Home / Forum / Liebe & Beziehung / Liebe d.Lebens abseits d.Zivilisation

Liebe d.Lebens abseits d.Zivilisation

16. Oktober 2004 um 13:21 Letzte Antwort: 17. Oktober 2004 um 20:36

Hallo alle zusammen!

Ich weiss gar nicht so genau wo ich anfangen soll... Ist ne lange Geschichte aber ich werd versuchen es so kurz wie möglich zu machen.

Ich bin 23 Jahre alt und bin vor 2 1/2 Jahren nach Schweden gezogen, teils weil ich Land und Leute kennenlernen wollte, teils weil ich mich in einen Schweden verliebt hatte, den ich vorher in einem Schwedenurlaub kennengelernt hatte. Das ganze hat sich zu einer ernsten Beziehung entwickelt, wir sind seit zwei Jahren ein Paar. Da ich dieses Land liebe und anfangs in einem netten kleinen Ort gelebt habe wo ich viele nette Leute kenengelernt habe, fühlte ich mich ziemlich wohl. Da dieser Ort aber 160 km vom Wohnort meines Freundes entfernt war, bin ich nach kurzer Zeit zu ihm gezogen. In ein Dorf mit 200 Einwohnern und 80 km zum nächsten "größeren" Ort (mit ca.10 000 Einwohnern). Schweden ist ja bekanntlich nicht so dicht besiedelt. Und hier fängt mein Problem an. Ich fühle mich hier einfach nicht wohl, habe das Gefühl hinterm Mond zu leben. Ich bin in einem Vorort von Hamburg aufgewachsen und da ist es natürlich ne riesen Umstellung für mich "im Wald" zu leben! Ich habe das Gefühl kein eigenes Leben mehr zu haben, denn wenn wir was unternehmen ist es mit der Familie meines Freundes oder mit seinen Freunden, die er seit der Kindheit kennt. Ich finde man muss auch mal sein eigenes Ding machen können, aber manchmal fühle ich mich wie ein Anhängsel meines Freundes. Ich vermisse meine Geschwister und Freunde in Deutschland so sehr! Hinzu kommt das die Arbeitssituation hier sehr schwer ist, wenn man überhaupt was findet, dann ist es nur um Geld zu verdienen und nicht weil es ein intressanter Job ist. Meinen Beruf kann ich hier nicht ausführen. Arbeitslosigkeit ist hier auch keine Seltenheit. Ich möchte mich weiterbilden, Leute treffen/ eigene Freunde haben, ins Kino gehen, in einem Sportverein sein. Eigentlich ein normales Leben führen kann man sagen. Mein Freund möchte nicht von diesem Dof wegziehen, was ich auch verstehen kann, denn er hat ja Familie und Freunde hier und liebt die Natur (er jagt, angelt, fährt Motorcross + Schneescooter, das kann man natürlich in keiner Stadt machen). Ich weiss wirkich nicht wir wir beide unsere Ansichten und Erwartungen vom Leben jemals unter einen Hut bringen können! Und das beunruhigt mich sehr! Ich habe versucht im nächsten grösseren Ort hier zu wohnen und an den Wochenenden hin und her zu pendeln, aber ich habe meinen Freund zu sehr vermisst! Ich geniesse es so sehr mit ihm zusammen zu sein und mit ihm zu wohnen! Ich liebe ihn! Aber hasse dieses Dorf abseits der Zivilisation (um es mal krass auszudrücken). Ich muss ja in keiner Großstadt leben, aber ein bißchen zentraler sollte es zumindest sein. Meinen Freund belastet das Ganze genauso sehr wie mich, denn er merkt dass ich ziemlich down bin. Aber er weiß genauso wenig wie ich was wir machen sollen.
War vielleicht jemand von euch mal in einer ähnlichen Situation?
WAS SOLL ICH MACHEN? Kann ich nicht erwarten, dass mein Freund mir ein wenig entgegenkommt? Ich habe schliesslich seit zwei Jahren versucht mich in sein Leben einzufügen, aber das deprimiert mich nur. Auf der anderen Seite will ich nicht riskieren, dass es ihm so geht wir mir jetzt wenn wir in die Nähe einer Stadt ziehen. Er hat vor einiger Zeit mal zwei Jahre in einer Stadt gewohnt und er hat sich nicht wohlgefühlt. Er war gar nicht mehr er selbst, nicht fröhlich und voll Energie wie jetzt. Aber so wie er sich damals in der Stadt gefühlt hat fühle ich mich jetzt... Einen Umzug möchte ich ihm nicht antun, aber ein Leben hier kann ich mir auch nicht vorstellen. Und ein Leben ohne mienen Freund geht auch nicht!

Danke, dass ihr euch die Mühe gemacht habt bis hier hin zu lesen!
Comet

Mehr lesen

16. Oktober 2004 um 19:13

Hi Comet
deine geschichte erinnert mich an die meiner mutter, wenns bei ihr auch nicht ganz so krass ist wie bei dir....
Sie zog mit meinem Vater am Anfang der Beziehung von einer Stadt (120.000 EW)in ein Dorf mit ca 1000EW in den Bergen..

Das war vor ca 25 Jahren und in den ganzen Jahren seit ich die Sitiation aktiv mitbekomme, leidet sie irgendwie unter der Einsamkeit dort.

Auch die Liebe hat darunter gelitten, weil sie sich von Tag zu Tag mehr gegen das "dortleben"sträubte und irgendwie extrem unglücklich wurde.

Ich rate dir wirklich, die Sache mit dem Wohnort gleich am Anfang einer wirklich ernsthaften beziehung zu klären, v.a. weil dein freund ja auch ziemlich krass dort verwurzelt ist, und auch schon in der fremde unglücklich wurde.

Weil du wirst dann jeden Tag mehr deine Heimat vermissen, und in der "Einöde" kann sowas ziemlich krass werden..

Vielleicht könnt ihr ja einen Kompromiss finden, in der nähe einer größeren Stadt, aber trotzdem in der Natur, wo auch er seinen Hobbies Nachgehen kann.

Wünsch dir noch viel glück

MFG Dazeia

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
16. Oktober 2004 um 20:24
In Antwort auf dazeia

Hi Comet
deine geschichte erinnert mich an die meiner mutter, wenns bei ihr auch nicht ganz so krass ist wie bei dir....
Sie zog mit meinem Vater am Anfang der Beziehung von einer Stadt (120.000 EW)in ein Dorf mit ca 1000EW in den Bergen..

Das war vor ca 25 Jahren und in den ganzen Jahren seit ich die Sitiation aktiv mitbekomme, leidet sie irgendwie unter der Einsamkeit dort.

Auch die Liebe hat darunter gelitten, weil sie sich von Tag zu Tag mehr gegen das "dortleben"sträubte und irgendwie extrem unglücklich wurde.

Ich rate dir wirklich, die Sache mit dem Wohnort gleich am Anfang einer wirklich ernsthaften beziehung zu klären, v.a. weil dein freund ja auch ziemlich krass dort verwurzelt ist, und auch schon in der fremde unglücklich wurde.

Weil du wirst dann jeden Tag mehr deine Heimat vermissen, und in der "Einöde" kann sowas ziemlich krass werden..

Vielleicht könnt ihr ja einen Kompromiss finden, in der nähe einer größeren Stadt, aber trotzdem in der Natur, wo auch er seinen Hobbies Nachgehen kann.

Wünsch dir noch viel glück

MFG Dazeia

Hi Dazeia,
die Geschichte deiner Mutter fand ich sehr interessant, danke! Du hast wahrscheinlich recht, mein Freund und ich sollten das Ganze besser jetzt klären, denn vom Warten wirds ja nicht besser. Du hast geschrieben, dass sie Liebe deiner Eltern unter dem Ganzen gelitten hat und darüber habe ich auch schon nachgedacht. So weit darf es gar nicht erst kommen!
Nochmals DANKE für deine Antwort!
Comet

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
16. Oktober 2004 um 23:01

Hallo Comet,
ein Kompromiss,ist mir als erstes beim Lesen eingefallen,also,nicht direkt in die Stadt,aber nicht zu weit von einer größeren weg....wie wär das?

Ich kann mir nicht vorstellen,dass man glücklich wird mit der großen Lieben,wenn man seine Vorstellungen vom LEben dauerhaft unterdrückt und damit am "persönlichen Leben" vorbeigeht.
Ich könnte mir denken,dass das eine echte Zerreissprobe auch für die größte Liebe des Lebens werden kann.

Wenn Du so wichtig für ihn bist,wie er für Dich,könnte ich mir gut vorstellen,dass er seine Zukunft mit Dir zwar in SChweden,aber ggf. am oben erwähnt größeren Ort plant,der muss ja nicht soo weit von seinem Daheim weg sein.
Zur Freizeitgestaltung bei euch möchte ich Dir noch sagen,ich denke,das läuft dort einfach anders,weil die Lebensumstände andere sind,da sind Verwandtschaftsbeziehungen und vielleicht auch Freunde näher und somit "alles etwas enger",als wenn man mal schnell mit dem Auto ins nahe Hamburg flitzt.

Auch mal Hut ab, liebe Comet, so schnell zu einer Urlaubsliebe zu ziehen,verstehen kann ich Dich,das hätte ich mit 23 auch gemacht

Wenn Du ihm das bedeutest,was Du für ihn empfindest,geht er mit Dir "wohin Du willst,bis an das Ende dieser WElt" (Nena- Leuchtturm).

Ich hoffe,eure grosse Liebe übersteht das und es findet sich ein Kompromiss.
Sonst würde ich mir wieder Arbeit in Hamburg suchen,mich nicht abhängig machen von meinem Freund in Schweden (wovon lebst Du denn derzeit?),und mein eigenes Leben wieder in die Hand nehmen und ne Trennung auf Zeit probieren,wenn er sturschaltet und nicht,absolut nicht,weg will.
Was ich Dir wirklich nicht wünsche,dass eure Liebe daran scheitert,dass ihm family und soziales gewohntes Umfeld wichtiger sind als Du .Du hast schliesslich auch viel,sehr viel,für ihn aufgegeben,weiss er das denn überhaupt zu schätzen oder ist es für ihn so selbstverständlich,dass Du in SChweden mit ihm lebst,s e i n e r Heimat?

Er könnte doch auch mit nach Hamburg kommen,oder?
Auch bei 4,5 MIo Arbeitslosen derzeit ist es nicht so,dass man keine Arbeit mehr finden könnte
LG
viel Glück beim Entscheidungsfinden
B.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
16. Oktober 2004 um 23:05
In Antwort auf BrunhildeP

Hallo Comet,
ein Kompromiss,ist mir als erstes beim Lesen eingefallen,also,nicht direkt in die Stadt,aber nicht zu weit von einer größeren weg....wie wär das?

Ich kann mir nicht vorstellen,dass man glücklich wird mit der großen Lieben,wenn man seine Vorstellungen vom LEben dauerhaft unterdrückt und damit am "persönlichen Leben" vorbeigeht.
Ich könnte mir denken,dass das eine echte Zerreissprobe auch für die größte Liebe des Lebens werden kann.

Wenn Du so wichtig für ihn bist,wie er für Dich,könnte ich mir gut vorstellen,dass er seine Zukunft mit Dir zwar in SChweden,aber ggf. am oben erwähnt größeren Ort plant,der muss ja nicht soo weit von seinem Daheim weg sein.
Zur Freizeitgestaltung bei euch möchte ich Dir noch sagen,ich denke,das läuft dort einfach anders,weil die Lebensumstände andere sind,da sind Verwandtschaftsbeziehungen und vielleicht auch Freunde näher und somit "alles etwas enger",als wenn man mal schnell mit dem Auto ins nahe Hamburg flitzt.

Auch mal Hut ab, liebe Comet, so schnell zu einer Urlaubsliebe zu ziehen,verstehen kann ich Dich,das hätte ich mit 23 auch gemacht

Wenn Du ihm das bedeutest,was Du für ihn empfindest,geht er mit Dir "wohin Du willst,bis an das Ende dieser WElt" (Nena- Leuchtturm).

Ich hoffe,eure grosse Liebe übersteht das und es findet sich ein Kompromiss.
Sonst würde ich mir wieder Arbeit in Hamburg suchen,mich nicht abhängig machen von meinem Freund in Schweden (wovon lebst Du denn derzeit?),und mein eigenes Leben wieder in die Hand nehmen und ne Trennung auf Zeit probieren,wenn er sturschaltet und nicht,absolut nicht,weg will.
Was ich Dir wirklich nicht wünsche,dass eure Liebe daran scheitert,dass ihm family und soziales gewohntes Umfeld wichtiger sind als Du .Du hast schliesslich auch viel,sehr viel,für ihn aufgegeben,weiss er das denn überhaupt zu schätzen oder ist es für ihn so selbstverständlich,dass Du in SChweden mit ihm lebst,s e i n e r Heimat?

Er könnte doch auch mit nach Hamburg kommen,oder?
Auch bei 4,5 MIo Arbeitslosen derzeit ist es nicht so,dass man keine Arbeit mehr finden könnte
LG
viel Glück beim Entscheidungsfinden
B.

Im Moment,
bist Du auch sein Anhängsel,ist nicht negativ gemeint,sondern ganz sachlich, da Du noch keinen Job dort finden konntest und somit ja abhängig "von ihm" bist.

Drück die Daumen für Dich beim kreativem Jobfinden.

Denk doch mal nach,was Dir dort Spass machen könnte,was möglich wäre,und auch was einbringen könnte,auch wenn es weit von Deinem erlerntem (?) Beruf entfernt wäre.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Oktober 2004 um 10:58
In Antwort auf BrunhildeP

Hallo Comet,
ein Kompromiss,ist mir als erstes beim Lesen eingefallen,also,nicht direkt in die Stadt,aber nicht zu weit von einer größeren weg....wie wär das?

Ich kann mir nicht vorstellen,dass man glücklich wird mit der großen Lieben,wenn man seine Vorstellungen vom LEben dauerhaft unterdrückt und damit am "persönlichen Leben" vorbeigeht.
Ich könnte mir denken,dass das eine echte Zerreissprobe auch für die größte Liebe des Lebens werden kann.

Wenn Du so wichtig für ihn bist,wie er für Dich,könnte ich mir gut vorstellen,dass er seine Zukunft mit Dir zwar in SChweden,aber ggf. am oben erwähnt größeren Ort plant,der muss ja nicht soo weit von seinem Daheim weg sein.
Zur Freizeitgestaltung bei euch möchte ich Dir noch sagen,ich denke,das läuft dort einfach anders,weil die Lebensumstände andere sind,da sind Verwandtschaftsbeziehungen und vielleicht auch Freunde näher und somit "alles etwas enger",als wenn man mal schnell mit dem Auto ins nahe Hamburg flitzt.

Auch mal Hut ab, liebe Comet, so schnell zu einer Urlaubsliebe zu ziehen,verstehen kann ich Dich,das hätte ich mit 23 auch gemacht

Wenn Du ihm das bedeutest,was Du für ihn empfindest,geht er mit Dir "wohin Du willst,bis an das Ende dieser WElt" (Nena- Leuchtturm).

Ich hoffe,eure grosse Liebe übersteht das und es findet sich ein Kompromiss.
Sonst würde ich mir wieder Arbeit in Hamburg suchen,mich nicht abhängig machen von meinem Freund in Schweden (wovon lebst Du denn derzeit?),und mein eigenes Leben wieder in die Hand nehmen und ne Trennung auf Zeit probieren,wenn er sturschaltet und nicht,absolut nicht,weg will.
Was ich Dir wirklich nicht wünsche,dass eure Liebe daran scheitert,dass ihm family und soziales gewohntes Umfeld wichtiger sind als Du .Du hast schliesslich auch viel,sehr viel,für ihn aufgegeben,weiss er das denn überhaupt zu schätzen oder ist es für ihn so selbstverständlich,dass Du in SChweden mit ihm lebst,s e i n e r Heimat?

Er könnte doch auch mit nach Hamburg kommen,oder?
Auch bei 4,5 MIo Arbeitslosen derzeit ist es nicht so,dass man keine Arbeit mehr finden könnte
LG
viel Glück beim Entscheidungsfinden
B.

Hallo Brunhilde,
erstmal vielen Dank für deine lange Antwort!

Ich habe auch schon oft und lange übe einen Kompromiss nachgedacht. Aber dadurch das ich meine Geschwister und Freunde so sehr vermisse, weiss ich ja wie mein Freund sich fühlen wird, wenn wir von hier wegziehen. Und das will ich ihm auch nicht antun! Auf der anderen Seite hast du natürlich recht, ich habe in den letzten zwei jahren einignes für ihn "geopfert" und wenn er mich liebt (und das tut er wirklich, hab nie gedacht dass man das so sehr spüren kann!) könnte er das gleiche auch für mich tun. Aber es ist nie ein leichter Schritt seine Heimat, in der man alles hat und sich super wohl fühlt, zu verlassen und irgendwo anders total neu anzufangen.

Ich glaube er weiss zu schätzen, dass ich einiges für ihn aufgegeben habe. Aber das ganze war ja auch meine Entscheidung, er hat es nie von mir verlangt! Kann ich dann wirklich von ihm VERLANGEN dass er für mich alles aufgibt???

Ich bin finanziell nicht von ihm abhängig (das wäre ja noch schlimmer...), habe einen Vollzeitjob. Dieser Job entspricht nur leider nicht richtig meinen Vorstellung von einem erfüllten Arbeitsleben. Für eine absehbare Zeit wäre das ja auch gar kein Problem, aber bleiben wir hier wohnen, wäre es nie möglich meinen Wunschjob auszuüben (Fremdsprachenkorrespondentin o.Ä.).

Manchmal weiss ich nicht ob ich einfach zu unflexibel bin. Ich habe ziemlich genaue Vorstellung wie mein Leben sein soll und wird es nicht so bin ich unzufrieden. Ich weiss nicht ob ich wirklich versucht hab das beste aus meinem Leben hier in diesem Dorf zu machen?! Auf der anderen Seite würde ich wohl immer "was wäre wenn ich woanders wohnen würde"-Gedanken im Kopf haben. Glaube ich...

Lustig, dass du Nenas Lied zitiert hast. Bin Nena-Fan und heiss auch noch so. Werd mir gleich erstmal "Leuchtturm" anhören!

Nochmals danke Brunhilde, tut so gut andere Meinungen zu meiner Situation zu hören!!
LG
Comet

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Oktober 2004 um 15:56
In Antwort auf meadow_12383613

Hallo Brunhilde,
erstmal vielen Dank für deine lange Antwort!

Ich habe auch schon oft und lange übe einen Kompromiss nachgedacht. Aber dadurch das ich meine Geschwister und Freunde so sehr vermisse, weiss ich ja wie mein Freund sich fühlen wird, wenn wir von hier wegziehen. Und das will ich ihm auch nicht antun! Auf der anderen Seite hast du natürlich recht, ich habe in den letzten zwei jahren einignes für ihn "geopfert" und wenn er mich liebt (und das tut er wirklich, hab nie gedacht dass man das so sehr spüren kann!) könnte er das gleiche auch für mich tun. Aber es ist nie ein leichter Schritt seine Heimat, in der man alles hat und sich super wohl fühlt, zu verlassen und irgendwo anders total neu anzufangen.

Ich glaube er weiss zu schätzen, dass ich einiges für ihn aufgegeben habe. Aber das ganze war ja auch meine Entscheidung, er hat es nie von mir verlangt! Kann ich dann wirklich von ihm VERLANGEN dass er für mich alles aufgibt???

Ich bin finanziell nicht von ihm abhängig (das wäre ja noch schlimmer...), habe einen Vollzeitjob. Dieser Job entspricht nur leider nicht richtig meinen Vorstellung von einem erfüllten Arbeitsleben. Für eine absehbare Zeit wäre das ja auch gar kein Problem, aber bleiben wir hier wohnen, wäre es nie möglich meinen Wunschjob auszuüben (Fremdsprachenkorrespondentin o.Ä.).

Manchmal weiss ich nicht ob ich einfach zu unflexibel bin. Ich habe ziemlich genaue Vorstellung wie mein Leben sein soll und wird es nicht so bin ich unzufrieden. Ich weiss nicht ob ich wirklich versucht hab das beste aus meinem Leben hier in diesem Dorf zu machen?! Auf der anderen Seite würde ich wohl immer "was wäre wenn ich woanders wohnen würde"-Gedanken im Kopf haben. Glaube ich...

Lustig, dass du Nenas Lied zitiert hast. Bin Nena-Fan und heiss auch noch so. Werd mir gleich erstmal "Leuchtturm" anhören!

Nochmals danke Brunhilde, tut so gut andere Meinungen zu meiner Situation zu hören!!
LG
Comet

Hey Comet,
es geht ü b e r h a u p t nicht darum, was Du von ihm v e r l a n g s t oder ihm a n t u n willst

Sondern darum,was e r(!!!!!!!)bereit ist,aus Liebe zu D i r, zu tun.

Normalerweise müsste das kein so grossen Problem in seinem Alter sein, der grossen Liebe zuliebe Kompromissen einzugehen,ohne es Dir je vorzuwerfen,was er für Dich getan "hat-haben sollte".

D u hast weit mehr "Opfer" gebracht
Und wenn er nicht mal für einen Umzug 80 km bereit wäre,würde ich mir echt überlegen,was ich diesem Mann wirklich bedeute,wenn er seine LEbensvorstellungen als vorrangig erachtet und sich nicht "ausreichend bis genügend" dafür ernsthaft interessiert,dass seine Freundin unter den derzeiten (wenn auch für ihn von kleinauf gewohnten)Lebensbedingungen leidet.

Überleg es Dir gut,ob er Mr.Right ist.Du merkst es spätestens daran,was er bereit ist,für e u c h zu tun,oder auch nicht.
DAnn würde ich nicht zögern,Konsequenzen zu ziehen und rückzukehren nach Deutschland.
Auch wenns sehr wehtun würde.
Er wüsste ja,wo er Dich erreichen könnte
Ich hoffe allerdings nicht für euch,dass Du es auf so ne Machtprobe ankommen lassen müsstest.
Das ist schon die harte Schiene,und jede Frau kann das nicht

Ich bin wahrscheinlich sehr verwöhnt von meinem Mann seit beinahe 20J. sind wir schon recht glücklich.
Auch zeitweilig auf beinah 700km ....,es geht,man muss nur wollen und können und sich über das Gerede anderer hinwegsetzen.
LG
Bruni

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Oktober 2004 um 15:59
In Antwort auf meadow_12383613

Hallo Brunhilde,
erstmal vielen Dank für deine lange Antwort!

Ich habe auch schon oft und lange übe einen Kompromiss nachgedacht. Aber dadurch das ich meine Geschwister und Freunde so sehr vermisse, weiss ich ja wie mein Freund sich fühlen wird, wenn wir von hier wegziehen. Und das will ich ihm auch nicht antun! Auf der anderen Seite hast du natürlich recht, ich habe in den letzten zwei jahren einignes für ihn "geopfert" und wenn er mich liebt (und das tut er wirklich, hab nie gedacht dass man das so sehr spüren kann!) könnte er das gleiche auch für mich tun. Aber es ist nie ein leichter Schritt seine Heimat, in der man alles hat und sich super wohl fühlt, zu verlassen und irgendwo anders total neu anzufangen.

Ich glaube er weiss zu schätzen, dass ich einiges für ihn aufgegeben habe. Aber das ganze war ja auch meine Entscheidung, er hat es nie von mir verlangt! Kann ich dann wirklich von ihm VERLANGEN dass er für mich alles aufgibt???

Ich bin finanziell nicht von ihm abhängig (das wäre ja noch schlimmer...), habe einen Vollzeitjob. Dieser Job entspricht nur leider nicht richtig meinen Vorstellung von einem erfüllten Arbeitsleben. Für eine absehbare Zeit wäre das ja auch gar kein Problem, aber bleiben wir hier wohnen, wäre es nie möglich meinen Wunschjob auszuüben (Fremdsprachenkorrespondentin o.Ä.).

Manchmal weiss ich nicht ob ich einfach zu unflexibel bin. Ich habe ziemlich genaue Vorstellung wie mein Leben sein soll und wird es nicht so bin ich unzufrieden. Ich weiss nicht ob ich wirklich versucht hab das beste aus meinem Leben hier in diesem Dorf zu machen?! Auf der anderen Seite würde ich wohl immer "was wäre wenn ich woanders wohnen würde"-Gedanken im Kopf haben. Glaube ich...

Lustig, dass du Nenas Lied zitiert hast. Bin Nena-Fan und heiss auch noch so. Werd mir gleich erstmal "Leuchtturm" anhören!

Nochmals danke Brunhilde, tut so gut andere Meinungen zu meiner Situation zu hören!!
LG
Comet

Der KOmpromiss
könnte doch z.B. ein Vorort der 80km entfernten Stadt (also ländlich)oder irgendwo so dazwischen diesen 160km zu seiner family sein...ist er denn so unflexibel und meint, seine Partnerin hätte sich ihm ohne Murren anzupassen,weil er der Mann ist?

Das fände ich schade,für euch beide.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Oktober 2004 um 16:02

Liebe Nena,
natürlich drücke ich ganz fest die Daumen,dass ihr einen Kompromiss hinbringen werdet

Viel Glück
LG
schönen Sonntag noch
Bruni

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Oktober 2004 um 17:17
In Antwort auf BrunhildeP

Hey Comet,
es geht ü b e r h a u p t nicht darum, was Du von ihm v e r l a n g s t oder ihm a n t u n willst

Sondern darum,was e r(!!!!!!!)bereit ist,aus Liebe zu D i r, zu tun.

Normalerweise müsste das kein so grossen Problem in seinem Alter sein, der grossen Liebe zuliebe Kompromissen einzugehen,ohne es Dir je vorzuwerfen,was er für Dich getan "hat-haben sollte".

D u hast weit mehr "Opfer" gebracht
Und wenn er nicht mal für einen Umzug 80 km bereit wäre,würde ich mir echt überlegen,was ich diesem Mann wirklich bedeute,wenn er seine LEbensvorstellungen als vorrangig erachtet und sich nicht "ausreichend bis genügend" dafür ernsthaft interessiert,dass seine Freundin unter den derzeiten (wenn auch für ihn von kleinauf gewohnten)Lebensbedingungen leidet.

Überleg es Dir gut,ob er Mr.Right ist.Du merkst es spätestens daran,was er bereit ist,für e u c h zu tun,oder auch nicht.
DAnn würde ich nicht zögern,Konsequenzen zu ziehen und rückzukehren nach Deutschland.
Auch wenns sehr wehtun würde.
Er wüsste ja,wo er Dich erreichen könnte
Ich hoffe allerdings nicht für euch,dass Du es auf so ne Machtprobe ankommen lassen müsstest.
Das ist schon die harte Schiene,und jede Frau kann das nicht

Ich bin wahrscheinlich sehr verwöhnt von meinem Mann seit beinahe 20J. sind wir schon recht glücklich.
Auch zeitweilig auf beinah 700km ....,es geht,man muss nur wollen und können und sich über das Gerede anderer hinwegsetzen.
LG
Bruni

Hallo nochmal,
es geht vielleicht nicht darum was ich ihm antun kann oder nicht. Aber das ist so eine Zwickmühle. Ich will ja auch das ER glückich ist. Als er vor einiger Zeit in einer Stadt gewohnt hat (das war als ich nach Schweden gezogen bin) war er ein ganz anderer Mensch. Unzufrieden, ohne Energie, nicht wie jetzt fröhlich, zuvorkommend usw. Ich will nicht das er wieder so wird wie damals!!! Dann würde das Zusammenleben ja gar keinen Spass mehr machen!

Du hast geschrieben, dass es in seinem Alter kein Problem sein dürfte Kompromisse einzugehen. Er ist aber bereits 31 und da kann es ja durchaus sein, dass man sich "niederlassen" will und er scheint den perfekten Plats für sich gefunden zu haben. Aber das ist natürlich keine Entschuldigung. Ich werde mit meinem Freund auf jeden Fall nochmal ein erstes Gespräch führen.

Nochmals danke, Brunhilde!
LG
Comet

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Oktober 2004 um 17:57
In Antwort auf meadow_12383613

Hallo nochmal,
es geht vielleicht nicht darum was ich ihm antun kann oder nicht. Aber das ist so eine Zwickmühle. Ich will ja auch das ER glückich ist. Als er vor einiger Zeit in einer Stadt gewohnt hat (das war als ich nach Schweden gezogen bin) war er ein ganz anderer Mensch. Unzufrieden, ohne Energie, nicht wie jetzt fröhlich, zuvorkommend usw. Ich will nicht das er wieder so wird wie damals!!! Dann würde das Zusammenleben ja gar keinen Spass mehr machen!

Du hast geschrieben, dass es in seinem Alter kein Problem sein dürfte Kompromisse einzugehen. Er ist aber bereits 31 und da kann es ja durchaus sein, dass man sich "niederlassen" will und er scheint den perfekten Plats für sich gefunden zu haben. Aber das ist natürlich keine Entschuldigung. Ich werde mit meinem Freund auf jeden Fall nochmal ein erstes Gespräch führen.

Nochmals danke, Brunhilde!
LG
Comet

Hallo Nena,
nochmal,vielleicht hab ich mich missverständlich ausgedrückt ...

Du tust ihm nichts an - e r s o l l t e tätig werden,aus L i e b e zu Dir.

Er ist ein erwachsener (!!!!!!!!)Mann, der aus Liebe zu Dir zu mehr bereit sein müsste,als was er bisher getan hat.
D A s ist es, was ich m e i n e.(!!)

Das hat nichts mit antun zu tun,es ist nicht immer selbstverständlich die Frau,die Opfer bringen muss,stillzuhalten hat und in vielem oder allem Entgegenkommen zu zeigen hat.
Es geht doch um Deine,vielleicht auch eure Zukunft

Klar,ist es bequem, bei ihm im vertrautem Umfeld zu leben- für ihn. Und wo bleibst Du, mit Heimweh,Heimat Deutschland,grossstadterfahren und jetzt "beinah am Ende derWelt",wenn auch landschaftlich toll?

Wenn er erzbürgerlich ist und etwas spiessig (sorry,ich weiss es ja nicht ),dann wirds wohl nix werden.

Wo ist das Problem, in Entfernung zur Primärfamilie den eigenen Lebensradius aufzubauen?
Mit 31 müsste er langsam wissen,wos langgeht.
Aber vielleicht weiss er auch doch noch nicht,dass wahre Liebe auch mal ein Opfer bringen heissen kann, für die Frau,mit der man seine Zukunft gestalten möchte.

*in Memoriam an Onkel A....,der 4xverheiratet war und in Malmö gelebt hat*

LG Bruni

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Oktober 2004 um 20:36
In Antwort auf BrunhildeP

Hallo Nena,
nochmal,vielleicht hab ich mich missverständlich ausgedrückt ...

Du tust ihm nichts an - e r s o l l t e tätig werden,aus L i e b e zu Dir.

Er ist ein erwachsener (!!!!!!!!)Mann, der aus Liebe zu Dir zu mehr bereit sein müsste,als was er bisher getan hat.
D A s ist es, was ich m e i n e.(!!)

Das hat nichts mit antun zu tun,es ist nicht immer selbstverständlich die Frau,die Opfer bringen muss,stillzuhalten hat und in vielem oder allem Entgegenkommen zu zeigen hat.
Es geht doch um Deine,vielleicht auch eure Zukunft

Klar,ist es bequem, bei ihm im vertrautem Umfeld zu leben- für ihn. Und wo bleibst Du, mit Heimweh,Heimat Deutschland,grossstadterfahren und jetzt "beinah am Ende derWelt",wenn auch landschaftlich toll?

Wenn er erzbürgerlich ist und etwas spiessig (sorry,ich weiss es ja nicht ),dann wirds wohl nix werden.

Wo ist das Problem, in Entfernung zur Primärfamilie den eigenen Lebensradius aufzubauen?
Mit 31 müsste er langsam wissen,wos langgeht.
Aber vielleicht weiss er auch doch noch nicht,dass wahre Liebe auch mal ein Opfer bringen heissen kann, für die Frau,mit der man seine Zukunft gestalten möchte.

*in Memoriam an Onkel A....,der 4xverheiratet war und in Malmö gelebt hat*

LG Bruni

Hi Brunhilde,
du hast vollkommen recht, wahre Liebe heisst auch mal ein Opfer zu bringen! Und ausserdem kan es ja auch sein dass etwas am Anfang wie Opfer bringen aussieht, sich dann aber herausstellt, dass es das Beste war was man tun konnte! Auch wenn mein Freund im Moment meint er kann sich nur hier wohlfühlen, kann es ja durchaus möglich sein, dass es ihm woanders genauso oder sogar noch besser gefällt. Das weiss man ja nicht wenn mans nicht versucht. Auch wenn es ihm damals in der Stadt nicht gut ging, kann es ja jetzt anders sein.

Ich werde das Ganze jetzt mal mit meinem Freund bereden und dann werd ich mal sehen wies weitergeht!
Danke!
Nena/Comet

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
Teste die neusten Trends!
experts-club