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Forum / Liebe & Beziehung

Liebe und Hass

Letzte Nachricht: 9. Februar 2013 um 13:43
N
neva_12292691
10.01.13 um 16:08

12 1/2 Jahre bin ich mit meinem Partner zusammen. zwei Kinder haben wir und wir haben viel miteinander durchgemacht. Wir teilen ein Hobby, wodurch wir uns damals auch kennengelernt haben. Wir sind beide in einer Hilfsoranisation ehrenamtlich tätig.
Vor 9 1/2 Jahren hat er mich das erste mal mit meiner damals besten Freundiin betrogen. Es war nur ein Kuss aber die Gefühle waren da. Die Sache ging relativ schnell vorbei.
Vor 3 1/2 Jahren betrog er mich dann auf einem Wochenendtripp nach Berlin mit 'einer guten Freundin' seiner Seits. Diesmal richtig. Gefühle waren beider Seits da. Jedoch beteuerte er immer wieder, dass er ja nur mich so wirklich ieben würde. Er entschied sich für mich und die Sache verlief nach einem halben Jahr im Sande.
Im Mai letzten Jahres betrog er mich dann wieder mit ihr. Als ich merkte, dass etwas nicht stimmte wollte er zuerst nicht mit der Sprache rausrücken. (Unser Sohn wurde ziemlich plötzlich schwerkrank. Ist aber alles wieder in Ordnung.)
Am Freitag den 13.Juli ließ er dann nach langem Nachhaken von mir die Bombe platzen und gestand die Affäre.
Direkt am Sonntag darauf redeten wir und er erzählte mir über seine Vermutung, dass sie schwanger ist.
Eigentlich ein absurder Gedanke, da sie nur mit Hilfe von Hormonen schwanger werden konnte. Sie hätte gezielt die Hormone nehmen müssen und es absichtlich darauf anlegen müssen. So viel Kaltblütigkeit habe ich ihr damals nicht zugemutet. Wir redeten fast die ganze Nacht. Er sagte mir, ich sei seine Seelenverwandte. Die Frau, die er wie keine andere lieben würde. Jedoch wären ihr gegenüber mehr als nur freundschaftliche Gefühle da. Es wäre auch liebe aber anders als bei mir. Bei mir wäre er sicher, dass dieses Gefühl ewig bleiben würde. Diese Verbundenheit. Diese Nähe.
Am nächsten Tag war wie jeden Montag Treffen auf der Wache. Um 19.00 Uhr rief er mich an. Die SMS, die er mir vorher geschickt hatte, hatte ich nicht gelesen. Ich war gerade auf dem Rückweg vom Krankenhaus. Er war völlig außer sich und ich hörte, dass er draußen war. Immer wieder sagte er, er würde sie am liebsten umbringen.
Sie hatte ihm gestanden schwanger zu sein.
Für mich brach eine Welt zusammen. Ich war so fassungslos und schon fast hysterisch, dass ich anfangen musste zu lachen.

Bis zu dem heutigen Tag ist noch viel passiert. Er hat sich angeblich für mich entschieden. Schreibt ihr jedoch immer noch, dass er sie liebt. Kurz vor Silvester habe ich Fotos von ihr in Unterwäsche mit Babybauch gefunden. Angeblich ein Weihnachtsgeschenk von ihr, was er nicht ablehnen konnte, weil er sie nicht verletzen wollte.
Wie sehr er mich damit verletzt will er scheinbar nicht wahr haben oder vielleicht ja doch. Er macht mir Vorwürfe, dass ich ihm nicht genug vertrauen würde und seine SMS kontroliere, wenn er das Handy zufällig liegen lässt. Er wirft mir vor nach Gründen für eine Trennung zu suchen. Und ich solle doch einfach abwarten.

Im Februar soll die kleine zur Welt kommen. Bei meinem Glück noch am 14. Februar.

Er will mich nicht verlassen und gibt sich wirklich viel Mühe. Kann sich jedoch nicht wirklich von ihr trennen. Angeblich ja nur, weil er Kontakt zu dem Kind haben will.

So sehr, wie ich ihn liebe, und bei Gott, dass tue ich wirklich, ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich anfange ihn zu hassen...

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N
neva_12292691
11.01.13 um 7:25

Dass sie...
ihn niemals in Ruhe lassen wird weiß ich. Sie ist ihm ja schließlich die letzten drei Jahre hinterher gelaufen und den Kontakt können sie aufgrund des gemeinsamen Hobbies auch nicht aufgeben.
Zu gehen habe ich schon öfter versucht, nur will er einfach nicht von mir weg und somit macht er mir eine Trennung mehr als schwierig.
Vor die Wahl habe ich ihn gestellt. Er will bei mir bleiben. Deswegen gibt er sich ja auch so viel Mühe in den letzten Monaten. Nur gibt es immer wieder Rückschläge.
Meinen eigenen Weg gehe ich trotzdem ein Stück weit. Ich habe unser gemeinsames Hobby aufgegeben und gehe wieder Arbeiten, trotz anfänglichem Wiederstand und Schwierigkeiten.

Du schreibst 'ehemalige Geliebte', wie kam es zu einem Bruch?

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A
adelia_12728837
20.01.13 um 6:47

Liebe und Hass gehören zusammen
du bist eine starke Frau bewundere dich sehr.
schau Liebe und Hass gehören so zusammen wie du und dein Mann warscheinlich man nennt es haßliebe ist so wie eine koabhängigkeit.
Nur bevor du anfängs langsam daran zu zerbrechen an der Haßliebe geh von deinem Mann weil meiner Meinung nach ist das nur ein warmhalten was er tut damit er nicht mall alleine dasteht sollte es mit der anderen nicht gut gehen.
Oder rede mit ihr das sie euch doch in ruhe lassen soll.
Wenn er es wegen dem Kind mach, soll er es holen und einige Stunden mit dem Kind verbringen so verliert er auch nicht den Kontakt.
Aber lass dir eins gesagt sein, wenn man jemanden wirklich Liebt, verletzt man ihn nicht so.

Hoffe es geht alles zu deinem Glück aus

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D
dafydd_12520861
21.01.13 um 6:01

Erst einmal
muss doch festgestellt werden, ob der überhaupt der Vater ist oder?

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B
bopha_11900629
21.01.13 um 19:09
In Antwort auf neva_12292691

Dass sie...
ihn niemals in Ruhe lassen wird weiß ich. Sie ist ihm ja schließlich die letzten drei Jahre hinterher gelaufen und den Kontakt können sie aufgrund des gemeinsamen Hobbies auch nicht aufgeben.
Zu gehen habe ich schon öfter versucht, nur will er einfach nicht von mir weg und somit macht er mir eine Trennung mehr als schwierig.
Vor die Wahl habe ich ihn gestellt. Er will bei mir bleiben. Deswegen gibt er sich ja auch so viel Mühe in den letzten Monaten. Nur gibt es immer wieder Rückschläge.
Meinen eigenen Weg gehe ich trotzdem ein Stück weit. Ich habe unser gemeinsames Hobby aufgegeben und gehe wieder Arbeiten, trotz anfänglichem Wiederstand und Schwierigkeiten.

Du schreibst 'ehemalige Geliebte', wie kam es zu einem Bruch?

Wenn er nicht gehen will
mach es ihm doch leichter.
Wechsele die Schlösser aus und rate ihm, zu ihr zu ziehen.
In Kürze wird er das Vergnügen haben, sein Neugeborenes großziehen zu dürfen.
Geh vorher zu einem Familienanwalt und lass dich beraten, was dir zusteht.
Bleibst du mit ihm zusammen, bleibt dein Selbstwertgefühl auf der Strecke, du wirst dich fühlen wie die Allerletzte.
Außerdem rennt dir die Zeit, in der du einen anderen Mann kennenlernen könntest, davon.
Er blockiert dich.
Letztendlich ist es deine Entscheidung, aber glücklich wirst du mit ihm nicht mehr.

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A
adelia_12728837
21.01.13 um 19:42
In Antwort auf bopha_11900629

Wenn er nicht gehen will
mach es ihm doch leichter.
Wechsele die Schlösser aus und rate ihm, zu ihr zu ziehen.
In Kürze wird er das Vergnügen haben, sein Neugeborenes großziehen zu dürfen.
Geh vorher zu einem Familienanwalt und lass dich beraten, was dir zusteht.
Bleibst du mit ihm zusammen, bleibt dein Selbstwertgefühl auf der Strecke, du wirst dich fühlen wie die Allerletzte.
Außerdem rennt dir die Zeit, in der du einen anderen Mann kennenlernen könntest, davon.
Er blockiert dich.
Letztendlich ist es deine Entscheidung, aber glücklich wirst du mit ihm nicht mehr.

Schlösser
anonym wie recht du hast nur oft mal ist das nicht so einfach schneller geschrieben als getan

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N
neva_12292691
09.02.13 um 13:43

Jetzt ist sie da...
Am Donnerstag den 31.1. kam die Mutter des Kindes meines Freundes ins Krankenhaus. Diagnose: schwere Schwangerschaftsvergiftung. Die Kleine wuchs bereits zwei Wochen nicht mehr, hatte kein Fruchtwasser mehr und die Blut und Leberwerte der Mutter waren schlecht.
Mein Freund machte sich wahnsinnige Sorgen (um das Kind) und fuhr am Abend nach der Arbeit zu ihr ins Krankenhaus.
Am nächsten Tag wurde die kleine per Kaiserschnitt geholt. Fünf Wochen zu früh, viel zu klein für die 35. SSW, keine 1900 gr leicht.

Für die Gedanken, die ich in ihren ersten Lebenstage hatte und leider auch immer noch habe schäme ich mich sehr. Aber sie sind da.

Am Freitag, als die Kleine auf die Welt gekommen war und er aus dem Krankenhaus wieder kam sagte ich ihm , dass ich nicht mehr kann. Ich bin müde und weiß kaum noch wer ich eigentlich bin. Es sei zu ende.
Auf meinen Wunsch hin verbrachte er die Nacht mit unserem Sohn zusammen bei einer Veranstaltung der Vereinsjugend, bei der er auch aktiv ist. Er bat mich noch einmal darüber ernsthaft nachzudenken.
Die Nach über schlief ich kaum. Wie so viele Nächte unzählige zuvor auch.

Am nächsten Mittag kamen er und unser Sohn nach Hause. Eigentlich wollte ich erst am Abend mit ihm reden, jedoch drängte er auf eine Antwort.
Wir zogen uns zurück und ich erläuterte ihm meine Beweggründe. Ganz ruhig, mit allem, was ich empfand, was mir weh tat, dass ich die Verwirrung unseres Sohnes immer wieder mitbekommen würde, der mit der ganzen Situation nicht wirklich umzugehen wisse, was er als Vater scheinbar gar nicht mitzubekommen scheinen würde, dass die Zukunft, wie sie sich mir im Moment gestalten würde mir vorkommen würde, wie eine schlechte Daily Soap, ich seine Tochter nie wirklich in unserer Familie akzeptieren könne, weil er dadurch immer Kontakt zu ihrer Mutter hätte, die ich mittlerweile so sehr hasse, wie ich noch nie jemanden in meinem ganzen Leben gehasst habe und immer mit der Angst leben würde, dass die Gefühle, die er doch angeblich nicht mehr für sie haben würde wieder hochkommen würden und sie durch das Kind noch viel enger mit ihm verbunden sein würde, als es davor jemals der Fall gewesen sei.
All das würde mir unsagbar weh tun, in mir Selbstzweifel wecken, mich von Tag zu Tag mehr verbittern.
Auch für seine Beziehung zu seiner Tochter wäre es wohl besser, wenn wir uns trennen würden, da ich dem immer wieder im Weg stehen würde.

Zum ersten Mal seit so unendlch langer Zeit habe ich ihn weinen gesehen. Er sagte mir, er habe damals den größten Fehler seines Lebens begangen, als er mit ihr geschlafen hatte. Eine Beziehuing zu dem Kind könne er gar nicht richtig aufbauen, da wegen ihr seine Familie kapputt gegangen wäre und ich gegangen bin.
So verzweifelt habe ich ihn glaube ich noch nie gesehen und es tat mir im Herzen weh. Ich fing an zu weinen und konnte mich kaum mehr einkriegen. Er nahm mich in den Arm und ich weinte eine gefühlte Ewigkeit...

Am nächsten Tag kam ich noch einmal auf das Thema zu sprechen und sagte ihm, dass meine Entscheidung, egal, was in der Nacht geschehen sei, stehen würde. Sex würde Probleme nicht lösen und Verletzungen nicht heilen. Er wurde sauer und beschimpfte mich wütend, er würde es mir garantiert nicht so einfach machen und garantiert nicht aus der Wohnung ausziehen, er würde mich nicht so einfach ziehen lassen, wenn er das doch nicht wollen würde.
Da erkannte ich, mal wieder unser eigentliches Grundproblem.
In den letzten 12 Jahren ging er seinen Weg ohne effektieven Wiederstand von mir und wenn ich dann wirklich mal etwas gegen Entscheidungen von ihm hatte juckte es ihn nicht wirklich. Er ging einfach seinen Weg. Genau das warf er mir dann vor. Ich wäre nicht kompromissbereit und seine Handlungen wären ja lediglich trotzreaktionen von ihm gewesen. Ich dachte wirklich ich würde nicht richtig hören. Er war so sauer und wütend. Redete sich mal wieder so sehr in Rage, dass ich ja wenn es wirklich um etwas gehen würde nie einen Kompromiss eingehen oder überhaupt suchen würde...

Unter seiner Drohung mir das Leben schwer zu machen bin ich darauf eingegangen in den der nächsten Zeit nach akzeptabelen Kompromissen zu suchen...

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