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Kuscheltier als Weihnachtsgeschenk für einen Mann?

17. Dezember 2018 um 3:07

Hallo!

Ich habe eine etwas ungewöhnliche Frage. Ich bin seit einigen Monaten mit meinem Freund zusammen. Ich bin 35, er 45. Haben beide Kinder aus früheren Beziehungen und stehen auch sonst mit beiden Beinen im Leben. Zwischen uns läuft es sehr gut.
Er ist ein toller Mann, der leider eine sehr schwere Kindheit hatte. Seine Eltern waren Alkoholiker. Er hat schlimme Gewalt erlebt und Armut. Er hat es aus eigener Kraft sehr weit gebracht (hat sogar einen Doktortitel), wofür ich ihn sehr bewundere. Dennoch haben seine Kindheitserinnerungen Spuren hinterlassen, unter denen er leidet. Er ist sehr sensibel. Eine Therapie hat wenig gebracht, da der Therapeut nicht mal zugehört hat... Wie es dem auch immer sei. Er hat mir vieles aus seiner Kindheit erzählt und vieles davon hat mich zum Weinen gebracht. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schlimm das gewesen sein muss, da ich selber eine sehr glückliche, behütete Kindheit hatte.

Unter anderem hat er mir erzählt, dass er als Kind nie ein Kuscheltier hatte. Jetzt hat er eines, was ihm von seiner Tochter ausgeliehen wurde. Ich habe mir überlegt, ihm zu Weihnachten ein "eigenes" Kuscheltier zu schenken. Was kleines, keinen Riesenbär, den alle, die in seine Wohnung kommen, sofort sehen. Aber ich bin unsicher. Normalerweise würde ich einem Mann sicher keine Kuscheltiere schenken.

Wie seht ihr das?

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17. Dezember 2018 um 6:35
In Antwort auf luanaluna5

Hallo!

Ich habe eine etwas ungewöhnliche Frage. Ich bin seit einigen Monaten mit meinem Freund zusammen. Ich bin 35, er 45. Haben beide Kinder aus früheren Beziehungen und stehen auch sonst mit beiden Beinen im Leben. Zwischen uns läuft es sehr gut.
Er ist ein toller Mann, der leider eine sehr schwere Kindheit hatte. Seine Eltern waren Alkoholiker. Er hat schlimme Gewalt erlebt und Armut. Er hat es aus eigener Kraft sehr weit gebracht (hat sogar einen Doktortitel), wofür ich ihn sehr bewundere. Dennoch haben seine Kindheitserinnerungen Spuren hinterlassen, unter denen er leidet. Er ist sehr sensibel. Eine Therapie hat wenig gebracht, da der Therapeut nicht mal zugehört hat... Wie es dem auch immer sei. Er hat mir vieles aus seiner Kindheit erzählt und vieles davon hat mich zum Weinen gebracht. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schlimm das gewesen sein muss, da ich selber eine sehr glückliche, behütete Kindheit hatte.

Unter anderem hat er mir erzählt, dass er als Kind nie ein Kuscheltier hatte. Jetzt hat er eines, was ihm von seiner Tochter ausgeliehen wurde. Ich habe mir überlegt, ihm zu Weihnachten ein "eigenes" Kuscheltier zu schenken. Was kleines, keinen Riesenbär, den alle, die in seine Wohnung kommen, sofort sehen. Aber ich bin unsicher. Normalerweise würde ich einem Mann sicher keine Kuscheltiere schenken.

Wie seht ihr das?

Ich würde das nicht machen!

Ein Kuscheltiergeschenk könnte seine Kindheitserinnerungen triggern und dann habt ihr kein fröhliches Weihnachten, sondern das Gegenteil.

Gerade bei sensiblen Menschen und wenn die Kindheitserinnerungen nicht verarbeitet wurden, kann es dann zu Flashbacks kommen, die depressive Phasen auslösen können.

Er sollte lernen, mit der Vergangenheit abzuschließen, aber sowas muss man nicht unbedingt zu Weihnachten machen.

Es wird doch sicherlich etwas geben, was ihm wirkliche Freude bereitet und was nicht im Zusammenhang mit seiner traumatischen Kindheit steht?

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17. Dezember 2018 um 8:07
In Antwort auf luanaluna5

Hallo!

Ich habe eine etwas ungewöhnliche Frage. Ich bin seit einigen Monaten mit meinem Freund zusammen. Ich bin 35, er 45. Haben beide Kinder aus früheren Beziehungen und stehen auch sonst mit beiden Beinen im Leben. Zwischen uns läuft es sehr gut.
Er ist ein toller Mann, der leider eine sehr schwere Kindheit hatte. Seine Eltern waren Alkoholiker. Er hat schlimme Gewalt erlebt und Armut. Er hat es aus eigener Kraft sehr weit gebracht (hat sogar einen Doktortitel), wofür ich ihn sehr bewundere. Dennoch haben seine Kindheitserinnerungen Spuren hinterlassen, unter denen er leidet. Er ist sehr sensibel. Eine Therapie hat wenig gebracht, da der Therapeut nicht mal zugehört hat... Wie es dem auch immer sei. Er hat mir vieles aus seiner Kindheit erzählt und vieles davon hat mich zum Weinen gebracht. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schlimm das gewesen sein muss, da ich selber eine sehr glückliche, behütete Kindheit hatte.

Unter anderem hat er mir erzählt, dass er als Kind nie ein Kuscheltier hatte. Jetzt hat er eines, was ihm von seiner Tochter ausgeliehen wurde. Ich habe mir überlegt, ihm zu Weihnachten ein "eigenes" Kuscheltier zu schenken. Was kleines, keinen Riesenbär, den alle, die in seine Wohnung kommen, sofort sehen. Aber ich bin unsicher. Normalerweise würde ich einem Mann sicher keine Kuscheltiere schenken.

Wie seht ihr das?

der mann ist 45 jahre alt, in mittlerem alter und beileibe kein kind mehr.
in diesem alter sollte man es geschafft haben, die schatten einer unschönen kindheit hinter sich zu lassen.

du solltest dich tunlichst fragen, ob du wirklich so jemanden als partner haben möchtest, der so "sensibel" ist, die vergangenheit nocht loslassen kann und sich wie ein kind verhält.

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17. Dezember 2018 um 5:08

Hallo Luana,

ich würde es nicht tun und um ehrlich zu sein verstehe ich nicht, warum er keine Therapie gemacht hat, nur weil der eine Therapeut nicht zugehört hat. Ja, es gibt diese Therapeuten, sogar mehr als es den Patienten gut tut, aber ich finde, du bist eben nicht seine Therapeutin, sondern seine Partnerin. Er hätte doch einfach eine anderen suchen können. Jeder kann bis zu drei Gespräche führen bei einem Therapeuten, kostenfrei wenn kassenversichert und da muss man nicht bei einem direkt nein sagen.
Was hält ihn denn davon ab, sich selber ein Kuscheltier zu kaufen? Er ist erwachsen und solltest gar nicht erst in den Mutterrollenersatz rutschen...du bist weder seine Therapeutin noch seine Mutter. Es sei denn, du bist vom Typ her der fürsorgliche. Dann passt es wieder und ein Kuscheltier ist nur der Anfang.
 

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17. Dezember 2018 um 3:30

Absolut geniale Idee!!!

Also zumindest, wenn er Kuscheltiere nicht irgendwie zum Kotzen findet, was ja aber mutmaßlich nicht der Fall ist, wenn er ein Leihkuscheltier hat.

Mich rührt das total, unter anderem, weil ich Kuscheltierfan bin. Hat er inzwischen Selbstwert? Dann kann er auch zu seinem Kuscheltier stehen...    Abgesehen davon kann er sich ja immer hinter der Aussage verstecken, Du hättest ihm das geschenkt und er könne ja nichts dafür... 

Das dürfte eines der persönlichsten und liebevollsten Geschenke sein, welches er je bekommen hat, selbst wenn er am Ende nicht so abgeht auf die Dinger wie ich...

Kuscheln ist unglaublich wichtig und die Kuschelviecher haben immer Zeit und nerven nicht rum - die sind schon ziemlich genial. Wenn sie auch noch kochen könnten und so, dann könnte man da durchaus schwach werden...

Im Ernst: Wenn er ein Herz hat (wonach es sich ja anhört), wird er sich sehr freuen. Es sollte auf keinen Fall zu klein sein, weil man sonst mit dem Ding nicht kuscheln kann. Wichtig wäre, daß Du dem Viech ne Stimme gibst, die vielleicht gut zu seinem Charakter paßt und dem Ding damit eine Seele verpaßt, ebenso, indem es sich quasi bewegt - dadurch wird es lebendig und er kann gar nicht anders, als es als "Lebewesen" zu akzeptieren, welches nun bei ihm einziehen will.

Wenn er nicht seltsam ist, wird das das Knallergeschenk schlechthin.

Trau Dich!

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17. Dezember 2018 um 3:59

Danke, Jassin
Freut mich, dass du mich da ermutigst. Er hat zwei Seiten, die eine sehr pragmatisch/technisch (sein Beruf), aber auch eine sehr sensible und emotionale.
Aber ein Tier, was zu seinem Wesen passt... hm...

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17. Dezember 2018 um 5:08

Hallo Luana,

ich würde es nicht tun und um ehrlich zu sein verstehe ich nicht, warum er keine Therapie gemacht hat, nur weil der eine Therapeut nicht zugehört hat. Ja, es gibt diese Therapeuten, sogar mehr als es den Patienten gut tut, aber ich finde, du bist eben nicht seine Therapeutin, sondern seine Partnerin. Er hätte doch einfach eine anderen suchen können. Jeder kann bis zu drei Gespräche führen bei einem Therapeuten, kostenfrei wenn kassenversichert und da muss man nicht bei einem direkt nein sagen.
Was hält ihn denn davon ab, sich selber ein Kuscheltier zu kaufen? Er ist erwachsen und solltest gar nicht erst in den Mutterrollenersatz rutschen...du bist weder seine Therapeutin noch seine Mutter. Es sei denn, du bist vom Typ her der fürsorgliche. Dann passt es wieder und ein Kuscheltier ist nur der Anfang.
 

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17. Dezember 2018 um 5:16

Ne, das Viech muß nicht zu seinem Wesen passen - kann aber... Die Stimme sollte zum Charakter vom Viech passen. Also ein piepsender Braunbär klänge vielleicht etwas seltsam. Eine Ex von mir war darin super, den Viechern Stimmen zu verpassen - da hätt ich mich wegschmeißen können. Und tolle Namen hat die sich ausgedacht!

Schön, daß Du Dich ermutigt fühlst...

Ach, ja: Ich mag die Viecher am meisten, die ein richtig breites Lachen/Lächeln haben und gleichzeitig eher intelligent aus der Wäsche schauen. FRECHE Plüschviecher haben auch einen ganz besonderen Charme, weil man bei denen lustig findet, was man bei Menschen doof fände.

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17. Dezember 2018 um 5:21

Hallo Zuckerschnecke,

den Hinweis mit der Mutterrolle finde ich berechtigt, die Idee, daß er sich einen weiteren Therapeuten sucht (Stichwort Selbstzahler, da ist man gerne mal mehr König Kunde), trifft es auch - aber jemandem das zu schenken, was er schon sein ganzes Leben lang vermißt, das kann man nun durchaus als Aufgabe auch des Partners ansehen und zu einem gewissen Grade ist ein Partner auch Mutti und Papi in Personalunion, solange das nicht seine einzige Rolle ist.

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17. Dezember 2018 um 5:28

Hallo Jassin,

grundsätzlich kann ich den Ansatz natürlich sehr gut nachvollziehen und es ist auch eine liebe Geste...dann aber sollte es eben nur Geste und nicht ein Weihnachtsgeschenk sein. Zum anderen wird das innere Kind des Mannes angsprochen und aus meiner Erfahrung heraus, wird es wirklich schwierig in Beziehungen, wenn einer eine derartige Last unaufgearbeitet in eine Beziehung bringt...das kann harmlos mit einem Kuscheltier anfangen und ganz böse enden.
Es gibt aber auch ganz wenige Beziehungen, eine fällt mir da ein, da hat die ebenfalls sehr schlimme Kindheit keine neg. Auswirkungen auf die Beziehung gehabt (auch ohne Therapie) und die Partnerin war sehr einfühlsam (hat damals Psychologie studiert und war also mehr als firm).

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17. Dezember 2018 um 5:54

Ich ging jetzt mal treudeutschdoof davon aus, daß die Beziehung von den beiden prinzpiell funktioniert, deshalb hab ich mich auf den Kuschelviehaspekt beschränkt.

Inwieweit diese unaufgearbeitete Geschichte als Päckchen für die Beziehung zu werten ist, kann ich nicht wirklich einschätzen. Ich habe mir viel mehr selbst geholfen als alle Therapeuten zusammen und da habe ich gar manchen getroffen. Therapeuten sind auch nur Menschen und öfter mal schlechter als man hofft (trotzdem habe ich auch hilfreiche Erfahrungen mit ihnen gemacht).

Insofern kann es durchaus sein, daß Luanalunas Partner auch auf einem guten Wege ist, seine Erlebnisse selbst zu verarbeiten und einzuordnen - mit dem Alter sollte da schon was gehen; die Kuscheltiere sehe ich dabei gerade als ziemlich wichtigen Ansatz, denn es geht dabei ja um Nachentwicklung von einer gewissen Liebesfähigkeit  und um Bewältigung des Versagens der Eltern.

Vielleicht gibt es zu diesem Thema irgendwann anders mal noch einen Thread.

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17. Dezember 2018 um 6:35
In Antwort auf luanaluna5

Hallo!

Ich habe eine etwas ungewöhnliche Frage. Ich bin seit einigen Monaten mit meinem Freund zusammen. Ich bin 35, er 45. Haben beide Kinder aus früheren Beziehungen und stehen auch sonst mit beiden Beinen im Leben. Zwischen uns läuft es sehr gut.
Er ist ein toller Mann, der leider eine sehr schwere Kindheit hatte. Seine Eltern waren Alkoholiker. Er hat schlimme Gewalt erlebt und Armut. Er hat es aus eigener Kraft sehr weit gebracht (hat sogar einen Doktortitel), wofür ich ihn sehr bewundere. Dennoch haben seine Kindheitserinnerungen Spuren hinterlassen, unter denen er leidet. Er ist sehr sensibel. Eine Therapie hat wenig gebracht, da der Therapeut nicht mal zugehört hat... Wie es dem auch immer sei. Er hat mir vieles aus seiner Kindheit erzählt und vieles davon hat mich zum Weinen gebracht. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schlimm das gewesen sein muss, da ich selber eine sehr glückliche, behütete Kindheit hatte.

Unter anderem hat er mir erzählt, dass er als Kind nie ein Kuscheltier hatte. Jetzt hat er eines, was ihm von seiner Tochter ausgeliehen wurde. Ich habe mir überlegt, ihm zu Weihnachten ein "eigenes" Kuscheltier zu schenken. Was kleines, keinen Riesenbär, den alle, die in seine Wohnung kommen, sofort sehen. Aber ich bin unsicher. Normalerweise würde ich einem Mann sicher keine Kuscheltiere schenken.

Wie seht ihr das?

Ich würde das nicht machen!

Ein Kuscheltiergeschenk könnte seine Kindheitserinnerungen triggern und dann habt ihr kein fröhliches Weihnachten, sondern das Gegenteil.

Gerade bei sensiblen Menschen und wenn die Kindheitserinnerungen nicht verarbeitet wurden, kann es dann zu Flashbacks kommen, die depressive Phasen auslösen können.

Er sollte lernen, mit der Vergangenheit abzuschließen, aber sowas muss man nicht unbedingt zu Weihnachten machen.

Es wird doch sicherlich etwas geben, was ihm wirkliche Freude bereitet und was nicht im Zusammenhang mit seiner traumatischen Kindheit steht?

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17. Dezember 2018 um 7:00
In Antwort auf sophiapetrillo

Ich würde das nicht machen!

Ein Kuscheltiergeschenk könnte seine Kindheitserinnerungen triggern und dann habt ihr kein fröhliches Weihnachten, sondern das Gegenteil.

Gerade bei sensiblen Menschen und wenn die Kindheitserinnerungen nicht verarbeitet wurden, kann es dann zu Flashbacks kommen, die depressive Phasen auslösen können.

Er sollte lernen, mit der Vergangenheit abzuschließen, aber sowas muss man nicht unbedingt zu Weihnachten machen.

Es wird doch sicherlich etwas geben, was ihm wirkliche Freude bereitet und was nicht im Zusammenhang mit seiner traumatischen Kindheit steht?

Ich schließe mich an, da ich ungefähr Gleiches geschrieben hätte.

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17. Dezember 2018 um 8:07
In Antwort auf luanaluna5

Hallo!

Ich habe eine etwas ungewöhnliche Frage. Ich bin seit einigen Monaten mit meinem Freund zusammen. Ich bin 35, er 45. Haben beide Kinder aus früheren Beziehungen und stehen auch sonst mit beiden Beinen im Leben. Zwischen uns läuft es sehr gut.
Er ist ein toller Mann, der leider eine sehr schwere Kindheit hatte. Seine Eltern waren Alkoholiker. Er hat schlimme Gewalt erlebt und Armut. Er hat es aus eigener Kraft sehr weit gebracht (hat sogar einen Doktortitel), wofür ich ihn sehr bewundere. Dennoch haben seine Kindheitserinnerungen Spuren hinterlassen, unter denen er leidet. Er ist sehr sensibel. Eine Therapie hat wenig gebracht, da der Therapeut nicht mal zugehört hat... Wie es dem auch immer sei. Er hat mir vieles aus seiner Kindheit erzählt und vieles davon hat mich zum Weinen gebracht. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schlimm das gewesen sein muss, da ich selber eine sehr glückliche, behütete Kindheit hatte.

Unter anderem hat er mir erzählt, dass er als Kind nie ein Kuscheltier hatte. Jetzt hat er eines, was ihm von seiner Tochter ausgeliehen wurde. Ich habe mir überlegt, ihm zu Weihnachten ein "eigenes" Kuscheltier zu schenken. Was kleines, keinen Riesenbär, den alle, die in seine Wohnung kommen, sofort sehen. Aber ich bin unsicher. Normalerweise würde ich einem Mann sicher keine Kuscheltiere schenken.

Wie seht ihr das?

der mann ist 45 jahre alt, in mittlerem alter und beileibe kein kind mehr.
in diesem alter sollte man es geschafft haben, die schatten einer unschönen kindheit hinter sich zu lassen.

du solltest dich tunlichst fragen, ob du wirklich so jemanden als partner haben möchtest, der so "sensibel" ist, die vergangenheit nocht loslassen kann und sich wie ein kind verhält.

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17. Dezember 2018 um 9:23

Mein Freund hatte auch kein einziges Kuscheltier zuhause, da habe ich ihm auch schon ein Plüschi zu Weihnachten geschenkt. Vielleicht ist es kindisch, aber er hat sich wirklich sehr gefreut und kuschelt regelmäßig mit ihm. Also ja, ich würds machen. Ich finde, das ist eine sehr süße Geste.

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17. Dezember 2018 um 10:52
In Antwort auf luanaluna5

Hallo!

Ich habe eine etwas ungewöhnliche Frage. Ich bin seit einigen Monaten mit meinem Freund zusammen. Ich bin 35, er 45. Haben beide Kinder aus früheren Beziehungen und stehen auch sonst mit beiden Beinen im Leben. Zwischen uns läuft es sehr gut.
Er ist ein toller Mann, der leider eine sehr schwere Kindheit hatte. Seine Eltern waren Alkoholiker. Er hat schlimme Gewalt erlebt und Armut. Er hat es aus eigener Kraft sehr weit gebracht (hat sogar einen Doktortitel), wofür ich ihn sehr bewundere. Dennoch haben seine Kindheitserinnerungen Spuren hinterlassen, unter denen er leidet. Er ist sehr sensibel. Eine Therapie hat wenig gebracht, da der Therapeut nicht mal zugehört hat... Wie es dem auch immer sei. Er hat mir vieles aus seiner Kindheit erzählt und vieles davon hat mich zum Weinen gebracht. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schlimm das gewesen sein muss, da ich selber eine sehr glückliche, behütete Kindheit hatte.

Unter anderem hat er mir erzählt, dass er als Kind nie ein Kuscheltier hatte. Jetzt hat er eines, was ihm von seiner Tochter ausgeliehen wurde. Ich habe mir überlegt, ihm zu Weihnachten ein "eigenes" Kuscheltier zu schenken. Was kleines, keinen Riesenbär, den alle, die in seine Wohnung kommen, sofort sehen. Aber ich bin unsicher. Normalerweise würde ich einem Mann sicher keine Kuscheltiere schenken.

Wie seht ihr das?

"Wie seht ihr das?"

das kommt auf eure beziehung an, und darauf, wie er mit seiner vergangenheit umgeht. da er deiner meinung nach darunter "leidet" (wie sieht denn dieses leiden konkret aus?), und sehr sensibel ist, halte ich es für keine gute idee. man macht doch aus dem weihnachtsfest keine therapiestunde!

bring ihm einfach irgendwann mal ein nettes kleines plüschtier als überraschung mit...

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17. Dezember 2018 um 10:54

Und mir machen Menschen Angst, die in einer Beziehung an Ohrfeigen denken  So unterschiedlich sind wir wohl. Ich finds völlig okay, wenn ein erwachsener Mann sensibel ist und auch mal mit einem Kuscheltier knuddelt, wenn ich nicht bei ihm bin, um das zu übernehmen. Für mich muss ein Mann nicht den ganzen Tag den starken Macker raushängen lassen.

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17. Dezember 2018 um 11:16

Ich hab meinem Liebsten mal einen sehr flauschigen Teddy selber gestrickt. War dann ein Zusatz zum "richtigen" Geschenk und er war total gerührt...

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17. Dezember 2018 um 12:07

Hey, na da gehen die Meinungen aber ganz schön auseinanander!

Die Beziehung stimmt absolut. Wie gesagt, er steht mit beiden Beinen voll im Leben. Er hat mir das im Vertrauen erzählt. Ich denke, seine Freunde z.B. wissen nicht mal was von seiner Vorgeschichte.

Mit "sensibel" meine ich, dass er allgemein ein empfindsamer, empathischer Mensch ist. Freut mich auch zu hören, dass hier einige anscheinend so positive Erfahrungen mit Therapeuten gemacht haben. So geht es lange nicht allen. Ich kenne mehrere Psychotherapeuten aus beruflichen Gründen evtl. von einer etwas anderen Seite als ihre Patienten und habe oft das Gefühl, dass sie selber viel hilfsbedürftiger sind als diejenigen, die sie therapieren...

Aber zurück zum Kuscheltier So wie ich ihn einschätze, denke ich nicht, dass so ein Geschenk bei ihm was triggern wird. Meine Angst ist mehr, dass er das als unmännlich empfinden könnte.

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17. Dezember 2018 um 12:17
In Antwort auf luanaluna5

Hallo!

Ich habe eine etwas ungewöhnliche Frage. Ich bin seit einigen Monaten mit meinem Freund zusammen. Ich bin 35, er 45. Haben beide Kinder aus früheren Beziehungen und stehen auch sonst mit beiden Beinen im Leben. Zwischen uns läuft es sehr gut.
Er ist ein toller Mann, der leider eine sehr schwere Kindheit hatte. Seine Eltern waren Alkoholiker. Er hat schlimme Gewalt erlebt und Armut. Er hat es aus eigener Kraft sehr weit gebracht (hat sogar einen Doktortitel), wofür ich ihn sehr bewundere. Dennoch haben seine Kindheitserinnerungen Spuren hinterlassen, unter denen er leidet. Er ist sehr sensibel. Eine Therapie hat wenig gebracht, da der Therapeut nicht mal zugehört hat... Wie es dem auch immer sei. Er hat mir vieles aus seiner Kindheit erzählt und vieles davon hat mich zum Weinen gebracht. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schlimm das gewesen sein muss, da ich selber eine sehr glückliche, behütete Kindheit hatte.

Unter anderem hat er mir erzählt, dass er als Kind nie ein Kuscheltier hatte. Jetzt hat er eines, was ihm von seiner Tochter ausgeliehen wurde. Ich habe mir überlegt, ihm zu Weihnachten ein "eigenes" Kuscheltier zu schenken. Was kleines, keinen Riesenbär, den alle, die in seine Wohnung kommen, sofort sehen. Aber ich bin unsicher. Normalerweise würde ich einem Mann sicher keine Kuscheltiere schenken.

Wie seht ihr das?

Hallo

Dass die Tochter ihm ein Kuscheltier leiht, finde ich schon eine rührende Geste.
Ich bin noch etwas zwiegespalten was dein Geschenk betrifft. Aber falls es ein Kuscheltier sein soll, hast du schon mal an einen "Sorgenfresser" gedacht? Ich kenne einige Erwachsene, die diese toll finden (ich übrigens auch ). Die schauen so frech...

Alles Gute!

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17. Dezember 2018 um 12:31

Irgendwie weiß ich echt nicht recht, ob ich lachen oder heulen soll:

Aus der simplen Frage "Habe eine [funktionierende] Beziehung zu nem sensiblen Mann mit schlechten Kindheitserfahrungen, der ganz offensichtlich mit nem Kuscheltier ganz gut bedient wäre - kann man sowas zu Weihnachten verschenken oder ist das ein Männer-no-go-Geschenk?" wird hier von manchen der Untergang des Abendlandes herbeigeschrieben.

Kann man die Dinge nicht einfach mal so nehmen wie sie sind? Niemand hat was geschrieben von "Hilfe, mir fliegt meine Beziehung um die Ohren - kann ich die mit einem Kuscheltier retten?" oder "Hilfe, mein Partner ist so ein Wrack, ich habe Angst, daß er sofort zur Rasierklinge greift...".

"Kann man einem Mann, der tief in sich drinnen den Wunsch nach einem Kuscheltier zu spüren scheint, eines zu Weihnachten schenken oder ist das unmännlich per se?" - so habe ich die Frage verstanden und so war sie meines Wissens auch einigermaßen klar gestellt.

Antwort: Genau weiß man nie etwas. Aber allgemein: Natürlich kann man, ist auch nicht unmännlich und mutmaßlich wird er sich riesig freuen.

Kann auch nach hinten losgehen. Kann auch ne Fahrt zum Bäcker, um Semmeln zu holen - hat schon mancher mit dem Leben bezahlt. Gibt nix gewisses. Gabs nie. Wirds nie geben.

Immer nur Wahrscheinlichkeiten im Leben.

Ein Geschenk ist ein Geschenk. Entweder es erfreut oder es enttäuscht oder es ist neutral. Wahrscheinlicher ist bei der Konstellation ne große Freude. Mehr kann man dazu sinnvollerweise nicht sagen, oder?

Soll niemanden kränken - aber überall fünf doppelte Böden herbeizuerfinden, erscheint mir wenig zielführend, dafür umso mehr für Verunsicherung zu sorgen, die völlig fehl am Platze ist.

Luanaluna kann uns ja schreiben, wie es ankam - dann haben wir was gelernt. 

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17. Dezember 2018 um 12:49
In Antwort auf luanaluna5

Hey, na da gehen die Meinungen aber ganz schön auseinanander!

Die Beziehung stimmt absolut. Wie gesagt, er steht mit beiden Beinen voll im Leben. Er hat mir das im Vertrauen erzählt. Ich denke, seine Freunde z.B. wissen nicht mal was von seiner Vorgeschichte.

Mit "sensibel" meine ich, dass er allgemein ein empfindsamer, empathischer Mensch ist. Freut mich auch zu hören, dass hier einige anscheinend so positive Erfahrungen mit Therapeuten gemacht haben. So geht es lange nicht allen. Ich kenne mehrere Psychotherapeuten aus beruflichen Gründen evtl. von einer etwas anderen Seite als ihre Patienten und habe oft das Gefühl, dass sie selber viel hilfsbedürftiger sind als diejenigen, die sie therapieren...

Aber zurück zum Kuscheltier So wie ich ihn einschätze, denke ich nicht, dass so ein Geschenk bei ihm was triggern wird. Meine Angst ist mehr, dass er das als unmännlich empfinden könnte.

"... er steht mit beiden Beinen voll im Leben. Er hat mir das im Vertrauen erzählt."

dann ist es also, wie ich fast vermutet habe - die "Kindheitserinnerungen, unter denen er leidet" sind schlichtweg seine kindheitserinnerungen... das man darunter 30 jahre später immer noch "leiden" müsse, wird einem dann gern von menschen angedichtet, die sich selbst nicht vorstellen können, unter solchen bedingungen aufzuwachsen oder zu leben.

fakt ist: sehr viele kinder schaffen es, sich als erwachsene aus solchen bedingungen freizustrampeln. er ist ja anscheinend ein lebensfähiger mensch geworden, und hat seine vergangenheit hinter sich gelassen. natürlich kann man darauf hin und wieder mal mit schmerz und trauer zurückblicken. aber so lange das nicht das alltägliche leben bestimmt, sehe ich da kein "leiden", und auch du solltest nicht den fehler machen, ihm da ein solches einzureden!

in dem fall würde ich sagen: schenk ihm ein kuscheltier, wenn du meinst, dass er sich darüber freut. aber mach kein großes aufheben drumrum!

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17. Dezember 2018 um 13:00

gegenfrage: ein mann, der dich sexuell antörnen soll, muss also rund um die uhr 24/7 seine männlichkeit demonstrieren? ein moment der schwäche, einmal dabei erwischt wie er seiner plüschratte den kopf streichelt, und es ist für immer vorbei?

auch nicht gerade besonders erwachsen, oder?

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