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Liebe oder Beruf

10. April 2007 um 12:27

Hallo alle miteinander,

ich habe seit kurzem eine Freundin in meiner Heimatstadt Berlin. Ich arbeite allerdings seit 5 Jahren in Hamburg (300km Entfernung). Ich möchte die Frage, ob ich zurückziehen sollte nicht einfach so stellen. Vielmehr geht es mir darum, dass ich seit je her oft in die Heimat fahre. ca 50 mal von 54 Wochenenden. Ich fühle mich in Hamburg einfach nicht wohl.

Nun bin ich "leider" Beamter in hamburg und kann nicht mal eben nen neuen Job in berlin finden. denn ihr müsst wissen, dass jedes bundesland seine eigenen beamten "backt". insofern müsste ich meinen beamtenstatus aufgeben, nach berlin gehen und dort arbeit finden. bei der heutigen haushaltssituation gäbe es dort zu 99% "nur" einen angestelltenjob.

also kann man zusammenfassen, dass ich in hamburg im beruflichen sinne in einem paradies lebe, doch mein persönliches glück hier nie finden werde.

sie will natürlich nicht nach hambrug, weil unser beider familien- und freundeskreise in berlin leben und sie in berlin studiert. den studiengang gibt es natürlich auch nur in berlin (allerdings wirklich nur in berlin - leider).

was würdet ihr in meiner situation machen?

- eine wochenendbeziehung aufrechterhalten (auf unbestimmte zeit, eventuell für immer/ bis zur trennung)?
- euch für die familie, die heimat (natürlich mit heimweh) und die freundin entscheiden und den guten beamtenstatus aufgeben und nach berlin gehen
- in hamburg bleiben und auf krampf und mit unwillen seit 5 jahren euer leben auf hamburg fixieren

ich muss dazu sagen, dass ich meine freundin total lieb habe und eine umorietierung was einen partner angeht auf lange sicht gar nicht in frage kommt. also antworten wie "such dir mal eben eine in hamburg" könnt ihr euch gleich sparen

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10. April 2007 um 13:00

Niemals...
sollte man die Beziehung vor den Beruf stellen!

Oder anders: Du "schiesst Dir selbst ins Bein", wenn Du Deine berufliche Zukunft destabilisierst, um mit Deiner studierenden Freundin vor Ort zusammenzusein.

Es waere etwas anderes, wenn ihr beide selbstaendig waeret - dann koennte die Frage "ziehen wir zu Dir oder zu mir?" ohne existentielle Risiken geklaert werden. Man koennte in HH so gut wie in B arbeiten.

Aber so? Eure Spezialsituation wuerde von Dir ein existentielles Opfer verlangen, wenn Du umziehst. Also: nein. Ueberhaupt finde ich, braucht man nicht unbedingt den gemeinsamen Alltag, um eine gute Beziehung zu fuehren.

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10. April 2007 um 14:25
In Antwort auf zinderella30

Niemals...
sollte man die Beziehung vor den Beruf stellen!

Oder anders: Du "schiesst Dir selbst ins Bein", wenn Du Deine berufliche Zukunft destabilisierst, um mit Deiner studierenden Freundin vor Ort zusammenzusein.

Es waere etwas anderes, wenn ihr beide selbstaendig waeret - dann koennte die Frage "ziehen wir zu Dir oder zu mir?" ohne existentielle Risiken geklaert werden. Man koennte in HH so gut wie in B arbeiten.

Aber so? Eure Spezialsituation wuerde von Dir ein existentielles Opfer verlangen, wenn Du umziehst. Also: nein. Ueberhaupt finde ich, braucht man nicht unbedingt den gemeinsamen Alltag, um eine gute Beziehung zu fuehren.

Fraglich...
ist es schon, ob eine Wochenendbeziehung auf lange Zeit halten kann. "Auf lange Zeit" meint solang bis man wirklich nicht mehr miteinander kann. Denn ich befürchte einfach, dass es uns beiden irgendwann zu wenig ist und sie sich dann nach Alternativen umguckt. Ok, dann wäre sie es auch nicht wert. Aber wieso sollte ich nicht auch hoffen dürfen, dass es super lange mit ihr gut läuft.

Die Frage ist also, ob eine Wochenendbeziehung als Fernbeziehung gilt oder doch ein "brunch" zwischen Fernbeziehung (sich über einen längeren Zeitraum ab 3 Wochen aufwärts) und "Nahbeziehung" ist. Allzu oft lese ich hier, dass es sich in einer Fernbeziehung ergibt, dass beide Partner sich entwöhnen. Dem würde ich auch voll zustimmen, aber nur wenn die Zeiträume wirklich lang sind. Ist eine Woche warten, um sich 3 Tage sehen zu können lang genug, um sich zu entwöhnen?

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10. April 2007 um 16:03

Geht...
nicht sooo einfach, weil ich landesbeamter hamburgs bin. bundesbeamte haben es einfach, weil sie in allen bundesministerien oder bundesanstalten arbeiten können. mein status ist auf das land hamburg begrenzt...

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10. April 2007 um 16:11

Da hast...
du derbst recht.
momentan bin ich bei ca. 12 stellen dran, die auch nur in geringster weise helfen könnten.
ES MUSS FUNKTIONIEREN !!!!!!!!!

Drückt mir die Daumen!!!

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10. April 2007 um 16:19
In Antwort auf amos_12148099

Fraglich...
ist es schon, ob eine Wochenendbeziehung auf lange Zeit halten kann. "Auf lange Zeit" meint solang bis man wirklich nicht mehr miteinander kann. Denn ich befürchte einfach, dass es uns beiden irgendwann zu wenig ist und sie sich dann nach Alternativen umguckt. Ok, dann wäre sie es auch nicht wert. Aber wieso sollte ich nicht auch hoffen dürfen, dass es super lange mit ihr gut läuft.

Die Frage ist also, ob eine Wochenendbeziehung als Fernbeziehung gilt oder doch ein "brunch" zwischen Fernbeziehung (sich über einen längeren Zeitraum ab 3 Wochen aufwärts) und "Nahbeziehung" ist. Allzu oft lese ich hier, dass es sich in einer Fernbeziehung ergibt, dass beide Partner sich entwöhnen. Dem würde ich auch voll zustimmen, aber nur wenn die Zeiträume wirklich lang sind. Ist eine Woche warten, um sich 3 Tage sehen zu können lang genug, um sich zu entwöhnen?

Es gibt da zwei Argumente
erstens: man ist selbst extrem nähebedürftig, kann eine Wochenendbeziehung nicht aushalten, hat evtl. selbst eigene negative erfahrungen damit.

Zweitens: man zweifelt an der treue und Zuverlässigkeit des Partners - und das vorab, ohne Evidenz, und grundsätzlich.

Im ersteren Fall könnte es ausnahmsweise klug sein, zusammenzuziehen, weil sonst der eigene Bedürfnispegel einfach nicht ausgeglichen ist.

Aber im zweiten?

Bei Dir klingt so etwas durch. Ich würde AUF KEINEN FALL aus privatem Zweifel, Skepsis, Unsicherheit und Zukunftsangst meine Berufsposition aufs Spiel setzen. Die Motivation stimmt einfach nicht.

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11. April 2007 um 17:34
In Antwort auf zinderella30

Es gibt da zwei Argumente
erstens: man ist selbst extrem nähebedürftig, kann eine Wochenendbeziehung nicht aushalten, hat evtl. selbst eigene negative erfahrungen damit.

Zweitens: man zweifelt an der treue und Zuverlässigkeit des Partners - und das vorab, ohne Evidenz, und grundsätzlich.

Im ersteren Fall könnte es ausnahmsweise klug sein, zusammenzuziehen, weil sonst der eigene Bedürfnispegel einfach nicht ausgeglichen ist.

Aber im zweiten?

Bei Dir klingt so etwas durch. Ich würde AUF KEINEN FALL aus privatem Zweifel, Skepsis, Unsicherheit und Zukunftsangst meine Berufsposition aufs Spiel setzen. Die Motivation stimmt einfach nicht.

!!!übel!!!
Ich glaube du hast mich durchschaut. wenn ich näher drüber nachdenke trifft zwar version eins auch auf mich zu, allerdings beschäftigt mich ihre treue etc. täglich. sie ist attraktiv und super offen für neue menschen. sie lernt nicht nur schnell leute (also auch männer), sondern auch viele kennen. das macht mir schon angst.

*grübel, zweifel und zukunftsangst*

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11. April 2007 um 18:17
In Antwort auf amos_12148099

!!!übel!!!
Ich glaube du hast mich durchschaut. wenn ich näher drüber nachdenke trifft zwar version eins auch auf mich zu, allerdings beschäftigt mich ihre treue etc. täglich. sie ist attraktiv und super offen für neue menschen. sie lernt nicht nur schnell leute (also auch männer), sondern auch viele kennen. das macht mir schon angst.

*grübel, zweifel und zukunftsangst*

Sie studiert...
und danach? Bist Du Dir denn sicher bzw. ist sie sich sicher, dass sie in Berlin bleiben wird? Wie lange studiert sie noch? Vielleicht entscheidet sie sich noch für ein Praxissemester, Diplomarbeit oder was auch immer im Ausland? Wenn Du in HH einen guten Job hast, dann setz ihn nicht so einfach aufs Spiel. Warte doch ab, was sich nach ihrem Studium ergibt... Und schon gar nicht nach Berlin gehen, weil Du Dir ihrer Treue nicht sicher bist... Hey, das wäre wirklich blöd. Überstürze nichts.

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11. April 2007 um 18:25
In Antwort auf tanis_11905106

Sie studiert...
und danach? Bist Du Dir denn sicher bzw. ist sie sich sicher, dass sie in Berlin bleiben wird? Wie lange studiert sie noch? Vielleicht entscheidet sie sich noch für ein Praxissemester, Diplomarbeit oder was auch immer im Ausland? Wenn Du in HH einen guten Job hast, dann setz ihn nicht so einfach aufs Spiel. Warte doch ab, was sich nach ihrem Studium ergibt... Und schon gar nicht nach Berlin gehen, weil Du Dir ihrer Treue nicht sicher bist... Hey, das wäre wirklich blöd. Überstürze nichts.

Sie
studiert noch gute 5 Jahre. Und Hamburg kommt für sie überhaupt nicht in frage, weil sie ihre family über alles liebt. ich ebenfalls und deswegen will ich auch zurück. ich pendle ja nicht erst seitdem ich sie kennen. seit 5 jahren bin ich jedes WE drüben.

hier weg kann ich eh nicht. ich habe mich erkundigt und als landesbeamter hamburg bin ich verdonnert in hamburg zu bleiben, bis hamburg nicht mehr hamburg ist (z.B. durch die Gründung eines Nordstaates. aber dann darf ich höchstens nach Lübeck oder bremen.).

ich überlege nur, ob die beziehung zukunft hat. hamburg kommt für sie nicht in frage, berlin geht bei mir nicht. eine fernbeziehung hält auf dauer nicht länger als 2 jahre. so naiv bin ich nicht daran zu glauben. aber ich suche die zukünftige mutter meiner kinder. ausgetobt habe ich mich. ich bin nur in sie verliebt! soll nun die vernunft walten oder das herz. und das sagt mir ein jahr glücklich sein, dann enttäuscht werden...

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