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Krankheit beim Partner

14. Januar um 21:23

Hallo Zusammen!

Wo soll ich anfangen...
meine Tochter ist 4 1/2 Jahre alt und am Tag ihrer Geburt hatte mein Mann die Diagnose Multiple Sklerose bekommen. Es war eine sehr harte Zeit, da er zu der Zeit einen sehr heftigen Schub hatte und auch im KH lag, zeitgleich mit mir. Die ersten Wochen waren wirklich nicht schön, ich bekam durch den ganzen Stress auch ne Brustentzündung hatte ein Neugeborenes und einen sehr kranken Ehemann zuhause der auch noch psychisch in ein sehr tiefes Loch fiel....

Seit der diagnose MS hat sich unser Leben komplett geändert leider sehr ins negative. Er ist sehr egoistisch geworden, ich habe 2 Schwestern und mit der älternen seit über 2 jahren keinen Kontakt mehr. Da sind einige sachen vorgefallen auch mit ihrem Partner und mein Mann hat mit seiner gleichgültigen art auch sehr dazu beigetragen, dass wir keinen Kontakt mehr haben.

Ich habe wirklich großes Verständnis, was seine Krankheit angeht und entlaste ihn wo es nur geht. Aber ich kann nicht mehr, mich macht seine immer negative Einstellung zum Leben fertig. Wir wollten immer 2 Kinder haben und auf seinen Wunsch wegen der MS bleiben wir jetzt nur bei einem.... Ok, hab ich auch akzeptiert, dass er keine mehr haben will, mit einer unheilbaren Krankheit. Trotzdem bleibt bei mir der Wunsch nach einem 2. kind, dass ist ihm aber egal. Er sagt, man kann halt nicht alles im leben haben und ich soll mit dem zufrieden sein was ich hab.

Was mich immer mehr beunruhigt, ist seine Wesensveränderung, er ist ein komplett anderer Mensch geworden, richtig boshaft. Er sagt, dass einzige was ihm am Leben hält ist unsere Tochter sonst würde es ihm nicht mehr geben. Psyhologische Hilfe will er keine annehmen, in seien Augen sind Therapeuten selber Psychos...

Früher konnten wir über alles reden doch jetzt sind meine Probleme, Gedanken und Ängste nicht mehr wichtig, da ich ja nicht krank bin sondern er. 

Ich arbeite Teilzeit und studiere berufsbegleitend und wenn ich ihm ab und zu um hilfe bitte bezgl. Haushalt tut ihm immer was weh oder er ist sooo müde und fertig. Wenn ich mich beschwere ist seine Antwort, er wünscht mir auch diese Krankheit, dann würde ich verstehen wie es ihm geht!!  Ich bekomme dann ein schlechtes gewissen und erledige es dann doch selber...

Weiß nicht mehr was ich tun soll 
 

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15. Januar um 7:09

Hallo. Also das er nur 1 Kind möchte kann ich verstehen, denn diese Krankheit ist vererbbar. Und in dem Fall "sei mit dem froh was du hast" hat er schon recht . Hätte er die Diagnose vor deiner ss bekommen dann hätte er vllt nie ein Kind gewollt. Ich denke er ist in eine Art Depression verfallen und es wird immer weitere schübe geben. Diese Krankheit ist einfach unberechenbar. Ich weiss Trennung steht für dich ausser Frage da du ihm so krank sicher nicht im Stich lassen willst dennoch hat er trotz Krankheit kein Recht so mit dir umzugehen. Ich würde ihm trotzdem sagen , dass er sich entweder professionelle Hilfe suchen soll oder es für dich Konsequenzen nachziehen wird.  Das du dein Kind nimmst und gehst ! Einfach sagen. Was willst du machen ? Diese demütigenden hinnehmen und warten bis er stirbt um wieder Leben zu können ? Nur weil er eine Krankheit hat , hat er keinen freifahrtschein. Er vergrault deine Freunde und Familie. Solange bis du wirklich komplett alleine da stehst 

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15. Januar um 7:28
In Antwort auf honeybee89

Hallo Zusammen!

Wo soll ich anfangen...
meine Tochter ist 4 1/2 Jahre alt und am Tag ihrer Geburt hatte mein Mann die Diagnose Multiple Sklerose bekommen. Es war eine sehr harte Zeit, da er zu der Zeit einen sehr heftigen Schub hatte und auch im KH lag, zeitgleich mit mir. Die ersten Wochen waren wirklich nicht schön, ich bekam durch den ganzen Stress auch ne Brustentzündung hatte ein Neugeborenes und einen sehr kranken Ehemann zuhause der auch noch psychisch in ein sehr tiefes Loch fiel....

Seit der diagnose MS hat sich unser Leben komplett geändert leider sehr ins negative. Er ist sehr egoistisch geworden, ich habe 2 Schwestern und mit der älternen seit über 2 jahren keinen Kontakt mehr. Da sind einige sachen vorgefallen auch mit ihrem Partner und mein Mann hat mit seiner gleichgültigen art auch sehr dazu beigetragen, dass wir keinen Kontakt mehr haben.

Ich habe wirklich großes Verständnis, was seine Krankheit angeht und entlaste ihn wo es nur geht. Aber ich kann nicht mehr, mich macht seine immer negative Einstellung zum Leben fertig. Wir wollten immer 2 Kinder haben und auf seinen Wunsch wegen der MS bleiben wir jetzt nur bei einem.... Ok, hab ich auch akzeptiert, dass er keine mehr haben will, mit einer unheilbaren Krankheit. Trotzdem bleibt bei mir der Wunsch nach einem 2. kind, dass ist ihm aber egal. Er sagt, man kann halt nicht alles im leben haben und ich soll mit dem zufrieden sein was ich hab.

Was mich immer mehr beunruhigt, ist seine Wesensveränderung, er ist ein komplett anderer Mensch geworden, richtig boshaft. Er sagt, dass einzige was ihm am Leben hält ist unsere Tochter sonst würde es ihm nicht mehr geben. Psyhologische Hilfe will er keine annehmen, in seien Augen sind Therapeuten selber Psychos...

Früher konnten wir über alles reden doch jetzt sind meine Probleme, Gedanken und Ängste nicht mehr wichtig, da ich ja nicht krank bin sondern er. 

Ich arbeite Teilzeit und studiere berufsbegleitend und wenn ich ihm ab und zu um hilfe bitte bezgl. Haushalt tut ihm immer was weh oder er ist sooo müde und fertig. Wenn ich mich beschwere ist seine Antwort, er wünscht mir auch diese Krankheit, dann würde ich verstehen wie es ihm geht!!  Ich bekomme dann ein schlechtes gewissen und erledige es dann doch selber...

Weiß nicht mehr was ich tun soll 
 

Dein Mann scheint sich auf seine Krankheit auszuruhen und sich darin zu suhlen. Sorry, aber ich kenne Menschen die diese Krankheit und andere ernsthafte Krankheiten haben, die dennoch positiv und engagiert voll im Leben stehen.(Triotz wederkehrender Krankenhaus Aufenthalte.)Ob im Beruf oder Zuhause. 

Wenn er keine therapeutische Hilfe annehmen will und sich nicht zum Leben aufraffen kann, für sich, für euer Kind als ein Vorbild, und für dich als Partnerin, dann hat er längst eure Beziehung aufgegeben! Er wird euch mit runterziehen. Ein zweites Kind mit einem negativ eingestellten Partner zu bekommen, ob mit oder ohne eine Erkrankung, ist wie ein Fluch und bedeutet den Untergang der Partnerschaft.

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15. Januar um 7:35
In Antwort auf honeybee89

Hallo Zusammen!

Wo soll ich anfangen...
meine Tochter ist 4 1/2 Jahre alt und am Tag ihrer Geburt hatte mein Mann die Diagnose Multiple Sklerose bekommen. Es war eine sehr harte Zeit, da er zu der Zeit einen sehr heftigen Schub hatte und auch im KH lag, zeitgleich mit mir. Die ersten Wochen waren wirklich nicht schön, ich bekam durch den ganzen Stress auch ne Brustentzündung hatte ein Neugeborenes und einen sehr kranken Ehemann zuhause der auch noch psychisch in ein sehr tiefes Loch fiel....

Seit der diagnose MS hat sich unser Leben komplett geändert leider sehr ins negative. Er ist sehr egoistisch geworden, ich habe 2 Schwestern und mit der älternen seit über 2 jahren keinen Kontakt mehr. Da sind einige sachen vorgefallen auch mit ihrem Partner und mein Mann hat mit seiner gleichgültigen art auch sehr dazu beigetragen, dass wir keinen Kontakt mehr haben.

Ich habe wirklich großes Verständnis, was seine Krankheit angeht und entlaste ihn wo es nur geht. Aber ich kann nicht mehr, mich macht seine immer negative Einstellung zum Leben fertig. Wir wollten immer 2 Kinder haben und auf seinen Wunsch wegen der MS bleiben wir jetzt nur bei einem.... Ok, hab ich auch akzeptiert, dass er keine mehr haben will, mit einer unheilbaren Krankheit. Trotzdem bleibt bei mir der Wunsch nach einem 2. kind, dass ist ihm aber egal. Er sagt, man kann halt nicht alles im leben haben und ich soll mit dem zufrieden sein was ich hab.

Was mich immer mehr beunruhigt, ist seine Wesensveränderung, er ist ein komplett anderer Mensch geworden, richtig boshaft. Er sagt, dass einzige was ihm am Leben hält ist unsere Tochter sonst würde es ihm nicht mehr geben. Psyhologische Hilfe will er keine annehmen, in seien Augen sind Therapeuten selber Psychos...

Früher konnten wir über alles reden doch jetzt sind meine Probleme, Gedanken und Ängste nicht mehr wichtig, da ich ja nicht krank bin sondern er. 

Ich arbeite Teilzeit und studiere berufsbegleitend und wenn ich ihm ab und zu um hilfe bitte bezgl. Haushalt tut ihm immer was weh oder er ist sooo müde und fertig. Wenn ich mich beschwere ist seine Antwort, er wünscht mir auch diese Krankheit, dann würde ich verstehen wie es ihm geht!!  Ich bekomme dann ein schlechtes gewissen und erledige es dann doch selber...

Weiß nicht mehr was ich tun soll 
 

Du hast zu viel um die Ohren . Haushalt, arbeiten, Kind, studieren und er - nichts .

Ich sehe es wie Sonnenwind und gib noch eines drauf - für das gemeinsame Kind ist so ein Verhalten nicht förderlich . 

Ich kenne übrigens mehr als einen MS Patienten die kommen gut durchs leben, auch wenn sie alle nicht mehr berufsfähig sind, wird der Haushalt, Einkäufe udgl. erledigt . Die sind noch nicht auf fremde Hilfe angewiesen .

Er macht es sich leicht und suhlt sich - wie Sonnenwind schreibt und dem ist es völlig egal, ob du täglich einen Spagat hinlegen darfst . Sudert dich noch voll mit Selbstmordabsichten - rede Tacheles - Krankheit hin oder her . Therapie oder gehen . Fertig . Er macht es sich ja auch sehr "einfach" - kann nicht . Heute tut dies weh und ganz perfide - dass er dir diese Krankheit wünscht . Da wäre bei mir der Ofen aus .

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15. Januar um 9:05

Ach ja ich habe vor 25 Jahren einen Freund gehabt den ich wirklich gerne weiter als solchen behalten hätte. Er hatte die gleiche Diagnose und das hat ihn damals zu bekloppten Sachen getrieben da bei ihm der Wunsch hochkam blos nix zu verpassen und sich an niemanden binden zu wollen weil er niemandem zur Last fallen wollte. 
Also Harleyfahren mit Tempo 200 ohne Helm, rumvögeln etc.
Unsere Beziehung hat’s gerissen.
Nun, 25 Jahre später ist er immer noch so gut wie gesund trotz der Diagnose hat aber in der Zwischenzeit diverse Trennungen und eine Scheidung hinter sich, selbst seine Tochter will nichts mehr mit ihm zu tun haben.
Es ist nicht einfach mit chronisch Kranken umzugehen oder gar zu leben.

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15. Januar um 9:09

Da wird er sich Hilfe suchen müssen. Problem ist nur, dass er das selber wirklich wollen muss,sonst hilft da kein Therapeut weiter, wenn er innerlich dicht macvt8. Was wäre mit einer guten Schmerztherapie ,am Besten stationär. Normalerweise gehen die dort auch auf die Psyche ein,da Schmerzen nunmal zermürben und depressiv machen, dieses wieder rum Schmerz verstärkt und er in einem Teufelskreislauf steckt.
Ich würde mit ihm zu seinem Hausarzt gehen und das Problem ansprechen oder aber erstmal ohne ihn einen Hausarzt fragen welche Möglichkeiten er da hat von Psychotherapie,Reha,Schmerztherapie,Physio sie. Kann er noch arbeiten? Sonst über eine Tätigkeit nachdenken,die er schaffen kann und die ihm wieder Antrieb gibt,ihn ablenkt.

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15. Januar um 9:14
In Antwort auf herbstblume6

Ach ja ich habe vor 25 Jahren einen Freund gehabt den ich wirklich gerne weiter als solchen behalten hätte. Er hatte die gleiche Diagnose und das hat ihn damals zu bekloppten Sachen getrieben da bei ihm der Wunsch hochkam blos nix zu verpassen und sich an niemanden binden zu wollen weil er niemandem zur Last fallen wollte. 
Also Harleyfahren mit Tempo 200 ohne Helm, rumvögeln etc.
Unsere Beziehung hat’s gerissen.
Nun, 25 Jahre später ist er immer noch so gut wie gesund trotz der Diagnose hat aber in der Zwischenzeit diverse Trennungen und eine Scheidung hinter sich, selbst seine Tochter will nichts mehr mit ihm zu tun haben.
Es ist nicht einfach mit chronisch Kranken umzugehen oder gar zu leben.

welche harley geht 200?

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15. Januar um 9:17
In Antwort auf honeybee89

Hallo Zusammen!

Wo soll ich anfangen...
meine Tochter ist 4 1/2 Jahre alt und am Tag ihrer Geburt hatte mein Mann die Diagnose Multiple Sklerose bekommen. Es war eine sehr harte Zeit, da er zu der Zeit einen sehr heftigen Schub hatte und auch im KH lag, zeitgleich mit mir. Die ersten Wochen waren wirklich nicht schön, ich bekam durch den ganzen Stress auch ne Brustentzündung hatte ein Neugeborenes und einen sehr kranken Ehemann zuhause der auch noch psychisch in ein sehr tiefes Loch fiel....

Seit der diagnose MS hat sich unser Leben komplett geändert leider sehr ins negative. Er ist sehr egoistisch geworden, ich habe 2 Schwestern und mit der älternen seit über 2 jahren keinen Kontakt mehr. Da sind einige sachen vorgefallen auch mit ihrem Partner und mein Mann hat mit seiner gleichgültigen art auch sehr dazu beigetragen, dass wir keinen Kontakt mehr haben.

Ich habe wirklich großes Verständnis, was seine Krankheit angeht und entlaste ihn wo es nur geht. Aber ich kann nicht mehr, mich macht seine immer negative Einstellung zum Leben fertig. Wir wollten immer 2 Kinder haben und auf seinen Wunsch wegen der MS bleiben wir jetzt nur bei einem.... Ok, hab ich auch akzeptiert, dass er keine mehr haben will, mit einer unheilbaren Krankheit. Trotzdem bleibt bei mir der Wunsch nach einem 2. kind, dass ist ihm aber egal. Er sagt, man kann halt nicht alles im leben haben und ich soll mit dem zufrieden sein was ich hab.

Was mich immer mehr beunruhigt, ist seine Wesensveränderung, er ist ein komplett anderer Mensch geworden, richtig boshaft. Er sagt, dass einzige was ihm am Leben hält ist unsere Tochter sonst würde es ihm nicht mehr geben. Psyhologische Hilfe will er keine annehmen, in seien Augen sind Therapeuten selber Psychos...

Früher konnten wir über alles reden doch jetzt sind meine Probleme, Gedanken und Ängste nicht mehr wichtig, da ich ja nicht krank bin sondern er. 

Ich arbeite Teilzeit und studiere berufsbegleitend und wenn ich ihm ab und zu um hilfe bitte bezgl. Haushalt tut ihm immer was weh oder er ist sooo müde und fertig. Wenn ich mich beschwere ist seine Antwort, er wünscht mir auch diese Krankheit, dann würde ich verstehen wie es ihm geht!!  Ich bekomme dann ein schlechtes gewissen und erledige es dann doch selber...

Weiß nicht mehr was ich tun soll 
 

irgendwann musst du auch dich schauen.
es gibt viele diagnostiezierte MS patienten die kinder wollen und auch bekommen.

du schreibst, dass er im haushalt helfen soll und nicht will. das heisst, dass er gut gehen kann und keine motorischen einschränkungen hat? das würde bedeuten, dass schon sehr viel an seiner einstellung bzw. seinem umgang zu/mit seiner krankheit zusammen hängt.

ich würde ihm kommunizieren, dass du so nicht bei ihm bleibst. 

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15. Januar um 9:25
In Antwort auf himalayafan

welche harley geht 200?

Keine Ahnung mit mir sicher keine aber als KFZ Meister wird er sich das Teil entsprechend unsicher getuned  haben.
Oder es war ne andere Maschine für seine Höllenfahrten.
Aber ich denke nicht dass das der Kernpunkt des Themas hier ist.

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15. Januar um 11:37
In Antwort auf honeybee89

Hallo Zusammen!

Wo soll ich anfangen...
meine Tochter ist 4 1/2 Jahre alt und am Tag ihrer Geburt hatte mein Mann die Diagnose Multiple Sklerose bekommen. Es war eine sehr harte Zeit, da er zu der Zeit einen sehr heftigen Schub hatte und auch im KH lag, zeitgleich mit mir. Die ersten Wochen waren wirklich nicht schön, ich bekam durch den ganzen Stress auch ne Brustentzündung hatte ein Neugeborenes und einen sehr kranken Ehemann zuhause der auch noch psychisch in ein sehr tiefes Loch fiel....

Seit der diagnose MS hat sich unser Leben komplett geändert leider sehr ins negative. Er ist sehr egoistisch geworden, ich habe 2 Schwestern und mit der älternen seit über 2 jahren keinen Kontakt mehr. Da sind einige sachen vorgefallen auch mit ihrem Partner und mein Mann hat mit seiner gleichgültigen art auch sehr dazu beigetragen, dass wir keinen Kontakt mehr haben.

Ich habe wirklich großes Verständnis, was seine Krankheit angeht und entlaste ihn wo es nur geht. Aber ich kann nicht mehr, mich macht seine immer negative Einstellung zum Leben fertig. Wir wollten immer 2 Kinder haben und auf seinen Wunsch wegen der MS bleiben wir jetzt nur bei einem.... Ok, hab ich auch akzeptiert, dass er keine mehr haben will, mit einer unheilbaren Krankheit. Trotzdem bleibt bei mir der Wunsch nach einem 2. kind, dass ist ihm aber egal. Er sagt, man kann halt nicht alles im leben haben und ich soll mit dem zufrieden sein was ich hab.

Was mich immer mehr beunruhigt, ist seine Wesensveränderung, er ist ein komplett anderer Mensch geworden, richtig boshaft. Er sagt, dass einzige was ihm am Leben hält ist unsere Tochter sonst würde es ihm nicht mehr geben. Psyhologische Hilfe will er keine annehmen, in seien Augen sind Therapeuten selber Psychos...

Früher konnten wir über alles reden doch jetzt sind meine Probleme, Gedanken und Ängste nicht mehr wichtig, da ich ja nicht krank bin sondern er. 

Ich arbeite Teilzeit und studiere berufsbegleitend und wenn ich ihm ab und zu um hilfe bitte bezgl. Haushalt tut ihm immer was weh oder er ist sooo müde und fertig. Wenn ich mich beschwere ist seine Antwort, er wünscht mir auch diese Krankheit, dann würde ich verstehen wie es ihm geht!!  Ich bekomme dann ein schlechtes gewissen und erledige es dann doch selber...

Weiß nicht mehr was ich tun soll 
 

es gibt Selbsthilfegruppen für Angehörige von Menschen mit schweren Erkrankungen.
Und die gibt es nicht ohne Grund.

Mit einer Erkrankung wie MS zu leben und leben zu müssen, ist ***, ganz ohne Frage - nur damit leben zu müssen, dass ein nahestehender Mensch daran erkrankt ist, ist es eben auch. Und das wird zu oft vergessen.

Du musst Grenzen setzen - und auch wahren. Bei jedem Menschen mit einer chronischen Erkrankung ist Rücksicht wichtig und nötig. Aber es gilt auch da immer die Regel "die Dosis macht das Gift". Zu viel schadet allen Beteiligten, auch bei Rücksicht und Hilfe.

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15. Januar um 12:25
In Antwort auf himalayafan

irgendwann musst du auch dich schauen.
es gibt viele diagnostiezierte MS patienten die kinder wollen und auch bekommen.

du schreibst, dass er im haushalt helfen soll und nicht will. das heisst, dass er gut gehen kann und keine motorischen einschränkungen hat? das würde bedeuten, dass schon sehr viel an seiner einstellung bzw. seinem umgang zu/mit seiner krankheit zusammen hängt.

ich würde ihm kommunizieren, dass du so nicht bei ihm bleibst. 

Er hat derzeit garkeine motorischen Einschränkungen, ihm geht es körperlich soweit gut.Natürlich ab und zu Grippeáhnliche Symptome aber sonst alles gut. 


Ich hab vor 1 jahr ca. unsere Ernährung auf fast Vegan umgestellt ( unsere Tochter isst trotzdem alles, sie liebt halt Fleisch und Fisch und bekommt es auch 2 mal die Woche).Da ich viel darüber gelesen hab, dass es sich positiv auf die Krankheit auswirkt und wirklich, seit der Umstellung hatte er keinen Schub mehr. Ob es nun daran liegt oder nicht, keine ahnung, ich halte daran fest...

Er hat paar mal seiner Medikamente wechseln müssen, bis er die richtigen bekommen hat, ohne diese heftigen Nebennwirkungen. 
Also das passt ja auch jetzt.

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15. Januar um 14:55
In Antwort auf sonnenwind4

Dein Mann scheint sich auf seine Krankheit auszuruhen und sich darin zu suhlen. Sorry, aber ich kenne Menschen die diese Krankheit und andere ernsthafte Krankheiten haben, die dennoch positiv und engagiert voll im Leben stehen.(Triotz wederkehrender Krankenhaus Aufenthalte.)Ob im Beruf oder Zuhause. 

Wenn er keine therapeutische Hilfe annehmen will und sich nicht zum Leben aufraffen kann, für sich, für euer Kind als ein Vorbild, und für dich als Partnerin, dann hat er längst eure Beziehung aufgegeben! Er wird euch mit runterziehen. Ein zweites Kind mit einem negativ eingestellten Partner zu bekommen, ob mit oder ohne eine Erkrankung, ist wie ein Fluch und bedeutet den Untergang der Partnerschaft.

Ich habe mich damit abgefunden, dass wir kein zweites Kind haben werden. Trotzdem macht mich das sehr traurig auch wenn ich es verstehe und akzeptiere. Ich würde ihm wirklich gerne helfen können, doch weiß einfsch nicht wie. 12 Jahre Beziehung, kann man nicht einfach so hinschmeißen, da wir ja vor der Diagnose wirklich glücklich miteinander waren und unsere Kleine ein absolutes Wunschkind war!

Du schreibst, dass du paar Menschen mit MS kennst. Hast du bei denen Wesensveränderung wahrgenommen?? Mich würde interessieren ob er sich DURCH die Krankheit so verändert hat oder nur weil er erkrankt ist und damit nicht klar kommt :/ 

 

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15. Januar um 15:53
In Antwort auf honeybee89

Ich habe mich damit abgefunden, dass wir kein zweites Kind haben werden. Trotzdem macht mich das sehr traurig auch wenn ich es verstehe und akzeptiere. Ich würde ihm wirklich gerne helfen können, doch weiß einfsch nicht wie. 12 Jahre Beziehung, kann man nicht einfach so hinschmeißen, da wir ja vor der Diagnose wirklich glücklich miteinander waren und unsere Kleine ein absolutes Wunschkind war!

Du schreibst, dass du paar Menschen mit MS kennst. Hast du bei denen Wesensveränderung wahrgenommen?? Mich würde interessieren ob er sich DURCH die Krankheit so verändert hat oder nur weil er erkrankt ist und damit nicht klar kommt :/ 

 

Ich kenne viele MS Patienten und die meisten sind psychisch belastet, einige auffällig. Es hängt aber von Ort und Art der Entzündungsherde und den Medikamenten ab. Sehr individuell. Cortison verändert z. B. psychisch, macht aggressiv.

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15. Januar um 15:56
In Antwort auf honeybee89

Ich habe mich damit abgefunden, dass wir kein zweites Kind haben werden. Trotzdem macht mich das sehr traurig auch wenn ich es verstehe und akzeptiere. Ich würde ihm wirklich gerne helfen können, doch weiß einfsch nicht wie. 12 Jahre Beziehung, kann man nicht einfach so hinschmeißen, da wir ja vor der Diagnose wirklich glücklich miteinander waren und unsere Kleine ein absolutes Wunschkind war!

Du schreibst, dass du paar Menschen mit MS kennst. Hast du bei denen Wesensveränderung wahrgenommen?? Mich würde interessieren ob er sich DURCH die Krankheit so verändert hat oder nur weil er erkrankt ist und damit nicht klar kommt :/ 

 

Ich kenne aktuell eine Person mit MS, die anderen haben andere Autoimmunerkrankungen oder Krebs gehabt.... Möchte nicht zu viele Details über andere schreiben, doch ich kann dir versichern, dass sie alle positive Menschen sind, die ihr Leben gänzlich im neuen "Licht"sehen und es verstehen, ihr Leben zu genießen. Mit mehr Motivation und Engagement als vielleicht der durchschnittliche Mensch ohne gesundheitliche Einschränkungen... 

Dein Mann benötigt therapeutische Unterstützung...du schaffst das nicht alleine! 

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15. Januar um 17:46
In Antwort auf honeybee89

Hallo Zusammen!

Wo soll ich anfangen...
meine Tochter ist 4 1/2 Jahre alt und am Tag ihrer Geburt hatte mein Mann die Diagnose Multiple Sklerose bekommen. Es war eine sehr harte Zeit, da er zu der Zeit einen sehr heftigen Schub hatte und auch im KH lag, zeitgleich mit mir. Die ersten Wochen waren wirklich nicht schön, ich bekam durch den ganzen Stress auch ne Brustentzündung hatte ein Neugeborenes und einen sehr kranken Ehemann zuhause der auch noch psychisch in ein sehr tiefes Loch fiel....

Seit der diagnose MS hat sich unser Leben komplett geändert leider sehr ins negative. Er ist sehr egoistisch geworden, ich habe 2 Schwestern und mit der älternen seit über 2 jahren keinen Kontakt mehr. Da sind einige sachen vorgefallen auch mit ihrem Partner und mein Mann hat mit seiner gleichgültigen art auch sehr dazu beigetragen, dass wir keinen Kontakt mehr haben.

Ich habe wirklich großes Verständnis, was seine Krankheit angeht und entlaste ihn wo es nur geht. Aber ich kann nicht mehr, mich macht seine immer negative Einstellung zum Leben fertig. Wir wollten immer 2 Kinder haben und auf seinen Wunsch wegen der MS bleiben wir jetzt nur bei einem.... Ok, hab ich auch akzeptiert, dass er keine mehr haben will, mit einer unheilbaren Krankheit. Trotzdem bleibt bei mir der Wunsch nach einem 2. kind, dass ist ihm aber egal. Er sagt, man kann halt nicht alles im leben haben und ich soll mit dem zufrieden sein was ich hab.

Was mich immer mehr beunruhigt, ist seine Wesensveränderung, er ist ein komplett anderer Mensch geworden, richtig boshaft. Er sagt, dass einzige was ihm am Leben hält ist unsere Tochter sonst würde es ihm nicht mehr geben. Psyhologische Hilfe will er keine annehmen, in seien Augen sind Therapeuten selber Psychos...

Früher konnten wir über alles reden doch jetzt sind meine Probleme, Gedanken und Ängste nicht mehr wichtig, da ich ja nicht krank bin sondern er. 

Ich arbeite Teilzeit und studiere berufsbegleitend und wenn ich ihm ab und zu um hilfe bitte bezgl. Haushalt tut ihm immer was weh oder er ist sooo müde und fertig. Wenn ich mich beschwere ist seine Antwort, er wünscht mir auch diese Krankheit, dann würde ich verstehen wie es ihm geht!!  Ich bekomme dann ein schlechtes gewissen und erledige es dann doch selber...

Weiß nicht mehr was ich tun soll 
 

Hallo Liebes,

ich glaube, dass dein Mann richtig Angst hat. Angst davor, bald nicht mehr selbstständig sein zu können, oder Angst dich und deine Tochter zu enttäuschen.
Angst entsteht immer durch Ungewissheit.
Diese Angst kannst du ihm natürlich nicht ganz nehmen, aber eventuell erleichtern. Sage ihm immer wieder, dass du ihn liebst und immer für ihn da bist. Und gibt ihm Halt und Trost und stecke ihn an mit deiner Lebensenergie. Vielleicht wird er sich dann irgendwann öffnen. Wenn du dich traust, versuche mit ihm über die Zukunft zu sprechen. Frag ihn, wie er sich da vorstellt. Bestätige ihm, dass du ihm immer helfen wirst und er nicht alleine mit der Krankheit da steht.
Dann, denke ich, werden sich die restlichen Sachen (boshaftigkeit, nichts im Haushalt helfen) von ganz alleine erledigen.

Liebe Grüße und viel Glück dabei!

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15. Januar um 19:06

Ich kenne diese Krankheit nur zu gut. Laut den Ärzten ist sie nicht vererbbar, ich denke darüber aber anders, da ich viele Familien kenne in denen die Eltern/ein Elternteil MS haben und die Kinder ebenfalls.

Es kann niemand wissen wie es ist, wenn man diese Erkrankung nicht selbst hat. Auch der Ehepartner nicht. Man ist ständig müde, egal wie lange man schläft (Fatique), verträgt die Hitze nicht, hat Schmerzen und Krämpfe uvm. Und es funktioniert auch vieles nicht mehr so wie vorher. Da kann man schon verzweifeln. 

Und ja man verändert sich. Depressionen und Ängste treten auf und man denkt ich schaffe das alleine. Aber das wird nicht funktionieren. Entweder macht er eine Therapie oder er sucht sich jemanden mit dem er über alles reden kann. Am besten Jemand außerhalb der Familie.

Er braucht Jemanden der ihm in den Hintern tritt. Ihm zeigt wie gut es ihm noch geht. ich habe die Holzhammer Methode erhalten, indem ich auf eine Station mit MS Patienten im sehr fortgeschrittenen Stadium gebracht wurde. Seitdem kämpfe ich jeden Tag. Aber ob das bei ihm funktioniert weiß ich nicht.

Und ich habe zwei Kinder ohne MS. Und seit ich die Medikamente nicht mehr nehme geht es mir sehr gut. 
 

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15. Januar um 20:29
In Antwort auf herbstblume6

Ach ja ich habe vor 25 Jahren einen Freund gehabt den ich wirklich gerne weiter als solchen behalten hätte. Er hatte die gleiche Diagnose und das hat ihn damals zu bekloppten Sachen getrieben da bei ihm der Wunsch hochkam blos nix zu verpassen und sich an niemanden binden zu wollen weil er niemandem zur Last fallen wollte. 
Also Harleyfahren mit Tempo 200 ohne Helm, rumvögeln etc.
Unsere Beziehung hat’s gerissen.
Nun, 25 Jahre später ist er immer noch so gut wie gesund trotz der Diagnose hat aber in der Zwischenzeit diverse Trennungen und eine Scheidung hinter sich, selbst seine Tochter will nichts mehr mit ihm zu tun haben.
Es ist nicht einfach mit chronisch Kranken umzugehen oder gar zu leben.

Dein letzter Satz, Herbstblume, der is sooooooowas von zutreffend und wahr!!!!!

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16. Januar um 10:38
In Antwort auf honeybee89

Er hat derzeit garkeine motorischen Einschränkungen, ihm geht es körperlich soweit gut.Natürlich ab und zu Grippeáhnliche Symptome aber sonst alles gut. 


Ich hab vor 1 jahr ca. unsere Ernährung auf fast Vegan umgestellt ( unsere Tochter isst trotzdem alles, sie liebt halt Fleisch und Fisch und bekommt es auch 2 mal die Woche).Da ich viel darüber gelesen hab, dass es sich positiv auf die Krankheit auswirkt und wirklich, seit der Umstellung hatte er keinen Schub mehr. Ob es nun daran liegt oder nicht, keine ahnung, ich halte daran fest...

Er hat paar mal seiner Medikamente wechseln müssen, bis er die richtigen bekommen hat, ohne diese heftigen Nebennwirkungen. 
Also das passt ja auch jetzt.

es ist egal ob die vegane ernährung hilft - schaden tut sich ja nicht.

ich kenne aus verschiedenen gründen menschen mit ms. am beeindruckensten ist ein privat bekannter dem es mit seiner erkrankung und in seiner ehe sehr schlecht gegangen ist. er hat sich getrennt, jemanden kennengelernt, inzwischen mit ihr zwei kinder und die krankheit entwickelt sich nun seit jahren kaum weiter. ob es zusammenhänge mit den lebensumständen gibt kann man nie wirklich mit sicherheit wissen. obwohl er einen fuss nachzieht und die krankheit ein teil seines leben ist, ist er glücklicher wie die meisten gesunden menschen die ich kenne.

deine geschichte hört sich für mich sehr schlimm an. vor allem da dein mann noch keine körperlichen einschränkungen hat scheint es ihm daher für einen MS patienten noch sehr gut zu gehen. er hatte 4,5 jahre zeit wütend zu sein weil gerade ER erkrankt ist - was verständlich ist. aber irgendwann muss er das akzeptieren und es gibt keinen grund das leben nicht zu bejahren und an deiner seite zu stehen. macht er das nicht bald dann wird es  für dich (und euer kind) zu einer immer größeren belastung. vor allem falls sich die krankheit weiterentwickelt und er motorische defizite entwickelt.

jemand der zu seiner partnerin sagt, er wünsche ihr auch die krankheit damit sie sieht wie es ihm geht, finde ich inakzeptabel. ich glaube nicht, dass es ihm wirklich so schlecht geht oder, dass er kämpfen will. irgendwann wirst du dir denken (ich hoffe sehr bald), dass sein verhalten auch nicht gut für euer kind ist - kinder können nicht erzogen werden - sie sehen nur was ihnen ihre eltern vorleben. auf dauer ist so ein verhalten daher für kein kind gut. 

wenn nur ein elternteil ms hat ist die wahrscheinlichkeit bei ca. 2%, dass eventuelle kinder auch MS bekommen (im vergleich zu 0,2% bei kindern ohne eltern mit MS). wären beide eltern erkrankt, wäre diese viel höher.

es spricht daher meiner meinung nach auch nichts gegen ein 2. kind mit ihm aus rein medizinischen gründen - auch in anbetracht der enormen bemühungen in der forschung bzgl. ms und der aussicht, dass menschen die die krankheit in 30 jahren bekommen ganz andere perspektiven haben.

ich würde mir schon überlegen ob du unter diesen bedingungen mit ihm zusammenbleiben willst. es geht nicht nur um dich sondern auch um deine tochter. vielleicht solltest du es ihm zumindest kommunizieren, dass es auch für dich grenzen gibt (sozusagen als erster schritt bzw. schuss vor den bug).
 

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16. Januar um 12:07
In Antwort auf honeybee89

Hallo Zusammen!

Wo soll ich anfangen...
meine Tochter ist 4 1/2 Jahre alt und am Tag ihrer Geburt hatte mein Mann die Diagnose Multiple Sklerose bekommen. Es war eine sehr harte Zeit, da er zu der Zeit einen sehr heftigen Schub hatte und auch im KH lag, zeitgleich mit mir. Die ersten Wochen waren wirklich nicht schön, ich bekam durch den ganzen Stress auch ne Brustentzündung hatte ein Neugeborenes und einen sehr kranken Ehemann zuhause der auch noch psychisch in ein sehr tiefes Loch fiel....

Seit der diagnose MS hat sich unser Leben komplett geändert leider sehr ins negative. Er ist sehr egoistisch geworden, ich habe 2 Schwestern und mit der älternen seit über 2 jahren keinen Kontakt mehr. Da sind einige sachen vorgefallen auch mit ihrem Partner und mein Mann hat mit seiner gleichgültigen art auch sehr dazu beigetragen, dass wir keinen Kontakt mehr haben.

Ich habe wirklich großes Verständnis, was seine Krankheit angeht und entlaste ihn wo es nur geht. Aber ich kann nicht mehr, mich macht seine immer negative Einstellung zum Leben fertig. Wir wollten immer 2 Kinder haben und auf seinen Wunsch wegen der MS bleiben wir jetzt nur bei einem.... Ok, hab ich auch akzeptiert, dass er keine mehr haben will, mit einer unheilbaren Krankheit. Trotzdem bleibt bei mir der Wunsch nach einem 2. kind, dass ist ihm aber egal. Er sagt, man kann halt nicht alles im leben haben und ich soll mit dem zufrieden sein was ich hab.

Was mich immer mehr beunruhigt, ist seine Wesensveränderung, er ist ein komplett anderer Mensch geworden, richtig boshaft. Er sagt, dass einzige was ihm am Leben hält ist unsere Tochter sonst würde es ihm nicht mehr geben. Psyhologische Hilfe will er keine annehmen, in seien Augen sind Therapeuten selber Psychos...

Früher konnten wir über alles reden doch jetzt sind meine Probleme, Gedanken und Ängste nicht mehr wichtig, da ich ja nicht krank bin sondern er. 

Ich arbeite Teilzeit und studiere berufsbegleitend und wenn ich ihm ab und zu um hilfe bitte bezgl. Haushalt tut ihm immer was weh oder er ist sooo müde und fertig. Wenn ich mich beschwere ist seine Antwort, er wünscht mir auch diese Krankheit, dann würde ich verstehen wie es ihm geht!!  Ich bekomme dann ein schlechtes gewissen und erledige es dann doch selber...

Weiß nicht mehr was ich tun soll 
 

Hallo Liebe FS,

so wie du deinen Mann beschreibst, ist es alles sehr MS typisch. Depressionen, Wesensveränderung gehören dazu. Die Müdigkeit ist auch ein Symptom, es ist das Fatique Syndrom. Er muss erst seine Krankheit akzeptieren und es ist verdammt schwer. Es ist eine Erkrankung des Nervensystems, wo man ja nicht mal wirklich eine Ursache kennt. Ein zweites Kind sollte deswegen auch überdacht sein, angeblich ist die Krankheit nicht vererbbar, aber die Wahrscheinlichkeit dass die Nachkommen das auch haben, besteht. Ich glaube auch nicht, dass er sich auf der Krankheit ausruht, bei so einer Aussage wäre ich vorsichtig. Wirklich helfen kann man leider nicht, man muss erstmal abwarten, eines Tages wird er das sicher akzeptieren. Die Diagnose ist nunmal übel und keine einfache Grippe oder ein Beinbruch. Es heißt nicht umsonst "in guten wie in schlechten Zeiten", leider musst du jetzt auf seinen Mann Rücksicht nehmen, den er ist ja auch nicht mehr der Mensch der er vor der Diagnose war. Aber wenn du daran kaputt gehen solltest, muss eine andere Lösung her. Ich wünsche dir vom Herzen alles gute.

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16. Januar um 13:25

im prinzip richtig. aber ganz so einfach muss es nicht sein.

es gibt auch krankheiten (z.b. frontotemporale demenz) wo sich durch die persönlichkeitsveränderung bzw. charakterveränderung zuerst bemerkbar machen.

ms läisionen die in diesem bereich auftreten kann können daher theoretisch auch solche veränderungen herbei führen. 

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16. Januar um 13:57

ja ist es nicht.

halte es auch bei MS nicht für allzu wahrscheinlich - und ich denke, der behandelnde neurologe hätte darauf aufmerksam gemacht - man sieht ja im MRT wo die läisionen sind.

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16. Januar um 14:24

Ich verstehe deine Ansichten und für ausenstehende ist wahrscheinlich eine Trennung am besten in dieser Situation. Und lieben heißt auch loslassen können, doch er ist momentan in so einer labilen Phase, da kann ich ihn nicht alleine mit seinen Problemen lassen. Diese Option kommt für mich nicht in Frage, ausser er würde den Wunsch haben, dass wir uns trennen...

Wenn wir im Urlaub sind, geht es ihm soo gut, dass ist die einzige Zeit im jahr, wo er wirklich mal abschalten kann und auch durchschläft und das Leben genießt. Vor paar Monaten habe ich ihm eine Auszeit vorgeschlagen. Das er eventuell alleine für 1 -2 Monate mal wo sich ne Auszeit gönnt. Wäre beruflich/finanziell machbar und er könnte mal den Kopf von seinen ganzen Sorgen frei bekommen.

Ich hab in diesem Forum geschrieben, in der Hoffnung mir könnte jemand der selbt an MS leidet oder ein Angehöriger Tipps geben. 

Hab wirklich paar hilfreiche Sachen erfahren bzgl. Kliniken, Neurologen, Therapiemöglichkeiten etc. werde mich da mal schlau machen und auf's beste hoffen. 

 

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16. Januar um 15:49
In Antwort auf honeybee89

Ich verstehe deine Ansichten und für ausenstehende ist wahrscheinlich eine Trennung am besten in dieser Situation. Und lieben heißt auch loslassen können, doch er ist momentan in so einer labilen Phase, da kann ich ihn nicht alleine mit seinen Problemen lassen. Diese Option kommt für mich nicht in Frage, ausser er würde den Wunsch haben, dass wir uns trennen...

Wenn wir im Urlaub sind, geht es ihm soo gut, dass ist die einzige Zeit im jahr, wo er wirklich mal abschalten kann und auch durchschläft und das Leben genießt. Vor paar Monaten habe ich ihm eine Auszeit vorgeschlagen. Das er eventuell alleine für 1 -2 Monate mal wo sich ne Auszeit gönnt. Wäre beruflich/finanziell machbar und er könnte mal den Kopf von seinen ganzen Sorgen frei bekommen.

Ich hab in diesem Forum geschrieben, in der Hoffnung mir könnte jemand der selbt an MS leidet oder ein Angehöriger Tipps geben. 

Hab wirklich paar hilfreiche Sachen erfahren bzgl. Kliniken, Neurologen, Therapiemöglichkeiten etc. werde mich da mal schlau machen und auf's beste hoffen. 

 


du sollst eh machen was du willst.

allerdings: 1) dass er keine motorischen ausfälle hat und 2) vor allem die tatsache, dass er sich im urlaub gut fühlt spricht nicht dafür dass ihm neurologen oder irgendwelche behandlungen helfen können. da muss er schon selbst wollen.

und ja - es geht auch um euer kind und nicht nur um dich oder ihn. da gibt es auch eine verantwortung. ein mann der solche sachen zu dir sagt wie von dir im eingangsposting geschrieben und so drauf ist ist keine große hilfe für eine unbeschwerte kindheit eurer tochter.

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16. Januar um 16:05
In Antwort auf himalayafan


du sollst eh machen was du willst.

allerdings: 1) dass er keine motorischen ausfälle hat und 2) vor allem die tatsache, dass er sich im urlaub gut fühlt spricht nicht dafür dass ihm neurologen oder irgendwelche behandlungen helfen können. da muss er schon selbst wollen.

und ja - es geht auch um euer kind und nicht nur um dich oder ihn. da gibt es auch eine verantwortung. ein mann der solche sachen zu dir sagt wie von dir im eingangsposting geschrieben und so drauf ist ist keine große hilfe für eine unbeschwerte kindheit eurer tochter.

Bei mir wurde auch MS festgestellt. Die erste Episode hatte ich 2002-2009. Damal war ich kurz vor meiner Hochzeit. Ich wollte die Hochzeit absagen, da ich keinen Menschen an mich binden wollte, wenn so eine Krankheit im Raum steht. Meine Frau hat mir damals zum Glück den A. aufgerissen und wir haben geheiratet.
In der Zeit habe ich Medikamente genommen, die mich sehr depressiv gemacht haben. Ich habe mich ziemlich zurückgezogen. 2009 hatte ich keine Bock mehr auf den ganzen Mist und hab die Medis abgesetzt. Das ging bis zum letzen Sommer (2018) gut. Nun hatte ich da wieder einen Schub, zum Glück recht harmlos, aber dennoch 2 Wochen Krankenhaus. Jetzt neue Medikamente, die mich nicht so runter ziehen.
Meiner Frau gegeüber bin ich mehr als dankbar, dass sie damals auf die Hochzeit bestanden hat. Heute geht es mir gut, ich merke gerade nichts von der MS, kann aber morgen ganz anders sein. Daher versuche ich meine Frau auf Händen zu tragen und ihr alles zu ermöglichen, was geht.
Es wird vielleicht der Tag kommen, wo ich nicht mehr kann und ich kann nur hoffen, dass sie dann für mich da ist.
Was ich aber eigenltich sagen wollte ist, und das haben schon andere hier ebenfalls gesagt, es ist sher vom Charakter des Menschen abhängig, wie er sich verändert.
Und bei aller Liebe zu deinem Mann, du hilfst ihm kein bisschen, wenn du dich kaputt machst und zum Wrack wirst. Du hast auch die Verantwortung für dein Baby und wenn du nicht mehr mit seiner Art kannst, musst du ihm die Pistole auf die Brust setzen, entweder er sucht sich professionelle Hilfe oder er muss alleine damit klar kommen. Ja er ist krank und ja es macht einen fertig, dass weiß ich nur zu genau. Aber er kann für sich entscheiden, dein Kind nicht.
Die Priorität liegt als bei deinem Kind.
Ich wünsche dir viel Kraft und Stärke, denn egal was du machst, es wird hart sein.

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16. Januar um 16:23

nein, nicht nur.

Ein schwerer Schicksalsschlag hat immer (deutliche) Auswirkungen auf einen Menschen. Auf jeden Menschen.

Davon abgesehen ist der Umgang im Umfeld auch entscheidend. Klar, unterm Strich verantwortlich ist jeder selbst - nur wird dabei auch gern vergessen, dass auch Angehörige / nahestehende Menschen letztlich dafür verantwortlich sind, dass SIE ihre eigenen Grenzen nicht überschreiten.
Eine Trennung - ja, mag sein, aber was ist mit den Schritten davor? Was ist damit, die Rücksicht und Hilfe, die man gibt, erst mal auf das Maß zurückzustecken, die man auch geben kann - statt sich auf Dauer maßlos zu übernehmen, den Kranken in alle Watte zu packen, die man auftun kann - und ihm dann die Konsequenzen dessen vorzuwerfen?

Auch bei jedem gesunden Menschen wird es nicht nur nette und schöne Auswirkungen haben, wenn man ihn ein paar Monate lang schön pampert und dick in Watte packt, oder nicht? Der wird sich auch nicht zum herzallerliebsten Typen entwickeln (!) dadurch (!), oder?

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16. Januar um 16:52
In Antwort auf derlars78

Bei mir wurde auch MS festgestellt. Die erste Episode hatte ich 2002-2009. Damal war ich kurz vor meiner Hochzeit. Ich wollte die Hochzeit absagen, da ich keinen Menschen an mich binden wollte, wenn so eine Krankheit im Raum steht. Meine Frau hat mir damals zum Glück den A. aufgerissen und wir haben geheiratet.
In der Zeit habe ich Medikamente genommen, die mich sehr depressiv gemacht haben. Ich habe mich ziemlich zurückgezogen. 2009 hatte ich keine Bock mehr auf den ganzen Mist und hab die Medis abgesetzt. Das ging bis zum letzen Sommer (2018) gut. Nun hatte ich da wieder einen Schub, zum Glück recht harmlos, aber dennoch 2 Wochen Krankenhaus. Jetzt neue Medikamente, die mich nicht so runter ziehen.
Meiner Frau gegeüber bin ich mehr als dankbar, dass sie damals auf die Hochzeit bestanden hat. Heute geht es mir gut, ich merke gerade nichts von der MS, kann aber morgen ganz anders sein. Daher versuche ich meine Frau auf Händen zu tragen und ihr alles zu ermöglichen, was geht.
Es wird vielleicht der Tag kommen, wo ich nicht mehr kann und ich kann nur hoffen, dass sie dann für mich da ist.
Was ich aber eigenltich sagen wollte ist, und das haben schon andere hier ebenfalls gesagt, es ist sher vom Charakter des Menschen abhängig, wie er sich verändert.
Und bei aller Liebe zu deinem Mann, du hilfst ihm kein bisschen, wenn du dich kaputt machst und zum Wrack wirst. Du hast auch die Verantwortung für dein Baby und wenn du nicht mehr mit seiner Art kannst, musst du ihm die Pistole auf die Brust setzen, entweder er sucht sich professionelle Hilfe oder er muss alleine damit klar kommen. Ja er ist krank und ja es macht einen fertig, dass weiß ich nur zu genau. Aber er kann für sich entscheiden, dein Kind nicht.
Die Priorität liegt als bei deinem Kind.
Ich wünsche dir viel Kraft und Stärke, denn egal was du machst, es wird hart sein.

Schön zu lesen, dass eure Partnerschaft, trotz MS so funktioniert und du dich nicht von der Krankheit unterkriegen lässt!

Ja du hast natürlich recht, unsere Tochter steht für mich natürlich an erster Stelle und ich wünsche mir nichts mehr als ihr eine schöne Kindheit bieten zu können. Da sie sehr an ihrem Papa hängt und liebt, will ich alles versuchen ihr eine schöne Kindheit mit Mama und Papa zu bieten.

Ich hoffe wirklich, er kann einfach mal die Gegenwart genießen und nicht gedanklich ständig schon in der Zukunft sein und den Rollstuhl vor Augen haben...

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17. Januar um 1:27

Boah, Leute!  Auf Dauer ist dieses Forum echt nicht gut für meinen Blutdruck!  

Zum Glück scheint honeybee89 die Situation trotz allem schon verdammt gut im Griff zu haben und die hilfreichen von den schwachsinnigen (Sorry, aber ist doch wahr!) Beiträgen unterscheiden zu können.   So kann ich's mir sparen, hier wieder die Leute anzurantzen! 

Nur mal ein paar Gedanken von jemandem, der im Gegensatz zu den meisten anderen Kommentatoren hier aus höchst eigener Erfahrung spricht, wie es ist in honeybee89's Haut zu stecken...

- MS ist die "Krankheit der tausend Gesichter".  Kein Krankheitsverlauf ist wie der andere.  Keine Symptomatik ist wie die andere.  Deswegen sind Kommentare der Sorte "ich kenn da jemanden mit MS und der hat sein Leben im Griff und ist glücklich" für den anderen ziemlich sinn- und nutzlos.
(Und überhaupt, wer nicht mit dem Kranken 24/7 zusammenlebt, kennt doch eh nur die Spitze des Eisberges und das sind meistens nur die paar guten Momente.)

- Je nach Verlauf, und das scheint auch bei honeybee89's Mann der Fall zu sein, zerbröckelt durch diese Diagnose und natürlich auch die zunehmenden körperlichen und nervlichen Veränderungen ziemlich plötzlich das komplette eigene Leben, die ganze Lebensplanung, der Lebenssinn zu einem kleinen häßlichen Trümmerhaufen.
Das muss so eine Seele erstmal verarbeiten und verkraften!   Das kann viele Jahre dauern! Seit 4,5 Jahren habt Ihr die Diagnose?   Sorry, aber vielleicht steht Ihr da sogar noch ganz am Anfang...
(Was musste ich hier in den Kommtaren lesen?     "Der soll sich mal zusammenreißen!" "Du musst denn mal ordentlich auf den Pott setzen!"  Na klar!  Mensch, wenn mir das vorher mal einer gesagt hätte!   Den Robert Enke hätte seine Freundin bestimmt auch nur mal ordenlich zusammenstauchen müssen, dann hätte sich das blöde Weichei gewiss nicht umgebracht!  Wie gut, daß es das Forum gibt! :bete

- Für die Partnerschaft ist das ganz ohne Frage eine unglaubliche Belastung!  Und es gibt keine Garantie, daß die Partnerschaft das übersteht!
Aber wie war das mit den guten und den schlechten Zeiten?   Wie wörtlich man das nehmen will, muss jeder für sich selbst entscheiden.   Wobei die Frage eher lauten muss, wie wörtlich man das nehmen kann.
(Hier zu schreiben, der Kranke soll sich gefälligt mal zusammenreißen, das wäre ja alles nur eine Charakterschwäche....  und kurz danach zu empfehlen, sich möglichst bald zu trennen, denn auf das zweite Kind zu verzichten, daß geht ja gar nicht. ???    Ich mache doch keine Kompromisse bei der Erfüllung meiner Wünsche, bloß weil der blöde Sack unbedingt krank werden musste!    Boah, Leute!  Geht's noch schäbiger?)

- Ich würde wirklich nochmal sehr genau über die realistische Option eines zweiten Kindes nachdenken.   Niemand weiß was noch kommt...   Ganz simpel gesprochen:  Bist Du stark genug zwei kleine Kinder und zusätzlich ein großes im Rollstuhl zu versorgen?
(Ganz persönlich:  Ich habe mir auch mal Kinder gewünscht. Wir hab's probiert, hat sich dann eben nicht ergeben.   Und dann kam eben auch die Zeit, wo ich mir gesagt habe, "Gottseidank daß das damals nicht geklappt hat!!!"

- Bei aller Liebe und Verantwortung für den Partner (s.o.)...  Ein chinesisches Sprichwort sagt: "Der weise Mann kümmert sich zu allererst um sich selbst, dann um seine Familie und zuletzt um die Geschicke des Staates China."
Behalte Deine Grenzen im Auge, auch wenn das nicht leicht ist, wenn man sie vielleicht noch gar nicht kennt.    Nimm Dir rechtzeitig auch mal eine Auszeit um auch wieder zur Besinnung zu kommen.   Und setze klare Grenzen Deinem Partner gegenüber.    Wenn Du Dich selbst überlastest, ist weder Dir, noch Deinem Mann irgendwie gedient.
(Dieser Rat ist aus meiner Erfahrung der allerschwerste zu befolgende.)

- Dein Mann muss selbst an den Punkt kommen, wo ihm klar wird, daß er professionelle Hilfe braucht!  
Dummerweise kann Dir niemand vorher sagen, wie weit runter er noch fallen muss, bis der Punkt für ihn erreicht ist.   Aber tatsächlich ist es hier wie bei den Drogensüchtigen:  Je mehr Du ihn in Watte packst, desto mehr zögerst Du es nur unnötig hinaus.
Trotzdem sollst Du ihn natürlich unterstützen und ihm helfen.
Die (unheimlich schwierige) Kunst ist es herauszufinden, was sinnvolle Unterstützung ist und wo er seine Krankheit nur verdrängt und die Probleme vor sich herschiebt.

- Das Endziel ist die Akzeptanz der Krankheit.  Diesen Zustand so hinzunehmen wie er nunmal ist, das beste daraus zu machen, mit dem glücklich zu sein was man hat und nicht ständig einen völlig aussichtslosen Kampf gegen sich selbst zu führen.
Ich fürchte aber, daß das Erreichen dieses Ziels eine Utopie ist.  Man kann versuchen, ihm so nahe wie möglich zu kommen und das alleine ist eine Aufgabe für's Leben!
 

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17. Januar um 2:01

Achja...   Ein ganz wichtiger Gedanke, den ich honeybee89 gerne noch mit auf den Weg geben möchte...   (Für diese Erkenntnis habe ich selbst Jahre gebraucht. Wohl auch weil sich innerlich etwas dagegen streubt, getreu dem Motto "Das geht doch nicht! "

Eure Partnerschaft ist von dieser Krankheit bedroht.
Eure Aufgabe ist es, irgendeinen Weg zu finden, Deine Möglichkeiten und Bedürfnisse und seine Möglichkeiten und Bedürfnisse irgendwie in den Rahmen zu packen, den Euch diese Krankheit steckt.   Das alleine wird schon schwierig genug!

Sich dann noch der Meinung irgendwelcher Außenstehender zu beugen, wie eine "richtige" Partnerschaft gefälligst zu sein hat und wer was zu tun und zu lassen hat macht das ganze Puzzel praktisch unlösbar.

Es geht um Euch!  Um Dich und um Ihn!
Die anderen geht das einen feuchten Kehricht an!
 
Wenn ihr beide einen Weg findet, Euer Leben (gemeinsam) zu leben dann ist das vollkommen in Ordnung und richtig so.   Macht Euch nicht unnötig abhängig davon, was die Nachbarn oder sonstwer darüber denken!

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17. Januar um 5:14
In Antwort auf joe42

Boah, Leute!  Auf Dauer ist dieses Forum echt nicht gut für meinen Blutdruck!  

Zum Glück scheint honeybee89 die Situation trotz allem schon verdammt gut im Griff zu haben und die hilfreichen von den schwachsinnigen (Sorry, aber ist doch wahr!) Beiträgen unterscheiden zu können.   So kann ich's mir sparen, hier wieder die Leute anzurantzen! 

Nur mal ein paar Gedanken von jemandem, der im Gegensatz zu den meisten anderen Kommentatoren hier aus höchst eigener Erfahrung spricht, wie es ist in honeybee89's Haut zu stecken...

- MS ist die "Krankheit der tausend Gesichter".  Kein Krankheitsverlauf ist wie der andere.  Keine Symptomatik ist wie die andere.  Deswegen sind Kommentare der Sorte "ich kenn da jemanden mit MS und der hat sein Leben im Griff und ist glücklich" für den anderen ziemlich sinn- und nutzlos.
(Und überhaupt, wer nicht mit dem Kranken 24/7 zusammenlebt, kennt doch eh nur die Spitze des Eisberges und das sind meistens nur die paar guten Momente.)

- Je nach Verlauf, und das scheint auch bei honeybee89's Mann der Fall zu sein, zerbröckelt durch diese Diagnose und natürlich auch die zunehmenden körperlichen und nervlichen Veränderungen ziemlich plötzlich das komplette eigene Leben, die ganze Lebensplanung, der Lebenssinn zu einem kleinen häßlichen Trümmerhaufen.
Das muss so eine Seele erstmal verarbeiten und verkraften!   Das kann viele Jahre dauern! Seit 4,5 Jahren habt Ihr die Diagnose?   Sorry, aber vielleicht steht Ihr da sogar noch ganz am Anfang...
(Was musste ich hier in den Kommtaren lesen?     "Der soll sich mal zusammenreißen!" "Du musst denn mal ordentlich auf den Pott setzen!"  Na klar!  Mensch, wenn mir das vorher mal einer gesagt hätte!   Den Robert Enke hätte seine Freundin bestimmt auch nur mal ordenlich zusammenstauchen müssen, dann hätte sich das blöde Weichei gewiss nicht umgebracht!  Wie gut, daß es das Forum gibt! :bete

- Für die Partnerschaft ist das ganz ohne Frage eine unglaubliche Belastung!  Und es gibt keine Garantie, daß die Partnerschaft das übersteht!
Aber wie war das mit den guten und den schlechten Zeiten?   Wie wörtlich man das nehmen will, muss jeder für sich selbst entscheiden.   Wobei die Frage eher lauten muss, wie wörtlich man das nehmen kann.
(Hier zu schreiben, der Kranke soll sich gefälligt mal zusammenreißen, das wäre ja alles nur eine Charakterschwäche....  und kurz danach zu empfehlen, sich möglichst bald zu trennen, denn auf das zweite Kind zu verzichten, daß geht ja gar nicht. ???    Ich mache doch keine Kompromisse bei der Erfüllung meiner Wünsche, bloß weil der blöde Sack unbedingt krank werden musste!    Boah, Leute!  Geht's noch schäbiger?)

- Ich würde wirklich nochmal sehr genau über die realistische Option eines zweiten Kindes nachdenken.   Niemand weiß was noch kommt...   Ganz simpel gesprochen:  Bist Du stark genug zwei kleine Kinder und zusätzlich ein großes im Rollstuhl zu versorgen?
(Ganz persönlich:  Ich habe mir auch mal Kinder gewünscht. Wir hab's probiert, hat sich dann eben nicht ergeben.   Und dann kam eben auch die Zeit, wo ich mir gesagt habe, "Gottseidank daß das damals nicht geklappt hat!!!"

- Bei aller Liebe und Verantwortung für den Partner (s.o.)...  Ein chinesisches Sprichwort sagt: "Der weise Mann kümmert sich zu allererst um sich selbst, dann um seine Familie und zuletzt um die Geschicke des Staates China."
Behalte Deine Grenzen im Auge, auch wenn das nicht leicht ist, wenn man sie vielleicht noch gar nicht kennt.    Nimm Dir rechtzeitig auch mal eine Auszeit um auch wieder zur Besinnung zu kommen.   Und setze klare Grenzen Deinem Partner gegenüber.    Wenn Du Dich selbst überlastest, ist weder Dir, noch Deinem Mann irgendwie gedient.
(Dieser Rat ist aus meiner Erfahrung der allerschwerste zu befolgende.)

- Dein Mann muss selbst an den Punkt kommen, wo ihm klar wird, daß er professionelle Hilfe braucht!  
Dummerweise kann Dir niemand vorher sagen, wie weit runter er noch fallen muss, bis der Punkt für ihn erreicht ist.   Aber tatsächlich ist es hier wie bei den Drogensüchtigen:  Je mehr Du ihn in Watte packst, desto mehr zögerst Du es nur unnötig hinaus.
Trotzdem sollst Du ihn natürlich unterstützen und ihm helfen.
Die (unheimlich schwierige) Kunst ist es herauszufinden, was sinnvolle Unterstützung ist und wo er seine Krankheit nur verdrängt und die Probleme vor sich herschiebt.

- Das Endziel ist die Akzeptanz der Krankheit.  Diesen Zustand so hinzunehmen wie er nunmal ist, das beste daraus zu machen, mit dem glücklich zu sein was man hat und nicht ständig einen völlig aussichtslosen Kampf gegen sich selbst zu führen.
Ich fürchte aber, daß das Erreichen dieses Ziels eine Utopie ist.  Man kann versuchen, ihm so nahe wie möglich zu kommen und das alleine ist eine Aufgabe für's Leben!
 

Ein wirklich sehr sehr guter Beitrag von dir!!!

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17. Januar um 8:05
In Antwort auf joe42

Achja...   Ein ganz wichtiger Gedanke, den ich honeybee89 gerne noch mit auf den Weg geben möchte...   (Für diese Erkenntnis habe ich selbst Jahre gebraucht. Wohl auch weil sich innerlich etwas dagegen streubt, getreu dem Motto "Das geht doch nicht! "

Eure Partnerschaft ist von dieser Krankheit bedroht.
Eure Aufgabe ist es, irgendeinen Weg zu finden, Deine Möglichkeiten und Bedürfnisse und seine Möglichkeiten und Bedürfnisse irgendwie in den Rahmen zu packen, den Euch diese Krankheit steckt.   Das alleine wird schon schwierig genug!

Sich dann noch der Meinung irgendwelcher Außenstehender zu beugen, wie eine "richtige" Partnerschaft gefälligst zu sein hat und wer was zu tun und zu lassen hat macht das ganze Puzzel praktisch unlösbar.

Es geht um Euch!  Um Dich und um Ihn!
Die anderen geht das einen feuchten Kehricht an!
 
Wenn ihr beide einen Weg findet, Euer Leben (gemeinsam) zu leben dann ist das vollkommen in Ordnung und richtig so.   Macht Euch nicht unnötig abhängig davon, was die Nachbarn oder sonstwer darüber denken!

Danke, hat gut getan diese Zeilen zu lesen!

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