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Liebe ohne Sex und Zärtlichkeit? Damit leben oder gehen?

7. Mai 2008 um 18:05

Ihr Lieben,

ich lese schon lange Zeit mit und habe auch schon zu ein oder zwei Diskussionen was geschrieben. Die Probleme ähneln sich, aber sie sind eben immer individuell, darum schreibe ich jetzt mein Problem und hoffe darauf, dass ihr mir antwortet und ich nach euren Antworten entweder damit leben kann oder den nötigen "Tritt in den Allerwertesten" annehme und dann handel

Mein Problem: Wir (beide um die 40) sind 2 Jahre zusammen und haben seit ca. einem Jahr nicht miteinander geschlafen oder uns sonst irgendwie körperlich "gutgetan"... anfangs lief es relativ normal, wobei er von Anfang an eher irgendwie bemüht war als tatsächlich leidenschaftlich. Ich hoffte darauf, dass es daran lag, dass er solang allein und ohne Leidenschaft gelebt hat, dass er das aber wieder genießen können würde. Überhaupt dachte ich, ich könne ihm die Freude am Leben zeigen, denn er ist ein eher depressiver, eigenbrödlerischer Mensch, der kaum Menschen an sich heran läßt.

Nun gut, wir kamen zusammen und sahen uns immer mehr, bis es schließlich so wurde, dass er ganz selbstverständlich immer bei mir ist, auch wenn ich allein oder mit Freunden weggehe (sei es zum Sport oder irgendwo nett weg). Ich habe ihn in meinen Freundeskreis mit einbezogen, aber er zieht es zu 99%vor, zuhause (bei mir) zu bleiben und ich komme dann irgendwann heim... damit will ich beschreiben, dass er sich bei mir anscheinend zuhause und geborgen fühlt, mir zu recht vertraut. Aber was kann ich tun, damit wir wieder mit einander schlafen??? Ich leide darunter, er "anscheinend" nicht. Wir haben seit Monaten darüber nicht mehr gesprochen (seine letzte Aussage war: "Sex wird immer so hochgejubelt, sei aber nicht wichtig.", ich habe ihm gesagt, dass es für mich aber sehr wohl wichtig ist). Meine letzten Versuche, körperliche Nähe herzustellen sind auch schon wieder Monate her, immer wieder abgewiesen zu werden, tat einfach zu sehr weh...

Wenn ich das so schreibe, dann denke ich auch: das ist doch nur eine gute Freundschaft, keine Partnerschaft/Liebe... aber dann denke ich, er hat Probleme (Arbeitslos und was damit so zusammenhängt), da kann die Lust schon mal auf der Strecke bleiben... dann denke ich, nein, er ist ja schon vorher so gewesen... was soll ich nur tun? Wir verstehen uns so im (fast-)Zusammenleben gut, d.h. es funktioniert wie bei einem Uralt-Ehepaar (80 aufwärts): harmonisch, händchenhaltend, fehlt nur, dass wir auf einer Bank sitzen und die Spatzen füttern... da fehlt mir aber gaaaaaanz viel versteht mich jemand? Aber es ist irgendwie so, dass man auch selten einen Menschen findet, dem man sich vom Herzen her so nahe fühlt, mit blindem Vertrauen und diesem Zusammengehörigkeitsgefühl. Wenn man mich fragt, ob ich ihn liebe, weiss ich es nicht mehr, ich bin mittlerweile schon tot, spüre garnichts mehr, nur noch Leere/Nichts...schwer zu beschreiben. Ohne "Sex" (doofes Wort, sagt viel zu wenig aus) stirbt man irgendwie... so fühle ich mich jedenfalls was würdet ihr tun?

wie ich bei anderen, die hier das gleiche/ähnliche Problem beschrieben haben, gelesen habe - und so geht es mir gedanklich auch manchmal -, fragt man sich, soll ich "fremdgehen"? Man nimmt dem anderen ja eigentlich nichts, weil er das ja garnicht will... toll, so gelangt man zu der Diskussion "Liebe und Sex kann man trennen", ja, sehe ich auch so, habe da auch so meine Erfahrungen. Aber das ist eben nur Konsum von Sex (da paßt das Wort); besser als nichts... auch wieder richtig trotzdem würde einen das nicht glücklich machen, oder doch? Ich glaube das ist kein Weg für mich, könnte ihm nicht mehr in die Augen schauen...

Wenn ihr so weit mit gelesen habt, seht ihr ein klein wenig meines "hin und her" vielleicht kann mir jemand seine Erfahrung oder Meinung auf den Weg geben?

Lg

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7. Mai 2008 um 22:48

Liebe Cefeu
vielen dank für deine sehr ausführliche Antwort, Du hast so recht, wenn Du sagst, dass ich meine eigenen Vorstellungen in die Beziehung eingebracht habe und dachte, so könne er glücklich sein, wenn ich ihm zeigen könnte, was schön im Leben ist. Ich kann mir so schlecht vorstellen, dass man so allein - ohne Freunde, Hobbies oder ähnliches - zufrieden ist. Er war es ja auch nicht und hat sich in mich und meine sprühende, lebendige Art verguckt. Ich wiederum fand seine absolute, manchmal rücksichtslose Art anziehend, weil mir diese Art fehlt - ich ertrage immer und vermittel, oft bis ich meine Bedürfnisse nicht mehr sehe und wahrnehme. Mein Fehler...

Man kann immer nur sich selbst ändern, aber das will ich nicht. Für mich ist Körperlichkeit, das "Leben der Liebe" wichtig, ich möchte sie auch so spüren. Was Du schreibst, sagt mir das, was ich befürchte und wohl nicht wahrhaben will...

ich habe auch Angst zu gehen, denn dann hat er niemanden und nichts mehr, ich würde es so empfinden, als hätte ich ihn im Stich gelassen... Er würde das nicht verstehen, weil ihm eben nichts fehlt, wenn wir so leben, wie wir es im Moment tun...

Ich danke Dir, Du hast wohl den Punkt getroffen... Ihn kann ich nicht ändern, wie sollte man das Temperament erwecken? Wenn, dann kennt er nur "negative" Emotionsausbrüche, Wut und ähnliches, alles andere ist eher ruhig, bei mir ist es umgekehrt...

Ich kann leider nicht so lange schreiben, werde später noch mal reinschauen.

lg

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7. Mai 2008 um 23:02

Trennung auf Zeit
Ihr Lieben,

auch Euch vielen Dank für Euren Rat. Trennung auf Zeit das ginge nicht, er ist für sich sehr sensibel und würde sich sofort noch mehr in sein Schneckenhaus zurückziehen, sich bedauern und versuchen, die Trennung zu überstehen. Ich hätte das Gefühl, ihn im Stich zu lassen in einer Situation, wo es für ihn ohnehin schon unsagbar schwer ist. Ja, perspektivlos war die richtige Beschreibung seiner grundsätzlichen Stimmung, klar, dass man da die ohnehin nicht vorhandene Leidenschaft nicht entwickeln kann, schon garnicht, wenn ich mich trenne. Ich glaube nicht, dass er dann erwacht - im Gegenteil, ich hätte Angst, dass er dann gar keine Perspektive, keinen Rückhalt mehr hat...

ich drehe mich irgendwie immer um mich selbst. Erkläre mir immer wieder, wie er wohl fühlen wird und warum er so ist, dann erwacht wieder mein Schmerz (und ein Schmerz ist es mittlerweile) und ich will etwas ändern, dann komme ich wieder zu dem Punkt, dass er ja "nichts dafür kann" und ich bin wieder am Anfang...

Mit ihm reden geht auch nicht, ich bekomme keine Antworten, außer, dass es ihm nicht wichtig ist. Ich will ihm nicht wehtun und darum "drohe" ich auch nicht mit Trennung, obwohl ich meine, es müßte ihm klar sein, dass ich leide... Man kann ja auch keine Leidenschaft erzwingen und etwas anderes wäre doch eine Drohung mit Trennung nicht oder sehe ich das falsch?

Liebe Grüße und nochmal vielen dank

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8. Mai 2008 um 9:52

Guten Morgen tischv
depressiv veranlagt ist er glaube ich schon, soweit ich weiß, hat er auch mal eine Therapie begonnen, aber er hat sich mittlerweile mit sich arrangiert und macht so einen relativ zufriedenen Eindruck - was bei ihm schon etwas Besonderes ist (ich kannte ihn ja schon 1 1/2Jahre ehe wir zusammen kamen). Ich komme nur nicht dazu, ihn zu bitten an sich zu arbeiten oder untersuchen zu lassen,ob bei ihm alles "gesund" ist, er blockt gleich ab, fühlt sich fast angegriffen, obwohl ich sehr vorsichtig bin und bei den wenigen Redeversuchen immer "brav" geschildert habe, wie ich mich fühle, was mir fehlt usw - also eben kein Angriff nach dem Motto "DU machst das oder das eben leider nicht". Nichts nutzt etwas, er will einfach so weitermachen und er weiß, dass ich lange ertrage und mich zurückstelle, wenn er auch nur ein Minimum von sich gibt (liebe Worte, lieb drücken, ein Schmatzer (Kuss ist es nicht einmal)...

Was Du schreibst, macht mir aber auch etwas Hoffnung - obwohl ich nicht weiß, ob ich die lieber aufgeben sollte... - Du hast ja anscheinend kleine Ansätze meines Problems selbst erlebt, aber bei Euch ist er irgendwann erwacht. Das komische ist, dass ich sehr wohl merke, dass sich "da" auch etwas regt, wenn er mich in den Arm nimmt, nur mehr eben nicht, wenn ich darauf eingehen will, sei es auch nur mit intensiveren Küssen, werde ich weggedrängt.

Ich glaube leider schon, dass es Männer gibt, die so ohne Sex leben können. Bevor ich selbst dieses Problem erlebt habe, konnte ich mir das auch nicht vorstellen. Ich glaube bei manchen ist es so, dass die Lust irgendwie verkümmert, wenn sie lange Jahre nicht aktiv waren - sie haben sich die Lust abtrainiert, sich eingeredet, das sei ja alles eh nicht so wichtig usw... ich weiß es nicht, ich jedenfalls möchte es mir nicht abtrainieren!

Ich danke Dir!

lg

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8. Mai 2008 um 9:57

Hallo coleen,
nein, er ist arbeitslos, aber das ist manchmal der größere Stress als ein anstrengender Job. Zu einem Arzt oder Therapeuten bekomme ich ihn leider nicht, da er ja kein Problem für sich darin sieht. Damit hat er ja auch keinen Leidensdruck und warum sollte er dann handeln? so denkt er (glaube ich) und mein Leidensdruck wird jetzt fast unerträglich, es ist ja nicht nur der fehlende Sex, sondern auch das, was es mit meinem Selbstwertgefühl, meiner Lebensfreude macht...

lg

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8. Mai 2008 um 10:32

Ja, auch da hast Du wieder recht.
Liebe Cefeu, Du schreibst sehr gut und erkennst eine Menge, toll!

eigentlich kann ich garnicht so viel zu dem sagen, was du schreibst, weil es sich so wahr anfühlt.

Müßte ich wütend oder sauer werden? Wahrscheinlich ja, aber das werde ich höchstens auf mich... nicht auf ihn und damit bin ich wieder bei dem Punkt, ich kann ihm doch nicht sein "Zuhause/Geborgenheit" usw. nehmen... Klingt blöd und ich denke immer, das sei ich eigentlich garnicht. Ich denke immer, dass er das doch nicht mit Berechnung tut, er ist halt so. Sobald ich meine, jemand "verletzt" mich nicht mit bösem Willen, wehre ich mich nicht, nicht einmal meine Gefühle wehren sich durch entsprechende Emotionen, wo Wut oder so was sein müßte, ist nur gelähmte Traurigkeit. Darum glaube ich auch nicht, dass ich irgendwann ungerecht zu ihm werde, was bestimmt normal wäre, es wäre eine Art, sich zu wehren...

Wovor habe ich eigentlich solche Angst? Ich bin wie gelähmt, ich fühle garnichts... Liebe? weiß nicht, Zuneigung, ja, Vertrauen, ja. Aber sonst ists wie verkümmert, verkümmert wie seine Leidenschaft.

Du fragst, ob er das selbe auch für mich täte. Das, was er kann, tut er für mich, aber es ist ein Ungleichgewicht, auch wenn man nicht wirklich vergleicht. Zum Beispiel war er bei meinem Umzug zwar dabei, aber er hat nichts gemacht, nicht einmal seine eigenen Sachen, die bei mir sind, gepackt - statt dessen ist er ausgeflippt, als eine Quittung im Umzugschaos nicht innerhalb von 5min. auffindbar war. Meine Reaktion: ich habe mir überlegt, dass ich ihn schockiert/frustriert hätte, weil ich innerhalb kürzester Zeit, trotz Vollzeitjob, alles organisiert und gemacht habe, ohne dass er helfen "mußte" - ich wollte dass er mir hilft, aber ich habe es nicht "gefordert"und es ging ja auch so (zum Tragen hatte ich aber ein Umzugsunternehmen). Das ist nur ein Beispiel.

Ich muß jetzt kurz aufhören, aber ich schaue später wieder rein, vielen lieben Dank nochmal!

Lg

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8. Mai 2008 um 11:15

Liebhaber....
Es gibt sehr seriöse Bekanntschaften auch durchs Internet , denn vielleicht hat ja auch
jemand dieses gleiche Problem : Sex ohne Leben ( habe damit zwar kein Problem ) , oder sonst macht mal Ferien am Meer oder flirte mal mit anderen , damit er merkt was Er an Dir hat .
Oder bist eventuell vor lauter Gewohnheit noch bei Ihm ?
Keine Ahnung aber hoffentlich findest einen Weg ohne Hin und Her

LG

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8. Mai 2008 um 11:50

Wenn er Dir nicht guttut, dann mach Schluss,
denn körperliche Nähe ist sehr wichtig, ich meine mit sexuellem Kontakt. Es soll ja Männer geben, die brauchen nicht viel Sex. Wenn Du aber darunter leidest, dann ist er nicht der Richtige für Dich. Willst Du den Rest Deines Lebens von Sex träumen und missmutig Liebespärchen hinterherschauen oder willst Du jemand sein, der den Höhenflug der Gefühle erlebt?
Wie weh tut es Dir, Dich von ihm zu trennen oder ist es vielleicht nur die Gewohnheit?
Kannst Du ohne ihn auch leben? Nimm auf ihn keine Rücksicht.

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8. Mai 2008 um 13:50

Du musst auf Dich selbst aufpassen!
Hallo Sonneneu, hier noch eine klare Männermeinung: Es hat keinen Zweck, trenne Dich.

Warum? Das ist angesichts Eures Alters eine junge, fast neue Beziehung, und trotzdem gibt es schon eine lange Liste von schwerwiegenden Problemen:
1) Nicht mal am Anfang (und ohne Kinder!) hat es im Bett wirklich funktioniert. Inzwischen lässt er sich nicht mal mehr richtig küssen oder anfassen, geschweige denn dass er Dich berührt. Das ist aber ein Menschenrecht, das Dir zusteht!
2) Er ist mehr oder weniger depressiv, hat sich von Dir von Anfang an nicht wirklich "die Freude am Leben zeigen" lassen, und will es auch nicht.
3) Ihm fehlt sogar die Einsicht, dass es da überhaupt ein Problem gibt. Wenn Du Probleme mit ihm besprechen willst, reagiert er ausschliesslich defensiv und macht dicht.

"Liebe und Sex kann man trennen" - fast alle emotional normalen Menschen können und wollen das nicht, und Du doch auch nicht, wenn Du Dir selbst gegenüber ehrlich bist. "Fremdgehen" ist also völliger Unsinn, denn Ihr seid beide freie Leute und habt nicht mal Kinder.

Und die "vorhandene Liebe": Ist sie auch wirklich beiderseitig? Bekommst Du dieselbe Fürsorge von ihm wie er von Dir? Wahrscheinlich bist Du in Eurer Beziehung schon jetzt mehr seine Mutter als seine Partnerin. Du bist aber nicht seine Mutter und deshalb auch nicht für ihn verantwortlich.

Du schreibst selbst: "Wenn man mich fragt, ob ich ihn liebe, weiss ich es nicht mehr, ich bin mittlerweile schon tot, spüre garnichts mehr, nur noch Leere/Nichts."

Liebe Sonneneu, das ist doch schon die Antwort: Trenn Dich, bevor Du selbst auch noch depressiv wirst und Dein Leben verplemperst mit jemand, der sich nicht mal helfen lassen will. Viel Glück, Maxim

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8. Mai 2008 um 18:00
In Antwort auf maxim5619

Du musst auf Dich selbst aufpassen!
Hallo Sonneneu, hier noch eine klare Männermeinung: Es hat keinen Zweck, trenne Dich.

Warum? Das ist angesichts Eures Alters eine junge, fast neue Beziehung, und trotzdem gibt es schon eine lange Liste von schwerwiegenden Problemen:
1) Nicht mal am Anfang (und ohne Kinder!) hat es im Bett wirklich funktioniert. Inzwischen lässt er sich nicht mal mehr richtig küssen oder anfassen, geschweige denn dass er Dich berührt. Das ist aber ein Menschenrecht, das Dir zusteht!
2) Er ist mehr oder weniger depressiv, hat sich von Dir von Anfang an nicht wirklich "die Freude am Leben zeigen" lassen, und will es auch nicht.
3) Ihm fehlt sogar die Einsicht, dass es da überhaupt ein Problem gibt. Wenn Du Probleme mit ihm besprechen willst, reagiert er ausschliesslich defensiv und macht dicht.

"Liebe und Sex kann man trennen" - fast alle emotional normalen Menschen können und wollen das nicht, und Du doch auch nicht, wenn Du Dir selbst gegenüber ehrlich bist. "Fremdgehen" ist also völliger Unsinn, denn Ihr seid beide freie Leute und habt nicht mal Kinder.

Und die "vorhandene Liebe": Ist sie auch wirklich beiderseitig? Bekommst Du dieselbe Fürsorge von ihm wie er von Dir? Wahrscheinlich bist Du in Eurer Beziehung schon jetzt mehr seine Mutter als seine Partnerin. Du bist aber nicht seine Mutter und deshalb auch nicht für ihn verantwortlich.

Du schreibst selbst: "Wenn man mich fragt, ob ich ihn liebe, weiss ich es nicht mehr, ich bin mittlerweile schon tot, spüre garnichts mehr, nur noch Leere/Nichts."

Liebe Sonneneu, das ist doch schon die Antwort: Trenn Dich, bevor Du selbst auch noch depressiv wirst und Dein Leben verplemperst mit jemand, der sich nicht mal helfen lassen will. Viel Glück, Maxim

Hallo Maxim,
danke dir für deine ehrliche Meinung und deinen Rat - ich würde es fast als lieb gemeinten Tritt oder Schubs bezeichen. Es klingt fast so, als würdest Du mich kennen... grübel...

Du hast vollkommen recht, mein Verstand gibt dir 100%ig recht.

Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es lustig, dass Du schreibst, ich wäre ja schon fast seine Mutter. Tatsächlich hat er mich einmal aus Versehen so genannt... mehr muss man dazu wohl nicht mehr sagen...

Es ist nur so verdammt traurig, aber mittlerweile tut es mehr weh, als das es erträglich ist, geschweige dann mal "gut". Aber wenn ich noch mehr Highlights zum besten geben würde, würdet ihr mich vermutlich einweisen lassen wollen...

Ich wünsche Dir einen schönen sonnigen Abend, nochmal vielen Dank

Lg

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9. Mai 2008 um 8:16
In Antwort auf maxim5619

Du musst auf Dich selbst aufpassen!
Hallo Sonneneu, hier noch eine klare Männermeinung: Es hat keinen Zweck, trenne Dich.

Warum? Das ist angesichts Eures Alters eine junge, fast neue Beziehung, und trotzdem gibt es schon eine lange Liste von schwerwiegenden Problemen:
1) Nicht mal am Anfang (und ohne Kinder!) hat es im Bett wirklich funktioniert. Inzwischen lässt er sich nicht mal mehr richtig küssen oder anfassen, geschweige denn dass er Dich berührt. Das ist aber ein Menschenrecht, das Dir zusteht!
2) Er ist mehr oder weniger depressiv, hat sich von Dir von Anfang an nicht wirklich "die Freude am Leben zeigen" lassen, und will es auch nicht.
3) Ihm fehlt sogar die Einsicht, dass es da überhaupt ein Problem gibt. Wenn Du Probleme mit ihm besprechen willst, reagiert er ausschliesslich defensiv und macht dicht.

"Liebe und Sex kann man trennen" - fast alle emotional normalen Menschen können und wollen das nicht, und Du doch auch nicht, wenn Du Dir selbst gegenüber ehrlich bist. "Fremdgehen" ist also völliger Unsinn, denn Ihr seid beide freie Leute und habt nicht mal Kinder.

Und die "vorhandene Liebe": Ist sie auch wirklich beiderseitig? Bekommst Du dieselbe Fürsorge von ihm wie er von Dir? Wahrscheinlich bist Du in Eurer Beziehung schon jetzt mehr seine Mutter als seine Partnerin. Du bist aber nicht seine Mutter und deshalb auch nicht für ihn verantwortlich.

Du schreibst selbst: "Wenn man mich fragt, ob ich ihn liebe, weiss ich es nicht mehr, ich bin mittlerweile schon tot, spüre garnichts mehr, nur noch Leere/Nichts."

Liebe Sonneneu, das ist doch schon die Antwort: Trenn Dich, bevor Du selbst auch noch depressiv wirst und Dein Leben verplemperst mit jemand, der sich nicht mal helfen lassen will. Viel Glück, Maxim

Hallo Sonneneu,
ich möchte mich an dieser Stelle auch nochmal melden. Cefeu hat eigentlich fast alles gesagt. Und ich stimme dem voll zu. Du hast sicher schon den einen oder anderen Beitrag von mir gelesen. Wenn nicht, tu das bitte! Wenn du lernst wieder das zu tun was du möchtest und auch deinen Bedürfnissen nachgehst, findest du den Weg. Im Moment machst du dir fast mehr Sorgen um ihn als um dich. Das ist wahrscheinlich ein Charakterzug von dir. Das sorgen und behüten. Du behandelst ihn liebevoll und sorgst dich um ihn. Und er hat aus diesem Grund die Partnerschaft mit dir! ER sucht eher die Mutter als die Frau. Was du sein willst, weißt du ja schon. Nun versuchst du es umzusetzen und das hier sind deine ersten Schritte. Ich kann dich sehr gut verstehen, es ist leicht gesagt: trenn dich! Aber nicht für jeden Menschen so leicht, es auch zu tun. Das sich die Situation grundlegend ändert, ist ausgeschlossen! Er ist wie er ist und kann nicht mal was dafür, aber er ist nicht das was du willst!!! Durch seine Arbeitslosigkeit fühlst du dich noch mehr verflichtet, ja, aber das ist im Endeffekt auch sein Problem, wo nur er sich helfen kann! Viel Glück !!!

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20. Juli 2008 um 22:27

Hallo sonneneu
ich habe mit großen Interesse deinen Beitrag gelesen und muß dir sagen, daß es mir noch einen Tick schlechter geht als dir. Das wundert dich bestimmt. Ich bin schon lange tot, wenn du es so willst. Also bei mir ist es so, daß ich mit meinen Freund, er ist 13 Jahre älter als ich, seit 2002 zusammen bin. Am Anfang, klar, da war fast, fast alles so schön. Na ja, ich meine, der Sex, ok, der war am Anfang nicht so "perfekt", aber mir reichte "eigentlich" schon in seinen Armen zu liegen. Am Anfang dachte ich auch, oh Gott, der ist doch viel zu alt für mich usw. Das hat ihn mit Sicherheit weh getan, aber dann, nach ein paar Wochen hatte ich mich in ihn verliebt.
Heute sage ich es war Hörigkeit. Ja, das ist das wahre Wort. Denn ich bin regelmäßig von meinen Ort wo ich alleine wohnte, zu ihn gefahren. 15 Kilometer. Wenn er mal was anderes vor hatte, hat er mir das einfach per sms geschrieben, z.B. "Komme heute nicht, komme morgen", am nächsten Tag wieder. Wie ich mich gefühlt habe, kannst du dir vielleicht denken. Beschreiben will ich es nicht.
Lange Rede, gar kein Sinn, wir hatten auch schöne Zeiten. Das will ich nicht bestreiten. Aber um Sex, bzw. Zärtlichkeit überhaupt, mußte ich immer betteln und bekam sie doch fast nie. Wir haben auch eine Tochter, stell dir vor. Er wollte immer ein Kind, ich nicht. Ihm zuliebe bekam ich das Kind, worüber ich froh bin.
In der Schwangerschaft hätte ich ihn gebraucht. Wenigstens seine Zuneigung. Nein, er saß vor dem Fernseher, wie immer. Ich hatte Streit mit ihm deswegen schon so oft, Ergebnis er geht mir aus dem Weg, bzw. ließ mich heulend im Wohnzimmer sitzen machte die Schlafzimmertür zu und das ganze Sterben ging am nächsten Tage weiter.
Zudem sind wir eine Bedarfsgemeinschaft und ich habe Chemotherapie wegen Brustkrebs und ich weiß einfach nicht, wie ich aus dieser Nummer mit ihm herauskommen soll. Ich muß erst ganz gesund werden, wobei ich guter Dinge bin. Ich habe schon unzählige male mit ihm gesprochen, er ändert sich nicht mehr und ich will auch und kann auch nicht mehr. Na ja, es gäbe noch viel zu schreiben, das solls erstmal gewesen sein.
Zu dir möchte ich nur sagen, trenne dich von ihn! Kein Mitleid! Bitte! Mach ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!

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20. Juli 2008 um 23:23

Warnung an sonneneu
Hallo
ich bins nochmal, Urmeline.
Pass auf. Ich kann mir vorstellen bzw. ich glaube zu wissen wie du fühlst. Achtung Gefahr! Denn du bist schon eine "Koabhängige". Vielleicht denkst du am morgen anders als am Abend. Du mußt dich erst selbst finden, er auch! Gib ihn die Chance, sich selbst weiterzuentwickeln. Und gib dir die Chance, dich wieder neu zu verlieben. Du hast gute Voraussetzungen. Keine Kinder, oder? Du bist gesund! Bitte bedenke das, denn das Leben, glaube mir, wirst du erst so wirklich wertschätzen, wenn du, wie ich, nicht gesund bist. Ich weiß, daß das schwer ist, aber wenn du das wirklich begriffen hast, wirst du dich wahrscheinlich fragen, warum du das nicht schon eher getan hast.
Ich bin mal auf deine Antwort gespannt.

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18. November 2011 um 7:42

Liebe ohne Sex
Mir geht es ähnlich. Man hat das Gefühl für den Partner nichts mehr wert zu sein. Was ich überhaupt nicht verstehe warum sich die Männer keine professionelle Hilfe holen da gibt es so viele Möglichkeiten. Aber scheinbar ist es immer noch Sache der Frau die Beziehung im Lot zu halten man muß halt so funktionieren wie Männer es gerade brauchen. Das schwerste ist gut darüber zu reden, man selbst fühlt sich verlassen und der Partner sagt man setzt ihn unter Druck nur weil man gesunde Bedürfnisse hat. Der seelische Druck den man selbst irgendwann nicht mehr aushält zählt nicht. Keine Ahnung wie lange man das noch als Liebe bezeichnen kann und für die Parkbank hat man ja in 20 Jahren noch Zeit. Schön wäre es Hilfe zu bekommen die auch ein Mann aktzeptiewren kann ohne seine schon verlohrenen "Männlichkeit" zu verlieren. Nach Außen wird nämlich ganz schön geprotzt und Pornos im Internet sind an der Tagesordnung. Scheinbar gleicht man so etwas aus.
LG

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18. November 2011 um 8:10

Eine persönliche Entscheidung
Ich würd sagen, es ist eine persönliche Entscheidung, ob man mit so einer Situation leben kann oder nicht. Ich persönlich könnte es nicht, da gerade die Zärtlichkeiten und auch der Sex einfach eine Beziehung von einer Freundschaft unterscheiden. Zum reden und Kino gehen hab ich auch Freunde.. zu einer Beziehung gehört das Körperliche einfach dazu und dieser Bereich MUSS passen!
Sex verbindet, da spielt sich so viel ab.. von dem mal abgesehen, dass es ein normales Grundbedürfnis ist.. man will doch als Frau auch begehrt und körperlich geliebt werden.. wenn man das nie erfährt, wird man sich früher oder später jemanden anderen zuwenden (meine Meinung).

Wie gesagt, es ist deine Entscheidung, aber so wie sich dein Beitrag liest, wird sich das bei deinem Freund in naher Zukunft nicht ändern und irgendwie kommt es mir auch so vor, als hätte er gar nicht die Bereitschaft, daran irgendwas zu ändern.
Du kannst nur auf dich schauen und in dich hören, ob das wirklich das ist, was dich glücklich macht. Und ganz ehrlich, wenn ich deinen Beitrag so lese, scheint genau das Gegenteil der Fall zu sein.

Alles Gute für dich!

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21. Mai 2012 um 11:23

Mir geht es auch so
Hallo, ich bin ganz neu hier und verfolge schon seit einiger Zeit eure Berichte. Mein Mann (52) und ich (52) sind seit zwei Jahren verheiratet. Wir hatten immer supertollen Sex mit vollster Erfüllung für beide. Wir sind in diesem Gebiet ziemlich unternehmungslustig. Im 1. Jahr konnte er keine Sekunde die Finger von mir lassen und wir hatten fast täglich Sex. Seit November letzten Jahres hörte dies von seiner Seite rapide auf. Er küsste nicht mehr, wenn wir mal zusammen schliefen war es eine "Ruck-zuck-Nummer. Seit 5 Monaten weicht er mir aus, er geht wesentlich später als ich ins Bett (2-3 Uhr) ich habe das Gefühl das er sich mit Absicht wach hält um ja nicht mit mir zusammen ins Bett zu gehen. Als ich ihn auf unser Liebesleben ansprach, sagte er das es nichts mit mir zu tun hat, er hat einfach keinen Bock drauf und ich soll das akzeptieren. Also seit 5 Monaten keine Zärtlichkeiten, kein Schmusen, kuschel geschweige denn zusammen schlafen. Ich weiß aber das er sich selbst befriedigt aber auch das streitet er ab.Als ich ihn fragte was er denn an meiner Stelle machen würde sagte er trocken...ich soll warten bis ihm mal wieder danach ist. So ist er lieb, nett, fürsorglich ein Traumpartner aber halt das EINE nicht. Ich kann aber ohne Liebe, Zärtlichkeiten nicht leben ich komme mir so unattraktiv vor, ich fühle mich gar nicht mehr als Frau, ich bin nur noch gut genug zum kochen, putzen und Wäsche machen. Ich denke wenn man jemanden liebt, dann begehrt man denjenigen doch auch???? Wie kommt ihr damit klar? Er sagte schon mal zu mir das ich nicht alles auf die sexuelle Schiene stellen soll, dem ist aber nicht so ich spreche ihn kaum darauf an vielleicht alle 6 Wochen mal, er weiß das ich darunter leide aber er ändert nichts, wenn ich ihn dann mal anspreche wird er aggressiv. Als ich ihn auf sein bestes Stück ansprach ob er vielleicht Probleme hätte...lachte er und sagte...neeee mit dem ist alles in Ordnung mach dir da mal keine Gedanken......Nächstes Jahr wollen wir wieder in unsere Heimat ziehen, ich weiß aber nicht ob ich das will....ich liebe ihn aber eine Ehe ohne Sex und Liebe kann ich mir nicht vorstellen.

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19. September 2014 um 13:38

Wunder
Ich dachte nur wir männer haben dieses problem mit unseren frauen... Was macht ein mann wenn frau nicht oder nie von selbst will?

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7. Januar 2016 um 22:09

Wertschätzung und Vertrauen
Hallo Ihr Lieben,
es ist schön zu hören das es auch noch andere Frauen mit solchen Problemen gibt.
Wir werden beide in diesem Jahr 30 und führen seid 2 Jahren eine Beziehung.
Diese Beziehung ist sehr einseitig. Ich gebe was ich nur kann. Egal ob finanziell oder körperlich und habe sehr viel für Ihn aufgegeben.
Am Anfang war unsere Beziehung rein sexuell, wir trafen uns oft und hatten Sex - sehr guten Sex - !
Als eine Beziehung darauß wurde, ging es ebenfalls noch eine Zeitlang gut.... aber dann..
Wenig Sex, kaum Sex, kein Sex mehr... natürlich mit den Vorwürfen das es an mir liegt. Dann auf einmal, weil er allgemein keine Lust auf Sex hat.
Aber Pornos und Selbstbefriedigung stehen an der Tagesordnung, wenn ich z. B zur Nachtschicht bin und er allein zu Hause. Unsere Beziehung ist recht offen. Wir hatten uns sonst auch mal mit anderen Paaren zum Sex getroffen,. Es hat uns beiden Spaß gemacht.
Da aber bei uns zu Hause nichts läuft, habe ich dies natürlich auch abgestellt, warum soll er ne andere vögeln, wenn er es bei mir nicht tut.
Bis dahin alles noch erträglich,., Bis auf ein immer mehr angewiedertes Gefühl, wenn man sich denkt, das ein Mann, Selbstbefriedigung vorn den Sex mit seiner Partnerin stellt.

Ohne Sex komm ich klar. Ich hätte ja auch die Freiheit mit anderen Männern zu schlafen. Aber das ist doch nicht
Sinn einer Beziehung.

Abends schaut er in sein Handy und dreht sich dann um zum schlafen. Ich bekomme ab und an unter dem Tag mal ein Küsschen. Nette Worte oder Zärtlichkeit gibt es bei uns einfach nicht mehr...

Ich hab keine Ahnung was ich noch machen soll... langsam fang ich an mich vor mir selbst zu ekeln, mach mir nur Vorwürfe und komme mir abgestoßen vor..
Das ist doch nicht normal was da läuft...

Liebe Grüße

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8. Januar 2016 um 14:18

Auch nach Jahren
scheint das Thema immer noch aktuell zu sein. Ich persönlich verstehe ja nicht, wie man jahrelang im selben Bett nebeneinander liegen kann ohne wenigstens miteinander zu sprechen, zu spielen oder was auch immer. Statt dessen grübeln zwei einsame Menschen vor sich hin, trotz einer körperlichen Nähe von 35cm in ihren Gedanken MEILENWEIT von einander entfernt....

Ich würde ein Gespräch empfehlen, dringend. Danach kannst du entweder:

1.) dich über ein runderneuertes Sexleben freuen
2.) zur Kenntnis nehmen, dass er keinen Bock hat und dir einen Hausfreund suchen
3.) zur Kenntnis nehmen, dass er keinen Bock hat und dir einen neuen Partner suchen
4.) der Sexualität abschwören (wird eh alles überbewertet) und ins Kloster gehen.

Wünsche viel Vergnügen und freundliche Grüße,
Christoph

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