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Kunst des Krieges in der Beziehung

Letzte Nachricht: 19. Januar 2014 um 11:57
M
matild_12531603
17.01.14 um 23:57

Hey zusammen,

Ich bin ein Mann
Es geht um ein grundlegendes Thema, dass mich schon seit langem beschäftigt und ich nicht die richtigen Worte dafür finde. Inspieriert darüber nachzudenken hat mich die Philosophie "Die Kunst des Krieges" - nach dem Motto: Der wahre Krieger kämpft nicht. Oder wie man es schafft ohne Konfrontation eine Auseinandersetzung zu gewinnen. Dieses Thema taucht immer wieder in meinen Beziehungen zu Frauen auf.

Wenn mir jemand Vorwürfe macht, mich zu etwas zwingen will, wütend auf mich ist usw. habe ich die spontane Reaktion mich dagegen zu wehren, sei es verbal oder im schlimmsten Fall sogar körperlich. Ich fühle mich in diesem Moment bedroht und reagiere mit Kampf.

Wenn aber keine dieser Energien zu spüren sind gibt es nichts wogegen man kämpfen kann.
Es gibt eine besondere Art wenn eine Frau mich ruhig um etwas bittet, mir liebevoll und voller Vertrauen mitteilt, dass Sie mich braucht. Wenn ich spüre, dass dort ein zartes Wesen ist und sie mir ihre Gefühle offenbart - Dann entsteht eine positive männliche Kraft und ich würde alles für sie tun.

Beispiel: Meine Freundin hatte gewisse Themen die sie verunsichert haben. Diese Unsicherheit hat sie durch aufgeregtes rummeckern und Vorwürfe ausgedrückt. Belangloses in meiner Welt wurde aufeinmal zu einem Riesen Thema. Meine Reaktion: Ich muss mich dagegen wehren. Auch wenn ich es nicht will oder es schaffe nicht darauf einzugehen sträubt sich meine ganzer Körper dagegen. Wenn aber diese Fassade nicht mehr aufrecht gehalten werden kann und ich sehe was dahinter liegt, ändert sich meine Energie sofort ins Gegenteil. Ich möchte für sie da sein, alles für sie tun, sie umsorgen, ihr sicherheit geben usw.

Anderes Beispiel: Ich war in meiner Pupertät ein Rebel und habe sehr stark gegen alles gekämpft was mir nicht gepasst hat. Ich war darauf vorbereitet, dass ich Ärger bekommen würde habe aber voller Zuversicht meine Position verteidigt.
Dann gab es einen Moment wo meine Mutter, nicht aufgeregt und wütend war. Sie konnte ihre Angst ihre Sorgen nicht mehr hinter einer Wut verstecken und hat ganz ruhig zumir gesagt: "Ich möchte einfach nicht, dass dir etwas passiert"
In diesem Moment ist mein Kampf total eingebrochen und ich wusste überhaupt nicht mehr wohin mit meiner Energie - von dem Tag an habe ich alles komplett geändert und wollte mich um sie kümmern anstatt gegen sie zu kämpfen.

Wie kann man diesen Zustand besser beschreiben?
Was ist das wodurch mein Verhalten komplett ins Gegenteil gewandelt wird?

Mir ist aufgefallen, dass ich so ticke und habe es daher jetzt als ein Thema dargestellt wie ein Mann von einer Frau sofort zum Gegenteil bewegt werden kann. Es gibt aber auch sicher ein ähnliches Muster bei Frauen, wodurch es ein Mann schaffen kann ihr Verhalten komplett zu ändern.

Vielleicht stelle ich das alles gerade auf ein zu hohes Potest - aber ich habe das Gefühl wenn man es schafft diesen kleinen Unterschied zu leben hat man den Schlüssel in der Hand den Partner im positiven zu etwas zu bewegen

Freu mich auf eure Meinungen

MerlinLehrling

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A
an0N_1189750099z
18.01.14 um 0:19

The art of war...
... ist schon etwas komplizierter als 2 Sätze.
Kommunikation und Psychologie auch.

Ja, wenn jemand in einer Überreaktion ist, dann hilft es oft, das Muster zu ändern, weil dann die Überreaktion nicht mehr "gefüttert" wird. - In welche Richtung auch immer, nicht nur in die von Dir angegebene.
Man kann nach ähnlichem Schema auch eigene Überreaktionen abfangen.

Gilt aber überwiegend für Überreaktionen und weniger für andere Kommunikation / Kommunikationsziele und eben nur "oft".

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an0N_1189750099z
18.01.14 um 0:46
In Antwort auf an0N_1189750099z

The art of war...
... ist schon etwas komplizierter als 2 Sätze.
Kommunikation und Psychologie auch.

Ja, wenn jemand in einer Überreaktion ist, dann hilft es oft, das Muster zu ändern, weil dann die Überreaktion nicht mehr "gefüttert" wird. - In welche Richtung auch immer, nicht nur in die von Dir angegebene.
Man kann nach ähnlichem Schema auch eigene Überreaktionen abfangen.

Gilt aber überwiegend für Überreaktionen und weniger für andere Kommunikation / Kommunikationsziele und eben nur "oft".

P.S. ...
... eine bestimmte Art, ein Anliegen "rüber zu bringen", die bei einer bestimmten Person ziemlich zuverlässig funktioniert, gibt es auch fast immer. Nur ist die bei verschiedenen Personen nicht gleich.

Google mal "NLP" / "neuro linguistische Programmierung" - das beschäftigt sich damit, wie man einer anderen, wenn man es wirklich kann, auch einer unbekannten Person, etwas so erklären kann, dass diese Person genau das versteht, was man meint, es nicht blockt und auch annehmen / durchdenken kann. Taugt natürlich auch dafür, etwas "ins richtige Ohr zu flüstern", was man haben will.

Das witzige ist - und damit sind wir fast wieder bei "The Art Of War" - es kann z.B. in Deinem Falle durchaus dazu gehören, Dich vorher in die Überreaktion zu bringen.

Mal eine ganz "unschuldige" Frage... Wenn Deine Mutter gleich gesagt hätte, dass sie nicht will, dass Dir etwas passiert - hätte sie die gleiche Reaktion erreicht? Ich würde wetten: hätte sie nicht.
Aber der Streit mit fliegenden Fetzen, Abwehrhaltung (wie Du richtig sagtest, die Du erwartet und bereit gehalten hast) und die ganzen Show, die hat den Weg bereitet - und dann das Durchbrechen des Musters - das hat funktioniert.
Ich würde mal darauf tippen, das hat sich inzwischen deutlich abgeschwächt, weil Du nun doch kein Teenager bist. Aber wenn es hart auf hart kommt - würde man weiter kommen, wenn man gleich lieb fragt - oder wenn man erst schwungvoll streitet und dann das Muster durchbricht und Dich "abfängt"?

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M
matild_12531603
18.01.14 um 12:58

...kann gut sein, aber auch...
Interessant, dass sich das so anhört als ob ich ein Macho bin. Ja, ich bin in meiner Art auf der einen Seite sehr männlich alleine vom aussehen her sehen mich viele als Cassanova, Macho etc. aber ich habe auch eine andere Seite, wo viele meiner guten Freundinen immer sehr erstaunt sind, was ich für ein liebevoller Verständnisbereiter und einfühlsamer Mensch bin. Ich gehe oft in ein Yoga Zentrum, da wurde mir von einer Lehrerin z.B. gesagt, dass meine weiblichen Anteile sehr stark sind. Also ich denke, dass ich wie jeder Mensch beide Anteile in mir trage und diese so gar sehr ausgeprägt sind. Ich möchte gerne verstehen wann welcher Anteil Sinn macht bzw. zum Vorschein kommen sollte.

Zu diesem Konflikt den ich oben beschrieben habe möchte ich kurz erzählen in welcher Beziehung ich im letzten Jahr war.

Ich habe eine russische Frau kennen gelernt, welche sehr die "klassischen" Werte leben möchte. Der Mann ist der Versorger und die Frau sieht sie in der Rolle für Haushalt und Kinder. Sie hat die letzten 9 Jahre in Russland in einem Job sehr viel gearbeitet und hat jetzt für sich germerkt, dass ihre Aufgabe als Frau eigentlich woanders wäre. Wir kennen uns schon länger, halt immer nur im Urlaub und ich habe Anfang letzten Jahres sie zu mir eingeladen. Sie hat in Russland für eine deutsche Firma gearbeitet, es gab also die Möglichkeit innerhalb der Firma nach DE zu wechseln oder alternativ die Heirat. Ich war ganz froh und auch sehr erstaunt, dass sie sehr schnell bei der deutschen Niederlassung einen Job bekommen hatte, also keine "Zweckheirat" nötig war.

Dann habe ich interessanterweise kurz bevor sie zu mir gezogen ist meinen Job verloren und musste mich neu bewerben. Wir hatten also die Situation, dass ich zuhause war und sie wieder jeden Tag arbeiten musste.

Klar, war auf meiner Seite das Geld dann etwas beschränkt, aber ich habe grosszügig mein erspartes aufgebraucht, im Glauben, dass ich bald wieder einen gut bezahlten Job haben würde. Durch diese Grosszügigkeit habe bei ihr aber eher ein Gefühl von Unsicherheit, die Lage nicht ernst nehmen usw. hervorgerufen. Da ihr Arbeitsvertrag vorerst befristet war und sie daher eine spürbare Unsicherheit hatte, ob sie vielleicht nicht in DE bleiben kann habe ich versichert, dass ich mich um sie kümmern werde und jederzeit eine Zweckheirat machen würde.

Komischerweise hat sich meine Jobsuche aber ziemlich rausgezögert (6 Monate) und sie war mehr und mehr verunsichert, dass ich unrealistisch wäre. Sie hat oft gesagt ich sollte mehr tun als reden

Zum Neujahr ist die Situation dann eskaliert und wir hatten einen großen Streit und sie hat sich jetzt eine kleine Einzimmerwohnung genommen und die Beziehung ist erst mal beendet.

Irgendwie fühle ich mich frei und habe wieder Energie. Die Monate davor hatte ich das Gefühl, ich tue und tue und es kommt nicht an bei ihr, bzw. sie vertraut mir nicht.

Schon komisch, dass wir beide eigentlich genau das Gegenteil wollten von dem wie die Situation sich ergeben hat. Aber ich glaube daran, dass man wenn man sich etwas wünscht auch erst mal vom Schicksal auf die Probe gestellt wird, bevor der Wunsch in Erfüllung geht.

Im Rückblick wird mir jetzt vieles klar und ich möchte gerne etwas davon lernen.

Sie ist gerade total verunsichert, traurig, ängstlich. Sie möchte das aber nicht zeigen, macht ihre Gefühle zu und reagiert mit Wut und gespielter Selbstsicherheit.

Ich möchte gerne lernen meine Männlichkeit wirklich leben zu können, für meine Frau nicht nur der Macho zu sein sondern ihr ein wirkliches Gefühl von maskuliner Stärke zu geben.

Puh, das ist alles sehr schwer gerade auf einen Nenner zu bringen. Ich hoffe, dass aus diesen Erzählungen ein bisschen rüber kommt in welche Situation ich war, bin und wo ich mich gerne hin entwickeln würde.

Ich freu mich über jede Meinung, Kritik und Anregungen!
Damit aus dem Lehrling irgendwann doch ein Meister werden kann
MerlinLehrling






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matild_12531603
18.01.14 um 13:09

Kein Kampf sondern Harmonie und Sympiose
Hmm, man kann Sunzi als Militärstrategie sehen und von Krieg von Feinden sprechen. Es gibt aber zahlreiche Interpretationen und Ansätze die dahinter die Lösung von Konflikten sehen.

Ich habe für mich daraus gelernt, dass immer wenn ich in eine Art Kampf gehe, dieser Zustand nur kurzfristig etwas bringt. Langfristig kann es nie funktionieren.

Wenn ich in der Harmonie mit mir selber und anderen Menschen, Dingen, Ereignissen bin dann entsteht daraus eine Sympiose und wahrer Wachstum. Davon bin ich überzeugt!

Ich versuche gerade herauszufinden wie ich diese Harmonie herstellen kann, wann meine Energien in die richtige Richtung gehen und wann ich mir einfach nur was vormache....

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M
matild_12531603
18.01.14 um 13:15
In Antwort auf an0N_1189750099z

P.S. ...
... eine bestimmte Art, ein Anliegen "rüber zu bringen", die bei einer bestimmten Person ziemlich zuverlässig funktioniert, gibt es auch fast immer. Nur ist die bei verschiedenen Personen nicht gleich.

Google mal "NLP" / "neuro linguistische Programmierung" - das beschäftigt sich damit, wie man einer anderen, wenn man es wirklich kann, auch einer unbekannten Person, etwas so erklären kann, dass diese Person genau das versteht, was man meint, es nicht blockt und auch annehmen / durchdenken kann. Taugt natürlich auch dafür, etwas "ins richtige Ohr zu flüstern", was man haben will.

Das witzige ist - und damit sind wir fast wieder bei "The Art Of War" - es kann z.B. in Deinem Falle durchaus dazu gehören, Dich vorher in die Überreaktion zu bringen.

Mal eine ganz "unschuldige" Frage... Wenn Deine Mutter gleich gesagt hätte, dass sie nicht will, dass Dir etwas passiert - hätte sie die gleiche Reaktion erreicht? Ich würde wetten: hätte sie nicht.
Aber der Streit mit fliegenden Fetzen, Abwehrhaltung (wie Du richtig sagtest, die Du erwartet und bereit gehalten hast) und die ganzen Show, die hat den Weg bereitet - und dann das Durchbrechen des Musters - das hat funktioniert.
Ich würde mal darauf tippen, das hat sich inzwischen deutlich abgeschwächt, weil Du nun doch kein Teenager bist. Aber wenn es hart auf hart kommt - würde man weiter kommen, wenn man gleich lieb fragt - oder wenn man erst schwungvoll streitet und dann das Muster durchbricht und Dich "abfängt"?

Nicht den Partner ändern sonder die eigene Einstellung...
Wow, super Antwort!

"Ja, wenn jemand in einer Überreaktion ist, dann hilft es oft, das Muster zu ändern, weil dann die Überreaktion nicht mehr "gefüttert" wird. - In welche Richtung auch immer, nicht nur in die von Dir angegebene.
Man kann nach ähnlichem Schema auch eigene Überreaktionen abfangen."

ich bin jetzt schon mal den Schritt weiter, dass ich die Überreaktion meiner Freundin verstanden habe und sehe was dahinter eigentlich für Bedürfnisse liegen. Allerdings ist für mich noch nicht ganz klar wie ich darauf kurz und langfristig reagieren sollte...aber es wird schon klarer

Ich habe mal folgendes gehört: In einer Beziehung ist der Partner nur ein Spiegel von den eigenen Mustern, Bedürfnissen etc. und was machst du wenn dir dein Spiegel nicht gefällt? Natürlich nicht den Partner ändern sondern sich selber, bzw. die eigene Sichtweise, Einstellung usw.

Ich such gerade alles über das NLP Thema zusammen - falls du dort einen Link empfehlen kannst oder noch ein paar Stichworte wie dieses Thema genau heisst - wäre ich dir sehr dankbar dafür

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A
an0N_1189750099z
18.01.14 um 15:17
In Antwort auf matild_12531603

Nicht den Partner ändern sonder die eigene Einstellung...
Wow, super Antwort!

"Ja, wenn jemand in einer Überreaktion ist, dann hilft es oft, das Muster zu ändern, weil dann die Überreaktion nicht mehr "gefüttert" wird. - In welche Richtung auch immer, nicht nur in die von Dir angegebene.
Man kann nach ähnlichem Schema auch eigene Überreaktionen abfangen."

ich bin jetzt schon mal den Schritt weiter, dass ich die Überreaktion meiner Freundin verstanden habe und sehe was dahinter eigentlich für Bedürfnisse liegen. Allerdings ist für mich noch nicht ganz klar wie ich darauf kurz und langfristig reagieren sollte...aber es wird schon klarer

Ich habe mal folgendes gehört: In einer Beziehung ist der Partner nur ein Spiegel von den eigenen Mustern, Bedürfnissen etc. und was machst du wenn dir dein Spiegel nicht gefällt? Natürlich nicht den Partner ändern sondern sich selber, bzw. die eigene Sichtweise, Einstellung usw.

Ich such gerade alles über das NLP Thema zusammen - falls du dort einen Link empfehlen kannst oder noch ein paar Stichworte wie dieses Thema genau heisst - wäre ich dir sehr dankbar dafür

Eine Autorin kann ich empfehlen
und zwar nicht zu NLP sondern zum Thema "Kommunikation, um einander zu verstehen" da solltest Du vielleicht mal eher ansetzen.
Vielleicht hat es Dir noch keiner erklärt, aber in einem Krieg verlieren die Krieger beider Seiten. Die Gewinner sind die, die nie eine Waffe in der Hand hatten ^^

Hast Du "Die Kunst des Krieges" mal gelesen? Dann solltest Du wissen, dass jemand, der mit einem winzigen Stubs in ein festes Schema verfällt, Kommunikation besser nicht als Krieg betreiben sollte - da werden aus den Opfern nämlich ganz schnell überlegene Gegner
Diesen Effekt, auf den Du so schön anspringst, die "positive männliche Kraft" oder weniger romantisch formuliert: den Beschützerinstinkt triggern, kann man beispielsweise ziemlich effektiv verstärken, indem man als Frau während des Gespräches den Kopf etwas zur Seite neigt - machen viele Frauen instinktiv, aber achte mal darauf, wenn eine Frau Dich "so lieb um Hilfe bittet", wird sie das ziemlich sicher tun.

Ich bin jetzt jetzt kein Feund übermässiger Harmonie in einer Beziehung, aber wenn es um Krieg geht, dann lasse ich es. Das ganze Geschnatter und die non-verbale Kommunikation dienen dazu, dass sich beide verstehen, Vertrauen und Bindungen gestärkt werden und nicht Kriege gewonnen.
So eine Kommunikation ala "Die Kunst des Krieges" oder nach der klassischen Rethorik von Sokrates bis Schopenhauer ist ganz nice - zum Lernen, Üben, Trainieren des eigenen Umganges mit der Sprache - aber keine Basis einer Beziehung. Da soll man sich ruhig und entspannt zu Hause fühlen ^^

Ach ja... zurück zur Autorin: Deborah Tannen. Sie ist psychologische Linguistin, schreibt auch für diejenigen sehr verständlich, die in dieser Richtung noch kein Basis-Wissen haben und ihre Bücher sind durchaus sehr erhellend.

Was NLP angeht: die grundlegende Bais von NLP ist die Fähigkeit, den Gesprächspartner richtig einzuschätzen. Seine Ängste, seine Hoffnungen, seine Ziele, seine Stimmung, seinen Bildungsstand und seinen Hintergrund usw. - wenn Du irgendwo ansetzen willst - dann da.

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matild_12531603
18.01.14 um 15:22

Irgendwie ja und irgendwie nein...
du hast auf der einen Seite recht und ich bin auch froh, dass sie jetzt alleine wohnt. Sie wird merken, wie schwierig das ist, wie aufwendig und teuer das Leben ist, wie es sich anfühlt wenn abends niemand da ist usw.

Für mich geht es aber darum, dass ich im Prinzip gerne für eine Frau da bin und für sie Sorge. Wenn die Situation soweit ist, dass man eine Familie gründet und Kinder hat wäre ich liebend gerne der Versorger und die Frau würde sich um die Familie kümmern.

Es ging nur Zeit einfach noch nicht und diese Unzufriedenheit auf ihrer Seite hat genau das Gegenteil gebracht. Ich habe ihr immer versichert, dass ich gerne dazu bereit bin - wenn die Zeit soweit ist. Auch mein Jobwechsel ist langfristig mit einem höheren Einkommen verbunden - aber alles braucht seine Zeit!

Ich baue jetzt meine Stärke wieder auf und kümmer mich um meinen neuen Job.

Ich möchte aber auch ihr in gewisserweise zeigen, dass ich immer noch für sie da bin und sie sich auf mich verlassen kann. Aber auf keinen Fall finanziell!

Daher dieses Thema, dass ich mich frage was ich aus dieser Situation lernen kann und wie ich wirkliche männliche Stärke aufbauen kann.

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an0N_1189750099z
18.01.14 um 17:14

Zumindest...
... verdammt selten, ja. Bei Russen komme ich meist noch halbwegs mit, bei den Russinnen kreisen mir auch nach paar Jahren manchmal noch die Fragezeichen ums Haupt. Vor allem, weil wir so völlig gegensätzlich sind, was das Thema Geschenke angeht, die haben da ein Verhältnis dazu, das finde ich einfach nur irritierend.

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an0N_1189750099z
18.01.14 um 20:12

Ich weiss...
... dass die weit auseinander sind, ich kommen in weiten Teilen nämlich mit der russischen besser klar.
Aber völlig verstehen werde ich sie vielleicht trotzdem nicht.

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Kannst du deine Antwort nicht finden?

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matild_12531603
18.01.14 um 21:19

Das ist aber jetzt seeeehr weit hergeholt...
ich bin sehr ruhig und verständnisvoll - aber wenn ich immer wieder spüre, dass mich jemand mit Aggression zu etwas bewegen will reagiere ich irgendwann auch mit Aggresssion.

Wie meine Vorrednerin schrieb ist das ein Verhalten was so ziemlich jeder Mensch in sich hat. Ich möchte nur für mich rausfinden wie ich das ganze früher entschärfen kann.

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matild_12531603
18.01.14 um 21:24

Ja ich bin ein 32 Jahr alter deutscher Mann
Ich muss sagen, dass ich von russichen Frauen sehr fasziniert war. Sie scheinen sehr viele weibliche Seiten zu haben die ich sehr anziehend fand.

Allerdings ist mir mehr und mehr aufgefallen, dass sehr viele Ängste und verhärtete Wertvorstellungen in ihr ruhten.

Das Thema Geld war irgendwie total komisch. Sie hat einen Job, sogar noch eine eigene Wohnnung in Russland aus der sie Mieteinnahmen bekommt. Ich habe zu der Zeit Arbeitslosengeld bekommen. Sie ist total ausgeflippt als ich sie gefragt habe wann sie den die Hälfte der Miete (400 Euro) überweisst - Sie wurde wütend und aggresiv und warf mir vor, dass ich sie ausnehmen möchte!?

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matild_12531603
18.01.14 um 21:41
In Antwort auf an0N_1189750099z

Eine Autorin kann ich empfehlen
und zwar nicht zu NLP sondern zum Thema "Kommunikation, um einander zu verstehen" da solltest Du vielleicht mal eher ansetzen.
Vielleicht hat es Dir noch keiner erklärt, aber in einem Krieg verlieren die Krieger beider Seiten. Die Gewinner sind die, die nie eine Waffe in der Hand hatten ^^

Hast Du "Die Kunst des Krieges" mal gelesen? Dann solltest Du wissen, dass jemand, der mit einem winzigen Stubs in ein festes Schema verfällt, Kommunikation besser nicht als Krieg betreiben sollte - da werden aus den Opfern nämlich ganz schnell überlegene Gegner
Diesen Effekt, auf den Du so schön anspringst, die "positive männliche Kraft" oder weniger romantisch formuliert: den Beschützerinstinkt triggern, kann man beispielsweise ziemlich effektiv verstärken, indem man als Frau während des Gespräches den Kopf etwas zur Seite neigt - machen viele Frauen instinktiv, aber achte mal darauf, wenn eine Frau Dich "so lieb um Hilfe bittet", wird sie das ziemlich sicher tun.

Ich bin jetzt jetzt kein Feund übermässiger Harmonie in einer Beziehung, aber wenn es um Krieg geht, dann lasse ich es. Das ganze Geschnatter und die non-verbale Kommunikation dienen dazu, dass sich beide verstehen, Vertrauen und Bindungen gestärkt werden und nicht Kriege gewonnen.
So eine Kommunikation ala "Die Kunst des Krieges" oder nach der klassischen Rethorik von Sokrates bis Schopenhauer ist ganz nice - zum Lernen, Üben, Trainieren des eigenen Umganges mit der Sprache - aber keine Basis einer Beziehung. Da soll man sich ruhig und entspannt zu Hause fühlen ^^

Ach ja... zurück zur Autorin: Deborah Tannen. Sie ist psychologische Linguistin, schreibt auch für diejenigen sehr verständlich, die in dieser Richtung noch kein Basis-Wissen haben und ihre Bücher sind durchaus sehr erhellend.

Was NLP angeht: die grundlegende Bais von NLP ist die Fähigkeit, den Gesprächspartner richtig einzuschätzen. Seine Ängste, seine Hoffnungen, seine Ziele, seine Stimmung, seinen Bildungsstand und seinen Hintergrund usw. - wenn Du irgendwo ansetzen willst - dann da.

Mann kann nur das bekommen was man bereits in sich trägt..
Danke für die Empfehlungen, werde ich mir zulegen und mich ausführlich einarbeiten

Das Thema "Kunst des Krieges" wird häufig falsch verstanden. Ja man kann daraus Strategien ziehen wie man einen "Feind" besiegt.

Mann kann daraus aber auch sehr viel tiefere Einsichten gewinnen. Im Grunde geht es für mich darum ein Problem ohne jegliche Konfrontation zu lösen. Also Krieg überhaupt nicht enstehen zu lassen.

Ich beobachte dieses Phänomen ständig auf den unterschiedlichsten Ebenen in meinem Leben. Wenn ich etwas unbedingt will, kann ich alle meine Energie darauf fokussieren und es vielleicht kurzfristig durchsetzen. Aber es hält nicht lange weil ich damit meine Umgebung zwinge sich nach meinen Vorstellungen zu richten. Irgendwie scheinen die Dinge erst zu mir zu kommen wenn ich dann irgendwie davon ablasse....schwierig zu beschreiben. Ich denke es hat was mit meiner inneren Einstellung zu tun. Es hat glaube ich etwas mit dem Thema Harmonie, Sympiose, Selbstliebe und vor allem Geduld zu tun. Resonanz scheint hier auch sehr wichtig zu sein - nur was ich in mir trage ziehe ich auch im aussen an. Mann kann nur jemanden lieben wenn man sich selbst liebt.

Es ist ein Irrglaube, dass man Menschen sucht die einen lieben um das Gefühl von liebe zu spüren.

Jetzt muss ich für mich die Erkenntnis finden, wieso ich so eine Frau angezogen habe - scheinbar hatte ich auch das Thema ausgenutzt zu werden oder auch diese übertriebenen Wertvorstellungen....Naja, irgendwann wirds klick machen


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matild_12531603
18.01.14 um 21:44

Ja, da hast du Recht
....ich bin sehr extrem in meinen Gefühlen und wahrscheinlich auch in meinen Sichtweisen. Ich will immer alles oder gar nix

Mein Ziel ist jetzt auf keinen Fall die Beziehung zurück zu gewinnen, aber ich würde gerne weiter zu ihr stehen, ihr vertrauen und Sicherheit geben. Aber auf keinen Fall finanziell, dass muss sie alleine hinbekommen

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an0N_1189750099z
18.01.14 um 22:52

Privet
i rada tebam poznakomitza (ja, ich weiss, meine Orthographie ist schauderhaft)
Eine sehr gute Bekannte von mir war Ukrainerin, nur leider haben wir uns aus den Augen verloren, weil ich in eine andere Stadt gezogen bin.
Einige Kollegen und natürlich internationale Gamez... Naja, zu wenige für meinen Geschmack...

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an0N_1189750099z
18.01.14 um 22:55
In Antwort auf matild_12531603

Mann kann nur das bekommen was man bereits in sich trägt..
Danke für die Empfehlungen, werde ich mir zulegen und mich ausführlich einarbeiten

Das Thema "Kunst des Krieges" wird häufig falsch verstanden. Ja man kann daraus Strategien ziehen wie man einen "Feind" besiegt.

Mann kann daraus aber auch sehr viel tiefere Einsichten gewinnen. Im Grunde geht es für mich darum ein Problem ohne jegliche Konfrontation zu lösen. Also Krieg überhaupt nicht enstehen zu lassen.

Ich beobachte dieses Phänomen ständig auf den unterschiedlichsten Ebenen in meinem Leben. Wenn ich etwas unbedingt will, kann ich alle meine Energie darauf fokussieren und es vielleicht kurzfristig durchsetzen. Aber es hält nicht lange weil ich damit meine Umgebung zwinge sich nach meinen Vorstellungen zu richten. Irgendwie scheinen die Dinge erst zu mir zu kommen wenn ich dann irgendwie davon ablasse....schwierig zu beschreiben. Ich denke es hat was mit meiner inneren Einstellung zu tun. Es hat glaube ich etwas mit dem Thema Harmonie, Sympiose, Selbstliebe und vor allem Geduld zu tun. Resonanz scheint hier auch sehr wichtig zu sein - nur was ich in mir trage ziehe ich auch im aussen an. Mann kann nur jemanden lieben wenn man sich selbst liebt.

Es ist ein Irrglaube, dass man Menschen sucht die einen lieben um das Gefühl von liebe zu spüren.

Jetzt muss ich für mich die Erkenntnis finden, wieso ich so eine Frau angezogen habe - scheinbar hatte ich auch das Thema ausgenutzt zu werden oder auch diese übertriebenen Wertvorstellungen....Naja, irgendwann wirds klick machen


Hm...
ja und nur das, was ich in mir trage, fürchte ich auch im Aussen

Was meine Gefühle betrifft, kann ich mir leider bedauerlich wenig Irrglauben leisten

"die Erkenntnis, wieso ich so eine Frau angezogen habe"?
Das "ausgenutzt werden" ist da ein Teil der Mentalität - also vielmehr, dass es (meistens, ich kenne sie ja auch nicht) keines ist, es aber bei unserer fast zwangsläufig als solches ankommt.
Wieso Du so eine Frau angezogen hast? Ich glaube nicht, dass Du sie verstehst. Vielleicht helfen die Bücher da einen Teil weiter, wobei die eher in der westlichen Mentalität sind, aber man lernt, Kommunikation anders zu sehen und anders zu verstehen (bzw. in meinem Falle *überhaupt* zu verstehen).

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matild_12531603
18.01.14 um 23:10

Ich bin aber eher der grosszügige und sie die sparsame....
das interessante bei uns ist aber, dass ich total grosszügig bin, zum Glück recht gut verdiene aber nie auf mein Geld achte und es liebe für andere Menschen etwas auszugeben.

Deshalb war ja der Konflikt so gross, weil ich wirklich grosszügig bin. Sie ständig zum Essen einlade, ihr Geschenke mache usw. und trotzdem bin ich wie ein Halsabschneider dargestellt worden als ich sie nach der Miete gefragt habe.

Ich will sie auch wirklich nicht schlecht reden - es ist eine tolle Frau. Diese Zärtlichkeit und Weiblichkeit habe ich lange bei deutschen Frauen vermisst.

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matild_12531603
19.01.14 um 11:57

Verschiedene Werte...
ja ich kann verstehen, dass das nicht zusammen passt. Das war auch ein Konflikt, dass ich ihr immer noch ein schönes Leben machen wollte und sie mich immer mehr für unrealistisch gehalten hat.

Miete und Geschenke sind für mich 2 völlig unterschiedliche Dinge! Sie bekommt pro Monat ein Gehalt, sogar mehr als mein damaliges Arbeitslosengeld. Wir beiden bekommen also Betrag x im Monat und haben Betrag x für Grundkosten auszugeben. Das ist für mich absolut logisch, dass man sich das teilt. Ist irgendwie was grundsätzliches. Wenn ich dann nachdem diese Kosten gedeckt sind mich dazu entscheide von dem Geld was ich noch übrig habe sie einzuladen, dann ist das doch was schönes?

Hier glaube ich wirklich, dass seeeehr unterschiedliche Wertevorstellungen aufeinander treffen.

Was mich auch echt gestört hat bei so Geld Diskussionen waren folgende Worte von ihr: Ich bin zu dir gezogen, bin deine Frau, bin bei dir, schlafe mit dir - ist es dir das nicht wert dafür zu bezahlen?

Meine Antwort darauf war: Das ist für mich Prostitution!

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