Home / Forum / Liebe & Beziehung / Langjährige Beziehung krise, wie retten?

Langjährige Beziehung krise, wie retten?

10. Februar 2015 um 10:22

Hallo miteinander,

ich bin mit meinem freund jetzt seit 4 jahren zusammen. ich bin 24 und er 25.

er ist vor 4 jahren an Epilepsie erkrankt und bekam durch diese Krankheit eine angsstörung. die zeit war natürlich nicht einfach, aber wir versuchten es gemeinsam durchzustehen.

jetzt geht es ihm langsam wieder besser und er hat sich wieder gefangen. die zeit war natürlich nicht einfach für mich sowie für unsere Beziehung.

wir haben viel gestritten in dem letzten halben jahr und es lief überhaupt nicht.

ich habe gespürt, dass sich was geändert hat und ich war in dem letzten Monat nicht einfach. ich hatte irsinnige angst, dass wir das nicht durchstehen und naja, ich hab geklammert.

wir führten eigentlich eine sehr intensive Beziehung. durch das das es ihm schlecht ging, war ich ständig bei ihm. jetzt möchte er mehr Freiraum haben, weil er sein leben wieder in den griff bekommen möchte. ich verstehe dass bzw. heiße es auch gut. jedoch habe ich wahnsinnige panik bekommen.

heute führen wir ein Gespräch um zu besprechen wie es weitergehen soll. ich habe so extreme angst. ich bin extrem nervös..

es lief in letzter zeit einiges schief, jedoch haben wir uns immer geliebt. jetzt habe ich angst, dass er das nicht mehr möchte.

und was mir noch mehr angst macht: ich habe angst, dass ich es verkackt habe. ich habe wirklich sehr geklammert. ich weiß ehrlich gesagt nicht warum. ich habe mich eigentlich auf die zeit gefreut. das es ihm wieder besser geht und wir beide wieder mehr eigenständiger werden. das wollten wir auch. das wir uns wieder weniger sehen und uns dafür qualitativer. trotzdem drehe ich nun voll durch.. was ist los mit mir?

und das macht mir angst: angst das es vorbei ist. angst das meine angst nicht unbegründet ist. ich habe panische angst ihn zu fragen was er für mich fühlt... am sonntag hat er mir gesagt er weiß es nicht. gestern wider verneinte er es weil er meinte das er wütend auf mich war und genervt von meiner angst und meiner klammerei. verstehe ich auch. mich nervt mein verhalten ja selbst!!

ich habe angst ihn heute zu fragen wie es wirklich um seine Gefühle steht. ich kann mich nicht konzentrieren. einerseits denke ich, dass wir das schaffen werden, wir wissen wer was für fehler gemacht hat und eigentlich wollen wir beide (was er mir gestern auch gesagt hat) das es wieder funktioniert. ich weiß auch das er eigentlich gleich viel angst hat wie ich.

aber ich krieg die panik nicht weg. im Gegenteil sie wird schlimmer. ich rede mir die panik regelrecht ein. ich will nicht wie ein Häuflein elend vor ihn treten.

ich weiß auch, dass ich das nicht nötig habe. ich habe viele freunde und es ist nicht meine erste Beziehung. ich werde nicht dran sterben

aber mir hat noch nie ein mensch so viel bedeutet. wir haben viel miteinander erlebt und es wäre so schade kampflos aufzugeben. ich hab mich noch nie so gut mit einem menschen verstanden.

mein Selbstbewusstsein hat schon arg unter dem gelitten. er hatte eine zeit lang wirklich ein starkes tief. ich bin mir nicht mal sicher ob ich mir das alles nur einrede. also die panik meine ich.

wir haben in diesem Monat mehrmals ein Gespräch geführt und es ist jedesmal gut ausgegangen. ich merke auch wie sehr er sich bemüht. er hat sich in letzter zeit sehr gebessert und geht mehr auf mich ein.

trotz allem drehe ich durch. wie kann ich diese panik überwinden?

ich habe wahnsinnige angst vor Ablehnung.. und ich muss schon sagen (was mir auch freunde gesagt haben zu der Situation) das ich mir viel schlechtes eingeredet habe über ihn. nicht mehr das gute gesehen habe und extrem unzufrieden mit mir selbst geworden bin. ich habe seine Bemühungen nicht mehr gesehen..

jetzt habe ich panik dass ich es mir selbst verbockt habe :/..

Mehr lesen

10. Februar 2015 um 11:07

Am
besten du redest über deine Angst mit ihm. Lies ihm diesen Post vor. Vielleicht versteht er dich dadurch auch besser.

Auch denke ich du musst an dir arbeiten. Du warst 4 Jahre immer für ihn da und jetzt bist du wieder mal dran. Such dir eine Beschäftigung, damit du abgelenkt bist, wenn er weg ist. So zu klammern wird ihn sicher auf Dauer vergraulen. Jetzt ist noch Zeit sich zu ändern.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Februar 2015 um 11:24
In Antwort auf lovelifelive

Am
besten du redest über deine Angst mit ihm. Lies ihm diesen Post vor. Vielleicht versteht er dich dadurch auch besser.

Auch denke ich du musst an dir arbeiten. Du warst 4 Jahre immer für ihn da und jetzt bist du wieder mal dran. Such dir eine Beschäftigung, damit du abgelenkt bist, wenn er weg ist. So zu klammern wird ihn sicher auf Dauer vergraulen. Jetzt ist noch Zeit sich zu ändern.

Danke für deine
antwort. wir haben uns jetzt eine Woche nicht mehr gesehen. und mir ist durchaus bewusst geworden, dass ich viel falsch gemacht habe.

ich war viel für ihn da und hab mich vernachlässigt. stimmt. und ja es .. hmm wie soll ich sagen. ich muss mir wirklich ein Hobby suchen. er blüht jetzt in seiner musik voll auf. das freut mich wirklich für ihn! wirklich. aber ja es hat mir schon angst gemacht.

ich war eigentlich immer das wichtigste im leben. ich meine ich finde es gut! auch ich sollte eine gute Basis in meinem leben haben. das ist mir auch alles bewusst.

aber ich bekomme diese scheiss panik nicht weg. ich sitze in der arbeit, mir ist regelrecht schlecht.. das kann ich ihm doch nicht sagen...

ich habe panische angst ihn zu fragen ob er noch will. weil ich panik habe er ist vll nur noch aus mitleid mit mir zusammen. er hat mich nie geliebt etc.

im grunde genommen weiß ich das ich durchdrehe. aber ich komme aus dem gedankenkarrusell nicht mehr raus..

vor meinem jetztigen freund hatte ich eine zweijährige Beziehung. die ging von 18-20. wir trennten uns weil er sich nicht mehr sicher war damals. diese Ablehnung/Zurückweisung war hart für mich.. und blieb dann ein jahr bewusst single und lernte dann meinen jetzigen freund kennen.

über meinen ex bin ich schon längst weg. aber in den tagen ist mir bewusst geworden, dass diese Zurückweisung bzw. dieses gefühl von damals noch an mir nagt. den satz: "ich glaube ich liebe dich nicht mehr." war für mich einfach schlimm.

das beste an der Sache. er weiß das eigentlich alles. und er hat mir auch immer vermittelt wie sehr er mich liebt und das das ganze eigentlich Blödsinn ist..

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Februar 2015 um 11:25

Aber
mein bauchgefühlt sagt mir irgendwie nichts gutes. vll bilde ich mir das auch nur ein...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Februar 2015 um 11:48

Danke
für deine antwort. es ist mir klar geworden, dass dies an mir liegt. jedoch habe ich Probleme STOP zu sagen, da sich irgendwie die angst verstärkt bzw. angst das ICH es mir verbockt habe.

irgendwie kommt mir vor bzw. das hat mein freund auch gemeint. wir haben viel über seine ängst geredet. und jetzt habe ich irgendwie so gedankenkreise entwickelt die ich zuvor nicht hatte.

ich muss es versuchen positiv zu sehen. solange wir es beide noch wollen kann es wieder funktionieren.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Februar 2015 um 12:38

Ich
habe mich noch nie so gut mit jemandem verstanden. wir teilen den gleichen/sehr ähnlichen Humor. wir gehen beide gerne reisen, was wir auch die letzten jahre immer wieder gemacht haben. wir kochen gerne zusammen und essen beide gerne.

für mich ist er (was ich auch für ihn immer war) mein bester freund, Partner und Liebhaber. wir haben eig immer schon über alles geredet. hatten auch nie ein Geheimnis voreinander.

sexuell teilen wir auch viel. wohl ich zugeben muss, das es in letzter zeit gelitten hat.

ich weiß nicht vielleicht klingt das wenig. aber was ich so gerne an ihm mochte bzw. immer noch mag war das wir uns beide gegenseitig sehr wertgeschätzt haben. wir vielleicht nicht immer so viel unterwegs waren, aber wir aufeinander eingegangen sind, Probleme des anderen immer ernst genommen haben. er war immer sehr verständnisvoll und sehr geduldig mit mir.

wir haben auch in den schlechten Zeiten es geschafft, das zu bewahren. nur in dem letzten halben jahr (als es ihm am schlechtesten ging) haben wir das einwenig verloren. ich war extrem überfordert mit der Situation.

das einzige was uns beiden glaub ich beziehungsmäßig fehlte war eine gewisse Eigenständigkeit. jeder von uns hat seinen Freundeskreis und seine Hobbies. aber wirklich zufrieden waren wir beide nicht mit uns selber. aber auch hier haben wir uns gegenseitig motiviert.

jedoch haben wir beide den gleichen fehler gemacht. er hat sich auf mich gestützt und ich mich auf ihn.

erst letztens erstellten wir beide eine liste von Sachen die wir gerne machen. bis auf eine Sache (bei der wir einen Kompromiss schlossen) waren sie identisch.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Februar 2015 um 12:42

Was
auch ein Problem meinerseits war. mein Freundeskreis bzw. ein großer teil davon wird "sesshaft". Kinder, Hochzeit (mein Freundeskreis ist zum Großteil ein paar jahre älter wie ich), und alle meine vergebenen Freundinnen zogen mit ihrem freund zusammen.

wir wollten auch zusammenziehen, war aber mehr von mir ausging. ich weiß nicht warum ich ihn dazu nötigte. im grunde genommen möchte ich noch nicht sesshaft werden. im grunde genommen hätte ich gerne eine (wieder) harmonische Beziehung mit ihm, bei der jeder eine gewisse Eigenständigkeit besitzt.

hierbei hatte ich auch angst, dass ich meine Freundinnen verliere. ich bin gerade fertig mit dem Studium und weiß nicht so recht was ich jetzt machen soll. ich hatte angst, dass ich dann nur noch ihn habe. und vll dann auch nicht mehr ihn.

und hab dann unlogischerweise angefangen zu klammern??

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Februar 2015 um 12:47
In Antwort auf tommie_12775330

Was
auch ein Problem meinerseits war. mein Freundeskreis bzw. ein großer teil davon wird "sesshaft". Kinder, Hochzeit (mein Freundeskreis ist zum Großteil ein paar jahre älter wie ich), und alle meine vergebenen Freundinnen zogen mit ihrem freund zusammen.

wir wollten auch zusammenziehen, war aber mehr von mir ausging. ich weiß nicht warum ich ihn dazu nötigte. im grunde genommen möchte ich noch nicht sesshaft werden. im grunde genommen hätte ich gerne eine (wieder) harmonische Beziehung mit ihm, bei der jeder eine gewisse Eigenständigkeit besitzt.

hierbei hatte ich auch angst, dass ich meine Freundinnen verliere. ich bin gerade fertig mit dem Studium und weiß nicht so recht was ich jetzt machen soll. ich hatte angst, dass ich dann nur noch ihn habe. und vll dann auch nicht mehr ihn.

und hab dann unlogischerweise angefangen zu klammern??

Was
ich hier auch noch hinzufügen muss. wir (also meine freunde, mein freund und ich) wohnen wegen unseren Ausbildungen nicht in unserem heimatdorf.

meine freunde ziehen alle wieder heim (mit dem zug 8h Entfernung) ich habe einen großen Freundeskreis, der aber wie gesagt so über die jahre langsam heimzog.

ab September sind alle wieder in der Heimat. nur ich nicht.

obwohl es trotzdem bescheuert ist. ich kenne genug andere leute hier. ich weiß das ich mir nicht schwer tue neue kontakte zu knüpfen.

trotzdem reagiere ich so und mache es mir eigentlich selbst kaputt..

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Februar 2015 um 12:57

Hmmm...
Du meinst, Du hast Dich zu sehr daran gewöhnt, dass er quasi auf Dich *angewiesen* ist - so sehr, dass Du ihm nicht mehr glauben kannst und willst (unbewusst), dass er sich auch dann für Dich entscheidet, wenn er eine Wahl hat?

Angst ist mächtig, sie kann ohne weiteres völlig die Kontrolle über uns übernehmen und dann tun wir den grössten Sch*** - und in dem Moment ist manchmal sogar das Wissen, dass die Panik restlos irrational ist, völlig nutzlos.
Das weiss jeder, der eine Angststörung hatte / hat, ganz, ganz genau. ZU genau sogar. Dein Partner also auch.

Sprich mit ihm darüber, Du sagtest doch - er hat das selbst durch. Meinst Du nicht, er kennt den Gefühlsfasching und dessen Auswirkungen nicht? Doch, ganz sicher. Also sprich mit ihm. Dann kann er Deine Reaktionen viel besser einordnen - und Dir vielleicht Tipps geben.

Du musst nur auf ein paar Punkte achten:
- 1. Du darfst Dich nicht darauf ausruhen. Mit Deinen Emotionen und deren Folgen musst primär Du Dich herum ärgern. - und dafür sorgen, dass Dein Partner höchstens minimale Auswirkungen "abbekommt". Auch wenn er es verstehen kann, es ist nicht Sinn der Sache, dass Ihr jetzt die Rollen tauscht. Er muss sich um sich kümmern und er kann Dir da ausser ein paar Ratschlägen auch wenig helfen.

- 2. Angst ist nur ein Gefühl.
Informiere Dich etwas.
Angst verzerrt z.B. auch die Wahrnehmung. Das was Du schon sagtest: man sieht überall nur noch Alarmzeichen, Unheilsboten und Schlechtigkeiten, miese Anzeichen, ..., ..., ... und davon viiiiiiiiiiieeeeeeeeeele. Trainiere Deine Wahrnehmung.
Die guten Dinge sind noch da, nimm sie wieder wahr.
Vereinbare mit Deinem Partner ein "Stopp - Signal". Wenn er das Gefühl hat, dass Du Dich gerade in einer Spirale verrennst und das, was er sagt, gar nicht mehr bei Dir ankommt, soll er Dir das geben - und Du wirfst an dieser Stelle den Notanker. Sofort. Ohne wenn und aber. Was Du verstanden zu haben meinst, ist mit ganz hoher Wahrscheinlichkeit falsch. Beruhige Dich. Mit Atemübungen, Konzentrationsübungen o.ä., was auch immer Dir durch den Kopf geht - blocke es mit einem "NEIN!!!" ab und führt das Gespräch erst weiter, wenn Du wieder gerade aus siehst. Gefühle färben Wahrnehmung, solange Du emotional "auf Anschlag" läufst, ist Deine Wahrnehmung wahrscheinlich so verzerrt, dass Du weiss-der-Geier-was verstehst, aber nicht das, was Dein Partner sagen will.
Triff wenn möglich erst mal keine spontanen Entscheidungen (in Bezug auf Eure Beziehung und Deinen Partner natürlich). Bring etwas Abstand zwischen Fragen und Antworten / Entscheidungen.
Notfalls: schreibe alles auf, was Du Deinem Partner sagen willst, statt zu sprechen, das nimmt auch noch Tempo und Emotion raus.

Mit solchen und ähnlichen Tricks kannst Du erst einmal Spannung herausnehmen, bis Du auch wieder glauben willst, dass Dein Partner Dich auch *möchte*, wenn er nicht von Dir *abhängig* ist.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Februar 2015 um 13:36
In Antwort auf avarrassterne

Hmmm...
Du meinst, Du hast Dich zu sehr daran gewöhnt, dass er quasi auf Dich *angewiesen* ist - so sehr, dass Du ihm nicht mehr glauben kannst und willst (unbewusst), dass er sich auch dann für Dich entscheidet, wenn er eine Wahl hat?

Angst ist mächtig, sie kann ohne weiteres völlig die Kontrolle über uns übernehmen und dann tun wir den grössten Sch*** - und in dem Moment ist manchmal sogar das Wissen, dass die Panik restlos irrational ist, völlig nutzlos.
Das weiss jeder, der eine Angststörung hatte / hat, ganz, ganz genau. ZU genau sogar. Dein Partner also auch.

Sprich mit ihm darüber, Du sagtest doch - er hat das selbst durch. Meinst Du nicht, er kennt den Gefühlsfasching und dessen Auswirkungen nicht? Doch, ganz sicher. Also sprich mit ihm. Dann kann er Deine Reaktionen viel besser einordnen - und Dir vielleicht Tipps geben.

Du musst nur auf ein paar Punkte achten:
- 1. Du darfst Dich nicht darauf ausruhen. Mit Deinen Emotionen und deren Folgen musst primär Du Dich herum ärgern. - und dafür sorgen, dass Dein Partner höchstens minimale Auswirkungen "abbekommt". Auch wenn er es verstehen kann, es ist nicht Sinn der Sache, dass Ihr jetzt die Rollen tauscht. Er muss sich um sich kümmern und er kann Dir da ausser ein paar Ratschlägen auch wenig helfen.

- 2. Angst ist nur ein Gefühl.
Informiere Dich etwas.
Angst verzerrt z.B. auch die Wahrnehmung. Das was Du schon sagtest: man sieht überall nur noch Alarmzeichen, Unheilsboten und Schlechtigkeiten, miese Anzeichen, ..., ..., ... und davon viiiiiiiiiiieeeeeeeeeele. Trainiere Deine Wahrnehmung.
Die guten Dinge sind noch da, nimm sie wieder wahr.
Vereinbare mit Deinem Partner ein "Stopp - Signal". Wenn er das Gefühl hat, dass Du Dich gerade in einer Spirale verrennst und das, was er sagt, gar nicht mehr bei Dir ankommt, soll er Dir das geben - und Du wirfst an dieser Stelle den Notanker. Sofort. Ohne wenn und aber. Was Du verstanden zu haben meinst, ist mit ganz hoher Wahrscheinlichkeit falsch. Beruhige Dich. Mit Atemübungen, Konzentrationsübungen o.ä., was auch immer Dir durch den Kopf geht - blocke es mit einem "NEIN!!!" ab und führt das Gespräch erst weiter, wenn Du wieder gerade aus siehst. Gefühle färben Wahrnehmung, solange Du emotional "auf Anschlag" läufst, ist Deine Wahrnehmung wahrscheinlich so verzerrt, dass Du weiss-der-Geier-was verstehst, aber nicht das, was Dein Partner sagen will.
Triff wenn möglich erst mal keine spontanen Entscheidungen (in Bezug auf Eure Beziehung und Deinen Partner natürlich). Bring etwas Abstand zwischen Fragen und Antworten / Entscheidungen.
Notfalls: schreibe alles auf, was Du Deinem Partner sagen willst, statt zu sprechen, das nimmt auch noch Tempo und Emotion raus.

Mit solchen und ähnlichen Tricks kannst Du erst einmal Spannung herausnehmen, bis Du auch wieder glauben willst, dass Dein Partner Dich auch *möchte*, wenn er nicht von Dir *abhängig* ist.

Danke für
deine antwort. ich werde ihm das heute versuchen zu erklären.

er hat eh schon öfters gemeint, dass ich jetzt irgendwie so anfange.

ich habe aber irgendwie auch angst ihm das so zu sagen, weil ich denke das ich ihn damit erschrecke oder abschrecke.

mich selbst erschreckt meine eigene angst ziemlich. ich habe noch nie so extreme angst/panik in meinem leben gehabt. ich merke das gerade körperlich extrem. mir ist total schlecht. ich könnte nur noch heulen. obwohl mir einerseits bewusst ist, das es eigentlich nicht stimmt. bzw. es stimmt, aber ich doch denke wir schaffen das.

und ich meine sowas ist doch nicht normal? ich bin nicht normal. vll war ich die kaputte in der Beziehung..

jedenfalls danke. ich habe mich schon ein bisschen informiert. also mit innerlich STOP sagen, positiver gedankentausch. was wäre wenn durch gehen. aber es kommt immer wieder.

ich reite mich selbst rein.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Februar 2015 um 13:55
In Antwort auf tommie_12775330

Ich
habe mich noch nie so gut mit jemandem verstanden. wir teilen den gleichen/sehr ähnlichen Humor. wir gehen beide gerne reisen, was wir auch die letzten jahre immer wieder gemacht haben. wir kochen gerne zusammen und essen beide gerne.

für mich ist er (was ich auch für ihn immer war) mein bester freund, Partner und Liebhaber. wir haben eig immer schon über alles geredet. hatten auch nie ein Geheimnis voreinander.

sexuell teilen wir auch viel. wohl ich zugeben muss, das es in letzter zeit gelitten hat.

ich weiß nicht vielleicht klingt das wenig. aber was ich so gerne an ihm mochte bzw. immer noch mag war das wir uns beide gegenseitig sehr wertgeschätzt haben. wir vielleicht nicht immer so viel unterwegs waren, aber wir aufeinander eingegangen sind, Probleme des anderen immer ernst genommen haben. er war immer sehr verständnisvoll und sehr geduldig mit mir.

wir haben auch in den schlechten Zeiten es geschafft, das zu bewahren. nur in dem letzten halben jahr (als es ihm am schlechtesten ging) haben wir das einwenig verloren. ich war extrem überfordert mit der Situation.

das einzige was uns beiden glaub ich beziehungsmäßig fehlte war eine gewisse Eigenständigkeit. jeder von uns hat seinen Freundeskreis und seine Hobbies. aber wirklich zufrieden waren wir beide nicht mit uns selber. aber auch hier haben wir uns gegenseitig motiviert.

jedoch haben wir beide den gleichen fehler gemacht. er hat sich auf mich gestützt und ich mich auf ihn.

erst letztens erstellten wir beide eine liste von Sachen die wir gerne machen. bis auf eine Sache (bei der wir einen Kompromiss schlossen) waren sie identisch.

Es
hört sich nach einer gut funktionierenden Beziehung an mit den ganz normalen Ecken und Kanten. Ich denke, wenn du an dir arbeitest, dann kommt das wieder.

Bei mir ist es nur manchmal so, wenn ich mit jemandem ehrlich über meine Probleme rede, am besten mit meinem Freund oder einer guten Freundin, dann merke ich beim erzählen, dass es gar nicht so schlimm ist. Es fällt wie ein Last von mir ab. Nur weil es mal ausgesprochen ist. Verstehst du was ich meine? Kannst du ansonsten ganz ehrlich mit jemandem über deine Ängste sprechen? Ich finde das für mich persönlich immer sehr wichtig.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Februar 2015 um 14:21
In Antwort auf lovelifelive

Es
hört sich nach einer gut funktionierenden Beziehung an mit den ganz normalen Ecken und Kanten. Ich denke, wenn du an dir arbeitest, dann kommt das wieder.

Bei mir ist es nur manchmal so, wenn ich mit jemandem ehrlich über meine Probleme rede, am besten mit meinem Freund oder einer guten Freundin, dann merke ich beim erzählen, dass es gar nicht so schlimm ist. Es fällt wie ein Last von mir ab. Nur weil es mal ausgesprochen ist. Verstehst du was ich meine? Kannst du ansonsten ganz ehrlich mit jemandem über deine Ängste sprechen? Ich finde das für mich persönlich immer sehr wichtig.

Erstmal
danke für all eure antworten. ich merke eh das mir das gut tut!

ich kann eigentlich immer mit meinen freunden über alles reden. über das reden konnte ich noch nicht bzw. traue ich mich irgendwie nicht.

ich fühle mich hierbei so schwach. aber ich werde versuchen das morgen einer Freundin erzählen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Februar 2015 um 15:25
In Antwort auf tommie_12775330

Danke für
deine antwort. ich werde ihm das heute versuchen zu erklären.

er hat eh schon öfters gemeint, dass ich jetzt irgendwie so anfange.

ich habe aber irgendwie auch angst ihm das so zu sagen, weil ich denke das ich ihn damit erschrecke oder abschrecke.

mich selbst erschreckt meine eigene angst ziemlich. ich habe noch nie so extreme angst/panik in meinem leben gehabt. ich merke das gerade körperlich extrem. mir ist total schlecht. ich könnte nur noch heulen. obwohl mir einerseits bewusst ist, das es eigentlich nicht stimmt. bzw. es stimmt, aber ich doch denke wir schaffen das.

und ich meine sowas ist doch nicht normal? ich bin nicht normal. vll war ich die kaputte in der Beziehung..

jedenfalls danke. ich habe mich schon ein bisschen informiert. also mit innerlich STOP sagen, positiver gedankentausch. was wäre wenn durch gehen. aber es kommt immer wieder.

ich reite mich selbst rein.

Du hast eigentlich ...
... alle Chancen der Welt, dass es bei Dir bald wieder weg ist. Also - keine Panik

Deine Welt ist im Moment völlig im Umbruch - Beziehung, Freunde, (beruflich auch, wenn ich das richtig verstanden habe), alles löst sich auf und formiert sich neu. Dazu warst Du davon unter Druck und nicht gerade durchgängig auf Rosen gebettet, es ist völlig normal, dass das nicht völlig spurlos an einem vorüber geht. Ja, das IST normal. In welcher Weise es sich auswirkt - da gibt es zig Mgl. - von verstärkter Neigung zu körperlichen Krankheiten, bei Frauen auch gern irgendwelche Kapriolen bei der Periode und der Libido, oder Burn-Out / Depressionen oder... ja, eben auch Angststörungen - oder es passiert gar nichts. Gibt es alles und alles ist weitestgehendst "normal".

Ja, es ist MÖGLICH, dass das andere "abschreckt". Das ist ein Risiko, mit dem man einfach leben muss, denn - Pradon- eine andere Wahl hast Du ganz einfach nicht. Verstecken und Überspielen ist offensichtlich nicht drin, also bleibt nur (gemeinsam) damit umgehen.

Sag dazu, dass Du nicht vor hast, das auf seinem Rücken auszutragen und dass er Dich bremsen soll, wenn Du gerade übertreibst (BEVOR es zu spät ist und er nur noch genervt ist) - um das wenigstens klar zu stellen, dass Du vorhast, nicht die Rollen zu tauschen.

Dann versuch mal Positiv-Pläne durchzuspielen.
Was DU gern mit Deiner "neuen Freiheit" anfangen möchtest.
Es ist ja auch ein Teil vom "Klammern", dass Dich soweit alles "nicht gemeinsame" gerade abschreckt. Also: was musstest Du zurückstecken? Was vermisst Du? Was würdest Du gern tun? Wieder Stichwort "Wahrnehmung" - die negativen Punkte findest Du im Moment ganz prima allein - zu den positiven Punkten musst Du Dich im Moment aktiv hinLENKEN.
Genau solche (und die o.g.) Punkte helfen dabei, sich nicht selbst tiefer rein zu schieben.

Was-wäre-wenn - ist m.E. mit Vorsicht zu geniessen, damit kann man Ängste auch ganz prima füttern, wenn man nicht genau aufpasst, WIE man das macht.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Februar 2015 um 16:25

Danke,
ich werde ihn das heute fragen.

was ich genau möchte weiß ich ehrlich gesagt auch nicht.. ich meine ich bin jung. ich kann mir zusammenziehen vorstellen, aber ehrlich gesagt wäre es mir auch egal wenn wir noch 1,2 jahre warten.

für mich ist dieses Thema deshalb so präsent geworden, weil ich es in meinem Umfeld ständig gesehen habe und ich halt durch seine Krankheit oft zu ihm musste. bzw. oft bei ihm sein musste. wir wohnen doch ein bisschen auseinander, was halt nicht immer so leicht war.

ich arbeite Teilzeit und bin sonst auf der uni. also hatte ich immer nen fetten Rucksack dabei und ja öfters Sachen vergessen, was mich extrem nervte. für mich war primär der wunsch von zusammen ziehen darum da weil ich nicht ständig hin und her pendeln wollte.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Februar 2015 um 16:26
In Antwort auf avarrassterne

Du hast eigentlich ...
... alle Chancen der Welt, dass es bei Dir bald wieder weg ist. Also - keine Panik

Deine Welt ist im Moment völlig im Umbruch - Beziehung, Freunde, (beruflich auch, wenn ich das richtig verstanden habe), alles löst sich auf und formiert sich neu. Dazu warst Du davon unter Druck und nicht gerade durchgängig auf Rosen gebettet, es ist völlig normal, dass das nicht völlig spurlos an einem vorüber geht. Ja, das IST normal. In welcher Weise es sich auswirkt - da gibt es zig Mgl. - von verstärkter Neigung zu körperlichen Krankheiten, bei Frauen auch gern irgendwelche Kapriolen bei der Periode und der Libido, oder Burn-Out / Depressionen oder... ja, eben auch Angststörungen - oder es passiert gar nichts. Gibt es alles und alles ist weitestgehendst "normal".

Ja, es ist MÖGLICH, dass das andere "abschreckt". Das ist ein Risiko, mit dem man einfach leben muss, denn - Pradon- eine andere Wahl hast Du ganz einfach nicht. Verstecken und Überspielen ist offensichtlich nicht drin, also bleibt nur (gemeinsam) damit umgehen.

Sag dazu, dass Du nicht vor hast, das auf seinem Rücken auszutragen und dass er Dich bremsen soll, wenn Du gerade übertreibst (BEVOR es zu spät ist und er nur noch genervt ist) - um das wenigstens klar zu stellen, dass Du vorhast, nicht die Rollen zu tauschen.

Dann versuch mal Positiv-Pläne durchzuspielen.
Was DU gern mit Deiner "neuen Freiheit" anfangen möchtest.
Es ist ja auch ein Teil vom "Klammern", dass Dich soweit alles "nicht gemeinsame" gerade abschreckt. Also: was musstest Du zurückstecken? Was vermisst Du? Was würdest Du gern tun? Wieder Stichwort "Wahrnehmung" - die negativen Punkte findest Du im Moment ganz prima allein - zu den positiven Punkten musst Du Dich im Moment aktiv hinLENKEN.
Genau solche (und die o.g.) Punkte helfen dabei, sich nicht selbst tiefer rein zu schieben.

Was-wäre-wenn - ist m.E. mit Vorsicht zu geniessen, damit kann man Ängste auch ganz prima füttern, wenn man nicht genau aufpasst, WIE man das macht.

Danke
ich habe mir eh eigentlich auch gedacht, dass ich so wieder mehr zeit für mich habe und mir endlich mal Gedanken machen was ich vom leben möchte. was ich gerne machen würde, vll endlich mal eine Leidenschaft entdecken.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Februar 2015 um 17:19

Ich
weiß das ich nicht unattraktiv bin, sondern eher zum oberen durchschnitt. im groß und ganzen finde ich mich schön.

aber ja es stimmt, dass ich nicht so viel Selbstbewusstsein habe. und ich halte nicht so viel von mir.

wahrscheinlich habe ich darum auch angst, da ich ständig angst habe nicht gut genug für ihn zu sein.

er ist schon auch objektiv sehr attraktiv. aber ich weiß, dass er mich schön findet und er auch Ängste hat mich zu verlieren. so ist es nicht.

aber ich weiß, was du mir damit sagen möchtest. und ein funken Wahrheit ist daran. aber ich denke nicht das es der Wahrheit entspricht, sondern das ich glaube ich unbewusst so denke.

aber eigentlich möchte ich mich nicht für einen "sicheren Weg" entscheiden. auch da kannst du verletzt werden. wenn dann sollte es sich auszahlen, finde ich.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Februar 2015 um 19:17
In Antwort auf tommie_12775330

Ich
weiß das ich nicht unattraktiv bin, sondern eher zum oberen durchschnitt. im groß und ganzen finde ich mich schön.

aber ja es stimmt, dass ich nicht so viel Selbstbewusstsein habe. und ich halte nicht so viel von mir.

wahrscheinlich habe ich darum auch angst, da ich ständig angst habe nicht gut genug für ihn zu sein.

er ist schon auch objektiv sehr attraktiv. aber ich weiß, dass er mich schön findet und er auch Ängste hat mich zu verlieren. so ist es nicht.

aber ich weiß, was du mir damit sagen möchtest. und ein funken Wahrheit ist daran. aber ich denke nicht das es der Wahrheit entspricht, sondern das ich glaube ich unbewusst so denke.

aber eigentlich möchte ich mich nicht für einen "sicheren Weg" entscheiden. auch da kannst du verletzt werden. wenn dann sollte es sich auszahlen, finde ich.

War das schon immer so?
"aber ja es stimmt, dass ich nicht so viel Selbstbewusstsein habe. und ich halte nicht so viel von mir. " Oder kam das erst in letzter Zeit oder hat sich massiv verstärkt?

Dagegen kann man was tun

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook

Das könnte dir auch gefallen