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Liebe ohne Verliebtsein

8. Januar 2011 um 19:22

Hallo ihr Lieben,
ich fang einfach mal: Ich bin seit 4 Jahren in einer Beziehung, die im Grunde genommen recht schön ist.

Gestern Abend war ich bei meinem Freund, wir haben etwas Wein getrunken, und uns über die Anfangsphase unserer Beziehung unterhalten, in der es damals einige Probleme gab... Jedenfalls meinte er dann, dass das mit mir nicht so, wie bei seinen Exfreundinnen war, in die er total verliebt gewesen ist. Er hatte bei mir also nie dieses starke "Verliebtsein- ich würde alles für sie/ ihn tun" Gefühl...

Ich weiß nicht, ob ich mir jetzt einfach nur Probleme suche, wo keine vorhanden sind, denn er sagt mir oft, dass er mich liebt, so noch nie für eine Frau gefühlt hat, plant unsere Zukunft... Und trotzdem hat mich seine Aussage gestern so verunsichert, dass ich jetzt auf einmal alles in Frage stelle.

Ich frage mich, ob man denn tatsächlich jemanden lieben kann, in den man nie oder nicht so stark verliebt gewesen ist? Ich kann es mir nämlich einfach nicht vorstellen, da ich immer geglaubt habe, dass das Verliebtsein zu Beginn einer Beziehung die Grundvoraussetzung dafür ist, dass irgendwann mal Liebe entstehen kann... Oder liege ich falsch?

LG

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8. Januar 2011 um 22:55

Nach 4 Jahren
Also schon allein das Ihr vier Jahre lang zusammen seid und es anscheinend nicht schlecht läuft zeigt das es funktioniert. Und zwar unabhängig von der "Größe" der Liebe.

Verliebt sein und sich lieben sind zwei komplett getrennte Zustände. Und eigentlich wäre es besser, man könnte direkt immer zum "lieben" übergehen, weil das verliebt sein am Anfang hat ungefähr so viel Aussagekraft wie Wunschdenken.
Die "rosarote Brille" verschwindet nach ein paar Monaten in der Regel und dann sieht man erst ob man den anderen auch wirklich liebt.

Anscheinend hast du Glück gehabt und dein Freund ist nicht aufgrund einer temporären Geistesverwirrung (Verliebtheit) mit dir zusammen, sondern aus Überzeugung, Liebe, praktischem Nutzen, Gewohnheit oder noch anderen Gründen.

Hast du das Gefühl geliebt zu werden? Hast du das Gefühl das er glücklich mit dir ist?
Wenn ja, dann habt Ihr kein Problem.

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9. Januar 2011 um 13:53
In Antwort auf percy_12165767

Nach 4 Jahren
Also schon allein das Ihr vier Jahre lang zusammen seid und es anscheinend nicht schlecht läuft zeigt das es funktioniert. Und zwar unabhängig von der "Größe" der Liebe.

Verliebt sein und sich lieben sind zwei komplett getrennte Zustände. Und eigentlich wäre es besser, man könnte direkt immer zum "lieben" übergehen, weil das verliebt sein am Anfang hat ungefähr so viel Aussagekraft wie Wunschdenken.
Die "rosarote Brille" verschwindet nach ein paar Monaten in der Regel und dann sieht man erst ob man den anderen auch wirklich liebt.

Anscheinend hast du Glück gehabt und dein Freund ist nicht aufgrund einer temporären Geistesverwirrung (Verliebtheit) mit dir zusammen, sondern aus Überzeugung, Liebe, praktischem Nutzen, Gewohnheit oder noch anderen Gründen.

Hast du das Gefühl geliebt zu werden? Hast du das Gefühl das er glücklich mit dir ist?
Wenn ja, dann habt Ihr kein Problem.

wie schön... da bleibt mir ja noch Hoffnung
Also ich seh das ähnlich...

Vor allem wenn ihr nun schon vier Jahre zusammen seid... Dann is doch alles Palletti... Ich hab mich die vergangenen Tage auch intensiv mit dem Thema beschäftigt weil ich mich in ner ähnlichen Situation befinde... nur sinds bei mir halt erst 3-4 Monate die das läuft... Liebe und Verliebtsein sind definitiv zwei paar Stiefel. Vor allem is Verliebtsein keine Garantie dafür dass da irgendwann mal Liebe entsteht. Und sehs doch mal so: ihr habt einfach keinen Hormoncocktail gebraucht der euch vortäuscht ihr würdet gut zusammen passen... weils einfach (offenbar...) gepasst hat. Ich seh das positiv. Mach dir keinen Kopf, alles is gut!

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9. Januar 2011 um 13:58

Dein freund...
hat sich in der tat sehr komisch ausgedrückt. wenn er der meinung ist seine ex-freundin bedingungslos geleibt zu haben im gegensatz zu dir, dann würde ich mich auch sehr stark fragen wie er mich denn dann sonst liebt?!?

darüber würde ich noch einmal eindringlicher mit ihm reden. und wenn er wieder meint das er dich nicht "so liebt wie sie" dann würde ich mir echt überlegen diese beziehung mehr als nur zu hinterfragen.

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9. Januar 2011 um 15:22
In Antwort auf hesiod_12771378

Dein freund...
hat sich in der tat sehr komisch ausgedrückt. wenn er der meinung ist seine ex-freundin bedingungslos geleibt zu haben im gegensatz zu dir, dann würde ich mich auch sehr stark fragen wie er mich denn dann sonst liebt?!?

darüber würde ich noch einmal eindringlicher mit ihm reden. und wenn er wieder meint das er dich nicht "so liebt wie sie" dann würde ich mir echt überlegen diese beziehung mehr als nur zu hinterfragen.

Vielen...
... lieben Dank für Eure Antworten. Ich habe ihn heute Morgen nochmal darauf angesprochen, wie er es denn genau gemeint hat, da es mich irgendwie nicht mehr losgelassen hatte...
Auf jeden Fall meinte er, dass ich es wohl falsch verstanden hätte, und es nicht so gewesen wäre, dass er am Anfang gar nicht in mich verliebt gewesen wäre, er wäre schon verliebt gewesen, nur dieser totale "Rausch" wäre nicht so extrem da gewesen, da wir uns schon ein paar Jahre kannten, bevor wir angefangen haben uns zu treffen...

Er meinte dann noch, dass seine Gefühle mit der Zeit immer stärker geworden wären, er noch nie jemanden so geliebt hätte wie mich, und dass das mit seinen Exfreundinnen gar nicht vergleichbar wäre, mit dem, was wir haben... Und er wäre nicht mit mit mir zusammen, wenn er nicht so fühlen würde, da er jemand ist, der lieber bis ans Lebensende alleine ist, anstatt sein Leben mit jemanden zu verbringen, für den er nicht genug fühlt...

Ich glaub' ihm dann einfach mal, dass er sich wirklich nur ungeschickt ausgedrückt hat Bis zu jenem Abend vorgestern, gab es ja nichts, was mich hätte zweifeln lassen...
LG

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9. Januar 2011 um 15:32
In Antwort auf theda_12518067

Vielen...
... lieben Dank für Eure Antworten. Ich habe ihn heute Morgen nochmal darauf angesprochen, wie er es denn genau gemeint hat, da es mich irgendwie nicht mehr losgelassen hatte...
Auf jeden Fall meinte er, dass ich es wohl falsch verstanden hätte, und es nicht so gewesen wäre, dass er am Anfang gar nicht in mich verliebt gewesen wäre, er wäre schon verliebt gewesen, nur dieser totale "Rausch" wäre nicht so extrem da gewesen, da wir uns schon ein paar Jahre kannten, bevor wir angefangen haben uns zu treffen...

Er meinte dann noch, dass seine Gefühle mit der Zeit immer stärker geworden wären, er noch nie jemanden so geliebt hätte wie mich, und dass das mit seinen Exfreundinnen gar nicht vergleichbar wäre, mit dem, was wir haben... Und er wäre nicht mit mit mir zusammen, wenn er nicht so fühlen würde, da er jemand ist, der lieber bis ans Lebensende alleine ist, anstatt sein Leben mit jemanden zu verbringen, für den er nicht genug fühlt...

Ich glaub' ihm dann einfach mal, dass er sich wirklich nur ungeschickt ausgedrückt hat Bis zu jenem Abend vorgestern, gab es ja nichts, was mich hätte zweifeln lassen...
LG


Okay, die Erklärung hört sich nachvollziehbar an. Klar ist es anders, wenn man sich nach jahrelangem Kennen verliebt als wenn man sich draußen als Fremde begegnet, und plötzlich macht es "WOM". Wenn man sich schon lange aus platonischen Augenwinkeln kennt, dann ist eine Vertrautheit da - nur der neue Blickwinkel war bisher nicht vorhanden.

Einer Freundin von mir ging es auch so, die sich nach über 10 Jahren in ihren bis dato platonischen Freund verliebte. Sie sind heute, nach über 10 Jahren Ehe, immer noch glücklich.

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9. Januar 2011 um 16:01
In Antwort auf theda_12518067

Vielen...
... lieben Dank für Eure Antworten. Ich habe ihn heute Morgen nochmal darauf angesprochen, wie er es denn genau gemeint hat, da es mich irgendwie nicht mehr losgelassen hatte...
Auf jeden Fall meinte er, dass ich es wohl falsch verstanden hätte, und es nicht so gewesen wäre, dass er am Anfang gar nicht in mich verliebt gewesen wäre, er wäre schon verliebt gewesen, nur dieser totale "Rausch" wäre nicht so extrem da gewesen, da wir uns schon ein paar Jahre kannten, bevor wir angefangen haben uns zu treffen...

Er meinte dann noch, dass seine Gefühle mit der Zeit immer stärker geworden wären, er noch nie jemanden so geliebt hätte wie mich, und dass das mit seinen Exfreundinnen gar nicht vergleichbar wäre, mit dem, was wir haben... Und er wäre nicht mit mit mir zusammen, wenn er nicht so fühlen würde, da er jemand ist, der lieber bis ans Lebensende alleine ist, anstatt sein Leben mit jemanden zu verbringen, für den er nicht genug fühlt...

Ich glaub' ihm dann einfach mal, dass er sich wirklich nur ungeschickt ausgedrückt hat Bis zu jenem Abend vorgestern, gab es ja nichts, was mich hätte zweifeln lassen...
LG

Na also...
dann passts ja! Freut mich!!! Manchmal drücken sich Männer wirklich einfach nur blöde aus... Das vermute ich bei meinem Kerl ja auch...

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9. Januar 2011 um 16:53
In Antwort auf walda_12480101

Na also...
dann passts ja! Freut mich!!! Manchmal drücken sich Männer wirklich einfach nur blöde aus... Das vermute ich bei meinem Kerl ja auch...

Danke
Habe mir vorhin mal Deinen Thread durchgelesen- wahrscheinlich darf man wirklich nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Wie ich ja jetzt auch selber gemerkt habe, kommt es schon mal vor, dass sich der Andere etwas ungeschickt ausdrückt, was dann leicht zu Missverständnissen führen kann.

Solange Du Dich in der Beziehung wohl- und nicht ungeliebt fühlst, ist es wahrscheinlich am Besten, es einfach weiterhin so laufen zu lassen, es zu genießen und abzuwarten, was sich daraus entwickelt, ohne dass man dabei jede Aussage versucht zu interpretieren, und kaputt zu analysieren- damit macht sich nur selbst das Leben schwer.

Bei Euch scheint ja auch auf jeden Fall die Basis für eine glückliche Beziehung vorhanden zu sein- das ist schon mal sehr wichtig- wäre es nicht so, dann wäre dein Freund ja wahrscheinlich nicht mit Dir zusammen, sondern würde versuchen es als Affäre oder gar nicht laufen zu lassen.

Wünsche Dir auf jeden Fall noch alles Gute!
Liebe Grüße

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