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Kurz vor Scheidung / Haus verkaufen bzw. umschreiben

28. Dezember 2011 um 9:56 Letzte Antwort: 28. Oktober 2015 um 19:17

Hallo Leute,
meine Frau und ich sind seit 3 Jahren verheiratet und haben einen 2 Jährigen Sohn. Leider hat sie ihr Versprechen nach der Hochzeit mit einem Ehevertrag nicht eingehalten ( meine eigene Dummheit ihr zu vetrauen...aber man lernt ja bekanntlich, wenn es zu spät ist). Ich habe letztes Jahr ein Haus gekauft. ich stehe alleine im Grundbuch und die Finanzierung läuft auf mich und wird allein getragen von mir. Ich habe damals 40.000 als Eigenkapital anbezahlt, was zum größten Anteil ca. 25000 aus meiner Lebensversicherung bestand. Jetzt stehen wir einen Schrit vor der Trennung. Das Haus mit eine Wertsteigerung von ca.100000, da ich es damals in einer Zwangsversteigerung mit Mängel ersteigert habe und sehr viel Geld reingesteckt habe. Sie ist der Meinung, das sie einen Anrecht auf das Haus hat und ich es nicht ohne sie verkaufen kann oder sie im Falle eines Verkaufes nicht vor die Türe setzen kann...laut ihren Anwalt. Jetzt meine Fragen: Kann ich das Haus jederzeit, also sogar kurz vor der Scheidung verkaufen oder es auf einen Bekannten umschreiben? Muss bei einer Umschreibung auch die Finanzierung übernommen werden oder kann er auf mich weiterlaufen? kann ich die erneut anfallende Grunderwerbsteuer ausweichen, in dem ich Notariel irgend etwas wie eine "schenkung" oder "übertragung" auf den Bekannten festhalte...oder habt ihr eine Idee? Sie ist sehr auf Geld und Besitz aus und doht mir auch mit dem Kind... Bin für jede Antwort dankbar

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28. Dezember 2011 um 15:43

Das Haus fällt in den
sogenannten Zugewinnausgleich. Es wird der Wert der Immobilien angesetzt und durch 2 geteilt. Zuvor wird natürlich dein Anfangsvermögen in Abzug gebracht.
Als Beispiel, wert 200.000,- EK von dir 40.000,- verbleibt ein rest von 160.000,- macht 80.00 für jeden von euch.

Bei einer Schenkung fallen Schenkungssteuern an. Außerdem wenn das alles erst kurz vor der Scheidung passiert kann deine Holde dies zurückfordern, da der Verdacht nahe liegt, dass du dies nur gemacht hast um sie zu benachteiligen.

Wenn du noch Fragen hast melde dich auch per PN

Trotzdem einen guten Rutsch

heiner

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2. Januar 2012 um 6:18
In Antwort auf heiner9999

Das Haus fällt in den
sogenannten Zugewinnausgleich. Es wird der Wert der Immobilien angesetzt und durch 2 geteilt. Zuvor wird natürlich dein Anfangsvermögen in Abzug gebracht.
Als Beispiel, wert 200.000,- EK von dir 40.000,- verbleibt ein rest von 160.000,- macht 80.00 für jeden von euch.

Bei einer Schenkung fallen Schenkungssteuern an. Außerdem wenn das alles erst kurz vor der Scheidung passiert kann deine Holde dies zurückfordern, da der Verdacht nahe liegt, dass du dies nur gemacht hast um sie zu benachteiligen.

Wenn du noch Fragen hast melde dich auch per PN

Trotzdem einen guten Rutsch

heiner

Sicher?
Er steht doch aber alleine im Grundbuch. Wie soll sie da anrecht auf das Haus bekommen? Sie hat nichtmal Anspruch auf eine Auszahlung. Lediglich das Inventar und da auch nur auf das während in der Ehe erworbene oder was vorher ihre war...

Den einzigen Nachteil den ich hier sehe. Sie wird Unterhalt fordern und da er im Eigentum wohnt, hat er Wohnvorteil trotz Kredit, was bedeutet, dass der Unterhalt höher ausfällt, da er ja mietfrei wohnt.
Das kann bedeuten, dass der Eigenbedarf auf 770 Euro gesenkt wird bei einem Mangelfall.

Die Umschreibung auf einen Bekannten würde ich mir auch sehr überlegen. Bei Geld hört die Freundschaft auf

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2. März 2012 um 9:28

Them Hausverkauf
War schon mal in einer ähnlichen Situation. Mir haben damals die Infos auf www.hausverkaufen24.de sehr geholfen. Hab da alle Antworten auf die Fragen gefunden die ich damals hatte. Vielleicht finden Sie ja dort auch was für Sie.
Viel Erfolg in Ihrer Situation.
lg

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12. März 2013 um 12:52

Kurz vor Scheidung / Haus verkaufen bzw. umschreiben
Hallo maz0809,

auch wenn mein Eintrag etwas spät kommt, evtl. kann es ja für andere hilfreich sein. Leider kam es bei uns auch zu einer Scheidung, wie es halt manchmal so kommt. Mein Ex-Mann und ich haben uns auch versucht Hilfe zu holen, bzw. versucht in Foren was Hilfreiches raus zubekommen. Aber wirklich weitergeholfen hat uns das nicht. Durch einen Artikel über Scheidung und Hausverkauf in einer Immobilienzeitung sind wir dann auf German Homes aufmerksam geworden, die uns sehr gut beraten haben. Ich kann das nur empfehlen, da vieles Einzelfallentscheidungen sind. Die Firma findet man unter http://www.germanhomes.de und so wie ich es rausgehört habe, gibt es mehrere Filialen in Deutschland. Ansonten hatten wir auch gute Unterstützung durch unseren Anwalt und Steuerberater.

Liebe Grüße
Beate

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14. März 2013 um 16:57

Hi
Also alles was dir schon vor der Ehe gehört hat bleibt deines - also z.b. Eigenkapital.
Sie kann aber einen Zugewinnsausgleich fordern, das heißt alles was danach an Einnahmen kam (außer Erbe und Schenkungen) wird durch 2 geteilt.
Bei dem Haus würde grob gesagt gelten
aktueller Ist-Wert
abzüglich des von dir eingebrachten Kapitals was vor der Ehe bereits existierte
abzüglich laufender Kredite
geteilt durch 2
Genaue Aufschlüsselung kann dir ein Anwalt erläutern, wenn du viel in Eigenleistung erbracht hast und z.b. dafür Urlaub genommen hast müsste das auch anrechenbar sein.

Von dem Ergebnis musst du ihr die Hälfte zahlen.

Da das Kind noch sehr klein ist und das Kind bei ihr bleiben sollte, musst du ihr Unterhalt zahlen - ich glaube laut aktueller Rechtssprechung max. bis zum Schuleintritt - weiß aber nicht genau.

Wer ist denn im Grundbuch eingetragen? Der entscheidet was mit dem Haus passiert. Allerdings bringt ein jetziger Verkauf etc. nichts - da die gesamte Zeit der Ehe gilt inkl. Trennungsjahr. Das bringt gar nichts. Bei einer Schenkung würdest du sogar drauflegen und die Finanzierung kippt da du garantiert ein Hypothekendarlehen hast.
Du kannst sie vermutlich erst nach der Scheidung rausschmeißen - wegen dem Kleinkind - außer es besteht ein Härtefall.

Aber wie gesagt - geh zu einem guten Scheidungsanwalt - den hast du wohl nötig.

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28. Oktober 2015 um 19:17
In Antwort auf nosara_11850837

Sicher?
Er steht doch aber alleine im Grundbuch. Wie soll sie da anrecht auf das Haus bekommen? Sie hat nichtmal Anspruch auf eine Auszahlung. Lediglich das Inventar und da auch nur auf das während in der Ehe erworbene oder was vorher ihre war...

Den einzigen Nachteil den ich hier sehe. Sie wird Unterhalt fordern und da er im Eigentum wohnt, hat er Wohnvorteil trotz Kredit, was bedeutet, dass der Unterhalt höher ausfällt, da er ja mietfrei wohnt.
Das kann bedeuten, dass der Eigenbedarf auf 770 Euro gesenkt wird bei einem Mangelfall.

Die Umschreibung auf einen Bekannten würde ich mir auch sehr überlegen. Bei Geld hört die Freundschaft auf

Das Grundbuch ist wichtig für den Verkauf - nicht für die Scheidung
1.die Grunderwerbssteuer geht nach der Höhe des Kaufpreises (bei 1 Euro sehr niedrig- es lässt dann aber auch Zweifel an der Korrektheit des Preises aufkommen)
2. wem das Haus gehöhnt und wer die Raten zahlt ist nur begrenzt wichtig- zahlen ist wichtig
3. das Geld was vor der Ehe vorhanden war und dann ins Haus eingebracht wurde, wird nicht geteilt.
4. wer im Grundbuch steht, bestimmt über den Verkauf siehe hier: http://verkaufe-dein-haus.de/2015/haus-verkaufen-wenn-ich-in-scheidung-lebe/
5.wenn kein Haus sondern nur das Geld vom Verkauf da ist, wird hier der Zugewinn geteilt

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