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Kriegt ihr auch so wenig Besuch? Wie tot sind eigentlich viele?

7. September 2016 um 12:56

Ich traf auf einen Bericht in dem Leute beschrieben wieviel Besuch sie zu Hause empfangen.
Der Tenor war, dass Besuche sehr selten vorkommen und wenn dann immer nur im Voraus geplant.
Nur bei einem Teilnehmer ging es sehr lebendig zu. Die Leute kamen recht häufig.

Ich selber gehöre zu den Leuten, die liebend gerne sehr oft Besuch hätten. Seit Wochen ist es aber wieder tot.

Cirka ein Jahr lang lief das Anders. Durch eine Betreuungsgruppe kamen hier oft Kinder zu meinem Sohn. Die Eltern blieben. Man hatte sich befreundet. Leute riefen mal spontan an. Wir fuhren zu Leuten oder jemand kam zu uns. Und zwar ohne dass man sonst wie aufräumte, sich stylte...
Die Gruppe hat sich nun komplett aufgelöst, zum Teil durch Wegziehen, zum Teil passt es zeitlich bei einigen nicht mehr.

Ich leide sehr unter dem leeren Haus und frage mich, wie ich wieder mehr Lebendigkeit schaffen könnte. Und dann frage ich mich in was für einer reglementierten, toten Gesellschaft ich lebe in der um sechs die Kinder rein müssen, aus dem tollsten Spiel geholt werden, nur weil es eben sechs Uhr ist und alle gehen müssen. Nie haben die Leute spontan Lust. Immer heißt es: Wir müssen ja morgen arbeiten.

Wenn ich da meine ausländischen Mitbürger beobachte bin ich echt neidisch. Bei meinen Nachbarn ist immer was los. Sie kriegen freundschaftlichen und familiären Besuch. Die Kids spielen lange. Da habe ich Glück, dass mein Sohn da manchmal hingeht. Ich selber verstehe leider ihre Sprache nicht, sonst hätte ich sie auch schon Mal eingeladen.

Somit stehe ich wieder an einem Punkt an dem ich vor Beginin der damaligen Gruppe stand. Ich wünsche mir so sehr mehr Lebendigkeit zu Hause. Wie kann man das erschaffen? Ich will so einfach nicht leben. Immer diese vorausgeplanten Treffen bei denen alles perfekt sein muss. Das hat für mich gar nix mit echter Nähe zu tun.

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7. September 2016 um 13:01

Ja
ich bekomme sehr, sehr wenig Besuch und ich gehe selten zu Besuch.
Nur ist das genau so, wie ich es mir wünsche.

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7. September 2016 um 13:04

Da
ist ja sicher jeder anders und das kann man ja auch sicher keinem absprechen.
Aber ich empfinde das für mich als traurig und würde gern was dran ändern. Krieg das aber irgendwie nicht hin.

Viele Leute die ich kenne wohnen auch weit weg.

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7. September 2016 um 13:12
In Antwort auf mareike981

Da
ist ja sicher jeder anders und das kann man ja auch sicher keinem absprechen.
Aber ich empfinde das für mich als traurig und würde gern was dran ändern. Krieg das aber irgendwie nicht hin.

Viele Leute die ich kenne wohnen auch weit weg.

Naja...
... was soll man Dir da raten... alles, was Du brauchst, sind Menschen, die das so sehen wie Du und dann ergibt es sich auch von allein.

Mit uns "Toten" ist das nicht zu machen aber es gibt doch bestimmt noch mehr "Lebendige" wie Dich da draußen.

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7. September 2016 um 13:15

Ja
und das ist ja das was mich nachdenklich stimmt. Die ganze Identifikation dreht sich nur noch um den Job. Aber was ist mit UNS? Es kann doch nicht sein, dass wir alle unsere Freizeit, die man eigentlich als intelligenter Mensch kreativ und sinnvoll oder in Form von persönlichen Gesprächen, die auch was mit EINEM SELBER zu tun haben, stattdessen total passiv und einsam vor den verblödenden Flimmerkästen verbringen.

Ich will das ja auch gar nicht Jedem unterstellen. Ich bewundere die Leute sehr, die es schaffen ihre Freizeit lebendig zu gestalten, eben auch mit Besuchen. Aber ich hätte das wieder gerne so und finde es total schwer das aufzubauen, zumal ich keine Familie hier habe und Freunde weit weg wohnen. Einmal aufgebaut ist es ja wieder bei mir zusammengefallen. Das stimmt mich sehr traurig im Moment.

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7. September 2016 um 13:17

Naja,
es sollte ein wenig provokativ rüberkommen, damit sich viele Leute angesprochen fühlen. Mich interessieren eben sehr die Sichtweisen, Lebensweisen diesbezüglich.
Ich will da auch echt keinen verurteilen.

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7. September 2016 um 13:21
In Antwort auf mareike981

Ja
und das ist ja das was mich nachdenklich stimmt. Die ganze Identifikation dreht sich nur noch um den Job. Aber was ist mit UNS? Es kann doch nicht sein, dass wir alle unsere Freizeit, die man eigentlich als intelligenter Mensch kreativ und sinnvoll oder in Form von persönlichen Gesprächen, die auch was mit EINEM SELBER zu tun haben, stattdessen total passiv und einsam vor den verblödenden Flimmerkästen verbringen.

Ich will das ja auch gar nicht Jedem unterstellen. Ich bewundere die Leute sehr, die es schaffen ihre Freizeit lebendig zu gestalten, eben auch mit Besuchen. Aber ich hätte das wieder gerne so und finde es total schwer das aufzubauen, zumal ich keine Familie hier habe und Freunde weit weg wohnen. Einmal aufgebaut ist es ja wieder bei mir zusammengefallen. Das stimmt mich sehr traurig im Moment.

^^
Du gehst davon aus, dass die ganze Welt denkt und empfindet, wie Du, oder? Ist das nicht etwas zu ... ahm... selbstbewußt?

Ich finde es im besten Falle anstrengend, wenn andere Menschen in meinem privaten Rückzugsbereich herumtrampeln. Die Menschen, die mich da nicht massiv stören, sind an einer Hand abzählbar. Hat mit meinem Job gar nichts zu tun, sondern mit der Art und Weise, wie ICH ticke.
Zur Kommunikation werde ich zu jeder Zeit lieber tippen als Schnattern, wenn ich irgend eine Wahl habe. Weil das wesentlich weniger anstrengend ist. Hat auch mit meinem Job nichts zu tun, sondern mit der Art und Weise, wie ICH ticke.

Warum bitteschön sollte ich in meiner Freizeit etwas machen, was ich nicht schön finde?!? SO irre bin ich nun auch wieder nicht

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7. September 2016 um 13:41
In Antwort auf mareike981

Naja,
es sollte ein wenig provokativ rüberkommen, damit sich viele Leute angesprochen fühlen. Mich interessieren eben sehr die Sichtweisen, Lebensweisen diesbezüglich.
Ich will da auch echt keinen verurteilen.

Keinen verurteilen
indem Du die, die keinen Besuch bekommen, als tot bezeichnest, von "passiv, einsam, verblödend..." mal abgesehen? Naja, kommt eigentlich voll als Kompliment rüber und keineswegs verurteilend, auch nicht irgendwie abwertend oder so

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7. September 2016 um 14:34

...
Dann lad' doch diese Nachbarn ein = Problem gelöst .

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7. September 2016 um 14:41

Auch wenn viele bei uns durch die Kinder
ein- und ausgehen, bekommen WIR selten Besuch, was ich auch genau so möchte ... mich strengen andere Menschen zumeist sehr an... wenn sie mich dann noch zu ihrer Freundin erklären, empfinde ich nur noch Druck...

So haben wir zwar lockere Bekannte, die man halt hier und da mal trifft, aber Verabredungen treffen wir nicht..

Mein Mann ist kein bester Freund und in unserer kurzen gemeinsamen Zeit, sind wir lieber zu zweit bzw innerhalb der Familie... wir sind viel gemeinsam draußen unterwegs oder werkeln an neuen Ideen...

Mir fehlt es an nichts...

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7. September 2016 um 16:08

Alles eine Frage der eigenen Einstellung
wir haben zwar momentan wenig Besuch zuhause, aber aufgewachsen bin ich in einem gastfreien Haus und deshalb habe ich mich schon als Kind früh daran gewöhnt, mit fremden Menschen umzugehen.

Wenn du mehr Betrieb im Haus haben möchtest, sollte das mit eigenen Kindern kaum ein Problem sein, die bringen einfach ihre Spielkameraden mit und schon hast du Betrieb ohne Ende in der Bude. Deine fremdartig sprechenden Nachbarn kannst du auch mal einladen, beim gemeinsamen Kochen oder Spielen (Brettspiele, Geschicklichkeitsspiele, was auch immer) fallen Sprachbarrieren besonders schnell.

Wenn dir vorgeplante Treffen zu perfekt sind bzw. dich der Zwang zur Perfektion nervt, dann mache solche Treffen einfach spontan und du musst dich auch nicht mehr für eine nicht erfolgte Vorbereitung entschuldigen, denn das Treffen war ja spontan. Usw. usw.

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7. September 2016 um 20:50

.

Ich bin beruflich ausgelastet und freue mich wenn ich abends meine Ruhe habe.
Meine Freizeit verbringe ich schon gerne mit Freunden, aber dies find außerhalb des Hauses statt.
Ich mag gerne selber bestimmen wenn ich keine Lust mehr auf Geselligkeit habe.

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7. September 2016 um 20:58

Klingt so,
als wäre ein volles haus etwas, das ohne "aktivem" zutun geschieht.
sich zeit zu nehmen für seine freunde - einladungen aussprechen,... geselligkeit ist eben auch mit "arbeit" verbunden. macht man es gerne, dann ist es keine arbeit.
du schliesst dich an, wenn etwas los ist, initiierst aber selber nicht wirklich etwas. kann es daran liegen?

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7. September 2016 um 22:26

Die Zeiten, wo man viel miteinander
redete und bei Nachbarn vorbeischaute, sind halt vorbei.
Gleichwohl ist doch immer was zu machen, wenn man dies will.
Jetzt im Sommer sitzen die Leute drau0en zusammen,
da geht doch was.
Es ist wohl auch ziemlich unwahrscheinlich, daß von deinen Nachbarn keiner ein Wort Deutsch spricht.
Also was machstes denn so kompliziert, dann geh doch hin oder lade die ein.

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7. September 2016 um 23:52

Mehr Lebendigkeit in deinem Haus
kannst du ganz einfach durch mehr Kinder selber basteln!

Hoppi Galoppi, produziere ein paar Geschwisterchen für deinen Sohnemann. Und schon ist es vorbei mit der Todesstille in deinen vier Wänden... und du wirst dir vermutlich bald wünschen, es wäre auch mal wieder ruhiger ...


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8. September 2016 um 0:08

Das ist der große Nachteil, wenn Menschen nie gelernt haben, sich auch mal allein zu beschäftigen.

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8. September 2016 um 0:37

Das nicht. Aber mareike981 "leidet" darunter, dass sie temporär allein ist.

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8. September 2016 um 0:59

Besuchte
Ich kenne auch so jemanden. Eine Bekannte von mir hat es auch am Liebsten wenn man sie besucht. das wird immer so gedreht, eingeladen und organisiert. vielleicht ist das Motiv das selbe wie bei Dir, die Bude lebendig bekommen. Vielleicht ist es auch nur Bequemlichkeit. Jedenfalls hatte ich irgendwann keine Lust mehr auf diese Einseitigkeit. Mein Zuhause ist nämlich auch sehr bequem und andere Locations ebenfalls. Seitdem sehen wir uns signifikant weniger. fazit: auch mit Einladungen kann man es überstrapazieren. Besuchen und besucht werden. Ich würde nochmal an deiner Stelle drüber nachdenken, warum die Leute nicht mehr vorbei kommen wollen. "ich muss morgen arbeiten" ist im besten Fall vorgeschoben, weils nicht besonders erstrebenswert erscheint deine Bude lebendig zu gestalten. Wenn etwas Spaß macht, haben die wenigsten Menschen keine Zeit. PS. so wie du es beschreibst, hätte ich auch keine Lust vorbei zu kommen. Es geht dir ja kein Stück um die einzelnen Menschen, sondern um Unterhaltung vor Ort.

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8. September 2016 um 1:02
In Antwort auf sarisafari30

Besuchte
Ich kenne auch so jemanden. Eine Bekannte von mir hat es auch am Liebsten wenn man sie besucht. das wird immer so gedreht, eingeladen und organisiert. vielleicht ist das Motiv das selbe wie bei Dir, die Bude lebendig bekommen. Vielleicht ist es auch nur Bequemlichkeit. Jedenfalls hatte ich irgendwann keine Lust mehr auf diese Einseitigkeit. Mein Zuhause ist nämlich auch sehr bequem und andere Locations ebenfalls. Seitdem sehen wir uns signifikant weniger. fazit: auch mit Einladungen kann man es überstrapazieren. Besuchen und besucht werden. Ich würde nochmal an deiner Stelle drüber nachdenken, warum die Leute nicht mehr vorbei kommen wollen. "ich muss morgen arbeiten" ist im besten Fall vorgeschoben, weils nicht besonders erstrebenswert erscheint deine Bude lebendig zu gestalten. Wenn etwas Spaß macht, haben die wenigsten Menschen keine Zeit. PS. so wie du es beschreibst, hätte ich auch keine Lust vorbei zu kommen. Es geht dir ja kein Stück um die einzelnen Menschen, sondern um Unterhaltung vor Ort.

Ps
und erst wenn Du nah an den Menschen bist, werden die auch mal ungeplant klingeln. Das lässt man in der Regel wenn man nicht eng befreundet ist. Dein Verständnis von "Nähe" reduziert sich leider sehr auf Rahmenbedingungen. ..sehr seltsam.

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8. September 2016 um 9:26

Das
ist ja interessant zu lesen wie die einzelnen so leben. Hat mich eben auch einfach mal interessiert.
sarisafari 30: Vielleicht kommt es so rüber in dem Thread, aber so ist das nie gewesen. Ich wollte nie Leute nur wegen der Unterhaltung haben, sondern weil es mir natürlich um die Leute geht. Das war ja grad das schöne daran. Die Kinder sind etwas älter und endlich konnten wir uns wieder intensiver unter Erwachsenen unterhalten.

Zur Unterhaltung kann ich ja auch die Glotze einstellen. Der Kreis in dem ich war hat sich eben durch diverse Gründe aufgelöst. Ein Teil ist weggezogen, der Andere Teil ist zu beschäftigt. Wir treffen uns ja noch, aber sehr sehr selten.

Ja, muss wohl aufhören rumzuschmollen, sondern einfach aktiver werden. Vielen Dank für eure interessanten Posts.

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9. September 2016 um 9:28

Ich machte mir den
Teufel zum Freund. Nachts kommt er mich manchmal besuchen und erzählt mir interessante Geschichten, die ich nicht missen möchte. Der Teufel ist wirklich ein dufter Typ.


lib

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