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Leide soooo unter Verlustangst...

31. Mai 2005 um 20:10

Hallöchen!

Ich arbeite mit meinem Lebensgefährten zusammen, bin seit 5 Jahren mit ihm zusammen, wir wohnen aber noch getrennt.

Ich wohne mit meinem 18jährigen Sohn zusammen.

Und obwohl die Beziehung nicht immer besonders toll läuft (siehe alte Beiträge... - kann ich jetzt gar nicht alles wiedergeben...) habe ich eine wahnsinnige Angst, dass diese Beziehung in die Brüche geht und verhalte mich unangemessen "devot"...

Gestern hat mich eine Freundin mal richtig "auf den Pott gesetzt" und mir erzählt, wie "ätzend" sie es findet, dass ich meinem Freund immer wieder hinterher laufe, anstatt ihn auch mal "in Ruhe zu lassen". Er braucht nämlich ständig Ruhe, möchte ständig alleine sein und ich bin immer die Verständnisvolle, die erst dann wieder ankriecht, wenn er mit sich wieder im Reinen ist und die "Ruhephase" überwunden hat.

Wie kann ich mich bloß ändern...

Ich weiß, dass ich mich AUCH rar machen muss.

Aber das fällt mir soooo schwer aus Angst vor Beziehungsproblemen...

Hat jemand nen Rat??

DANKE und lieben Gruß, Pfiffikus

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31. Mai 2005 um 20:34

Lief die Beziehung eigentlich ...
irgendwann *gut* ?

Du hast einen Vollidioten an deiner Seite und hast sooo Verlustängste ? Was für eine Einstellung hast du denn von einer Beziehung ?

Du bist eine erwachsene Frau hast einen volljährigen Sohn, was für ein Frauenbild zeigst du ihm mit deinem Verhalten da auf ? Dass eine Frau unter den Teppich zu kriechen hat ?

Du selber bist das Problem und alles andere sind nur Randerscheinungen ! Du musst dich auf keine RAR MACH Spielchen einlassen, wenn du ein Fünkchen Selbstwertgefühl hättest.

Wenn du dich ändern wollen würdest, so wäre kein Mann mehr an deiner Seite, der dich so mies behandelt. Aber irgendwie scheinst du das zu brauchen, ist auch einfacher täglich einen Beitrag ins Forum zu schreiben, als sich selbst mal am Genick zu packen und sein Leben in die Hand zu nehmen. Aber so kannst du guten Gewissens die Verantwortung an deine Umwelt abwälzen und in den höchsten Tönen jammern.

Kommst du dir da nicht selber schon reichlich blöd vor ?

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31. Mai 2005 um 21:22
In Antwort auf erdbeermarmelade

Lief die Beziehung eigentlich ...
irgendwann *gut* ?

Du hast einen Vollidioten an deiner Seite und hast sooo Verlustängste ? Was für eine Einstellung hast du denn von einer Beziehung ?

Du bist eine erwachsene Frau hast einen volljährigen Sohn, was für ein Frauenbild zeigst du ihm mit deinem Verhalten da auf ? Dass eine Frau unter den Teppich zu kriechen hat ?

Du selber bist das Problem und alles andere sind nur Randerscheinungen ! Du musst dich auf keine RAR MACH Spielchen einlassen, wenn du ein Fünkchen Selbstwertgefühl hättest.

Wenn du dich ändern wollen würdest, so wäre kein Mann mehr an deiner Seite, der dich so mies behandelt. Aber irgendwie scheinst du das zu brauchen, ist auch einfacher täglich einen Beitrag ins Forum zu schreiben, als sich selbst mal am Genick zu packen und sein Leben in die Hand zu nehmen. Aber so kannst du guten Gewissens die Verantwortung an deine Umwelt abwälzen und in den höchsten Tönen jammern.

Kommst du dir da nicht selber schon reichlich blöd vor ?

Hast auch recht
Ich werde wohl lieber keinen Beitrag mehr ins Forum schreiben.

Ich dank dir wirklich für deine ehrliche Meinung und werde mich in Zukunft aus diesem Forum fernhalten.

Lieben Gruß, Pfiffikus

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31. Mai 2005 um 22:21
In Antwort auf pfiffikus

Hast auch recht
Ich werde wohl lieber keinen Beitrag mehr ins Forum schreiben.

Ich dank dir wirklich für deine ehrliche Meinung und werde mich in Zukunft aus diesem Forum fernhalten.

Lieben Gruß, Pfiffikus

Mensch,Pfiffikus!
Wenn du nicht mehr posten willst, auch ok. Aber ändert sich irgendwas dadurch? Selbst ne Freundin,welche dich persönlich kennt, hat da so ein paar Zweifel, ob du dich richtig verhältst. Dass dein Partner nach der Sache mit dem Autounfall vom Junior nicht so gut wegkommt- hier im Forum -ist ja auch klar.. oder? Und dass er auch seine guten Seiten hat, auch absolut sicher.. aber die kennen wir halt nicht, weil wir nur deinen- subjektiv gefärbten- Bericht kennen. Dann sei halt auch nicht beleidigt, wenn wir es hier mit deinen Augen, allerdings wesentlich emotionsloser als du sehen.. und da kommt dann eben so eine Antwort, welche dir nicht gefällt, aber deswegen nicht falsch sein muss.
Alles Gute !! so oder so...

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1. Juni 2005 um 19:22

Na, ihr scheint euch ja alle schon zu kennen...
ich bin etwas neuer hier und kenne deine Geschichte noch nicht so genau. Aber ich kenne Verlustangst. Ich habe gerade eine ziemliche Selbst-Krise durchwatet, eher durchschwommen, na egal. Auslöser war eine neue Beziehung, er wollte viel mehr Raum als ich je irgendwem in einer anderen Beziehung gegeben habe. Das war der Anlass, dass bei mir Verlustängste hoch kamen, die ich nicht kannte und jede Menge anderer Ängste. Nachdem ich mich selbst immer wieder getröstet hatte, immer neue Kinheits-Ängste etc. entdeckt, ernstgenommen und zugelassen hatte, gings nach und nach besser. Die Verlustangst aber konnte ich erst im Gespräch mit einer Freundin schließlich klären: Die ist zurückzuführen darauf, dass mein Vater sich in meiner Kindheit immer mehr in sich zurückgezogen hat (ja, dafür hatte er auch Gründe, er ist nicht Schuld in einem solchen Sinne) und mich so zurückgelassen hat. Damit war es natürlich ein bisschen schwerer zu knacken, als wenn er einfach ausgezogen wäre, es war so einfach ein wenig schwieriger zu verstehen, dass er mich tatsächlich verlassen hat, wenn auch nur innerlich, nicht äußerlich. Das zuzulassen udn einzusehen war einigermaßen schwer, denn in der Pubertät habe ich mich - vor lauter Verletzung - sehr von ihm distanziert, so dass es schwierig war, die Verletzung zuzulassen. Aber nun wird es langsam besser und es tut gut, mir selbst die Verletzung zuzugestehen und ernstzunehmen. Ich habe auch schon mit meinem Vater darüber sprechen können, da er sich inzwischen geändert hat und selber mehr mit sich im Reinen ist. Jedenfalls sehe ich nun immer auf das innere Kind, das verletzt und traurig ist, wenn ich wieder Verlustängste bekomme, nur weil mein Freund mit jemand anderem verabredet ist etc. (einem Kumpel. noch micht mal einer Frau. Aber Gefühle sind eben nicht rational...) Und es geht mir deutlcih besser, es geht uns deutlich besser. Es könnte sein, dass wir zusammenbleiben, wir werden sehen
Jedenfalls ist mein Punkt: An Verlustangst ebenso wie an unterwürfigen Verhaltensmustern sind emotionale Muster schuld, ddie vermutlich sehr alt sind, die auch schmerzhaft aufzuarbeiten sind, zu denen Man Gefühle ausgaben mnusst, die man aus gutem Grund zugeschüttet hat, und das ist nicht einfach. Aber es lohnt sich. Du klingst unglücklich, ihm immer hinterherrennend. Es würde sich für dich also lohnen, daran zu arbeiten. Wenn er dich, wirklich dich und nicht nur deine Unterwürfigkeit liebt, dann wird er bei dir bleiben und ihr werdet zueinander finden. Sollte er mit der neuen Pfiffikus nciht klarkommen, dann wirst du sehen: Du willst gar nciht mehr, dass er bleibt. Denn wenn du innerlich gesund bist, willst du nicht, dass jemand bei dir bleibt, der dich nicht voll und ganz liebt. Dann würdest du ihn nicht mehr brauchen.

Alles Liebe und viel Stärke
78Maus

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2. Juni 2005 um 8:15
In Antwort auf teal_12694298

Na, ihr scheint euch ja alle schon zu kennen...
ich bin etwas neuer hier und kenne deine Geschichte noch nicht so genau. Aber ich kenne Verlustangst. Ich habe gerade eine ziemliche Selbst-Krise durchwatet, eher durchschwommen, na egal. Auslöser war eine neue Beziehung, er wollte viel mehr Raum als ich je irgendwem in einer anderen Beziehung gegeben habe. Das war der Anlass, dass bei mir Verlustängste hoch kamen, die ich nicht kannte und jede Menge anderer Ängste. Nachdem ich mich selbst immer wieder getröstet hatte, immer neue Kinheits-Ängste etc. entdeckt, ernstgenommen und zugelassen hatte, gings nach und nach besser. Die Verlustangst aber konnte ich erst im Gespräch mit einer Freundin schließlich klären: Die ist zurückzuführen darauf, dass mein Vater sich in meiner Kindheit immer mehr in sich zurückgezogen hat (ja, dafür hatte er auch Gründe, er ist nicht Schuld in einem solchen Sinne) und mich so zurückgelassen hat. Damit war es natürlich ein bisschen schwerer zu knacken, als wenn er einfach ausgezogen wäre, es war so einfach ein wenig schwieriger zu verstehen, dass er mich tatsächlich verlassen hat, wenn auch nur innerlich, nicht äußerlich. Das zuzulassen udn einzusehen war einigermaßen schwer, denn in der Pubertät habe ich mich - vor lauter Verletzung - sehr von ihm distanziert, so dass es schwierig war, die Verletzung zuzulassen. Aber nun wird es langsam besser und es tut gut, mir selbst die Verletzung zuzugestehen und ernstzunehmen. Ich habe auch schon mit meinem Vater darüber sprechen können, da er sich inzwischen geändert hat und selber mehr mit sich im Reinen ist. Jedenfalls sehe ich nun immer auf das innere Kind, das verletzt und traurig ist, wenn ich wieder Verlustängste bekomme, nur weil mein Freund mit jemand anderem verabredet ist etc. (einem Kumpel. noch micht mal einer Frau. Aber Gefühle sind eben nicht rational...) Und es geht mir deutlcih besser, es geht uns deutlich besser. Es könnte sein, dass wir zusammenbleiben, wir werden sehen
Jedenfalls ist mein Punkt: An Verlustangst ebenso wie an unterwürfigen Verhaltensmustern sind emotionale Muster schuld, ddie vermutlich sehr alt sind, die auch schmerzhaft aufzuarbeiten sind, zu denen Man Gefühle ausgaben mnusst, die man aus gutem Grund zugeschüttet hat, und das ist nicht einfach. Aber es lohnt sich. Du klingst unglücklich, ihm immer hinterherrennend. Es würde sich für dich also lohnen, daran zu arbeiten. Wenn er dich, wirklich dich und nicht nur deine Unterwürfigkeit liebt, dann wird er bei dir bleiben und ihr werdet zueinander finden. Sollte er mit der neuen Pfiffikus nciht klarkommen, dann wirst du sehen: Du willst gar nciht mehr, dass er bleibt. Denn wenn du innerlich gesund bist, willst du nicht, dass jemand bei dir bleibt, der dich nicht voll und ganz liebt. Dann würdest du ihn nicht mehr brauchen.

Alles Liebe und viel Stärke
78Maus

Möchte mich auch mal einmischen
Also, das Thema mit den Verlustängsten kenne ich auch ... aber selbst wenn man die Ursache kennt, ist es ziemlich schwer da alleine raus zu kommen!!! Wenn man in der Kindheit keine Beachtung und das Gefühl nicht geliebt zu werden bekommen hat, dann zieht sich das durch das ganze Leben...nicht nur in Sachen Beziehung!!! Auch wenn man begriffen hat, woran das liegt, kann man sich nicht einfach sagen, das hat damit was zu tun!!!!

Das Pfiffikus so reagiert ist nur normal!!! Es gibt, glaube ich, wenige Frauen auf dieser Welt, die das nötige Selbstbewustsein um so stark zu sein, dass man sich sagen könnte, ok, wenn er nicht mehr kommt, dann eben nicht!!!!
Ist nicht so einfach...ich kenne das selber...ich zum Beispiel habe immer Angst allen Leuten weh zu tun und genauso auch verletzt zu werden...das kommt wahrscheinlich auch aus der Kindheit, aber will man sich wirklich mit solchen Dingen intensiv auseinandersetzen...
irgendwann sollte man sich wirklich mal so akzeptieren wie man ist...und sich selber sagen, ok, ich bin halt so, aber damit muss ich eben leben...oder???

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2. Juni 2005 um 10:09
In Antwort auf peony_11864697

Möchte mich auch mal einmischen
Also, das Thema mit den Verlustängsten kenne ich auch ... aber selbst wenn man die Ursache kennt, ist es ziemlich schwer da alleine raus zu kommen!!! Wenn man in der Kindheit keine Beachtung und das Gefühl nicht geliebt zu werden bekommen hat, dann zieht sich das durch das ganze Leben...nicht nur in Sachen Beziehung!!! Auch wenn man begriffen hat, woran das liegt, kann man sich nicht einfach sagen, das hat damit was zu tun!!!!

Das Pfiffikus so reagiert ist nur normal!!! Es gibt, glaube ich, wenige Frauen auf dieser Welt, die das nötige Selbstbewustsein um so stark zu sein, dass man sich sagen könnte, ok, wenn er nicht mehr kommt, dann eben nicht!!!!
Ist nicht so einfach...ich kenne das selber...ich zum Beispiel habe immer Angst allen Leuten weh zu tun und genauso auch verletzt zu werden...das kommt wahrscheinlich auch aus der Kindheit, aber will man sich wirklich mit solchen Dingen intensiv auseinandersetzen...
irgendwann sollte man sich wirklich mal so akzeptieren wie man ist...und sich selber sagen, ok, ich bin halt so, aber damit muss ich eben leben...oder???

Tja,
wenn du entscheidest du bist halt so und du kannst damit leben... und du magst dich auch so wie du bist... dann hast du dazu sicher das Recht. Aber Pfiffikus ist doch offenbar unglücklich. Und die Ursache davon liegt in ihr selbst. Das habe ich versucht klarzumachen. Nicht der Mann ist das Problem (okay, vielleicht macht er sie auch nicht glücklich, aber sie hat ihn ja ausgesucht, also liegt es doch an ihr), sondern ihre eigenen emotionalen Muster. Und daran kann man etwas ändern, daran kann man arbeiten. Und klar, je älter sowas ist und je mehr es verschüttet liegt, desto schwieriger ist es und desto schmerzhafter ist es auch. Aber es ist möglich, diese alten Wunden zu heilen. Dazu sind im Übrigen auch Therapeuten da.
Oder, Pfiffikus, bist du zufrieden mit dir und deinem Leben und nimmst dich so an wie du bist?

Liebe Grüße

78Maus

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2. Juni 2005 um 10:32
In Antwort auf peony_11864697

Möchte mich auch mal einmischen
Also, das Thema mit den Verlustängsten kenne ich auch ... aber selbst wenn man die Ursache kennt, ist es ziemlich schwer da alleine raus zu kommen!!! Wenn man in der Kindheit keine Beachtung und das Gefühl nicht geliebt zu werden bekommen hat, dann zieht sich das durch das ganze Leben...nicht nur in Sachen Beziehung!!! Auch wenn man begriffen hat, woran das liegt, kann man sich nicht einfach sagen, das hat damit was zu tun!!!!

Das Pfiffikus so reagiert ist nur normal!!! Es gibt, glaube ich, wenige Frauen auf dieser Welt, die das nötige Selbstbewustsein um so stark zu sein, dass man sich sagen könnte, ok, wenn er nicht mehr kommt, dann eben nicht!!!!
Ist nicht so einfach...ich kenne das selber...ich zum Beispiel habe immer Angst allen Leuten weh zu tun und genauso auch verletzt zu werden...das kommt wahrscheinlich auch aus der Kindheit, aber will man sich wirklich mit solchen Dingen intensiv auseinandersetzen...
irgendwann sollte man sich wirklich mal so akzeptieren wie man ist...und sich selber sagen, ok, ich bin halt so, aber damit muss ich eben leben...oder???

Hallo Vengaalex,
wie definierst du "Normal" ?

Ob ein Mensch normal reagiert, können wir gar nicht beurteilen, weil Normal nichts anderes bedeutet, dass etwas genormt ist. Gefühle sind subjektiv und daher sehr vielschichtig. Deshalb kann keiner wissen, wie sich die Gefühle des anderen anfühlen auch wenn man genau vor den gleichen Problem steht. Wobei das Verhaltensmuster dasselbe ist.

Also sollte man vom Verhaltensmuster reden, wenn man über Verlustängsten spricht. Das ein Verhaltensmuster von vielen Menschen gelebt wird, ist gängig, hat aber nichts mit dem Begriff Normal zu tun.

Dass viele Menschen unter Verlustängsten leiden ist verständlich und hat viele Ursachen die aus der Kindheit herrühren und wenn man es noch tiefer betrachten will, ihre Ursachen in einem der vorherigen Leben. Wenn du daran keinen Gedanken verschwenden möchtest, streich einfach die Sache mit dem vorherigen Leben ! Wie bei allem anderen auch lebt jeder für sich sein ganz eigenes Lebens-Muster, dem er irgendwann auch nachgehen sollte.

Das soetwas keine einfache Sache sein wird, ist richtig. Aber Dinge einfach ohne zu hinterfragen zu akzeptieren, finde ich persönlich ziemlich eigenartig, weil man sich damit, wenn auch unbewusst, das Leben sehr schwer macht.

Dass man, wie jetzt in diesem Fall Pfiffikus, auf der Stelle tritt, ist offensichtlich und es bringt einen kein Stück weiter im Leben. Wenn man sich solchen Ängsten nicht freiwillig stellt und sie dann noch kultiviert, bringt man sich um die Erfahrung wie es wäre wenn man einfach dem Fluß des Lebens vertraut. Außerdem wird man früher oder später überhaupt keine andere Wahl haben seinen eigenen Ängsten zu begegnen, weil man von außen gezwungen wird.

Und Pfiffikus wird gerade von außen dazu gezwungen. Sie sollte ganz dringend versuchen den Dingen auf den Grund zu gehen. Zwar kommen dann noch viele andere Dinge zum Vorschein, aber das Gefühl der Befreiung sollte es einem Wert sein. Sonst lebt man weiterhin in einem Käfig, aus dem man zwar entfliehen möchte, aber vergessen hat, dass man den Schlüssel dafür in seiner eigenen Hosentasche stecken hat.

Liebe Grüße Zaungast

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2. Juni 2005 um 12:48
In Antwort auf zaungast

Hallo Vengaalex,
wie definierst du "Normal" ?

Ob ein Mensch normal reagiert, können wir gar nicht beurteilen, weil Normal nichts anderes bedeutet, dass etwas genormt ist. Gefühle sind subjektiv und daher sehr vielschichtig. Deshalb kann keiner wissen, wie sich die Gefühle des anderen anfühlen auch wenn man genau vor den gleichen Problem steht. Wobei das Verhaltensmuster dasselbe ist.

Also sollte man vom Verhaltensmuster reden, wenn man über Verlustängsten spricht. Das ein Verhaltensmuster von vielen Menschen gelebt wird, ist gängig, hat aber nichts mit dem Begriff Normal zu tun.

Dass viele Menschen unter Verlustängsten leiden ist verständlich und hat viele Ursachen die aus der Kindheit herrühren und wenn man es noch tiefer betrachten will, ihre Ursachen in einem der vorherigen Leben. Wenn du daran keinen Gedanken verschwenden möchtest, streich einfach die Sache mit dem vorherigen Leben ! Wie bei allem anderen auch lebt jeder für sich sein ganz eigenes Lebens-Muster, dem er irgendwann auch nachgehen sollte.

Das soetwas keine einfache Sache sein wird, ist richtig. Aber Dinge einfach ohne zu hinterfragen zu akzeptieren, finde ich persönlich ziemlich eigenartig, weil man sich damit, wenn auch unbewusst, das Leben sehr schwer macht.

Dass man, wie jetzt in diesem Fall Pfiffikus, auf der Stelle tritt, ist offensichtlich und es bringt einen kein Stück weiter im Leben. Wenn man sich solchen Ängsten nicht freiwillig stellt und sie dann noch kultiviert, bringt man sich um die Erfahrung wie es wäre wenn man einfach dem Fluß des Lebens vertraut. Außerdem wird man früher oder später überhaupt keine andere Wahl haben seinen eigenen Ängsten zu begegnen, weil man von außen gezwungen wird.

Und Pfiffikus wird gerade von außen dazu gezwungen. Sie sollte ganz dringend versuchen den Dingen auf den Grund zu gehen. Zwar kommen dann noch viele andere Dinge zum Vorschein, aber das Gefühl der Befreiung sollte es einem Wert sein. Sonst lebt man weiterhin in einem Käfig, aus dem man zwar entfliehen möchte, aber vergessen hat, dass man den Schlüssel dafür in seiner eigenen Hosentasche stecken hat.

Liebe Grüße Zaungast

Lieber Zaungast
vielen Dank für den interessanten Beitrag!

Wie vielleicht schon erwähnt, bin ich inzwischen bei einem Psychotherapeuten (eigentlich wollte ich ja eine weibliche Person - aber vielleicht es so auch ganz gut...) in Behandlung, bei dem ich zwar erst wenige Probestunden hatte, der mir zu einer Gruppentherapie rät...

Als ich sofort zustimmte, war er völlig überrascht und meinte, dass eigentlich alle immer erstmal davor Angst haben...

Ich sehe darin aber eine Chance, irgendwie mit meinen Komplexen etc. evtl. fertig zu werden.

Zumindest hoffe ich es sehr.

LG, pfiffikus

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2. Juni 2005 um 14:04
In Antwort auf pfiffikus

Lieber Zaungast
vielen Dank für den interessanten Beitrag!

Wie vielleicht schon erwähnt, bin ich inzwischen bei einem Psychotherapeuten (eigentlich wollte ich ja eine weibliche Person - aber vielleicht es so auch ganz gut...) in Behandlung, bei dem ich zwar erst wenige Probestunden hatte, der mir zu einer Gruppentherapie rät...

Als ich sofort zustimmte, war er völlig überrascht und meinte, dass eigentlich alle immer erstmal davor Angst haben...

Ich sehe darin aber eine Chance, irgendwie mit meinen Komplexen etc. evtl. fertig zu werden.

Zumindest hoffe ich es sehr.

LG, pfiffikus

Glückwunsch!
Damit ist der Anfang gemacht

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3. Juni 2005 um 7:55

Es ist einfach....
glaub mir, nur für sich selber der wichtigste Mensch auf der Welt zu sein!!! Erst ich und dann kommen die anderen...egoismus ist nicht immer schlecht!!!!
Dann kannst Du vielleicht auch mit dieser Situation besser umgehen....vielleicht klappt es ja, aber sei nicht traurig, wenn er sich dann zurückzieht...das ist dann normal...vielleicht fällt ihm dann auf, was er an Dir hat....und wird angekrochen kommen!!!

Schönes Wochenende

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3. Juni 2005 um 8:03
In Antwort auf peony_11864697

Es ist einfach....
glaub mir, nur für sich selber der wichtigste Mensch auf der Welt zu sein!!! Erst ich und dann kommen die anderen...egoismus ist nicht immer schlecht!!!!
Dann kannst Du vielleicht auch mit dieser Situation besser umgehen....vielleicht klappt es ja, aber sei nicht traurig, wenn er sich dann zurückzieht...das ist dann normal...vielleicht fällt ihm dann auf, was er an Dir hat....und wird angekrochen kommen!!!

Schönes Wochenende

Du hast recht...
... und genau das versuche ich gerade, zu praktizieren...

Und als ich ihm gestern sagte, dass ich mich eben zukünftig auch etwas rar machen werde und auch nur noch Dinge machen werde, die ich auch möchte, machte er gleich nen Rückzieher von wegen - ich würde das alles gar nicht richtig interpretieren- er hätte micht doch lieb und brauche eben manchmal nur seine Ruhe etc....

Bin gespannt auf die Gruppengespräche und was dann aus mir wird

Dir auch ein schönes Wochenende! LG Pfiffikus

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3. Juni 2005 um 11:08
In Antwort auf pfiffikus

Lieber Zaungast
vielen Dank für den interessanten Beitrag!

Wie vielleicht schon erwähnt, bin ich inzwischen bei einem Psychotherapeuten (eigentlich wollte ich ja eine weibliche Person - aber vielleicht es so auch ganz gut...) in Behandlung, bei dem ich zwar erst wenige Probestunden hatte, der mir zu einer Gruppentherapie rät...

Als ich sofort zustimmte, war er völlig überrascht und meinte, dass eigentlich alle immer erstmal davor Angst haben...

Ich sehe darin aber eine Chance, irgendwie mit meinen Komplexen etc. evtl. fertig zu werden.

Zumindest hoffe ich es sehr.

LG, pfiffikus

Du bist kein Eizelfall!!
Ich hab beruflich sehr viel mit dieser Problematik zu tun.
Und manchmal trifft es mich auch privat.

Was die Verlustangst betrifft,ich war schon mal soweit,mir darüber Gedanken machen zu müssen.Und das kam so:

Meine Frau unterstellte mir irgendwelche Verhältnisse,weil ein paar Mal irgendwelche Damen angerufen hatten,die ja ach so verliebt in mich wären.Nun,das kommt bei meinen Petientinnen manchmal vor.Harmlos.Nun hatten die aber Wetten abgeschlossen,wer wen als erstes Rumkriegt...

Das war für mich echt bescheuert,das ich meine Frau noch niemals betrogen habe.!!!
Seit 20Jahren nicht.Käm auch gar nicht auf die Idee.

Habe alles was ich brauch,aber diese bescheurte Nummer damals mit den Anrufen hat mir echt sehr zugesetzt,von der Wette erfuhr ich erst später.

Meine Frau hat sehr darunter gelitten.Damit ich zur Vernunft komme wurde ich sozusagen 4Monate auf Entzug gesetzt.Damit ich weiss wo ich hingehöre,sagte sie.

Auch gut.Hab sie bis heute nicht betrogen!!Werde ich auch nicht tun,weil ich eine bestimmte Auffassung von Partnerschaft habe!!

Das nur mal als Beitrag einer etwas anderen Sichtweise
Gruss Zweifler

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3. Juni 2005 um 11:08

Danke.
Das ist lieb von dir. Drücken kann er noch nicht so gut, aber er kann manchmal in meiner Gegenwart weinen und dann darf ich ihn in den Arm nehmen.

Das Schwimmen wird dadurch erschwert, dass, wenn man in der Mitte des Sees angekommen ist, man die Ufer nicht mehr sieht. Weder das alte noch das neue. Und dann hat man das Gefühl, man ertrinkt und warum rettet einen keiner. Aber genau dann ist es nicht mehr weit zum ersten Halt - ein Ast, eine Sandbank... Man ist noch lange nicht draußen, aber es kann nur besser werden und man wird neue Erkenntnisse und unendlich befriedigende Erfolgserlebnisse haben im Umgang mit sich selbst. Das einzige, was es braucht, ist Selbstliebe, Verständnis für das arme, kleine, schwache Ich und die Bereitschaft, sich selber zu verzeihen.

Viel Kraft für alle, die noch schwimmen. Das Ufer kommt!

78Maus

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