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Lange (reine) Sexbeziehung ... und jetzt komme ich. Realistisch oder nicht?

8. Dezember 2013 um 8:21

Hi,
das ist eine Frage, die sich für mich als Mann eher an die Frauen richtet. Ich selbst hatte bisher weder Affären noch One Night Stands, soviel dazu. Ich bin zwar häufiger mal als Single in Clubs mit Freunden unterwegs gewesen, sicher das ein oder andere Mal auch die Chance gehabt, jene oder diese abzuschleppen, aber um ehrlich zu sein, das bringt mir nichts. Eine gute Freundin wollte mir zwar immer wieder mal einreden, dass ich es probieren solle, aber ich muss nicht alles probiert haben - meine Meinung.

Vor einiger Zeit habe ich eine Frau kennengelernt. Ohne näher auf die Umstände einzugehen, ist die Lage derzeit so, dass wir beide (von mir kann ich das definitiv behaupten) ineinander verliebt sind. Ich weiß von dieser Frau aber, dass sie mehrere Sexbeziehungen hatte. Sie selbst geht damit offen und um sagt, dass sie in der Lage sei, Gefühle und Sex zu trennen. Sie könne mit einem Mann, der ihr sympathisch sei und optisch gut gefalle, Sex haben, kein Problem. Aber sie könne niemals für so jemanden gleichzeit Gefühle empfinden. Und umgekehrt beschrieb sie mir, sie könne nicht mit jemandem (wie mir) für den sie Gefühle habe, eine reine Sexbeziehung führen.

Ich muss sagen, dass mich das selbst als Mann irritiert, denn ich kann nur mit einer Frau Sex haben, wenn ich für sie etwas empfinde, kann aber auch sein, dass das eher die Ausnahme als die Regel ist. Andererseits war ich auch nie jahrelang Single, so dass ich je in diese Lage gekommen wäre, die Singlephase habe ich meist genutzt um klar zu werden, was schief gelaufen ist.

Diese Frau spricht nun davon, dass sie für mich sehr sehr tiefe Gefühle habe, ich meine das auch zu spüren. Doch ich bin trotzdem irritiert.

Sie hat mit mir darüber ausführlich und offen gesprochen, sie meinte, dass sie mit ihren Sexbeziehungen eben lediglich Verabredungen zum Sex hatte, im Straßenton: Drüber und fertig. Klingt jetzt sehr primitiv, aber scheinbar muss ich mir das so in etwas vorstellen. Hinzu kommt, dass sie die nie in ihr Privatleben eingebunden habe, keinerlei Freizeit verbracht hätte, keine Sorgen getauscht hätte, nicht geküsst, gekuschelt.

Das klingt für mich alles extrem nachvollziehbar, so dass sich diese Frage fast erübrigt.

Mit mir sei das alles anders, sie möchte mit mir die Wochenenden verbringen, was sie auch tut, ich war bereits mehrfach bei ihr zu hause, bei Freundin, auf Feiern, der Familie, sie bindet mich überall ein, wir telefonieren, wenn wir uns nicht sehen, beraten uns, tauschen Sorgen und Probleme, kuscheln, küssen (mehr noch als wir Sex haben) und vieles mehr.

Doch mich beschäftigt dennoch die Frage, ob Menschen wirklich in der Lage sein können, das so extrem zu trennen.

Irritiert bin ich vor allem, weil sie doch sehr sehr häufig den Sex betont. Sie dachte ursprünglich, dass der Sex mit mir nicht sonderlich gut sei, ich trage in meiner Freizeit keine figurbetonten Klamotten, d.h. sie konnte meinen (durch viel Sport) sehr gut trainierten Körper auch kaum erkennen. Sie gab an, dass sie sich trotzdem sehr in mich verliebt habe, weil ich ihr charakterlich gefalle und das mache mich besonders.
Dass aber der Sex mit mir - so beschreibt sie das - himmlisch sei, habe sie nicht erahnt, und wollte aber trotzdem in jedem Falle mit mir eine Beziehung führen, keine Sexgeschichte.

Ihre letzte Beziehung ist bereits 2 Jahre her. Dazwischen nur Sexaffären, wenn man so will.

Sie gibt an, sie sei erst zweimal so richtig verliebt gewesen, in der letzten (und bisher einzigen richtigen) Beziehung und bei mir.

Ich bin skeptisch, weil sie extrem viel Sex von mir will. Das stört mich nicht, im Gegenteil, aber wenn wir uns nicht gemeinsam unterhalten (und die Gespräche sind toll mit ihr), dann forciert sie es, mit mir zu schlafen. Mich irritiert das, weil ich dann in diesen Momenten hin und hergerissen bin, einerseits finde ich das toll, dass ich ihr körperlich gefalle, andererseits irritiert es mich, weil ich dann in genau diesen Momenten wieder als Sexbeziehung sehe und ich nicht weiß, ob sie Gefühle und Erotik trennen kann.

Es nutzt auch nichts, sie damit zu konfrontieren. Sie ist der Ansicht, sie könne das so gut trennen, wie vielleicht kaum eine andere Frau, sonst hätte sie in den letzten Jahren zig Beziehungen statt Sexaffären gehabt und sie legt großen Wert auf diese wörtliche Trennung.

Ich hatte Anfangs aus eher spaßigem Hintergrund gemeint, "lass uns doch eine Sexaffäre" führen, darauf war sie garnicht gut zu sprechen, fing auch an zu weinen und meinte in einem sehr ausführlichen Gespräch, sie könne das niemals mit mir, weil sie tiefe Empfindungen habe.

Ich bin trotzdem irgendwie irritiert, wie eine Frau angeblich so getrennte Areale haben kann, Sex und Gefühllosigkeit sind doch tendenziell eher eine Männerangelegenheit, oder sehe ich das zu altbackend?

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8. Dezember 2013 um 10:41

Ach
viele Frauen machen sich da ordentlich was vor. Und ja, eine Frau die jahrelang Sex ohne Gefühl, Kuscheln und Küssen forciert ist wahrscheinlich eher abgestumpft. Phasenweise kann das vlt vorkommen, aber wenn sie schon extra betont, sie könne es gut trennen wie keine andere Frau, würde ich mir an deiner Stelle ein paar Gedanken machen.

Ich würde aufpassen bei Frauen, die es zum Lifestyle erklärt haben sich wie ein Mann zu benehmen.

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8. Dezember 2013 um 18:17

Ich habe einfach
die Erfahrung gemacht, dass Männer trotz dem "wir-sind-alle-gleich" Gezeter damit im Normalfall besser umgehen können. Die männliche Biologie ist anders, das männliche Hirn ist anderes und nicht zuletzt bestimmt auch der Testosteronspiegel im Blut, wie gut man Sex und Gefühl trennen kann.

Mit "ok" oder nicht hat das nix zu tun.

Es gibt Frauen die Sex und Gefühl über einen langen Zeitraum trennen können und wollen, ABER es sind die wenigsten und ein Großteil macht sich einfach was vor. In Wahrheit es steckt dann oft ein geringer Selbstwert dahinter und der Drang dies durch seine vermeintliche "Begehrtheit" zu kompensieren.

Das vermute ich auch bei der Freundin des TE, da sie , als er sie auf eine lockere Beziehung ansprach, direkt auf die Tränendrüse drückte. Das macht in Augen keine Frau die den gleichen Bezug zu Sex hat wie ein Mann.

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8. Dezember 2013 um 18:29


"Wo ist eigentlich jetzt das Problem? Sie hat dir klar gesagt, dass sie mir dir keine Affäre, sondern eine Beziehung will. Wieso glaubst du ihr nicht einfach? Ist doch völlig egal, was sie mit wem gemacht hat, als ihr noch nicht zusammen wart."

... berechtigte Frage! Verstehe ich auch nicht ganz?

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8. Dezember 2013 um 18:36
In Antwort auf ericka_12431364

Ich habe einfach
die Erfahrung gemacht, dass Männer trotz dem "wir-sind-alle-gleich" Gezeter damit im Normalfall besser umgehen können. Die männliche Biologie ist anders, das männliche Hirn ist anderes und nicht zuletzt bestimmt auch der Testosteronspiegel im Blut, wie gut man Sex und Gefühl trennen kann.

Mit "ok" oder nicht hat das nix zu tun.

Es gibt Frauen die Sex und Gefühl über einen langen Zeitraum trennen können und wollen, ABER es sind die wenigsten und ein Großteil macht sich einfach was vor. In Wahrheit es steckt dann oft ein geringer Selbstwert dahinter und der Drang dies durch seine vermeintliche "Begehrtheit" zu kompensieren.

Das vermute ich auch bei der Freundin des TE, da sie , als er sie auf eine lockere Beziehung ansprach, direkt auf die Tränendrüse drückte. Das macht in Augen keine Frau die den gleichen Bezug zu Sex hat wie ein Mann.

Hmmm
ja ... klingt logisch. Ich kenne nur Frauen "mit Gefühlen". Die, die anfangs "nur" Sex wollen oder sich drauf einlassen, verlieben sich ziemlich schnell

Ich "kenne" aber auch so ein paar andere Frauen, die über Jahre ausschließlich Sexbeziehungen haben. Die meisten von ihnen ( ich muss ja sagen wie es ist ) sind eher ... unattraktiv und finden schwer eine Beziehung. Die anderen haben einen gewaltigen Sprung in der Schüssel ( Elternhaus/schwere Vergangenheit ) und kompensieren es über Sex.

Ja, es gibt tatsächlich einen gewaltigen Unterschied zw. Frauen und Männer.

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9. Dezember 2013 um 1:45

Nur
weil du es nicht verstehst, heißt es nicht, dass es jedem so geht?! Du machst dir zu viele Gedanken.....

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9. Dezember 2013 um 7:12

Hallo adriana
nun, ich kenne aber keine Und ich habe nur von eig. Erfahrungen gesprochen, die aber deshalb eben nicht die Norm sind.

Du hast also nach einem potenteren Mann gesucht. Kannst du da konkreter werden? Verstehe ich nicht ganz.

p.s. schön, dass du den Richtigen hast Ich wünsch euch alles Gute

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9. Dezember 2013 um 9:58

Lebenserfahrung
Jetzt muss ich doch meinen Kommentar dazu abgeben:

Ich bin zum 2. Mal verheiratet und meine Frau und ich leben uns sehr. Mal abgesehen davon, dass ich eben auch meine Vergangenheit habe, habe ich doch auch ähnliche Gefühle wie Du, weswegen ich Dich durchaus verstehen kann. Meine Frau hatte direkt vor mir eine langjährige rein sexuelle Beziehung zu einem Mann, den sie zwar gern hatte, aber das war es dann auch schon. Er hatte eine feste Beziehung und meine Frau hat seine Versuche, sie in eine Liebesbeziehung mit ihm hineinzuziehen immer abgeblockt. Warum?
Ganz einfach: Er war nie der Mann, mit dem sie sich eine feste Liebesbeziehung oder gar Heirat vorstellen konnte und sie hatte sich ihm gegenüber auch nie moralisch verpflichtet gefühlt. Der Sex hatte einfach Spaß gemacht und das war es.
Das Ganze ging 5-6 Jahre lang, aber sie hat die ganzen Jahre eigentlich immer nach dem Mann gesucht, der zu ihr passt. Keinem hatte sie je diesen Mann auch vorgestellt, weil er einfach nicht zu ihr passte...zu unmännlich, zu klein,...
Sie hatte sich geparkt gefühlt und Ihre sexuellen Fantasien ausgelebt.
Ja, auch ich habe damit, vor allem mit dieser langen Dauer der Beziehung immer noch - nach 12 Jahren - so mein Problem. Aber ich kann die Vergangenheit ja nicht ändern. Was zählt ist, dass wir seit 12 Jahren sehr glücklich miteinander sind, zusammen passen, Kinder miteinander haben und richtig eng gemeinsam Leben und unser Leben genießen.
Ich zwinge mich ja auch dazu, die Vergangenheit ruhen zu lassen und einfach nicht mehr darüber zu sprechen, fertig.

Sei also einfach glücklich mit dem, was Ihr beide miteinander habt und dass Ihr Euch habt. Das ist nicht immer einfach, das weiß ich, aber eigentlich geht es Dich auch nichts an, was vor Dir war.
Sehe es wie die französische Sängerin Edith Piaff: "Ich bereue nichts, aber das Leben fing erst mit Dir an."

Reiß Dich zusammen und grüble nicht so viel, sondern genieße die Gegenwart.

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9. Dezember 2013 um 10:12

Du wunderst...
... Dich darüber, dass eine Frau Sex und Liebe trennen kann, weil das doch angeblich eher eine Männerangelegenheit sei, schreibst aber weiter oben, dass Du selbst - und das als Mann - nicht in der Lage bist, Sex ohne Gefühle zu haben?!

Über die Frau wunderst Du Dich und bemühst Klischees, Dich selbst nimmst Du aber so hin, wie Du bist.

Davon abgesehen: Die Frau hat Dir doch gesagt, dass sie zwar in der Lage ist, Gefühle und Sex zu trennen, dass sie es aber bei Dir nicht so handhaben kann. Sie findet Dich gefühlsmäßig und körperlich anziehend.

Ich verstehe nicht ganz, wo Dein Problem dabei ist? - Es sei denn, und das vermute ich eher mal, es geht Dir gar nicht wirklich um die Frage, ob ein Mensch in der Lage ist, Dinge zu trennen oder nicht. Dass Menschen nicht immer wie das männliche oder weibliche Klischee ticken müssen, siehst Du ja an Dir selbst.

Ich denke, es geht Dir in Wirklichkeit darum, dass Du nicht mit der Anzahl ihrer Sexpartner klar kommst. Dass es nicht nur einer war, sondern mehrere. Das ist doch der Knackpunkt, das, was Dich gewaltig stört. Dass eine Frau in der Lage ist, Sex als eine Sache anzusehen, die man macht, um ein Bedürfnis zu befriedigen. Dass sie da eben gemeinhin wie ein "Mann" getickt hat bisher - und Du Dich gewissermaßen "unmännlich" fühlst, wenn Du Dich mit ihr vergleichst, gleichzeitig aber auch "voll im Recht", weil Du Sex nicht ohne Liebe haben kannst und das ja das einzig Richtige ist (in Deinen Augen). Damit es Dir wieder gut geht bzw. Deine Männlichkeit nicht in Frage gestellt wird, muss der Schuldige gefunden werden: Natürlich die Frau, weil sie doch eigentlich diejenige sein sollte, die Sex nicht ohne Liebe machen kann.

Wenn Du weiterhin eine glückliche Beziehung haben willst, solltest Du aufhören, so an dem Thema zu hängen und auch nicht mehr auf Teufel komm raus zu beweisen versuchen, dass Deine Freundin nicht "richtig tickt"!

Ihre Vergangenheit ist ihre Vergangenheit, Deine ist Deine. Man kann sie nicht mehr ändern. Wozu auch? Es sind die Dinge und Ereignisse, die einen zu dem Menschen gemacht haben, der man jetzt ist.

Liebe ist nicht an Bedingungen geknüpft: Wenn sie mich wirklich liebt, dann will sie weniger Sex mit mir?? - Das würde es ja dann heißen, wenn Du Deiner Logik konsequent folgst...

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9. Dezember 2013 um 11:01
In Antwort auf tyche26

Du wunderst...
... Dich darüber, dass eine Frau Sex und Liebe trennen kann, weil das doch angeblich eher eine Männerangelegenheit sei, schreibst aber weiter oben, dass Du selbst - und das als Mann - nicht in der Lage bist, Sex ohne Gefühle zu haben?!

Über die Frau wunderst Du Dich und bemühst Klischees, Dich selbst nimmst Du aber so hin, wie Du bist.

Davon abgesehen: Die Frau hat Dir doch gesagt, dass sie zwar in der Lage ist, Gefühle und Sex zu trennen, dass sie es aber bei Dir nicht so handhaben kann. Sie findet Dich gefühlsmäßig und körperlich anziehend.

Ich verstehe nicht ganz, wo Dein Problem dabei ist? - Es sei denn, und das vermute ich eher mal, es geht Dir gar nicht wirklich um die Frage, ob ein Mensch in der Lage ist, Dinge zu trennen oder nicht. Dass Menschen nicht immer wie das männliche oder weibliche Klischee ticken müssen, siehst Du ja an Dir selbst.

Ich denke, es geht Dir in Wirklichkeit darum, dass Du nicht mit der Anzahl ihrer Sexpartner klar kommst. Dass es nicht nur einer war, sondern mehrere. Das ist doch der Knackpunkt, das, was Dich gewaltig stört. Dass eine Frau in der Lage ist, Sex als eine Sache anzusehen, die man macht, um ein Bedürfnis zu befriedigen. Dass sie da eben gemeinhin wie ein "Mann" getickt hat bisher - und Du Dich gewissermaßen "unmännlich" fühlst, wenn Du Dich mit ihr vergleichst, gleichzeitig aber auch "voll im Recht", weil Du Sex nicht ohne Liebe haben kannst und das ja das einzig Richtige ist (in Deinen Augen). Damit es Dir wieder gut geht bzw. Deine Männlichkeit nicht in Frage gestellt wird, muss der Schuldige gefunden werden: Natürlich die Frau, weil sie doch eigentlich diejenige sein sollte, die Sex nicht ohne Liebe machen kann.

Wenn Du weiterhin eine glückliche Beziehung haben willst, solltest Du aufhören, so an dem Thema zu hängen und auch nicht mehr auf Teufel komm raus zu beweisen versuchen, dass Deine Freundin nicht "richtig tickt"!

Ihre Vergangenheit ist ihre Vergangenheit, Deine ist Deine. Man kann sie nicht mehr ändern. Wozu auch? Es sind die Dinge und Ereignisse, die einen zu dem Menschen gemacht haben, der man jetzt ist.

Liebe ist nicht an Bedingungen geknüpft: Wenn sie mich wirklich liebt, dann will sie weniger Sex mit mir?? - Das würde es ja dann heißen, wenn Du Deiner Logik konsequent folgst...


Danke für Deinen sehr tiefgründigen Beitrag. Ich nehme deine drei letzten Absätze als Tipp mit.

Du hast vollkommen Recht, nicht jeder erfüllt Klisches. Ich nicht, sie nicht und ja, ich sehe mich tatsächlich etwas nachzüglerisch, während mich das eher stört, findet sie das sogar gut, weil es selten der Fall ist.

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9. Dezember 2013 um 11:03
In Antwort auf zubin_12935259

Lebenserfahrung
Jetzt muss ich doch meinen Kommentar dazu abgeben:

Ich bin zum 2. Mal verheiratet und meine Frau und ich leben uns sehr. Mal abgesehen davon, dass ich eben auch meine Vergangenheit habe, habe ich doch auch ähnliche Gefühle wie Du, weswegen ich Dich durchaus verstehen kann. Meine Frau hatte direkt vor mir eine langjährige rein sexuelle Beziehung zu einem Mann, den sie zwar gern hatte, aber das war es dann auch schon. Er hatte eine feste Beziehung und meine Frau hat seine Versuche, sie in eine Liebesbeziehung mit ihm hineinzuziehen immer abgeblockt. Warum?
Ganz einfach: Er war nie der Mann, mit dem sie sich eine feste Liebesbeziehung oder gar Heirat vorstellen konnte und sie hatte sich ihm gegenüber auch nie moralisch verpflichtet gefühlt. Der Sex hatte einfach Spaß gemacht und das war es.
Das Ganze ging 5-6 Jahre lang, aber sie hat die ganzen Jahre eigentlich immer nach dem Mann gesucht, der zu ihr passt. Keinem hatte sie je diesen Mann auch vorgestellt, weil er einfach nicht zu ihr passte...zu unmännlich, zu klein,...
Sie hatte sich geparkt gefühlt und Ihre sexuellen Fantasien ausgelebt.
Ja, auch ich habe damit, vor allem mit dieser langen Dauer der Beziehung immer noch - nach 12 Jahren - so mein Problem. Aber ich kann die Vergangenheit ja nicht ändern. Was zählt ist, dass wir seit 12 Jahren sehr glücklich miteinander sind, zusammen passen, Kinder miteinander haben und richtig eng gemeinsam Leben und unser Leben genießen.
Ich zwinge mich ja auch dazu, die Vergangenheit ruhen zu lassen und einfach nicht mehr darüber zu sprechen, fertig.

Sei also einfach glücklich mit dem, was Ihr beide miteinander habt und dass Ihr Euch habt. Das ist nicht immer einfach, das weiß ich, aber eigentlich geht es Dich auch nichts an, was vor Dir war.
Sehe es wie die französische Sängerin Edith Piaff: "Ich bereue nichts, aber das Leben fing erst mit Dir an."

Reiß Dich zusammen und grüble nicht so viel, sondern genieße die Gegenwart.

Hmm
Schön, dass es noch andere Menschen gibt, die sich ernsthaft mit solchen Dingen auseinandersetzen, auch wenn sie in der Vergangenheit liegen.

Aber Recht hast Du, dass man tatsächlich nicht ständig in der Vergangenheit wühlen sollte, sondern die Gegenwart genießen sollte, die wirklich toll ist bei uns beiden.

Das fällt mir besonders dann nicht leicht, wenn ich Zeit zum Nachdenken habe, wenn ich sie nicht bei mir habe und mir die Gedanken einen Strich durch die Rechnung machen, sinnlos kreisen.

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9. Dezember 2013 um 11:05


Tja, sowas solls geben. Positiv betrachtet könnte man auch sagen, dass es sich bei dieser Sorte Mensch um reflektierende Menschen handelt und nicht den typischen Checker Macho, der nach dem Motto lebt "Isch bin der Beste". Merkwürdigerweise stehen die wenigsten Frauen auf die Typen, die per se meinen, sie seien Ultimativ.

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9. Dezember 2013 um 11:09

Danke
für Deine Antwort.

Ich kenne sie seit ca. 5 Monaten, sie wirkt sehr kühl nach außen hin und genau das, was Du beschreibst, sagte sie mir auch ziemlich zu Beginn, dass sie dazu eben in der Lage ist, für mich halt einfach befremdlich, aber ich nehm das so hin.

Sie beschrieb es wie du, dass sie sich genau überlege, mit wem sie tatsächlich eine Beziehung eingehen würde, dass das für sie etwas Besonderes sei.

Ich denke meine Befürchtung liegt auch ganz woanders, nämlich darin, dass solche Frauen die permanente Abwechslung brauchen. Sie ist da recht ehrlich, sie beschreibt mir den Sex mit ihrer letzten Beziehung, die bereits lange zurück liegt, als erfüllend, den Sex mit den Affären als eher dürftig, bis eben fast schon unnötig, das weiß man halt später erst.

Ich denke halt immer daran, dass jemand gewisse Hemmschwellen in der Lage ist zu überschreiten, wenn er zig Frauen oder Männer klar gemacht hat, egal ob in einer Beziehung sich befindend oder nicht, vielleicht denke ich da auch falsch, weil ich selbst eben keine eigenen Affären und somit keine Erfahrung habe/hatte

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9. Dezember 2013 um 11:11

Wir Männer
Ja, Adriana, ich denke schon, dass das so ist und Du den Nagel, wenn auch ein wenig abfällig, auf den Kopf getroffen hast.
Da sind wir Männer alle sehr ähnlich, wenigstens die, für die altmodische Werte sehr wichtig sind. Und da sind wir Männer sicherlich auch ungerecht, aber da steckt auch ein natürlicher Urinstinkt in uns.
Löwenmännchen töten die Nachkommen ihrer Vorgänger, um dafür zu sorgen, dass nur die eigenen Gene weitergetragen werden.
Die Gesellschaft kann uns eben nicht in kürzester Zeit umkrempeln, und jeder normale Mann möchte einfach der beste sein, einfach der Traummann für seine Partnerin.
Und manchmal sind wir einfach mit unseren recht einfach strukturierten Gehirnen überfordert, die Seelenwelt von Frauen zu verstehen.
Na ja, auch Männer fühlen sich oft unverstanden.

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9. Dezember 2013 um 11:12

Kann ich Dir erklären
Weil ich eben lange Zeit keinerlei Betterfahrung mehr hatte und sie dachte, sie hat da eine Quasi-Jungfrau in der Kiste.

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9. Dezember 2013 um 11:17
In Antwort auf tyche26

Du wunderst...
... Dich darüber, dass eine Frau Sex und Liebe trennen kann, weil das doch angeblich eher eine Männerangelegenheit sei, schreibst aber weiter oben, dass Du selbst - und das als Mann - nicht in der Lage bist, Sex ohne Gefühle zu haben?!

Über die Frau wunderst Du Dich und bemühst Klischees, Dich selbst nimmst Du aber so hin, wie Du bist.

Davon abgesehen: Die Frau hat Dir doch gesagt, dass sie zwar in der Lage ist, Gefühle und Sex zu trennen, dass sie es aber bei Dir nicht so handhaben kann. Sie findet Dich gefühlsmäßig und körperlich anziehend.

Ich verstehe nicht ganz, wo Dein Problem dabei ist? - Es sei denn, und das vermute ich eher mal, es geht Dir gar nicht wirklich um die Frage, ob ein Mensch in der Lage ist, Dinge zu trennen oder nicht. Dass Menschen nicht immer wie das männliche oder weibliche Klischee ticken müssen, siehst Du ja an Dir selbst.

Ich denke, es geht Dir in Wirklichkeit darum, dass Du nicht mit der Anzahl ihrer Sexpartner klar kommst. Dass es nicht nur einer war, sondern mehrere. Das ist doch der Knackpunkt, das, was Dich gewaltig stört. Dass eine Frau in der Lage ist, Sex als eine Sache anzusehen, die man macht, um ein Bedürfnis zu befriedigen. Dass sie da eben gemeinhin wie ein "Mann" getickt hat bisher - und Du Dich gewissermaßen "unmännlich" fühlst, wenn Du Dich mit ihr vergleichst, gleichzeitig aber auch "voll im Recht", weil Du Sex nicht ohne Liebe haben kannst und das ja das einzig Richtige ist (in Deinen Augen). Damit es Dir wieder gut geht bzw. Deine Männlichkeit nicht in Frage gestellt wird, muss der Schuldige gefunden werden: Natürlich die Frau, weil sie doch eigentlich diejenige sein sollte, die Sex nicht ohne Liebe machen kann.

Wenn Du weiterhin eine glückliche Beziehung haben willst, solltest Du aufhören, so an dem Thema zu hängen und auch nicht mehr auf Teufel komm raus zu beweisen versuchen, dass Deine Freundin nicht "richtig tickt"!

Ihre Vergangenheit ist ihre Vergangenheit, Deine ist Deine. Man kann sie nicht mehr ändern. Wozu auch? Es sind die Dinge und Ereignisse, die einen zu dem Menschen gemacht haben, der man jetzt ist.

Liebe ist nicht an Bedingungen geknüpft: Wenn sie mich wirklich liebt, dann will sie weniger Sex mit mir?? - Das würde es ja dann heißen, wenn Du Deiner Logik konsequent folgst...

Noch ein kleiner Nachsatz zu tyche
...und ewiges Zweifeln und Hinterfragen kratzt an Deiner eigenen Verhgoldung...
Du bist doch der Mann, den sie will und mit dem sie beides haben will, Liebe und Sex, was kann es besseres geben?

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9. Dezember 2013 um 11:22

Frauen
im übrigen sind nicht wirklich anders, ich habe noch nie Männerblicke gesehen, die so vergleichend, tötend sein können in Bezug auf Brustgröße, Hintern, Beine und Co. Ich glaube, Frauen geben und nehmen sich da in der Tat nichts mit Männern, was Vergleiche betrifft.

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9. Dezember 2013 um 11:59

Antwort
Ich selbst hatte auch nie solche Geschichten, bei anderen muss ich sagen, stört es mich nur dann nicht, wenn ich echte Gefühle habe und wirklich verliebt bin, dann bin ich an der Person und nicht ihrer zu kommt noch interessiert.
Aber erschwerend hinzu kommt noch, dass mit zunehmendem Alter, ich bin über 30, immer weniger unbefleckt sind und die, die es sind, haben einen Schatten.

Die eigene Wertschätzung ... hmm, ich dachte früher auch nur Männer sind da so, aber ich lerne immer mehr Frauen kennen, die inflationär mit Sex umgehen, aber interessanterweise können die Gefühle, also Liebe, sehr gut trennen und gehen dagegen sehr sparsam mit Liebe um.

Also ich kenne im Grunde 2 verschiedene Typus Frauen.
Einmal der Typus, der sich ständig verliebt, aber weniger Sex hat, der Typus, der die Gefühle besser im Griff hat, aber häufiger mental abgetrennten Sex.

Jetzt ist die Frage, was besser ist. Eigentlich bin ich lieber der Mann, in den sie verliebt ist und eine Beziehung möchte inklusive Sex, als der Kerl, über den sie drüber reiten möchte, keinerlei Zärtlichkeiten getauscht werden usw.

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9. Dezember 2013 um 12:27

Muss ich Dir leider Recht geben
Ich bin momentan auch im Konflikt, dass meine deutlich jüngere Partnerin ein bewegtes Sexleben hatte - und noch schlimmer - es mir nicht zeigt oder es mit mir nicht ausleben möchte. Wie auch immer, das ist doppelt bedenklich.

Aber die Sache ist natürlich schon, wenn jemand 20 Partner hatte, wieso soll Partner 21 dann auf einmal die Top Liebe sein, fragt sich natürlich berechtigterweise Partner Nr. 21

Wenn ich mir zuviele Gedanken in oder um eine Partnerin machen muss, negative Gedanken, dann würde ich mir auch überlegen, das wieder zu beenden.

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9. Dezember 2013 um 23:52

Ich finde die Zahl auch
durchaus realistisch. Denke auch, dass viele Frauen bei der Angabe ihrer Sexualpartner nicht ehrlich sind, eben weil Männer dann Ego-Probleme kriegen.

Selbst wenn jemand mal länger in einer Beziehung ist und dann wieder ne kurze Sturm- und Drang-Phase hat

Wayne? Man hat sich ausgelebt. Es in unserer heutigen Zeit naiv zu glauben, dass eine Frau, die sich in Richtung 30 bewegt nur 3 Typen im Bett hatte. Gibt es sicher auch, aber wie war das? Menschen lügen am meisten, wenn es um ihr Gewicht, ihre Karriere und um ihre Sexualität geht. So, da habt ihr's!

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10. Dezember 2013 um 0:00

....
Kann mir nicht vorstellen, dass das wirklich üblich ist. Ich kenne zwar auch ein paar Frauen die auf die Zahl kommen, aber die sind eher die Ausnahme.

Ich persönlich habe in meinem Leben noch keine 20 Männer getroffen mit denen ich mir Sex hätte vorstellen können. Da muss für mich schon vieles stimmen: Anziehung, Geruch etc. und das habe ich bei den wenigsten Männern. Aber ich habe auch recht hohe Standards....

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10. Dezember 2013 um 8:05

Euch Männer...
... soll mal einer verstehen.

Diese Frau ist offensichtlich sehr verliebt in dich und ihr habt grandiosen Sex. Anstatt glücklich zu sein und einfach zu genießen trägst du einen Schwanzvergleich mit Männern aus, die du vermutlich nichtmal kennst.

Ich verrate dir mal was: Nur weil eine Frau sich ausgelebt und ausprobiert hat, in welcher Form auch immer, bedeutet das nicht dass sie nicht zu bedingungsloser Liebe fähig ist. Du stellst da einen Zusammenhang her, der gar nicht existiert.

Was wäre so schlimm daran einfach glücklich zu sein?

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11. Dezember 2013 um 14:56


Also.. Ich finde das alles auch ein wenig "verwirrend"- und ich bin froh hier endlich mal zu hören was ich auch absolut finde - jemand der viele Partner(innen) "hatte" ist für mich auch irgendwie erledigt...

Und 20 Partner IST viel. Und mit 15 anfangen viel zu früh - ich bin sicher sehr spät gewesen aber mit 15 hatte ich weiß Gott anderes zu tun. Es läuft einem nichts (oder keiner) weg.

Ich bin ü30 und hatte 5 Männer. Gelegenheiten gab bzw. gibt es leider für die schnelle Nummer genug aber nein danke.

In Zahlen.. Ich finde alles bis 10 okay aber drüber ist für mich nicht okay.

Sicher muss jeder selber entscheiden aber wenn es als normal gilt mit 15 Sex zu haben und 20 Partner mit 30 Jahren nicht viel ist- dann muss man sich über vieles wohl nicht mehr wundern

Schön zu lesen jedenfalls dass ich nicht die Einzige bin die durchaus nachfragt und Rückschlüsse aus dem Sexleben meines Partners VOR meiner Zeit zieht.

Zum Thema zurück: Ich glaube Ihr habt einfach total unterschiedliche Erwartungen/ Ansprüche und ich glaube ihr geht's halt mehr um Sex. Was Ihr draus macht.. Ich fürchte viel erwarten kann man da nicht.

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8. Januar 2014 um 22:58

Also...
Ich glaube zuerst einmal hier geht es nicht um die Anzahl der Sexpartner oder? Ich glaube nicht, dass dich das stört. Du fragst dich einfach, ob man Sex und Gefühle trennen kann weil es bei dir selbst nicht so ist. Zuerst habe ich deine "Frage" auch nicht richtig verstehen können, aber nachdem ich die anderen Kommentare gelesen habe ging es. Ich glaube, dass jeder Mensch anders ist und deshalb jeder anders tickt bei dem Thema. Du sagst du kannst keinen Sex haben ohne Gefühle. Ich hatte beispielsweise ca. ein halbes Jahr eine Sexbeziehung. Er hatte vor mir schon viele andere Sexbeziehungen. Ich nicht. Ich hatte nur eine feste Beziehung davor. Das alles ging dann auch ca. 2 Monate gut, bis ich Gefühle entwickelte. Da er aber auf keinen Fall eine Beziehung wollte und merkte, was in mir vorging beendete er es. Ich kann das also demnach auch nicht. Für mich gehören zum Sex auch immer Gefühle dazu. Dein Problem habe ich jetzt so verstanden, dass du nicht verstehst, wie jemand Sex und Gefühle trennen kann, weil es bei dir nichst so ist? Aber wie gesagt. Du musst das akzeptieren. Da ist ja jeder anders. Aber um ehrlich zu sein. Beim Sex ist man sich so nah...wie kann man dann keine Gefühle entwickeln? Und an den Klischees, die du aufzählst solltest du dich nicht festnageln. Klar es heißt immer Männer können Sex haben ohne Gefühle. Aber du bist ja jetzt beispielsweise das lebendige Gegenbeispiel. Und nur weil sie viel Sex will heißt das ja nicht, dass sie beim Sex keine Gefühle für dich hat. Aber so ganz versehe ich dein Problem auch nicht und glaub mir ich halte von Sexbeziehungen auch absolut nichts weil einer sich früher oder später meiner Meinung nach immer verliebt und es dann um so schmerzhafter für denjenigen ist. Aber so wie du das schilderst ist bei euch doch alles gut. Wenn sie sich wirklich liebt bist du anscheinend der Richtige. Sie hatte ja vorher genug andere in die sie sich hätte verlieben können. Hoffe ich konnte dir helfen. Lg Nellyshelly

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