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Leben um zu arbeiten oder arbeiten um zu leben? Beziehungsprobleme

1. April um 11:51 Letzte Antwort: 3. April um 23:25

Hallo, 
ich steh im Moment an einer Entscheidung beziehungstechnisch bei der ich einen anderen Ausweg finden möchte als das Schluss machen.

Meine Situation ist folgende: 
Ich (w 22) bin seit 1,5 Jahren mit meinem Freund zusammen (auch 22) und bisher hab ich mir eigentlich immer sehr gut vorstellen können mein Leben mit ihm zu verbringen und Familie zu gründen etc, das ganze Programm halt.. 
Das größte Problem, was zwar von Anfang an bekannt war, deren Ausmaße ich aber jetzt mit und mit erst zu spüren bekomme ist der Punkt, dass mein Freund ein Medizinstudium über die Bundeswehr macht, also an einer zivilen Uni und dann noch 12 Jahre verpflichtet ist und da auch mit Leib und Seele für unterschrieben hat und auch richtig brennt für das was er macht.

Über die Zukunft etc reden wir auch ab und zu, immer auf mein Drängen hin, weil ich eine gewisse Sicherheit in meinem Leben brauche, allerdings blockt er da immer ab, weil er sagt, möglicherweise auch zurecht, dass er es absolut nicht einschätzen kann. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass wir, wenn es schlecht läuft vielleicht in dieser Zeit 6-7 mal durch Auslandseinsätze jeweils für 6 Monate voneinander getrennt werden. Das war mir bewusst und das war ich auch bereit hinzunehmen. Ich hab ihn vor Kurzem allerdings mal dazu bekommen Klartext zu reden und dann kam raus, dass er wahrscheinlich zusätzlich zu den Einsätzen andauernd unterwegs sein wird für Seminare, Fortbildungen etc und je nach dem auch alle 2 Jahre versetzt werden kann wenn die Bundeswehr da grad wen braucht.. Fazit: in einem Zeitraum von 12 Jahren zieh ich entweder hinterher oder Wochenendbeziehung mit Pausen durch die Einsätze, wenn überhaupt, da er an den Wochenenden auch völlig fertig ist von der Woche.

Wir haben viel geredet und da hat sich rauskristallisiert, dass er eher lebt um zu arbeiten, also am liebsten seiner Erfüllung nachgeht und, das hat er mir auch wortwörtlich so gesagt, dass er mich liebt und ich zu dem lebenswerten Leben noch ein wunderschönes Plus bin, was ihn noch mehr bereichert bzw. ihn nochmal mehr erfüllt. Er würde sich zwar auch nach mir richten wollen, also mich fragen ob er noch zusätzlich ein weiteres Seminar machen kann und darum kämpfen in meine Nähe versetzt zu werden, allerdings für mich gefühlt immer mit dem Hintergedanken, ihn zurück zu halten, weil er eigentlich lieber weg fahren würde..

Ich bin halt eher das Gegenteil, ich arbeite um zu leben, für mich ist Familie, Partnerschaft etc. am Wichtigsten und wenn man Erfüllung im Job findet ist das nochmal ein Plus.

Daher die Frage, ist es möglich, dass wir mit so grundlegenden Unterschieden einen gemeinsamen Weg finden können ohne dass ich dauernd um seine Zeit kämpfen muss? War schonmal einer von euch in einer ähnlichen Beziehung?

Danke schonmal für eure Ratschläge..

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1. April um 12:01

Nein, das geht nicht.
Seine Erfüllung ist Arbeit. Deine nicht. Du möchtest seine Erfüllung sein.

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1. April um 12:03

Was willst du denn da für einen gemeinsamen Weg finden? Er hat unterschrieben und ist damit der Bundeswehr mehr oder weniger ausgeliefert. Gut für ihn, dass er das positiv sehen kann.
Die Frage ist, ob du dich damit langfristig arrangieren kannst.
Ist es denn für dich möglich, das Ganze mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten? Immerhin: du willst Sicherheit für die Zukunft. D hast die Sicherheit, dass dein Partner seinen Job mag und den auf sehr lange Zeit sehr sicher hat. Wer kann das schon von sich behaupten?

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1. April um 12:37

Ich glaube auch nicht, dass es da einen gemeinsamen Weg geben kann. Wie sollte der denn aussehen? Ihr habt eine ganz andere Erwartung vom Leben. Ich glaube nicht, dass das kompatibel ist. 

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1. April um 12:45

Sehe da auch leider keinen gemeinsamen Nenner bei euch.
Das tut mir Leid

Ihr seid aber auch "erst" 1 1/2 Jahre zusammen und du bist jung. Du kannst noch alles Mögliche aus deinem Leben, genauso wie er es tut. Ich denke, ihr könnt euch im Guten voneinander trennen.

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1. April um 13:05
Beste Antwort
In Antwort auf kiki2452

Hallo, 
ich steh im Moment an einer Entscheidung beziehungstechnisch bei der ich einen anderen Ausweg finden möchte als das Schluss machen.

Meine Situation ist folgende: 
Ich (w 22) bin seit 1,5 Jahren mit meinem Freund zusammen (auch 22) und bisher hab ich mir eigentlich immer sehr gut vorstellen können mein Leben mit ihm zu verbringen und Familie zu gründen etc, das ganze Programm halt.. 
Das größte Problem, was zwar von Anfang an bekannt war, deren Ausmaße ich aber jetzt mit und mit erst zu spüren bekomme ist der Punkt, dass mein Freund ein Medizinstudium über die Bundeswehr macht, also an einer zivilen Uni und dann noch 12 Jahre verpflichtet ist und da auch mit Leib und Seele für unterschrieben hat und auch richtig brennt für das was er macht.

Über die Zukunft etc reden wir auch ab und zu, immer auf mein Drängen hin, weil ich eine gewisse Sicherheit in meinem Leben brauche, allerdings blockt er da immer ab, weil er sagt, möglicherweise auch zurecht, dass er es absolut nicht einschätzen kann. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass wir, wenn es schlecht läuft vielleicht in dieser Zeit 6-7 mal durch Auslandseinsätze jeweils für 6 Monate voneinander getrennt werden. Das war mir bewusst und das war ich auch bereit hinzunehmen. Ich hab ihn vor Kurzem allerdings mal dazu bekommen Klartext zu reden und dann kam raus, dass er wahrscheinlich zusätzlich zu den Einsätzen andauernd unterwegs sein wird für Seminare, Fortbildungen etc und je nach dem auch alle 2 Jahre versetzt werden kann wenn die Bundeswehr da grad wen braucht.. Fazit: in einem Zeitraum von 12 Jahren zieh ich entweder hinterher oder Wochenendbeziehung mit Pausen durch die Einsätze, wenn überhaupt, da er an den Wochenenden auch völlig fertig ist von der Woche.

Wir haben viel geredet und da hat sich rauskristallisiert, dass er eher lebt um zu arbeiten, also am liebsten seiner Erfüllung nachgeht und, das hat er mir auch wortwörtlich so gesagt, dass er mich liebt und ich zu dem lebenswerten Leben noch ein wunderschönes Plus bin, was ihn noch mehr bereichert bzw. ihn nochmal mehr erfüllt. Er würde sich zwar auch nach mir richten wollen, also mich fragen ob er noch zusätzlich ein weiteres Seminar machen kann und darum kämpfen in meine Nähe versetzt zu werden, allerdings für mich gefühlt immer mit dem Hintergedanken, ihn zurück zu halten, weil er eigentlich lieber weg fahren würde..

Ich bin halt eher das Gegenteil, ich arbeite um zu leben, für mich ist Familie, Partnerschaft etc. am Wichtigsten und wenn man Erfüllung im Job findet ist das nochmal ein Plus.

Daher die Frage, ist es möglich, dass wir mit so grundlegenden Unterschieden einen gemeinsamen Weg finden können ohne dass ich dauernd um seine Zeit kämpfen muss? War schonmal einer von euch in einer ähnlichen Beziehung?

Danke schonmal für eure Ratschläge..

Vielleicht kann ich dir ja etwas Hoffnung machen.

Mein Freund ist mit 18 zur Marine gegangen, ich habe hier Zuhause mein Medizinstudium begonnen.

10 Jahre ist er durch die Welt getingelt, war bei vielen Einsätzen und oft monatelang weg.

Ich hatte mit meinem Studium auch beide Hände voll zu tun, habe ihn schrecklich vermisst (ich bin eher der Nähe Typ) aber die Zeit zusammen war auch immer wundervoll. 

Nach 10 Jahren hat er gemerkt, dass die Welt auf Dauer nicht der Ort ist, an dem er glücklich wird und dann bei mir, sein Studium bei der Polizei begonnen.

Er lebt immer noch für seinen Job, der ja auch zeitintensiv ist (meiner zum Glück ja auch) aber wir haben ein Haus gekauft, sind sesshaft geworden und ein Kind ist unterwegs.

Wir verstehen und blendend, ich könnte mir keinen besseren Ehemann und Papa vorstellen.

Ich hab eben nochmal nachgefragt und er sagt, kaum jemand den er kennt, bleibt dauerhaft dort, weil man irgendwann auch Familie und einen festen Ort haben möchte.

Aber im Endeffekt musst du das entscheiden. Man kann damit glücklich werden, es kann aber auch nach hinten losgehen. Dieses Risiko besteht aber in jeder Beziehung.

Probier es aus und wenn du merkst, dass ist nicht dein Weg, dann kannst du immer noch die Richtung ändern.

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1. April um 13:52

Sorry, auch ich sehe da wenig gemeinsamen Nenner.
Für mich schaut es so aus:
Ein anderer Ausweg ist hier denke ein riesiger Kompromiss.

Du kannst Dich seinem Modell anpassen und schlucks die "Kröten" und hoffst das Dir es irgendwie taugt. Du machst Dich quasi zu seinem "Dackel", einem treuen Begleiter.
Oben hast Du ja geschrieben das Du Dich trennen willst.
Er wird aber so wie Du Dir es vorstellst in nächster Zeit nicht Leben können und auch nicht wollen.
Ich sehe bei dem "Dackelmodell" durchaus die Gefahr das Dir die Rolle auf lange Sicht nicht gefallen wird.
Wie geht´s Dir bei dem Gedanken?

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1. April um 14:06
In Antwort auf kiki2452

Hallo, 
ich steh im Moment an einer Entscheidung beziehungstechnisch bei der ich einen anderen Ausweg finden möchte als das Schluss machen.

Meine Situation ist folgende: 
Ich (w 22) bin seit 1,5 Jahren mit meinem Freund zusammen (auch 22) und bisher hab ich mir eigentlich immer sehr gut vorstellen können mein Leben mit ihm zu verbringen und Familie zu gründen etc, das ganze Programm halt.. 
Das größte Problem, was zwar von Anfang an bekannt war, deren Ausmaße ich aber jetzt mit und mit erst zu spüren bekomme ist der Punkt, dass mein Freund ein Medizinstudium über die Bundeswehr macht, also an einer zivilen Uni und dann noch 12 Jahre verpflichtet ist und da auch mit Leib und Seele für unterschrieben hat und auch richtig brennt für das was er macht.

Über die Zukunft etc reden wir auch ab und zu, immer auf mein Drängen hin, weil ich eine gewisse Sicherheit in meinem Leben brauche, allerdings blockt er da immer ab, weil er sagt, möglicherweise auch zurecht, dass er es absolut nicht einschätzen kann. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass wir, wenn es schlecht läuft vielleicht in dieser Zeit 6-7 mal durch Auslandseinsätze jeweils für 6 Monate voneinander getrennt werden. Das war mir bewusst und das war ich auch bereit hinzunehmen. Ich hab ihn vor Kurzem allerdings mal dazu bekommen Klartext zu reden und dann kam raus, dass er wahrscheinlich zusätzlich zu den Einsätzen andauernd unterwegs sein wird für Seminare, Fortbildungen etc und je nach dem auch alle 2 Jahre versetzt werden kann wenn die Bundeswehr da grad wen braucht.. Fazit: in einem Zeitraum von 12 Jahren zieh ich entweder hinterher oder Wochenendbeziehung mit Pausen durch die Einsätze, wenn überhaupt, da er an den Wochenenden auch völlig fertig ist von der Woche.

Wir haben viel geredet und da hat sich rauskristallisiert, dass er eher lebt um zu arbeiten, also am liebsten seiner Erfüllung nachgeht und, das hat er mir auch wortwörtlich so gesagt, dass er mich liebt und ich zu dem lebenswerten Leben noch ein wunderschönes Plus bin, was ihn noch mehr bereichert bzw. ihn nochmal mehr erfüllt. Er würde sich zwar auch nach mir richten wollen, also mich fragen ob er noch zusätzlich ein weiteres Seminar machen kann und darum kämpfen in meine Nähe versetzt zu werden, allerdings für mich gefühlt immer mit dem Hintergedanken, ihn zurück zu halten, weil er eigentlich lieber weg fahren würde..

Ich bin halt eher das Gegenteil, ich arbeite um zu leben, für mich ist Familie, Partnerschaft etc. am Wichtigsten und wenn man Erfüllung im Job findet ist das nochmal ein Plus.

Daher die Frage, ist es möglich, dass wir mit so grundlegenden Unterschieden einen gemeinsamen Weg finden können ohne dass ich dauernd um seine Zeit kämpfen muss? War schonmal einer von euch in einer ähnlichen Beziehung?

Danke schonmal für eure Ratschläge..

Hallo kiki2452,

Im Gegensatz zu den meisten anderen Kommentaren sehe ich das nicht so, von wegen keine Gemeinsamkeiten und so... Wenn man sich gut versteht, kann man viele Jahre eine Fernbeziehung führen. Dass er mehr am Job hängt und du dich mehr für euch und euer Nest interessiert, sehe ich persönlich jetzt nicht als einen Trennungsgrund. Einen solchen zu finden, habt ihr in den nächsten 10, 20 oder 30 Jahren immer noch genug Zeit. Bis dahin würde ich an deiner Stelle mein Leben genießen, so wie es ist.

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1. April um 14:55
In Antwort auf kiki2452

Hallo, 
ich steh im Moment an einer Entscheidung beziehungstechnisch bei der ich einen anderen Ausweg finden möchte als das Schluss machen.

Meine Situation ist folgende: 
Ich (w 22) bin seit 1,5 Jahren mit meinem Freund zusammen (auch 22) und bisher hab ich mir eigentlich immer sehr gut vorstellen können mein Leben mit ihm zu verbringen und Familie zu gründen etc, das ganze Programm halt.. 
Das größte Problem, was zwar von Anfang an bekannt war, deren Ausmaße ich aber jetzt mit und mit erst zu spüren bekomme ist der Punkt, dass mein Freund ein Medizinstudium über die Bundeswehr macht, also an einer zivilen Uni und dann noch 12 Jahre verpflichtet ist und da auch mit Leib und Seele für unterschrieben hat und auch richtig brennt für das was er macht.

Über die Zukunft etc reden wir auch ab und zu, immer auf mein Drängen hin, weil ich eine gewisse Sicherheit in meinem Leben brauche, allerdings blockt er da immer ab, weil er sagt, möglicherweise auch zurecht, dass er es absolut nicht einschätzen kann. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass wir, wenn es schlecht läuft vielleicht in dieser Zeit 6-7 mal durch Auslandseinsätze jeweils für 6 Monate voneinander getrennt werden. Das war mir bewusst und das war ich auch bereit hinzunehmen. Ich hab ihn vor Kurzem allerdings mal dazu bekommen Klartext zu reden und dann kam raus, dass er wahrscheinlich zusätzlich zu den Einsätzen andauernd unterwegs sein wird für Seminare, Fortbildungen etc und je nach dem auch alle 2 Jahre versetzt werden kann wenn die Bundeswehr da grad wen braucht.. Fazit: in einem Zeitraum von 12 Jahren zieh ich entweder hinterher oder Wochenendbeziehung mit Pausen durch die Einsätze, wenn überhaupt, da er an den Wochenenden auch völlig fertig ist von der Woche.

Wir haben viel geredet und da hat sich rauskristallisiert, dass er eher lebt um zu arbeiten, also am liebsten seiner Erfüllung nachgeht und, das hat er mir auch wortwörtlich so gesagt, dass er mich liebt und ich zu dem lebenswerten Leben noch ein wunderschönes Plus bin, was ihn noch mehr bereichert bzw. ihn nochmal mehr erfüllt. Er würde sich zwar auch nach mir richten wollen, also mich fragen ob er noch zusätzlich ein weiteres Seminar machen kann und darum kämpfen in meine Nähe versetzt zu werden, allerdings für mich gefühlt immer mit dem Hintergedanken, ihn zurück zu halten, weil er eigentlich lieber weg fahren würde..

Ich bin halt eher das Gegenteil, ich arbeite um zu leben, für mich ist Familie, Partnerschaft etc. am Wichtigsten und wenn man Erfüllung im Job findet ist das nochmal ein Plus.

Daher die Frage, ist es möglich, dass wir mit so grundlegenden Unterschieden einen gemeinsamen Weg finden können ohne dass ich dauernd um seine Zeit kämpfen muss? War schonmal einer von euch in einer ähnlichen Beziehung?

Danke schonmal für eure Ratschläge..

Nein klappt nicht. Vor allem ist er 22 Jahre alt und noch in der Ausbildung. Da legt sich niemand fest. Er soll seine Ausbildung machen, in den Beruf starten, Frauen lieben und das leben genießen. Der Rest kommt von alleine. Du machst Druck. 

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1. April um 21:27
In Antwort auf kiki2452

Hallo, 
ich steh im Moment an einer Entscheidung beziehungstechnisch bei der ich einen anderen Ausweg finden möchte als das Schluss machen.

Meine Situation ist folgende: 
Ich (w 22) bin seit 1,5 Jahren mit meinem Freund zusammen (auch 22) und bisher hab ich mir eigentlich immer sehr gut vorstellen können mein Leben mit ihm zu verbringen und Familie zu gründen etc, das ganze Programm halt.. 
Das größte Problem, was zwar von Anfang an bekannt war, deren Ausmaße ich aber jetzt mit und mit erst zu spüren bekomme ist der Punkt, dass mein Freund ein Medizinstudium über die Bundeswehr macht, also an einer zivilen Uni und dann noch 12 Jahre verpflichtet ist und da auch mit Leib und Seele für unterschrieben hat und auch richtig brennt für das was er macht.

Über die Zukunft etc reden wir auch ab und zu, immer auf mein Drängen hin, weil ich eine gewisse Sicherheit in meinem Leben brauche, allerdings blockt er da immer ab, weil er sagt, möglicherweise auch zurecht, dass er es absolut nicht einschätzen kann. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass wir, wenn es schlecht läuft vielleicht in dieser Zeit 6-7 mal durch Auslandseinsätze jeweils für 6 Monate voneinander getrennt werden. Das war mir bewusst und das war ich auch bereit hinzunehmen. Ich hab ihn vor Kurzem allerdings mal dazu bekommen Klartext zu reden und dann kam raus, dass er wahrscheinlich zusätzlich zu den Einsätzen andauernd unterwegs sein wird für Seminare, Fortbildungen etc und je nach dem auch alle 2 Jahre versetzt werden kann wenn die Bundeswehr da grad wen braucht.. Fazit: in einem Zeitraum von 12 Jahren zieh ich entweder hinterher oder Wochenendbeziehung mit Pausen durch die Einsätze, wenn überhaupt, da er an den Wochenenden auch völlig fertig ist von der Woche.

Wir haben viel geredet und da hat sich rauskristallisiert, dass er eher lebt um zu arbeiten, also am liebsten seiner Erfüllung nachgeht und, das hat er mir auch wortwörtlich so gesagt, dass er mich liebt und ich zu dem lebenswerten Leben noch ein wunderschönes Plus bin, was ihn noch mehr bereichert bzw. ihn nochmal mehr erfüllt. Er würde sich zwar auch nach mir richten wollen, also mich fragen ob er noch zusätzlich ein weiteres Seminar machen kann und darum kämpfen in meine Nähe versetzt zu werden, allerdings für mich gefühlt immer mit dem Hintergedanken, ihn zurück zu halten, weil er eigentlich lieber weg fahren würde..

Ich bin halt eher das Gegenteil, ich arbeite um zu leben, für mich ist Familie, Partnerschaft etc. am Wichtigsten und wenn man Erfüllung im Job findet ist das nochmal ein Plus.

Daher die Frage, ist es möglich, dass wir mit so grundlegenden Unterschieden einen gemeinsamen Weg finden können ohne dass ich dauernd um seine Zeit kämpfen muss? War schonmal einer von euch in einer ähnlichen Beziehung?

Danke schonmal für eure Ratschläge..

Eigentlich sehe ich es sogar sehr positiv, dass deine Erfüllung eben nicht die Arbeit ist. Dadurch bist du nämlich weniger ortsgebunden.

Denn dann wird es für dich nicht schwierig sein, mit ihm umzuziehen, so oft das eben nötig ist. Du hast ja dann keinen Karriereknick zu befürchten und zum Beispiel Regale im Supermarkt einräumen kannst du ja so ziemlich überall. Wenn es dir rein ums Geldverdienen geht, ist es ja letztendlich egal, wo du dieses Geld verdienst und womit.

Vielleicht ist es ja spannend für dich, öfter mal woanders zu leben, vielleicht auch fremde Länder kennenzulernen?

Was dir allerdings bewusst sein muss ist, dass du wahrscheinlich oft alleine zu Hause sein wirst bzw. auch die Kindererziehung, falls ihr mal Kinder wollt, hauptsächlich dein Aufgabenbereich sein wird. 

Deine Eltern, Geschwister, Freunde kannst du ja besuchen, so geht es ja jedem, der als Erwachsener weiter weg zieht. Das sehe ich nicht als großes Problem an. 

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3. April um 18:59
In Antwort auf creepyworld89

Vielleicht kann ich dir ja etwas Hoffnung machen.

Mein Freund ist mit 18 zur Marine gegangen, ich habe hier Zuhause mein Medizinstudium begonnen.

10 Jahre ist er durch die Welt getingelt, war bei vielen Einsätzen und oft monatelang weg.

Ich hatte mit meinem Studium auch beide Hände voll zu tun, habe ihn schrecklich vermisst (ich bin eher der Nähe Typ) aber die Zeit zusammen war auch immer wundervoll. 

Nach 10 Jahren hat er gemerkt, dass die Welt auf Dauer nicht der Ort ist, an dem er glücklich wird und dann bei mir, sein Studium bei der Polizei begonnen.

Er lebt immer noch für seinen Job, der ja auch zeitintensiv ist (meiner zum Glück ja auch) aber wir haben ein Haus gekauft, sind sesshaft geworden und ein Kind ist unterwegs.

Wir verstehen und blendend, ich könnte mir keinen besseren Ehemann und Papa vorstellen.

Ich hab eben nochmal nachgefragt und er sagt, kaum jemand den er kennt, bleibt dauerhaft dort, weil man irgendwann auch Familie und einen festen Ort haben möchte.

Aber im Endeffekt musst du das entscheiden. Man kann damit glücklich werden, es kann aber auch nach hinten losgehen. Dieses Risiko besteht aber in jeder Beziehung.

Probier es aus und wenn du merkst, dass ist nicht dein Weg, dann kannst du immer noch die Richtung ändern.

Vielen lieben Dank auf jeden Fall für die ausführliche Antwort!

Ich glaube so einen Erfahrungsbericht habe ich grade gebraucht um wieder ein wenig in Richtung ich versuchs einfach zu schwenken

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3. April um 19:09
In Antwort auf fjolublatttungl

Eigentlich sehe ich es sogar sehr positiv, dass deine Erfüllung eben nicht die Arbeit ist. Dadurch bist du nämlich weniger ortsgebunden.

Denn dann wird es für dich nicht schwierig sein, mit ihm umzuziehen, so oft das eben nötig ist. Du hast ja dann keinen Karriereknick zu befürchten und zum Beispiel Regale im Supermarkt einräumen kannst du ja so ziemlich überall. Wenn es dir rein ums Geldverdienen geht, ist es ja letztendlich egal, wo du dieses Geld verdienst und womit.

Vielleicht ist es ja spannend für dich, öfter mal woanders zu leben, vielleicht auch fremde Länder kennenzulernen?

Was dir allerdings bewusst sein muss ist, dass du wahrscheinlich oft alleine zu Hause sein wirst bzw. auch die Kindererziehung, falls ihr mal Kinder wollt, hauptsächlich dein Aufgabenbereich sein wird. 

Deine Eltern, Geschwister, Freunde kannst du ja besuchen, so geht es ja jedem, der als Erwachsener weiter weg zieht. Das sehe ich nicht als großes Problem an. 

Danke schonmal für die Antwort,

das stimmt schon, allerdings ist das Hausfrau dasein nicht unbedingt das, was ich mir für meine Zukunft wünsche, sondern dass man eine gesunde Partnerschaft erreicht, in der beide gleichermaßen arbeiten und man sich dann abends wieder auf zuhause freuen kann. Im Moment hatte ich so die Sorge, dass das bei meinem Freund nicht der Fall ist und er lieber noch ein paar Überstunden dran hängt weil es Spaß macht und ich lieber nach Feierabend noch etwas zusammen machen würde.

Außerdem studiere ich auch im Moment Bauingenieurwesen im Master, da ich eben nicht in einem Job festhängen möchte der mir keinen Spaß macht (Hausfrau, Supermarkt, etc.)

Und wie gesund ist es denn für Kinder, dauernd dem Vater hinterher ziehen zu müssen bzw. der Vater nie anwesend ist.. :/

Ich hoffe im Moment noch, dass er irgendwann merkt, dass es doch schön ist, einen Anker auf der Welt zu haben, ich mein wir sind noch jung und wollen grad noch viel erleben, vielleicht legt sich das bei ihm in der Zukunft noch..

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3. April um 19:29
In Antwort auf kiki2452

Danke schonmal für die Antwort,

das stimmt schon, allerdings ist das Hausfrau dasein nicht unbedingt das, was ich mir für meine Zukunft wünsche, sondern dass man eine gesunde Partnerschaft erreicht, in der beide gleichermaßen arbeiten und man sich dann abends wieder auf zuhause freuen kann. Im Moment hatte ich so die Sorge, dass das bei meinem Freund nicht der Fall ist und er lieber noch ein paar Überstunden dran hängt weil es Spaß macht und ich lieber nach Feierabend noch etwas zusammen machen würde.

Außerdem studiere ich auch im Moment Bauingenieurwesen im Master, da ich eben nicht in einem Job festhängen möchte der mir keinen Spaß macht (Hausfrau, Supermarkt, etc.)

Und wie gesund ist es denn für Kinder, dauernd dem Vater hinterher ziehen zu müssen bzw. der Vater nie anwesend ist.. :/

Ich hoffe im Moment noch, dass er irgendwann merkt, dass es doch schön ist, einen Anker auf der Welt zu haben, ich mein wir sind noch jung und wollen grad noch viel erleben, vielleicht legt sich das bei ihm in der Zukunft noch..

Du schriebst doch, dass dir eine Karriere nicht wichtig ist und du das Arbeiten nur zum Geldverdienen siehst. Das kannst du ja auch als Bauingenieurin machen, spricht ja nichts dagegen. 

Das Leben mit einem Soldaten ist nunmal so, dass man oft umziehen muss, wobei es natürlich darauf ankommt, was man genau für einen Job dort ausübt. Dafür üben die meisten Männer diese Art Jobs mit vielen Auslandseinsätzen nicht allzu lange aus, weil ihnen das mit der Zeit auch zu anstrengend ist. Aber solange er jung ist, wird er das wohl machen wollen, das hat er dir ja so gesagt. Sowas ist kein Einzelfall, es gibt ja einige Berufssoldaten.

Ob du das mitträgst oder nicht, ist deine Entscheidung. Es sagt ja auch niemand, dass ihr zwingend Kinder bekommen müsst, dann musst du diese Arbeit dann auch nicht machen. Falls ihr euch aber dafür entscheidet, muss nunmal einer zurückstecken und so wie das aussieht, wirst du das sein. 

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3. April um 20:44

Solch eine Konstellation kann dann klappen, wenn beide ähnliche Bedürfnisse und Haltungen haben. Bei Euch sehe ich da aber eine Schieflage. Du scheinst mir ein Mensch zu sein, der viel wert auf Partnernähe legt. Dafür spricht auch, dass Du Dich als Familienmensch betrachtest. Er hingegen geht in seiner Arbeit auf, sieht Dich eher als Bonus denn als Grundvoraussetzung für eine glückliche Zukunft. Das ist schon eine ziemlich ehrliche aber auch bedenkliche Aussage. Wenn Du Dir vorstellen kannst, eben nicht an erster Stelle zu stehen, bei einer etwaigen Familiengründung hauptverantwortlich (wenn nicht sogar komplettverantwortlich) zu sein für die Kindeserziehung und Du damit klarkommst, dass Dein Partner viel abwesend ist (und das auch noch offenkundig sehr gerne), dann spricht nichts dagegen, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Die schöne Geschichte von creepyworld89 dienst als Mutmacher, ist aber wahrscheinlich nicht auf Deinen Fall übertragbar. Ihr kennt euch ja im Grunde noch gar nicht richtig und seid beide noch sehr jung. 

Ich würde es so banal zusammenfassen: In solch einer Konstellation leidet immer derjenige, dessen Bedürfnisse nicht erfüllt werden (und der andere ist irgendwann genervt). Überlege, ob Du Deine Bedürfnisse erfüllt siehst, auch in Zukunft.

 

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3. April um 22:04
In Antwort auf wankendespony

Solch eine Konstellation kann dann klappen, wenn beide ähnliche Bedürfnisse und Haltungen haben. Bei Euch sehe ich da aber eine Schieflage. Du scheinst mir ein Mensch zu sein, der viel wert auf Partnernähe legt. Dafür spricht auch, dass Du Dich als Familienmensch betrachtest. Er hingegen geht in seiner Arbeit auf, sieht Dich eher als Bonus denn als Grundvoraussetzung für eine glückliche Zukunft. Das ist schon eine ziemlich ehrliche aber auch bedenkliche Aussage. Wenn Du Dir vorstellen kannst, eben nicht an erster Stelle zu stehen, bei einer etwaigen Familiengründung hauptverantwortlich (wenn nicht sogar komplettverantwortlich) zu sein für die Kindeserziehung und Du damit klarkommst, dass Dein Partner viel abwesend ist (und das auch noch offenkundig sehr gerne), dann spricht nichts dagegen, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Die schöne Geschichte von creepyworld89 dienst als Mutmacher, ist aber wahrscheinlich nicht auf Deinen Fall übertragbar. Ihr kennt euch ja im Grunde noch gar nicht richtig und seid beide noch sehr jung. 

Ich würde es so banal zusammenfassen: In solch einer Konstellation leidet immer derjenige, dessen Bedürfnisse nicht erfüllt werden (und der andere ist irgendwann genervt). Überlege, ob Du Deine Bedürfnisse erfüllt siehst, auch in Zukunft.

 

Was erwartest du denn? Der Typ ist gerade Mal 22 Jahre alt. Wie viele Männer die jetzt gerne Väter sind hatten das denn bitte in dem Alter so vor?

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3. April um 23:25
Beste Antwort
In Antwort auf soncherie

Was erwartest du denn? Der Typ ist gerade Mal 22 Jahre alt. Wie viele Männer die jetzt gerne Väter sind hatten das denn bitte in dem Alter so vor?

Ich erwarte gar nichts. Ich wusste mit 21, dass ich mal 4 Kinder haben will. Das hat sich dann in den Folgejahren auf 3 reduziert. Nun habe ich 3. Und mal kurz in die Hose schauen: ah, ok, männlich. Aber ich verstehe gar nicht, was das zur Sache tut. Wenn es in jungen Jahren schon auseinanderläuft, ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass es langfristig zusammenführt. Natürlich kann es auch ganz anders kommen und die zwei haben eine blühende Ehe voller Kinderglück vor sich und in 15 Jahren hockt er als Hausmann bei den drei Kindern, weil es sein innigster Wunsch ist während sie in einem internationalen Unternehmen arbeitet und 5 Monate im Jahr auf Dienstreise ist. Wer weiß das schon? Ist halt immer die Frage, wie wahrscheinlich das ist!

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