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Liebe ich ihn oder nicht?

2. August 2011 um 21:49

Mein Freund (27) und ich (26) sind seit 6 Jahren zusammen und seit 4 Jahren wohnen wir zusammen.

Bis vor einigen Wochen wollten wir noch heiraten und Kinder kriegen und jetzt auf einmal weiß ich nicht, ob ich ihn überhaupt liebe und je geliebt habe. Auslöser war ein anderer Mann, der auf einer Feier solche Gefühle in mir ausgelöst hat, die mein Freund noch nie bei mir ausgelöst hat. Ich bin aber nicht fremdgegangen und mein Freund weiß auch von dem ganzen. Der andere Mann ist mein bester Freund und zwischen uns war schon immer eine Magie, aber eigentlich schon längst erloschen. Ich liebe ihn definitiv nicht und das ist auch nicht mehr das Problem.
Aber seitdem zweifele ich. Ich war danach fix und fertig und habe mich total distanziert. Die letzten 5 Wochen haben mein Freund und ich nur nebeneinander hergelebt, uns angeschwiegen, angeschrien, alles nur, weil ich nicht weiß was ich will.
Mein Freund ist ein Traummann. Er liebt mich abgöttisch, würde alles für mich machen, ist zuverlässig, das Zusammenwohnen klappt super, wir haben dieselben Zukunftspläne usw. Das Problem sind nur meine Gefühle. Ich hatte halt nie diese Schmetterlinge im Bauch, nie diese Leidenschaft und nie das Gefühl, dass ich alles für ihn tun würde. Also würde ich schon, ich bin immer für ihn da, aber das kommt halt nicht von Herzen. Schwierig zu erklären..Ich bin schon kurz nach meiner letzten Beziehung mit ihm zusammen gekommen, war vielleicht noch nicht soweit, ich weiß es nicht. Die Beziehung wurde trotzdem immer besser und ich fühle mich einfach wohl bei ihm und geborgen. Jetzt weiß ich aber nicht, liebe ich ihn? Oder genieße ich nur, dass er mich so liebt? Woher weiß ich das? Was ist wichtig im Leben? Momentan wünsche ich mir, dass alles wieder so wird wie vor der Feier, aber ich kann es nicht. Weil ich Angst habe, es zu probieren und irgendwann in 5 oder 10 Jahren es zu bereuen, zu denken, Mist, warum hast du nicht schon damals Schluss gemacht?!

Was sagt ihr? Lohnt es sich wirklich, eine eigentlich intakte Beziehung, wo zwei Menschen zusammen passen, aufzugeben wegen irgendwelcher Schmetterlinge, die man sich in einer neuen Beziehung erhofftn, die eh nach paar Monaten vergehen und dann vielleicht auch Probleme auf einen zukommen? Oder liebe ich ihn wirklich nicht und da draußen läuft noch irgendwo der richtige für mich rum? Ich bin nunmal keine 17 mehr, ich möchte auch bald Kinder und Heiraten... aber natürlich nicht mit dem falschen Mann.
Werde ich irgendwann merken, was der richtige Weg ist? Immerhin werden mein Freund und ich uns irgendwann zusammen setzen und dann muss ich eine Entscheidung fällen...

Ich hoffe ihr könnt mir helfen, denn ich weiß absolut nicht weiter und kann meine ständig wechselnden Gedanken nicht einsortieren

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2. August 2011 um 22:13

So langsam wird 's gruselig
Seltam, dass dies auf einmal so viele junge Frauen zu haben scheinen, die gerade fest in ner eigentlich gut funktionierenden Beziehung sind/waren.
Meine Frau (8 Jahre Beziehung) hat mich wegen so etwas letzte Woche verlassen.

Du hast dir die Frage ja eigentlich schon selbst beantwortet:

"...Lohnt es sich wirklich, eine eigentlich intakte Beziehung, wo zwei Menschen zusammen passen, aufzugeben wegen irgendwelcher Schmetterlinge, die man sich in einer neuen Beziehung erhofftn, die eh nach paar Monaten vergehen und dann vielleicht auch Probleme auf einen zukommen? Oder liebe ich ihn wirklich nicht und da draußen läuft noch irgendwo der richtige für mich rum? Ich bin nunmal keine 17 mehr..."

Liebe kommt nicht mal einfach so um die Ecke. Echte Liebe (irgendwo war hier doch auch die Definition von "Verliebtheit", "Liebe" und "Schwärmerei" ganz gut vermerkt) entwickelt sich, wird ein ganz individuelles und mächtiges Etwas einer Paarbeziehung, die dann aber halt immer mal wieder auf die Probe gestellt wird.

Ich habe inzwischen ein bisschen das Gefühl, dass viele Frauen damit auch so eine Art "Fluchtmoment" ansetzen wollen, gerade dann, wenn es mit dem langfristigen Partner ernst wird. Irgendwie scheint sich dann so eine Art "Oje, ich brauch noch was, mir fehlt noch was" in der Damenwelt zu regen, und plötzlich ist der Nicht-Partner ein ganz großes Ding.
Da sind es dann übrigens meist nicht verschiedene andere Männer, sondern immer nur ein einzelner.

Es ist eine Probe, meine lieben Damen. Ein großer Test, dessen Ursprung ich nicht wirklich kenne, der mich aber so langsam anfängt zu faszinieren.

Wieso wird dieser eine (mehr oder weniger fremde) Mann plötzlich so interessant, obwohl eigene Partner eine Person für 's Leben ist? Wieso gehen der Frau da plötzlich die Hormone an die Decke? Wieso kann sie diesen einen Mann nicht vergessen, denkt ständig an ihn, hat zwischenzeitlich Angst vor dem Gedanken, lässt ihn dann aber doch zu?

Eine großartige Frage, die - in meinem Fall - letztendlich wohl eine wundervolle Ehe kaputt gemacht hat.

Vielleicht ist der Punkt, dass manche Damen wenig mit diesem Gefühl der wirklich vertrauten Liebe etwas anfangen können, weil sie ständig begehrt sein wollen. Also dass ihnen da plötzlich ein Kerl den Kopf verdreht, einfach weil er noch diesen potenziellen Balztanz für sie aufführen könnte.
Ja, vielleicht steht ihr - liebe Frauen - manchmal auch hormonell noch ein bisschen zu sehr auf den Akt der Umwerbung und das Kribbeln, das dabei erzeugt wird.

Aber wie lange hält sowas an? Man baut sich zusammen über Jahre ein tüchtiges Boot für das große Gewässer. Verlässt man es dann für einen flotten Katamaran, der viel verspricht, man aber fast davon ausgehen kann, dass er den ersten Sturm nicht überlebt und dann sinkt, einfach weil er schon vom ersten Moment an nicht auf dieser Art von Vertrauen aufgebaut wurde.

Liebe Frauen, ihr seid großartig. Aber bitte, hört in solchen Momenten auf euer Herz. Seid idealistisch. Glaubt noch an Verbindungen, die einen Sinn haben, und vergesst Spielereien, die eurem Geschlecht nicht würdig sind.

Also auch hier noch einmal: Ergründe es, erfahre den Grund für diese Gefühle. Es ist NICHT der Typ an sich, so weit bin ich inzwischen gekommen. Es ist seine Position, die so anders ist, als die, deines Partners. Wie passen deine Gefühle da hinein.

Ich wünsche dir und deiner Beziehung alles gute. Wenn alles gut läuft, wirst Du daran wachsen.
Sei eine stolze Königin, keine verwirrte Hofdame.

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2. August 2011 um 22:19
In Antwort auf sadpat

So langsam wird 's gruselig
Seltam, dass dies auf einmal so viele junge Frauen zu haben scheinen, die gerade fest in ner eigentlich gut funktionierenden Beziehung sind/waren.
Meine Frau (8 Jahre Beziehung) hat mich wegen so etwas letzte Woche verlassen.

Du hast dir die Frage ja eigentlich schon selbst beantwortet:

"...Lohnt es sich wirklich, eine eigentlich intakte Beziehung, wo zwei Menschen zusammen passen, aufzugeben wegen irgendwelcher Schmetterlinge, die man sich in einer neuen Beziehung erhofftn, die eh nach paar Monaten vergehen und dann vielleicht auch Probleme auf einen zukommen? Oder liebe ich ihn wirklich nicht und da draußen läuft noch irgendwo der richtige für mich rum? Ich bin nunmal keine 17 mehr..."

Liebe kommt nicht mal einfach so um die Ecke. Echte Liebe (irgendwo war hier doch auch die Definition von "Verliebtheit", "Liebe" und "Schwärmerei" ganz gut vermerkt) entwickelt sich, wird ein ganz individuelles und mächtiges Etwas einer Paarbeziehung, die dann aber halt immer mal wieder auf die Probe gestellt wird.

Ich habe inzwischen ein bisschen das Gefühl, dass viele Frauen damit auch so eine Art "Fluchtmoment" ansetzen wollen, gerade dann, wenn es mit dem langfristigen Partner ernst wird. Irgendwie scheint sich dann so eine Art "Oje, ich brauch noch was, mir fehlt noch was" in der Damenwelt zu regen, und plötzlich ist der Nicht-Partner ein ganz großes Ding.
Da sind es dann übrigens meist nicht verschiedene andere Männer, sondern immer nur ein einzelner.

Es ist eine Probe, meine lieben Damen. Ein großer Test, dessen Ursprung ich nicht wirklich kenne, der mich aber so langsam anfängt zu faszinieren.

Wieso wird dieser eine (mehr oder weniger fremde) Mann plötzlich so interessant, obwohl eigene Partner eine Person für 's Leben ist? Wieso gehen der Frau da plötzlich die Hormone an die Decke? Wieso kann sie diesen einen Mann nicht vergessen, denkt ständig an ihn, hat zwischenzeitlich Angst vor dem Gedanken, lässt ihn dann aber doch zu?

Eine großartige Frage, die - in meinem Fall - letztendlich wohl eine wundervolle Ehe kaputt gemacht hat.

Vielleicht ist der Punkt, dass manche Damen wenig mit diesem Gefühl der wirklich vertrauten Liebe etwas anfangen können, weil sie ständig begehrt sein wollen. Also dass ihnen da plötzlich ein Kerl den Kopf verdreht, einfach weil er noch diesen potenziellen Balztanz für sie aufführen könnte.
Ja, vielleicht steht ihr - liebe Frauen - manchmal auch hormonell noch ein bisschen zu sehr auf den Akt der Umwerbung und das Kribbeln, das dabei erzeugt wird.

Aber wie lange hält sowas an? Man baut sich zusammen über Jahre ein tüchtiges Boot für das große Gewässer. Verlässt man es dann für einen flotten Katamaran, der viel verspricht, man aber fast davon ausgehen kann, dass er den ersten Sturm nicht überlebt und dann sinkt, einfach weil er schon vom ersten Moment an nicht auf dieser Art von Vertrauen aufgebaut wurde.

Liebe Frauen, ihr seid großartig. Aber bitte, hört in solchen Momenten auf euer Herz. Seid idealistisch. Glaubt noch an Verbindungen, die einen Sinn haben, und vergesst Spielereien, die eurem Geschlecht nicht würdig sind.

Also auch hier noch einmal: Ergründe es, erfahre den Grund für diese Gefühle. Es ist NICHT der Typ an sich, so weit bin ich inzwischen gekommen. Es ist seine Position, die so anders ist, als die, deines Partners. Wie passen deine Gefühle da hinein.

Ich wünsche dir und deiner Beziehung alles gute. Wenn alles gut läuft, wirst Du daran wachsen.
Sei eine stolze Königin, keine verwirrte Hofdame.

Wow
das werd ich mir ausdrucken und einrahmen!

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2. August 2011 um 23:09

Blah!
@ goplayintraffic:
Sorry, diese Rechnung funktioniert höchstens in ner Mathematikstunde, ist aber weder psychologisch und noch viel weniger paarpsychologisch vertretbar.

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3. August 2011 um 8:48
In Antwort auf pipernigrum

Wow
das werd ich mir ausdrucken und einrahmen!

Danke
Vielen Dank schonmal für eure Antworten.

Das Problem ist nicht mehr der andere Typ. Wie gesagt, wir kennen uns schon 12 Jahre, hatten immer mal mehr mal weniger Kontakt, mal war da die Magie, aber eigentlich hat er mich die letzten Jahre überhaupt nicht interessiert, bis zu dieser Feier. Aber die Schwärmerei ist jetzt auch wieder vorbei.

Das Problem sind einfach die Gefühle. Ich weiß nicht, ob ich ihn irgendwann mal richtig geliebt habe. Aber die Beziehung war schön, es passte alles, wir hatten natürlich auch Sex und ich hatte ihn auch gern um mich. Ich habe oft zu ihm gesagt, eigentlich brauche ich nur dich zum Leben. Und das war auch in dem Moment ernst gemeint. Nur mal war es so, dass ich ihn fast verschlungen habe und mal war es fast Hass oder ich war so genervt von ihm, dass ich mir dachte oh gott. Aber ich muss dazu sagen, dass ich denke, dass ich eine angeknackste Psyche habe. Mein Vater ist Alkoholiker, meine Probleme, ich selber stand immer hinten an, hab von meiner Mutter nie das Gefühl gekriegt, ein toller liebenswerter Mensch zu sein. Vor 10 Jahren ungefähr litt ich auch an Magersucht. Das nur am Rande, versteht vielleicht nicht jeder, aber ich bin mir schon ziemlich sicher, dass ich dadurch manchmal so extrem bin... schwierig zu beschreiben.
Ich habe unsere Beziehung immer als etwas besonderes empfung, weil einfach alles passte. Und irgendwann dachte ich mir, nimm die Beziehung so wie ist. Sei froh, dass du so einen Mann hast und sieh ihn endlich mit anderen Augen, mit glücklichen Augen, auch wenn du nicht diese große Verliebtheit hattest. Und seitdem waren wir auch glücklich. Oder meint ihr, ich habe mir da was vorgemacht?

Ich will ihn und mein altes Leben zurück. Ich möchte, dass alles so ist wie vorher. Aber ich habe Angst davor. Angst, dass dieser kurze Ausbruch auf/nach der Feier etwas zu bedeuten hat. Dass es ein Warnschuss war, dass mein Freund nicht der richtige für mich ist...oder natürlich auch, dass es eine Prüfung war, die wir bestehen müssen bzw. ich.

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