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Liebe meinen verh. Kollegen

10. August 2009 um 20:59

Tja, dann schütte ich hier mal mein Herz aus. Vielleicht mehr für mich, als für jemand andern. Sorry schon mal an dieser Stelle. Und Sorry, ich habe schon zwei Gläser Wein getrunken. Ich kann einfach nicht mehr. Keine Sorge, Alkohol ist keine Lösung, aber heute ist es besonders schlimm.

Wo fang ich an? Anfang ist immer gut.

Ok. Es geht natürlich um meinen Arbeitskollegen. Vorweg gegriffen, wir lieben uns über alles. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder, ich bin auch verheiratet, habe mich aber vor 5 Monaten von meinem Mann getrennt.

Angefangen hat es bei einer Firmenveranstaltung. Party, Alkohol, und danach hat er mich geküsst. Ich habe mich gewehrt, war schließlich erst seit 12 Monaten verheiratet.
Es war ihm hinterher furchtbar peinlich, wir haben uns oft unterhalten, zu oft. Denn erst hier haben wir gemerkt, wie sehr wir uns mögen. Nein, sogar mehr als das. SMS und emails nahmen ihren lauf.
Zu dem Zeitpunkt hatte er eine Tochter (2,5 Jahre) und war unglücklich verheiratet.

Ein halbes Jahr später, wir haben uns natürlich nicht beherrschen können und uns geliebt, wird seine Frau schwanger.
Er hat es mir einen Tag nach dem Test gesagt, drei tage, nachdem ich mich von meinem Mann getrennt habe. Für ihn.
In mir ist eine Welt zusammengebrochen. Wie in Trance habe ich meinen Alltag gelebt und bin schließlich zu meinem Mann zurück um mir die Wunden zu lecken.

6 Monate später bin ich wieder ausgezogen. Entgültig. Und das war auch gut so. Unabhängig davon, dass ich meinen Kollegen noch immer liebte. Aber er wurde ja jetzt wieder Vater. Er wollte das Kind nicht. Er liebt nur mich, sagt er.
Ich bin ehrlich, auch ich habe noch kurz vorher mit meinem Mann geschlafen, daher kann ich ihm das auch gar nicht so übel nehmen. Aber trotzdem *grrr*

Mein Kollege ließ mich nur leider nie in Ruh. Er hat um mich gekämpft, war aber zu schwach um eine Entscheidung zu treffen. Später hat er eine Entscheidung getroffen, aber zu schwach um sie durchzufürhen.

Heute ist der Tag, das Ende der Frist. Mein Kollege hatte bis Freitag Urlaub, heute seinen ersten Arbeitstag. Er sollte bis heute alles klar gemacht haben. Hat er natürlich nicht. Wir haben uns heute abend getroffen. Er hat zwar seiner Frau gesagt, dass er sie nicht mehr liebt, er ausziehen will, aber seine Angst, seine Kinder nicht mehr zu sehen ist einfach zu groß. (Ich würde hinter ihm stehen, seine Kinder akzeptieren, jedes 2. WE mit ihnen verbringen, so sehr liebe ich ihn). Aber das entäuschende ist, nicht er hat die Diskussion herbeigerufen, sondern seine Frau. Weil ihr alles stinkt. Aber trotzdem hat er nicht den Mut zu gehen. Er hat nichts unternommen. Er ist weggelaufen. Wie immer.

Ende vom Lied, ich habe ihm heute den Marsch geblasen, ihn als Feigling etc. tituliert.
Es ist aus und vorbei, aber es tut mir so sehr weh. Nach knapp 2 Jahren.

WIE GEB ICH IHM KRAFT UND MUT? WIE VERLÄSST ER SEINE FRAU?

ER IST MEIN LEBEN!!!!

Bitte antwortet mir. Es ist mir so wichtig. Ich bin kein Engel, das weiß ich selber. Aber ich brauche Kraft um es auszuhalten!!!

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12. August 2009 um 23:02

AW: Es ist traurig
Ja, du hast recht. Er hat wirklich auch Existenzängste. Wir haben uns heute noch mal unterhalten. (Aber ich war eisern)
Deine Worte haben mich nachdenklich gemacht, obwohl wir schon drüber gesprochen haben, hab ich ihn gebeten nochmal alle Ängste aufzuzählen. Einige konnte ich im Keim ersticken, aber Geldsorgen waren auch dabei.

Ich bin so traurig, denn diese Diskussionen haben wir ja schon geführt. Danach hat er gesagt, jepp, ich Trenn mich.
Aber nach seinem Urlaub ist er wieder 3 Schritte zurück, nicht weil er seine Frau liebt, sondern weil er von seinen Ängsten erdrückt wird. Kann ich ja verstehen. Aber ich kann einfach nicht mehr. Will endlich frei sein.

Er fürchtet, wie du schon geschildert hast, sie zieht ihn bis aufs letzte Hemd aus. Redet nur schlecht vor seinen Kindern von ihm, etc. Die Angst kann ich ihm aber nicht nehmen. Da bin ich machtlos, also kapituliere ich!

Oder gibt es doch noch eine Lösung?

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3. September 2009 um 22:53

Jetzt wendet sich das Blatt
Er will seine Frau verlassen. Er hat vor einer Woche die Katze aus dem Sack gelassen. Naja, zum Teil. Hat nicht gesagt, dass er jemand anderen liebt..

Jetzt komme ich aber zu meiner Frage bevor ich wieder ausschweife.

Er ist fix und fertig. Führt jeden Abend Endlosdiskussionen mit ihr, weint sehr viel. Er hält mich aus der Sache raus, geht mir unbewusst aus dem Weg. Seine Begründung: Er hat den Kopf so voll, will es allein schaffen. Möchte mir niemals Vorwürfe machen. Es tut mir weh, ihn leiden zu sehen, aber nicht in Ruh mit ihm sprechen zu können.

Wie kann ich ihn unterstützen? Ich weiß wie schlecht es ihm jetzt geht, schließlich hab ich das gleiche vor einem halben Jahr durchgemacht.

Habe das Gefühl, ihn mit allem was ich sage und mache unter Druck zu setzen. Ich weiß das er Zeit braucht. Viel Zeit. Das ganze kann sich noch Monate hinziehen. Nur kann ich mich nicht komplett zurückziehen. Dann werde ich wahnsinnig. Und hinterher rennen ist das allerletzte.

WIE VERHALTE ICH MICH RICHTIG?

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5. September 2009 um 11:15

Du hast ja recht...
...und erzähl ich es einer Freundin, reagiert sie genauso. Umgekehrt würd ich es auch so sehen.

Ich bin eine sehr starke, gut organiserte und konsequente Person. Jemand der alles hinterfragt und überzeugt werden muss. Ich hab mir die gleichen Fragen gestellt. Hat er es ihr wirklich so gesagt? Du schaust nur vor dem Kopf.

Aber wie ich schon erwähnt hab. Es hat sich alles geändert. Er forciert es jetzt. Und das was er mir über diese Gespräche erzählt, (ich will gar nicht alles wissen) kann nur wirklich erlebt worden sein. Ich spreche aus Erfahrung. Habe meinen Mann vor einem halben Jahr verlassen. Weiß wie es sich anfühlt. Die Endlosdiskussionen, Tränen, Verzweifelung. So etwas kann man nicht erfinden. Es hat, obwohl wir keine Kinder haben, beinah ein halbes Jahr gedauert. So einfach ist das nämlich leider nicht. Ich hab es für mich getan, nicht für meine Affäre.

Denn danach habe ich versucht den Kontakt abzubrechen. Es war sehr anstrengend. Hart zu sein, ihm ständig einen Korb zu geben, obwohl ich mich sehr danach gesehnt habe, von ihm in den Arm genommen zu werden.

Leider bin ich irgendwann eingeknickt. Es war immer ein hin und her. Eingeknickt, wieder hart geblieben. Nach einem Monat wieder eingeknickt, wieder aufgrund Enttäuschung alles beendet usw.
Leider sehe ich ihn jeden Tag im Büro. Habe mich auch schon woanders beworben. Denn nur so würd es gehen.

Weil ich mich die letzten Wochen so rar gemacht hab, (ihm auch die übelsten Dinge an den Kopf geschmissen habe - sowas geht nämlich nur mit Wut) hat er es jetzt endlich forciert. Ich habe auch betrogen, genauso kann man sagen, mir nicht mehr glauben zu können. Wir haben hier also eine Pattsitiuation. Ich liebe ihn so sehr.

Wie könnte ich ihn denn jetzt fallen lassen, wenn er schon so weit ist?

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6. September 2009 um 13:24

Die Liebe zu ihm kann ich nicht steuern
Habe knapp zwei Jahre versucht ihn mir aus dem Kopf zu schlagen. Ich kann meine Liebe zu ihm nicht abstellen, auch nicht mit dem Verstand. Das ist nicht einfach nur so eine Liebelei.

Naja und wie gesagt. Er will seine Familie jetzt verlassen. Das Kind ist für mich gar kein Problem mehr. Anfangs natürlich. Da war für mich alles klar. Weg mit dem Dreckskerl. Wie oft war ich schon so sehr wütend auf ihn. Und er hat jedesmal um mich gekämpft. Halt das typische Spielchen. Und ich war zu schwach. Klar ärger ich mich darüber.

Aber jetzt hat sich halt einiges geändert. Er hat Angst mich zu verlieren. Vor seinem Urlaub hab ich ihm die Frist gesetzt. Er hat es nicht geschafft. Danach hab ich alles abgebrochen. Habe nur noch mit Wut und Hass mit ihm gesprochen. Jetzt versucht er alles mögliche. Trotzdem halte ich ihn auf Abstand. Will ihn nicht wieder so nah ran lassen.

Aber auf der Zielgeraden kann ich doch nicht schlapp machen.
Das Kind ist kein Argument ihn nicht weiter zu lieben. Darüber haben wir schon sehr viel geredet. Er ist selbst nicht stolz darauf. Aber die Kinder können am wenigsten dafür. Also werde ich versuchen sie zu lieben.

Wie hast du es geschafft deinen Kollegen aus deinem Herzen zu verdrängen?

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6. September 2009 um 20:40

@seestern
sie ist nicht mehr schwanger, das Kind ist bereits 5 Monate alt.
War vielleicht in meinen Zeitangaben ein wenig schwammig.

In meinem Posting vom 03.09. hab ich angekratzt, was sich geändert hat.

Mit 'Zielgeraden' meine ich, dass er den Mut gefasst hat, und mit ihr aktiv über die Trennung redet.

Sicher ist die Gefahr immer da, dass er mich hinhält. Deswegen ziehe ich mich auch zurück, lebe mein Leben. Gehe aktiv neue Hobbys an.Sport, Tanzen. Lerne viele neue Leute kennen. Kann mich nicht 100% auf ihn verlassen.

Er hat Freunde eingeweiht, weil er so verzweifelt ist. Es ist nicht so einfach, wenn Kinder im Spiel sind.

Und genau das ist doch mein Problem. Wie kann ich ihn unterstützen ohne mich ganz aufzugeben. Denn ich habe gelernt, ICH stehe an erster Stelle. ICH darf MICH nicht aufgeben. Will mich nicht abhängig machen, wenn ich es nicht sogar schon bin...

Liebe Grüße
Powerlady

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7. September 2009 um 17:58

Ach Mensch, du hast ja so recht
Gott, wie tief muss man eigentlich sinken, um sich an jedem Strohhalm festzuhalten? Grrrrrr

Er zieht sich grad komplett zurück. Will ja alles regeln.
Eigentlich gar nicht seine Art.

Das heißt für mich. Entweder er zieht sich zurück, weil er nicht mehr will - und ich kann endlich weiterleben (auch wenns tierisch schmerzt - aber ich mache keine Anstalten mehr)

Oder er regelt es wirklich, dann kann ich seinen Taten glauben und nicht mehr seinen Worten.

Du hast so dermaßen recht. DANKE

Auch wenn man es nicht immer hören will. Aber Kopf waschen ist so was von wichtig. Sonst fliegt die rosa Brille nie runter

Liebe Grüße
Powerlady

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10. September 2009 um 18:38

Mein Selbstwertgefühl ist ok...
...was hat Liebe damit zu tun?

So langsam bin ich mit mir im Reinen. Vor 6 Monaten habe ich meinen Mann verlassen - meine Konsequenzen gezogen.
Ich war ehrlich, hab ihm meine Affaire schon nach kurzer Zeit gebeichtet. Wir sind zur Eheberatung, aber es hat leider nicht mehr funktioniert.

Der Entschluss zu gehen, kam von mir. Mein Mann hätte mir verziehen, ich konnte mir aber nicht verzeihen.

Somit lebe ich lieber allein. Beruflich bin ich recht gut unterwegs. Meine neuen Hobbys bereichern mich sehr. Meine Familie und Freunde stehen voll hinter mir.
Will damit sagen, ich steh mit beiden Beinen auf dem Boden und hab mein Leben im Griff.

Aber hast du schon mal richtig geliebt? Warst oder bist du hoffnungslos verliebt? So etwas bringt dich an den Rande des Wahnsinns. Und da ist dann ja auch immer noch das kleine Fünkchen Hoffnung.
Leider lässt man dann Dinge zu, bzw. handelt, wie man es sonst nie getan hätte, und worüber man zuvor vielleicht sogar selbst die Nase gerümpft hätte.

Ach so, es heißt nicht kastieren, sondern kastrieren.
Ähnlich hätt ich vor zwei Jahren vielleicht auch gedacht.

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10. September 2009 um 22:30

Wenn man keine Ahnung hat...
... sollte man einfach mal die Klappe halten.

Hab kein Problem mit Kritik oder wachrütteln. Seestern kann das bestätigen. Aber fallen, du lässt in deinem eigenen Thread 'Untreue' selber die Hosen runter. Du hast keine Ahnung von diesen Dingen. Hoffnungslose Liebe, Sehnsucht, Schmerz etc.
Sicher hast du deine schmerzhaften Erfahrungen an anderer Stelle gemacht und das tut mir leid.

Aber an welcher Stelle habe ich erwähnt, dass er mit dem Kind die Ehe kitten wollte? Glaub mir, dass kann ich besser beurteilen als du. Damit will ich es nicht schön reden. Gewiss nicht!

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12. September 2009 um 11:22

@brahms
Ich hab nicht gesagt, dass du dumm bist. Das glaub ich nicht. Aber meinst du denn nicht, dass du in den nächsten, sagen wir mal 10 Jahren eine Menge erleben wirst?
Das nennt man LEBENSERFAHRUNG
Glaub mir, dein Leben wird anders verlaufen als du es planst. Oft wirst du sagen: Oh, damit hab ich aber jetzt gar nicht gerechnet. Das ist einfach so, und das ist auch gut so.
Wenn du mir vor drei Jahren erzählt hättest, ich verlass meinen Mann und komm aus so meiner Affaire nicht raus, hätte ich dir kein Wort geglaubt!

Mit 21 hab ich auch gedacht, ich hab die Weisheit mit Löffeln gegessen (das ist echt nicht böse gemeint), und mit 33 kann ich sagen, man ist wohl nie zu alt für Fehler. Ich sag doch gar nicht, dass ich alles richtig gemacht hab. Ich möchte hier lediglich Ratschläge, aber die kannst du mir leider nicht geben... Du haust lieber drauf.

Der Mensch ist wie ein Diamant, der sich mit jeder Erfahrung seine Schliffe holt.
Es ist nicht immer alles schwarz oder weiß!

Hey brahms, ich hatte schon Sorge du kommst nicht mehr zurück

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12. September 2009 um 15:24

Dann fang doch mal an
welchen Ratschlag kannst du mir denn geben?

Denn deine Beiträge waren bisher eher nur beleidigend als konstruktiv.

Hör doch endlich auf, auf das eine Thema rumzureiten. Damit ist doch mein Problem nicht gelöst. Vor lauter Vorhaltungen weißt du wahrscheinlich gar nicht mehr worum es mir überhaupt geht.

Ich bin gespannt!

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14. September 2009 um 23:45

Der hammer brahms
ich bin echt begeistert.

Das liest sich doch schon viel besser. Danke.

Ich lasse ihn jetzt auch links liegen. Seit ca. zwei Wochen haben wir kaum Kontakt. Er will seine Sachen klären. Sagt er.

Und nun gibt es zwei Möglichkeiten.
1. Er geht wirklich - dann muss er sein Leben aber erst mal halb in den Griff bekommen, denn direkt zu mir - ne, ne ist nicht. Das weiß er aber auch (wollte er auch nie), und hat auch einen Plan. Er schrieb mir heute: Unsere Liebe ist so stark, sie wird es verkraften, wenn wir ne Zeit keinen Kontakt haben.

2. Er entscheidet sich für die Familie, und ich komm endlich zur Ruhe.

Schlussfolgerung: Ich kann nur gewinnen.
Gut, oder?

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