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Krise und kein Ausweg in Sicht

3. September 2011 um 22:38

Hallo,

ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich, 32, bin jetzt zwei Jahre mit meinem Mann verheiratet. Insgesamt kennen wir uns schon seit 10 Jahren. Es ist überhaupt ein Wunder, dass wir zusammengekommen sind, da mein Mann zunächst nichts von mir wissen wollte, da er immer noch an seiner Ex Beziehung zu knabbern hatte. Wir traffen uns trotzdem...redeten, hatten Sex..mehr nicht. Irgendwann entwickelten sich auch bei meinem Mann Gefühle und wir kamen endlich zusammen. Die Anfangszeit war wunderschön. Wir hatten gemeinsam unheimlich viel Spaß es war alles so locker und unbeschwert. Auch im Bett war es toll. Nach ca. zweijähriger Beziehung, merkte ich, dass es meinem Mann mit mir im Bett nicht mehr gefiel. Er sagte mir, dass er sich mehr Abwechslung wünscht und ich mir was "einfallen" lassen soll....ich hab dann verschiedene Sachen ausprobiert, aber irgendwie war da ein "Bruch" zwischen uns. Sex war von Gedanken beherrscht. Vor allem von mir....ich konnte mich nicht mehr so hingeben. Mit den Jahren wurde der Sex immer noch weniger und nur noch ein Pflichtakt. Und immer wieder Diskussionen. Diese Auseinandersetzungen haben mich immer "stiller" werden lassen, ja ich möchte sagen, ich bin immer wie gelähmt gewesen und hab gedacht, dass sich es sich schon wieder einrenkt. Man liebt sich doch schließlich...!!! Dann haben wir geheiratet, mit der Hoffnung, dass alles besser wird...der Sex wurde nicht mehr und auch nicht besser. Im Gegenteil. Hinzu kamen wieder endlose Diskussionen, wo mein Mann sprach und ich schwieg. Da immer wenn ich etwas dazu sagte und versuchte meine Sicht der Dinge darzustellen, hat mein Mann mich immer "runtergebügelt" und ist immer sehr laut geworden. Dabei hat er mir dann immer Dinge vorgeworfen, die ich an mir selber nie wahrgenommen habe...ich hätte kein Selbstbewusstsein usw. diese Vorwürfe habe ich nie verstanden, weil ich mich selbst nicht so gesehen habe.
Mittlerweile habe ich wirklich kein Selbstbewustsein mehr. Ich habe zu nichts mehr Lust, freue mich auf nichts mehr, mein Freundeskreis ist auseinandergebrochen und ich kann mit niemanden sprechen und mein Herz ausschütten, weil ich es verlernt habe zu reden.
Letzte Woche kam es dann zur Eskalation. Anlass war, dass mein Mann seinen 40 Geburtstag feierte, was ihn sehr bedrückte. Er warf mir vor, dass er nichts erreichte und das unsere Beziehung eine einzige Lüge sei und wenn ich nicht endlich aktiv werde, d.h. eine Therapie mache oder ähnliches,, dann wird er mich verlassen. Seitdem herrscht Eiszeit zwischen uns. Alles was ich tue oder sage nervt ihn nur noch....

Ich halte diesen Zustand nicht aus. Es fühlt sich an, als ob wir "Fremde" seien.Hab jetzt meinen Hausarzt angerufen und um einen TErmin gebeten. Ich möchte mich ihm anvertrauen, ob ich wirklich eine Therapie brauche...

was meint Ihr? Ich denke unser Problem hängt damit zusammen, dass wir zum einen fast keinen Sex, bzw. keinen guten Sex mehr miteinander haben. Die Leidenschaft fehlt einfach und vor allem die Spontanität. Es ist alles mit unseren Diskussionen behaftet. Das wirkt sich dann auch auf unsere Partnerschaft aus und die gemeinsamen Aktivitäten lassen nach und Gleichgültigkeit herrscht.
Ich habe Angst, dass unsere Beziehung den Bach runter geht. Was ich natürlich nicht möchte. Mein Mann auch nicht. Denn in einem sind wir uns einig...wir lieben uns.

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3. September 2011 um 22:52

Ich
denke, dass er mit dieses "ungeduldige verhalten" nur noch sclimmer gemacht bzw dein selbstwertgefühl und selbstwertschätzung kaputt gemacht. so kann nicht funktionieren bzw besser werden! ihr beide braucht therapie, also gemeinsam einen therapeuten dringend aufsuchen.

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4. September 2011 um 10:54

...Fortsetzung
vielen Dank für Eure Antworten. Es ist wirklich hilfreich eine andere, außenstehende Meinung zu hören.

Mir sind noch viele weitere Dinge eingefallen, die ich meinem ersten Beitrag nicht erwähnt habe. Natürlich hat er das ein oder andere Mal die Initative zum Sex ergriffen. Allerdings war dann alles so mechanisch hat sich einfach nicht so angefühlt wie es soll - versteht ihr? Und er hat das immer alles Anfang gedeutet, so quasi er macht einen Schritt auf mich zu und dann komm ich dran. Ich war dann aber immer zu blockiert mir etwas ganz "tolles und aufregendes" einfallen zu lassen. Und wenn ich dann versucht habe ihn zu verführen, hatte er keine Lust oder hat mir zu verstehen gegeben, dass das der falsche Weg sei. Ist es da nicht verständlich, dass die Lust abhanden kommt???
Ihm ging es in erster Linie darum das ich etwas tue. Er hat mir Tips gegeben, wo ich mir Anregungen holen könnte. Am meisten nervt ihn, dass ich in seinen Augen nichts getan habe, obwohl ich wusste das wir ein ernsthaftes Problem haben. Klar, irgendwann hab ich dann wirklich nichts getan. Und er hat sich allein gelassen gefühlt.

Die Heirat sollte nicht nur sein, damit unsere Probleme sich in Luft auflösen. Der Wunsch ein gemeinsames Leben (trotz aller gemeinsamen Probleme) zu führen war bei uns beiden da. Er hat immer gesagt, dass er mir beisteht und mich unterstützt und das die Heirat mir auch Selbstvertrauen geben sollte, mich sicher und geborgen zu fühlen. Jetzt ist es so, dass er mein Nichtstun nicht mehr akzeptiert und daher mir ein Ultimatum stellt. Entweder es passiert etwas, egal wie lange es dauert. Er will von mir Initative sehen. Sonst müsse er Konsequenzen ziehen, da er sich so unser gemeinsames Leben nicht vorgestellt hatte. Ich doch auch nicht.

Und jetzt?

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