Home / Forum / Liebe & Beziehung / Liebe und doch (fast) keinen Sex

Liebe und doch (fast) keinen Sex

30. Mai 2017 um 21:11

Liebe Frauen, inzwischen bin ich (44m) wirklich verzweifelt und brauche euren Rat.
Aber ich schildere erst einmal unsere Lebenssituation: Meine Frau (42) und ich sind seit 17 Jahren zusammen und seit 15 Jahren verheiratet. Wir beide finden, dass wir eine harmonische Ehe voller Zärtlichkeit führen. Unsere zwei Kinder (12 und 8) haben wir sehr gut "hinbekommen" und wir merken, dass wir mit jedem Tag, den die Kinder älter werden, ein wenig mehr Freiheit gewinnen. Wirtschaftlich geht es uns sehr gut. Ein Gärtner und eine Putzfrau nehmen ungeliebte Arbeiten ab, sodass auch nach Feierabend wenig Stress entsteht. Zwei Großelternpaare kümmern sich mittags um die Kinder, sodass auch kein "Kochstress" oder Bereuungsprobleme entstehen. Meine Frau arbeitet in einem sie bestätigenden Job halbtags und ist nachmittags zuhause. Mein Job lässt es häufig zu, dass ich Zuhause auch noch etwas von täglichen Kleinkram übernehme.

Eigentlich sollte alles super sein, ist es aber nicht. Ich liebe meine Frau von ganzem Herzen, ich bin mir auch sicher, dass sie mich ebenso liebt und dennoch gibt es über den immer selben Punkt regelmäßigen Streit.

Der Sex zwischen uns, der früher sehr erfüllend war, wird regelmäßig zum Stein des Anstoßes. Während ich den Sex lange als die intimste und verbindendste Form der Kommunikation, die zwei sich liebende Menschen haben können mutiert genau dieser Punkt zu dem, was uns mehr und mehr voneinander trennt. Wenn wir miteinander schlafen, was vielleicht zweimal im Monat passiert, dann kommt sie regelmäßig zum Orgasmus. Jedoch scheint mir das mehr der Effekt mechanischer Reizung zu sein, als Ausbruch von Leidenschaft, der das letzte mal vor Monaten zu erkennen war. Die Frage, wie oft wir miteinander schlafen, ist seit Jahren ein Konflikt. Einmal pro Woche würde ich ok finden, zweimal pro Woche würde ich mir wünschen. Nun ist es nicht so, dass wir nicht schon häufig darüber gesprochen hätten.
Wir haben selbst den unromantischen Expertenrat befolgt uns zum Sex zu verabreden. Einmal pro Woche war der Kompromiss, mit dem offensichtlich nur ich gut leben konnte, da sie sich nach und nach aus diversen, jeweils dann aktuellen  Gründen aus unserer Verabredung verabschiedet hat. Das Thema Sex sei ihr halt nicht so wichtig. Ich habe sie gefragt, ob sie sich vor mir ekelt oder, ob wir etwas anderes ausprobieren sollen, ob sie Wünsche hätte, die sie sich nicht zu sagen traue. Nein, der Sex mit mir sei schön, auch erheblich besser und befriedigender als frühere Erfahren. Aber das Thema sei ihr eben nicht wichtig.
Das mag sich alles banal anhören, aber ich begehre meine Frau. Nicht irgendeine Frau, sondern sie. Und deshalb leide ich sehr unter Situation. Aber auch das habe ich ihr bereits mehr als einmal mit den Versuch so wenig Druck wie möglich aufzubauen gesagt, auch wenn mir klar ist, dass allein das Thematisieren bereits eine Erwartungshaltung zum Ausdruck bringt und somit Druck erzeugt.
Ich habe auch schon versucht abzuwarten und zu schauen, wann sie einen ersten Schritt macht. Nach zwei Monaten habe ich aufgeben. Freunde raten mit, dann eben an anderer Stelle auf meine Kosten zu kommen. In bezahlter Form, also gänzlich ohne Gefühl, hätte ich noch meiner Frau gegenüber das am wenigsten schlechte Gewissen, habe aber einen gewissen Ekel bei der Vorstellung. Sowohl aus Sicht der "Dienstleisterin" als auch aus meiner Perspektive.
Und eine Äffäre? Wäre scheinbar eine Lösung. Sicher wäre ich deutlich ausgeglichener. Aber Ich habe meine Frau noch nie betrogen, auch wenn die Option gehabt hätte. Zudem bin ich mir sicher, dass meine Frau an diesen Punkt im Falle eines Entdeckens eine "zero-tolerance"-Politik vertreten würde. Und da ich sie liebe und nicht verlieren will, unterdrückte ich meine Bedürfnisse und fange sowas gar nicht erst an. 
Dennoch denke ich in letzter Zeit immer wieder an Trennung. Aber es kann doch nicht sein, dass man die Frau verlässt, die man liebt und eine tolle Familie zerstört für ein paar Hormone. Und dennoch treibt mich die Situation zur Verweifelung, da nichts hilft. Kein Reden, kein in Ruhe lassen. Ich habe selbst darüber nachgedacht mir Libido-dämpfende Mittel verschreiben zu lassen, den Gedanken aber wegen extremer Nebenwirkungen verworfen. Gestern habe ich meiner Frau dann gesagt, dass ich von mir aus nicht mehr die Initiative ergreifen werde, da ich die Zurückweisungen nicht mehr ertragen kann. Nur zur Info: Ich frage nicht jeden Tag, sondern vielleicht alle fünf Tage mal.

 

Mehr lesen

31. Mai 2017 um 0:06

Dein Problem ist, dass Du fragst und (wahrscheinlich) umschreibst und bittest. Besser wäre klipp und klar zu sagen, welches Bedürfnis Du hast und dass Du ohne die Befriedigung dieses Bedürfnisses nicht leben willst und auch nicht kannst.

Ihr wart mit dem wöchentlichen Kompromiss eigentlich auf einem guten Weg. Was Deine Frau anscheinend nicht versteht ist, wie überlebenswichtig für Dich Sex in der Partnerschaft ist. Deine Aufgabe ist, das ihr unmissverständlich klar zu machen. Ihre Aufgabe ist, daran zu arbeiten, gemeinsam mit Dir Lust zu finden und ein für Euch beide befriedigendes sexuelles Niveau zu erreichen.

Aber der erste Schritt muss eine sehr klare Aussprache mit Deiner Frau über Bedürfnisse und Konsequenzen sein. Und die musst Du einleiten.

P.S. Bitte verabschiede Dich von der unsinnigen Vorstellung, Deine Frau würde ihre Orgasmen durch feurige Leidenschaft statt Penetration und mechanischer Stimulierung erreichen. Das kannst Du nun wirklich nicht verlangen nach 15 Ehejahren. Aber Hingabe and Dich und ihr Interesse and Deiner sexuellen Befriedigung, das kannst Du verlangen!

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Mai 2017 um 13:19

ja, diese Filme gucke ich mir immer an, wenn es sonst nichts im TV gibt.

und die Sterne Köche

Bitte, nicht böse sein - aber das klingt mir alles zu sehr nach Drehbuch-Romantik

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Mai 2017 um 15:03
In Antwort auf optimist15

Liebe Frauen, inzwischen bin ich (44m) wirklich verzweifelt und brauche euren Rat.
Aber ich schildere erst einmal unsere Lebenssituation: Meine Frau (42) und ich sind seit 17 Jahren zusammen und seit 15 Jahren verheiratet. Wir beide finden, dass wir eine harmonische Ehe voller Zärtlichkeit führen. Unsere zwei Kinder (12 und 8) haben wir sehr gut "hinbekommen" und wir merken, dass wir mit jedem Tag, den die Kinder älter werden, ein wenig mehr Freiheit gewinnen. Wirtschaftlich geht es uns sehr gut. Ein Gärtner und eine Putzfrau nehmen ungeliebte Arbeiten ab, sodass auch nach Feierabend wenig Stress entsteht. Zwei Großelternpaare kümmern sich mittags um die Kinder, sodass auch kein "Kochstress" oder Bereuungsprobleme entstehen. Meine Frau arbeitet in einem sie bestätigenden Job halbtags und ist nachmittags zuhause. Mein Job lässt es häufig zu, dass ich Zuhause auch noch etwas von täglichen Kleinkram übernehme.

Eigentlich sollte alles super sein, ist es aber nicht. Ich liebe meine Frau von ganzem Herzen, ich bin mir auch sicher, dass sie mich ebenso liebt und dennoch gibt es über den immer selben Punkt regelmäßigen Streit.

Der Sex zwischen uns, der früher sehr erfüllend war, wird regelmäßig zum Stein des Anstoßes. Während ich den Sex lange als die intimste und verbindendste Form der Kommunikation, die zwei sich liebende Menschen haben können mutiert genau dieser Punkt zu dem, was uns mehr und mehr voneinander trennt. Wenn wir miteinander schlafen, was vielleicht zweimal im Monat passiert, dann kommt sie regelmäßig zum Orgasmus. Jedoch scheint mir das mehr der Effekt mechanischer Reizung zu sein, als Ausbruch von Leidenschaft, der das letzte mal vor Monaten zu erkennen war. Die Frage, wie oft wir miteinander schlafen, ist seit Jahren ein Konflikt. Einmal pro Woche würde ich ok finden, zweimal pro Woche würde ich mir wünschen. Nun ist es nicht so, dass wir nicht schon häufig darüber gesprochen hätten.
Wir haben selbst den unromantischen Expertenrat befolgt uns zum Sex zu verabreden. Einmal pro Woche war der Kompromiss, mit dem offensichtlich nur ich gut leben konnte, da sie sich nach und nach aus diversen, jeweils dann aktuellen  Gründen aus unserer Verabredung verabschiedet hat. Das Thema Sex sei ihr halt nicht so wichtig. Ich habe sie gefragt, ob sie sich vor mir ekelt oder, ob wir etwas anderes ausprobieren sollen, ob sie Wünsche hätte, die sie sich nicht zu sagen traue. Nein, der Sex mit mir sei schön, auch erheblich besser und befriedigender als frühere Erfahren. Aber das Thema sei ihr eben nicht wichtig.
Das mag sich alles banal anhören, aber ich begehre meine Frau. Nicht irgendeine Frau, sondern sie. Und deshalb leide ich sehr unter Situation. Aber auch das habe ich ihr bereits mehr als einmal mit den Versuch so wenig Druck wie möglich aufzubauen gesagt, auch wenn mir klar ist, dass allein das Thematisieren bereits eine Erwartungshaltung zum Ausdruck bringt und somit Druck erzeugt.
Ich habe auch schon versucht abzuwarten und zu schauen, wann sie einen ersten Schritt macht. Nach zwei Monaten habe ich aufgeben. Freunde raten mit, dann eben an anderer Stelle auf meine Kosten zu kommen. In bezahlter Form, also gänzlich ohne Gefühl, hätte ich noch meiner Frau gegenüber das am wenigsten schlechte Gewissen, habe aber einen gewissen Ekel bei der Vorstellung. Sowohl aus Sicht der "Dienstleisterin" als auch aus meiner Perspektive.
Und eine Äffäre? Wäre scheinbar eine Lösung. Sicher wäre ich deutlich ausgeglichener. Aber Ich habe meine Frau noch nie betrogen, auch wenn die Option gehabt hätte. Zudem bin ich mir sicher, dass meine Frau an diesen Punkt im Falle eines Entdeckens eine "zero-tolerance"-Politik vertreten würde. Und da ich sie liebe und nicht verlieren will, unterdrückte ich meine Bedürfnisse und fange sowas gar nicht erst an. 
Dennoch denke ich in letzter Zeit immer wieder an Trennung. Aber es kann doch nicht sein, dass man die Frau verlässt, die man liebt und eine tolle Familie zerstört für ein paar Hormone. Und dennoch treibt mich die Situation zur Verweifelung, da nichts hilft. Kein Reden, kein in Ruhe lassen. Ich habe selbst darüber nachgedacht mir Libido-dämpfende Mittel verschreiben zu lassen, den Gedanken aber wegen extremer Nebenwirkungen verworfen. Gestern habe ich meiner Frau dann gesagt, dass ich von mir aus nicht mehr die Initiative ergreifen werde, da ich die Zurückweisungen nicht mehr ertragen kann. Nur zur Info: Ich frage nicht jeden Tag, sondern vielleicht alle fünf Tage mal.

 

Zuerst Einmal möchte ich dir meine echte Hochachtung aussprechen und ziehe meinen Hut vor dir!!! 
In einer Welt in der Ehrlichkeit und Treue zunehmend schwinden stimmt es mich gerade wirklich sehr glücklich, dass es noch Männer wie dich gibt! Habe ja kaum nocht daran geglaubt. 
Ich kann eure Situation echt total gut verstehen. Eine Lösung erscheint mir sehr schwer herbeizuführen! 

Wie sieht es denn mit einer anderen Form der Sexualität aus? Könnt ihr euch zusammen setzen und über andere Möglichkeiten reden? Der Swingerclub, die Geliebte...? 
Also ich kann dir sagen, dass ich mit einem Mann zusammen war, der mich nach ein paar Jahren sexuell irgendwie nicht mehr so reizte. Kann kaum sagen woran es liegt. Ich denke einfach es liegt in der Natur der Dinge. Es wird alles so langweilig, so ritualisiert, das Feuer ist weg. Und das passiert, denke ich jedem in so einer langen Beziehung. 
Ich denke dass deine Frau ganz klar diese latente Erwartungshaltung spürt. 
Ich kann sie so gut verstehen! Da ist einerseits dein Bedürfnis, welches ich echt super nachempfinden kann, da ich Männer kenne, die Verbindlichkeit, tiefste Zuneigung, Zufriedenheit.. eben über Sexualität am Meisten empfinden. Und bei deiner Frau ist grad alles so: "Och ne, nicht schon wieder." 
Ich weiß es nicht, ich kenne die Lösung hier wirklich nicht. Aber ich denke ihr solltet sehr offen sein und du solltest ganz klar deine Bedürfnisse darstellen. Oder ihr macht echt mal n halbes Jahr Pause damit. Lass sie doch mal n halbes Jahr zappeln, mach dich chick, kauf dir coole Klamotten, n Auto, vermittel den Eindruck, dass du n richtig cooler Hecht bist, denke das wird dich wieder interessant bei ihr machen. Geh mal mit Freunden aus. Ohne sie! 
Danke für dein Statement, es beruhigt mich ungemein, dass manche Männer nicht woanders rumv....!!! 

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Fragen Sie mich, wie ich wieder meine Ex
Von: hilgardhelmut
neu
31. Mai 2017 um 12:03
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook

Das könnte dir auch gefallen