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Kurz vor Trennung oder sehe ich Gespenster?

23. September 2015 um 13:58

Hallo,

ich bin in einer etwas komplizierten Beziehung. Mein Partner un ich sind nun schon seit 1,5 Jahren mal mehr und mal weniger ein Paar.
Unsere Beziehung hatte einen explosiven Start. Es war unglaublich romantisch, existenzialistisch und unglaublich. Wir waren uns beide sicher: der andere ist es!!! (Also sehr viel rosarote Brille)
Danach wurde es etwas holprig: sowohl er als auch ich kamen aus sehr langen Beziehungen davor und hatten diese noch nicht komplett verarbeitet, was zu viel Stress etc. führte. Außerdem war ich in der Zeit nervlich sehr angespannt (und sehr streitlustig). Dennoch bin ich kurzerhand mit zu ihm gezogen (auf sehr engen Raum). Es folgte die erste Trennung und er zog aus. So richtig konnten wir dennoch nicht voneinander lassen und ich war dann recht häufig bei ihm, bis wir den Kontakt einstellten. Nach zwei Wochen ohne Kontakt, meldete er sich wieder, ihm tat alles leid, er wolle mich zurück etc. Wir starteten den nächsten Versuch und wieder war es wie am Anfang, wir waren uns so sicher...Auch dieser Versuch (nun in getrennten Wohnungen) endete wieder mit einer Trennung, fast zwei Monaten doch nicht voneinander lassen können, dann wieder Kontaktabbruch und ca. nach zwei bis drei Wochen, der Kampf von ihm um mich zurückzugewinnen.
Mittlerweile wohnen wir wieder zusammen, jetzt mit mehr Platz und ich bin nicht sicher wo wir hinsteuern und möchte ein erneutes Scheitern gerne vermeiden (zumal ich momentan im 5.Monat schwanger bin) und endlich unser Muster unterbrechen.

Normalerweise läuft es immer gleich ab: es läuft okay, ich bin evtl. ein wenig anstrengend, irgendwas ihn stresst. Dann läuft es gerade im Job nicht so gut (oder es passiert etwas anderes, dass ihn frustriert), mit dieser Frustration zieht er sich zurück (eine leicht depressive Phase, kennt seine Neigung zu Depressionen, aber lehnt Therapie ab) und fühlt sich immer mehr von mir genervt, dann äußert er Zweifel an seinen Gefühlen, er wisse nicht, ob das noch reicht etc. Irgendwann fordere ich dann eine Entscheidung und es folgt die Trennung.

Momentan hat er wieder so eine Krise. Meine erste Strategie war, dass auf meinen Vorschlag hin jetzt jeder ein eigenes Zimmer in der Wohnung haben. Außerdem versuche ich ihm sehr viel Freiraum zu geben, damit er sich in Ruhe sortieren kann.
Ich habe aber auch klar gemacht, dass eine erneute Trennung endgültig wäre und ich das nicht noch weiter mitmache.
Er selber sagt, dass er nicht weiß, was los ist. Das er selber gerade merkwürdig drauf ist und das wahrscheinlich wenig mit mir zu tun hätte. Er das mit uns eigentlich ganz schön findet, aber nicht glaubt, dass es eine Zukunft hat. Dennoch will er auch nicht gehen.

Wir verbringen trotzdem sehr viel Zeit miteinander, er gibt mir Küsschen, umarmt mich, krault mich beim Film schauen etc. Wir haben mehrmals die Woche Sex und schlafen auch ab und an beieinander (sonst jeder in seinem Zimmer). All das ist für mich sehr schön.

Aber ich habe trotzdem Angst, dass er eigentlich schon dabei ist zu gehen. Besonders da aus seinem "ich liebe dich" ein "ich habe dich lieb" geworden ist (Auch als Antwort auf mein "Ich liebe dich"). Bei direkter Ansprache sagt er, dass er mich unglaublich lieb hat, wir eine wahnsinnig tiefe Bindung haben und er mich wahrscheinlich auch noch liebt, das aber gerade nicht weiß.
Ich sehne mich momentan einfach sehr nach einem Ausdruck romantischer Liebe.

Ich weiß momentan nicht, wie ich mich verhalten soll. Liebt er mich und es ist einfach nur eine depressive Phase, die vorbeigehen wird? Oder ist das ganze nur ein Spiel, das er spielt, bis er was besseres findet? Ist es möglich das Gefühle so schnelle verklingen (und bisher dann ja immer wieder zurück kommen)?
Ist seine unglaublich liebe Art der eigentliche Liebesbeweis? Oder macht er das nur um dann seine Ruhe zu haben, wenn er sich wieder zurückziehen mag (was er dann auch klar sagt)?

Er selber sagt immer nur, dass er nicht weiß, warum das so ist. Das er wieder zweifelt. Das es ihm unendlich leid tut. Und das er mich wahnsinnig lieb hat und sich sehr auf unser Kind freut.

Ich liebe ihn sehr und habe mich für ihn entschieden, aber ich will auch nicht so eine Frau werden, die alles abnickt, nur damit der Mann bleibt. Ich bin dazu zu stolz.

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23. September 2015 um 14:26


Wenn ich deine Zeilen so lese, habe ich kein gutes Gefühl.

Wenn einem der andere sehr wichtig ist und ihn liebt (nicht verknallt sein sondern richtige Liebe) trennt man sich nicht mal eben 2 Mal von diesem Menschen. Das überlegt man sich dann sehr gut.

Ich will dir deine Beziehung nicht schlecht machen und gebe dir jetzt nur einen Rat: höre auf deinen Bauch, wenn du über lange Zeit ein ungutes Gefühl bei dieser Beziehung hast und immer "Angst" haben musst, dass er das schon bald wieder beendet, dann höre auf dein Bauchgefühl und zieh die Notbremse, weil so wirst du auf Dauer nicht glücklich. Wie soll man nach so einer Geschichte auch Vertrauen zu jemanden aufbauen?

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23. September 2015 um 14:55
In Antwort auf lachendefrau


Wenn ich deine Zeilen so lese, habe ich kein gutes Gefühl.

Wenn einem der andere sehr wichtig ist und ihn liebt (nicht verknallt sein sondern richtige Liebe) trennt man sich nicht mal eben 2 Mal von diesem Menschen. Das überlegt man sich dann sehr gut.

Ich will dir deine Beziehung nicht schlecht machen und gebe dir jetzt nur einen Rat: höre auf deinen Bauch, wenn du über lange Zeit ein ungutes Gefühl bei dieser Beziehung hast und immer "Angst" haben musst, dass er das schon bald wieder beendet, dann höre auf dein Bauchgefühl und zieh die Notbremse, weil so wirst du auf Dauer nicht glücklich. Wie soll man nach so einer Geschichte auch Vertrauen zu jemanden aufbauen?

Danke für deinen Rat.

Mein Problem ist wohl auch, dass ich mich auf meinen Bauch momentan nicht so ganz verlassen kann, da der sich widersprüchlich verhält.

Ich bin mir eben nicht sicher, ob dieses zweifeln nicht einfach Bestandteil einer Depression ist. Ich bin selber eine Weile wegen Depressionen in Therapie gewesen und sehe bei ihm da eben auch so einige Parallelen, anderes passt nur nicht.

Die Angst ist natürlich wirklich ein Problem. Das ist mir klar. Nur erlebe ich sonst die Beziehung im großen und ganzen als sehr positiv...

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23. September 2015 um 16:14

Drdonna:
"..... aber ich will auch nicht so eine Frau werden, die alles abnickt, nur damit der Mann bleibt. Ich bin dazu zu stolz.

Soso, DU bist eine stolze Frau, aber Dich von diesem Loser
wie ein Ping-Pong-Bällchen, hin und her zu schubsen, dann vergisst Du wohl, dass DU eine "stolze Frau" bist, wie?

"(zumal ich momentan im 5.Monat schwanger bin) "

Dazu sag ich nur noch: das ARME, ARME KINDLEIN!





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23. September 2015 um 16:28
In Antwort auf drdonna

Danke für deinen Rat.

Mein Problem ist wohl auch, dass ich mich auf meinen Bauch momentan nicht so ganz verlassen kann, da der sich widersprüchlich verhält.

Ich bin mir eben nicht sicher, ob dieses zweifeln nicht einfach Bestandteil einer Depression ist. Ich bin selber eine Weile wegen Depressionen in Therapie gewesen und sehe bei ihm da eben auch so einige Parallelen, anderes passt nur nicht.

Die Angst ist natürlich wirklich ein Problem. Das ist mir klar. Nur erlebe ich sonst die Beziehung im großen und ganzen als sehr positiv...

.
"....dass ich mich auf meinen Bauch momentan nicht so ganz verlassen kann, da der sich widersprüchlich verhält."

Wie man liest, war Dir Dein Bauch schon immer ein SCLECHTER "Berater".

Und jetzt wächst da drinnen ein neues Leben, dass noch keine Ahnung hat, in welchen negativen Familienverhältnisen, es hinein geboren wird.

" Nur erlebe ich sonst die Beziehung im großen und ganzen als sehr positiv..."

Wenn Du diese Deine Beziehung als e.Positivum betrachtest,
dann kann Dir diesbezüglich, nur noch ein Psychiater helfen.

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23. September 2015 um 17:00
In Antwort auf mishiko2

Drdonna:
"..... aber ich will auch nicht so eine Frau werden, die alles abnickt, nur damit der Mann bleibt. Ich bin dazu zu stolz.

Soso, DU bist eine stolze Frau, aber Dich von diesem Loser
wie ein Ping-Pong-Bällchen, hin und her zu schubsen, dann vergisst Du wohl, dass DU eine "stolze Frau" bist, wie?

"(zumal ich momentan im 5.Monat schwanger bin) "

Dazu sag ich nur noch: das ARME, ARME KINDLEIN!





...
Mag sein, dass es ein armes Kind in deinen Augen ist. Ich denke nicht, dass es das wird, denn es wird definitiv von uns beiden geliebt werden.
Ich kann wunderbar alleine in jeder Hinsicht für ein Kind sorgen, werde das aber sicher nie müssen, da, egal wie kompliziert unsere Beziehung sein mag, er immer für sein Kind da sein wird.

Das ist eben genau auch das, was mich in dieser Beziehung hält. Trotz all der Zweifel und des Schwankens ist er ein ganz wundervoller und liebenswerter Mensch, der immer für mich da war (auch als wir gerade wieder im Trennungsmodus waren), mich nie belogen hat und mir sehr viele Kleinigkeiten gibt. Ich kann mich, so schräg es klingt, auf ihn verlassen, mit Ausnahme der Stabilität der Gefühle.

Im übrigen verwechselst du hier Psychiater und Psychotherapeut, nur so am Rand. Und einen Psychotherapeuten habe ich im Übrigen Und das hat mir sehr geholfen, das ganze eben differenziert zu sehen...

Und Stolz ist auch nur falsch, wenn es eigentlich nur bedeutet, dass ich vor seinen Problemen, seinen schlechten Zeiten weglaufe...

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23. September 2015 um 18:18

Nicht ganz so krass...
Was evtl aus meinem oberen Text nicht ganz rauskommt ist, dass wir an sich unglaublich gut harmonieren. Wir verbringen sehr gerne Zeit miteinander, immer. Streit ist kaum existent (das war eine kurze Phase vor einem Jahr). Wir geben einander sehr viel Freiraum und sind füreinander da. Er sieht in mir seine engste Vertraute und ich das in ihm. Es ist nur der Fakt, dass er sich seiner Gefühle immer wieder unsicher ist. Auch darüber streiten wir im übrigen nicht, sondern reden sehr ruhig darüber, aber ich weiß, dass er sich durch jedes Gespräch darüber schlechter und mehr unter Druck gesetzt fühlt, was zu den letzten Trennungen geführt hat.
Auch in den Trennungen sind wir sehr fair miteinander umgegangen und haben uns gegenseitig unterstützt.

Ja, vielleicht ist es so einfach, dass eine Beziehung entweder läuft oder eben nicht. das ist eben sehr einfach gesagt. Ich sehe das alles etwas komplexer, sehe bei ihm eben die Depression und eine damit einhergehende leichte "Beziehungsunfähigkeit/-schwierigkeit", ich sehe meine Sehnsucht nach Liebe und Angst vor Verlust, die dazu entgegengesetzt läuft...und ich sehe daraus die Probleme die entstehen.
Dann wiederum sehe ich, dass ich so vieles an ihm verstehe und er so vieles an mir versteht, man damit umgehen kann und das habe ich bisher einfach noch nicht erlebt.

Vielleicht kann einem das Kind leid tun, aber ich glaube nicht, dass es das muss. Ich glaube eher, dass ihr eine falsche Vorstellung habt, denn unabhängig von unserer Beziehungssituation bleibt, dass wir uns sehr wertschätzen, und sehr lieb haben und uns auf dieses Kind sehr freuen.

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23. September 2015 um 19:04
In Antwort auf drdonna

...
Mag sein, dass es ein armes Kind in deinen Augen ist. Ich denke nicht, dass es das wird, denn es wird definitiv von uns beiden geliebt werden.
Ich kann wunderbar alleine in jeder Hinsicht für ein Kind sorgen, werde das aber sicher nie müssen, da, egal wie kompliziert unsere Beziehung sein mag, er immer für sein Kind da sein wird.

Das ist eben genau auch das, was mich in dieser Beziehung hält. Trotz all der Zweifel und des Schwankens ist er ein ganz wundervoller und liebenswerter Mensch, der immer für mich da war (auch als wir gerade wieder im Trennungsmodus waren), mich nie belogen hat und mir sehr viele Kleinigkeiten gibt. Ich kann mich, so schräg es klingt, auf ihn verlassen, mit Ausnahme der Stabilität der Gefühle.

Im übrigen verwechselst du hier Psychiater und Psychotherapeut, nur so am Rand. Und einen Psychotherapeuten habe ich im Übrigen Und das hat mir sehr geholfen, das ganze eben differenziert zu sehen...

Und Stolz ist auch nur falsch, wenn es eigentlich nur bedeutet, dass ich vor seinen Problemen, seinen schlechten Zeiten weglaufe...

.
"Im übrigen verwechselst du hier Psychiater und Psychotherapeut, nur so am Rand."

NEIN, es war KEINE Verwechslung meinerseits, sondern gewollte Absicht.

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23. September 2015 um 19:41
In Antwort auf mishiko2

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"....dass ich mich auf meinen Bauch momentan nicht so ganz verlassen kann, da der sich widersprüchlich verhält."

Wie man liest, war Dir Dein Bauch schon immer ein SCLECHTER "Berater".

Und jetzt wächst da drinnen ein neues Leben, dass noch keine Ahnung hat, in welchen negativen Familienverhältnisen, es hinein geboren wird.

" Nur erlebe ich sonst die Beziehung im großen und ganzen als sehr positiv..."

Wenn Du diese Deine Beziehung als e.Positivum betrachtest,
dann kann Dir diesbezüglich, nur noch ein Psychiater helfen.

Hallo!
Ersteinmal: Ich finde es sehr mutig, dass du hier so offen darüber sprichst.
Ich selbst leide an Depressionen, und war lange Zeit auch auf Antidepressiva eingestellt.(Sertralin)
Es ist auf jeden Fall dringend empfehlenswert, sowas immer in Absprache mit einem Arzt und Therapeuten zu machen! Ich bin 6 Wochen in einer psychosomatischen Klinik gewesen, wo ich darauf eingestellt worden bin.
Der Aufenthalt hat mir sehr geholfen, ich kann jedem der Ähnlichkeit Probleme hat, nur dazu raten!

Ich hoffe dass du seinen weg finden wirst und drücke dir ganz soll die Daumen!

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23. September 2015 um 20:47
In Antwort auf anacronom34

Hallo!
Ersteinmal: Ich finde es sehr mutig, dass du hier so offen darüber sprichst.
Ich selbst leide an Depressionen, und war lange Zeit auch auf Antidepressiva eingestellt.(Sertralin)
Es ist auf jeden Fall dringend empfehlenswert, sowas immer in Absprache mit einem Arzt und Therapeuten zu machen! Ich bin 6 Wochen in einer psychosomatischen Klinik gewesen, wo ich darauf eingestellt worden bin.
Der Aufenthalt hat mir sehr geholfen, ich kann jedem der Ähnlichkeit Probleme hat, nur dazu raten!

Ich hoffe dass du seinen weg finden wirst und drücke dir ganz soll die Daumen!

Ups
Sorry falscher Beitrag von mir..ehm sorry

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24. September 2015 um 8:51

Ja was sagt man euch beiden?
Ich würde sagen eure richtigen Probleme kommen erst, wenn das Kind geboren ist, da wird es dann richtig fetzen. Ein Kind verändert das ganze Beziehungsleben, euer Zusammenleben ist doch in keiner Weise gefestigt. Auch wenn im Moment beide sagen, wir sind beide für das Kind da.

Eine Beziehung braucht einfach etwas Zeit, bis man sich sicher ist, das sie auch tragfähig ist für den Nachwuchs.
Da würde ich doch gerne eure Meinung hören, wenn das Kind mal ein Jahr alt ist. Ich denke mal, da habt ihr euch nichts mehr zu sagen. Doch das Kind kann nichts dafür.

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24. September 2015 um 8:57

.

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24. September 2015 um 17:41

Vielen Dank für die Antworten
Sie haben mir tatsächlich sehr geholfen. Vor allem darin, dass es mir wieder klar gezeigt hat , dass die Situation eben nicht so einfach schwarz und weiß ist, wie viele eure Antworten es suggerieren. Vielleicht auch weil es nur ein kurzer Blick von außen ist, zwar neutral uns gegenüber, aber nicht differenziert bzgl. der Situation oder unabhängig von eigenen Ansichten.

Und ja, ich erlebe die meiste Zeit unserer Beziehung als unglaublich positiv, das Zusammenleben, den Alltag, das Füreinander da sein.
Ich habe schon andere Beziehungen geführt, die harmoniert haben und lange sehr stabil waren, jedoch habe ich nie das Gefühl gehabt so viel Unterstützung von meinem Partner zu bekommen, wie von ihm.

Genau das ist der Grund, warum ich es eben nicht schwarz-weiß sehe, sondern versuche eine Lösung zu finden. Eben weil ich zu sehen glaube, dass er bleiben will und gegen die eingefahren Mechanismen kämpft (er läuft gerade nicht weg, schreibt mir jeden Tag liebe Nachrichten und bemüht sich), trotz seiner Zweifel (diese Zweifel gehören zu ihm, waren in jeder Beziehung vorhanden und sind auch im Bereich Job etc zu finden).

Ich bin ehrlich, die "Hey, dass bringt doch nichts"-Antworten bringen mir sonst aber nicht wirklich viel, da mir die Schwierigkeit der Situation schon bewusst ist. Ich aber nicht alles hinwerfen und weglaufen mag, sondern versuche Lösungen zu finden, wie ich mit den episodenhaften Zweifelphasen seinerseits umgehe, ohne das die Beziehung zerbricht.
Denn ich bin mir durchaus bewusst, dass diese Phasen immer wieder kommen werden. Ich nehme das in Kauf, weil all das positive viel stärker wiegt. (Wenn sich das gefühlt ändert, dann werde ich sehr gerne gehen )

Und ja, wir freuen uns auf das Kind, weil wir es uns beide gewünscht haben, trotz der realistischen Einschätzung unserer Chancen auf eine "ewig währende Beziehung" (die natürlich gering sind). Aber ich habe ihn als Vater mit seiner nun mehr Teenagertochter erlebt und weiß, wie wunderbar er ist.


Insofern freue ich mich über weitere Antworten von Personen, die vielleicht ähnliches erlebt haben, dadurch die Situation einschätzen können, das ganze differenzierter betrachten und/oder konstruktive Ideen beisteuern wollen. Danke

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24. September 2015 um 17:48
In Antwort auf knuddelbaer10

Ja was sagt man euch beiden?
Ich würde sagen eure richtigen Probleme kommen erst, wenn das Kind geboren ist, da wird es dann richtig fetzen. Ein Kind verändert das ganze Beziehungsleben, euer Zusammenleben ist doch in keiner Weise gefestigt. Auch wenn im Moment beide sagen, wir sind beide für das Kind da.

Eine Beziehung braucht einfach etwas Zeit, bis man sich sicher ist, das sie auch tragfähig ist für den Nachwuchs.
Da würde ich doch gerne eure Meinung hören, wenn das Kind mal ein Jahr alt ist. Ich denke mal, da habt ihr euch nichts mehr zu sagen. Doch das Kind kann nichts dafür.

...
was im übrigen laut meiner Therapeutin nicht stimmt. Die Trennungsrate ist allgemein hoch nach der Geburt des ersten Kindes, aber interessanterweise statistisch fast unabhängig von der vorherigen Beziehungsdauer.
Was auch logisch ist, denn ein Kind verändert jede Rotuine, so das auch eingefahrene Paare mit der neuen Situation nicht mehr klar kommen, dagegen z.b. frische Paare ihre Beziehung "zusammen" mit dem Kind aufbauen bzw. stabilisieren.

Was aus uns da wird...ich weiß es nicht. Das weiß prinzipiell niemand, aber ich weiß, wie ich bin: und ich hatte bisher nur "gute Trennungen", war immer fair und daher sehe ich keinen Grund, warum das, selbst wenn es ein Ende geben sollte, anders sein sollte.

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24. September 2015 um 18:05

Er braucht
Eine Therapie. Habe mir meinem Partner ähnliches erlebt - total verliebt -zusammen -Probleme aus der Vergangenheit -flucht seinerseits mit ausreden Gefühle reichen nicht- Trennung -unendliches leiden auf beiden Seiten -neuer Versuch -erneut Probleme- Ängste -Depression -nie wegen steit oder mangelnder Liebe - das ganze Spiel zwei oder drei Mal. dann hab ich ihn vor die Wahl gestellt. Entweder Therapie oder wir trennen und endgültig. Heute sind fünf Jahre vergangen er hat verstanden dass er mich verliert obwohl wir uns lieben und gelernt seine alten verhaltensmuster abzulegen und wir möchten ein Baby.

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24. September 2015 um 19:38
In Antwort auf easy1980

Er braucht
Eine Therapie. Habe mir meinem Partner ähnliches erlebt - total verliebt -zusammen -Probleme aus der Vergangenheit -flucht seinerseits mit ausreden Gefühle reichen nicht- Trennung -unendliches leiden auf beiden Seiten -neuer Versuch -erneut Probleme- Ängste -Depression -nie wegen steit oder mangelnder Liebe - das ganze Spiel zwei oder drei Mal. dann hab ich ihn vor die Wahl gestellt. Entweder Therapie oder wir trennen und endgültig. Heute sind fünf Jahre vergangen er hat verstanden dass er mich verliert obwohl wir uns lieben und gelernt seine alten verhaltensmuster abzulegen und wir möchten ein Baby.

DANKE
ganz ehrlich danke.
mein Problem ist, dass er momentan eine Therapie ablehnt (in seiner Jugend hatte er schon eine). Er hatte schon mal eine begonnen, als ich das zur Voraussetzung für unseren letzten Versuch gemacht habe, aber da hatte er eine gute Phase, und dann abgebrochen, weil er da die Notwendigkeit nicht sah. Ich weiß einfach nicht, wie es dazu kommen kann, dass er sich Hilfe sucht (er denkt immer er schafft das alleine und da seine Depressionen zeitlich begrenzt sind, max. 1-2 Monate, dann 2-3 Monate Normalität, kann er sich das auch sehr gut "einreden").
Problem ist, dass ich eben keinen Druck aufbauen mag, da ich weiß, dass man die Therapie selber wollen muss...ich aber auch keine Trennung will und wenn ich damit drohe würde, er in diesem Zustand mich einfach gehen lassen würde.
Ich bin selber in Therapie, nur aufgrund sehr leichter depressiver Problematiken, die durch das letzte Jahr etwas verstärkt wurden, und weiß eben selber, wie man sich in diesem Loch fühlt. Ich habe mir damals auch erst Hilfe geholt, nachdem ich es immer öfter nicht mehr auf Arbeit geschafft habe.
Da ist er allerdings noch nicht und wenn doch, gibt es super Begründungen (Job ist eh Mist etc) und sucht sich eben schnell einen anderen (was gut ausgebildet tatsächlich sehr einfach ist)

Hast du einen Tipp? Wie war das damals bei dir genau mit dem Therapiebeginn seinerseit?

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24. September 2015 um 19:43

...
Es war vorher schon so und ich habe mich trotzdem für das Kind entschieden. Weil es eben zwei Seiten gibt: die Zeit vor und nach der Phase und die depressive Phase.
Ich glaube nicht, dass mein Partner bequem oder ähnliches ist. Ja, er ist instabil, psychisch. Nur das sehe ich eben nicht als einen Trennungsgrund per se, sondern als Krankheit und ich habe nicht vor, meinen Partner zu verlassen, wenn er Krebs hat oder ähnliches.

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"Freundschaftliche" Trennung vom Vater des Kindes
Von: alenasopiemaie
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24. September 2015 um 12:23

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