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Lasse ich mir von meinem Freund zu viel gefallen?

9. März 2013 um 19:01

Hallo zusammen,

ich versuche mich so kurz wie möglich zu halten, um meine Situation zu erklären. Normalerweise suche ich in Foren keinen Rat, aber da ich schon langsam den Verstand verliere, hoffe ich hier Antworten zu finden und bin für jeden Ratschlag dankbar.

Ich (29) bin mit meinem Freund (33) seit 2 Jahren zusammen und bin in der 31. Woche schwanger. Schon seit Beginn unserer Beziehung hat es zwischen uns öfters gekristelt und wir sind uns wegen Nichtigkeiten an die Gurgel gegangen. Das Baby ist zwar ein absolutes Wunschkind, aber geplant war es dennoch nicht.

Hauptdiskussionspunkt in unserer Beziehung ist die Tatsache, dass ihm seine Familie und Freunde wichtiger zu sein scheinen als meine Person. Anfangs hat er darauf bestanden seine besten Freunde mindestens drei Mal die Woche abends zu sehen, seine Mutter einmal die Woche zum Abendessen und wenn möglich auch noch am Wochenende. Die Besuche seiner restlichen Familie teilen sich auf die Wochenenden auf, was bedeutet, dass wir selten ein Wochenende für uns haben und auch unter der Woche wenig Zeit füreinander bleibt. Zum Glück bin ich nicht so der Familientyp, ich kann auch damit leben meine Eltern nur alle zwei bis drei Wochen mal zu sehen. Seit einigen Wochen hat er zumindest die Treffen mit seinen Freund etwas minimiert.

Jedenfalls war viel Kraft notwendig, um mir in dieser Beziehung etwas Platz zu schaffen. Denn es schien immer alles wichtiger zu sein als meine Person. Mittlerweile habe ich einen großen, runden Bauch und seine Familie geht immer noch vor. Heute hatten wir wieder eine Diskussion, weil wir mit seine Mutter essen waren. Sie meint es bestimmt nicht böse, aber bezieht mich in ihren Wortschatz selten mit ein. Manchmal behandelt sie mich wie Luft, als wäre ich gar nicht da. Sie ist eben total fokussiert auf ihren Sohn und gibt mir auch das Gefühl, dass sie sich eigentlich jemand Besseren für ihren Schatz gewünscht hätte. Verschwindet er mal kurz aufs Klo schweigen sich seine Mutter und ich an, es ist als würden wir an verschiedenen Tischen sitzen. Kehrt er zurück, spricht sie das aus, was sich in der kurzen Zeit des Anschweigens so angesammelt hat. Meine Eltern hingegen nehmen ihn immer freundlich auf, sind herzlich und heißen ihn stets willkommen.

Er hat mir einmal so nebenbei gesagt, dass er mich noch nicht heiraten möchte und ein Hauptgrund auch der ist, dass ich mich mit seiner Mutter nicht so gut verstehe, wie er sich das wünscht.

Ich habe meinen Freund jedenfalls heute darauf angesprochen, dass ich mich wieder einmal sehr ausgeschlossen gefühlt habe, was leider ein Fehler war. Denn anstatt auf Verständnis zu hoffen, hat er mir die Schuld dafür gegeben und gemeint ich habe Minderwertigkeitsgefühle und Depressionen. Stattdessen müsste ich doch verrückt sein ihm das zu glauben, denn es ist doch bitte normal, wenn man sich als Mensch in solchen Situationen ausgeschlossen fühlt. Ich komme mir dann immer als das fünfte Rad am Wagen vor. Ich mein, das bilde ich mir doch nicht ein? Oder etwa doch?

Vor wenigen Wochen waren wir seinen Vater besuchen, der sich unmittelbar nach unserer Ankunft eine angeraucht hat. Nachdem ich ihn darum gebeten habe in meiner Gegenwart nicht zu rauchen und er meiner Bitte leider nicht nachgegangen ist, bin ich etwas bestimmter geworden. Als Schwangere möchte ich nicht im Zigarettendunst sitzen. Tja, und anstatt Hilfe von meinem Freund zu bekommen, hat er mich mit einem Blick angeschaut, der mir sagen sollte, dass ich mich doch bitte nicht so aufführen soll. Das bisschen Zigarettenrauch schadet doch nicht. Das hat mich sehr verletzt und auch die Tatsache, dass sein Vater nicht einmal zwei Stunden ohne Zigaretten auskommt, wenn ich ihn darum bitte. So als hätte ich gar nichts zu sagen. Geraucht hat er während unseres Besuches nicht nur eine Zigarette.

Nun ja, ich ziehe natürlich auch meine Konsequenzen daraus und verzichte auf Treffen mit seiner Mutter und Besuche bei seinem Vater. Warum soll ich mir das immer wieder antun? Leider bin ich in diesem Fall natürlich auch die Schuldige, hat er mir nicht klipp und klar verständlich gemacht, dass ich seine Familie einfach so nehmen muss wie sie ist und er mit mir nicht auf Familie machen kann, wenn ich mich aus seiner einfach so ausklinke.

Abgesehen davon, dass ihm seine Familie einfach wichtiger zu sein scheint und er nicht zu mir steht, hat er mir in Streitgesprächen leider nicht nur einmal zu verstehen gegeben, dass er mit seinem Leben unglücklich ist, er es Leid ist Entscheidungen nicht mehr alleine treffen zu können, er sein altes Leben (ohne Freundin = Verpflichtungen & ohne Kind = Verantwortung) vermisst und auch stets das Schlechteste von mir denkt. Er schenkt mir generell wenig glauben, obwohl ich immer ehrlich zu ihm bin. Obwohl er auch ein total lieber Kerl sein kann und er auch gesagt hat, dass er sich auf unser Baby freut, opfert er sich in den meisten Fällen nur dann auf, wenn es sich um Kleinigkeiten handelt. Wird es einmal schwierig, kehrt er mir den Rücken zu. Geht es darum, dass er sich mehr um mich kümmern soll, ist er eingeschnappt, weil er sich in seiner Person verletzt fühlt.

Es fängt meistens harmlos an und entwickelt sich zu heftigen Wortgefechten, die meistens damit enden, dass ich total aufgelöst bin und nicht mehr zu weinen aufhören kann. Ich wende mich mit Problemen an ihn und es endet schließlich damit, dass diese Probleme nur dann gelöst werden können, wenn ich mich ändere und mich an sein Leben und seine Familie ganz einfach anpasse. Wenn es soweit ist, dass ich emotional total aufgelöst bin, stochert er noch weiter in meinen Wunden herum. Er nimmt mich weder in den Arm, um mich zu trösten, noch hört er auf auf mich loszugehen. Darüber hinaus ist es für ihn einfach nicht möglich meine Gefühle und Gedanken zu verstehen, geschweige denn nur ansatzweise nachzuvollziehen. Sie scheinen total weit hergeholt zu sein und deswegen sind sie in seinen Augen schlichtweg "falsch".

Ich fühle mich in dieser Beziehung sehr allein. Auch wenn es darum geht die Wohnung etwas umzugestalten, rede ich gegen eine Wand. Er hat mit meinen Ideen meistens ein Problem und bis jetzt haben wir nicht viel umgesetzt. Er möchte es ganz einfach nicht. In diesem Fall fühle ich mich in seiner Wohnung nicht als Mitbewohnerin, sondern lediglich als Gast. Ich bin ja froh, dass wir uns wenigstens in Sachen Kindererziehung bis jetzt einig sind. Aber wenn das Baby da ist, wird es nicht einfacher. Ganz im Gegenteil. Ich brauche dann höchstwahrscheinlich öfters jemanden, an dessen Schulter ich mich anlehnen kann. Wer ist dann für mich da?

Gestern habe ich angenommen, dass er mir eine Nachttischlampe schenkt und hab mir dann anhören dürfen, dass ich so etwas nicht als selbstverständlich sehen soll und die Lampe ja eigentlich gar nicht notwendig war. Bevor ich überhaupt danke sagen konnte. Daweil schätze ich solche Dinge immer und bedanke mich auch dafür. Abgesehen davon bin ich ein sehr sparsamer Mensch und gönne mir auch selten mal etwas. Er hingegen hat während meiner ganzen Schwangerschaft bis jetzt nicht ein einziges Mal gesagt, dass ich das toll mache und er stolz auf mich ist. Er nimmt das alles als gegeben hin und ist auch nicht bereit etwas zu ändern. Sprich, er raucht auch weiterhin regelmäßig, geht zwar auf den Balkon, aber macht es mir dadurch trotzdem ziemlich schwer, weil ich auch gern geraucht habe. Wenn ich ihn darum bitte es zumindest nur noch an den Wochenenden zu tun, darf ich mir anhören, dass ich mir selbst gewünscht habe ein Kind zu bekommen und ich damit nun einmal leben muss, dass sich für mich mehr ändert als für ihn.

Ich habe mich bis jetzt um alles, was die Schwangerschaft angeht, gekümmert. Habe Termine, Schwangerschaftskurse ausgemacht, Informationen eingeholt, Listen geschrieben, Einkäufe erledigt etc. und trotzdem meint er, dass ich ja bis jetzt gar nicht so viel geleistet habe. Es ist ja auch klar, dass die Frau in diesen Sachen eben eher die Verantwortung und Arbeit übernimmt, aber nicht einmal in diesen Punkten höre ich einmal ein "Super" oder ein "Danke" oder sonst irgendwas in der Richtung.

Nun ja, ich überlege schon so lange, ob er recht damit hat, dass ich anscheinend ein übermäßiges Bedürfnis an Aufmerksamkeit habe und auch Komplimente oder generell die Wertschätzung an meiner Person, wie das tägliche Brot brauche. Oder ist mit mir alles in Ordnung, eine ganze normale Frau, die eben auch schwanger ist? Und er einfach ein überheblicher, egoistischer, ich-bezogener Schnösl, der sich eh nie ändern wird und dem niemals etwas wichtiger sein wird, als seine Familie und er selbst? Es scheint als hätte er absolut kein Interesse daran seine eigene Familie aufzubauen, obwohl ich mich eh schon in so vielerlei Hinsicht aufgeopfert habe für ihn. Er betrachtet das aber alles als gegeben und schätzt nicht, was er an mir überhaupt hat. Daweil wünsche ich mir nichts mehr, als eine Familie mit ihm zu gründen.

Es ist mittlerweile einfach schon so mühsam ständig der Grund allen Übels zu sein. Ich verstehe nicht wieso er nicht für mich da sein kann, wieso ich ihm immer nur eine Last auf den Schultern bin, wenn ich Probleme mit ihm besprechen möchte und er alles so persönlich nimmt, dass er total auf trotziges Kind stellt und jegliche Vorwürfe auf mich zurückwirft, bis ich schließlich weine und total aufgelöst bin.

Ich fange langsam echt an den Verstand zu verlieren und beobachte wie ich mich psychisch bergab bewege. Ich habe mittlerweile auch große Angst, dass sich dieser emotionale Stress auf das Kind überträgt.

Ich hoffe ich konnte Euch ein halbwegs klares Bild verschaffen und Ihr seid nach der Hälfte des Aufsatzes nicht schon eingeschlafen. Also frage ich Euch, was denkt ihr? Sollte ich wirklich endlich den Schlussstrich ziehen und meinen Freund verlassen? Wird er sich eh nie ändern und ist in seinem Leben für eine Freundin und ein Kind einfach kein Platz bzw. ist er einfach noch zu unreif oder noch nicht so weit eine eigene Familie zu gründen?

Oder soll ich mich wirklich zusammenreissen und anfangen an mir zu arbeiten. Bin ich die kleine Prinzessin, die alles viel zu eng sieht und wegen jeder Mücke gleich einen Elefanten macht?

Ich weiß einfach nicht mehr weiter und mir fehlt auch das Feuer im Hintern diesen Großen Schritt in Richtung Alleinerziehung zu machen. Meine finanziellen Mittel sind begrenzt und eine Wohnung findet man ja auch nicht von heute auf morgen. Gerade mit einem Baby. Und zu meinen Eltern möchte ich nicht ziehen. Viele Möglichkeiten habe ich dann auch nicht mehr.

Wie gesagt, ich bin für jeden Ratschlag und jede Antwort dankbar. Danke fürs Durchlesen und Eure Zeit.

Liebe Grüße
Anita

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9. März 2013 um 20:21

Puh
so ein Gefühl habe ich beim Durchlesen eines Beitrags nie gehabt, aber dich würde ich jetzt am liebsten ganz fest in den Arm nehmen.
Mir dreht sich bei deinem Beitrag wirklich der Magen rum und ich habe visuell ein Fluchtauto mit fertig gepackten Koffern vor meinem inneren Auge.

Diese Kälte und Respektlosigkeit, die dir von Seiten der Mutter, dem Vater entgegen gebracht werden, wären für mich unerträglich.

Auch wie dein Lebensgefährte sich verhält ist inidiskutabel. Entweder du weist ihn mal ganz ganz gewaltig in die Schranken und teilst ihm noch mal alles ganz deutlich mit, was du hier schilderst, damit er kapiert, dass er sich wie der letzte unemotionale Mensch verhält.

Aber ganz ehrlich. Er geht doch in keinster Weise auf dich ein, gibt dir nach dieser miesen Episode die Schuld an dem ignorierendem Verhalten der Mutter. Hallo, der hat dich mal Ernst zu nehmen und sich hinter dich zu stellen. Das geht echt überhaupt nicht. Zweifle nicht an dir. Der Typ liegt falsch und nicht du und er fügt dir mit dieser Missachtung großen Schaden zu.

Ich an deiner Stelle würde jetzt mal schleunigst abhauen. Hast du nicht eine Freundin, bei der du wohnen kannst? Abstand kann auch helfen.

Und: Als Alleinerziehende kann es dir sogar besser gehen, als dass du dir dieses Drama antust!
Vielleicht verschärft sich das alles noch nach der Geburt.

Alleinerziehend sein hat auch sehr positive Seiten!!! Dein Lebensgefährte kann immer noch die Vaterrolle übernehmen.

Wünsche dir alles alles Gute und den Mut zu Gehen!!!!!!!!!!!!

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9. März 2013 um 20:48

Oh man.
Der hat dich wirklich ganz schön runtergemacht, oder? Tut mir leid. Er scheint 0 Verständnis zu haben. Aber ihn verlassen, jetzt, wo du bald das Baby von ihm bekommst? Vielleicht kommt er mal zur Vernunft, wenn du ihm sagst, dass du nicht weiter bei ihm bleibst, wenn er so weitermacht. Erklär ihm was du fühlst und lass dich nicht unterbrechen. Und dann lass ihm ein bisschen Zeit zum Denken. Geh vielleicht mal ein, zwei Tage zu dir nach Hause und schlaf da, wenn das geht. Dann kann er in Ruhe denken. Und wenn er danach immer noch so egoistisch ist, kannst du ihn glaube ich echt vergessen. In einer Beziehung sollte man sich nicht alleine fühlen. Das ist doch der Sinn einer Beziehung. Und seine Eltern sind auch total UGH ich könnte echt kotzen, wenn ich das lese. Sorry, aber seine Mutter ist echt eine arrogante Schnepfe. Ehrlich, die könnte doch auch mal nett zu dir sein und die Entscheidung ihres Sohnes akzeptieren. Und der Vater. Was soll der Sch**ß? Also ich glaube, ich würde das nicht aushalten. Auch ohne Baby nicht. Mit Baby noch viel schwerer. Du hast meinen vollen Respekt, dass du das alles alleine schaffst und währenddessen diesen Ar*** von Mann erträgst. Sorry, aber ist so.

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9. März 2013 um 20:55
In Antwort auf cailin_12566663

Oh man.
Der hat dich wirklich ganz schön runtergemacht, oder? Tut mir leid. Er scheint 0 Verständnis zu haben. Aber ihn verlassen, jetzt, wo du bald das Baby von ihm bekommst? Vielleicht kommt er mal zur Vernunft, wenn du ihm sagst, dass du nicht weiter bei ihm bleibst, wenn er so weitermacht. Erklär ihm was du fühlst und lass dich nicht unterbrechen. Und dann lass ihm ein bisschen Zeit zum Denken. Geh vielleicht mal ein, zwei Tage zu dir nach Hause und schlaf da, wenn das geht. Dann kann er in Ruhe denken. Und wenn er danach immer noch so egoistisch ist, kannst du ihn glaube ich echt vergessen. In einer Beziehung sollte man sich nicht alleine fühlen. Das ist doch der Sinn einer Beziehung. Und seine Eltern sind auch total UGH ich könnte echt kotzen, wenn ich das lese. Sorry, aber seine Mutter ist echt eine arrogante Schnepfe. Ehrlich, die könnte doch auch mal nett zu dir sein und die Entscheidung ihres Sohnes akzeptieren. Und der Vater. Was soll der Sch**ß? Also ich glaube, ich würde das nicht aushalten. Auch ohne Baby nicht. Mit Baby noch viel schwerer. Du hast meinen vollen Respekt, dass du das alles alleine schaffst und währenddessen diesen Ar*** von Mann erträgst. Sorry, aber ist so.

Hab was vergessen.
Ähm, ich wollte noch hinzufügen, dass er zu dir stehen sollte und nicht zu seinen Eltern. Das ist doch nicht deine Schuld. Die behandeln dich doch wie den letzten Dreck. Außerdem bist du / seid ihr seine neue Familie und dazu gehören seine Eltern eben nicht so direkt. Ich glaube wie coleen41, dass er die Familie eigentlich irgendwo nicht will.

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10. März 2013 um 0:53

Danke für diese aufbauenden Worte
Wau, es tut wirklich gut Eure Zeilen zu lesen und sie haben mich zu Tränen gerührt.

Aber Ihr gebt mir viel Kraft die ersten Schritte in die richtige Richtung zu machen. Glücklicherweise sind meine Eltern eine Woche auf Urlaub und ich befinde mich mittlerweile im Mutterschutz.

Nachdem er Montag Früh in Richtung Arbeit aufbricht, packe ich meine Sachen zusammen und hinterlasse ihm noch eine Nachricht, warum er eine leere Wohnung vorfindet.
Obwohl ich ihm ja schon hunderte Male gesagt hat, dass er mich mit seinem Verhalten verletzt und ich in dieser Beziehung keinen Rückhalt und Platz habe, hat sich ja bis heute noch nicht viel geändert.

Ich denkr auch ohne Nachricht kann er sich denken, warum ich weg bin.

Jedenfalls gönne ich mir in dieser Woche einmal Ruhe zum Nachdenken und Zeit für mich. Wie Ihr schon sagt, tut det Abstand sicher gut. Vielleicht gibt er mir sogar den nötigen Ruck endlich auf Ernst zu machen. Es ist wirklich manchmal unbegreiflich wie lange man sich in einer Beziehung quälen kann.

Und ja, immerhin habe ich es auch so weit kommen lassen, dass zwei Menschen, die so gar nicht zusammen gehören, ein gemeinses Baby erwarten. Also werde ich auch die Konsequenzen tragen und zumindest für's erste zu meinen Eltern ziehen. Na die werden sich freuen. Auf der einen Seite ist er ja dann all den Ballast endlich los und die ganze "Arbeit" habe ich, auf der anderen Seite freue ich mich ja bereits seitdem ich von der Schwangerschaft weiß, viel mehr um die Kleine und darf sie rund um die Uhr um mich haben.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass er nach einer Woche begreift, was er gehen lässt, wenn er sich nicht ändert. Vielleicht wird ihm aber irgendwann

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10. März 2013 um 1:01
In Antwort auf ivanka_12673346

Danke für diese aufbauenden Worte
Wau, es tut wirklich gut Eure Zeilen zu lesen und sie haben mich zu Tränen gerührt.

Aber Ihr gebt mir viel Kraft die ersten Schritte in die richtige Richtung zu machen. Glücklicherweise sind meine Eltern eine Woche auf Urlaub und ich befinde mich mittlerweile im Mutterschutz.

Nachdem er Montag Früh in Richtung Arbeit aufbricht, packe ich meine Sachen zusammen und hinterlasse ihm noch eine Nachricht, warum er eine leere Wohnung vorfindet.
Obwohl ich ihm ja schon hunderte Male gesagt hat, dass er mich mit seinem Verhalten verletzt und ich in dieser Beziehung keinen Rückhalt und Platz habe, hat sich ja bis heute noch nicht viel geändert.

Ich denkr auch ohne Nachricht kann er sich denken, warum ich weg bin.

Jedenfalls gönne ich mir in dieser Woche einmal Ruhe zum Nachdenken und Zeit für mich. Wie Ihr schon sagt, tut det Abstand sicher gut. Vielleicht gibt er mir sogar den nötigen Ruck endlich auf Ernst zu machen. Es ist wirklich manchmal unbegreiflich wie lange man sich in einer Beziehung quälen kann.

Und ja, immerhin habe ich es auch so weit kommen lassen, dass zwei Menschen, die so gar nicht zusammen gehören, ein gemeinses Baby erwarten. Also werde ich auch die Konsequenzen tragen und zumindest für's erste zu meinen Eltern ziehen. Na die werden sich freuen. Auf der einen Seite ist er ja dann all den Ballast endlich los und die ganze "Arbeit" habe ich, auf der anderen Seite freue ich mich ja bereits seitdem ich von der Schwangerschaft weiß, viel mehr um die Kleine und darf sie rund um die Uhr um mich haben.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass er nach einer Woche begreift, was er gehen lässt, wenn er sich nicht ändert. Vielleicht wird ihm aber irgendwann

Hoppla ...
... vielleicht wird es ihm aber irgendwann klar.

Es wird nicht leicht werden, aber ich bin nicht allein und schaffe das. Zu lange habe ich mir das gefallen lassen. So sehr er ja auch seine guten Seiten hat, so viel mehr überwiegt das Gefühl und Wissen, dass wir nicht das sind was er sich wünscht.

Er wünscht sich eine Freundin, die nach seiner Pfeife tanzt, alles hinnimmt wie es kommt und vor allem auch viel Schlucken kann. Tja, ... ich lass mir nicht den Mund verbieten und noch weniger verbiege ich mich, bis ich mich selbst nicht mehr im Spiegel sehen kann.

Ich danke Euch!!!

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10. März 2013 um 11:38

Klare
Worte! Ich freue mich sehr für dich !!!
Toll, dass du das nun konsequent durchziehst. Es hört sich wirklich haargenau richtig an. Alles andere wäre wirklich eine Belastung für dich, die Schwangerschaft...
Du solltest nun wirklich deinen Kopf für andere Dinge frei haben und vielleicht kannst du dich auch mit der Schwangerschaft und allem was dazu gehört gut ablenken.

Mir fällt richtig ein Stein vom Herzen, weiß auch nicht warum mich dein Thread so berührt.

Ich bin auch Alleinerziehend, habe mich während der Schwangerschaft getrennt und kann dir ganz viel Mut machen. Man wächst in alles hinein und bekommt unglaublich viel Hilfestellungen.

Rückblickend finde ich immer noch, dass alles so wie es gelaufen ist am Besten war. Eine derartige zusätzliche Belastung mit einem Baby ist nicht zu tragen.
Alleine wirst du besser zurechtkommen und du hast deine Eltern, das ist von unschätzbarem Wert. Meine Eltern konnten nicht so richtig für mich da sein, da sie schon damals zu alt waren.

Aber ich denke dass ihr es irgendwie schaffen könnt Eltern zu werden, auch wenn das Verhältnis erfahrungsgemäß in der ersten Zeit schwierig, angespannt sein wird.

Und nochmal: Es gibt auch Vorteile von unsagbarem Wert Alleinerziehend zu sein, gesetz dem Fall, dass der Vater nicht abspringt und sich komplett rauszieht. Aber davon würde ich erstmal nicht ausgehen.

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10. März 2013 um 12:20
In Antwort auf ivanka_12673346

Hoppla ...
... vielleicht wird es ihm aber irgendwann klar.

Es wird nicht leicht werden, aber ich bin nicht allein und schaffe das. Zu lange habe ich mir das gefallen lassen. So sehr er ja auch seine guten Seiten hat, so viel mehr überwiegt das Gefühl und Wissen, dass wir nicht das sind was er sich wünscht.

Er wünscht sich eine Freundin, die nach seiner Pfeife tanzt, alles hinnimmt wie es kommt und vor allem auch viel Schlucken kann. Tja, ... ich lass mir nicht den Mund verbieten und noch weniger verbiege ich mich, bis ich mich selbst nicht mehr im Spiegel sehen kann.

Ich danke Euch!!!


Find ich gut.
Aber wenn du ihn wirklich noch liebst, würde ich ihn nicht direkt abschreiben. Und wenn er dich wirklich noch liebt, dann erkennt er jetzt hoffentlich, wie mies er sich dir gegenüber verhalten hat. Und wenn sich diesmal nichts ändert, vergiss ihn. Du bist ohne ihn stärker und du schaffst das auch alleine. Ich wünsch dir und deiner Kleinen viel Glück! Und ihm ein bisschen mehr Vernunft.

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10. März 2013 um 13:07

Selbstzweifel
Liebe Evita,

ich fürchte Du hast schon Recht damit, dass ich ein Mensch mit einem hohen Bedürfnis an Aufmerksamkeit bin. Bereits als wir uns kennengelernt haben, hat mir genau diese Ausstrahlung an ihm so gefallen. So als würde er über allen Dingen stehen.

Ich werde ihn auf keinen Fall abschreiben, denn ungeachtet aller Probleme, kann er auch ein liebevoller Mensch sein. Das Kind braucht seinen Vater und ich bin sicher, dass wir hinkriegen werden die Süße gemeinsam großzuziehen.

Ich liebe ihn nach wie vor über alles und werde dir schönen Zeiten auch vermissen. Vielleicht passiert mit ihm ja auch etwas zauberhaftes, wenn er seine Tochter das erste Mal in seinen Armen hält. Man darf die Hoffnung nicht aufgeben.

Dank der vielen aufbauenden Worte von Euch, fällt mir sehr viel leichter mich von dieser Beziehung zu lösen.

LG Anita

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10. März 2013 um 13:19
In Antwort auf berit_12920658

Klare
Worte! Ich freue mich sehr für dich !!!
Toll, dass du das nun konsequent durchziehst. Es hört sich wirklich haargenau richtig an. Alles andere wäre wirklich eine Belastung für dich, die Schwangerschaft...
Du solltest nun wirklich deinen Kopf für andere Dinge frei haben und vielleicht kannst du dich auch mit der Schwangerschaft und allem was dazu gehört gut ablenken.

Mir fällt richtig ein Stein vom Herzen, weiß auch nicht warum mich dein Thread so berührt.

Ich bin auch Alleinerziehend, habe mich während der Schwangerschaft getrennt und kann dir ganz viel Mut machen. Man wächst in alles hinein und bekommt unglaublich viel Hilfestellungen.

Rückblickend finde ich immer noch, dass alles so wie es gelaufen ist am Besten war. Eine derartige zusätzliche Belastung mit einem Baby ist nicht zu tragen.
Alleine wirst du besser zurechtkommen und du hast deine Eltern, das ist von unschätzbarem Wert. Meine Eltern konnten nicht so richtig für mich da sein, da sie schon damals zu alt waren.

Aber ich denke dass ihr es irgendwie schaffen könnt Eltern zu werden, auch wenn das Verhältnis erfahrungsgemäß in der ersten Zeit schwierig, angespannt sein wird.

Und nochmal: Es gibt auch Vorteile von unsagbarem Wert Alleinerziehend zu sein, gesetz dem Fall, dass der Vater nicht abspringt und sich komplett rauszieht. Aber davon würde ich erstmal nicht ausgehen.

Schön ...
auch Gleichgesinnte hier zu finden. Du hast voll und ganz meinen Respekt, dass Du Dich auch während der Schwangerschaft getrennt hast. Ich habe schon so viele Male darüber nachgedacht, aber war einfach immer zu feig das durchzuziehen. So sehr ich auch versucht habe mich an den positiven Dingen unserer Beziehung festzuhalten, umso mehr habe ich mich von mir selbst entfernt.

Aber Ihr habt so recht und ich habe gar nicht darüber nachgedacht. Eine aussichtslose Beziehung, verbunden mit häufigen Streitereien, schwanger und ohne festen Wohnsitz aufzugeben, ist nun einmal kein leichtes Vorhaben. Viel mehr bedeutet es in jeglicher Hinsicht zurückzustecken, um seinem Baby alles mögliche zu bieten. Denn es kann am wenigsten dafür, dass sich Mama und Papa ständig in die Haare kriegen.

Ich habe ja glücklicherweise Eltern, die einen Platz für mich haben und einen Job, der nach der Karenz auf mich wartet. Ich krieg das schon hin, auch wenn es nicht leicht ist.

Und alleinerziehend zu sein, ist ja heute auch keine Seltenheit mehr. Außerdem gibt es in Österreich unterstützung.

Aber alles ist besser, als in einer unglücklichen Beziehung festzusitzen.

Danke!

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10. März 2013 um 14:02

Keine Prinzessin
Hallo,

naja, kurz war das nicht aber wenigstens ordentlich gegliedert.

Wie kam es zu der Schwangerschaft? Also, ich mein, wenn man verhütet, wird man normalerweise nicht schwanger...

Wieso denkst Du, dass seine Familie und seine Freunde ihm wichtiger sind, als Du? Weil er sie ab und zu besucht? Was wäre Dir lieber? Darf er gar niemanden mehr treffen oder möchtest Du, dass er Treffen vorher mit Dir abspricht?

Wie lange wohnt ihr schon zusammen? Warum bist Du bei ihm eingezogen und er nicht bei Dir? Oder warum habt ihr euch keine neue Wohnung gesucht?

Wie könnte er Dir seine Liebe zeigen, was würdest Du Dir wünschen?

Aus seiner Mutter mach Dir mal nix.
Meine Schwiegermutter hat mich auch, bis wir zusammengewöhnt haben, wie Luft behandelt. Also die ersten 2,5 Jahre...
Als mein Mann bei mir einzog, schwenkte sie auf einmal um. Ich war anfangs noch etwas reserviert, nahm es aber irgendwann hin.

Auch mein Schwiegervater ist sehr anstrengend, denn er ist Choleriker (und stolz darauf, dass er heutzutage nicht mehr handgreiflich wird).

Denkst Du, ihr solltet wegen dem Baby heiraten oder wolltest Du schon vorher heiraten? Habt ihr darüber geredet, wie ihr die Dinge regelt, wenn ihr (unverheiratete) Eltern seid? Ich meine, rechtliche und finanzielle Dinge...

Würde er Dich heiraten, wenn Du Dich mit seiner Mutter besser verstehst? Frag ihn doch mal, was seine Mutter mit eurer Beziehung zu tun hat und ob er die Schuld an dem schlechten Verhältnis bei Dir sieht.
Ich denke, die Meinung der Eltern ist völlig irrelevant, solange man selbst mit seinem Partner glücklich ist. Meine Eltern haben meine Ex-Freunde ALLE falsch eingeschätzt und auch meinen Mann anfangs...

Die Menschen sind verschieden. Auch wenn andere Dir vielleicht jetzt sagen: "Stell Dich nicht so an!", so sind es doch Deine Empfindungen. Du leidest darunter und somit ist es völlig egal, ob andere das für angemessen halten.
Ich kenne die Situation "abweisende Schwiegereltern" definitiv und ich kann Dir sagen, dass ich deswegen schon viel geweint habe.

Das mit dem Rauchen finde ich sehr gefährlich. Es ist aber von Deinem Freund genauso respektlos, seinem Vater nicht die Meinung zu geigen!

Offensichtlich kann sich Dein Freund bei seinen Eltern nicht durchsetzen; für sie ist er immer noch ein kleines Kind.
Mein 1. Freund war das totale Muttersöhnchen, auch ein anderer Ex kam gegen Frau Mama nicht an und mein Mann kann sich nicht von seinem Vater abgrenzen.
Ich finde, für sowas gibt es keine Entschuldigung, wenn man bereits seit vielen Jahren volljährig ist und in einer eigenen Wohnung wohnt.

Ich habe genau das auch getan, als die Eltern meines Freundes zu stressig wurden: Ich bin einfach nicht mehr hingefahren. So kam es, dass ich sie 2 Jahre lang nicht gesehen habe. - Hat unserem heutigen Verhältnis keinen Abbruch getan.
Und heute gehe ich auch nur 1mal im Jahr mit, weil ich nicht viel Geld habe und Prioritäten setzen muss. Sie wohnen 600km entfernt und da kostet eine Zugfahrkarte mindestens 30 (ein Weg) und Fliegen mindestens 30. Meistens ist es aber viel teurer, weil Sparangebote dünn gesäht sind.

Ok, er sagt Dir also, dass er eigentlich lieber ohne Dich wäre.
Was steht dem entgegen? Warum ziehst Du nicht aus und ziehst Dein Kind alleine groß? Er kann ja Unterhalt zahlen, das würde doch an Kontakt mit ihm ausreichen, oder?

Du kannst niemanden zwingen, Dich zu lieben.
Du hast (berechtigte) Erwartungen und Wünsche, aber Du kannst von niemandem deren Erfüllung einfordern.
Entweder schenkt Dir von alleine sein Herz oder eben nicht.

Inwiefern soll er sich aufopfern?

Und wann kehrt er Dir den Rücken zu?

Wie sollte er sich mehr um Dich kümmern?

Wie wärs, wenn Du einfach nicht mehr auf Sticheleien eingehst?
Du schreibst von Wortgefechten.Könntest Du Dich nicht einfach abwenden, wenn er eklig wird? Rausgehen, den Raum verlassen, so tun, als ob Du ihn nicht gehört hättest?
Meiner Erfahrung nach wird es nur noch schlimmer, wenn man Widerworte gibt.

Klar sollte man sich nicht alles gefallen lassen, aber man kann seinen Partner nicht erziehen.
Zur Not muss man dann eben die Trennung in Erwägung ziehen, wenn er sich ständig danebenbenimmt.

Nimmt er Dich auch bei anderen Themen nicht ernst?

Wie geht er selbst mit (seinen) Gefühlen um?

Wie möchtest Du denn die Wohnung umgestalten?

Wie war das genau mit der Nachttischlampe? Wart ihr im Laden und Dir hat eine gefallen oder wie?

Du wünscht Dir also ein Lob von ihm.
Mit Lob ist das genauso wie mit Liebe: Man kann es nicht einfordern. Entweder jemand lobt einen von sich aus oder eben nicht.
Hast Du denn selbst den Eindruck, dass Du "es toll machst"?

Hattest Du bisher Beschwerden? Wie weit bist Du in Deiner Schwangerschaft?

Geht er mit zu Deinen Frauenarzt-Untersuchungen?

Du möchtest also, dass er aufhört zu rauchen, nur weil Du aufhören musstest?

Ok, mag sein, dass Du Dir ein Kind mehr gewünscht hast, als er, aber ihr wart beide zu gleichen Teilen an dessen Zeugung beteiligt.
Meiner Meinung ist das keine Ausrede, dass die Natur der Frau mehr körperliche Lasten aufgebürdet hat. Eltern sind BEIDE.

Hat er sich denn gar nicht über Deine Schwangerschaft, Themen wie Umgang mit Babys/Kindern informiert?


Du schreibst, Du hättest Dich "in vielerlei Hinsicht für ihn aufgeopfert". Was genau meinst Du damit?

Und wieso wolltest Du so unbedingt Nachwuchs, wenn es doch so viele Konflikte gibt?

Kannst Du das Weinen irgendwie abstellen?
Ich glaube, Männer nervt nichts mehr, als eine hysterische Frau.
Oder wenigstens so weinen, dass er es nicht mitbekommt?

Bei uns Frauen ist das so, dass Weinen so eine Art SOS ist. Eine Frau, die weint, wird sofort von anderen, mitfühlenden Frauen umringt. Weinen wird von Frauen auch oft eingesetzt, um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Nicht, dass ich Dir das unterstelle...
Für Männer ist Weinen "schwul" oder "unmännlich". Sie zeigen alle ihre Gefühle meist nicht so offen und daher eben auch nicht Traurigkeit.

Ich habe bei Deinem Freund schon den Eindruck, dass einfach noch keine Familie mit Dir will.
Er wäre lieber Single und auch seine baldige Vaterschaft scheint ihn mehr zu belasten, als zu erfreuen.

Bei Männern gibts sowas total oft, dass sie die liebste Frau jahrelang an ihrer Seite haben - und nicht schätzen. Diese darf dann alles Mögliche ausbaden, wird nie geheiratet, ernst genommen etc.
Und dann trennt sich der Mann ganz plötzlich und holt mit einer anderen all das nach, worauf die Ex vergeblich gewartet hat.

Was ich damit sagen will, ist dass Dein Freund vielleicht bei einer anderen Frau ganz anders wäre.
Dass es nicht an Dir liegt und dass er auch nicht generell noch zu unreif sein muss.
Fakt ist: Er will einfach nicht.

Woran willst Du denn arbeiten?
Er verletzt Dich!
Mag sein, dass Du besonders liebebedürftig bist, aber das sind andere auch... Ich z.B. bin auch erst jetzt, mit meinem Mann, glücklich. Mit meinen Ex-Freunden und diversen Bekanntschaften, das war eine Katastrophe!
Man muss einfach das gleiche Nähebedürfnis haben. Und mein Mann ist nunmal so ein Süßer, Knuddeliger.

Ich denke, das Wichtigste ist erstmal, dass Du Dich mehr auf Dich selbst konzentrierst. Spiel einfach mal ein bisschen Egoistin.
Fordere nichts mehr von Deinem Freund ein. Tu einfach auch mal so, als ob er Luft wäre. Gestalte aktiv ein Leben ohne ihn. Triff Freundinnen, geh Hobbys nach. Kümmer Dich alleine um Deine Termine etc. Räum Deinem Freund nicht hinterher, sag ihm nicht mehr, Du würdest gerne kuscheln/reden und so weiter. Tu einfach mal so, als ob Du alleine wohnen würdest. Sei weder freundlich noch unfreundlich zu ihm.

Entweder er berappelt sich dann und gibt sich mehr Mühe oder es driftet eben völlig auseinander.

Und setz Dir eine innere Frist. Überleg Dir, wie lange Du mit dem ist-Zustand noch klarkommst. Denk Dir ein bestimmtes Datum aus, in Deinem Falle z.B. der 8. Schwangerschaftsmonat, wo Du ihn verlässt, falls sich nichts geändert hat.

Und zögere nicht, diesen Schritt zu tun!
Nur weil Du wenig Geld hast, musst Du Dir das nicht antun. Du bist jung und hast auch ein glückliches Leben verdient! Bleib nicht bei diesem Mann, wenn er Dich nicht glücklich macht.
Ich weiß, dass es als Alleinerziehende nicht leicht ist, aber das wäre doch immer noch besser, als ewig an diesen Mann gekettet zu sein, der Dich eh jederzeit verlassen kann.

Es ist doch sehr wahrscheinlich, dass ihm morgen eine andere über den Weg läuft und er Dich bzw. euch dann rausschmeißt, oder?

Übrigens finde ich Prinzessinnen klasse, denn heutzutage geht der Trend leider wieder zu den kleinen Duckmäuserinnen, die ihren Typen alles durchgehen lassen.
Lies Dir mal andere Beiträge hier durch! Es gibt immer mehr Typen, die weder Benehmen noch Moral kennen und die Frauen bleiben trotzdem bei denen...
Wenn ich meinen Traumprinz gefunden haben, darf ich dann nicht auch eine Traumprinzessin sein?

Heart

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10. März 2013 um 18:39
In Antwort auf heartsease

Keine Prinzessin
Hallo,

naja, kurz war das nicht aber wenigstens ordentlich gegliedert.

Wie kam es zu der Schwangerschaft? Also, ich mein, wenn man verhütet, wird man normalerweise nicht schwanger...

Wieso denkst Du, dass seine Familie und seine Freunde ihm wichtiger sind, als Du? Weil er sie ab und zu besucht? Was wäre Dir lieber? Darf er gar niemanden mehr treffen oder möchtest Du, dass er Treffen vorher mit Dir abspricht?

Wie lange wohnt ihr schon zusammen? Warum bist Du bei ihm eingezogen und er nicht bei Dir? Oder warum habt ihr euch keine neue Wohnung gesucht?

Wie könnte er Dir seine Liebe zeigen, was würdest Du Dir wünschen?

Aus seiner Mutter mach Dir mal nix.
Meine Schwiegermutter hat mich auch, bis wir zusammengewöhnt haben, wie Luft behandelt. Also die ersten 2,5 Jahre...
Als mein Mann bei mir einzog, schwenkte sie auf einmal um. Ich war anfangs noch etwas reserviert, nahm es aber irgendwann hin.

Auch mein Schwiegervater ist sehr anstrengend, denn er ist Choleriker (und stolz darauf, dass er heutzutage nicht mehr handgreiflich wird).

Denkst Du, ihr solltet wegen dem Baby heiraten oder wolltest Du schon vorher heiraten? Habt ihr darüber geredet, wie ihr die Dinge regelt, wenn ihr (unverheiratete) Eltern seid? Ich meine, rechtliche und finanzielle Dinge...

Würde er Dich heiraten, wenn Du Dich mit seiner Mutter besser verstehst? Frag ihn doch mal, was seine Mutter mit eurer Beziehung zu tun hat und ob er die Schuld an dem schlechten Verhältnis bei Dir sieht.
Ich denke, die Meinung der Eltern ist völlig irrelevant, solange man selbst mit seinem Partner glücklich ist. Meine Eltern haben meine Ex-Freunde ALLE falsch eingeschätzt und auch meinen Mann anfangs...

Die Menschen sind verschieden. Auch wenn andere Dir vielleicht jetzt sagen: "Stell Dich nicht so an!", so sind es doch Deine Empfindungen. Du leidest darunter und somit ist es völlig egal, ob andere das für angemessen halten.
Ich kenne die Situation "abweisende Schwiegereltern" definitiv und ich kann Dir sagen, dass ich deswegen schon viel geweint habe.

Das mit dem Rauchen finde ich sehr gefährlich. Es ist aber von Deinem Freund genauso respektlos, seinem Vater nicht die Meinung zu geigen!

Offensichtlich kann sich Dein Freund bei seinen Eltern nicht durchsetzen; für sie ist er immer noch ein kleines Kind.
Mein 1. Freund war das totale Muttersöhnchen, auch ein anderer Ex kam gegen Frau Mama nicht an und mein Mann kann sich nicht von seinem Vater abgrenzen.
Ich finde, für sowas gibt es keine Entschuldigung, wenn man bereits seit vielen Jahren volljährig ist und in einer eigenen Wohnung wohnt.

Ich habe genau das auch getan, als die Eltern meines Freundes zu stressig wurden: Ich bin einfach nicht mehr hingefahren. So kam es, dass ich sie 2 Jahre lang nicht gesehen habe. - Hat unserem heutigen Verhältnis keinen Abbruch getan.
Und heute gehe ich auch nur 1mal im Jahr mit, weil ich nicht viel Geld habe und Prioritäten setzen muss. Sie wohnen 600km entfernt und da kostet eine Zugfahrkarte mindestens 30 (ein Weg) und Fliegen mindestens 30. Meistens ist es aber viel teurer, weil Sparangebote dünn gesäht sind.

Ok, er sagt Dir also, dass er eigentlich lieber ohne Dich wäre.
Was steht dem entgegen? Warum ziehst Du nicht aus und ziehst Dein Kind alleine groß? Er kann ja Unterhalt zahlen, das würde doch an Kontakt mit ihm ausreichen, oder?

Du kannst niemanden zwingen, Dich zu lieben.
Du hast (berechtigte) Erwartungen und Wünsche, aber Du kannst von niemandem deren Erfüllung einfordern.
Entweder schenkt Dir von alleine sein Herz oder eben nicht.

Inwiefern soll er sich aufopfern?

Und wann kehrt er Dir den Rücken zu?

Wie sollte er sich mehr um Dich kümmern?

Wie wärs, wenn Du einfach nicht mehr auf Sticheleien eingehst?
Du schreibst von Wortgefechten.Könntest Du Dich nicht einfach abwenden, wenn er eklig wird? Rausgehen, den Raum verlassen, so tun, als ob Du ihn nicht gehört hättest?
Meiner Erfahrung nach wird es nur noch schlimmer, wenn man Widerworte gibt.

Klar sollte man sich nicht alles gefallen lassen, aber man kann seinen Partner nicht erziehen.
Zur Not muss man dann eben die Trennung in Erwägung ziehen, wenn er sich ständig danebenbenimmt.

Nimmt er Dich auch bei anderen Themen nicht ernst?

Wie geht er selbst mit (seinen) Gefühlen um?

Wie möchtest Du denn die Wohnung umgestalten?

Wie war das genau mit der Nachttischlampe? Wart ihr im Laden und Dir hat eine gefallen oder wie?

Du wünscht Dir also ein Lob von ihm.
Mit Lob ist das genauso wie mit Liebe: Man kann es nicht einfordern. Entweder jemand lobt einen von sich aus oder eben nicht.
Hast Du denn selbst den Eindruck, dass Du "es toll machst"?

Hattest Du bisher Beschwerden? Wie weit bist Du in Deiner Schwangerschaft?

Geht er mit zu Deinen Frauenarzt-Untersuchungen?

Du möchtest also, dass er aufhört zu rauchen, nur weil Du aufhören musstest?

Ok, mag sein, dass Du Dir ein Kind mehr gewünscht hast, als er, aber ihr wart beide zu gleichen Teilen an dessen Zeugung beteiligt.
Meiner Meinung ist das keine Ausrede, dass die Natur der Frau mehr körperliche Lasten aufgebürdet hat. Eltern sind BEIDE.

Hat er sich denn gar nicht über Deine Schwangerschaft, Themen wie Umgang mit Babys/Kindern informiert?


Du schreibst, Du hättest Dich "in vielerlei Hinsicht für ihn aufgeopfert". Was genau meinst Du damit?

Und wieso wolltest Du so unbedingt Nachwuchs, wenn es doch so viele Konflikte gibt?

Kannst Du das Weinen irgendwie abstellen?
Ich glaube, Männer nervt nichts mehr, als eine hysterische Frau.
Oder wenigstens so weinen, dass er es nicht mitbekommt?

Bei uns Frauen ist das so, dass Weinen so eine Art SOS ist. Eine Frau, die weint, wird sofort von anderen, mitfühlenden Frauen umringt. Weinen wird von Frauen auch oft eingesetzt, um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Nicht, dass ich Dir das unterstelle...
Für Männer ist Weinen "schwul" oder "unmännlich". Sie zeigen alle ihre Gefühle meist nicht so offen und daher eben auch nicht Traurigkeit.

Ich habe bei Deinem Freund schon den Eindruck, dass einfach noch keine Familie mit Dir will.
Er wäre lieber Single und auch seine baldige Vaterschaft scheint ihn mehr zu belasten, als zu erfreuen.

Bei Männern gibts sowas total oft, dass sie die liebste Frau jahrelang an ihrer Seite haben - und nicht schätzen. Diese darf dann alles Mögliche ausbaden, wird nie geheiratet, ernst genommen etc.
Und dann trennt sich der Mann ganz plötzlich und holt mit einer anderen all das nach, worauf die Ex vergeblich gewartet hat.

Was ich damit sagen will, ist dass Dein Freund vielleicht bei einer anderen Frau ganz anders wäre.
Dass es nicht an Dir liegt und dass er auch nicht generell noch zu unreif sein muss.
Fakt ist: Er will einfach nicht.

Woran willst Du denn arbeiten?
Er verletzt Dich!
Mag sein, dass Du besonders liebebedürftig bist, aber das sind andere auch... Ich z.B. bin auch erst jetzt, mit meinem Mann, glücklich. Mit meinen Ex-Freunden und diversen Bekanntschaften, das war eine Katastrophe!
Man muss einfach das gleiche Nähebedürfnis haben. Und mein Mann ist nunmal so ein Süßer, Knuddeliger.

Ich denke, das Wichtigste ist erstmal, dass Du Dich mehr auf Dich selbst konzentrierst. Spiel einfach mal ein bisschen Egoistin.
Fordere nichts mehr von Deinem Freund ein. Tu einfach auch mal so, als ob er Luft wäre. Gestalte aktiv ein Leben ohne ihn. Triff Freundinnen, geh Hobbys nach. Kümmer Dich alleine um Deine Termine etc. Räum Deinem Freund nicht hinterher, sag ihm nicht mehr, Du würdest gerne kuscheln/reden und so weiter. Tu einfach mal so, als ob Du alleine wohnen würdest. Sei weder freundlich noch unfreundlich zu ihm.

Entweder er berappelt sich dann und gibt sich mehr Mühe oder es driftet eben völlig auseinander.

Und setz Dir eine innere Frist. Überleg Dir, wie lange Du mit dem ist-Zustand noch klarkommst. Denk Dir ein bestimmtes Datum aus, in Deinem Falle z.B. der 8. Schwangerschaftsmonat, wo Du ihn verlässt, falls sich nichts geändert hat.

Und zögere nicht, diesen Schritt zu tun!
Nur weil Du wenig Geld hast, musst Du Dir das nicht antun. Du bist jung und hast auch ein glückliches Leben verdient! Bleib nicht bei diesem Mann, wenn er Dich nicht glücklich macht.
Ich weiß, dass es als Alleinerziehende nicht leicht ist, aber das wäre doch immer noch besser, als ewig an diesen Mann gekettet zu sein, der Dich eh jederzeit verlassen kann.

Es ist doch sehr wahrscheinlich, dass ihm morgen eine andere über den Weg läuft und er Dich bzw. euch dann rausschmeißt, oder?

Übrigens finde ich Prinzessinnen klasse, denn heutzutage geht der Trend leider wieder zu den kleinen Duckmäuserinnen, die ihren Typen alles durchgehen lassen.
Lies Dir mal andere Beiträge hier durch! Es gibt immer mehr Typen, die weder Benehmen noch Moral kennen und die Frauen bleiben trotzdem bei denen...
Wenn ich meinen Traumprinz gefunden haben, darf ich dann nicht auch eine Traumprinzessin sein?

Heart

Alles gute Fragen
Hallo Heart,

danke für Deine ausführliche Antwort.

Das Baby ist ein absolutes Wunschkind, war aber dennoch nicht geplant. Die Pille danach kam für mich nie in Frage.

Also er spricht Treffen mit seiner Familie in den meisten Fällen vorher mit mir ab. Und es ist für mich auch kein Problem, wenn er sie trifft, solange es sich in einem überschaubaren Rahmen handelt. Seine wöchentlichen Treffen mit seiner Mutter sind die eine Sache. Aber wenn wir uns an einem Samstag bereits etwas ausgemacht haben und seine Mutter kurzfristig auf ein Essen bei sich zu Hause einladet, dann muss alles daran gesetzt werden, dass wir das auch noch irgendwie unterkriegen. Er wird bockig, wenn ich ihm sage, dass sich das nur dann ausgeht, wenn wir etwas von unseren Vorhaben verschieben. Nachdem wir leider so ein Gespräch nicht wie Erwachsene besprechen können, enden sie in den meisten Fällen in Streitereien. Ich sage ihm dann, dass er endlich lernen muss auch einmal NEIN zu seiner Mutter zu sagen und er nicht einfach unseren Tagesplan auf den Kopf stellen kann, wenn er seine Mutter bereits wenige Tage später eh wieder zum Essen sieht. Das ist für mich einfach nicht nachvollziehbar, wie man als erwachsener Mann immer noch so sehr an seiner Mutter hängt. Und er wiederum hält mir schließlich vor, dass ich mich vor den Treffen ja eh nur drücke. Nun, manchmal stimmt das auch, aber wenn es so ist, dann sage ich ihm das auch klipp und klar. Auch wenn ich auch in solchen Fällen Streitereien hervorrufe. Aber er stellt sich dann eben immer auf die Seite seiner Mutter.

Ein andere Beispiel mit seinen besten Freunden, die darüber gesprochen haben gemeinsam einen Winterurlaub zu verbringen. Mein Freund hat mich auch gefragt und ich habe mich sehr gefreut und natürlich Ja gesagt. Leider ist das seinen Freunden total gegen den Strich gegangen und er hat mich so nebenbei auf der Fahrt zur Arbeit in der U-Bahn aus dem Winterurlaub ausgeladen. Auch hier hätte er darauf bestehen können mich mitzunehmen. Er hat es eben nicht getan und ist schließlich mit seinen Burschen alleine gefahren. Ich kann es ja verstehen und wäre das anders gelaufen, hätte ich ja auch kein Problem damit gehabt. Aber die Art und Weise wie ich einfach ausgeschlossen werde, hat sehr weh getan. Er hat sich auf die Seite seiner besten Freunde gestellt.

Und viele weitere Beispiele zeigen einfach, dass immer ich diejenige bin, die zurückstecken muss. Er präsentiert mir die Situation und ich muss sie so hinnehmen. Tue ich das nicht, endet es im Streit. Wer ist plötzlich an allem schuld? Natürlich ich. Kompromisse kann man mit ihm leider nicht schließen, denn solange wir nicht tun, wie er es sich von Beginn an vorgestellt hat, ist es für ihn undenkbar sich in der Mitte zu treffen. Auch Gespräche in diese Richtung führen leider meistens in Streitereien.

Nun, eben in solchen Situationen könnte er mir seine Liebe zeigen. Dass er zu mir steht und auf meine Wünsche und Gefühle auch Rücksicht nimmt. Es ging einmal um einen Wochenendausflug mit seiner Mutter, an dem ich nicht teilnehmen konnte, weil ich nicht schon bereits um 13:00 Uhr freitags vom Büro wegkommen konnte, sondern aufgrund eines Termins erst um 15:00 Uhr. Da sich aber seine Mutter und er bereits 13:00 Uhr ausgemacht haben, war die Konsequenz die, dass ich ganz einfach nicht mitfahren konnte. Er hätte seine Mutter ja bitten können die Fahrt um zwei Stunden zu verschieben. Es ging um eine 3-stündige Autofahrt in ein anderes Bundesland. Nicht um einen Flug nach Paris. Auch hier hat er sich ganz einfach nicht für mich eingesetzt und ich habe ihn auch nicht danach gefragt doch bitte etwas später zu fahren. Da hätte er schon selber draufkommen müssen.

Was seine Familie angeht, könnte ich ja auch damit leben, dass wir halt nicht warm werden miteinander. Wenn er nur hinter mir stehen würde und nicht mir die Schuld dafür geben würde, dass es nicht so gut läuft. Er meint, dass ich mich ganz einfach anpassen muss. Seine Familie ist nun einmal, wie sie ist. Und wenn ich daran etwas auszusetzen habe, nimmt er das erstens persönlich und zweitens seine Familie sofort im Schutz. Er stellt sich neben seine Familie und ich sehe mich plötzlich Welten entfernt von ihm. Daweil mag ich seine Familie ja, ich möchte nur nicht wie Luft behandelt werden. Da spiel ich ganz einfach nicht mit.

Woher weißt Du, dass ich heiraten wollte?
Nun ja, ich wollte ihn nicht von heute auf morgen heiraten, aber ich habe schon erwartet, dass er mir zumindest einen Antrag macht und wir dann heiraten, wenn meine Figur wieder halbwegs alltagstauglich ist. Ich bin Sängerin und habe so nebenbei gesagt, dass ich doch auf Hochzeiten singen könnte, um mir ein bisschen Geld neben der Karenz zu verdienen. Daraufhin hat er gesagt, dass es aber der Kirche nicht gefallen wird, wenn eine unverheiratete Frau auf Hochzeiten singt. Ich habe ihn dann gefragt, ob er mir hiermit nun mitgeteilt hat, dass er mich nicht heiraten will. Er hat mit Ja geantwortet. Nun, das hätte man auch netter besprechen können, das hat mich sehr traurig gemacht.

Auf einen Beziehungsring warte ich ja auch vergeblich, also was soll's. Ich bleibe frei und ungebunden und meine Kleine wird meinen Namen tragen. Der Rest ist sowieso unwichtig.

Aufopfern könnte er sich in Bezug seiner Familie. Es muss eben immer alles nach deren Kopf gehen und ich habe mich anzupassen. Ich werde nie die eine Woche vergessen, als Bekannte von ihm eine Woche bei uns gewohnt haben. Das ging mir ziemlich gegen den Strich, weil ich eher der Typ bin, der seine vier Wände als Privatsphäre betrachtet und so viele Menschen waren mir dann definitiv zu viel. Das wurde zwar besprochen, aber ließ sich eben nicht anders machen. OK, aber er hat sich kaum um mich gekümmert, in dieser Woche waren seine Leute total wichtig für ihn und er hat mich wie Luft behandelt. Seine Mutter hat sich um die Gäste gekümmert und ich habe mich viel weniger als Gast, eher als unsichtbarer Zuschauer gefühlt. Das ist ein furchtbares Gefühl. Plötzlich war ich nicht mehr die Frau neben ihn und im Haus bzw. Haushalt, die sich eigentlich um die Gäste kümmert, sondern mir wurde still und leise die Aufgabe abgenommen und ich wurde in die Ecke gedrängt. Natürlich in erster Linie von seiner Mutter.

Das mit der Nachtischlampe war nix aufregendes. Ich habe mir eine gewünscht, wir haben eine ausgesucht und eine um EUR 42,- gekauft. Nach seiner Frage, ob wir das vom Haushaltskonto bezahlen, habe ich Nein gesagt, weil wir das Geld für Lebensmittel ausgeben. So war es von Beginn an ausgemacht. Ich habe dann gesagt, dass ich zahle, er wollte dann aber nicht und hat mich eben, nachdem wir das Geschäft verlassen haben, mitgeteilt, dass es solche Geschenke von seiner Seite in Zukunft nicht mehr gibt, wenn sie nicht unbedingt notwendig sind. Ich dachte er macht mir eine kleine Freude damit. Da habe ich mir wohl zu viel erwartet. Ich verdiene ganz gut und habe mir solche Sachen, wenn überhaupt, immer selber gekauft. Mir war nicht klar, dass so eine Investition seinerseits gleich so eine große Diskussion auslöst, wenn nicht vorher abgesprochen ist, wie so eine Lampe eben gezahlt wird. Solche Veränderungen meine ich, eben Kleinigkeiten in der Wohnung vornehmen, sie etwas aufpeppeln, Sachen herumschieben, bisschen Leben reinbringen. Seitdem ich in der Wohnung eingezogen bin, sieht alles genauso aus, wie vorher. Ich habe nicht viel Zeug besessen und seitdem hat sich auch nicht viel angesammelt. Ich nehme 1/3 vom Bücherregal, vom Kleiderschrank und von einem Kleinkram-Schrank ein. Darüberhinaus hängt meine Gitarre an der Wand und mein Bike steht neben seinem. Klar, ein bisschen Badezeug, zwei Fächer im Bad. Dafür, dass ich bereits über ein Jahr bei ihm wohne, nicht besonders viel. Würde ich ausziehen, fällt da auch nicht ins Gewicht. Er hat seit vielen Jahren eine relativ große Eigentumswohnung, da war es irgendwie klar, dass ich zu ihm ziehe. Ich hatte nicht so viel Platz. Die Wohnung fühlt sich bis heute nicht als mein zu Hause an und auch das haben wir oft besprochen.

Er hat mir einmal direkt ins Gesicht gesagt, dass es ihm deswegen in erster Linie widerstrebt großartige Veränderungen in der Wohnung vorzunehmen, da unsere Beziehung nicht geradesehr gefestigt ist. Damit hatte er zwar recht, aber es ist auch sehr deprimierend das so zu hören.

Er hat auch kein großes Interesse mich hier und da in seinen Freundeskreis miteinzubeziehen. Das sind Mänenrunden und da haben Frauen eben nichts verloren, so sagt er. So war es auch am Vorabend seines Geburtstages geplant, bis ich zufällig erfahren durfte, dass doch ein Mädchen dabei ist. Nachdem ich ihn darauf angesprochen habe, meinte er nur, dass sie ja auch schon ewig dazugehört. Ich habe mich total ausgeschlossen gefühlt, weil ich an diesem Abend auch gern dabei gewesen wäre, wenn er mit seinen Freunden seinen Geburtstag feiert, was ich ihm so auch gesagt habe. Das hat aber nichts daran geändert, denn da war ich bereits schwanger und er hat gemeint, da müssten sie dann meinetwegen auf das Rauchen verzichten. Ich blieb schließlich zu Hause.

Er nimmt mich leider bei zu vielen Themen nicht ernst. Ich möchte halt immer gerne Streitereien schlichten und halte ihm auch vor Augen, wie er mich in solchen Momenten behandelt. Aber es bringt leider selten viel. Meistens komme ich dann auf ihn zu, er zeigt zwar auch Einsicht, aber aufrichtige Entschuldigungen kriege ich leider nicht so oft zu hören. Unausgesprochene Streitereien bleiben so lange im Kopf, dass es schwer ist, damit abzuschließen.

Er selbst ist eher ein gefühlskalter Mensch und spricht selten über seine Empfindungen. Ich muss ihm viel aus der Nase ziehen und wenn ich z.B. aufgrund der Arbeit eine Schulter zum Anlehnen brauche, krieg ich meistens nur einen Schulterklopfer. Ja eben, auf Komplimente kann ich auch lange warte, sowas macht er ganz selten. Anfangs hat er mir nie gesagt, dass er mich z.B. schön findet und so ein Zeug, was man sich eben gerade zu Beginn einer Beziehung so sagt. Aber seine ganze Familie ist so, auch seine Mutter hat so einen kalten, starren Blick. Man kann ihnen nicht viel aus den Augen lesen.

Ja diese Heulerei geht mir ja auch auf die Nerven, das passt ja auch nicht zu mir, aber durch die Schwangerschaft bin ich auch noch sensibler und wenn ich während jedem Streit höre, dass ich ihn eigentlich unglücklich mache, er dieses Leben nicht möchte und sein altes eben vermisst, dann kann ich nichts dagegen tun und fange an zu weinen. Aber das lässt ihn eh kalt bzw. er kann damit nicht umgehen. Jedenfalls bringen die Tränen ihn nicht dazu etwas netter mit mir umzugehen.

Ich habe es schon oft probiert ihm weniger Aufmerksamkeit zu schenken. Aber ihn scheint das nicht zu stören, er findet sich ja sowieso immer eine Beschäftigung. Er fragt auch nicht nach, ob irgendwas mit mir nicht stimmt. Er war so viele Jahre alleine, dass es ihn nich stört, wenn zwei Menschen stundenlang nichts miteinander reden oder sich nur so beiläufig mal unterhalten. Er ist ein relativ passiver Mensch.

Nein, ich zögere bestimmt nicht diesen Schritt zu tun. Morgen bin ich einmal fix für eine Woche weg und möchte den Kontakt auch in dieser Zeit einmal auf Eis legen, damit wir nicht wieder mit unnötigen Diskussionen oder gar Streitereien abgelenkt werden, sondern wirklich die Zeit nutzen können, um etwas mehr Klarheit in unsere Körpfe zu kriegen. Bevor das Baby kommt muss er wissen, was er will. Er muss sich endlich entscheiden, denn ich möchte nicht länger nur so ein Zwischending sein. Entweder er kümmert sich endlich um seine eigene Familie oder ich bin weg und er kann weiter der Schatz seine Eltern sein und seine Freunde so oft treffen, wie es nur geht. Hauptsache wir beide werden endlich glücklich.

Aber echt wahnsinn, die Menschen in diesem Forum. Das pusht so sehr. Hätte ich mich nicht an Euch gewandt, würde ich womöglich morgen die Wohnung putzen und weiter in der Aussichtslosigkeit schweben. Stattdessen bringe ich einmal Ordnung in mein Leben und denke an meine Zukunft und natürlich an die meines kleinen Wunders.

Ihr seid super!!!

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11. März 2013 um 7:51

Auf geht's
Guten Morgen,

jetzt noch gemütlich einen Kaffee und dann geht's los mit dem Packen. Dieser Teil ist ja noch nicht der anstrengender, aber ohne Eure gute Zusprüche eine dennoch große Überwindung gewesen.

Mal sehen, was die nächsten Tage bringen. Ich wünsche Euch eine schöne Woche.

LG Anita

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11. März 2013 um 10:03

Ahh ja...
ich habe nicht alles genau durchgelesen aber finden das Verhalten von deinem "Freund" nicht fair.

Klar ist das man nicht immer gleich liebevoll aufgenommen wird, aber eig. sollte dann dein Freund zu dir stehen? Wenn er das tun würde würden seine Eltern garantiet auch anders sein. Dann würden Sie sehen dass wenn sie so weitermachen dass sie ihn verlieren könnten, aber dem ist ja wohl nicht so.

Du brauchst nicht an dir zu arbeiten, wenn er er will dass du seine Eltern so akzeptierst wie sie sind, kannst du das gleiche von denen erwarten. Also auf keinen Fall verändern!!!

Bist du dir denn sicher dass er sich um euer Kind kümmern wird oder kommen da auch schon Zweifel auf?

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11. März 2013 um 10:11
In Antwort auf ivanka_12673346

Alles gute Fragen
Hallo Heart,

danke für Deine ausführliche Antwort.

Das Baby ist ein absolutes Wunschkind, war aber dennoch nicht geplant. Die Pille danach kam für mich nie in Frage.

Also er spricht Treffen mit seiner Familie in den meisten Fällen vorher mit mir ab. Und es ist für mich auch kein Problem, wenn er sie trifft, solange es sich in einem überschaubaren Rahmen handelt. Seine wöchentlichen Treffen mit seiner Mutter sind die eine Sache. Aber wenn wir uns an einem Samstag bereits etwas ausgemacht haben und seine Mutter kurzfristig auf ein Essen bei sich zu Hause einladet, dann muss alles daran gesetzt werden, dass wir das auch noch irgendwie unterkriegen. Er wird bockig, wenn ich ihm sage, dass sich das nur dann ausgeht, wenn wir etwas von unseren Vorhaben verschieben. Nachdem wir leider so ein Gespräch nicht wie Erwachsene besprechen können, enden sie in den meisten Fällen in Streitereien. Ich sage ihm dann, dass er endlich lernen muss auch einmal NEIN zu seiner Mutter zu sagen und er nicht einfach unseren Tagesplan auf den Kopf stellen kann, wenn er seine Mutter bereits wenige Tage später eh wieder zum Essen sieht. Das ist für mich einfach nicht nachvollziehbar, wie man als erwachsener Mann immer noch so sehr an seiner Mutter hängt. Und er wiederum hält mir schließlich vor, dass ich mich vor den Treffen ja eh nur drücke. Nun, manchmal stimmt das auch, aber wenn es so ist, dann sage ich ihm das auch klipp und klar. Auch wenn ich auch in solchen Fällen Streitereien hervorrufe. Aber er stellt sich dann eben immer auf die Seite seiner Mutter.

Ein andere Beispiel mit seinen besten Freunden, die darüber gesprochen haben gemeinsam einen Winterurlaub zu verbringen. Mein Freund hat mich auch gefragt und ich habe mich sehr gefreut und natürlich Ja gesagt. Leider ist das seinen Freunden total gegen den Strich gegangen und er hat mich so nebenbei auf der Fahrt zur Arbeit in der U-Bahn aus dem Winterurlaub ausgeladen. Auch hier hätte er darauf bestehen können mich mitzunehmen. Er hat es eben nicht getan und ist schließlich mit seinen Burschen alleine gefahren. Ich kann es ja verstehen und wäre das anders gelaufen, hätte ich ja auch kein Problem damit gehabt. Aber die Art und Weise wie ich einfach ausgeschlossen werde, hat sehr weh getan. Er hat sich auf die Seite seiner besten Freunde gestellt.

Und viele weitere Beispiele zeigen einfach, dass immer ich diejenige bin, die zurückstecken muss. Er präsentiert mir die Situation und ich muss sie so hinnehmen. Tue ich das nicht, endet es im Streit. Wer ist plötzlich an allem schuld? Natürlich ich. Kompromisse kann man mit ihm leider nicht schließen, denn solange wir nicht tun, wie er es sich von Beginn an vorgestellt hat, ist es für ihn undenkbar sich in der Mitte zu treffen. Auch Gespräche in diese Richtung führen leider meistens in Streitereien.

Nun, eben in solchen Situationen könnte er mir seine Liebe zeigen. Dass er zu mir steht und auf meine Wünsche und Gefühle auch Rücksicht nimmt. Es ging einmal um einen Wochenendausflug mit seiner Mutter, an dem ich nicht teilnehmen konnte, weil ich nicht schon bereits um 13:00 Uhr freitags vom Büro wegkommen konnte, sondern aufgrund eines Termins erst um 15:00 Uhr. Da sich aber seine Mutter und er bereits 13:00 Uhr ausgemacht haben, war die Konsequenz die, dass ich ganz einfach nicht mitfahren konnte. Er hätte seine Mutter ja bitten können die Fahrt um zwei Stunden zu verschieben. Es ging um eine 3-stündige Autofahrt in ein anderes Bundesland. Nicht um einen Flug nach Paris. Auch hier hat er sich ganz einfach nicht für mich eingesetzt und ich habe ihn auch nicht danach gefragt doch bitte etwas später zu fahren. Da hätte er schon selber draufkommen müssen.

Was seine Familie angeht, könnte ich ja auch damit leben, dass wir halt nicht warm werden miteinander. Wenn er nur hinter mir stehen würde und nicht mir die Schuld dafür geben würde, dass es nicht so gut läuft. Er meint, dass ich mich ganz einfach anpassen muss. Seine Familie ist nun einmal, wie sie ist. Und wenn ich daran etwas auszusetzen habe, nimmt er das erstens persönlich und zweitens seine Familie sofort im Schutz. Er stellt sich neben seine Familie und ich sehe mich plötzlich Welten entfernt von ihm. Daweil mag ich seine Familie ja, ich möchte nur nicht wie Luft behandelt werden. Da spiel ich ganz einfach nicht mit.

Woher weißt Du, dass ich heiraten wollte?
Nun ja, ich wollte ihn nicht von heute auf morgen heiraten, aber ich habe schon erwartet, dass er mir zumindest einen Antrag macht und wir dann heiraten, wenn meine Figur wieder halbwegs alltagstauglich ist. Ich bin Sängerin und habe so nebenbei gesagt, dass ich doch auf Hochzeiten singen könnte, um mir ein bisschen Geld neben der Karenz zu verdienen. Daraufhin hat er gesagt, dass es aber der Kirche nicht gefallen wird, wenn eine unverheiratete Frau auf Hochzeiten singt. Ich habe ihn dann gefragt, ob er mir hiermit nun mitgeteilt hat, dass er mich nicht heiraten will. Er hat mit Ja geantwortet. Nun, das hätte man auch netter besprechen können, das hat mich sehr traurig gemacht.

Auf einen Beziehungsring warte ich ja auch vergeblich, also was soll's. Ich bleibe frei und ungebunden und meine Kleine wird meinen Namen tragen. Der Rest ist sowieso unwichtig.

Aufopfern könnte er sich in Bezug seiner Familie. Es muss eben immer alles nach deren Kopf gehen und ich habe mich anzupassen. Ich werde nie die eine Woche vergessen, als Bekannte von ihm eine Woche bei uns gewohnt haben. Das ging mir ziemlich gegen den Strich, weil ich eher der Typ bin, der seine vier Wände als Privatsphäre betrachtet und so viele Menschen waren mir dann definitiv zu viel. Das wurde zwar besprochen, aber ließ sich eben nicht anders machen. OK, aber er hat sich kaum um mich gekümmert, in dieser Woche waren seine Leute total wichtig für ihn und er hat mich wie Luft behandelt. Seine Mutter hat sich um die Gäste gekümmert und ich habe mich viel weniger als Gast, eher als unsichtbarer Zuschauer gefühlt. Das ist ein furchtbares Gefühl. Plötzlich war ich nicht mehr die Frau neben ihn und im Haus bzw. Haushalt, die sich eigentlich um die Gäste kümmert, sondern mir wurde still und leise die Aufgabe abgenommen und ich wurde in die Ecke gedrängt. Natürlich in erster Linie von seiner Mutter.

Das mit der Nachtischlampe war nix aufregendes. Ich habe mir eine gewünscht, wir haben eine ausgesucht und eine um EUR 42,- gekauft. Nach seiner Frage, ob wir das vom Haushaltskonto bezahlen, habe ich Nein gesagt, weil wir das Geld für Lebensmittel ausgeben. So war es von Beginn an ausgemacht. Ich habe dann gesagt, dass ich zahle, er wollte dann aber nicht und hat mich eben, nachdem wir das Geschäft verlassen haben, mitgeteilt, dass es solche Geschenke von seiner Seite in Zukunft nicht mehr gibt, wenn sie nicht unbedingt notwendig sind. Ich dachte er macht mir eine kleine Freude damit. Da habe ich mir wohl zu viel erwartet. Ich verdiene ganz gut und habe mir solche Sachen, wenn überhaupt, immer selber gekauft. Mir war nicht klar, dass so eine Investition seinerseits gleich so eine große Diskussion auslöst, wenn nicht vorher abgesprochen ist, wie so eine Lampe eben gezahlt wird. Solche Veränderungen meine ich, eben Kleinigkeiten in der Wohnung vornehmen, sie etwas aufpeppeln, Sachen herumschieben, bisschen Leben reinbringen. Seitdem ich in der Wohnung eingezogen bin, sieht alles genauso aus, wie vorher. Ich habe nicht viel Zeug besessen und seitdem hat sich auch nicht viel angesammelt. Ich nehme 1/3 vom Bücherregal, vom Kleiderschrank und von einem Kleinkram-Schrank ein. Darüberhinaus hängt meine Gitarre an der Wand und mein Bike steht neben seinem. Klar, ein bisschen Badezeug, zwei Fächer im Bad. Dafür, dass ich bereits über ein Jahr bei ihm wohne, nicht besonders viel. Würde ich ausziehen, fällt da auch nicht ins Gewicht. Er hat seit vielen Jahren eine relativ große Eigentumswohnung, da war es irgendwie klar, dass ich zu ihm ziehe. Ich hatte nicht so viel Platz. Die Wohnung fühlt sich bis heute nicht als mein zu Hause an und auch das haben wir oft besprochen.

Er hat mir einmal direkt ins Gesicht gesagt, dass es ihm deswegen in erster Linie widerstrebt großartige Veränderungen in der Wohnung vorzunehmen, da unsere Beziehung nicht geradesehr gefestigt ist. Damit hatte er zwar recht, aber es ist auch sehr deprimierend das so zu hören.

Er hat auch kein großes Interesse mich hier und da in seinen Freundeskreis miteinzubeziehen. Das sind Mänenrunden und da haben Frauen eben nichts verloren, so sagt er. So war es auch am Vorabend seines Geburtstages geplant, bis ich zufällig erfahren durfte, dass doch ein Mädchen dabei ist. Nachdem ich ihn darauf angesprochen habe, meinte er nur, dass sie ja auch schon ewig dazugehört. Ich habe mich total ausgeschlossen gefühlt, weil ich an diesem Abend auch gern dabei gewesen wäre, wenn er mit seinen Freunden seinen Geburtstag feiert, was ich ihm so auch gesagt habe. Das hat aber nichts daran geändert, denn da war ich bereits schwanger und er hat gemeint, da müssten sie dann meinetwegen auf das Rauchen verzichten. Ich blieb schließlich zu Hause.

Er nimmt mich leider bei zu vielen Themen nicht ernst. Ich möchte halt immer gerne Streitereien schlichten und halte ihm auch vor Augen, wie er mich in solchen Momenten behandelt. Aber es bringt leider selten viel. Meistens komme ich dann auf ihn zu, er zeigt zwar auch Einsicht, aber aufrichtige Entschuldigungen kriege ich leider nicht so oft zu hören. Unausgesprochene Streitereien bleiben so lange im Kopf, dass es schwer ist, damit abzuschließen.

Er selbst ist eher ein gefühlskalter Mensch und spricht selten über seine Empfindungen. Ich muss ihm viel aus der Nase ziehen und wenn ich z.B. aufgrund der Arbeit eine Schulter zum Anlehnen brauche, krieg ich meistens nur einen Schulterklopfer. Ja eben, auf Komplimente kann ich auch lange warte, sowas macht er ganz selten. Anfangs hat er mir nie gesagt, dass er mich z.B. schön findet und so ein Zeug, was man sich eben gerade zu Beginn einer Beziehung so sagt. Aber seine ganze Familie ist so, auch seine Mutter hat so einen kalten, starren Blick. Man kann ihnen nicht viel aus den Augen lesen.

Ja diese Heulerei geht mir ja auch auf die Nerven, das passt ja auch nicht zu mir, aber durch die Schwangerschaft bin ich auch noch sensibler und wenn ich während jedem Streit höre, dass ich ihn eigentlich unglücklich mache, er dieses Leben nicht möchte und sein altes eben vermisst, dann kann ich nichts dagegen tun und fange an zu weinen. Aber das lässt ihn eh kalt bzw. er kann damit nicht umgehen. Jedenfalls bringen die Tränen ihn nicht dazu etwas netter mit mir umzugehen.

Ich habe es schon oft probiert ihm weniger Aufmerksamkeit zu schenken. Aber ihn scheint das nicht zu stören, er findet sich ja sowieso immer eine Beschäftigung. Er fragt auch nicht nach, ob irgendwas mit mir nicht stimmt. Er war so viele Jahre alleine, dass es ihn nich stört, wenn zwei Menschen stundenlang nichts miteinander reden oder sich nur so beiläufig mal unterhalten. Er ist ein relativ passiver Mensch.

Nein, ich zögere bestimmt nicht diesen Schritt zu tun. Morgen bin ich einmal fix für eine Woche weg und möchte den Kontakt auch in dieser Zeit einmal auf Eis legen, damit wir nicht wieder mit unnötigen Diskussionen oder gar Streitereien abgelenkt werden, sondern wirklich die Zeit nutzen können, um etwas mehr Klarheit in unsere Körpfe zu kriegen. Bevor das Baby kommt muss er wissen, was er will. Er muss sich endlich entscheiden, denn ich möchte nicht länger nur so ein Zwischending sein. Entweder er kümmert sich endlich um seine eigene Familie oder ich bin weg und er kann weiter der Schatz seine Eltern sein und seine Freunde so oft treffen, wie es nur geht. Hauptsache wir beide werden endlich glücklich.

Aber echt wahnsinn, die Menschen in diesem Forum. Das pusht so sehr. Hätte ich mich nicht an Euch gewandt, würde ich womöglich morgen die Wohnung putzen und weiter in der Aussichtslosigkeit schweben. Stattdessen bringe ich einmal Ordnung in mein Leben und denke an meine Zukunft und natürlich an die meines kleinen Wunders.

Ihr seid super!!!

Antwort
Ok, das Baby war also nicht geplant. Wie kann es dann trotzdem ein Wunschkind sein?
Oder hast nur Du Dich über diese Überraschung gefreut?
Was war mit der Verhütung?

Naja, was ein "überschaubarer Rahmen" ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Gerade was den Kontakt mit den Eltern angeht.

Meine Mama & ich stehen uns sehr nahe und daher telefonieren wir öfters mal kurz und ich sehe sie nahezu jede Woche.
Mein Mann hilft meinem Vater sehr oft bei Reparaturen rund ums Haus.
Der Kontakt mit meinen Eltern ist sehr ungezwungen; sie würden sich uns nie aufdrängen, aber wir dürfen jederzeit aufkreuzen. (Sie kreuzen bei uns nicht unangemeldet auf.) Sie haben zwei süße Babykater; allein wegen denen fahren wir oft hin (Nachbarort).

Ich hatte hier im Forum schon Diskussionen mit Leuten, die meinten, das sei kein enges Verhältnis. Sie würden ihre Eltern jeden Tag sehen/anrufen.

Ich habe mit Müttern von Söhnen schon so Einiges erlebt und bin daher skeptisch.

Bin ganz froh, dass die Familie meines Mannes 600km weit weg wohnt.
So fährt er vielleicht 3mal im Jahr hin; sie besuchen uns nie.
Seine Mutter ruft jedes Wochenende an, aber die reden immer nur kurz.
Sein Vater meldet sich selten; vielleicht einmal im Monat.
Seit zumindest seine Mutter mich freundlicher behandelt, fühle ich mich wesentlich wohler.

Ich glaube, Dein Freund MÖCHTE sich einfach nicht von seiner Mutter lösen.
Er mag zwar schon alt genug wirken, aber innendrin möchte er sich immer noch von ihr bemuttern lassen - eine Aufgabe, die sie freudestrahlend übernimmt.

Wieso wollten seine Freunde nicht, dass Du mit in den Urlaub fährst? Ging es ums Skifahren? Warum waren sie dagegen?

Sind sie generell gegen Dich?

Freunde sagen sehr viel über einen Menschen aus.

Mein Mann studiert seit letztem Jahr wieder und ich war überrascht, wie lieb seine Kommilitonen sind.
Er hatte früher kaum Freunde und seine lockeren Bekanntschaften waren eher so die coolen Machotypen.
Sein jetziger bester Freund ist zum Anbeißen; es gibt total viele Parallen zwischen den beiden.

Ich kann verstehen, dass Dich seine "Ausladung" gestört hat.
Allerdings sollte sich jeder in einer Beziehung trotzdem noch frei entfalten können, d.h. alte Freundschaften nicht aufgeben müssen. Das kann aber nur funktionieren, wenn sich beide genug Freiraum lassen und dem Partner Priorität geben.

Mein Mann und ich treffen unsere Freunde meist alleine, aber wenn es sich ergibt, auch zusammen.

Wir stehen übrigens auf dem Standpunkt, dass Freundschaften mit dem anderen Geschlecht nur Trouble bringen. Wir finden beide, das gehört sich nicht, wenn man gebunden ist und haben beide genug Erfahrungen mit angeblichen "nur besten Freundinnen", die auf einmal zickig werden, sobald sie ihren Kumpel nicht mehr für sich haben. Somit kommt auch keine Eifersucht auf.

Übrigens denke ich, dass Urläube sehr wichtig für eine Beziehung sind.
Eine Beziehung kann nicht nur aus gemeinsamen DVD-Abenden bestehen; erst gemeinsame Unternehmungen geben ihr Inhalt.
Für mich wäre es prinzipiell ok, wenn mein Mann mit seinen Freunden in Urlaub fährt. Allerdings gibt es einige Urlaubsziele, die ich auch gerne mit ihm erkunden würde...

Vielleicht wollte Dein Freund ja eigentlich lieber alleine mit seiner Mutter den Wochenendausflug machen?

Ich frage mich immer wieder: "Warum werden heiratswütige Frauen unverheiratet schwanger?"
Das ist doch die falsche Reihenfolge.
Und je bequemer es ein Mann hat, desto weniger hat er einen Ansporn, zu heiraten!

Das mit der Nachttischlampe finde ich merkwürdig. Klingt so, als ob ihr beide sehr geizig wärt.

Also, mein Mann und ich teilen uns die Kosten für Lebensmittel genau 50/50, aber beim Rest sind wir auch mal großzügig und laden den anderen ein/beschenken uns.

Mein Mann ist auch zu mir gezogen; in eine sehr kleine Wohnung.
Ich habe ihm dann so nach und nach Platz in den Kleiderschränken und Regalen gemacht.
Bei uns sieht aber auch nichts anders aus, seit er hier wohnt...

Offensichtlich sind es eben keine Männerrunden, wenn auch Frauen dabei sind.
Sowas würde ich mir nicht gefallen lassen!

Streiten lernt man von den Eltern.
Offensichtlich hat Dein Partner genauso wenig wie meiner eine vernünftige Streitkultur von seinen Eltern mitbekommen.

Die Mutter meines Mannes kann nur jammern und sein Vater nur brüllen. Beides ist ätzend und absolut destruktiv.

Ok, Dein Freund war also von Anfang schon "gefühlskalt" und sparsam mit Lob?
Warum stört Dich das dann erst jetzt?

"Er ist ein relativ passiver Mensch."
>>>Ich glaube, er ist nur Dir gegenüber so.
Seiner Mutter scheint er ja hinterherzukriechen und auch um seine Freunde kümmert er sich.

Ok, Du hast also alles probiert und willst Dich trennen?
Ziehst Du das dann auch wirklich durch?

Heart

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11. März 2013 um 17:43
In Antwort auf heartsease

Antwort
Ok, das Baby war also nicht geplant. Wie kann es dann trotzdem ein Wunschkind sein?
Oder hast nur Du Dich über diese Überraschung gefreut?
Was war mit der Verhütung?

Naja, was ein "überschaubarer Rahmen" ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Gerade was den Kontakt mit den Eltern angeht.

Meine Mama & ich stehen uns sehr nahe und daher telefonieren wir öfters mal kurz und ich sehe sie nahezu jede Woche.
Mein Mann hilft meinem Vater sehr oft bei Reparaturen rund ums Haus.
Der Kontakt mit meinen Eltern ist sehr ungezwungen; sie würden sich uns nie aufdrängen, aber wir dürfen jederzeit aufkreuzen. (Sie kreuzen bei uns nicht unangemeldet auf.) Sie haben zwei süße Babykater; allein wegen denen fahren wir oft hin (Nachbarort).

Ich hatte hier im Forum schon Diskussionen mit Leuten, die meinten, das sei kein enges Verhältnis. Sie würden ihre Eltern jeden Tag sehen/anrufen.

Ich habe mit Müttern von Söhnen schon so Einiges erlebt und bin daher skeptisch.

Bin ganz froh, dass die Familie meines Mannes 600km weit weg wohnt.
So fährt er vielleicht 3mal im Jahr hin; sie besuchen uns nie.
Seine Mutter ruft jedes Wochenende an, aber die reden immer nur kurz.
Sein Vater meldet sich selten; vielleicht einmal im Monat.
Seit zumindest seine Mutter mich freundlicher behandelt, fühle ich mich wesentlich wohler.

Ich glaube, Dein Freund MÖCHTE sich einfach nicht von seiner Mutter lösen.
Er mag zwar schon alt genug wirken, aber innendrin möchte er sich immer noch von ihr bemuttern lassen - eine Aufgabe, die sie freudestrahlend übernimmt.

Wieso wollten seine Freunde nicht, dass Du mit in den Urlaub fährst? Ging es ums Skifahren? Warum waren sie dagegen?

Sind sie generell gegen Dich?

Freunde sagen sehr viel über einen Menschen aus.

Mein Mann studiert seit letztem Jahr wieder und ich war überrascht, wie lieb seine Kommilitonen sind.
Er hatte früher kaum Freunde und seine lockeren Bekanntschaften waren eher so die coolen Machotypen.
Sein jetziger bester Freund ist zum Anbeißen; es gibt total viele Parallen zwischen den beiden.

Ich kann verstehen, dass Dich seine "Ausladung" gestört hat.
Allerdings sollte sich jeder in einer Beziehung trotzdem noch frei entfalten können, d.h. alte Freundschaften nicht aufgeben müssen. Das kann aber nur funktionieren, wenn sich beide genug Freiraum lassen und dem Partner Priorität geben.

Mein Mann und ich treffen unsere Freunde meist alleine, aber wenn es sich ergibt, auch zusammen.

Wir stehen übrigens auf dem Standpunkt, dass Freundschaften mit dem anderen Geschlecht nur Trouble bringen. Wir finden beide, das gehört sich nicht, wenn man gebunden ist und haben beide genug Erfahrungen mit angeblichen "nur besten Freundinnen", die auf einmal zickig werden, sobald sie ihren Kumpel nicht mehr für sich haben. Somit kommt auch keine Eifersucht auf.

Übrigens denke ich, dass Urläube sehr wichtig für eine Beziehung sind.
Eine Beziehung kann nicht nur aus gemeinsamen DVD-Abenden bestehen; erst gemeinsame Unternehmungen geben ihr Inhalt.
Für mich wäre es prinzipiell ok, wenn mein Mann mit seinen Freunden in Urlaub fährt. Allerdings gibt es einige Urlaubsziele, die ich auch gerne mit ihm erkunden würde...

Vielleicht wollte Dein Freund ja eigentlich lieber alleine mit seiner Mutter den Wochenendausflug machen?

Ich frage mich immer wieder: "Warum werden heiratswütige Frauen unverheiratet schwanger?"
Das ist doch die falsche Reihenfolge.
Und je bequemer es ein Mann hat, desto weniger hat er einen Ansporn, zu heiraten!

Das mit der Nachttischlampe finde ich merkwürdig. Klingt so, als ob ihr beide sehr geizig wärt.

Also, mein Mann und ich teilen uns die Kosten für Lebensmittel genau 50/50, aber beim Rest sind wir auch mal großzügig und laden den anderen ein/beschenken uns.

Mein Mann ist auch zu mir gezogen; in eine sehr kleine Wohnung.
Ich habe ihm dann so nach und nach Platz in den Kleiderschränken und Regalen gemacht.
Bei uns sieht aber auch nichts anders aus, seit er hier wohnt...

Offensichtlich sind es eben keine Männerrunden, wenn auch Frauen dabei sind.
Sowas würde ich mir nicht gefallen lassen!

Streiten lernt man von den Eltern.
Offensichtlich hat Dein Partner genauso wenig wie meiner eine vernünftige Streitkultur von seinen Eltern mitbekommen.

Die Mutter meines Mannes kann nur jammern und sein Vater nur brüllen. Beides ist ätzend und absolut destruktiv.

Ok, Dein Freund war also von Anfang schon "gefühlskalt" und sparsam mit Lob?
Warum stört Dich das dann erst jetzt?

"Er ist ein relativ passiver Mensch."
>>>Ich glaube, er ist nur Dir gegenüber so.
Seiner Mutter scheint er ja hinterherzukriechen und auch um seine Freunde kümmert er sich.

Ok, Du hast also alles probiert und willst Dich trennen?
Ziehst Du das dann auch wirklich durch?

Heart

Es muss eine Entscheidung fallen
Ich habe ja grundsätzlich nichts dagegen, dass er sich mit seiner Mutter sehr gut versteht, aber wenn sie mich herablassend behandelt und er sich nicht für mich einsetzt und stattdessen mich dafür verantwortlich macht, dass wir uns nicht gut verstehen, dann bin offensichtlich nicht ich die Frau in seinem Leben, sondern seine Mutter. Ich darf die zweite Geige spielen, oder was auch immer. Aber das trifft nicht nur bei seiner Mutter zu, sondern kann generell auf die ganze Familie übertragen werden. Ich kann nicht verstehen, warum er sich so wenig für mich einsetzt. ich würde auch nur dann ein Gespräch mit seiner Mutter in Erwägung ziehen, wenn ich wüsste, dass er 100 &-ig hinter mir steht.

Genauso wenig habe ich etwas dagegen, wenn er eine Woche auf Urlaub mit seinen Burschen fährt, wo eben keine Damen erwünscht sind. Deswegen die Ausladung. Aber dann hätte er mich entweder nicht schon eingeladen, bevor er das mit seinen Freunden vorher besprochen hat und zweitens mir das auf eine andere Art und Weise verständlich gemacht. Aber nicht zwischen Tür und Angel, so als wäre es ja eh nix großartiges und ich soll mich ja nicht so anstellen. So behandelt zu werden ist demütigend.

Ich durfte einmal bei einem Telefongespräch mithören, welches mein Freund mit seinem besten Freund geführt hat. Es hat sich insofern ins Negative entwickelt, als dass sich sein Freund total über mich aufgeregt hat. Da weil haben die zwei sich damals eh noch zwei Mal in der Woche gesehen. Aber sein Freund hängt halt auch nur zu Hause herum und kann sonst nicht viel mit seiner Freizeit anfangen. Aber er war von Anfang an total eifersüchtig auf mich und hat sich auf einmal aufgeregt, als ich auf einen Kurztrip mit war. Außerdem haben wir ihm viel zu viel genknutscht. Seitdem habe ich ihn auch nicht mehr viel gesehen.

Ich war eben am Anfang schwer verliebt, habe es zwar bemerkt, aber konnte ganz gut damit leben. Ich kann auch heute noch damit leben, dass er mit Komplimenten sparsam umgeht, aber mir gleichzeitig noch das Gefühl geben ich habe keinen hohen Stellenwert in seinem Leben, ist einfach zu viel.

Nun, ich bin jetzt einmal bei meinen Eltern, sie verweilen eine Woche im Urlaub. Kommendes Wochenende führe ich mit meinem Freund ein Gespräch. Heute Abend schicke ich ihm noch eine Nachricht, die ihm hoffentlich einige Denkanstöße gibt. Er kommt eh etwas später nach Hause. Tja, und dann sehen wir weiter. Entweder ihm geht ein Licht auf und wir setzen uns zumindest eine einmonatige Deadline oder ich kläre meine Eltern gleich auf und ziehe eben bei ihnen ein.

Klingt ja gar nicht so schwer, wenn man sich das so durchließt, wird aber verdammt hart werden. Aber ja, ich muss es ganz einfach durchziehen. So kann es einfach nicht mehr weitergehen. Entweder er entscheidet sich für seine eigene Familie, also für uns, oder er behält sein altes Leben.

Ich hoffe das Beste. Ich wünsche mir er versteht endlich, worum es geht.

LG Anita






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12. März 2013 um 10:21
In Antwort auf ivanka_12673346

Es muss eine Entscheidung fallen
Ich habe ja grundsätzlich nichts dagegen, dass er sich mit seiner Mutter sehr gut versteht, aber wenn sie mich herablassend behandelt und er sich nicht für mich einsetzt und stattdessen mich dafür verantwortlich macht, dass wir uns nicht gut verstehen, dann bin offensichtlich nicht ich die Frau in seinem Leben, sondern seine Mutter. Ich darf die zweite Geige spielen, oder was auch immer. Aber das trifft nicht nur bei seiner Mutter zu, sondern kann generell auf die ganze Familie übertragen werden. Ich kann nicht verstehen, warum er sich so wenig für mich einsetzt. ich würde auch nur dann ein Gespräch mit seiner Mutter in Erwägung ziehen, wenn ich wüsste, dass er 100 &-ig hinter mir steht.

Genauso wenig habe ich etwas dagegen, wenn er eine Woche auf Urlaub mit seinen Burschen fährt, wo eben keine Damen erwünscht sind. Deswegen die Ausladung. Aber dann hätte er mich entweder nicht schon eingeladen, bevor er das mit seinen Freunden vorher besprochen hat und zweitens mir das auf eine andere Art und Weise verständlich gemacht. Aber nicht zwischen Tür und Angel, so als wäre es ja eh nix großartiges und ich soll mich ja nicht so anstellen. So behandelt zu werden ist demütigend.

Ich durfte einmal bei einem Telefongespräch mithören, welches mein Freund mit seinem besten Freund geführt hat. Es hat sich insofern ins Negative entwickelt, als dass sich sein Freund total über mich aufgeregt hat. Da weil haben die zwei sich damals eh noch zwei Mal in der Woche gesehen. Aber sein Freund hängt halt auch nur zu Hause herum und kann sonst nicht viel mit seiner Freizeit anfangen. Aber er war von Anfang an total eifersüchtig auf mich und hat sich auf einmal aufgeregt, als ich auf einen Kurztrip mit war. Außerdem haben wir ihm viel zu viel genknutscht. Seitdem habe ich ihn auch nicht mehr viel gesehen.

Ich war eben am Anfang schwer verliebt, habe es zwar bemerkt, aber konnte ganz gut damit leben. Ich kann auch heute noch damit leben, dass er mit Komplimenten sparsam umgeht, aber mir gleichzeitig noch das Gefühl geben ich habe keinen hohen Stellenwert in seinem Leben, ist einfach zu viel.

Nun, ich bin jetzt einmal bei meinen Eltern, sie verweilen eine Woche im Urlaub. Kommendes Wochenende führe ich mit meinem Freund ein Gespräch. Heute Abend schicke ich ihm noch eine Nachricht, die ihm hoffentlich einige Denkanstöße gibt. Er kommt eh etwas später nach Hause. Tja, und dann sehen wir weiter. Entweder ihm geht ein Licht auf und wir setzen uns zumindest eine einmonatige Deadline oder ich kläre meine Eltern gleich auf und ziehe eben bei ihnen ein.

Klingt ja gar nicht so schwer, wenn man sich das so durchließt, wird aber verdammt hart werden. Aber ja, ich muss es ganz einfach durchziehen. So kann es einfach nicht mehr weitergehen. Entweder er entscheidet sich für seine eigene Familie, also für uns, oder er behält sein altes Leben.

Ich hoffe das Beste. Ich wünsche mir er versteht endlich, worum es geht.

LG Anita






Ultimatum
Ich habe Dir schon gesagt, dass ich Dich verstehe, aber ich halte von Deiner Einstellung "seine Familie oder ich" nichts.

Auch als meine Schwiegereltern noch beide Terror gemacht haben, habe ich meinen Mann ruhigen Gewissens bei denen sein lassen.

Man kann niemanden von seiner Herkunftsfamilie trennen oder ihm vorschreiben, wie oft er mit dieser Kontakt haben darf.

Verbote gehen immer ins Auge.
Man kann sagen, man fühlt sich verletzt und entweder man bedeutet dem Partner dann so viel, dass er von alleine aufhört oder ... er ignoriert das.

Übrigens bringen "Denkanstöße" bei Männern nichts. Es hat sich noch keiner wegen "Nörgelei" bzw. "Zickerei" (so nennen die sowas) geändert.

Bitte sprich mit Deinen Eltern schon vorher über einen möglichen Einzug. Überfall sie nicht einfach damit. Auch sie müssen als Großeltern vermutlich weiterhin mit dem Vater Deines Kindes umgehen.

Liebe Grüße, Heart

PS.: Nun hast Du aber immer noch nicht erzählt, wie es überhaupt zu der Schwangerschaft kam.

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16. März 2013 um 22:21

..
Hat sich schon was getan?

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17. März 2013 um 1:17

Nach einer Woche
Hallo zusammen,

die woche ist nun vorbei und am freitag haben wir uns wieder gesehen. Er hat mir nicht nur gesagt, wie sehr ich ihm gefehlt haz, sondern dass ihm ein licht aufgegangen ist und er um seine familie kämpfen und sich ändern möchte.

Neben einem wunderschönen brief, habe ich einen viel schöneren ring bekommen.

Alles in allem lief es super schön, schöner, um wahr zu sein.

Bis ich sagte, dass es da aber noch was gibt was wir regeln müssen. Er fragte mich was es noch zu regeln gibt? Und ich meinte darauf hin den konflikt zwischen deiner mutter und mir. BUMM!

Im darauffolgenden Gespräch hat er seine mutter permanent verteidigt und alles was ich gesagt habe weder ernst noch wahr genommen.

Und nun sitze ich wieder total verzweifelt da, ohne hoffnung. Wieder ein Streit.

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17. März 2013 um 10:52

Oh man..
Mache verstehen es wohl nie

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17. März 2013 um 11:14
In Antwort auf ivanka_12673346

Nach einer Woche
Hallo zusammen,

die woche ist nun vorbei und am freitag haben wir uns wieder gesehen. Er hat mir nicht nur gesagt, wie sehr ich ihm gefehlt haz, sondern dass ihm ein licht aufgegangen ist und er um seine familie kämpfen und sich ändern möchte.

Neben einem wunderschönen brief, habe ich einen viel schöneren ring bekommen.

Alles in allem lief es super schön, schöner, um wahr zu sein.

Bis ich sagte, dass es da aber noch was gibt was wir regeln müssen. Er fragte mich was es noch zu regeln gibt? Und ich meinte darauf hin den konflikt zwischen deiner mutter und mir. BUMM!

Im darauffolgenden Gespräch hat er seine mutter permanent verteidigt und alles was ich gesagt habe weder ernst noch wahr genommen.

Und nun sitze ich wieder total verzweifelt da, ohne hoffnung. Wieder ein Streit.

Ich finde das niemand das recht hat dabei druck auszuüben
jeder hat bei so einer wichtigen Entscheidung sein eigenes Tempo ...
für aussenstehende ist es einfach zu urteilen. sie haben ja nicht das Problem.
immerhin ist die frau schwanger.
es wäre durchaus nicht verkehrt abzuwarten wie es sich entwickelt wenn das kind erst mal da ist.
sie muss es selbst wissen.

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17. März 2013 um 11:29
In Antwort auf staubkorn

Ich finde das niemand das recht hat dabei druck auszuüben
jeder hat bei so einer wichtigen Entscheidung sein eigenes Tempo ...
für aussenstehende ist es einfach zu urteilen. sie haben ja nicht das Problem.
immerhin ist die frau schwanger.
es wäre durchaus nicht verkehrt abzuwarten wie es sich entwickelt wenn das kind erst mal da ist.
sie muss es selbst wissen.

Der obige beitrag War an lana gerichtet
man sollte auch bedenken dass der mann seit jahren ein eingefahrenes leben führt. er hat sich nicht ausgesucht ein kind zu bekommen.
Männern sollte auch der raum dafür eingeräumt werden bei einer ungewollten Schwangerschaft in eine art Depression zu verfallen oder unzufrieden zu sein.
für anika war das kind erst einmal ungewollt. später erst gewollt. Frauen haben durch die körperliche Verbindung ein anderes empfinden zum Kind und die Hormone spielen auch eine Rolle.
bei Männern stellt sich all das oft erst ein wenn das Baby da ist.

vielleicht magst du deine Geschichte noch hier im baby forum reinstellen. dort gibt es so viele deren verkappte Männer sich nach der Geburt und manche erst wenn das kind laufen konnte zum traumpapa entwickelt haben.
viele können auch mit babys nicht viel anfangen und blühen ab der kleinkindphase auf.
ich denke in ihm steckt viel angst.

wenns baby erst mal da ist wird er eh nicht mehr so viel zeit für seine Mutter haben.
nutz die Nähe zu ihr un sie später als oma einzuspannen. das ist Gold wert.
die freunde rücken automatisch in den hintergrund.
trumpfe bei ihnen auf. ohne dass er es mitbekommt. wenn einer ätzend ist sei es auch.
fechte auch den kampf mit der Schwiegermutter nicht mit ihm aus sondern mit ihr. in seiner Abwesenheit. indem du gezielt ebenso verletzend oder ignorant handelst.

wenn sie bei einer party deine gastgeberrolle übernimmt dann lass sie und ruhe dich aus oder unterhalte dich mit angenehmen Gästen.
wende jeden Nachteil zu deinem Vorteil. das erfordert Phantasie und loslassen von alten Maßstäben.

nerv ihn nicht mehr mit dem Thema Mutter. so trägt man das nicht aus.
du hast mit dem baby einen Joker in der Hand der die Mutter automatisch verdrängen wird oder an korrekter stelle einbindet.

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17. März 2013 um 21:38
In Antwort auf staubkorn

Der obige beitrag War an lana gerichtet
man sollte auch bedenken dass der mann seit jahren ein eingefahrenes leben führt. er hat sich nicht ausgesucht ein kind zu bekommen.
Männern sollte auch der raum dafür eingeräumt werden bei einer ungewollten Schwangerschaft in eine art Depression zu verfallen oder unzufrieden zu sein.
für anika war das kind erst einmal ungewollt. später erst gewollt. Frauen haben durch die körperliche Verbindung ein anderes empfinden zum Kind und die Hormone spielen auch eine Rolle.
bei Männern stellt sich all das oft erst ein wenn das Baby da ist.

vielleicht magst du deine Geschichte noch hier im baby forum reinstellen. dort gibt es so viele deren verkappte Männer sich nach der Geburt und manche erst wenn das kind laufen konnte zum traumpapa entwickelt haben.
viele können auch mit babys nicht viel anfangen und blühen ab der kleinkindphase auf.
ich denke in ihm steckt viel angst.

wenns baby erst mal da ist wird er eh nicht mehr so viel zeit für seine Mutter haben.
nutz die Nähe zu ihr un sie später als oma einzuspannen. das ist Gold wert.
die freunde rücken automatisch in den hintergrund.
trumpfe bei ihnen auf. ohne dass er es mitbekommt. wenn einer ätzend ist sei es auch.
fechte auch den kampf mit der Schwiegermutter nicht mit ihm aus sondern mit ihr. in seiner Abwesenheit. indem du gezielt ebenso verletzend oder ignorant handelst.

wenn sie bei einer party deine gastgeberrolle übernimmt dann lass sie und ruhe dich aus oder unterhalte dich mit angenehmen Gästen.
wende jeden Nachteil zu deinem Vorteil. das erfordert Phantasie und loslassen von alten Maßstäben.

nerv ihn nicht mehr mit dem Thema Mutter. so trägt man das nicht aus.
du hast mit dem baby einen Joker in der Hand der die Mutter automatisch verdrängen wird oder an korrekter stelle einbindet.


Ich muss sagen, den Beitrag bzw die beiden Beiträge von staubkorn finde ich richtig gut. Aus der Sicht hab ich's noch nicht betrachtet und finde, es ist wichtig, mal auf diese Weise drüber nachzudenken.
Ich glaube fast, dass Frauen dazu neigen, sich gegenseitig gegen ihre eigenen Männer aufzuhetzen, ohne ansatzweise zu versuchen, denn Mann zu verstehen
Danke!

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17. März 2013 um 21:39
In Antwort auf cailin_12566663


Ich muss sagen, den Beitrag bzw die beiden Beiträge von staubkorn finde ich richtig gut. Aus der Sicht hab ich's noch nicht betrachtet und finde, es ist wichtig, mal auf diese Weise drüber nachzudenken.
Ich glaube fast, dass Frauen dazu neigen, sich gegenseitig gegen ihre eigenen Männer aufzuhetzen, ohne ansatzweise zu versuchen, denn Mann zu verstehen
Danke!

Tippfehler..
*den Mann

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