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LIEBE

9. Januar 2004 um 13:52 Letzte Antwort: 13. Januar 2004 um 8:48

hallo forumsler

ich beabsichtige meine einstellung zu korrigieren und brauche denkanstösse!

meine bisherige einstellung zu der entwicklung von paarbeziehungen war in etwa so:
- treffen+ symathie
- kennenlernen
- verliebtheit+ schmetterlinge
- begin der beziehung

das wäre quasi phase 1
dann

- gemeinsame unternehmungen
- einbeziehung des partners in freundes- und familienkreis
- erste konflikte+ lösung
-> abstimmung auf einander
- liebe

also das wäre dann punkt an dem ich anfangen würde von liebe zu sprechen.
an dem punkt bin ich meiner meinung auch( relativ ) sicher.
ich( !) kann nicht ohne kenntniss eines menschen und/ oder beziehung lieben.

aber jetzt. wie gehts weiter?

- vertiefung der beziehung
- gemeinsames leben
- tieferes vertrauen

soweit so gut.

ich war immer der meinung, dass ich mich an einem punkt( nämlich an der stelle wo die aufzählung endet) entscheiden muss.
für oder gegen die beziehung.
entscheide ich mich für die beziehung komme ich irgendwann an den punkt an dem ich mich frage ob ich mein ganzes leben mit meinem partner verbringen möchte.
wenn ja > heirat
na ok- nicht zwangsläufig

also auf jeden fall sind wir jetzt an einem punkt an dem man sich lieb und zusammenbleiben will.

FRAGE 1! WARUM ENTSCHEIDEN IMMER MIT DEM PARTNER ZUSAMMENBLEIBEN ZU WOLLEN?
ich denke für mich ist diese entscheidung wichtig damit ich ein "endziel" habe... für die schwachen momente.
damit ich weiss WOFÜR ich die beziehung habe.
fazit: könnte ich einfach das JETZT, den glücklichen augenblich geniessen, müsste ich mir keine künstlichen gründe schaffen. somit würde sich die frage erübrigen.

nun denn weiter:
meine meinung war weiterhin, dass ich nicht über einen langen zeitraum( sagen wir drei, vier jahre) verliebt sein kann.
und das die liebe die man danach für den partner empfindet nicht von leidenschaft, sehnsucht, aufregung, erneuerung geprägt ist.
das ich sozusagen mit meiner entscheidung "für" diesen partner auf diese dinge verzichte.

was meint ihr? wie entwickelt sich die liebe?

denn andererseits bin ich der meinung, dass sich eine erfüllte beziehung auf grundpfeiler stützt.
die da wären:
- freunschaft( gegenseitige unterstützung)
- liebe ( sexuelle anziehung)
- treue ( zum partner stehen)

somit gäbe es ein beziehung ohne liebe ja nicht.
nur woran spüre ich( nach jahren) dass ich den partner noch liebe.

wenn ich aber den augenblick geniesse und spüre, dann WEISS ich ob ich liebe.

fasse ich jetzt mal zusammen und dabei is mir ein bisschen "entscheidung" sicher hilfreich.



das aufschreiben hat mir geholfen, meine gedanken zu ordnen.
und ich bin gespannt auf eure ansichten und meinungen!

cheers.
sparkling

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9. Januar 2004 um 16:37

Was willst du korrigieren?
wie du die Liebe siehst oder wie du sie leben kannst?

Liebe, ist weniger eine theoretische Sache, eher eine Praktische, wobei: ganz ohne Theorie könnte die Haltbarkeit einer Liebe verkürzt werden.
Zu deiner Aufzählung: Ich habe schon erlebt, einen ,mir anfangs total unsympahtischen Menschen nach näherem Kennenlernen anders zu sehen .
Außerdem kann auch eine länger andauernde Liebe noch leidenschaftlich sein. Liegt an den Beteiligten.
"Schmetterlinge" sind nicht unbedingt ein Zeichen von Liebe, eher von den Hormonen. Früher habe ich das wohl auch verwechselt

Was ist das "Endziel" einer Beziehung? Hat es eines?

Inzwischen denke ich, viele haben ein zu romantische Vorstellung von der Liebe. Wahrscheinlich auch je nach Kultur sind da einige Varianten drin. Nur leider helfen uns diese Vorstellungen und vor allem die damit verbunden Erwartungen nicht, im Gegenteil sie zerstören mehr. Wer weiß wieviele Beziehungen genau an diesen Vorstellungen und Erwartungen schon gescheitert sind.

Vielleicht ist Liebe "einfach" ein Miteinander, auch keinem Streit auszuweichen. Es auszutragen. Immer wieder.Sozusagen die Liebe vom Streit zu trennen. Immer wieder sich um den anderen bemühen, an ihm interessiert sein. Dabei auch sich selbst nicht vergessen.Interesse aneinander, wissen, dass keiner die Erwartungen des Anderen erfüllen muß.
Wissen das alles und jeder sich verändern kann und auch wird. Dabei kann es auch an uns selbst liegen. ob diese Veränderungen zusammenführen oder auseinander.
Auch nur mal so ein paar hingeschriebene Gedanken

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12. Januar 2004 um 11:22
In Antwort auf rumpelstilzchen2

Was willst du korrigieren?
wie du die Liebe siehst oder wie du sie leben kannst?

Liebe, ist weniger eine theoretische Sache, eher eine Praktische, wobei: ganz ohne Theorie könnte die Haltbarkeit einer Liebe verkürzt werden.
Zu deiner Aufzählung: Ich habe schon erlebt, einen ,mir anfangs total unsympahtischen Menschen nach näherem Kennenlernen anders zu sehen .
Außerdem kann auch eine länger andauernde Liebe noch leidenschaftlich sein. Liegt an den Beteiligten.
"Schmetterlinge" sind nicht unbedingt ein Zeichen von Liebe, eher von den Hormonen. Früher habe ich das wohl auch verwechselt

Was ist das "Endziel" einer Beziehung? Hat es eines?

Inzwischen denke ich, viele haben ein zu romantische Vorstellung von der Liebe. Wahrscheinlich auch je nach Kultur sind da einige Varianten drin. Nur leider helfen uns diese Vorstellungen und vor allem die damit verbunden Erwartungen nicht, im Gegenteil sie zerstören mehr. Wer weiß wieviele Beziehungen genau an diesen Vorstellungen und Erwartungen schon gescheitert sind.

Vielleicht ist Liebe "einfach" ein Miteinander, auch keinem Streit auszuweichen. Es auszutragen. Immer wieder.Sozusagen die Liebe vom Streit zu trennen. Immer wieder sich um den anderen bemühen, an ihm interessiert sein. Dabei auch sich selbst nicht vergessen.Interesse aneinander, wissen, dass keiner die Erwartungen des Anderen erfüllen muß.
Wissen das alles und jeder sich verändern kann und auch wird. Dabei kann es auch an uns selbst liegen. ob diese Veränderungen zusammenführen oder auseinander.
Auch nur mal so ein paar hingeschriebene Gedanken

Schöne gedanken
die du hast.
danke dafür.

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12. Januar 2004 um 12:19

Interessante Anschauung!
Ich denke nur, dass Du aufgrund Deiner bisherigen Erfahrungen diese Anschauung von Liebe hast.

Ich hab andere Erfahrungen und damit eine andere Meinung dazu.

Ich bin seit 7 Jahren mit ein- und demselben Mann zusammen und kann wirklich und ehrlich behaupten, dass unsere Liebe jeden Tag wächst. Was Du als Anfänge einer Beziehung beschreibst, erlebe ich durchaus auch jetzt noch. Also mir klopft teilweise das Herz in froher Erwartung an ihn und ich hab Sehnsucht - das ist gar net mehr normal.
Klar ist nicht mehr alles so abenteuerlich wie am Anfang, halt doch eher auf Vertrauen gestützt. Aber ich finde unsere Beziehung gerade dadurch so toll, weil wir uns sehr gut kennen. Ich kann mit ihm alles machen, über alles reden und kann mir mit niemandem sonst eine Beziehung vorstellen. Ich krieg keine Angst bei der Vorstellung mit ihm alt zu werden - eher, wenn ich dran denke, dass es anders kommen könnte!

Vielleicht hast Du die Richtige einfach noch nicht gefunden!?!?!?

Liebe Grüße!
Gute Laune

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12. Januar 2004 um 12:52

Das ziel einer beziehung???
....also so habe ich meine beziehungen noch nie gesehen, dass sie ein ziel haben müssen! eine beziehung ist doch kein projekt wo am ende ein ziel (heirat?, kinder?) erreicht wird und man vorher verschiedene projektphasen durchläuft! sind wie heute schon so rational, dass alles immer auf etwas hinauslaufen muss?

also für mich ist liebe etwas anderes. sie hat kein ziel, sie ist das ziel selbst. der weg ist das ziel!! liebe ist etwas, was sich im alltag zeigt. in vertrauen, hilfsbereitschaft, respekt, ehrlichkeit, zärtlichkeit, für den anderen dasein, usw.

ich denke nicht, dass ich mich irgendwann in einer beziehung entscheiden muss, ob ich mit dem anderen zusammen sein will bis ans ende unserer tage......das wird sich einfach zeigen. wieviele haben sich das schon geschworen und es nicht gehalten??? liebe kann auch kommen und wieder gehen....deshalb muss man sich immer wieder bewusstsein, dass sie nichts selbstverständliches ist, sondern gepflegt werden muss....wie eine pflanze, die auch eingeht, wenn man sie nicht giesst oder düngt.

das waren meine gedanken zu deinem beitrag

liebe grüße

tigerle

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12. Januar 2004 um 13:41

Sehe ich ander...
Hallo Sparkling,

also ich kann Deine Meinung zum Teil aber auch nicht ganz teilen!

- treffen+ symathie
- kennenlernen
- verliebtheit+ schmetterlinge
- begin der beziehung
- gemeinsame unternehmungen
- einbeziehung des partners in freundes- und familienkreis
- erste konflikte + lösung
-> abstimmung auf einander
- liebe
- vertiefung der beziehung
- gemeinsames leben
- tieferes vertrauen...

Bis dahin, kann Ich Deinem Beitrag folgen und stimme ihm auch zu.
Aber was meinst Du mit ZIEL einer Beziehung?
Liebe ist für mich kein Brettspiel, bei dem man irgendwann die Ziellinie überquert und einer der Gewinner ist. Beide sollten in einer Beziehung die Gewinner sein....
Jeder hat doch andere Ziele und diese Ziele "müssen" auf einander abgestimmt sein, sonst geht es nicht oder es geht nur eine Zeit lang....

Liebe läuft nicht nach Schema F ab. Das Paar und sein Umfeld (Familie, Arbeit....) formen doch die Beziehung und geben ihr einen bzw. immer wieder einen neuen Sinn / Zweck / Grundlage.
Jeder verändert sich doch irgendwann mal: reift; die Lebenserfahrung wächst; Wünsche werden erfüllt, neue Wünsche entstehen; Lebensumstände ändern sich; der Beruf ändert sich. Das sind alles Faktoren, die den Partner ändern bzw. so "sein lassen" wie er ist.

Liebe heißt für mich das Leben mit einem Menschen teilen. Wie lange, das weiß doch keiner von beiden....

Liebe soll diesen Veränderungen standhalten und daran wachsen.
Liebe heißt für mich meinen Partner am meinem Leben, Gedanken teilhaben zu lassen. Ich möchte mich auf meinen Partner verlassen können, ihn als Ruhepol sehen.... Oder Clown,.... so wie ich es in dem Moment brauche, um Kraft zu tanken und Geborgenheit und Sicherheit zu spüren. Genau das selbe möchte ich für meinen Partner sein und ihm geben, was er mir gibt; was ihn glücklich macht und was er braucht.

Liebe heißt für mich sich nicht verbiegen zu müssen; dass ich so sein kann wie ich bin und gerade deswegen geliebt werde.... dass mein Partner so sein kann, wie er ist.

Mein Ziel ist es, dass ich glücklich bin und meinen Partner glücklich mache....


LG
Pluster

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12. Januar 2004 um 13:59

Nix ziel
vielen dank für eure lieben antworten!

wenn ich euch richtig verstehe, dann stört ihr euch am meisten an meiner suche nach einem speziellen endziel.

und ich glaube ihr habt recht

sinn und zweck ist die beziehung an sich und veränderungen soll man zulassen



küsschen in die runde!

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12. Januar 2004 um 18:42

Liebe ist ....
hi sparkling,

dieser tage hat jemand eine interessante definition von "liebe" gebracht, die ich dem forum nicht vorenthalten will:

liebe ist, wenn man sich vorstellen kann, ihn (oder sie) im rollstuhl zu schieben ......

gute gedanken wünscht euch
orakelhexe

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12. Januar 2004 um 19:58

Liebe
es gibt einen grundsatz, der für jede art von liebe zutrifft, ganz egal ob es sich um die liebe zum leben, um die liebe zu einem anderen menschen, um die liebe zur eigenen person, einem tier oder einer blume handelt:

ich kann nur lieben, wenn meine liebe adäquat ist und den bedürfnissen und der natur des geliebten entspricht.

benötigt eine pflanze nur wenig wasser, dann drückt sich meine liebe zur pflanze darin aus, dass ich ihr nur soviel wasser gebe wie sie braucht.

habe ich aber eine vorgefasste meinung darüber, was für eine pflanze gut ist, etwa die, dass möglichst viel wasser für alle gut ist, so werde ich ihr vielleicht schaden.

es reicht also nicht, einfach nur zu lieben und einem anderen menschen das beste zu wünschen - solange ich nicht wirklich weiss, was der andere braucht und ich von meinem wunsch zu kontrollieren ablassen kann.

liebe grüsse
cosmic.

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12. Januar 2004 um 20:12
In Antwort auf idelle_12657497

Liebe ist ....
hi sparkling,

dieser tage hat jemand eine interessante definition von "liebe" gebracht, die ich dem forum nicht vorenthalten will:

liebe ist, wenn man sich vorstellen kann, ihn (oder sie) im rollstuhl zu schieben ......

gute gedanken wünscht euch
orakelhexe

Nicht
jeder der einen Rollstuhl schiebt, liebt.
Es gibt auch andere Gründe dafür

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12. Januar 2004 um 20:14
In Antwort auf Cosmicgirl

Liebe
es gibt einen grundsatz, der für jede art von liebe zutrifft, ganz egal ob es sich um die liebe zum leben, um die liebe zu einem anderen menschen, um die liebe zur eigenen person, einem tier oder einer blume handelt:

ich kann nur lieben, wenn meine liebe adäquat ist und den bedürfnissen und der natur des geliebten entspricht.

benötigt eine pflanze nur wenig wasser, dann drückt sich meine liebe zur pflanze darin aus, dass ich ihr nur soviel wasser gebe wie sie braucht.

habe ich aber eine vorgefasste meinung darüber, was für eine pflanze gut ist, etwa die, dass möglichst viel wasser für alle gut ist, so werde ich ihr vielleicht schaden.

es reicht also nicht, einfach nur zu lieben und einem anderen menschen das beste zu wünschen - solange ich nicht wirklich weiss, was der andere braucht und ich von meinem wunsch zu kontrollieren ablassen kann.

liebe grüsse
cosmic.

Das heißt:
Liebe zeigt sich am Interesse am anderen (und/oder sich selbst) und daran dass ich seine Bedürfnisse achte und beachte?

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12. Januar 2004 um 20:24
In Antwort auf rumpelstilzchen2

Das heißt:
Liebe zeigt sich am Interesse am anderen (und/oder sich selbst) und daran dass ich seine Bedürfnisse achte und beachte?

Ich denke
das sind absolute grundvoraussetzungen.

und ganz bestimmt ist alles das AUCH, was liebe letzlich ausmacht.

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13. Januar 2004 um 8:47
In Antwort auf Cosmicgirl

Liebe
es gibt einen grundsatz, der für jede art von liebe zutrifft, ganz egal ob es sich um die liebe zum leben, um die liebe zu einem anderen menschen, um die liebe zur eigenen person, einem tier oder einer blume handelt:

ich kann nur lieben, wenn meine liebe adäquat ist und den bedürfnissen und der natur des geliebten entspricht.

benötigt eine pflanze nur wenig wasser, dann drückt sich meine liebe zur pflanze darin aus, dass ich ihr nur soviel wasser gebe wie sie braucht.

habe ich aber eine vorgefasste meinung darüber, was für eine pflanze gut ist, etwa die, dass möglichst viel wasser für alle gut ist, so werde ich ihr vielleicht schaden.

es reicht also nicht, einfach nur zu lieben und einem anderen menschen das beste zu wünschen - solange ich nicht wirklich weiss, was der andere braucht und ich von meinem wunsch zu kontrollieren ablassen kann.

liebe grüsse
cosmic.

Oh
das finde ich fein

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13. Januar 2004 um 8:48
In Antwort auf Cosmicgirl

Ich denke
das sind absolute grundvoraussetzungen.

und ganz bestimmt ist alles das AUCH, was liebe letzlich ausmacht.


AUCH, ja, so isses.

Dazu würde Liebe teilweise immer etwas individuell erklärt, gefühlt,erkannt werden.

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