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Kuscheln mit "Fremden"

4. März 2016 um 15:59 Letzte Antwort: 6. März 2016 um 12:45

Hallo miteinander,

ich finde kein passendes Unterforum, wo ich meinen Beitrag einfügen kann. Deswegen schreibe ich erst Mal hier.

Ich suche Leute, die sich schon mal Gedanken über eine Kuschelparty (ich mag ja diese Bezeichnung nicht) gemacht haben und sich gerne darüber unterhalten möchten.

Ich mache mal den Anfang.

Ich war inzwischen bei zwei - ich nenne sie mal Kuschelabende, die ich sehr unterschiedlich empfand. Beide habe ich sehr genossen, habe die Nähe und Wärme, die ich gefühlt habe, förmlich aufgesaugt. Und ich hatte das Gefühl, dass es schon viele, viele Jahre her ist, dass ich so empfunden habe, wie am ersten Kuschelabend. Es tat einfach nur gut und es hat mich sogar glücklich gemacht!
Nur eins bekomme ich irgendwie nicht auf die Reihe und deswegen schreibe ich hier, um zu hören wie es Euch dabei geht oder ginge: Am Anfang des Abends stehen sich wildfremde Menschen gegenüber, die sich im Laufe des Abends in den Armen liegen und sich wohlfühlen.
Wie geht das? Wie bewerte ich das? Warum funktioniert das?

Damit Ihr Euch besser vorstellen könnt, wie ein Kuschelabend abläuft möchte ich Euch zumindest schon mal die wichtigsten Regeln aufschreiben, die eingehalten werden müssen.
Erstens: Wenn ich von jemandem nicht berührt werden will, mache ich das deutlich. Wenn jemand mir deutlich macht, dass er von mir nicht berührt werden will, verhalte ich mich danach. Möchte ich jemanden gerne berühren, frage ich denjenigen um Erlaubnis - das muss jedoch nicht unbedingt mit Worten sein. Die Bikinizone wird nicht absichtlich berührt. Ich kann jederzeit meinen Platz verändern, zu jemand anderem gehen oder auch alleine bleiben. Küssen ist auch nicht erlaubt.

Was meint Ihr zu meinen Fragen?

Liebe Grüße
Drobs

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4. März 2016 um 23:25

Danke
venusfinsternis.

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4. März 2016 um 23:41

Hallo daphne, hallo venusfinsternis
danke für Eure Antworten.

Zu der Zeit als ich noch nichts von diesen Kuschelabenden wusste, dachte ich mir auch, was das wohl sein mag.

Wenn Ihr zum beispiel hier schaut: http://www.die-kuschelparty.de/ könnt Ihr, wenn es Euch interessiert, erfahren, was damit gemeint ist.

Es ist also kein Swingerclub und es ist auch eher kein Angebot für 12-jährige . Es treffen sich Leute unterschiedlichen Alters, um, angeleitet von einer Trainerin oder einem Trainer, behutsam und ohne sexuelle Hintergedanken miteinander zu kuscheln. Und das kann wirklich, wenn man sich ernsthaft darauf einlassen mag, etwas wunderschönes sein.

Liebe Grüße
Drobs

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5. März 2016 um 0:00

Das ist genau der Punkt!
Gehen wir mal davon aus, dass ich zwar nicht einsam bin, aber tatsächlich nicht wirklich jemanden habe, mit dem ich kuscheln kann, oder zumindest nicht so viel, wie ich es mir wünsche.
Vor dem ersten Treffen konnte ich mir auch nicht vorstellen, wie das gehen soll, mit fremden Menschen zu kuscheln und ich war daher sehr aufgeregt aber auch sehr gespannt, was da auf mich zukommt. Und ich wollte mich gerne darauf einlassen.
Danach ging es mir wirklich unbeschreiblich gut! Trotzdem ist bei mir die Frage geblieben, die ich in meinem Eingangspost geschrieben habe: warum geht das mit anfangs fremden Menschen?
Liebe Grüße
Drobs

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5. März 2016 um 3:22

Oha
Scheinbar haben es einige bitter nötig, anders kann ich mir das nicht erklären.

Wers braucht, solls haben.

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5. März 2016 um 6:37

Ich kenne das noch aus meiner
berliner zeit. in den frühen 80-ern schoss das plötzlich wie pilze aus dem boden, überall wurden in privatwohnungen diese kuschelpartys veranstaltet. das war eine zeitlang sehr angesagt, aber nach ca einem jahr verschwand das wieder.
ich dachte, damit sei das ausgestorben, bin völlig verdutzt, dass es das heute noch gibt.

nichts für mich, ich mag nicht, wenn fremde mich anfassen.

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5. März 2016 um 23:21

Liebe daphne und liebe sonnenuhr,
ich glaube Ihr kommt dem nahe, wie ich darüber denke und das ist bis jetzt auch die einzige Antwort, die mir in den Kopf gekommen ist. Aber, wenn ich ehrlich bin, glaube ich nicht richtig daran, dass das in so kurzer Zeit geschehen kann.

Also suche ich noch nach weiteren Erklärungen.

Danke für Eure Gedanken!

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5. März 2016 um 23:23

Ich brauchs
und es ist keine Vorstufe von irgendwas.

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5. März 2016 um 23:35

Danke
für Dein Verständnis!

Ich frage mich, ob ich lieber, so wie Du, auch gut auf Nähe verzichten können wollte. Aber ich kann es mir gar nicht vorstellen, keine Nähe zu spüren. Ich spüre (natürlich) auch außerhalb dieser Kuschelabenden Nähe von Freunden. Der körperliche Kontakt, das Kuscheln, ist im Alltag jedoch selbstverständlich lange nicht so intensiv, wie bei einer Veranstaltung bei der es hauptsächlich um die körperliche Nähe geht.

Interessant fände ich es, wenn Du erzählen wolltest, warum Du Körperkontakt vermeidest.

Liebe Grüße
Drobs

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5. März 2016 um 23:42
In Antwort auf apfelsine8

Ich kenne das noch aus meiner
berliner zeit. in den frühen 80-ern schoss das plötzlich wie pilze aus dem boden, überall wurden in privatwohnungen diese kuschelpartys veranstaltet. das war eine zeitlang sehr angesagt, aber nach ca einem jahr verschwand das wieder.
ich dachte, damit sei das ausgestorben, bin völlig verdutzt, dass es das heute noch gibt.

nichts für mich, ich mag nicht, wenn fremde mich anfassen.

Das ist vielleicht der Trick dabei,
dass man sich bei einer solchen Veranstaltung so schnell nicht mehr fremd ist, dass man sich sogar anfassen kann.

Meinst Du, das kann funktionieren?

Liebe Grüße
Drobs

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5. März 2016 um 23:46
In Antwort auf stiefelchen33

Oha
Scheinbar haben es einige bitter nötig, anders kann ich mir das nicht erklären.

Wers braucht, solls haben.

Danke
dass Du mir freundlicherweise zugestehst, dass ich das machen darf. Ohne Deine Zustimmung hätte ich mich nicht getraut nochmal zu einem Kuschelabend zu gehen.

*Ironie aus

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5. März 2016 um 23:58

Liebe venus,
mir machen Hintergedanken auch Spaß!

Jedoch:
Ich empfinde es (momentan?) als eine große Erleichterung, dass nach Kuscheln kein Sex folgt. Das würde in dieser Konstellation in der Gruppe auch nicht funktionieren. Erleichterung deswegen, weil die Nähe dadurch sehr viel unkomplizierter ist.

So empfinde ich es.

Liebe Grüße
Drobs

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6. März 2016 um 0:03

Soll ich zu Dir
auch noch was schreiben?

Ach nee, lieber nicht.

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6. März 2016 um 0:24

Mhh
ich glaube die erwähnten Parties der 80er drückten ein anderes Gefühl aus, als die heutigen, zumindest denke ich das.

Waren es damals doch eher noch die Nachwehen der Hippiezeit, so ist es heute vielmehr der Ausdruck einer Welt der Vereinsamung.
Obwohl wir massenhaft Freunde auf Facebook und anderen Plattformen haben, sind wir einsam. Der wirkliche menschliche Kontakt fehlt. Hat einen früher eine Freundin am Telefon bei Liebeskummer getröstet (man hat ihre Stimme gehört, das Mitgefühl gespürt, etc) textet man unpersönlich sich gegenseitig zu. Und kein Emoticon kann wirkliches Mitgefühl zeigen.
Ich kann das wirklich nachvollziehen, das man das braucht, habe aber das Glück, das ich es nicht brauche.

drobs...solange es dir dadurch gut geht ist das eine tolle Sache. Genieß es einfach !

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6. März 2016 um 8:08
In Antwort auf drobs

Das ist vielleicht der Trick dabei,
dass man sich bei einer solchen Veranstaltung so schnell nicht mehr fremd ist, dass man sich sogar anfassen kann.

Meinst Du, das kann funktionieren?

Liebe Grüße
Drobs

Du sagst, bei dir funktioniert es,
also ist es für dich gut. darauf kommt es doch an.

ich bin da ganz anders. für mich wäre das eine kleine rosarote illusion.
eine kleine seifenblase, in der ich mir vormachen könnte, ich sei geborgen, angenommen, gut aufgehoben oder was auch immer.
aber wenn ich dann nach hause ginge, aus dieser kleinen illusion aufwache, dann würde ich doch bestimmt um so deutlicher merken, dass das ganze nicht real war, dass ich in wirklichkeit bitter allein bin.
ist das bei dir nicht so?

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6. März 2016 um 11:01

Mensch Miri,
ich wünsch Dir von Herzen nur noch angenehme Erfahrungen, was das Berühren angeht!

Warum sind Männer so? Diese Frage müsste man in einem eigenen Thread mal angehen.

Nun kann ich auch gut verstehen, warum Du nicht die Nähe von Dir fremden Menschen suchst.

Wenn ich über mich überlege: es ist ja bei mir auch nicht so, dass ich auf die Straße gehe und jedwedem Menschen nahe kommen möchte. Wenn ich mich zu einem Kuschelabend begebe, dann finden sich dort Menschen ein, die, wie ich, es wagen wollen, einem anderen Menschen nahe zu kommen, um sich (und dem anderen?) gut zu tun. Es ist also schon eine kleine Auswahl von Menschen, die möglicherweise das Gleiche erleben wollen.
Diese Auswahl von Menschen lernt man im Laufe des Abends zumindest ein wenig näher kennen und filtert so für sich auch nochmal: mit dem (Menschen) kann ich, mit dem nicht.
Insofern kann man vielleicht sagen, dass ich nicht mit Fremden nahe bin, sondern mit Menschen, die ich eben kennengelernt habe und die mit sympathisch sind. Menschen, die mir nicht sympathisch sind, meide ich, und das geht bei diesen Abenden.

Liebe Grüße
Drobs

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6. März 2016 um 11:15

Liebe Daphne,
hier wird mir mal wieder bewusst, wie sehr Frauen unter Männern zu leiden haben. Da frage ich mich, ob ich mich für mein Geschlecht schämen muss, obwohl ich mir in dieser Hinsicht nichts vorzuwerfen habe. (Aber kann man(n) sich dessen überhaupt sicher sein?)

Gibt es Frauen, - was ich mir sehr wünsche - die in dieser Hinsicht ein völlig unbeschwertes Verhältnis zu Männern haben?

Und ja, Du hast das richtig verstanden, es sind keine sexuellen Berührungen vorgesehen und auch kein Küssen. Umarmen, streiche(l)n, vielleicht auch massieren, alles, was man selbst gerne machen mag UND von dem man den Eindruck hat, dass der andere es auch mag. Und ich denke auch, dass es ohne Sympathie nicht geht. Aber das mit der Sympathie entscheidet sich ja sehr schnell, wenn man einen Menschen kennenlernt.

Liebe Grüße
Drobs

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6. März 2016 um 11:51
In Antwort auf apfelsine8

Du sagst, bei dir funktioniert es,
also ist es für dich gut. darauf kommt es doch an.

ich bin da ganz anders. für mich wäre das eine kleine rosarote illusion.
eine kleine seifenblase, in der ich mir vormachen könnte, ich sei geborgen, angenommen, gut aufgehoben oder was auch immer.
aber wenn ich dann nach hause ginge, aus dieser kleinen illusion aufwache, dann würde ich doch bestimmt um so deutlicher merken, dass das ganze nicht real war, dass ich in wirklichkeit bitter allein bin.
ist das bei dir nicht so?

Liebe apfelsine,
danke für Deinen Zuspruch!

Ja, mein Körper sagt es funktioniert, mein Kopf jedoch fragt, warum funktioniert es? Warum kann ich, mir zuerst wildfremden Menschen so nahe kommen und warum geht es mir so gut dabei (und auch danach)? Mir kommt auch die Frage: Ist das nicht ein sehr egoistisches Verhalten: ich gehe dorthin, tausche Zärtlichkeiten mit anderen Menschen, weil es MIR gut geht dabei. Schaue ich dabei nur auf mich? In der konkreten Situation sicher nicht. Ich versuche ja auch zu erspüren, ob der andere das mag, was ich gerade mache.

Ich weiß nicht, ob ich meine Gedanken gut rüberbringe, zumal ich selbst ja auch noch suche, was denn genau in mir vorgeht.

Ich vermute, es ist auf der einen Seite eine von mir verinnerlichte Vorstellung von Beziehungen und auf der anderen Seite das Erleben dieser Beziehungen, die an einem solchen Kuschelabend entstehen, und diese beiden Vorstellungen/Erlebnisse sind sich nicht einig in mir.

Zu Deiner Frage: Mir ging es gar nicht so. Gerade nach dem ersten Abend habe ich mich sehr sehr gut gefühlt, positiv, ja ich wage es sogar zu sagen, ich empfand Glücksmomente!

Ich schreibe das inzwischen, nachdem ich ein wenig darüber gelesen habe, einer Hormonausschüttung zu. Das klingt in manchen Ohren wahrscheinlich etwas abgefahren, aber tatsächlich wird dieses Hormon in unterschiedlichen Situationen ausgeschüttet. Vor allem in Situationen, in denen es um die erlebte Nähe von Menschen geht: Zum Beispiel bei Müttern nach der Geburt spielt es eine wichtige Rolle beim Aufbau der Beziehung zum Neugeborenen. (Die FAZ berichtet von einer japanischen Studie, bei der vermehrt Oxytocin im Blut von Frauchen/Herrchen und Hund gemessen wurden. Und die FAZ würde ich jetzt nicht unbedingt der Boulevardpresse zuordnen;- )

Ja, mir ging es emotional wirklich gut.

Liebe Grüße
Drobs

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6. März 2016 um 12:29
In Antwort auf an0N_1265383099z

Mhh
ich glaube die erwähnten Parties der 80er drückten ein anderes Gefühl aus, als die heutigen, zumindest denke ich das.

Waren es damals doch eher noch die Nachwehen der Hippiezeit, so ist es heute vielmehr der Ausdruck einer Welt der Vereinsamung.
Obwohl wir massenhaft Freunde auf Facebook und anderen Plattformen haben, sind wir einsam. Der wirkliche menschliche Kontakt fehlt. Hat einen früher eine Freundin am Telefon bei Liebeskummer getröstet (man hat ihre Stimme gehört, das Mitgefühl gespürt, etc) textet man unpersönlich sich gegenseitig zu. Und kein Emoticon kann wirkliches Mitgefühl zeigen.
Ich kann das wirklich nachvollziehen, das man das braucht, habe aber das Glück, das ich es nicht brauche.

drobs...solange es dir dadurch gut geht ist das eine tolle Sache. Genieß es einfach !

Danke chaosbella
für Dein Ermutigen!

Was Du über die heute weit verbreitete Formen der Kommunikation schreibst, kann ich nur unterstreichen. Persönlicher Kontakt, ganz real, wenn man tatsächlich den anderen sieht und anfassen könnte, das lässt sich durch nichts anderes ersetzen.

Lieben Gruß
Drobs

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6. März 2016 um 12:45

Liebe Daphne,
da hast Du einen Knackpunkt erwischt .

Ich sehe das auch so wie Du, es wäre schön, ich könnte in meinem Alltag das erleben, was ich bei einem Kuschelabend erlebe. Im Alltag ginge das aus meiner Sicht jedoch fast nur in einer festen Partnerschaft, vielleicht auch in einer sehr sehr guten Freundschaft.

Ich lebe in einer festen Beziehung. Da geht es nicht. Über das warum, möchte ich in diesem Thread nicht gerne diskutieren. Wenn es Dich interessiert, kannst Du mir gerne eine private Nachricht schicken.

Liebe Grüße
Drobs

ps: bin übrigens keine "liebe" sondern ein "lieber"

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