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Liebe zu einer verheirateten Frau?

15. Mai 2013 um 10:32

Hallo zusammen,

ich bräuchte mal ein paar Meinungen, um mich selbst wieder zu finden.

Zum Hintergrund: Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder, wir leben ca 100km von einander entfernt. Ich single, auch zwei Kinder (alleinerziehend für eins).

Zur Geschichte:
Vor einiger Zeit habe ich eine Frau kennengelernt. Sie ist verheiratet, aber mit ihrem Mann läuft gefühlsmässig wenig und körperlich garnichts mehr. In dem Moment des Kennenlernens hatte sie sich eine Situation zurecht gebaut, dass sie trotz ihrer Situation das Leben geniessen kann. Affären, Flirts etc. Doch nichts Festes oder immer wenn es fester werden sollte, ging die Situation auseinander.

Wir tauschten unsere Nummer aus, da wir uns sympatisch fanden und lernten uns erstmal kennen, küssten uns, verknallten uns und alles ist bis heute einfach nur stimmig. Wirklich ALLES! Wie wir uns verstehen, wie wir uns verlangen und wie wir uns ergänzen.

Als wir uns dann nach und nach so unterhielten waren wir ehrlich und offen. Sie lebt mit ihrem Mann und den zwei Kindern zusammen. Da ist schon eine gewisse Sicherheit, zudem ist er finanziell gut situiert und bietet ihr ein Leben drum herum, dass sehr gut ist. Doch da fehlt eben was und in mir findet sie alles wieder, was sie brauch und all die Jahre eigentlich nicht hatte.
In uns bebt es, wenn wir uns nicht sehen. Wir vermissen einander, wir tauschen uns super aus und geben uns sehr viel Kraft. Zudem das Gefühl, das Denken, Momente....einfach traumhaft!

Gerne würde ich daran glauben, dass es eine Welt gibt, in der wir zusammen finden, alles teilen und uns wie in den Momenten lieben in denen wir uns sehen. Mein Herz schreit immer JA wenn wir uns sehen, uns austauschen und beisammen sind.
Doch weiss ich noch nicht so Recht, was ich eigentlich für eine Rolle spiele.
- Gleiche ich nur das aus, was sie nicht hat? (Als Lückenfüller?)
- Besteht überhaupt eine realistische Chance zwei derartige Welten zu vereinen mit all den Konsequenzen (Scheidung, Kinder, Wohnorte) ohne das dabei alles zerbricht?
Klar im Moment ist es unkompliziert, man versteckt sich etwas, man hat Spass, man fühlt für einander...
In dem Momenten wo man nicht zusammen ist, vermisst man sich, schreibt sich täglich, verlangt nacheinander...

Meine Befürchtung ist, dass ein Zusammenfinden mit sehr viel Aufwand, Kraft wie auch Schmerz verbunden ist und die Situation, harmonisch wie sie im Moment ist zerstören würde. Auf der anderen Seite immer dieses Verlangen zu spüren sich immer mehr in einander zu verlieben und es nicht 100% ausleben zu können?

Ist irgendwie eine Zwickmühle und so fühle ich mich auch....hin und her gerissen zwischen "Vertrauen das alles gut wird (es gibt für alles eine Lösung)" und "irgendwann wird es scheitern und man fühlt dann nur noch mehr Schmerz, weil man zu viel Gefühl zugelassen hat"
Sie kann mir leider nicht sagen wann wir ganz zueinander finden, da die Situation auch für sie neu ist und sie erst mal Sicherheit brauch. Zudem sie nicht damit gerechnet hat jemanden wie mich kennenzulernen.
Mir geht das genauso und man merkt schon, dass es beide Welten komplett durcheinander wirft.

Nun möchte ich keinen Fehler machen:
Ich möchte ihr die Zeit und das Gefühl geben, dass ich sie will und brauch. Der tragende Balken sein und ihr Sicherheit geben, dass ich es ernst meine.
Auf der anderen Seite möchte ich nicht irgendwann in einer Situation aufwachen, dass eigentlich nie eine Chance bestanden hat unsere Welten zu vereinen...

Wir könnten weiterleben wie bisher, beide unseren Spass haben und das Leben so weiterlaufen lassen, doch fühle ich, dass da mehr ist und wenn man sich das ausmalt, wie es mit so einem Partner sein könnte, dann springt das Herz im Dreieck.

Ist etwas viel Stoff gell?

Wie würdet ihr handeln? Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Als verheiratete Frau, die sich nicht trennen wollte, bzw sich wegen einer Nebenbeziehung getrennt hat? Als Mann, der das gleiche erlebt hat mit positivem oder negativem Ausgang?

Liebe Grüsse
UCAngel

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15. Mai 2013 um 14:25

Okay sehe schon...
erst einmal danke für die ausführliche Antwort cefeu.

Bei dem Sicherheit geben (Fels in der Brandung) war das eher so gemeint:
Die Entscheidung alles hinter sich zu lassen ist oftmals schwer. Sie spielte schon mehrmals mit dem Gedanken einfach alles hinzuwerfen und neu anzufangen. Das ist natürlich nicht leicht, besonders wenn man den Ausblick hat, dann alleine alles (zwei Kinder, Job, Wohnung, etc.) stemmen zu müssen.
Was ich ihr mitgeben möchte ist, dass ich für sie da bin, wenn sie mich braucht um so eine Situation auch durchstehen zu können, nicht immer und immer wieder die Lücke zu füllen und ihr das Gefühl geben "Ich bin immer da egal wie du dich entscheidest"

Gleichzeitig ist da aber halt auch die Angst von ihrer Seite....und wie beschrieben, ist die Situation sehr neu für sie. Gefühle hat sie bei den Flirts nicht zugelassen und bei mir hatte sie irgendwie keine Blockade. Zudem findet sie auch, dass es sehr passt zwischen uns und macht sich auch Gedanken wie man das alles evtl. hinbekommen kann, will aber erst etwas Zeit vergehen lassen um sich auch sicher zu sein die anderen Schritte in Erwägung zu ziehen.

Zu dem Posting von lana7813:
Ja das glaube ich ihr, da die zwei eigentlich nur noch die Kinder und das wohnen verbindet und selbst da macht sie fast alles alleine. Zudem öffnet sie sich mir auf eine Weise, dass man das Vertrauen sehr spürt....schon mal verliebt gewesen? und alles aussenrum ausgeblendet?

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15. Mai 2013 um 14:42

Danke
nehme ich nicht so ernst, da es leicht ist so etwas zu posten ohne die Situation zu kennen...

Meine Dame und ich haben über ihre Situation ausführlich gesprochen....und da erfährt man dann mehr und wie alles zu Stande kam, wie die Situation ist und was ihre Beweggründe sind.

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15. Mai 2013 um 14:50


Also wenn du mit dem Geliebtendasein auf Dauer unzufrieden bist, dann führt leider kein Weg dran vorbei, sie unter Leidensdruck zu setzen.

Ich denke darauf wird es früher oder später hinauslaufen, wollte dem ganzen nur einen Rahmen geben....gibt es dafür ein Zeitfenster, dass man vereinbaren kann? Sollte?
So von wegen:
"Du hör mal, ich geniesse es sehr mit dir zusammen zu sein, wir haben viel Spass zusammen und die Gefühle und das Verlangen mehr von einander zu wollen wachsen unaufhörlich...."

Ist das nicht letztlich auch in einer normalen Bindung so, dass man mehr will und sich irgendwann entscheiden muss einen Schritt weiterzugehen?!

Hier stehen halt einfach mehrere Dinge im Weg, die man erst ausräumen muss, bevor man selbst frei und offen für was neues ist...

War schon mal jemand in einer ähnlichen Lage, dass er sich in jemanden verschossen hat, der nicht frei war und man hat zusammen einen Weg gefunden dann zusammen zu sein? Was waren die Hürden? Wo hätte man besser etwas sanfter reagiert...?

Will ja nicht mit der Tür ins Haus fallen und sie vor eine Entscheidung stellen "Entweder ich oder das was du im Moment hast?"

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15. Mai 2013 um 16:40

Okay
verstehe auf was du hinaus möchtest und es spiegelt teilweise wieder wie ich fühle bzw. was ich denke und für mich will.

Nur der Geliebte zu sein würde mich auf Dauer nicht glücklich machen und ich denke sie auch nicht...

Ich gebe ihr nun etwas die Zeit, warte bis sich die Situation gefestigt hat und signalisiere ihr dann, was ich für mich möchte...
Der Satz "Ich kann und will keine Affäre mehr sein und ziehe mich deshalb aus deinem Leben zurück - wenn du dich entscheidest, mit mir zusammen zu sein, kannst du ja nachkommen." ist denke ich etwas, dass es auf den Punkt trifft....und dann wird man ja sehen, wie der andere sich entscheidet. So oder so hat man es nicht in der Hand.

Danke dir für deine tiefgründigen Antworten.

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