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Langjährige Ehe oftmals nur noch WG?

27. Dezember 2006 um 21:06

Ich (38) wollt gern mal von euch wissen, ob es bei vielen langjährigen Ehen normal ist, dass nur noch Alltag und Gewohnheit regieren und die Gefühlswelt in den Hintergrund tritt? Ich bin 14 Jahre verheiratet (2 Kinder) - davon die letzten 7 Jahre zunehmend nur noch als "WG". Ich hab gerade die "traurige" Erfahrung gemacht, mich unendlich verliebt zu haben - aber leider ohne happy-end... Nun denke ich, der Sinn dieser Begegnung lag wohl darin, mich in dieser maroden Ehe wachzurütteln. Aber leider bin ich unfähig irgendetwas zu ändern, sprich wieder mehr Nähe zu meinem Mann herzustellen.Genauso wenig bin ich in der Lage mich zu trennen und auf eigenen Beinen zu stehen - nicht wissend was kommt. Also denke ich: alles bleibt beim alten - vor allem im Sinne der Kinder. Und nun frage ich mich: Ist es nicht vielleicht bei vielen langjährigen Ehen sowieso "normal" dass es sich mehr um eine "WG" handelt und Nähe und Körperlichkeit in die 2.Reihe treten? Ich hoffe, dass ich in meine "alten Bahnen" zurückfinden kann, was nach diesen tiefen Gefühlen sehr sehr schwer ist und es überfällt mich immer wieder eine tiefe Traurigkeit, dass ich diese Liebe nicht leben durfte. Kann es einem gelingen, sich bewusst zu werden, dass man ja reich an vielen anderen Dingen ist und dass man nicht ständig daran denkt was man NICHT hat (Nähe,Zärtlichkeit etc.)? Ich würde mich freuen, wenn sich einige "Langverheiratete" melden und mir Tipps geben wie man in dieser "Sackgassen-Situation" weiterkommt ohne den Mut und die Hoffnung für die Zukunft zu verlieren. Beim Gedanken so noch vielleicht 30 Jahre weiterzumachen hab ich schon wieder nen Kloß im Hals.
Es wäre schön, wenn sich ein paar "Leidensgenossen" melden würden. LG missyouso

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27. Dezember 2006 um 22:01

Ich bin
genauso alt wie du und 20J verheiratet,auch 2 Kinder,auch ich hatte mich verliebt,aber leider auch kein Happy-end!

Ich hätte es nur mit dem anderen Mann geschafft aus dieser Ehe rauszukommen,jetzt lebe ich in dieser(mein mann weiß von dem anderen nichts)Ehe,versuche alles was ich mit dem anderen hatte auf meine Ehe zu übertragen,aber man kann es nicht übertragen,ich denke ständig daran was mir fehlt und weiß nicht wie ich es trotz großer Anstrengung bekommen soll!!!!

Auch ich habe Alpträume davor,daran zu denken ,das die Ehelangeweile,noch 30 Jahre so weiter geht!!

Ich weiß ich will das nicht und doch habe ich Angst davor zu gehen!!!!

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28. Dezember 2006 um 14:23
In Antwort auf seelenschrei06

Ich bin
genauso alt wie du und 20J verheiratet,auch 2 Kinder,auch ich hatte mich verliebt,aber leider auch kein Happy-end!

Ich hätte es nur mit dem anderen Mann geschafft aus dieser Ehe rauszukommen,jetzt lebe ich in dieser(mein mann weiß von dem anderen nichts)Ehe,versuche alles was ich mit dem anderen hatte auf meine Ehe zu übertragen,aber man kann es nicht übertragen,ich denke ständig daran was mir fehlt und weiß nicht wie ich es trotz großer Anstrengung bekommen soll!!!!

Auch ich habe Alpträume davor,daran zu denken ,das die Ehelangeweile,noch 30 Jahre so weiter geht!!

Ich weiß ich will das nicht und doch habe ich Angst davor zu gehen!!!!

Hei..
..ich bin 36 und genauso lange verheiratet wie Du. Habe auch ein Kind von 5 Jahren und irgendwann gemerkt, ich liebe meinen Mann nicht! Ob das schon immer so war, kann ich nicht sagen, aber ich weiss, dass ich ihn jetzt nicht mehr liebe, und denke, das kann man auch nicht mehr aufleben lassen.

Ich habe jahrelang an meinen Mann hingeredet, vonwegen dass es so nicht weitergehen kann, dass wir was tun müssen, Ehetherapie etc. Das hat mein Mann alles abgeblockt, für "so einen Scheiss habe ich keine Zeit" oder schlichtweg "kneif die Ar...backen zusammen". Schuld war ja sowieso ich und ich solle ihn gefälligst in Ruhe lassen, da er ja selbstständig ist und Arbeit bis über beide Ohren!

Dann kam diese Phase der Resignation und der Überlegungen, was ich tun könnte. Ich habe lange mit mir gehadert, und dann ging es Schlag auf Schlag. Ich fing nach 3 Jahren Elternzeit wieder im Job an, lernte neue Leute kennen, und dann ist es passiert: Ich hab mir einen Liebhaber zugelegt. Mit dem läuft es zwar auch nicht optimopti, aber er hat mir doch gezeigt, was ich in meiner Ehe alles so vermisste, und was mir mein Mann nicht zu geben vermochte. Leider wohnt dieser Mann 400 km von mir weg, ist auch verheiratet und wir sehen uns viel zu selten, als dass da eine tiefere Geschichte entstehen könnte. Was nicht bedeutet, dass ich mir das nicht wünsche.

Ich habe auch versucht, diese Gefühle auf meinen Mann zu übertragen. Es geht nicht! Ich sehe meinen Mann mit ganz anderen Augen, ich kann schlichtweg nicht! Es ist wie eine innere Hemmschwelle, die Vorstellung, all die Dinge, die ich mit meinem Lover mache, mit meinem Mann zu tun, treibt mir die Schweissperlen auf die Stirn. Never!

Wir leben auch in so einer Art WG, obwohl mein Mann natürlich gar nicht wahrhaben will, dass es so ist. Er weiss übrigens von meinem Seitensprung, rastet hin und wieder ein wenig aus, ist aber froh, dass ich noch bei ihm bleibe. Aber Gefühle sind keine da, null! Auch kein Begehren, von Liebe ganz zu schweigen.

Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was ich tun soll.

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28. Dezember 2006 um 15:30
In Antwort auf loveress70

Hei..
..ich bin 36 und genauso lange verheiratet wie Du. Habe auch ein Kind von 5 Jahren und irgendwann gemerkt, ich liebe meinen Mann nicht! Ob das schon immer so war, kann ich nicht sagen, aber ich weiss, dass ich ihn jetzt nicht mehr liebe, und denke, das kann man auch nicht mehr aufleben lassen.

Ich habe jahrelang an meinen Mann hingeredet, vonwegen dass es so nicht weitergehen kann, dass wir was tun müssen, Ehetherapie etc. Das hat mein Mann alles abgeblockt, für "so einen Scheiss habe ich keine Zeit" oder schlichtweg "kneif die Ar...backen zusammen". Schuld war ja sowieso ich und ich solle ihn gefälligst in Ruhe lassen, da er ja selbstständig ist und Arbeit bis über beide Ohren!

Dann kam diese Phase der Resignation und der Überlegungen, was ich tun könnte. Ich habe lange mit mir gehadert, und dann ging es Schlag auf Schlag. Ich fing nach 3 Jahren Elternzeit wieder im Job an, lernte neue Leute kennen, und dann ist es passiert: Ich hab mir einen Liebhaber zugelegt. Mit dem läuft es zwar auch nicht optimopti, aber er hat mir doch gezeigt, was ich in meiner Ehe alles so vermisste, und was mir mein Mann nicht zu geben vermochte. Leider wohnt dieser Mann 400 km von mir weg, ist auch verheiratet und wir sehen uns viel zu selten, als dass da eine tiefere Geschichte entstehen könnte. Was nicht bedeutet, dass ich mir das nicht wünsche.

Ich habe auch versucht, diese Gefühle auf meinen Mann zu übertragen. Es geht nicht! Ich sehe meinen Mann mit ganz anderen Augen, ich kann schlichtweg nicht! Es ist wie eine innere Hemmschwelle, die Vorstellung, all die Dinge, die ich mit meinem Lover mache, mit meinem Mann zu tun, treibt mir die Schweissperlen auf die Stirn. Never!

Wir leben auch in so einer Art WG, obwohl mein Mann natürlich gar nicht wahrhaben will, dass es so ist. Er weiss übrigens von meinem Seitensprung, rastet hin und wieder ein wenig aus, ist aber froh, dass ich noch bei ihm bleibe. Aber Gefühle sind keine da, null! Auch kein Begehren, von Liebe ganz zu schweigen.

Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was ich tun soll.

bitte ??
sorry, aber du kannst ja wohl nicht im ernst hingehen, und das, was dir ein anderer mann gibt, 1:1 auf deinen mann übertragen wollen. jeder ist doch anders und hat eine andere persönlichkeit, geht anders mit dingen um.... das kann doch nur schief gehen.

anstatt dir einen geliebten zuzulegen solltest du endlich deine furcht ablegen und dafür sorgen, dass sich dieser zustand schleunigst ändert. und er ändert sich offensichtlich nur, wenn du GEHST !!!

eine frage müsst ihr mir bitte beide beantworten:
wie kann man in einer ehe derart erstarrt vor sich hinleben, ohne perspektiven, ohne das gefühl, das es gut ist wie es ist ? habt ihr keinen stolz und keinen respekt vor euch selbst ? flüchtet in tagträume und wartet darauf, dass der prinz auf dem weißen pferd vorbeireitet und euch von euren qualen erlöst ?

sorry *kopfschüttel* - ohne auch nur einen von euch angreifen zu wollen: ich verstehe das nicht.
wie kann man so leben wollen ? wenn es nicht mehr geht, sollte man sich trennen. woran haltet ihr fest ? an dingen, die es nicht mehr gibt - die bei euch schon lange verloren sind ? mmmmmh, traurige perspektiven. ich möchte mit keiner von euch tauschen.....

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28. Dezember 2006 um 17:25
In Antwort auf skywalker1965

bitte ??
sorry, aber du kannst ja wohl nicht im ernst hingehen, und das, was dir ein anderer mann gibt, 1:1 auf deinen mann übertragen wollen. jeder ist doch anders und hat eine andere persönlichkeit, geht anders mit dingen um.... das kann doch nur schief gehen.

anstatt dir einen geliebten zuzulegen solltest du endlich deine furcht ablegen und dafür sorgen, dass sich dieser zustand schleunigst ändert. und er ändert sich offensichtlich nur, wenn du GEHST !!!

eine frage müsst ihr mir bitte beide beantworten:
wie kann man in einer ehe derart erstarrt vor sich hinleben, ohne perspektiven, ohne das gefühl, das es gut ist wie es ist ? habt ihr keinen stolz und keinen respekt vor euch selbst ? flüchtet in tagträume und wartet darauf, dass der prinz auf dem weißen pferd vorbeireitet und euch von euren qualen erlöst ?

sorry *kopfschüttel* - ohne auch nur einen von euch angreifen zu wollen: ich verstehe das nicht.
wie kann man so leben wollen ? wenn es nicht mehr geht, sollte man sich trennen. woran haltet ihr fest ? an dingen, die es nicht mehr gibt - die bei euch schon lange verloren sind ? mmmmmh, traurige perspektiven. ich möchte mit keiner von euch tauschen.....

Hallo Skywalker...
...vielleicht ist das falsch rübergekommen; ich meinte damit, dass ich versucht habe, das Kribbeln wieder zurück zuholen, bin auf meinen Mann zugegangen, wollte wieder Gefühle hochholen. Ist nicht gegangen, weil ich in den anderen verliebt bin. Ausserdem hab ich ja, wie gesagt, jahrelang versucht, meine Ehe zu retten....

Das mit dem "Gehen" ist so einfach nicht, wie das niedergekritzelt wird. Erstens haben wir ein Kind zusammen, und mein Sohn hängt sehr an meinem Mann. Zweitens hat man sich vielleicht auch was zusammen aufgebaut. Wenn ich alleine wäre, würde ich das hier nicht schreiben, dann wäre ich längst fort.

Du, es ist nicht so, dass ich leide. Also auf keine Fall so sehr, dass ich alles hinschmeissen würde. Und auf den Prinz auf dem weissen Pferd warte ICH sicherlich nicht, was will ich damit? Und warum sollte ich nicht stolz sein oder keinen Respekt vor mir haben? Im Gegenteil, das alles ist jetzt wieder vorhanden und zwar REICHLICH!

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28. Dezember 2006 um 17:52

Hallo!

hallo missyouso!

schön, wieder mal eine alte bekannte zu lesen!

hmm.. eigentlich weisst du ja schon, was ich schreiben werde, denn du kennst meine geschichte.

weisst du, ich kenne sie wirklich alle.. deine gedanken! deine zweifel! deine überzeugungen!
ich könnte dir meine tagebuchauszüge mailen und senden und du hättest wohl das gefühl, es wäre deine geschichte..

hmm.. was war es wirklich, dass ich heute aus tiefster überzeugung wieder sagen darf: ich lasse es zu, dass mein mann die liebe meines lebens bleibt (vor wenigen monaten sagte ich noch: wird)

- eine völlig neue philosophie: ich durfte aufhören mir um meinen mann gedanken zu machen. was möchte ich an ihm anders haben usw.
- ich durfte beginnen wirklich, endlich IN mir aufzuräumen.

wenn du dir jetzt denkst, ja, das habe ich schon gehört oder gelesen... antworte ich dir diesmal: dann tu endlich was!!! ich maile dir gerne nochmals eine liste an guten, anwendbaren arbeitsbüchern.. und es gibt auch passende foren, wo man sich mit menschen mit ähnlicher denkweise austauschen kann.

wenn es dir aber zu mühsam ist.. du weiter daran glauben magst, dass es wirklich an deinem mann liegt und dieser nur 'ausgewechselt' werden muss, damit du die *wahre liebe* leben darfst.....

...dann fliege ich wieder away .. und lass dich weiterhin deine geschichte leben.

von herzen alles liebe! h. =)

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28. Dezember 2006 um 17:54

An alle Leidensgenossinen!
Danke für eure Rückmeldungen. Es tut sehr gut zu hören, dass es anderen auch so ergeht. Zu skywalker würde ich gerne noch sagen, dass es wirklich nicht so einfach ist, diese "WG" aufzulösen, um ein besseres Leben zu beginnen. Sicher ist man erstarrt in seinem Leben, aber man hat ja auch eine gewisse Sicherheit, eine Gewohnheit und ein festes Umfeld. Ja, man flüchtet sich in Tagträume und träumt oft davon dass sich eines Tages etwas ändert, aber diese Änderung aus eigener Kraft herbei zu führen, das schafft halt nicht jeder. Dafür geht es einem einfach vielleicht auch nicht "schlecht genug". Also man kommt ja in seinem Alltagsablauf der WG zurecht, jeder funktioniert und erfüllt seine Rolle und jahrelang wird einem das Fehlen der Emotionalität gar nicht bewusst. Und dann passiert der Knall und man begegnet einem Menschen, der einem zeigt was in der Ehe fehlt. Tja, und nun steht man vor dem großen Fragezeichen. Ich weiß genau, dass ich mit diesem Mann den Neuanfang gewagt hätte, aber leider entwickelte sich alles ja anders. Und alleine schaffe ich es nicht - es ist die pure Angst! Sowohl Angst ewig so weiter zu leben als auch Angst, den Schritt in ein neues Leben zu wagen. Also erstarrt man und "wartet ab". Worauf? Keine Ahnung. Es ist halt nur entsetzlich schwer nachdem man sich noch einmal so sehr verliebt hatte wieder in die alten "Ehebahnen" zurückzufinden. Ich versuche alle möglichen Entspannungsformen, ich lese sehr viel über Formen des Glücks und die innere Einstellung etc. Aber zeitweise hab ich das Gefühl durch diese "liebevolle Begegnung", die unglücklich endete, meine komplette Lebensfreude und Energie verloren zu haben. Man lebt so daher und "täglich grüßt das Murmeltier"... Wenn ich noch weitere Tipps habt, wie man in diesen Bahnen halbwegs über die Runden kommt, freue ich mich über eure Texte. LG missyouso

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28. Dezember 2006 um 18:12
In Antwort auf flyaway35

Hallo!

hallo missyouso!

schön, wieder mal eine alte bekannte zu lesen!

hmm.. eigentlich weisst du ja schon, was ich schreiben werde, denn du kennst meine geschichte.

weisst du, ich kenne sie wirklich alle.. deine gedanken! deine zweifel! deine überzeugungen!
ich könnte dir meine tagebuchauszüge mailen und senden und du hättest wohl das gefühl, es wäre deine geschichte..

hmm.. was war es wirklich, dass ich heute aus tiefster überzeugung wieder sagen darf: ich lasse es zu, dass mein mann die liebe meines lebens bleibt (vor wenigen monaten sagte ich noch: wird)

- eine völlig neue philosophie: ich durfte aufhören mir um meinen mann gedanken zu machen. was möchte ich an ihm anders haben usw.
- ich durfte beginnen wirklich, endlich IN mir aufzuräumen.

wenn du dir jetzt denkst, ja, das habe ich schon gehört oder gelesen... antworte ich dir diesmal: dann tu endlich was!!! ich maile dir gerne nochmals eine liste an guten, anwendbaren arbeitsbüchern.. und es gibt auch passende foren, wo man sich mit menschen mit ähnlicher denkweise austauschen kann.

wenn es dir aber zu mühsam ist.. du weiter daran glauben magst, dass es wirklich an deinem mann liegt und dieser nur 'ausgewechselt' werden muss, damit du die *wahre liebe* leben darfst.....

...dann fliege ich wieder away .. und lass dich weiterhin deine geschichte leben.

von herzen alles liebe! h. =)

Hallo flyaway!
Ja, ich denke, dass du eine ganz eigene Form für dich gefunden hast, um die Beziehung zu deinem Mann wieder zu festigen. Aber ich glaube was mich von dir unterscheidet ist, dass ich es mir nicht mehr vorstellen kann und möchte, mich meinem Mann körperlich anzunähern. Ich bin ja inzwischen bereit, diese Ehe aufrecht zu erhalten und es so laufen zu lassen. Aber mehr Nähe möchte ich nicht mehr mit ihm. Ich habe auch viel gelesen und ich weiß auch, dass ich meine innere Einstellung ändern muss. Dass ich das sehen muss was ich habe und nicht nur immer das was ich nicht habe. Ich weiß auch, dass ich mit einem anderen Mann auch irgendwelche anderen Probleme haben würde. Irgendwo ist es niemals komplett perfekt. Tja, und bei mir ist es dann halt die körperliche Nähe die fehlt. Ich möchte das alles so annehmen wie es ist, aber ich möchte keine Annäherung mehr. Ich hoffe dass ich es weiter so leben kann und damit meinen Kindern das gewohnte Umfeld erhalte. Ich möchte meine alte Zufriedenheit wiederfinden - so wie es ist. Ich werde mich zu nichts zwingen - also kann ich auch nichts groß tun, um was zu verändern. Ich denke dass du dir ja grundsätzlich noch was mit deinem Mann vorstellen konntest und es dadurch auch umsetzen konntest. Das wird bei mir nicht funktionieren. Aber ich bin mir sehr bewusst, dass ich durch einen "Männeraustausch" nicht komplett glücklicher wäre, sondern sicher auch irgendwo Probleme wären...andere halt... Aber irgendwie geht's immer weiter. Ich vertraue da auch so ein bißchen auf eine "höhere Macht" oder "Schicksal" - eine "Steuerung von außen"...Danke für deinen Beitrag. missyouso

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28. Dezember 2006 um 18:19
In Antwort auf missyouso

An alle Leidensgenossinen!
Danke für eure Rückmeldungen. Es tut sehr gut zu hören, dass es anderen auch so ergeht. Zu skywalker würde ich gerne noch sagen, dass es wirklich nicht so einfach ist, diese "WG" aufzulösen, um ein besseres Leben zu beginnen. Sicher ist man erstarrt in seinem Leben, aber man hat ja auch eine gewisse Sicherheit, eine Gewohnheit und ein festes Umfeld. Ja, man flüchtet sich in Tagträume und träumt oft davon dass sich eines Tages etwas ändert, aber diese Änderung aus eigener Kraft herbei zu führen, das schafft halt nicht jeder. Dafür geht es einem einfach vielleicht auch nicht "schlecht genug". Also man kommt ja in seinem Alltagsablauf der WG zurecht, jeder funktioniert und erfüllt seine Rolle und jahrelang wird einem das Fehlen der Emotionalität gar nicht bewusst. Und dann passiert der Knall und man begegnet einem Menschen, der einem zeigt was in der Ehe fehlt. Tja, und nun steht man vor dem großen Fragezeichen. Ich weiß genau, dass ich mit diesem Mann den Neuanfang gewagt hätte, aber leider entwickelte sich alles ja anders. Und alleine schaffe ich es nicht - es ist die pure Angst! Sowohl Angst ewig so weiter zu leben als auch Angst, den Schritt in ein neues Leben zu wagen. Also erstarrt man und "wartet ab". Worauf? Keine Ahnung. Es ist halt nur entsetzlich schwer nachdem man sich noch einmal so sehr verliebt hatte wieder in die alten "Ehebahnen" zurückzufinden. Ich versuche alle möglichen Entspannungsformen, ich lese sehr viel über Formen des Glücks und die innere Einstellung etc. Aber zeitweise hab ich das Gefühl durch diese "liebevolle Begegnung", die unglücklich endete, meine komplette Lebensfreude und Energie verloren zu haben. Man lebt so daher und "täglich grüßt das Murmeltier"... Wenn ich noch weitere Tipps habt, wie man in diesen Bahnen halbwegs über die Runden kommt, freue ich mich über eure Texte. LG missyouso

Liebe missyouso
wenigstens hast du noch deinen Humor behalten. Ich mußte eben echt lachen über dein "und täglich grüßt das Murmeltier"...
Sehr treffend formuliert für diese Eigentlich-muß-ich-gehen-warte-aber-noch-auf-?-Leb-ensphase.

Aber bei dem Film gibt es ein Happyend

liebe Grüße an dich!!!!

Melde mich!!!

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28. Dezember 2006 um 18:36
In Antwort auf sommertraum15

Liebe missyouso
wenigstens hast du noch deinen Humor behalten. Ich mußte eben echt lachen über dein "und täglich grüßt das Murmeltier"...
Sehr treffend formuliert für diese Eigentlich-muß-ich-gehen-warte-aber-noch-auf-?-Leb-ensphase.

Aber bei dem Film gibt es ein Happyend

liebe Grüße an dich!!!!

Melde mich!!!

Und täglich grüßt das murmeltier..

wisst ihr wo beim film *und täglich grüßt das murmeltier* die wandlung passieren darf?

an jener stelle, wo sie einfach zu geben beginnt.. ohne dafür zu verlangen.

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28. Dezember 2006 um 18:37
In Antwort auf missyouso

Hallo flyaway!
Ja, ich denke, dass du eine ganz eigene Form für dich gefunden hast, um die Beziehung zu deinem Mann wieder zu festigen. Aber ich glaube was mich von dir unterscheidet ist, dass ich es mir nicht mehr vorstellen kann und möchte, mich meinem Mann körperlich anzunähern. Ich bin ja inzwischen bereit, diese Ehe aufrecht zu erhalten und es so laufen zu lassen. Aber mehr Nähe möchte ich nicht mehr mit ihm. Ich habe auch viel gelesen und ich weiß auch, dass ich meine innere Einstellung ändern muss. Dass ich das sehen muss was ich habe und nicht nur immer das was ich nicht habe. Ich weiß auch, dass ich mit einem anderen Mann auch irgendwelche anderen Probleme haben würde. Irgendwo ist es niemals komplett perfekt. Tja, und bei mir ist es dann halt die körperliche Nähe die fehlt. Ich möchte das alles so annehmen wie es ist, aber ich möchte keine Annäherung mehr. Ich hoffe dass ich es weiter so leben kann und damit meinen Kindern das gewohnte Umfeld erhalte. Ich möchte meine alte Zufriedenheit wiederfinden - so wie es ist. Ich werde mich zu nichts zwingen - also kann ich auch nichts groß tun, um was zu verändern. Ich denke dass du dir ja grundsätzlich noch was mit deinem Mann vorstellen konntest und es dadurch auch umsetzen konntest. Das wird bei mir nicht funktionieren. Aber ich bin mir sehr bewusst, dass ich durch einen "Männeraustausch" nicht komplett glücklicher wäre, sondern sicher auch irgendwo Probleme wären...andere halt... Aber irgendwie geht's immer weiter. Ich vertraue da auch so ein bißchen auf eine "höhere Macht" oder "Schicksal" - eine "Steuerung von außen"...Danke für deinen Beitrag. missyouso

Alles liebe weiterhin!
ich danke dir für deine aufrichtigkeit. dann muss ich mir um dich nicht weiter gedanken machen. du hast *dein schicksal* vorerst schon besiegelt.

so einfach ist es manchmal.

liebe grüße!

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28. Dezember 2006 um 19:03
In Antwort auf missyouso

An alle Leidensgenossinen!
Danke für eure Rückmeldungen. Es tut sehr gut zu hören, dass es anderen auch so ergeht. Zu skywalker würde ich gerne noch sagen, dass es wirklich nicht so einfach ist, diese "WG" aufzulösen, um ein besseres Leben zu beginnen. Sicher ist man erstarrt in seinem Leben, aber man hat ja auch eine gewisse Sicherheit, eine Gewohnheit und ein festes Umfeld. Ja, man flüchtet sich in Tagträume und träumt oft davon dass sich eines Tages etwas ändert, aber diese Änderung aus eigener Kraft herbei zu führen, das schafft halt nicht jeder. Dafür geht es einem einfach vielleicht auch nicht "schlecht genug". Also man kommt ja in seinem Alltagsablauf der WG zurecht, jeder funktioniert und erfüllt seine Rolle und jahrelang wird einem das Fehlen der Emotionalität gar nicht bewusst. Und dann passiert der Knall und man begegnet einem Menschen, der einem zeigt was in der Ehe fehlt. Tja, und nun steht man vor dem großen Fragezeichen. Ich weiß genau, dass ich mit diesem Mann den Neuanfang gewagt hätte, aber leider entwickelte sich alles ja anders. Und alleine schaffe ich es nicht - es ist die pure Angst! Sowohl Angst ewig so weiter zu leben als auch Angst, den Schritt in ein neues Leben zu wagen. Also erstarrt man und "wartet ab". Worauf? Keine Ahnung. Es ist halt nur entsetzlich schwer nachdem man sich noch einmal so sehr verliebt hatte wieder in die alten "Ehebahnen" zurückzufinden. Ich versuche alle möglichen Entspannungsformen, ich lese sehr viel über Formen des Glücks und die innere Einstellung etc. Aber zeitweise hab ich das Gefühl durch diese "liebevolle Begegnung", die unglücklich endete, meine komplette Lebensfreude und Energie verloren zu haben. Man lebt so daher und "täglich grüßt das Murmeltier"... Wenn ich noch weitere Tipps habt, wie man in diesen Bahnen halbwegs über die Runden kommt, freue ich mich über eure Texte. LG missyouso

Liebe missyouso!
Ich habe schon oft von dir gelesen weil ich das gleiche erlebt hab.Nun hing ich seit 1,5 Jahren in dieser komischen Murmeltier-Situation und bin daran fast zerbrochen.Schwere depressionen und das bedürfnis zu sterben haben mir bewußt gemacht dass as so nicht weitergeht.Niemend wird an deiner Tür klingeln und dir da raushelfen.Wenigstens das ist mir noch klar geworden.Hilf dir selbst.Ich habe selber diese neue Liebesbeziehung beendet auch wenn ich dachte ich muss daran sterben (Mußte ich nicht, bin noch am Leben )) Dann bin ich zum DRK gegangen und habe dort kostenlos eine Partnerberatung bekommen die nun auch mein Mann besucht weil wir alleine nicht weiterkommen.
Es kommt darauf an was DU willst und kannst.Wenn du in deiner WG klarkommst und dein Mann kein Problem damit hat dann ists ok. Wenn du aber alle Lebensfreude verlierst und die Gefühle in dir irgendwann zum Ersticken wenig Raum haben,dann lass dir helfen!
Psychologen haben keinen guten Ruf, aber meine Erfahrungen sind durchweg positiv. Allein die Tatsache dass ich jetzt selbst wieder etwas bewegen kann und selber in der Lage bin aus dem ewigen Gedankenkreis rauszufinden macht mich unendlich stolz.
(Kerzenschein1 weiß wovon ich rede,nich meine Kurze??)
Sie schrieb neulich:"Es gibt immer Gründe etwas NICHT zutun" Genau!Dann denken wir doch mal an die Gründe die es wert sind etwas doch zu tun!

Ich jedenfalls werde unser Haus am Wald, meinen schönen Garten,die finanzielle Sicherheit und alle alten Illusionen aufgeben wenn sich herausstellt,dass es besser für mich ist.Ich hab nur dies eine Leben und sollte ich nochmal jemanden so lieben können wie meinen Lieben dann möchte ich frei für ihn sein..

Wie geht es denn deinem Mann? Weiß er von deinen gefühlen?

LG von Sabine

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28. Dezember 2006 um 19:21
In Antwort auf skywalker1965

bitte ??
sorry, aber du kannst ja wohl nicht im ernst hingehen, und das, was dir ein anderer mann gibt, 1:1 auf deinen mann übertragen wollen. jeder ist doch anders und hat eine andere persönlichkeit, geht anders mit dingen um.... das kann doch nur schief gehen.

anstatt dir einen geliebten zuzulegen solltest du endlich deine furcht ablegen und dafür sorgen, dass sich dieser zustand schleunigst ändert. und er ändert sich offensichtlich nur, wenn du GEHST !!!

eine frage müsst ihr mir bitte beide beantworten:
wie kann man in einer ehe derart erstarrt vor sich hinleben, ohne perspektiven, ohne das gefühl, das es gut ist wie es ist ? habt ihr keinen stolz und keinen respekt vor euch selbst ? flüchtet in tagträume und wartet darauf, dass der prinz auf dem weißen pferd vorbeireitet und euch von euren qualen erlöst ?

sorry *kopfschüttel* - ohne auch nur einen von euch angreifen zu wollen: ich verstehe das nicht.
wie kann man so leben wollen ? wenn es nicht mehr geht, sollte man sich trennen. woran haltet ihr fest ? an dingen, die es nicht mehr gibt - die bei euch schon lange verloren sind ? mmmmmh, traurige perspektiven. ich möchte mit keiner von euch tauschen.....

Hallo skywalker1965
Dein erster Satz ist bemerkenswert.da hab ich Monate gebraucht um selber drauf zu kommen (

Ich denke du hast schon nicht Unrecht mit deiner Meinung.Aber 20 Jahre Beziehung zu verlassen ist nicht ohne.Da spielt nicht nur die Liebe und das unmittelbare gefühl eine Rolle.Man hat ja auch Beziehungen zu Nachbarn,gemeinsamen Freudnen,der Schwiegerfamilie,den unmittelbar umgebenden Orten, Begebenheiten, Episoden, eben 20 jahre Leben...Es ist schon schwer sich von einem einzelnen Menschen zu trennen wenn man nur 20 Jahre an ihn gewöhnt war,aber es spielen da noch unendlich viele andere gedanken eine Rolle.
da kommen Ängste auf die man nicht einfach mal wegtun kann, zumal wenn man noch nie alleine gelebt hat.Wenn man dazu noch emotional und sensibel ist wie ich ist dieKatastrophe schon programmiert bevor der Trennungsgedanke überhaupt ausprochen ist.

Aber ich denk eben auch,jeder muss es mit sich selber ausmachen.Ich schaff es selber auch nicht allein und lass mir helfen weil ich wohl merke dass es nicht die Dinge sind die mich glücklich machen.

LG Sabine

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28. Dezember 2006 um 19:41
In Antwort auf flyaway35

Und täglich grüßt das murmeltier..

wisst ihr wo beim film *und täglich grüßt das murmeltier* die wandlung passieren darf?

an jener stelle, wo sie einfach zu geben beginnt.. ohne dafür zu verlangen.

Sie ???
Meinest du nicht ihn. Oder habe ich den Film falsch in Erinnerung??? Mhhh... War es nicht so, dass er irgendwann nicht mehr so egistisch und selbstverliebt war und auf die Welt (Bettler etc.)und sie eingegangen ist und sie sich dann durch seine nette Art in ihn verliebt hat. Aber ist auch schon eine Weile her, dass ich den Film gesehen habe. Aber ist ja eigentlich auch egal, tut ja nichts zum eigentlichen Thema

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28. Dezember 2006 um 19:43
In Antwort auf sommertraum15

Sie ???
Meinest du nicht ihn. Oder habe ich den Film falsch in Erinnerung??? Mhhh... War es nicht so, dass er irgendwann nicht mehr so egistisch und selbstverliebt war und auf die Welt (Bettler etc.)und sie eingegangen ist und sie sich dann durch seine nette Art in ihn verliebt hat. Aber ist auch schon eine Weile her, dass ich den Film gesehen habe. Aber ist ja eigentlich auch egal, tut ja nichts zum eigentlichen Thema

Ja: er!! =)

oh entschuldige! hast recht =)

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28. Dezember 2006 um 19:51
In Antwort auf zmsabine

Hallo skywalker1965
Dein erster Satz ist bemerkenswert.da hab ich Monate gebraucht um selber drauf zu kommen (

Ich denke du hast schon nicht Unrecht mit deiner Meinung.Aber 20 Jahre Beziehung zu verlassen ist nicht ohne.Da spielt nicht nur die Liebe und das unmittelbare gefühl eine Rolle.Man hat ja auch Beziehungen zu Nachbarn,gemeinsamen Freudnen,der Schwiegerfamilie,den unmittelbar umgebenden Orten, Begebenheiten, Episoden, eben 20 jahre Leben...Es ist schon schwer sich von einem einzelnen Menschen zu trennen wenn man nur 20 Jahre an ihn gewöhnt war,aber es spielen da noch unendlich viele andere gedanken eine Rolle.
da kommen Ängste auf die man nicht einfach mal wegtun kann, zumal wenn man noch nie alleine gelebt hat.Wenn man dazu noch emotional und sensibel ist wie ich ist dieKatastrophe schon programmiert bevor der Trennungsgedanke überhaupt ausprochen ist.

Aber ich denk eben auch,jeder muss es mit sich selber ausmachen.Ich schaff es selber auch nicht allein und lass mir helfen weil ich wohl merke dass es nicht die Dinge sind die mich glücklich machen.

LG Sabine

Ich habe es geschafft
aber stimmt es war und ist (er ist 4 Wochen raus)sauschwer. Habe 5 kg abgenommen etc. Man kriegt als Frau, die sich trennt und die Familie zerschlägt übelsten Druck von Außen, muß sich total neu organisieren, muß alle auffangen (Kinder, Eltern, Ex, Freunde ...). Deswegen kann ich das mit dem männlichen "Sprungbrett" (klingt jetzt so böse nüchtern, natürlich liebe ich meinen neuen auch sehr)gut verstehen. Ich mußte in lezter Zeit nur geben, geben, geben... Dann auch mal was zu bekommen, tut so so gut. Aber einen Mann 1:1 auszutauschen geht nicht. Das funktioniert nicht. Ich habe mir jetzt eine total andere Form der Beziehung gewählt. Genau das will und kann ich gerade.

lg an alle!!!

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29. Dezember 2006 um 0:10

Hallo- und wieder eine Verwandte....
Also, obwohl ich noch nicht lange verheiratet bin (was es auch nicht leichter macht), kann ich dich bestens nachvollziehen. Wir leben auch in einer Art Zweckgemeinschaft- es ist zum Heulen.
Wir hatten eine Phase, in der ich mich oft im Stich gelassen fühlte und ich immer das Gefühl vemittelt bekam, es ist ihm sozusagen egal, was ich mache, wie ich mich fühle. Irgenwann werden dann die Probleme über einen Berg gekehrt und dann steht der Berg eben da. Dann sagt man sich nicht mehr viel, lebt eben vor sich hin.- Jeder für sich. Im Moment ist mein Mann krank, aber ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass sich die Kälte in unserer Beziehung aufhebt. Zudem ich es auch kenne, dass ich mich jetzt die Zeiten, wo er weg ist, besser fühle, freier. Oh man, man könnte fast sagen geborgener. Keiner der nervt. Ich bin schon oft mit seiner Anwesenheit überfordert. Und: Auch bei mir, ich habe mich dann natürlich über kurz oder lang in einen anderen Mann verliebt.
Ich frage mich, wie lange meine moralischen Zweifel mich abhalten, einen Eisblock zu zerstören.
Gott sei Dank gibt es Leute wie euch, dann weiß man, man ist nicht ganz allein...

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29. Dezember 2006 um 7:40
In Antwort auf loveress70

Hallo Skywalker...
...vielleicht ist das falsch rübergekommen; ich meinte damit, dass ich versucht habe, das Kribbeln wieder zurück zuholen, bin auf meinen Mann zugegangen, wollte wieder Gefühle hochholen. Ist nicht gegangen, weil ich in den anderen verliebt bin. Ausserdem hab ich ja, wie gesagt, jahrelang versucht, meine Ehe zu retten....

Das mit dem "Gehen" ist so einfach nicht, wie das niedergekritzelt wird. Erstens haben wir ein Kind zusammen, und mein Sohn hängt sehr an meinem Mann. Zweitens hat man sich vielleicht auch was zusammen aufgebaut. Wenn ich alleine wäre, würde ich das hier nicht schreiben, dann wäre ich längst fort.

Du, es ist nicht so, dass ich leide. Also auf keine Fall so sehr, dass ich alles hinschmeissen würde. Und auf den Prinz auf dem weissen Pferd warte ICH sicherlich nicht, was will ich damit? Und warum sollte ich nicht stolz sein oder keinen Respekt vor mir haben? Im Gegenteil, das alles ist jetzt wieder vorhanden und zwar REICHLICH!

Naja, da bin ich anderer meinung.
es IST einfach zu gehen. aber es gibt menschen (sorry, aber da zähle ich dich jetzt einfach mal dazu), die neigen dazu tausend ausreden zu finden, um an alten zöpfen festhalten zu können.

meinst du, deinem kind geht es besser, wenn es mitbekommt, dass ihr nebeneinander herlebt ? glaubst du nicht, dass das kind das auch spürt ? kinder sind nicht dumm.
und was heißt denn aufgebaut ? ein haus ? das sind steine, die sind nix wert (es sei denn, du stellst so was mit dir auf eine stufe) ? was verlierst du denn ?

ich kann dir sagen, was du verlierst, wenn du aufgrund dieser faulen ausreden weiterhin den kompromiss eingehst: die selbstachtung. das gefühl, jemand zu sein....

wenn dir das natürlich weniger wert ist als das, "was man sich aufgebaut hat....".....

(mein exmann hatte übrigens sogar eine firma, wir hatten ein haus - wen kümmert's ?? - ich bin glücklich - und er NICHT)

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29. Dezember 2006 um 8:18

@jeany201


Wenn eine Beziehung nicht mehr funktioniert, kann man womöglich daran arbeiten aber wenn die Lust auf Nähe und die Liebe fehlt, dann nützt einem die ganze Eheberatung nichts mehr. Was soll den dann beraten werden? Wie man den anderen wieder anfängt zu lieben?



ja, genau!!!!
und ich wage sogar zu sagen, dass, wenn das eine beratungsstelle nicht vermitteln kann, dann liegt es wohl daran, dass sie es selbst noch nicht probiert und erfahren hat.

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29. Dezember 2006 um 10:53
In Antwort auf flyaway35

Hallo!

hallo missyouso!

schön, wieder mal eine alte bekannte zu lesen!

hmm.. eigentlich weisst du ja schon, was ich schreiben werde, denn du kennst meine geschichte.

weisst du, ich kenne sie wirklich alle.. deine gedanken! deine zweifel! deine überzeugungen!
ich könnte dir meine tagebuchauszüge mailen und senden und du hättest wohl das gefühl, es wäre deine geschichte..

hmm.. was war es wirklich, dass ich heute aus tiefster überzeugung wieder sagen darf: ich lasse es zu, dass mein mann die liebe meines lebens bleibt (vor wenigen monaten sagte ich noch: wird)

- eine völlig neue philosophie: ich durfte aufhören mir um meinen mann gedanken zu machen. was möchte ich an ihm anders haben usw.
- ich durfte beginnen wirklich, endlich IN mir aufzuräumen.

wenn du dir jetzt denkst, ja, das habe ich schon gehört oder gelesen... antworte ich dir diesmal: dann tu endlich was!!! ich maile dir gerne nochmals eine liste an guten, anwendbaren arbeitsbüchern.. und es gibt auch passende foren, wo man sich mit menschen mit ähnlicher denkweise austauschen kann.

wenn es dir aber zu mühsam ist.. du weiter daran glauben magst, dass es wirklich an deinem mann liegt und dieser nur 'ausgewechselt' werden muss, damit du die *wahre liebe* leben darfst.....

...dann fliege ich wieder away .. und lass dich weiterhin deine geschichte leben.

von herzen alles liebe! h. =)

Hi Flyaway
Bin in ähnlicher Situation, wäre sehr an den "Arbeitsbüchern" interressiert, könntest du mir die Titl und Autoren nennen. Ich versuche auch im Moment meinen Weg zu finden, vielleicht wär es eine Hilfe Danke der suchende Zwerg

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