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Kuckuckskind

22. August 2004 um 12:44

Hallo Ihr Lieben,

möchte gerne mal Eure Meinung zu folgedem Fall lesen:

Ein guter Freund (!) von mir, 57 Jahre alt und 31 Jahre lang verheiratet, 2 Töchter, eine 27 und eine 22, hat voriges Jahr bei einem alkohollaunigen Gespräch mit seiner Frau im Urlaub erfahren, daß sie direkt am Anfang der Ehe in einer Kur, die ihr aufgrund einer Fehlgeburt verschrieben worden war, einen anderen Mann kennengelernt hatte, mit dem sie 3 Jahre lang ein Verhältnis hatte, während ihr eigener Mann (mein Freund) grade dabei war, ein gemeinsames Haus zu bauen. Aus dieser Fremdgang-Beziehung ist jedenfalls im Endeffekt ein Kind entstanden, was sich auch inzwischen durch einen Gentest bewahrheitet hat.

In den (voriges Jahr noch) 30 Jahren Ehe, in denen er nichts von diesem Kuckucksei, das man ihm untergejubelt hat (der Geliebte seiner Frau meinte damals, als er von ihrer Schwangerschaft erfuhr: schieb es Deinem Mann unter, dann haben alle Ruhe), an materiellen Werten erarbeitet. Heute ist er so weit, daß er sich keine Geldsorgen mehr machen braucht, seine Rente ist mehr als gesichert.

Inzwischen hat er natürlich gerichtliche Schritte eingeleitet, in denen er einen größeren Unterhaltsbetrag vom Kindesvater zurückverlangt. Die 27jährige Tochter hat kein Verständnis dafür, daß ihr Vater so reagiert, sie meint, er hätte doch genug Geld, bräuchte also den Unterhalt nicht zurückverlangen. Mein Freund ist bei seiner Frau geblieben, weil er im Falle einer Trennung nicht alles Erarbeitete verlieren will.

Wie seht Ihr das Ganze und wie hättet Ihr reagiert - Trennung oder bei der Frau bleiben? Möchte ein Vorurteil meinerseits ausschließen und bin an Eurer Meinung sehr interessiert.

LG

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22. August 2004 um 13:00

Denke der ist mit der Frau verheiratet?
Wenn er mit dieser Frau verheiratet ist und damals das Kind als seines anerkannt hat, egal ob er der Ezeuger ist oder nicht, warum sollte er dann Unterhalt vom Erzeuger verlangen können? Das verstehe ich nicht? Was glaubst du eigentlich wieviele Kinder in Deutschland Kukuckskinder sind? Habe mal gehört jedes 3-4 Kind?

Und nach so einer langen Zeit..ganz schön arm!


Grüsse

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22. August 2004 um 13:05
In Antwort auf zera_12037894

Denke der ist mit der Frau verheiratet?
Wenn er mit dieser Frau verheiratet ist und damals das Kind als seines anerkannt hat, egal ob er der Ezeuger ist oder nicht, warum sollte er dann Unterhalt vom Erzeuger verlangen können? Das verstehe ich nicht? Was glaubst du eigentlich wieviele Kinder in Deutschland Kukuckskinder sind? Habe mal gehört jedes 3-4 Kind?

Und nach so einer langen Zeit..ganz schön arm!


Grüsse

Er hat
es doch erst nach 30 Jahren Ehe von seiner Frau in Alkohollaune erfahren, er wußte zum damaligen Zeitpunkt doch gar nicht, daß er nicht der Vater ist, wußte auch nichts von dem Geliebten!

LG

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22. August 2004 um 13:52
In Antwort auf zera_12037894

Denke der ist mit der Frau verheiratet?
Wenn er mit dieser Frau verheiratet ist und damals das Kind als seines anerkannt hat, egal ob er der Ezeuger ist oder nicht, warum sollte er dann Unterhalt vom Erzeuger verlangen können? Das verstehe ich nicht? Was glaubst du eigentlich wieviele Kinder in Deutschland Kukuckskinder sind? Habe mal gehört jedes 3-4 Kind?

Und nach so einer langen Zeit..ganz schön arm!


Grüsse

....nach so langer Zeit...???? arm???
Den Gentest zur Abstammungsbegutachtung gibt es ja auch noch nicht soooooo lange. Aber so oft wie der jetzt gemacht wird, war das eine echte Marktlücke.
Kuckuckskinder sollen etwa um 8% sein, die Quote ist für die Beteiligten wohl mehr als unangnehm.
Was gibt es denn hier für Auffassungen von der Ehe? Einen Vertragsbruch als obligatorisch anzusehen und die Folgekosten über Jahrzehnte einem Unbeteiligten aufzulasten? Für diese Mentalität war es nötig die Abstammungsbegutachtung mittels Gentest zu entwickeln. Ist halt wie ein Unfalldatenschreiber beim Auto: Rausreden gibts nicht mehr.... Xaverius

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22. August 2004 um 19:50
In Antwort auf tarmo_12324388

....nach so langer Zeit...???? arm???
Den Gentest zur Abstammungsbegutachtung gibt es ja auch noch nicht soooooo lange. Aber so oft wie der jetzt gemacht wird, war das eine echte Marktlücke.
Kuckuckskinder sollen etwa um 8% sein, die Quote ist für die Beteiligten wohl mehr als unangnehm.
Was gibt es denn hier für Auffassungen von der Ehe? Einen Vertragsbruch als obligatorisch anzusehen und die Folgekosten über Jahrzehnte einem Unbeteiligten aufzulasten? Für diese Mentalität war es nötig die Abstammungsbegutachtung mittels Gentest zu entwickeln. Ist halt wie ein Unfalldatenschreiber beim Auto: Rausreden gibts nicht mehr.... Xaverius

Verstehe diese...
Auffassung von Ehe ja auch nicht.

Mich würde halt sehr interessieren, wie Ihr reagiert hättet, wenn Ihr nach 30 Jahren eine solche Info "kredenzt" bekommt.

Gehen oder bleiben?

Auf angescheffelte Kohle verzichten oder wegen der materiellen Seite lieber bleiben?

Liebe Grüße

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22. August 2004 um 22:21

Ich kann
Temptress nur zustimmen, wieso nach so langer Zeit das Gewissen erleichtern??? Jetzt die Unterhaltsforderungen einzuklagen finde ich auch nicht so toll, stehen nicht die emotionalen Probleme zwischen "Vater" und "Tochter" im Vordergrund? Wenn er schon bei der Geburt verheiratet war, ist er gesetzlich sowieso der "Vater", ich kann mir nicht vorstellen, dass er mit seiner Klage Erfolg hat.
Wenn er sich entschieden hat, bei seiner Frau zu bleiben, sollte er dies auch mit allen Konsequenzen tun, für seine Tochter wird er bestimmt immer der "Vater" sein!

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22. August 2004 um 22:38

Sehe ich auch so,
daß ein von vorne bis hinten verarschter Mann das Recht hat, verletzt zu sein.

Und die Frage, warum sie ihm das nach so langer Zeit "gedrückt" hat, habe ich mir auch gestellt und ich denke, es war Frust, der sich bei ihr aufgebaut hatte - aus welchem Grund auch immer.

Im Prinzip hätte es auch anders rauskommen können, nämlich, wenn die Tochter mal einen Unfall gehabt und dringend einer Blutspende bedurft hätte - "Papa" wäre wohl nicht in Betracht gekommen...

Das Vertrauen ist hin, seine Vorstellung von materieller Sicherheit und glücklicher Familie auch. Bis jetzt ist er bei ihr geblieben, aber ich frage mich: wie kann man eine eheliche Beziehung auf dieser Basis weiterführen?

Und wer weiß, die Gerichtsverhandlung in der Unterhaltssache gegen den Kindesvater steht noch aus, SIE behauptet dem Kindesvater gegenüber, sie hätte NICHT gewußt, daß es seins war - warum hat der Geliebte dann gesagt, sie solle es meinem Freund unterschieben?

Oh Mann - ich kann nur mit einem offenen Ohr helfen in dieser Sache und leide mit ihm.

LG
blondelocke

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22. August 2004 um 22:46
In Antwort auf nadya_12038013

Ich kann
Temptress nur zustimmen, wieso nach so langer Zeit das Gewissen erleichtern??? Jetzt die Unterhaltsforderungen einzuklagen finde ich auch nicht so toll, stehen nicht die emotionalen Probleme zwischen "Vater" und "Tochter" im Vordergrund? Wenn er schon bei der Geburt verheiratet war, ist er gesetzlich sowieso der "Vater", ich kann mir nicht vorstellen, dass er mit seiner Klage Erfolg hat.
Wenn er sich entschieden hat, bei seiner Frau zu bleiben, sollte er dies auch mit allen Konsequenzen tun, für seine Tochter wird er bestimmt immer der "Vater" sein!

Was ihn am meisten verletzt hat,
ist die Tatsache, daß seine Frau damals das Spiel mitgemacht hat, daß sie ihm auch noch unter die Nase gerieben hat, daß der Geliebte ihr damals den guten Rat gab, das Kind ihrem Mann unterzuschieben.

Und das ist der Hauptgrund, warum er den Kindesvater jetzt in die Pflicht rufen will, klar, aus Verletztheit. Der Geliebte meinte damals, schlau zu sein, jetzt ist er fällig - kann ich irgendwie nachvollziehen.

Auch mal seufz...
LG,
blondelocke

Mein Freund hat übrigens den Kontakt zu seiner Nicht-Tochter nicht abgebrochen, auch wenn sie durch die Tatsache, daß sie nun nicht mehr seine leibliche Tochter ist, nunmehr kein Recht mehr auf Antritt des Erbes (und es geht hier um viel Geld/Immmoblilien) hat. Er will sie nach der ganzen Prozedur sogar adoptieren.

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23. August 2004 um 9:41

Dies ist wieder so ...
ein Fall, wo man sich vorher hätte überlegen sollen, ob die Wahrheit wirklich hilft. Nur weil jemand das Wasser nicht halten konnte, gibt es jetzt ausschließlich Verlierer.

Zu erfahren 'schieb es Deinem Mann unter, dann haben alle Ruhe' ist natürlich ein herber Schlag und der Wunsch nach Rache auch nur menschlich, aber irgendwie wirkt es kleinkariert, jetzt den Kollegen auf Unterhaltskosten zu verklagen.

Wenn ich versuche, mich gedanklich in die Situation Deines Freundes hineinzuversetzen (was mir nicht so ganz schwer fällt, da ich eine 15-jährige Tochter habe), würde es mich sehr treffen, nicht der leibliche Vater zu sein. Aber ich hätte auch das Gefühl, wie viel es wert war, das Kind aufwachsen zu sehen und dass jeder Cent für das Kind gerne ausgegebenes Geld war. Und dieses Geld bräuchte mir niemand zu ersetzen, auch nicht der biologische Vater. Und dies unabhängig davon, ob ich im Alter gesichert wäre oder nicht - wäre wohl meine Art von Stolz.

Ich würde mein Hauptaugenmerk auch nicht so sehr auf den Ex-Liebhaber richten, sondern auf die Frau. Aber es ist ja immer ein beliebtes Spiel, die Wut auf die Person zu lenken, der man nicht so nahe steht.

Die Beziehung Deines Freundes zu seiner Frau dürfte in der Zukunft aber spannend werden, wenn er nur aus materiellen Gesichtspunkten bei ihr bleibt und die Verletzung nicht wirklich aufgearbeitet wird - sozusagen Konfliktstoff für lange Zeit.

Die Beziehung zu seiner Tochter wird sich nach dem ersten Schock vermutlich nicht sehr ändern, denn 27 gemeinsame Jahre verbinden und auch wenn er nicht der biologische Vater ist, wird er doch immer ihr Vater bleiben und die Tochter kann für die ganzen Umstände am allerwenigsten. Wenn er seine Verletztheit an ihr abreagieren würde, wäre das ein Armutszeugnis, zumal sie ja eigentlich die Hauptbetroffene ist.

Einen lieben Gruss

Larsen

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23. August 2004 um 10:44

Weiß nicht.
liebe Moorhexe, außer der Kohle wird da wohl noch mehr im Spiel sein, wobei das Materielle sicher im Vordergrund steht.

Wie sieht es nach 30 Jahren Ehe aus? Ist es nicht auch eine Art Gewöhnung an den Partner, die es einem schwer macht, wegzugehen?

Oder ist es Bequemlichkeit?

Wie sieht es aus, wenn er geht? Da ist niemand mehr, der die Hemden bügelt und das Essen kocht, und mit 57 ist es nicht einfach, noch einmal einen Partner zu finden, zu dem man tiefes Vertrauen aufbauen kann, was ja in seiner Ehe sehr beschädigt wurde.

Ich habe mich nach 17 Jahren scheiden lassen, weil ich gemerkt habe, daß es außer Kohle noch was anderes gibt und habe die Trennung damals konsequent vollzogen. Hätte ich nach der Zeit erfahren, wie sehr man mich veräppelt hätte, ich hätte dem Partner die Koffer vor die Tür gesetzt. Aber wie will ich einem 30 Jahre lang (sehr) verheirateten, verarschten Mann einen guten Rat geben, wo ich selber doch so anders denke...

Der tiefe Riß in seiner Ehe ist da, war wahrscheinlich schon von Anfang an der Fall, sonst wäre sie nicht gleich zu Anfang der Ehe fremdgegangen. Wie will man nach so einer Verarsche wieder Vertrauen zum eigenen Partner aufbauen? Mit Psychotherapeuten? Ich kann mir das nicht vorstellen.

LG
blondelocke

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23. August 2004 um 13:18
In Antwort auf leela_12701409

Was ihn am meisten verletzt hat,
ist die Tatsache, daß seine Frau damals das Spiel mitgemacht hat, daß sie ihm auch noch unter die Nase gerieben hat, daß der Geliebte ihr damals den guten Rat gab, das Kind ihrem Mann unterzuschieben.

Und das ist der Hauptgrund, warum er den Kindesvater jetzt in die Pflicht rufen will, klar, aus Verletztheit. Der Geliebte meinte damals, schlau zu sein, jetzt ist er fällig - kann ich irgendwie nachvollziehen.

Auch mal seufz...
LG,
blondelocke

Mein Freund hat übrigens den Kontakt zu seiner Nicht-Tochter nicht abgebrochen, auch wenn sie durch die Tatsache, daß sie nun nicht mehr seine leibliche Tochter ist, nunmehr kein Recht mehr auf Antritt des Erbes (und es geht hier um viel Geld/Immmoblilien) hat. Er will sie nach der ganzen Prozedur sogar adoptieren.

Klar
hat sie anrecht aufs erbe. er ist gesetzlich ihr vater. die vaterschaft hätte er nur anzweifeln können bis sie zwei ist. nach diesen zwei jahren ist das nicht mehr möglich (dt recht...). dann hat nur sie die möglichkeit die vaterschaft "abzuerkennen" aber nicht der vater! er brauch sie also nicht adoptieren, er ist schon ihr vater und wird es auch bleiben, es sei denn sie macht etwas.

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23. August 2004 um 18:11
In Antwort auf eineerdbeere

Klar
hat sie anrecht aufs erbe. er ist gesetzlich ihr vater. die vaterschaft hätte er nur anzweifeln können bis sie zwei ist. nach diesen zwei jahren ist das nicht mehr möglich (dt recht...). dann hat nur sie die möglichkeit die vaterschaft "abzuerkennen" aber nicht der vater! er brauch sie also nicht adoptieren, er ist schon ihr vater und wird es auch bleiben, es sei denn sie macht etwas.

Falsch,
er hat, nachdem er die Info bekommen hat, daß er nicht der leibliche Vater ist (durch ein erbbiologisches Gutachten) ein Gerichtsverfahren angestrengt, in dem die Vaterschaft aberkannt werden sollte. Das Gericht hat daraufhin nochmals einen staatlich vereidigten Sachverständigten für den Gentest beauftragt, der zu demselben Ergebnis kam. Somit hat das Gericht der Vaterschaftsaberkennung stattgegeben (ist alles schon erledigt).

Er hätte jedoch für die Vaterschaftsaberkennung die Frist von 2 Jahren einhalten müssen, nachdem der staatlich vereidigte Sachverständige festgestellt hat, daß er nicht der leibliche Vater ist, insofern hast Du Recht.

Sie ist also vor dem Gesetz nicht mehr seine Tochter und somit auch nicht mehr erbberechtigt. Er will sie nach der ganzen Gerichtsprozedur jedoch adoptieren, damit sie ihr Erbe in seinem Todesfall antreten kann.

LG
blondelocke

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24. August 2004 um 9:09
In Antwort auf leela_12701409

Falsch,
er hat, nachdem er die Info bekommen hat, daß er nicht der leibliche Vater ist (durch ein erbbiologisches Gutachten) ein Gerichtsverfahren angestrengt, in dem die Vaterschaft aberkannt werden sollte. Das Gericht hat daraufhin nochmals einen staatlich vereidigten Sachverständigten für den Gentest beauftragt, der zu demselben Ergebnis kam. Somit hat das Gericht der Vaterschaftsaberkennung stattgegeben (ist alles schon erledigt).

Er hätte jedoch für die Vaterschaftsaberkennung die Frist von 2 Jahren einhalten müssen, nachdem der staatlich vereidigte Sachverständige festgestellt hat, daß er nicht der leibliche Vater ist, insofern hast Du Recht.

Sie ist also vor dem Gesetz nicht mehr seine Tochter und somit auch nicht mehr erbberechtigt. Er will sie nach der ganzen Gerichtsprozedur jedoch adoptieren, damit sie ihr Erbe in seinem Todesfall antreten kann.

LG
blondelocke

Was ...
macht das für einen Sinn?

Raus aus den Kartoffeln, rein in die Kartoffeln?

Wenn er gar nicht möchte, dass die Tochter ihren Erbanspruch verliert, warum hat er dann das Verfahren angestrengt?

Um vor aller Welt zu demonstrieren 'Diese Frau ist NICHT meine Tochter'?

Oder nur um die juristische Grundlage zu schaffen, dem biologischen Vater einen rein würgen zu können?

Hast Du mitbekommen wie sich die Tochter nach dieser Vaterschaftsaberkennung gefühlt hat?

Einen lieben Gruß

Larsen

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24. August 2004 um 11:57
In Antwort auf leela_12701409

Falsch,
er hat, nachdem er die Info bekommen hat, daß er nicht der leibliche Vater ist (durch ein erbbiologisches Gutachten) ein Gerichtsverfahren angestrengt, in dem die Vaterschaft aberkannt werden sollte. Das Gericht hat daraufhin nochmals einen staatlich vereidigten Sachverständigten für den Gentest beauftragt, der zu demselben Ergebnis kam. Somit hat das Gericht der Vaterschaftsaberkennung stattgegeben (ist alles schon erledigt).

Er hätte jedoch für die Vaterschaftsaberkennung die Frist von 2 Jahren einhalten müssen, nachdem der staatlich vereidigte Sachverständige festgestellt hat, daß er nicht der leibliche Vater ist, insofern hast Du Recht.

Sie ist also vor dem Gesetz nicht mehr seine Tochter und somit auch nicht mehr erbberechtigt. Er will sie nach der ganzen Gerichtsprozedur jedoch adoptieren, damit sie ihr Erbe in seinem Todesfall antreten kann.

LG
blondelocke

Echt?
so was geht? wäre sie jetzt noch unter 18 wäre er dann doch auch nicht mehr unterhaltsverpflichtet oder? das sind ja mal ganz neue sachen, sehr interessant. die leben doch in dtland,oder?

gruß

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24. August 2004 um 14:19
In Antwort auf helmut_12550923

Was ...
macht das für einen Sinn?

Raus aus den Kartoffeln, rein in die Kartoffeln?

Wenn er gar nicht möchte, dass die Tochter ihren Erbanspruch verliert, warum hat er dann das Verfahren angestrengt?

Um vor aller Welt zu demonstrieren 'Diese Frau ist NICHT meine Tochter'?

Oder nur um die juristische Grundlage zu schaffen, dem biologischen Vater einen rein würgen zu können?

Hast Du mitbekommen wie sich die Tochter nach dieser Vaterschaftsaberkennung gefühlt hat?

Einen lieben Gruß

Larsen

Er hat
aus Verltztheit und um seiner Frau zu zeigen, wie Scheiße das war, was sie da gemacht hat, das Gerichtsverfahren angestrengt. Natürlich auch aufgrund der damaligen Aussage des Geliebten der Frau, von wegen: "schieb es Deinem Mann unter, dann haben alle Ruhe" will er dem Kindesvater einen reinwürgen - irgendwie verständlich.

Nach wie vor steht sie auch noch dazu, was sie da gemacht hat - sich drei Jahre lang heimlich einen Lover zu halten und das direkt zu Anfang der Ehe, zwischendurch mit Lover ein Kind gezeugt - das finde ich persönlich einen Hammer.

Mein Freund konnte in der Zwischenzeit der Tochter klarmachen, daß er nach wie vor ihr "Papa" und jederzeit für sie da ist - dieses Verhältnis ist inzwischen repariert. Allerdings kämpft die Tochter gegen Haßgefühle ihrer Mutter gegenüber, die sie 27 Jahre lang mit einer Lüge leben ließ - auch verständlich.

LG
blondelocke

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24. August 2004 um 14:21
In Antwort auf eineerdbeere

Echt?
so was geht? wäre sie jetzt noch unter 18 wäre er dann doch auch nicht mehr unterhaltsverpflichtet oder? das sind ja mal ganz neue sachen, sehr interessant. die leben doch in dtland,oder?

gruß

Doch,
der Kindesvater ist so lange unterhaltspflichtig, wie das Kind noch in der Ausbildung steckt (hier in Deutschland).

Ich zahle für meinen 21jährigen Sohn auch noch Unterhalt, er ist jetzt im 2. Lehrjahr zum Speditionskaufmann und bis er seine Ausbildung abgeschlossen hat, bin ich unterhaltspflichtig.

LG
blondelocke

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24. August 2004 um 15:35
In Antwort auf leela_12701409

Doch,
der Kindesvater ist so lange unterhaltspflichtig, wie das Kind noch in der Ausbildung steckt (hier in Deutschland).

Ich zahle für meinen 21jährigen Sohn auch noch Unterhalt, er ist jetzt im 2. Lehrjahr zum Speditionskaufmann und bis er seine Ausbildung abgeschlossen hat, bin ich unterhaltspflichtig.

LG
blondelocke

Aber
ich mein das jetzt so, sagen wir mal ich wäre ein mann und hätte ein besgates 12 jähriges kuckuckskind. ich würde dahinter kommen, einen prozess anstrengen und die vaterschaft würde aberkannt werden, dann müßte ich doch eigentlcih auch nicht mehr zahlen, oder?

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24. August 2004 um 19:53
In Antwort auf eineerdbeere

Aber
ich mein das jetzt so, sagen wir mal ich wäre ein mann und hätte ein besgates 12 jähriges kuckuckskind. ich würde dahinter kommen, einen prozess anstrengen und die vaterschaft würde aberkannt werden, dann müßte ich doch eigentlcih auch nicht mehr zahlen, oder?

Genau,
dann bräuchtest Du keinen Cent mehr an Unterhalt für das Kind zu zahlen und Du könntest den bisher gezahlten Kindesunterhalt vom Kindesvater zurückverlangen.

LG
blondelocke

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24. August 2004 um 21:50
In Antwort auf leela_12701409

Genau,
dann bräuchtest Du keinen Cent mehr an Unterhalt für das Kind zu zahlen und Du könntest den bisher gezahlten Kindesunterhalt vom Kindesvater zurückverlangen.

LG
blondelocke

Besten
dank,jetzt bin ich voll im bilde. gruß

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