Home / Forum / Liebe & Beziehung / Lesst die Geschichte und seht was nach 40 Jahren Ehe kommen kann

Lesst die Geschichte und seht was nach 40 Jahren Ehe kommen kann

10. Februar 2010 um 2:00

Ich habe ein extremes Problem. Ich habe einen Ehemann, dessen einziges Argument mich klein zu halten sein Geld ist. Er verdient gut, und hat mir und meinen 2 Kindern Geld gegeben. Hat allerdings mir nie erlaubt arbeiten zu gehen. Führerschein durfte ich auch nicht machen. Durfte nicht an Gott glauben und und die Bibel tratt er mit Füssen. Er hat mich geschlagen, verprügelt immer und immer wieder. Noch als meine Töchter ganz klein waren, dass sie sich alles mit anschauen mussten. Er ist weder Trinker, noch Schlägertyp. Er kann wirdken wie ein Unschuldslahm , manipuliert die Menschen dermassen, dass er nicht inder Lage ist um sein Recht zu kämpfen. Er hat auch mal gute Laune, weil er unst Geld gibt. Somit glaubt er alles gegeben zu haben was nötig ist. Er wollte sich selbst nie was zum Anziehen kaufen oder gut essen. Hat wirklich viel gearbeitet. Aber dann diese Mißhandlungen, Streit um lächerliche DInge. Kindern verbot er zu studieren. Sie haben es trotzdem gamacht, weil ich es mit meinem Körper erkämpft habe.
Er ist Anfang 2004 in die Schweiz gegangen, arbeiten. Er gab uns immer noch das Geld. Ich wollte arbeiten gehen um etwas auf die Seite zu schaffen und bin krank geworden. Gelenkschmerzen im gesamten Körper, Schmerzen überall wo Gelenke sind. Meine jüngere Tochter hat sich um mich gekümmert und mich betreut. Hat mir zu Führerschein verholfen und mich zum Leben animiert und nicht aufzugeben.
Danach hatte ich 2 Ops am Auge, bin so zusagen Sehbehindert. Das Auge das ich damals fast verloren hätte von seinen Schlägen. Selbst vor meiner Mutter hat er nicht halt gemacht. Nun bin ich von seinem Geld abhängig. Meine Tochter studiert schon seit 16 Semestern, weil sie nur mein Eheproblem und meine Krankeit und EInsamkeit im Kopf hat. Sie arbeitet nebenbei (Studentenjob - wenig). Der Vater hat auch bis her das Studium bezahlt. Jetzt sagt er sie soll bis Ende Mai fertig werden und soll selbst auf Füssen stehen. Das täte sie schon vor Jahren, wenn sie nicht die Funktion ihres Vater mir gegenüber übernehmen müsste. Tochter wohnt jetzt alleine, aber Tür an Tür mit mir, so dass sie immer da ist wenn ich was brauche. Mein Mann mus zwei Wohnungen bezahlen. Jetzt sieht es so aus: Er will dass sie bis Ende Mai mit ihrem Magister (an dem sie schon lange dran ist) fertig wird und ich bleib allein in der Hoffnung ein paar müde Euro zu erhalten. Er will mir 1000 EUro zahlen. Wohnung kostet 669, AOK 203 + Telefon, Versicherungen und AUto, wovon das. Und Essen und Kleidung? Aber AUto ist für ihn Luxusware. Darf er das nach all den Jahren mit mir machen, nach dem ich diesen Terror und vor allem meine Töchter erleben mussten? Welche Rechte habe ich? Was passiert nach eine Scheidung. Es wirft mir nur vor, ich sei keine gute Frau, weil ich ihn keine Pornos kucken lasse, weil ich Jesus im Schlafzimmer hängen habe, weil ich eine saubere Wohnung halte und er mag es dreckig, weil ich arbeiten wollte, weil ich mich nicht mit Brot und Margarine zufrieden gebe, ich nicht auf seine krankhafte sexuellen Fantasien eingehe. Was soll ich denn nur machen!!!!!! Hilfe

Mehr lesen

10. Februar 2010 um 2:45

Schwierig!
Also was ich Dir zuallererst raten möchte, ist, dass du ins Frauenhaus gehst. Dein Mann demütigt Dich auf der ganzen Linie, und dass Du beinahe blind bist wegen ihm, reicht doch völlig, oder?? Hol dir Hilfe von außerhalb; im Internet findest Du Adressen aus deiner Umgebung. Zum Beispiel hier: http://www.frauenberatungsstelle.de/pages/gewaltbeziehung/thema.php
Da gibt es ein Frauenkrisentelefon: 0211.68 68 54 (von 10-22h täglich).
Wenn Du Deinen Mann verlässt, wird es Dir sicher besser ergehen..
Ich weiß ja nicht, wie groß die Wohnung Deiner Tochter ist, aber es ist sicherlich besser, wenn sie sich ein kleines Zimmer in einer WG sucht, bis sie ihr Studium zuende hat, und dafür kann sie Wohnungsgeld beantragen beim Wohnungsamt. Das könntest Du wahrscheinlich auch, wenn Du Deinen Mann verlässt, da Du kein Einkommen hast/arbeitslos bist. Und wenn ihr euch scheiden lassen solltet, steht Dir wahrscheinlich noch Unterhalt zu, da Du halt die schwächere Partei bist.
Oh man, das klingt alles nicht sehr rosig, aber ich glaube fest daran, dass Du das schaffst! Fühle Dich gedrückt von mir und fange am besten morgen an zu handeln, sonst ist es irgendwann zu spät..
Liebe Grüße

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Februar 2010 um 7:41

Liebe Atabea

Du hast wirklich eine ganz ganz schlimme Geschichte in deiner Ehe hinter Dir, was mir sehr leid tut. NIEMAND hat das recht jemand anderen SO zu behandeln, es gibt keinen GRUND für so etwas.

Nun liest sich deine Geschichte so, als wäre dein Leben etwas, was dir PASSIERT und nicht etwas, dass du aktiv in der Hand hast. Du hast immer alles geschehen lassen aber selten mal deine Ansprüche durchgesetzt. Nur einmal, als deine Kinder studieren wollte, bist du dafür eingetretetn. Du hast also diese KRAFT. Und jetzt nutze sie für DICH, schon damit deine Tochter von der immensen Verantwortung befreit wird, DEIN Leben mitzugestalten und dafür verantwortlich zu sein. Das ist NICHT IHRE Aufgabe sondern DEINE.

Was du jetzt tun sollst? Folgendes: du machst schnellstmöglich einen Termin bei einem Scheidungsanwalt aus und lässt dich beraten und dann leitest du die Scheidung ein. Du gehst zu einer Beratungsstelle für Gewaltopfer und holst dir Hilfe für deine SEELE, ja richtig mach eine THERAPIE. Dieses ist viel wichtiger als die finaziellen Dinge. Zur Not geht auch Hartz IV, wenn du nur endlich von ihm wegkommst. Was hast du von den paar Euro mehr, die er dir zusteckt (und soviel ist es ja nun auch nicht), wenn du dafür FREI leben kannst, so wie DU es willst?

Jetzt ist es endlich an der Zeit zu kämpfen! Indem du für dich kämpfst, kämpfst du auch für deine Kinder, besonders aber für deine Tochter. Bitte mach ihr klar, dass du ab sofort dein Leben allein in die Hand nimmst und sie sich auf ihr Studium konzentrieren soll. Ich hielte es ebenfalls für gut, wenn sie sich einen Therapeuten nimmt, denn auch der eigenen Mutter beim leiden zuzusehen, macht ein KIind krank. Sag ihr wie dankbar du ihr bist, dass sie für dich da war aber dass du jetzt versuchst alleine zu stehen. Das soll nicht heißen, dass ihr euch nicht mehr sehen sollt, nur dass du sie nicht mehr als emotionalen Krückstock (miss)brauchst.

Also: Anwalt, Beratungsstelle/Therapeut, Mutter-Tochtergespräch (erst nach den anderen beiden Dingen, damit sie sieht du meinst es diesmal ernst)
Und dann wünsche ich dir sehr viel Kraft diesen Weg zu gehen und endlich ein SELBSTbestimmtes Leben zu führen.

Alles Gute

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Februar 2010 um 11:55
In Antwort auf boheme89

Schwierig!
Also was ich Dir zuallererst raten möchte, ist, dass du ins Frauenhaus gehst. Dein Mann demütigt Dich auf der ganzen Linie, und dass Du beinahe blind bist wegen ihm, reicht doch völlig, oder?? Hol dir Hilfe von außerhalb; im Internet findest Du Adressen aus deiner Umgebung. Zum Beispiel hier: http://www.frauenberatungsstelle.de/pages/gewaltbeziehung/thema.php
Da gibt es ein Frauenkrisentelefon: 0211.68 68 54 (von 10-22h täglich).
Wenn Du Deinen Mann verlässt, wird es Dir sicher besser ergehen..
Ich weiß ja nicht, wie groß die Wohnung Deiner Tochter ist, aber es ist sicherlich besser, wenn sie sich ein kleines Zimmer in einer WG sucht, bis sie ihr Studium zuende hat, und dafür kann sie Wohnungsgeld beantragen beim Wohnungsamt. Das könntest Du wahrscheinlich auch, wenn Du Deinen Mann verlässt, da Du kein Einkommen hast/arbeitslos bist. Und wenn ihr euch scheiden lassen solltet, steht Dir wahrscheinlich noch Unterhalt zu, da Du halt die schwächere Partei bist.
Oh man, das klingt alles nicht sehr rosig, aber ich glaube fest daran, dass Du das schaffst! Fühle Dich gedrückt von mir und fange am besten morgen an zu handeln, sonst ist es irgendwann zu spät..
Liebe Grüße

Diese Geschichte...
... ist das beste Beispiel dafür, was passieren kann, wenn man alles mit sich machen lässt, ohne auf die Erkenntnis zu stoßen, dass man selbst sein Eigenes dazu beiträgt. Solange jemand diese Einsicht nicht hat, wird es immer so weitergehen - schuld ist natürlich immer derjenige, der grausam behandelt. Dass derjenige, der sich so behandeln lässt, der passive Part also, genauso schuldig ist, wird nicht wahrgenommen.

Warum genauso schuldig? Weil jeder Mensch sich selbst gegenüber in der Pflicht steht, sich vor so einer Behandlung zu schützen! Erst recht, wenn kleine Kinder mit im Spiel sind, die alles mitanschauen müssen und auf diese Weise eine vollkommen falsche Verhaltensweise lernen: Opfer sein nämlich. Kommt er sich selbst gegenüber dieser Pflicht nicht nach, ist er genauso schuldig.

Als Erwachsener weiß man durchaus, was man sich gefallen lassen darf und was nicht. Es ist durchaus möglich, dass man Angst hat, weil man als Kind nicht gelernt hat, sich durchzusetzen - aber spätestens, wenn der Ehemann das erste Mal zum Schlag ausgeholt hat, ist es Zeit, sich zu überlegen, wie man am besten aus der Geschichte rauskommt. Mit Sicherheit nicht, wie Jesus es getan hat: Die zweite Wange hinzuhalten! Und erst recht nicht damit, jahrelang zu jammern und den Ehemann anzuklagen, aber den Zustand immer weiter zu ertragen!

Der Eingangsthread ist auf eine Art und Weise geschrieben, dass ich einfach nur den Kopf schütteln kann! 40 Jahre - die Gewissheit, sowas 40 - in Worten VIERZIG!! - Jahre lang mitgemacht zu haben, kann man natürlich nur ertragen, indem man sich einredet, dass es nicht anders ging... Das ist schon klar. Aber gerade das hilft nicht aus dieser vermeintlichen hilflosen Haltung heraus. Eher die Tatsache, dass man sich laut und deutlich sagt: Gut, ich habe 40 Jahre meines Lebens vergeudet, das kann ich nicht mehr rückgängig machen, die Zeit ist weg, aber dann soll wenigstens der Rest schön werden. Ich verzeih mir, dass ich dachte, es geht nicht anders, dass ich jede Chance, aus dieser schlimmen Ehe auszusteigen, habe vorbeiziehen lassen - und packe die Dinge dafür jetzt an, indem ich mich bemühe, selbstständig zu sein und nie wieder anderen die Verantwortung für mich überlasse, sondern mein Schicksal selbst steuere!

Die Frage ist nur, ob jemand tatsächlich bereit ist, diesen Schritt zu tun, wenn er 40 Jahre lang nicht dazu bereit war und es viel zu bequem ist, die gesamte Schuld auf jemand anderes abzuwälzen...

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Februar 2010 um 12:27

Hallo
Ich geb meinen vorrednern recht,besonders" findedichselbst" in bezug auf selber leben und dir therapeutische hilfe holen.

Aber dei den anderen dingen stimm ich nur bedingt zu,klar sie hat es selbst in der hand,aber sie ist auch in einer ganz anderen Generation gross geworden,40Jahre schon verheiratet,das heisst die Dame ist wohl um die 60jahre(sorry falls das nicht stimmt) und nicht mal ihre mutter hat ihr geholfen,das lässt doch schon tief blicken find ich,so nach dem motto er ist der mann hat das recht dazu,was er natürlich nicht hat..

Aber trotzallem musst du jetzt an dich denken und nicht ans geld..

Alles liebe

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Mein Freund hat mich betrogen, wie soll ich mich verhalten???
Von: jodene_12058941
neu
10. Februar 2010 um 10:35
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook