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Liebe und Drogen

8. Mai um 15:28 Letzte Antwort: 10. Mai um 12:55

Hey ihr, nach langem Mitlesen habe ich mich auch mal angemeldet. Ich bin derzeit ein wenig hin-und hergerissen und wollte euch mal nach euren Ratschlägen und Erfahrungen fragen. 

Folgendes: Ich (21) bin seit 2 Monaten mit meinem Freund (25) zusammen. Wir genießen die Zeit zusammen und verstehen uns grundsätzlich super! Wenn da nicht, die eine Sache wäre, bei der ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll. Sein Drogenkonsum. 
Ich habe ihn im Januar kennengelernt und er war sofort offen und ehrlich zu mir und erzählte mir alles über seinen Konsum. Ich war vorerst komplett verschreckt und habe den Kontakt vorerst abgebrochen aber wir haben auf Umwegen wieder zueinander gefunden. 

Er studiert Medizin. Nächstes Jahr schließt er sein Studium ab. Seit Beginn seines Studiums wirft er ab und an, wenn er mit seinen Freunden auf Techno Partys geht MDMA und zieht Speed. Mit "ab und an" meine ich 4-5 mal im Jahr, so alle 3 Monate. Zudem kifft er mind. 1 mal pro Woche. Er macht diese Sachen nie allein, sondern nur, wenn er mit Freunden unterwegs ist (MDMA und Pep nur auf Partys). Nie während der Klausurenphase und (das ist für mich das wichtigste) nie, wenn wir uns sehen. Ich selbst kiffe auch 1-2 mal im Jahr, rauche und trinke auch gern mal.  
Ich habe mich schon lang und ausführlich mit ihm unterhalten und habe stark das Gefühl, dass er den Konsum gut im Griff hat und wenn nötig auch nur einmal im Jahr auf Partys etwas schmeißen möchte. Vor allem, weiß ich, dass er viel Rücksicht auf mich nimmt, zu 100% ehrlich ist und er mir zuhört. Ich habe ihm noch nie etwas angemerkt, dass die Drogen ihn verändern und er macht einen sehr stabilen Eindruck. Ich weiß, dass er Pausen machen kann. Er hat jetzt seit einem halben Jahr nichts mehr auf Partys geschmissen. Und 3 Wochen auch schon nicht mehr gekifft, einfach weil er sich selbst beweisen will, dass es auch ohne geht. Wenn er es doch macht, entscheidet er sich bewusst an dem Abend dafür, plant es sogar schon fast. 
Wir haben uns darauf geeinigt, dass er die Drogen maximal reduziert, ich ihn aber nicht bevormunden soll und keine Verbote aussprechen werde. Das bringt eh nichts. 
Die Drogen haben bisher keinen Einfluss auf seinen Alltag. Er kommt allen Verpflichtungen nach und sein Studium läuft gut. Er hat sein restliches Leben im Griff. Er hat auch ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern (auch wenn die von den Partydrogen nichts wissen). Er sagte mir klipp und klar, dass, wenn er aufhört, das nicht wegen mir machen will, sondern weil er es für sich selbst so entscheidet. Und das finde ich auch richtig. Ich weiß, dass irgendwann der Tag kommt an dem er wieder feiern geht und etwas schmeißt. Nächstes Jahr ist er dann aber fertig mit studieren und er sagt, für ihn sei mit dem Eintritt ins Berufsleben als Arzt vorbei. 
Meine Frage: da die Beziehung wirklich noch nicht lang besteht: Denkt ihr, dass man trotz dieser Sache eine ordentliche Beziehung aufbauen kann? Und... ist es möglich, ohne professionelle Hilfe diesen Umstieg von Studenten- auf Berufsleben zu meistern und die Drogen sozusagen als "wilde Studienzeit" abzustempeln?  
Mich beunruhigt eben, dass er diesen Konsum (auch auf dem gleichbleibendem Level) seit den 6 Jahren seines Studiums betreibt und das ist, finde ich, schon eine lange Zeit. Auf der anderen Seite sehe ich aber auch, dass das Konsumverhalten seit 6 Jahren nicht stärker geworden ist, er es also schon steuern kann, und er nicht in eine schlimme Sucht abgestürzt ist und die Kontrolle über sein Leben behalten kann. Und offensichtlich sein Studium meistert. Ich frage mich, ob ich den ganzen eine Chance gebe oder ob ich Reisaus nehme. Ich muss aber dazu sagen, dass ich selten so einen tollen, gutherzigen und aufrichtigen Menschen kennengelernt habe. Und der Sex passt auch 😉 

Danke für eure Antworten

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9. Mai um 22:06

Wenn für dich in der Beziehung ansonsten alles passt, würde ich ihm die Zeit bis nächstes Jahr geben und dann schauen, ob er sich an sein selbst gesetztes Ultimatum hält. So wie du es schilderst, scheint er mit seinem Konsum recht vernüftig und gewissenhaft umzugehen. Inwieweit da nicht evtl. doch eine Abhängigkeit besteht, lässt sich natürlich nicht sagen. Als Mediziner ist er sich ja am besten über die Risiken des Konsums bewusst. Viele Ärzte neigen ja zum Alkoholkonsum. Ob er dann mit den Partydrogen und Kiffen aufhören kann, wenn der eigentliche Stress im Berufsleben los geht, wird sich zeigen.

Ich würde an deiner Stelle aber nicht jetzt schon ein Problem daraus machen. Ihr seid ja erst frisch zusammen und du kannst dir ja für dich eine klare Frist setzen, bis wann du seinen Konsum maximal zu tolerieren bereit bist. Und wenn er dann doch weiter konsumiert, zieh die notwendigen Konsequenzen.

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10. Mai um 6:15
In Antwort auf user2031713640

Hey ihr, nach langem Mitlesen habe ich mich auch mal angemeldet. Ich bin derzeit ein wenig hin-und hergerissen und wollte euch mal nach euren Ratschlägen und Erfahrungen fragen. 

Folgendes: Ich (21) bin seit 2 Monaten mit meinem Freund (25) zusammen. Wir genießen die Zeit zusammen und verstehen uns grundsätzlich super! Wenn da nicht, die eine Sache wäre, bei der ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll. Sein Drogenkonsum. 
Ich habe ihn im Januar kennengelernt und er war sofort offen und ehrlich zu mir und erzählte mir alles über seinen Konsum. Ich war vorerst komplett verschreckt und habe den Kontakt vorerst abgebrochen aber wir haben auf Umwegen wieder zueinander gefunden. 

Er studiert Medizin. Nächstes Jahr schließt er sein Studium ab. Seit Beginn seines Studiums wirft er ab und an, wenn er mit seinen Freunden auf Techno Partys geht MDMA und zieht Speed. Mit "ab und an" meine ich 4-5 mal im Jahr, so alle 3 Monate. Zudem kifft er mind. 1 mal pro Woche. Er macht diese Sachen nie allein, sondern nur, wenn er mit Freunden unterwegs ist (MDMA und Pep nur auf Partys). Nie während der Klausurenphase und (das ist für mich das wichtigste) nie, wenn wir uns sehen. Ich selbst kiffe auch 1-2 mal im Jahr, rauche und trinke auch gern mal.  
Ich habe mich schon lang und ausführlich mit ihm unterhalten und habe stark das Gefühl, dass er den Konsum gut im Griff hat und wenn nötig auch nur einmal im Jahr auf Partys etwas schmeißen möchte. Vor allem, weiß ich, dass er viel Rücksicht auf mich nimmt, zu 100% ehrlich ist und er mir zuhört. Ich habe ihm noch nie etwas angemerkt, dass die Drogen ihn verändern und er macht einen sehr stabilen Eindruck. Ich weiß, dass er Pausen machen kann. Er hat jetzt seit einem halben Jahr nichts mehr auf Partys geschmissen. Und 3 Wochen auch schon nicht mehr gekifft, einfach weil er sich selbst beweisen will, dass es auch ohne geht. Wenn er es doch macht, entscheidet er sich bewusst an dem Abend dafür, plant es sogar schon fast. 
Wir haben uns darauf geeinigt, dass er die Drogen maximal reduziert, ich ihn aber nicht bevormunden soll und keine Verbote aussprechen werde. Das bringt eh nichts. 
Die Drogen haben bisher keinen Einfluss auf seinen Alltag. Er kommt allen Verpflichtungen nach und sein Studium läuft gut. Er hat sein restliches Leben im Griff. Er hat auch ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern (auch wenn die von den Partydrogen nichts wissen). Er sagte mir klipp und klar, dass, wenn er aufhört, das nicht wegen mir machen will, sondern weil er es für sich selbst so entscheidet. Und das finde ich auch richtig. Ich weiß, dass irgendwann der Tag kommt an dem er wieder feiern geht und etwas schmeißt. Nächstes Jahr ist er dann aber fertig mit studieren und er sagt, für ihn sei mit dem Eintritt ins Berufsleben als Arzt vorbei. 
Meine Frage: da die Beziehung wirklich noch nicht lang besteht: Denkt ihr, dass man trotz dieser Sache eine ordentliche Beziehung aufbauen kann? Und... ist es möglich, ohne professionelle Hilfe diesen Umstieg von Studenten- auf Berufsleben zu meistern und die Drogen sozusagen als "wilde Studienzeit" abzustempeln?  
Mich beunruhigt eben, dass er diesen Konsum (auch auf dem gleichbleibendem Level) seit den 6 Jahren seines Studiums betreibt und das ist, finde ich, schon eine lange Zeit. Auf der anderen Seite sehe ich aber auch, dass das Konsumverhalten seit 6 Jahren nicht stärker geworden ist, er es also schon steuern kann, und er nicht in eine schlimme Sucht abgestürzt ist und die Kontrolle über sein Leben behalten kann. Und offensichtlich sein Studium meistert. Ich frage mich, ob ich den ganzen eine Chance gebe oder ob ich Reisaus nehme. Ich muss aber dazu sagen, dass ich selten so einen tollen, gutherzigen und aufrichtigen Menschen kennengelernt habe. Und der Sex passt auch 😉 

Danke für eure Antworten

Also es passt eigentlich super zwischen euch beiden und du machst dir Sorgen wegen seines Drogenkonsums? Er ist schon groß und kann das selbst entscheiden. Wenn du damit nicht klar kommst, wirst du die Beziehung beenden müssen...

Freundliche Grüße, Christoph

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10. Mai um 9:34
In Antwort auf user2031713640

Hey ihr, nach langem Mitlesen habe ich mich auch mal angemeldet. Ich bin derzeit ein wenig hin-und hergerissen und wollte euch mal nach euren Ratschlägen und Erfahrungen fragen. 

Folgendes: Ich (21) bin seit 2 Monaten mit meinem Freund (25) zusammen. Wir genießen die Zeit zusammen und verstehen uns grundsätzlich super! Wenn da nicht, die eine Sache wäre, bei der ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll. Sein Drogenkonsum. 
Ich habe ihn im Januar kennengelernt und er war sofort offen und ehrlich zu mir und erzählte mir alles über seinen Konsum. Ich war vorerst komplett verschreckt und habe den Kontakt vorerst abgebrochen aber wir haben auf Umwegen wieder zueinander gefunden. 

Er studiert Medizin. Nächstes Jahr schließt er sein Studium ab. Seit Beginn seines Studiums wirft er ab und an, wenn er mit seinen Freunden auf Techno Partys geht MDMA und zieht Speed. Mit "ab und an" meine ich 4-5 mal im Jahr, so alle 3 Monate. Zudem kifft er mind. 1 mal pro Woche. Er macht diese Sachen nie allein, sondern nur, wenn er mit Freunden unterwegs ist (MDMA und Pep nur auf Partys). Nie während der Klausurenphase und (das ist für mich das wichtigste) nie, wenn wir uns sehen. Ich selbst kiffe auch 1-2 mal im Jahr, rauche und trinke auch gern mal.  
Ich habe mich schon lang und ausführlich mit ihm unterhalten und habe stark das Gefühl, dass er den Konsum gut im Griff hat und wenn nötig auch nur einmal im Jahr auf Partys etwas schmeißen möchte. Vor allem, weiß ich, dass er viel Rücksicht auf mich nimmt, zu 100% ehrlich ist und er mir zuhört. Ich habe ihm noch nie etwas angemerkt, dass die Drogen ihn verändern und er macht einen sehr stabilen Eindruck. Ich weiß, dass er Pausen machen kann. Er hat jetzt seit einem halben Jahr nichts mehr auf Partys geschmissen. Und 3 Wochen auch schon nicht mehr gekifft, einfach weil er sich selbst beweisen will, dass es auch ohne geht. Wenn er es doch macht, entscheidet er sich bewusst an dem Abend dafür, plant es sogar schon fast. 
Wir haben uns darauf geeinigt, dass er die Drogen maximal reduziert, ich ihn aber nicht bevormunden soll und keine Verbote aussprechen werde. Das bringt eh nichts. 
Die Drogen haben bisher keinen Einfluss auf seinen Alltag. Er kommt allen Verpflichtungen nach und sein Studium läuft gut. Er hat sein restliches Leben im Griff. Er hat auch ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern (auch wenn die von den Partydrogen nichts wissen). Er sagte mir klipp und klar, dass, wenn er aufhört, das nicht wegen mir machen will, sondern weil er es für sich selbst so entscheidet. Und das finde ich auch richtig. Ich weiß, dass irgendwann der Tag kommt an dem er wieder feiern geht und etwas schmeißt. Nächstes Jahr ist er dann aber fertig mit studieren und er sagt, für ihn sei mit dem Eintritt ins Berufsleben als Arzt vorbei. 
Meine Frage: da die Beziehung wirklich noch nicht lang besteht: Denkt ihr, dass man trotz dieser Sache eine ordentliche Beziehung aufbauen kann? Und... ist es möglich, ohne professionelle Hilfe diesen Umstieg von Studenten- auf Berufsleben zu meistern und die Drogen sozusagen als "wilde Studienzeit" abzustempeln?  
Mich beunruhigt eben, dass er diesen Konsum (auch auf dem gleichbleibendem Level) seit den 6 Jahren seines Studiums betreibt und das ist, finde ich, schon eine lange Zeit. Auf der anderen Seite sehe ich aber auch, dass das Konsumverhalten seit 6 Jahren nicht stärker geworden ist, er es also schon steuern kann, und er nicht in eine schlimme Sucht abgestürzt ist und die Kontrolle über sein Leben behalten kann. Und offensichtlich sein Studium meistert. Ich frage mich, ob ich den ganzen eine Chance gebe oder ob ich Reisaus nehme. Ich muss aber dazu sagen, dass ich selten so einen tollen, gutherzigen und aufrichtigen Menschen kennengelernt habe. Und der Sex passt auch 😉 

Danke für eure Antworten

Du kannst doch nichts sehen, du kennst ihn doch nicht seit 6 Jahren.

Eltern wissen alles , sie reden nur nicht darüber

Ich halte nichts von Menschen, die Drogen steuern müssen.
Um mir/jedem zu gefallen.

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10. Mai um 10:18
In Antwort auf user2031713640

Hey ihr, nach langem Mitlesen habe ich mich auch mal angemeldet. Ich bin derzeit ein wenig hin-und hergerissen und wollte euch mal nach euren Ratschlägen und Erfahrungen fragen. 

Folgendes: Ich (21) bin seit 2 Monaten mit meinem Freund (25) zusammen. Wir genießen die Zeit zusammen und verstehen uns grundsätzlich super! Wenn da nicht, die eine Sache wäre, bei der ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll. Sein Drogenkonsum. 
Ich habe ihn im Januar kennengelernt und er war sofort offen und ehrlich zu mir und erzählte mir alles über seinen Konsum. Ich war vorerst komplett verschreckt und habe den Kontakt vorerst abgebrochen aber wir haben auf Umwegen wieder zueinander gefunden. 

Er studiert Medizin. Nächstes Jahr schließt er sein Studium ab. Seit Beginn seines Studiums wirft er ab und an, wenn er mit seinen Freunden auf Techno Partys geht MDMA und zieht Speed. Mit "ab und an" meine ich 4-5 mal im Jahr, so alle 3 Monate. Zudem kifft er mind. 1 mal pro Woche. Er macht diese Sachen nie allein, sondern nur, wenn er mit Freunden unterwegs ist (MDMA und Pep nur auf Partys). Nie während der Klausurenphase und (das ist für mich das wichtigste) nie, wenn wir uns sehen. Ich selbst kiffe auch 1-2 mal im Jahr, rauche und trinke auch gern mal.  
Ich habe mich schon lang und ausführlich mit ihm unterhalten und habe stark das Gefühl, dass er den Konsum gut im Griff hat und wenn nötig auch nur einmal im Jahr auf Partys etwas schmeißen möchte. Vor allem, weiß ich, dass er viel Rücksicht auf mich nimmt, zu 100% ehrlich ist und er mir zuhört. Ich habe ihm noch nie etwas angemerkt, dass die Drogen ihn verändern und er macht einen sehr stabilen Eindruck. Ich weiß, dass er Pausen machen kann. Er hat jetzt seit einem halben Jahr nichts mehr auf Partys geschmissen. Und 3 Wochen auch schon nicht mehr gekifft, einfach weil er sich selbst beweisen will, dass es auch ohne geht. Wenn er es doch macht, entscheidet er sich bewusst an dem Abend dafür, plant es sogar schon fast. 
Wir haben uns darauf geeinigt, dass er die Drogen maximal reduziert, ich ihn aber nicht bevormunden soll und keine Verbote aussprechen werde. Das bringt eh nichts. 
Die Drogen haben bisher keinen Einfluss auf seinen Alltag. Er kommt allen Verpflichtungen nach und sein Studium läuft gut. Er hat sein restliches Leben im Griff. Er hat auch ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern (auch wenn die von den Partydrogen nichts wissen). Er sagte mir klipp und klar, dass, wenn er aufhört, das nicht wegen mir machen will, sondern weil er es für sich selbst so entscheidet. Und das finde ich auch richtig. Ich weiß, dass irgendwann der Tag kommt an dem er wieder feiern geht und etwas schmeißt. Nächstes Jahr ist er dann aber fertig mit studieren und er sagt, für ihn sei mit dem Eintritt ins Berufsleben als Arzt vorbei. 
Meine Frage: da die Beziehung wirklich noch nicht lang besteht: Denkt ihr, dass man trotz dieser Sache eine ordentliche Beziehung aufbauen kann? Und... ist es möglich, ohne professionelle Hilfe diesen Umstieg von Studenten- auf Berufsleben zu meistern und die Drogen sozusagen als "wilde Studienzeit" abzustempeln?  
Mich beunruhigt eben, dass er diesen Konsum (auch auf dem gleichbleibendem Level) seit den 6 Jahren seines Studiums betreibt und das ist, finde ich, schon eine lange Zeit. Auf der anderen Seite sehe ich aber auch, dass das Konsumverhalten seit 6 Jahren nicht stärker geworden ist, er es also schon steuern kann, und er nicht in eine schlimme Sucht abgestürzt ist und die Kontrolle über sein Leben behalten kann. Und offensichtlich sein Studium meistert. Ich frage mich, ob ich den ganzen eine Chance gebe oder ob ich Reisaus nehme. Ich muss aber dazu sagen, dass ich selten so einen tollen, gutherzigen und aufrichtigen Menschen kennengelernt habe. Und der Sex passt auch 😉 

Danke für eure Antworten

STOP!!!
Deine Gedanken sind auf dem Weg in Richtung Co- Abhängigkeit. Das beginnt damit ihn zu entschuldigen und das du Gründe für seinen Konsum findest, die dir und allen anderen deutlich vermittelt, was für einen super Charakter er hat und ein Medizinstudium anspruchsvoll und nervenaufreibend ist. Er kann ja nicht anders.

Lassen wir mal das Gras außen vor.
Bei den restlichen Drogen bleibt Konsumverhalten niemals gleich. Für mich zeigt sich das bereits durch den Wechsel von Gras zu MDMA. Und wahrscheinlich nimmt er Weckamine...Mutmaßung von mir. Kein Mensch kann Dorgen kontrollieren, es ist sogar so, dass sie beginnen dein Kontrollzentrum auszuschalten. Aus diesem Grunde wäre ich an deiner Stelle mit Zeiten und detaillierten Angaben, die er selbst über seinen Konsum macht sehr verhalten. Er wird vermutlich nicht einfach so aufhören können. Einmal begonnen, verändern sie nicht nur die Persönlichkeit, (in schweren Fällen) sonders haben Einfluss auf diverse Botenstoffe im Gehirn.

Möglich ist, dass er seinen Konsum "noch" in einem gewissen Rahmen halten kann. Unsicher ist, wie sich der Konsum weiterentwickelt, sofern es zu Rückschlägen im Leben kommt, zu Prüfungssituationen, zu großen Einschnitten. Und wie gesagt, eine Co- Abhängigkeit vollzieht sich rasant und du bist am Ende diejenige mit allergrößten Probleme auf jeder Ebene deines Lebens.

Reißaus brauchst du vielleicht nicht sofort nehmen. Klare Regeln und Grenzen solltest du schon aufstellen. Nicht verharmlosen, bagatellisieren und in diesem Fall eindeutig "Verbote" aussprechen. Schafft er es nicht, deine Regeln einzuhalten gehst du bitte. 

 ​

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10. Mai um 10:23

Sein Leben hat ganz wunderbar funktioniert bis du aufgetaucht bist: er hat ein Medizin Studium, ein gutes Verhältnis zu seiner Familie, Freunde, geht feiern und nimmt im Rahmen des kontrollierten Konsums Drogen. Das einzige, was sich an seinem Leben verändert hat, bist Du. Wieso möchtest du, dass er sein Leben, das in den letzten Jahren funktioniert hat und ihn glücklich gemacht hat, ändern?

Ich kann verstehen, dass Menschen die sich mit dem Thema nicht auskennen erst mal Angst haben, Drogen sind nun mal Böse - das weiß jedes Medien- und Gesellschaftsopfer - , aber wenn man es nüchtern betrachtet: sein Leben funktioniert und nur weil du jetzt da bist sollte er es nicht ändern müssen. Du wusstest von anfang an was Sache ist, konntest es aber nicht sein lassen und jetzt bist du mit dem armen jungen Mann in einer Beziehung und erwartest von ihm sein Leben umzugestalten. Meiner Meinung nach hättest du dich von ihm fernhalten müssen und dir einen Partner suchen, der deine Ansichten teilt und nicht mit jemanden zusammen kommen sollen, der sich ändern muss damit du dich besser fühlst; kann mir aber auch vorstellen, dass du bei einem Anderen auch irgendwas gefunden hättest,was er ändern muss. Vielleicht hast du auch Angst vor Kontrollverlust? 

Er scheint echt nett zu sein, schließlich geht er auf deine Erwartungen und Forderungen ein. Früher oder später wird er darauf aber keinen Bock mehr haben.
Hör auf die Sache so zu behandeln als wäre er eine gescheiterte Existenz, denn er ist das absolute Gegenteil davon. Du entmündigst ihn, sprichst ihm seine Intelligenz ab sich um sich selbst kümmern zu können. Du behandelst ihn in dieser Hinsicht unter seinem Niveau. du bist wie ein Missionar, der einer bereits sehr gut funktiorenden Gemeinschaft einen neuen Glauben aufzwingen will und damit alles kaputt macht. 

Frage: Da er vieles für dich ändert; was bringst du mit an den Tisch?

Mach ihm und dir das Leben nicht so nervig und schwer und such dir einen Partner der zu dir passt, damit er eine Frau finden kann, die zu ihm passt.

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10. Mai um 10:33
In Antwort auf einmensch

Sein Leben hat ganz wunderbar funktioniert bis du aufgetaucht bist: er hat ein Medizin Studium, ein gutes Verhältnis zu seiner Familie, Freunde, geht feiern und nimmt im Rahmen des kontrollierten Konsums Drogen. Das einzige, was sich an seinem Leben verändert hat, bist Du. Wieso möchtest du, dass er sein Leben, das in den letzten Jahren funktioniert hat und ihn glücklich gemacht hat, ändern?

Ich kann verstehen, dass Menschen die sich mit dem Thema nicht auskennen erst mal Angst haben, Drogen sind nun mal Böse - das weiß jedes Medien- und Gesellschaftsopfer - , aber wenn man es nüchtern betrachtet: sein Leben funktioniert und nur weil du jetzt da bist sollte er es nicht ändern müssen. Du wusstest von anfang an was Sache ist, konntest es aber nicht sein lassen und jetzt bist du mit dem armen jungen Mann in einer Beziehung und erwartest von ihm sein Leben umzugestalten. Meiner Meinung nach hättest du dich von ihm fernhalten müssen und dir einen Partner suchen, der deine Ansichten teilt und nicht mit jemanden zusammen kommen sollen, der sich ändern muss damit du dich besser fühlst; kann mir aber auch vorstellen, dass du bei einem Anderen auch irgendwas gefunden hättest,was er ändern muss. Vielleicht hast du auch Angst vor Kontrollverlust? 

Er scheint echt nett zu sein, schließlich geht er auf deine Erwartungen und Forderungen ein. Früher oder später wird er darauf aber keinen Bock mehr haben.
Hör auf die Sache so zu behandeln als wäre er eine gescheiterte Existenz, denn er ist das absolute Gegenteil davon. Du entmündigst ihn, sprichst ihm seine Intelligenz ab sich um sich selbst kümmern zu können. Du behandelst ihn in dieser Hinsicht unter seinem Niveau. du bist wie ein Missionar, der einer bereits sehr gut funktiorenden Gemeinschaft einen neuen Glauben aufzwingen will und damit alles kaputt macht. 

Frage: Da er vieles für dich ändert; was bringst du mit an den Tisch?

Mach ihm und dir das Leben nicht so nervig und schwer und such dir einen Partner der zu dir passt, damit er eine Frau finden kann, die zu ihm passt.

"Frage: Da er vieles für dich ändert"

Was ändert er denn?
Im Anfangsposting steht ausdrücklich, dass er seinen Drogenkonsum (wenn überhaupt) nicht wegen ihr aufgeben würde, sondern weil er's für sich so beschließt, und weil er's irgendwie nicht mit seinem Berufsleben zusammenbringen wollen würde. Und von anderen Sachen, die er für sie ändern würde, les ich da überhaupt nix.

lg
cefeu

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10. Mai um 10:55
In Antwort auf user2031713640

Hey ihr, nach langem Mitlesen habe ich mich auch mal angemeldet. Ich bin derzeit ein wenig hin-und hergerissen und wollte euch mal nach euren Ratschlägen und Erfahrungen fragen. 

Folgendes: Ich (21) bin seit 2 Monaten mit meinem Freund (25) zusammen. Wir genießen die Zeit zusammen und verstehen uns grundsätzlich super! Wenn da nicht, die eine Sache wäre, bei der ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll. Sein Drogenkonsum. 
Ich habe ihn im Januar kennengelernt und er war sofort offen und ehrlich zu mir und erzählte mir alles über seinen Konsum. Ich war vorerst komplett verschreckt und habe den Kontakt vorerst abgebrochen aber wir haben auf Umwegen wieder zueinander gefunden. 

Er studiert Medizin. Nächstes Jahr schließt er sein Studium ab. Seit Beginn seines Studiums wirft er ab und an, wenn er mit seinen Freunden auf Techno Partys geht MDMA und zieht Speed. Mit "ab und an" meine ich 4-5 mal im Jahr, so alle 3 Monate. Zudem kifft er mind. 1 mal pro Woche. Er macht diese Sachen nie allein, sondern nur, wenn er mit Freunden unterwegs ist (MDMA und Pep nur auf Partys). Nie während der Klausurenphase und (das ist für mich das wichtigste) nie, wenn wir uns sehen. Ich selbst kiffe auch 1-2 mal im Jahr, rauche und trinke auch gern mal.  
Ich habe mich schon lang und ausführlich mit ihm unterhalten und habe stark das Gefühl, dass er den Konsum gut im Griff hat und wenn nötig auch nur einmal im Jahr auf Partys etwas schmeißen möchte. Vor allem, weiß ich, dass er viel Rücksicht auf mich nimmt, zu 100% ehrlich ist und er mir zuhört. Ich habe ihm noch nie etwas angemerkt, dass die Drogen ihn verändern und er macht einen sehr stabilen Eindruck. Ich weiß, dass er Pausen machen kann. Er hat jetzt seit einem halben Jahr nichts mehr auf Partys geschmissen. Und 3 Wochen auch schon nicht mehr gekifft, einfach weil er sich selbst beweisen will, dass es auch ohne geht. Wenn er es doch macht, entscheidet er sich bewusst an dem Abend dafür, plant es sogar schon fast. 
Wir haben uns darauf geeinigt, dass er die Drogen maximal reduziert, ich ihn aber nicht bevormunden soll und keine Verbote aussprechen werde. Das bringt eh nichts. 
Die Drogen haben bisher keinen Einfluss auf seinen Alltag. Er kommt allen Verpflichtungen nach und sein Studium läuft gut. Er hat sein restliches Leben im Griff. Er hat auch ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern (auch wenn die von den Partydrogen nichts wissen). Er sagte mir klipp und klar, dass, wenn er aufhört, das nicht wegen mir machen will, sondern weil er es für sich selbst so entscheidet. Und das finde ich auch richtig. Ich weiß, dass irgendwann der Tag kommt an dem er wieder feiern geht und etwas schmeißt. Nächstes Jahr ist er dann aber fertig mit studieren und er sagt, für ihn sei mit dem Eintritt ins Berufsleben als Arzt vorbei. 
Meine Frage: da die Beziehung wirklich noch nicht lang besteht: Denkt ihr, dass man trotz dieser Sache eine ordentliche Beziehung aufbauen kann? Und... ist es möglich, ohne professionelle Hilfe diesen Umstieg von Studenten- auf Berufsleben zu meistern und die Drogen sozusagen als "wilde Studienzeit" abzustempeln?  
Mich beunruhigt eben, dass er diesen Konsum (auch auf dem gleichbleibendem Level) seit den 6 Jahren seines Studiums betreibt und das ist, finde ich, schon eine lange Zeit. Auf der anderen Seite sehe ich aber auch, dass das Konsumverhalten seit 6 Jahren nicht stärker geworden ist, er es also schon steuern kann, und er nicht in eine schlimme Sucht abgestürzt ist und die Kontrolle über sein Leben behalten kann. Und offensichtlich sein Studium meistert. Ich frage mich, ob ich den ganzen eine Chance gebe oder ob ich Reisaus nehme. Ich muss aber dazu sagen, dass ich selten so einen tollen, gutherzigen und aufrichtigen Menschen kennengelernt habe. Und der Sex passt auch 😉 

Danke für eure Antworten

ergo bist du für prohibition... darf ich dich fragen, warum? hast du schlechte erfahrungen mit drogen gemacht, oder mit zb freunden u deren konsum?

solltest du für ein reisaus nicht auch entsprechend heftige gründe haben? angenommen, er würde diese wissen wollen, was antwortest du ihm denn dann?
"es ist alles gut, es ist alles toll, du bist toll, der sex ist toll- das reicht mir aber nicht" ist kein trennungsgrund, den ich persönlich akzeptieren, verstehen oder respektieren könnte.
ganz offensichtlich hast du dich mit dem thema drogen noch nie ernsthaft auseinander gesetzt, was mich wundert, angesichts der situation u der konsequenzen für euch beide, die du in erwägung ziehst...
du hast einen tollen mann, er macht bis jetzt alles richtig- meinst du nicht, du bist ihm auch etwas einsatzbereitschaft schuldig?
du kiffst, rauchst u trinkst alkohol. du bist den drogen also absolut nicht abgeneigt.
tut mir leid, aber ich kann dich weder verstehen, noch empfinde ich dich als fair.

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10. Mai um 12:55

Lass dir einfach auf keinen Fall in deine Beziehung reinreden! Wenn er möchte dass du ihm vertraust dann tu das zu 1000% wenn er dich enttäuscht dann ist es so, dann kennst du die Wahrheit. Versuch nicht dich da zu sehr reinzusteigern! Du kommst offensichtlich damit klar dass er das macht also frag nicht andere wie sie das finden! Es ist deine Beziehung und du musst zu ihm stehen wie er ist ... wenn du dicht sehr reinsteigerst wird es schwerer für dich die Beziehung mal zu beendet falls er den Bogen überspannt.. bleib einfach du selbst, lass ihn er selbst sein und schau einfach ob es harmonisch zwischen euch bleibt.. meine Meinung.
P.S. Mein Mann hat als wir uns kennenlernten auch sehr selten mal Drogen konsumiert. Mittlerweile trinkt er nicht mal mehr Alkohol dass ist jetzt 3 Jahre her. Also lass die Dinge einfach ihren Lauf nehmen! ☺️👍

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