ohne Rücksicht auf Verluste durch und geht über Leichen. Wenn er noch nicht einmal bereit ist die vier Monate bis zu Lindas Prüfung abzuwarten und sie in dieser Lebensphase einer derartigen Stresssituation aussetzt und damit ihre berufliche Zukunft aufs Spiel setzt, hat er sich für jeden außen stehenden Beobachter endgültig als treusorgender Ehemann disqualifiziert. Offenbar nur für seine eigene Frau nicht. Wenn sie jetzt immer nicht merkt, dass sie von diesem hochgradige Egoisten, der nur sein eigenes Ziel verfolgt, komplett manipuliert wird hat die Gehirnwäsche wirklich perfekt funktioniert. Sie ist ihm willenlos hörig und wird spätestens zum Jahreswechsel schwanger. Das ist garantiert sein nächstes Ziel um sie endgültig an sich zu binden. Wenn Ihr Linda jetzt nicht beisteht, werdet ihr auch das nicht verhindern können. Ergebt Euch nicht Eurem Schicksal und lasst sie nicht hängen!

Linda ist nicht mehr Herr ihrer Sinne und weiß nicht mehr was sie tut. Sie braucht dringend Hilfe und Unterstützung und vor allen Dingen eine kompetente Beratung!
 

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1. August um 14:18
In Antwort auf fresh0089

schuld ist doch nicht dieser wasif ... linda ist nicht die hellste kerze auf der torte. leider.  für mich klingt das alles nach taschenroman. soll das wirlich so passiert sein? 
bisschen unglaubwürdig. 

So ähnlich mußte ich es leider bei meiner Tochter mitansehen. Binnen weniger Monate hatte er sie (beruflich selbständig und erfolgreich) komplett umgedreht. Meine Frau und ich waren fassungslos.
Nachdem er sehr schnell merkte, dass wir seinen Plänen im Weg standen, hatte er sie bald soweit, dass sie auchmit uns kein Wort mehr redete

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1. August um 16:30
In Antwort auf schmidt0104

Auweia! Das ist das Schlimmst, was passieren konnte!

Unsere Tochter hat sich ja bei den ersten Anzeichen wenigstens gewehrt. Linda lässt sich ja alles gefallen.

Der Mann zieht sein Ding ohne Rücksicht auf Verluste durch und geht über Leichen. Wenn er noch nicht einmal bereit ist die vier Monate bis zu Lindas Prüfung abzuwarten und sie in dieser Lebensphase einer derartigen Stresssituation aussetzt und damit ihre berufliche Zukunft aufs Spiel setzt, hat er sich für jeden außen stehenden Beobachter endgültig als treusorgender Ehemann disqualifiziert. Offenbar nur für seine eigene Frau nicht. Wenn sie jetzt immer nicht merkt, dass sie von diesem hochgradige Egoisten, der nur sein eigenes Ziel verfolgt, komplett manipuliert wird hat die Gehirnwäsche wirklich perfekt funktioniert. Sie ist ihm willenlos hörig und wird spätestens zum Jahreswechsel schwanger. Das ist garantiert sein nächstes Ziel um sie endgültig an sich zu binden. Wenn Ihr Linda jetzt nicht beisteht, werdet ihr auch das nicht verhindern können. Ergebt Euch nicht Eurem Schicksal und lasst sie nicht hängen!

Linda ist nicht mehr Herr ihrer Sinne und weiß nicht mehr was sie tut. Sie braucht dringend Hilfe und Unterstützung und vor allen Dingen eine kompetente Beratung!
 

gar nichts.... absolut gar nichts kann sie jetzt machen!!!!  alles sinnlos ....  außer zusehen wie sie in ihr Unglück läuft

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1. August um 18:57
In Antwort auf ai_18454549

gar nichts.... absolut gar nichts kann sie jetzt machen!!!!  alles sinnlos ....  außer zusehen wie sie in ihr Unglück läuft

Traurig aber wahr. Bevor mich mein ehrenamtlicher Beratungsjob so frustriert, dass ich daran krank werde, schmeiße ich wohl das Handtuch.
 

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1. August um 18:57
In Antwort auf ai_18454549

gar nichts.... absolut gar nichts kann sie jetzt machen!!!!  alles sinnlos ....  außer zusehen wie sie in ihr Unglück läuft

Traurig aber wahr. Bevor mich mein ehrenamtlicher Beratungsjob so frustriert, dass ich daran krank werde, schmeiße ich wohl das Handtuch.
 

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1. August um 19:08
In Antwort auf schmidt0104

Auweia! Das ist das Schlimmst, was passieren konnte!

Unsere Tochter hat sich ja bei den ersten Anzeichen wenigstens gewehrt. Linda lässt sich ja alles gefallen.

Der Mann zieht sein Ding ohne Rücksicht auf Verluste durch und geht über Leichen. Wenn er noch nicht einmal bereit ist die vier Monate bis zu Lindas Prüfung abzuwarten und sie in dieser Lebensphase einer derartigen Stresssituation aussetzt und damit ihre berufliche Zukunft aufs Spiel setzt, hat er sich für jeden außen stehenden Beobachter endgültig als treusorgender Ehemann disqualifiziert. Offenbar nur für seine eigene Frau nicht. Wenn sie jetzt immer nicht merkt, dass sie von diesem hochgradige Egoisten, der nur sein eigenes Ziel verfolgt, komplett manipuliert wird hat die Gehirnwäsche wirklich perfekt funktioniert. Sie ist ihm willenlos hörig und wird spätestens zum Jahreswechsel schwanger. Das ist garantiert sein nächstes Ziel um sie endgültig an sich zu binden. Wenn Ihr Linda jetzt nicht beisteht, werdet ihr auch das nicht verhindern können. Ergebt Euch nicht Eurem Schicksal und lasst sie nicht hängen!

Linda ist nicht mehr Herr ihrer Sinne und weiß nicht mehr was sie tut. Sie braucht dringend Hilfe und Unterstützung und vor allen Dingen eine kompetente Beratung!
 

Die Unterstützung bekommt Linda sicherlich von ihrer Familie und die kompetente Beratung habe ich ihr ja angeboten. Per PN und absolut anonym. Außerdem hat ihr Onkel (siehe Themeneinleitung) bestens recherchiert und sie mit fundierten Fakten versorgt. Das kann ich beurteilen, weil ich täglich mit diesen Themen beschäftigt bin. Freunde, mit denen sie darüber sprechen kann, hat sie wahrscheinlich nicht mehr und ihre Eltern haben schon resigniert und sich damit abgefunden. Aber Wasif hat drei Wochen auf sie eingeredet und hängt jetzt sicherlich wieder jede Nacht am Telefon. In einer Woche ist Tag X. Gleichzeitig muss sie sich auf eine wichtige Prüfung vorbereiten. Der Druck ist extrem hoch. Wie soll das Mädchen denn dabei noch einen klaren Gedanken fassen können? Die junge Frau gehört vier Wochen in Quarantäne und zwar ohne Telefon damit sie endlich mal zum Nachdenken kommt.

Linda hat ihre Eltern vor der Heirat nicht um Rat gefragt, weil diese ihr sicherlich davon abgeraten hätten und sie wird sich auch jetzt keine Hilfe holen, weil sie ja genau weiß, was der oder die Ratgeber(in) ihr raten wird oder werden. Die Reißleine ziehen! Sie weiß selbst, dass sie bisher alles falsch gemacht hat aber sie will es nicht wahrhaben und reißt das Ruder deshalb nicht herum. Das beste Beispiel ist doch ihre Aussage „Die viel zu schnelle Heirat war ein Fehler, den ich nicht mit einer viel zu schnellen Scheidung wiederholen möchte. Deshalb möchte ich der Beziehung eine Chance geben.“ Das ist doch totaler Blödsinn und bestätigt eure Vermutung, dass Linda momentan tatsächlich nicht Herr ihrer Sinne ist und nicht weiß was sie tut. Aber sie ist volljährig und das macht es für die Familie so schwer.
 

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1. August um 19:13
In Antwort auf onhe

Guten Morgen zusammen,
 
gestern habe lange mit Linda gesprochen und habe schlechte Nachrichten. Wasif hat das Tempo nochmals deutlich erhöht und die Katastrophe nimmt weiter ihren Lauf.
 
Linda hat meinen Thread bzw. unsere Diskussion gelesen, sich auch wieder bei mir für meine Sorge und meinen Einsatz bedankt, sieht ihre Situation aber ganz anders. Wir alle kennen Wasif nicht und deshalb können wir auch nicht über ihn urteilen. Die bisherigen Fakten werden von ihr ignoriert oder entschuldigt.   
 
Wie von Euch prophezeit und auch von mir erwartet und befürchtet, hat die Gehirnwäsche in Marokko wieder einmal perfekt funktioniert. Wasif kommt am 08. August nach Deutschland. Die Wohnungssuche ist schon in vollem Gange. Da beide kein Einkommen haben, ist eine Wohnung 150 km von Lindas Elternhaus entfernt im Gespräch. Da könnten sie ab Mitte September für zunächst drei Monate mietfrei wohnen. Im Gegenzug sollen sie, das will Wasif übernehmen, die Kinder der Vermieter beaufsichtigen. Bis zu diesem Zeitpunkt soll Wasif im Elternhaus von Linda mit wohnen.
 
Wie berichtet hat Linda das erste Staatsexamen nicht zuletzt durch seine nächtlichen Anrufe vermasselt. Bis Mitte November dauern die Prüfungen für die zweite und gleichzeitig letzte Chance auf Wiederholung. Auf meine Frage nach dem jetzt absolut ungünstigsten Zeitpunkt für die Aktion des Zusammenziehens kam wieder die schon bekannte Antwort“ Wasif meinte es wäre nicht gut für unsere Beziehung, wenn wir verheiratet sind und so lange nicht zusammen leben.“ Jeder zweite Satz von Linda ist „Wasif meint, Wasif hat gesagt, Wasif hat versprochen“.
 
Die bevorstehende Prüfung spielt ihm dabei sogar noch in die Karten. Lindas Mutter ist strikt gegen die Beziehung, hat aber erkannt, dass ihre Tochter nicht zu überzeugen ist und hält sich, um sie in der Prüfungsphase nicht noch mehr zu belasten und das Examen damit aufs Spiel zu setzen, derzeit zurück. Zu meinem Bedauern und Unverständnis hält sich der Vater aus Diskussionen zu diesem Thema offensichtlich ganz raus.
 
Linda hat mir jetzt beigepflichtet, dass es nicht gut für einen Jungunternehmer ist, seine Firma so lange alleine zu lassen. Aber auch das hat er für sich ausgenutzt. Er hat zugegeben, dass er seine Firma tatsächlich aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben hat. Die Schieflage ist aber angeblich dadurch entstanden, dass Linda so oft mit ihm zusammen war. Also das alte Prinzip, Linda soll ein schlechtes Gewissen haben, weil er durch seine übergroße Liebe zu ihr seine wirtschaftliche Grundlage in Marokko aufs Spiel gesetzt hat. Sie ist dafür verantwortlich und muss ihm jetzt helfen in Deutschland Fuß zu fassen.
 
Natürlich habe ich Linda auch daran erinnert, wie befreit sie sich gefühlt hat als sie die Beziehung mit ihrem Brief zunächst beendet hat. Darauf meine sie tatsächlich: „Die viel zu schnelle Heirat war ein Fehler, den ich nicht mit einer viel zu schnellen Scheidung wiederholen möchte. Deshalb möchte ich der Beziehung eine Chance geben.“
Zu dieser Argumentation fehlen mir die Worte.

Lieber Onkel, du hast alles getan was du konntest. In meiner damaligen Situation gab es jede Menge schlechte Beispiele sowie Bedenken und gut gemeinte Ratschläge. Diese wahren sicherlich alle berechtigt und haben sich ja im Nachhinein auch bestätigt. Aber niemand hat für mich so aufwendig recherchiert und mir nachprüfbare Fakten geliefert wie Du es für Linda gemacht hast. Ich glaube dann wäre auch bei mir einiges anders gelaufen.

Aber Linda steckt bereits zu tief im Sumpf. Sie hat die schlechten Eigenschaften von Wasif lange vor der Hochzeit kennen gelernt und ihn trotzdem geheiratet und alle nachweisbaren Fakten ignoriert. Sie wird jetzt alles machen, was Wasif von ihr erwartet und ihr habt sie vorübergehend verloren. Aber sie wird, wenn auch mit kräftigen Blessuren, wieder zu sich kommen. Solange sie in Deutschland bleibt, könnt ihr darauf hoffen. Wie lange das dauert hängt von ihrer Leidensfähigkeit ab und die scheint sehr hoch zu sein.
 

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2. August um 18:33

Ich empfehle dir das Buch
"Sand in der Seele"
von Evelyn Kern

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2. August um 19:12
In Antwort auf schmidt0104

Auweia! Das ist das Schlimmst, was passieren konnte!

Unsere Tochter hat sich ja bei den ersten Anzeichen wenigstens gewehrt. Linda lässt sich ja alles gefallen.

Der Mann zieht sein Ding ohne Rücksicht auf Verluste durch und geht über Leichen. Wenn er noch nicht einmal bereit ist die vier Monate bis zu Lindas Prüfung abzuwarten und sie in dieser Lebensphase einer derartigen Stresssituation aussetzt und damit ihre berufliche Zukunft aufs Spiel setzt, hat er sich für jeden außen stehenden Beobachter endgültig als treusorgender Ehemann disqualifiziert. Offenbar nur für seine eigene Frau nicht. Wenn sie jetzt immer nicht merkt, dass sie von diesem hochgradige Egoisten, der nur sein eigenes Ziel verfolgt, komplett manipuliert wird hat die Gehirnwäsche wirklich perfekt funktioniert. Sie ist ihm willenlos hörig und wird spätestens zum Jahreswechsel schwanger. Das ist garantiert sein nächstes Ziel um sie endgültig an sich zu binden. Wenn Ihr Linda jetzt nicht beisteht, werdet ihr auch das nicht verhindern können. Ergebt Euch nicht Eurem Schicksal und lasst sie nicht hängen!

Linda ist nicht mehr Herr ihrer Sinne und weiß nicht mehr was sie tut. Sie braucht dringend Hilfe und Unterstützung und vor allen Dingen eine kompetente Beratung!
 

Auch ich gehe davon aus, dass sein nächstes Etappenziel die Schwangerschaft von Linda ist und leider haben sich bisher alle meine Prognosen bewahrheitet. Wasif möchte Linda für immer an sich binden. Dabei nimmt er keine Rücksicht auf Verluste (die ja ohnehin nur auf Kosten von Linda gehen) und der Erfolg hat ihm bisher auch Recht gegeben.
 

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2. August um 19:23
In Antwort auf agustabell206

Ich empfehle dir das Buch
"Sand in der Seele"
von Evelyn Kern

Vielen Dank für die Buchempfehlung. Es wird nichts bewegen. Linda kennt ja auch die Seite 1001Geschichte aber bei ihr ist ja alles anders weil Wasif nicht mit den Männern über die da berichtet wird zu vergleichen ist. Davon ist sie überzeugt.

 

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2. August um 22:18

Über die schwarze Liste habe ich Wasif prüfen lassen. Das war tatsächlich negativ, also dort ist er nicht aufgeführt.
 

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2. August um 22:18

Über die schwarze Liste habe ich Wasif prüfen lassen. Das war tatsächlich negativ, also dort ist er nicht aufgeführt.
 

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3. August um 9:39
In Antwort auf onhe

Vielen Dank für die Buchempfehlung. Es wird nichts bewegen. Linda kennt ja auch die Seite 1001Geschichte aber bei ihr ist ja alles anders weil Wasif nicht mit den Männern über die da berichtet wird zu vergleichen ist. Davon ist sie überzeugt.

 

Wahnsinn 

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3. August um 12:55
In Antwort auf onhe

Auch ich gehe davon aus, dass sein nächstes Etappenziel die Schwangerschaft von Linda ist und leider haben sich bisher alle meine Prognosen bewahrheitet. Wasif möchte Linda für immer an sich binden. Dabei nimmt er keine Rücksicht auf Verluste (die ja ohnehin nur auf Kosten von Linda gehen) und der Erfolg hat ihm bisher auch Recht gegeben.
 

Erwartungsgemäß hat Linda mein Beratungsangebot bisher nicht angenommen. Falls sie es sich wider erwarten doch noch anders überlegt bitte ich um einen kurzen Hinweis von ihr über das Forum.
Die Texte überfliege ich zwischendurch auf meinem Smartphone, logge mich aber nur über meinen Rechner ein wenn ich Post erwarte oder versenden möchte. 
 

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3. August um 13:06
In Antwort auf malu1229

Erwartungsgemäß hat Linda mein Beratungsangebot bisher nicht angenommen. Falls sie es sich wider erwarten doch noch anders überlegt bitte ich um einen kurzen Hinweis von ihr über das Forum.
Die Texte überfliege ich zwischendurch auf meinem Smartphone, logge mich aber nur über meinen Rechner ein wenn ich Post erwarte oder versenden möchte. 
 

ich denke, sie verschließt die augen vor der realität nach dem vogel strauß prinzip: was ich nicht sehe, existiert nicht.

also warum sich beraten lassen, und sich mit problemen beschäftigen, die nicht existieren?

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Optimistische Abwechslung gesucht
Von: kietzemaze
neu
16. November um 7:19
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