Forum / Liebe & Beziehung

krankhafte Eifersucht

Letzte Nachricht: 9. August um 7:44
03.08.21 um 23:29

Guten Abend, liebe Community!

Wie der Titel schon ahnen lässt: Mein Mann ist krankhaft eifersüchtig.
Es hat ursprünglich relativ harmlos angefangen. Er kommt aus einem anderen Kulturkreis und war eben grundsätzlich ein wenig eifersüchtiger, als der durchschnittliche deutsche Mann. Aber man konnte vernünftig miteinander reden und wir sind beide in vielen Dingen aufeinander zugegangen. 
Natürlich ist der Anfang immer anders. Der Anfang ist jetzt 3 Jahre her und mittlerweile ist es so weit, dass er mir fast täglich unterstellt, ihn zu betrügen. Was ich natürlich NICHT tue. Er hat dafür immer irgendwelche seltsamen Beweise, die ausschließlich in seinem Kopf Sinn ergeben und sich auch durch Gegenbeweise nicht aus der Welt schaffen lassen. 

Sobald ich aus dem Haus gehe, bildet er sich ein, dass ich einen anderen Mann treffe. Wenn ich zuhause bleibe, bildet er sich ein, dass ich mit einem anderen Mann telefoniere. Es kommt hin und wieder vor, dass er ewig lang mein Handy durchforstet, auf der Suche nach dem finalen Beweis. Dass er dann nichts findet, wertet er nicht als "Beweis meiner Unschuld", sondern er geht davon aus, dass ich einfach gut darin bin, diese Dinge zu verstecken. 
Es ist mittlerweile so, dass ich oft nicht mal mehr in Ruhe aufs Klo gehen kann, weil er mir hinterherstürmt - in der Annahme, dass ich nur vorschiebe pinkeln zu müssen und in Wirklichkeit die Gelegenheit nutze, um irgendwem zu schreiben.
Vor kurzem gab es eine Situation, in der wir Besuch erwartet haben, ich aber noch kurz duschen wollte. Da dieser Besuch jede Minute eintreffen hätte können, habe ich ausnahmsweise die Badtür zugesperrt. Nach ein paar Minuten hat er an die Badtür geklopft. Ich dachte noch, err braucht irgendwas und bin extra aus der Dusche gesprungen, um ihm die Tür zu öffnen. Es stellte sich aber heraus, dass er sich wieder mal eine Geschichte in seinem Kopf zusammengesponnen hat. Er ging nämlich davon aus, dass ich unter der Dusche mit einem anderen Mann geschrieben habe und deswegen die Tür zugesperrt hatte. Selbst als ich ihn darauf hinwies, dass mein Handy im Schlafzimmer liegt und ich es nicht mal im Bad dabei habe, fand er noch eine - in seinem Kopf logische - Begründung: Er geht davon aus, dass ich ein zweites Handy irgendwo verstecke, auf das ich dann heimlich zugreife, um anderen Männern zu schreiben. 

Das ist nur eins von etlichen Beispielen um seine Gedankengänge zu verdeutlichen. 
Ich kann seit ca. einem Jahr meine Eltern nicht mehr besuchen, ohne dass wir mindestens zwei Wochen lang Stress haben (weil er sich einbildet, dass ich in Wirklichkeit einen anderen Mann treffen möchte). Genauso ist es natürlich mit Besuchen bei anderen Verwandten oder bei Freundinnen. Selbst bei Dingen, die er locker selbst überprüfen kann, glaubt er mir nicht. 
Wir erwarten in wenigen Wochen unser zweites Kind und es gab bisher keinen einzigen Frauenarzttermin, bei dem er keinen Stress gemacht hat. Entweder, weil er sich eingebildet hat, dass meine Frauenärztin in Wirklichkeit ein Frauenarzt ist, oder, weil er sich eingebildet hat, dass das Ganze nur ein Vorwand ist, um einen anderen Mann zu treffen. Er hat kein einziges Mal gefragt, wie es dem Baby oder mir geht, weil für ihn seine erfundenen Geschichten im Vordergrund stehen. 

Ich weiß, ihm geht es zur Zeit überhaupt gar nicht gut. Ich würde ihm sehr gerne helfen, aber er lässt mich gar nicht an sich heran. Er findet eher gefühlt für jedes Problem in seinem Leben einen Grund, warum ich daran schuld bin. 

Vielleicht muss ich dazu noch erwähnen, dass ich in der Regel alleine auf unser Kind (1 1/2) aufpasse, den Haushalt und die Einkäufe alleine schmeiße, sämtlichen Papierkram alleine regle und bis zu Beginn meines Mutterschutzes ca 30h pro Woche im Homeoffice gearbeitet habe (normalerweise dann abends, wenn unser Kind geschlafen hat). All das sieht er aber überhaupt nicht. Vielmehr behauptet er, dass ich in Wirklichkeit abends nicht gearbeitet habe, sondern nur mit anderen Männern telefoniert habe. 

Wir haben jetzt wieder seit 5 Tagen Streit, weil ich meine Tante und meine 94-jährige Oma besuchen wollte, die in einer anderen Stadt wohnen. Nachdem er vorgestern und gestern deswegen (also besser: Wegen der Geschichte, die er sich dazu überlagt hat) vollkommen ausgerastet ist, hatten wir uns gestern abend eigentlich ausgesprochen. Da ich aber heute morgen nicht vollkommen glücklich ausgesehen habe (durch diesen ganzen Stress bin ich krank geworden), hat er gleich wieder mit seiner erfundenen Geschichte weitergemacht: Er bildet sich ein, dass ich nicht glücklich ausgesehen habe, weil der Mann, den ich angeblich statt meiner Tante und Oma besuchen wollte, Stress gemacht hat. '

Und jetzt stehe ich an einem Punkt, an dem ich wirklich nicht mehr weiter weiß. Ich bin so erschöpft von dem Ganzen, dass ich mir noch nicht vorstellen kann, woher ich die Kraft nehmen soll, unser Kind zu gebären.
Er hat viele unglaublich wunderbare Seiten, für die ich ihn sehr liebe. Aber in letzter Zeit tritt alles in den Hintergrund, weil diese erfundenen Geschichten mittlerweile eben fast täglich zerstören, was auch immer wir uns aufbauen. 

Und so stelle ich mir (und euch) die Frage: Wie kann ich ihm helfen? 
Und wie kann ich mir helfen? (Eine Trennung sollte die letzte Option sein......)

Danke für's Lesen und für alle sinnvollen Antworten! 

 

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04.08.21 um 8:43

Fühlst du dich nicht verletzt und gekränkt von seinen ganzen dummen Unterstellungen? Ich frag mich wirklich wie du das aushältst. Wenn ich mir vorstelle ich bekäme tagein tagaus solche Vorwürfe zu hören, nach kürzester Zeit wäre ich verbal eskaliert und die Beziehung wäre beendet.

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04.08.21 um 10:27
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Guten Abend, liebe Community!

Wie der Titel schon ahnen lässt: Mein Mann ist krankhaft eifersüchtig.
Es hat ursprünglich relativ harmlos angefangen. Er kommt aus einem anderen Kulturkreis und war eben grundsätzlich ein wenig eifersüchtiger, als der durchschnittliche deutsche Mann. Aber man konnte vernünftig miteinander reden und wir sind beide in vielen Dingen aufeinander zugegangen. 
Natürlich ist der Anfang immer anders. Der Anfang ist jetzt 3 Jahre her und mittlerweile ist es so weit, dass er mir fast täglich unterstellt, ihn zu betrügen. Was ich natürlich NICHT tue. Er hat dafür immer irgendwelche seltsamen Beweise, die ausschließlich in seinem Kopf Sinn ergeben und sich auch durch Gegenbeweise nicht aus der Welt schaffen lassen. 

Sobald ich aus dem Haus gehe, bildet er sich ein, dass ich einen anderen Mann treffe. Wenn ich zuhause bleibe, bildet er sich ein, dass ich mit einem anderen Mann telefoniere. Es kommt hin und wieder vor, dass er ewig lang mein Handy durchforstet, auf der Suche nach dem finalen Beweis. Dass er dann nichts findet, wertet er nicht als "Beweis meiner Unschuld", sondern er geht davon aus, dass ich einfach gut darin bin, diese Dinge zu verstecken. 
Es ist mittlerweile so, dass ich oft nicht mal mehr in Ruhe aufs Klo gehen kann, weil er mir hinterherstürmt - in der Annahme, dass ich nur vorschiebe pinkeln zu müssen und in Wirklichkeit die Gelegenheit nutze, um irgendwem zu schreiben.
Vor kurzem gab es eine Situation, in der wir Besuch erwartet haben, ich aber noch kurz duschen wollte. Da dieser Besuch jede Minute eintreffen hätte können, habe ich ausnahmsweise die Badtür zugesperrt. Nach ein paar Minuten hat er an die Badtür geklopft. Ich dachte noch, err braucht irgendwas und bin extra aus der Dusche gesprungen, um ihm die Tür zu öffnen. Es stellte sich aber heraus, dass er sich wieder mal eine Geschichte in seinem Kopf zusammengesponnen hat. Er ging nämlich davon aus, dass ich unter der Dusche mit einem anderen Mann geschrieben habe und deswegen die Tür zugesperrt hatte. Selbst als ich ihn darauf hinwies, dass mein Handy im Schlafzimmer liegt und ich es nicht mal im Bad dabei habe, fand er noch eine - in seinem Kopf logische - Begründung: Er geht davon aus, dass ich ein zweites Handy irgendwo verstecke, auf das ich dann heimlich zugreife, um anderen Männern zu schreiben. 

Das ist nur eins von etlichen Beispielen um seine Gedankengänge zu verdeutlichen. 
Ich kann seit ca. einem Jahr meine Eltern nicht mehr besuchen, ohne dass wir mindestens zwei Wochen lang Stress haben (weil er sich einbildet, dass ich in Wirklichkeit einen anderen Mann treffen möchte). Genauso ist es natürlich mit Besuchen bei anderen Verwandten oder bei Freundinnen. Selbst bei Dingen, die er locker selbst überprüfen kann, glaubt er mir nicht. 
Wir erwarten in wenigen Wochen unser zweites Kind und es gab bisher keinen einzigen Frauenarzttermin, bei dem er keinen Stress gemacht hat. Entweder, weil er sich eingebildet hat, dass meine Frauenärztin in Wirklichkeit ein Frauenarzt ist, oder, weil er sich eingebildet hat, dass das Ganze nur ein Vorwand ist, um einen anderen Mann zu treffen. Er hat kein einziges Mal gefragt, wie es dem Baby oder mir geht, weil für ihn seine erfundenen Geschichten im Vordergrund stehen. 

Ich weiß, ihm geht es zur Zeit überhaupt gar nicht gut. Ich würde ihm sehr gerne helfen, aber er lässt mich gar nicht an sich heran. Er findet eher gefühlt für jedes Problem in seinem Leben einen Grund, warum ich daran schuld bin. 

Vielleicht muss ich dazu noch erwähnen, dass ich in der Regel alleine auf unser Kind (1 1/2) aufpasse, den Haushalt und die Einkäufe alleine schmeiße, sämtlichen Papierkram alleine regle und bis zu Beginn meines Mutterschutzes ca 30h pro Woche im Homeoffice gearbeitet habe (normalerweise dann abends, wenn unser Kind geschlafen hat). All das sieht er aber überhaupt nicht. Vielmehr behauptet er, dass ich in Wirklichkeit abends nicht gearbeitet habe, sondern nur mit anderen Männern telefoniert habe. 

Wir haben jetzt wieder seit 5 Tagen Streit, weil ich meine Tante und meine 94-jährige Oma besuchen wollte, die in einer anderen Stadt wohnen. Nachdem er vorgestern und gestern deswegen (also besser: Wegen der Geschichte, die er sich dazu überlagt hat) vollkommen ausgerastet ist, hatten wir uns gestern abend eigentlich ausgesprochen. Da ich aber heute morgen nicht vollkommen glücklich ausgesehen habe (durch diesen ganzen Stress bin ich krank geworden), hat er gleich wieder mit seiner erfundenen Geschichte weitergemacht: Er bildet sich ein, dass ich nicht glücklich ausgesehen habe, weil der Mann, den ich angeblich statt meiner Tante und Oma besuchen wollte, Stress gemacht hat. '

Und jetzt stehe ich an einem Punkt, an dem ich wirklich nicht mehr weiter weiß. Ich bin so erschöpft von dem Ganzen, dass ich mir noch nicht vorstellen kann, woher ich die Kraft nehmen soll, unser Kind zu gebären.
Er hat viele unglaublich wunderbare Seiten, für die ich ihn sehr liebe. Aber in letzter Zeit tritt alles in den Hintergrund, weil diese erfundenen Geschichten mittlerweile eben fast täglich zerstören, was auch immer wir uns aufbauen. 

Und so stelle ich mir (und euch) die Frage: Wie kann ich ihm helfen? 
Und wie kann ich mir helfen? (Eine Trennung sollte die letzte Option sein......)

Danke für's Lesen und für alle sinnvollen Antworten! 

 

Trenne dich, denn morgen wird nicht alles besser. Dein Mann tyrannisiert dich. Dein Wohlergehen geht ihm am Allerwertesten vorbei und es gibt beim besten Willen KEIN Anzeichen dafür, dass er daran irgendetwas ändern will.

Der Punkt, an dem sein Verhalten dir Schaden zufügt und ihm das völlig egal ist, ist der, an dem du gehen solltest.

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04.08.21 um 10:50

Mein Vater war im Umgang mit meiner Mutter auch so!
Es stellte sich raus, dass er ein Doppelleben führt und noch einen zweiten Haushalt hat.
Er schloss von sich selbst, auf meine Mutter.  
Gut, das ist jetzt ein Extremfall, aber ich bin der Meinung, dass Menschen, die anderen etwas unterstellen, meist selbst solche Dinge tun.

So ein Verhalten ist krank und gehört therapiert.
Sonst macht er dich irgendwann krank und eure Kinder auch!

Versuche sein Verhalen nicht zu entschuldigen, es gibt da nichts zu entschuldigen!
Er ist ein erwachsener Mann, mit dem Selbstwertgefühl eines Wurms.

Ganz ehrlich, bei so einem hätte ich Angst, dass er handgreiflich wird oder sich zu anderen familiären Gewalttaten verleiten lässt, wenn er mal in Fahrt ist.
Das klingt unberrechnbar und gefährlich!
 

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04.08.21 um 22:16

Danke für deine Antwort! Doch, ich fühle mich sehr verletzt deswegen. Zumal ich mich wirklich sehr für unsere Beziehung und auch für ihn und seine Familie engagiere und überhaupt nicht begreife, wie er überhaupt zu solchen Annahmen kommt. 
Ich bin ein sehr emotionaler Mensch, aber eskaliere normalerweise nicht verbal  Statt dessen fange ich "lieber" plötzlich an zu heulen. Aber gesund ist das Ganze natürlich nicht. 

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04.08.21 um 22:23
In Antwort auf

Trenne dich, denn morgen wird nicht alles besser. Dein Mann tyrannisiert dich. Dein Wohlergehen geht ihm am Allerwertesten vorbei und es gibt beim besten Willen KEIN Anzeichen dafür, dass er daran irgendetwas ändern will.

Der Punkt, an dem sein Verhalten dir Schaden zufügt und ihm das völlig egal ist, ist der, an dem du gehen solltest.

Auch dir danke für deine Antwort. Du fasst es schon ganz gut zusammen - zumindest als Momentaufnahme. 
Ich möchte jetzt gar nicht mit ABERs anfangen. Es ist, wie es ist. 

Nur kann ich nicht gehen. Vielleicht noch nicht. Es ist wahrscheinlich eine ungesunde Mischung aus Naivität, Mitleid und dem Glauben an etwas Größeres.
Aber natürlich: Wenn sich herausstellt, dass sich wirklich nichts ändert (was ich schon auch befürchte), kann das kein Mensch ewig aushalten. Ich liebe halt auf die Art, auf die ich selbst auch geliebt werden möchte, Und das scheint nicht besonders gesund zu sein.

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04.08.21 um 22:24
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Danke für deine Antwort! Doch, ich fühle mich sehr verletzt deswegen. Zumal ich mich wirklich sehr für unsere Beziehung und auch für ihn und seine Familie engagiere und überhaupt nicht begreife, wie er überhaupt zu solchen Annahmen kommt. 
Ich bin ein sehr emotionaler Mensch, aber eskaliere normalerweise nicht verbal  Statt dessen fange ich "lieber" plötzlich an zu heulen. Aber gesund ist das Ganze natürlich nicht. 

...sollte die Antwort auf Sirjas Beitrag sein!

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04.08.21 um 22:31
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Mein Vater war im Umgang mit meiner Mutter auch so!
Es stellte sich raus, dass er ein Doppelleben führt und noch einen zweiten Haushalt hat.
Er schloss von sich selbst, auf meine Mutter.  
Gut, das ist jetzt ein Extremfall, aber ich bin der Meinung, dass Menschen, die anderen etwas unterstellen, meist selbst solche Dinge tun.

So ein Verhalten ist krank und gehört therapiert.
Sonst macht er dich irgendwann krank und eure Kinder auch!

Versuche sein Verhalen nicht zu entschuldigen, es gibt da nichts zu entschuldigen!
Er ist ein erwachsener Mann, mit dem Selbstwertgefühl eines Wurms.

Ganz ehrlich, bei so einem hätte ich Angst, dass er handgreiflich wird oder sich zu anderen familiären Gewalttaten verleiten lässt, wenn er mal in Fahrt ist.
Das klingt unberrechnbar und gefährlich!
 

...das ist etwas, das ich tatsächlich auch in Betracht gezogen habe. Ich gehe aber aus verschiedenen Gründen davon aus, dass es nicht so ist. Ich glaube, das Problem ist ein tieferliegendes psychisches Problem. 
Sein Verhalten entschuldigen möchte ich damit nicht. Ich habe lange versucht, bei mir selbst die Schuld zu suchen. Aber ich mache ja nichts Falsches. 
Ich habe hin schon mehrfach versucht, zu einer Therapie zu bewegen. Hin und wieder schien er nicht vollkommen abgeneigt zu sein, aber mittlerweile hat er anscheinend entschieden, lieber den Stimmen in seinem Kopf zu glauben. Er vertraut niemandem mehr. Aber da ich ihm am nächsten stehe, kriege ich halt auch die volle Breitseite ab. 
 

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05.08.21 um 8:04
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Danke für deine Antwort! Doch, ich fühle mich sehr verletzt deswegen. Zumal ich mich wirklich sehr für unsere Beziehung und auch für ihn und seine Familie engagiere und überhaupt nicht begreife, wie er überhaupt zu solchen Annahmen kommt. 
Ich bin ein sehr emotionaler Mensch, aber eskaliere normalerweise nicht verbal  Statt dessen fange ich "lieber" plötzlich an zu heulen. Aber gesund ist das Ganze natürlich nicht. 

Mit "verbal eskalieren" meine ich natürlich keine Beschimpfungen usw. Aber er müsste sich einiges anhören darüber z. B. wie saudumm seine Unterstellungen sind. 

Irgendjemand hat es schon erwähnt. Häufig haben die, die den anderen alles mögliche vorwerfen und total grundlos eifersüchtig sind, selbst Dreck am Stecken. 

Das ist jetzt reine Neugier: Er kontrolliert doch dein Handy? Hättest du das gleiche Recht?

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05.08.21 um 8:52

Alarmglocken! Fange mal an sein Handy zu durchforsten, wirst mit 90% iger Sicherheit fündig. Solche Menschen schließen von sich auf andere !!

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05.08.21 um 9:51
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...das ist etwas, das ich tatsächlich auch in Betracht gezogen habe. Ich gehe aber aus verschiedenen Gründen davon aus, dass es nicht so ist. Ich glaube, das Problem ist ein tieferliegendes psychisches Problem. 
Sein Verhalten entschuldigen möchte ich damit nicht. Ich habe lange versucht, bei mir selbst die Schuld zu suchen. Aber ich mache ja nichts Falsches. 
Ich habe hin schon mehrfach versucht, zu einer Therapie zu bewegen. Hin und wieder schien er nicht vollkommen abgeneigt zu sein, aber mittlerweile hat er anscheinend entschieden, lieber den Stimmen in seinem Kopf zu glauben. Er vertraut niemandem mehr. Aber da ich ihm am nächsten stehe, kriege ich halt auch die volle Breitseite ab. 
 

Auch danke für deine Antwort.

Was auch immer du mit Stimmen in seinem Kopf meinst, es gibt ihm nicht das Recht, dich so klein zu machen.
Wenn du dich schon grundlos schuldig fühlst, dann hat er sein Ziel erreicht.
Mach dich nicht klein und lass nicht so mit dir umgehen.

Wenn man vor seinem Partner immer Angst haben muss, weil ein Familientreffen ansteht und er austicken wird, das macht dich auf Dauer krank.
Ich will mir deine Gefühlsachterbahn gar nicht ausmalen.
Kein Mensch hat das Recht andere so zu terrorisieren. 

Deine Kinder werden es irgendwann mitbekommen.
Das Baby in deinem Bauch empfindet die selben Emotionen, die auch du empfindest. Pflanze deinem Kind nicht Angst und Misstrauen in die Gene, dazu habt ihr kein Recht.
Mich macht das echt traurig.
Meine Schwester und ich sind solche Kinder, die in einer Terrorehe aufgewachsen sind. Wir haben beide unser Päckchen zu tragen.
Tu das deinen Kindern nicht an. 

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05.08.21 um 11:17

Hallo zusammen,

ich weiß nicht genau ob das was man Dir hier so alles sagt, dich überhaupt erreichen kann.
Eigentlich bin ich schon fast ziemlich sicher, dass es dich nicht erreichen wird...dafür bist du einfach zu geblendet.
Ich werde es dennoch versuchen.

Wenn du wirklich Antworten suchst.. dann solltest du Dir mal folgende Fragen stellen:

1. Kann man jemandem lieben indem man einen Menschen so behandelt wie er dich? (und bitte nicht mit irgendwelchen guten Seiten anfangen.. ALLE Menschen besitzen auch gute Seiten.. ganz egal was sie sonst noch so alles in ihrem Leben tun)

2. Glaubst du wirklich, dass das jemals besser werden wird?

3. Denkst du, dass es irgendwann sogar richtig gefährlich werden könnte?

4. Was glaubst du wo diese "Visionen" irgendwann enden?

5. WARUM bist du dir so wenig wert?

6. Wie kannst du jetzt noch daran denken wie du ihm helfen kannst? (das kannst du nicht...du kannst jetzt nur noch Dir und deinen Kindern helfen nicht in Angst und Schrecken zu leben)


Ich würde dir echt gerne etwas anderes sagen..aber das ist nunmal die knallharte Wahrheit.

Da gibt es nichts zu retten oder besser zu machen. Du wirst es nie so machen können, dass es für ihn ausreichend ist und du wirst auf Dauer jämmlich daran zu Grunde gehen.

Du hast einen schweren Weg vor Dir...aber es ist nie zu spät zu laufen solange man es noch kann.
Du wirst diesem Terror nicht ewig standhalten können.

Such Dir Hilfe.. du kannst das bitte nicht alleine tun.. denn es ist schwer davon auszugehen, dass er eine Trennung nicht akzeptieren und es alles andere als leicht werden wird.


 

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05.08.21 um 13:16
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Auch dir danke für deine Antwort. Du fasst es schon ganz gut zusammen - zumindest als Momentaufnahme. 
Ich möchte jetzt gar nicht mit ABERs anfangen. Es ist, wie es ist. 

Nur kann ich nicht gehen. Vielleicht noch nicht. Es ist wahrscheinlich eine ungesunde Mischung aus Naivität, Mitleid und dem Glauben an etwas Größeres.
Aber natürlich: Wenn sich herausstellt, dass sich wirklich nichts ändert (was ich schon auch befürchte), kann das kein Mensch ewig aushalten. Ich liebe halt auf die Art, auf die ich selbst auch geliebt werden möchte, Und das scheint nicht besonders gesund zu sein.

Du liebst doch aber auch deine Kinder. Sollen die wirklich so groß werden? Ist dir nicht klar, was mit denen passiert wenn sie in einem Umfeld groß werden, in dem vorgelebt wird dass es völlig normal ist, dass der Vater unhaltbare Vorwürfe macht und die Mutter ihr Leben nach seinen Wahnvorstellungen ausrichtet? Wie sollen die so jemals ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln, lernen sich abzugrenzen, eine Beziehungen auf Augenhöhe führen?

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05.08.21 um 20:50
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Mit "verbal eskalieren" meine ich natürlich keine Beschimpfungen usw. Aber er müsste sich einiges anhören darüber z. B. wie saudumm seine Unterstellungen sind. 

Irgendjemand hat es schon erwähnt. Häufig haben die, die den anderen alles mögliche vorwerfen und total grundlos eifersüchtig sind, selbst Dreck am Stecken. 

Das ist jetzt reine Neugier: Er kontrolliert doch dein Handy? Hättest du das gleiche Recht?

Ich habe schon mehrmals angesprochen, dass ich sein Handy auch kontrollieren möchte, wenn er es bei mir tut. Er hatte nichts dagegen, aber ich habe jedes Mal einen Rückzieher gemacht, weil ich so eine Beziehung nicht führen möchte, in der man sich gegenseitig kontrolliert. Und weil ich weiß, wie manche Kleinigkeiten an einem nagen können, wenn man sich reinsteigert. Ich kenne das aus einer früheren Beziehung und möchte gerne meinen Seelenfrieden so weit es geht bewahren. 
Ich glaube auch, einige seiner Passwörter zu kennen. Aber ich habe nie nachgeschaut. 

Ich habe manchmal in guten Momenten versucht, ihm aufzuzeigen, wie krankhaft sein Verhalten ist. Leider war er dafür meist nicht besonders empfänglich und mittlerweile hat es sich so hochgeschaukelt, dass ich eine Einsicht seinerseits schon fast vergessen kann. 

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Kannst du deine Antwort nicht finden?

05.08.21 um 22:29
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Hallo zusammen,

ich weiß nicht genau ob das was man Dir hier so alles sagt, dich überhaupt erreichen kann.
Eigentlich bin ich schon fast ziemlich sicher, dass es dich nicht erreichen wird...dafür bist du einfach zu geblendet.
Ich werde es dennoch versuchen.

Wenn du wirklich Antworten suchst.. dann solltest du Dir mal folgende Fragen stellen:

1. Kann man jemandem lieben indem man einen Menschen so behandelt wie er dich? (und bitte nicht mit irgendwelchen guten Seiten anfangen.. ALLE Menschen besitzen auch gute Seiten.. ganz egal was sie sonst noch so alles in ihrem Leben tun)

2. Glaubst du wirklich, dass das jemals besser werden wird?

3. Denkst du, dass es irgendwann sogar richtig gefährlich werden könnte?

4. Was glaubst du wo diese "Visionen" irgendwann enden?

5. WARUM bist du dir so wenig wert?

6. Wie kannst du jetzt noch daran denken wie du ihm helfen kannst? (das kannst du nicht...du kannst jetzt nur noch Dir und deinen Kindern helfen nicht in Angst und Schrecken zu leben)


Ich würde dir echt gerne etwas anderes sagen..aber das ist nunmal die knallharte Wahrheit.

Da gibt es nichts zu retten oder besser zu machen. Du wirst es nie so machen können, dass es für ihn ausreichend ist und du wirst auf Dauer jämmlich daran zu Grunde gehen.

Du hast einen schweren Weg vor Dir...aber es ist nie zu spät zu laufen solange man es noch kann.
Du wirst diesem Terror nicht ewig standhalten können.

Such Dir Hilfe.. du kannst das bitte nicht alleine tun.. denn es ist schwer davon auszugehen, dass er eine Trennung nicht akzeptieren und es alles andere als leicht werden wird.


 

Danke für deinen ehrlichen Beitrag! Es überrascht mich ein wenig, dass ich offensichtlich so verblendet rüberkomme - ich war bis eben der Meinung, noch bei halbwegs klarem Verstand zu sein, aber dein Kommentar gibt mir natürlich zu denken! 

Ich versuche mal, deine konstruktiven Fragen zu beantworten. 

Zu 1.) Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Frage richtig verstehe. Aber in einen Menschen, der mich so behandelt, würde ich mich niemals verlieben. Nur, er war natürlich nicht immer so. Und den Menschen, in den ich mich verliebt hatte, liebe ich sehr. Die Frage ist eher, ob es diesen Menschen noch gibt. Dass es so krass ist, ist aber eine relativ neue Entwicklung, weswege ich eben noch die Hoffnung hege, dass er sich wieder beruhigt. Zumal ich mich in meinem Zustand (38. Schwangerschaftswoche, psychisch und physisch angeschlagen und ziemlich übermüdet) nicht in der Lage fühle, intelligente Entscheidungen zu treffen. 

Zu 2.) Ja. Das glaube ich. Ich glaube nicht, dass es jemals super werden wird, insbesondere was dieses Thema angeht, wird es wohl immer schwierig bleiben. Jedoch ist dieses tägliche Bombardement mit haltlosen Vorwürfen etwas, das meiner Meinung nach schon sehr viel besser werden wird, sofern wir (also ich) einen sinnvollen Weg finde(n). Das es so schlimm geworden ist, hatte auch Ursachen (die nichts mit mir zu tun haben, aber mit seinem grundlegenden Vertrauen seinen Mitmenschen gegenüber)

Zu 3.) Wenn ich ehrlich bin: Ja, das denke ich. Er ist nicht gesund und wenn es so weitergeht... Er hat ein hohes Aggressions- und auch Gewaltpotential. Also: Ja, ich denke, dass es gefährlich werden könnte. 

Zu 4.) Ich glaube, dass er irgendetwas finden muss, dass ihm sein Selbstwertgefühl zurück gibt. Ich weiß, dass ich ihm da nciht großartig helfen kann - das muss er selbst schaffen. Ich kann ihm lediglich den Rücken stärken, wenn er es zulässt. Und derzeit ist eher das Gegenteil der Fall. 

Zu 5.) Ganz so ist es nicht. Ich bin zwar nicht mit einem riesengroßen Selbstwertgefühl gesegnet, aber mir sind meine Stärken durchaus bewusst und auch mit meinen Schwächen lebe ich ganz gut (auch wenn das ein sehr, sehr langer Prozess war). Ich weiß auch, dass ich viel mehr verdient habe und nicht auf seine Zuneigung angewiesen bin. Ich bin nur kein Mensch, der schnell aufgibt, wenn er etwas wirklich will. Wahrscheinlich habe ich keinen angemessenen Selbsterhaltungstrieb....

Zu 6.) Das ist eine Frage, die ich nicht so einfach beantworten kann. Darüber muss ich tatsächlich erst mal ein paar Tage nachdenken. 


Hilfe habe ich. Ich habe ein paar sehr wertvolle Freundinnen an meiner Seite, die nicht müde werden, sich diese Geschichten anzuhören und mir den Rücken stärken. Ich habe großartige Eltern und Geschwister, die zwar nicht wissen, was hier passiert, aber auf die ich mich zu jeder Zeit zu 100% verlassen kann. Ich habe auch einen tollen Tipp von einer Userin via PN bekommen und werde vermutlich auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. 
Ich mache mir keine Illusionen: Aus dieser Beziehung werde ich nicht mehr gesund herauskommen. Aber das "herauskommen" ist (zumindest momentan) auch noch nicht das Ziel. 

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05.08.21 um 22:33
In Antwort auf

Du liebst doch aber auch deine Kinder. Sollen die wirklich so groß werden? Ist dir nicht klar, was mit denen passiert wenn sie in einem Umfeld groß werden, in dem vorgelebt wird dass es völlig normal ist, dass der Vater unhaltbare Vorwürfe macht und die Mutter ihr Leben nach seinen Wahnvorstellungen ausrichtet? Wie sollen die so jemals ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln, lernen sich abzugrenzen, eine Beziehungen auf Augenhöhe führen?

Das ist ein sehr wichtiger Punkt, der mich gedanklich sehr beschäftigt. Ich arbeite selber viel mit Kindern aus gestörten Familienverhältnissen und möchte natürlich nicht, dass meine Kinder bleibenden Schaden davontragen. 
Aber zu einem endgültigen Ergebnis bin ich noch nicht gekommen. Sowas dauert bei mir aber auch immer sehr lange.

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06.08.21 um 8:23
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Danke für deinen ehrlichen Beitrag! Es überrascht mich ein wenig, dass ich offensichtlich so verblendet rüberkomme - ich war bis eben der Meinung, noch bei halbwegs klarem Verstand zu sein, aber dein Kommentar gibt mir natürlich zu denken! 

Ich versuche mal, deine konstruktiven Fragen zu beantworten. 

Zu 1.) Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Frage richtig verstehe. Aber in einen Menschen, der mich so behandelt, würde ich mich niemals verlieben. Nur, er war natürlich nicht immer so. Und den Menschen, in den ich mich verliebt hatte, liebe ich sehr. Die Frage ist eher, ob es diesen Menschen noch gibt. Dass es so krass ist, ist aber eine relativ neue Entwicklung, weswege ich eben noch die Hoffnung hege, dass er sich wieder beruhigt. Zumal ich mich in meinem Zustand (38. Schwangerschaftswoche, psychisch und physisch angeschlagen und ziemlich übermüdet) nicht in der Lage fühle, intelligente Entscheidungen zu treffen. 

Zu 2.) Ja. Das glaube ich. Ich glaube nicht, dass es jemals super werden wird, insbesondere was dieses Thema angeht, wird es wohl immer schwierig bleiben. Jedoch ist dieses tägliche Bombardement mit haltlosen Vorwürfen etwas, das meiner Meinung nach schon sehr viel besser werden wird, sofern wir (also ich) einen sinnvollen Weg finde(n). Das es so schlimm geworden ist, hatte auch Ursachen (die nichts mit mir zu tun haben, aber mit seinem grundlegenden Vertrauen seinen Mitmenschen gegenüber)

Zu 3.) Wenn ich ehrlich bin: Ja, das denke ich. Er ist nicht gesund und wenn es so weitergeht... Er hat ein hohes Aggressions- und auch Gewaltpotential. Also: Ja, ich denke, dass es gefährlich werden könnte. 

Zu 4.) Ich glaube, dass er irgendetwas finden muss, dass ihm sein Selbstwertgefühl zurück gibt. Ich weiß, dass ich ihm da nciht großartig helfen kann - das muss er selbst schaffen. Ich kann ihm lediglich den Rücken stärken, wenn er es zulässt. Und derzeit ist eher das Gegenteil der Fall. 

Zu 5.) Ganz so ist es nicht. Ich bin zwar nicht mit einem riesengroßen Selbstwertgefühl gesegnet, aber mir sind meine Stärken durchaus bewusst und auch mit meinen Schwächen lebe ich ganz gut (auch wenn das ein sehr, sehr langer Prozess war). Ich weiß auch, dass ich viel mehr verdient habe und nicht auf seine Zuneigung angewiesen bin. Ich bin nur kein Mensch, der schnell aufgibt, wenn er etwas wirklich will. Wahrscheinlich habe ich keinen angemessenen Selbsterhaltungstrieb....

Zu 6.) Das ist eine Frage, die ich nicht so einfach beantworten kann. Darüber muss ich tatsächlich erst mal ein paar Tage nachdenken. 


Hilfe habe ich. Ich habe ein paar sehr wertvolle Freundinnen an meiner Seite, die nicht müde werden, sich diese Geschichten anzuhören und mir den Rücken stärken. Ich habe großartige Eltern und Geschwister, die zwar nicht wissen, was hier passiert, aber auf die ich mich zu jeder Zeit zu 100% verlassen kann. Ich habe auch einen tollen Tipp von einer Userin via PN bekommen und werde vermutlich auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. 
Ich mache mir keine Illusionen: Aus dieser Beziehung werde ich nicht mehr gesund herauskommen. Aber das "herauskommen" ist (zumindest momentan) auch noch nicht das Ziel. 

Du bist verblendet, weil du glaubst, dass das irgendwann besser werden wird. Das wird es nicht. Im Gegenteil.
Das nimmt gerade erst richtig Fahrt auf.

All das hier wird dich nicht vollständig erreichen, weil du es nicht erkennen willst oder kannst.
Das ist auch absolut nicht unüblich für Menschen die sich in solch einer Situationen befinden.

Natürlich war er nicht von Anfang an so. Du hättest dich nie auf ihn eingelassen und dich nicht verliebt, wenn er dir von Anfang an sein wahres Gesicht gezeigt hätte, oder?

Was ich grundsätzlich über ihn..oder den Grund seiner rasenden Eifersucht denke (und ja, diesen Grund wird es geben... auch wenn du bislang nichts entdecken konntest..) tut hier nichts zur Sache und hilft dir auch nicht weiter. Selbst wenn es nur ein komplett zerstörtes Ego ist, das er besitzt...so wird das...so oder so..nicht mehr besser werden.

Um da auch nur Ansatzweise an die Wurzeln zu kommen, müsste er in Langzeittherapie. Die, wenn man Glück hat, nach Jahren dann einigermaßen von Erfolg gekrönt sein könnte. Was aber wiederum auch kein Happy End für euch bedeuten müsste...dadurch es absolut sein kann, dass er in dieser Zeit erkennen würde, dass eure Verbindung für ihn einfach auf einer ganz anderen Basis begonnen hat und verlaufen ist.

Mal völlig davon abgesehen, dass du konstant immer in einer absolut Nervenzerrenden Situation leben würdest...die, sollte sie wirklich am Ende ein Erfolg werden, sowieso nie dein Erfolg sein könnte, da eine Trennung danach sehr wahrscheinlich ist.

Denk mal über dein Helfersyndrom und das, was du dir selbst wert bist nach.

Ich bin immer dafür anderen Menschen zu helfen. Natürlich.

Aber du bist weder sein Therapeut noch seine Mutter, die ihn da rausholen kann. Das kannst du nicht. Er sieht dich mit ganz anderen Augen, da du ihm schon viel zu viel Raum und Macht gegeben hast.

Es wäre eigentlich sein Job DICH und eure Kinder zu schützen.

Du wirst daran Stück für Stück zerbrechen...

Vielleicht hatte ich das etwas schwammig formuliert. Du musst und sollst dir auch Hilfe suchen im Sinne von Schutz.
Freunde, Bekannte...Verwandte..total egal..aber es muss tatkräftige und uneingeschüchterte Hilfe sein die dich da durch bringt. Deine Freundinnen könnten da schnell an ihre Grenzen kommen.

Wenn es jetzt, durch deine Schwangerschaft, für dich wirklich nicht möglich ist das durchzustehen (ich verstehe das schon..) dann nutze jetzt die Zeit zu planen und zu organisieren. Bereite dich vor und lass dich nicht dabei erwischen.

Plane so viel es geht im Kopf durch und schreibe nichts auf.

Vertrau dich deiner Familie an..du hast gesagt, dass sie nicht wissen was da bei euch los ist. Verschaff dir eine Stimme!

Das wird alles nicht leicht. Aber das ist alles machbar mit der richtigen Planung und Vorbereitung.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und wirklich Alles erdenklich Gute für Dich und deine Kinder.




 

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06.08.21 um 14:06

Ich entschuldige mich gleich am Anfang für meine harten Worte. Aber: Er ist ein Problempartner und unter Umständen geisteskrank. Diese Patienten kann man praktisch nie zu einer Therapie zwingen, in den allermeisten Fällen lehnen sie eine ärztliche Behandlung ab. Das ist aber schade, viele dieser Krankheiten sind medikamentös sehr gut behandelbar, und die Leute werden ganz normal, wenn sie ihre Pillen nehmen. Sowohl du als auch er gehören beraten. Er als Kranker, du als seine Partnerin. Mal alles dem Hausarzt erzählen, er kennt ziemlich sicher eine zuständige Organisation oder so. 

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06.08.21 um 17:36

Hallo,
hast du schon mal umgekehrt gedacht? Wie arg muss Deinen Partner dieses dauerne Misstrauen belasten.
Er ist krank und im Zuge dessen eine potentielle Gefahr für Dich und Deine Kinder. 
Geh mit ihm zum Arzt, zum Psychiater, ins Krankenhaus. Was Du schilderst ist eine negative Entwicklung, es wird immer schlimmer.
Das kann übel ausgehen, wenn sein Wahn immer stärker wird. 

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06.08.21 um 22:06
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Hallo,
hast du schon mal umgekehrt gedacht? Wie arg muss Deinen Partner dieses dauerne Misstrauen belasten.
Er ist krank und im Zuge dessen eine potentielle Gefahr für Dich und Deine Kinder. 
Geh mit ihm zum Arzt, zum Psychiater, ins Krankenhaus. Was Du schilderst ist eine negative Entwicklung, es wird immer schlimmer.
Das kann übel ausgehen, wenn sein Wahn immer stärker wird. 

Krank ist sowas immer.

Aber was soll sie tun? Ihn dorthin schleifen und gegen seinen Willen einweisen lassen?
Das ist nicht möglich!

So wie ich das gelesen habe, ist er alles andere als an einer Therapie interessiert, oder?

Also gibt es für sie nur einen Weg...und der ist sich und die Kinder in Sicherheit zu bringen.

Ich bin auch der Meinung, dass das ziemlich schlecht ausgehen könnte...von daher würde ich dringend dazu raten etwas zu unternehmen.


 

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07.08.21 um 0:57
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Krank ist sowas immer.

Aber was soll sie tun? Ihn dorthin schleifen und gegen seinen Willen einweisen lassen?
Das ist nicht möglich!

So wie ich das gelesen habe, ist er alles andere als an einer Therapie interessiert, oder?

Also gibt es für sie nur einen Weg...und der ist sich und die Kinder in Sicherheit zu bringen.

Ich bin auch der Meinung, dass das ziemlich schlecht ausgehen könnte...von daher würde ich dringend dazu raten etwas zu unternehmen.


 

Das ist die einzige Option. Ich denke das sieht auch jeder so, außer eben der TE.
Ich verstehe auch nicht ganz, wie man sich in der Situation noch derart selbst in die Tasche hoffen kann 

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08.08.21 um 11:30

Hallo,

"Ich verstehe auch nicht ganz, wie man sich in der Situation noch derart selbst in die Tasche hoffen kann"

Ich verstehs schon irgendwie - die TE hat wahrscheinlich einfach riesige Angst vor den Konsequenzen, die eine Trennung (allgemein als Mutter, und von so einem Typen im Speziellen) mit sich bringen würde. Ich meine, mit diesem Verhalten ist der Typ ja durchaus "Ich erschieß meine Frau, wenn sie mich verlässt"-Material, und die TE weiß das auch irgendwo.

Aber @TE, ich würd auch gern nochmal in das Horn von @daciafelix2000 stoßen: Du schreibst, dein Mann hat "Stimmen in seinem Kopf" und "vertraut niemandem mehr". Ich weiß, übers Internet kann man keine medizinische Diagnose stellen, aber das klingt für mich beides schon nicht mehr nach "schwachem Selbstbewusstsein", und auch nicht bloß nach "anderem Kulturkreis", sondern schwer nach einer klinischen Psychose, also einer Störung im Neurotransmitter-Haushalt seines Gehirns.
Sowas müsste (und kann) medikamentös behandelt werden. Aber damit ein Psychotiker die Einsicht entwickelt, dass er in Behandlung geht, braucht er VIEL mehr Leidensdruck, als dein Mann offenbar im Moment hat. Dass bloß du unter seinen Anschuldigungen und krankhaften Überzeugungen leidest, reicht da definitiv nicht aus, denn dein Leiden erreicht ihn gar nicht mehr. Er braucht so viel aggressiven und konsequenten Gegenwind von dir, dass er selber mehr leidet als du. Wenn du's nicht schaffst, dich offen zu wehren und ihm diesen Gegenwind zu geben - auch aus berechtigter Angst davor, was er dann mit dir anstellt, wenn du dich wehrst -, dann bleibt dir nur, möglichst schnell möglichst weit weg von diesem Mann zu kommen.

lg
cefeu

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08.08.21 um 11:49

Hatte Mal fast gleiche Situation ,es ging mir dabei schlecht .kannst du nur beenden ,das ist und bleibt aussichtslos auf Besserung seinerseits

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08.08.21 um 12:05
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Hallo,

"Ich verstehe auch nicht ganz, wie man sich in der Situation noch derart selbst in die Tasche hoffen kann"

Ich verstehs schon irgendwie - die TE hat wahrscheinlich einfach riesige Angst vor den Konsequenzen, die eine Trennung (allgemein als Mutter, und von so einem Typen im Speziellen) mit sich bringen würde. Ich meine, mit diesem Verhalten ist der Typ ja durchaus "Ich erschieß meine Frau, wenn sie mich verlässt"-Material, und die TE weiß das auch irgendwo.

Aber @TE, ich würd auch gern nochmal in das Horn von @daciafelix2000 stoßen: Du schreibst, dein Mann hat "Stimmen in seinem Kopf" und "vertraut niemandem mehr". Ich weiß, übers Internet kann man keine medizinische Diagnose stellen, aber das klingt für mich beides schon nicht mehr nach "schwachem Selbstbewusstsein", und auch nicht bloß nach "anderem Kulturkreis", sondern schwer nach einer klinischen Psychose, also einer Störung im Neurotransmitter-Haushalt seines Gehirns.
Sowas müsste (und kann) medikamentös behandelt werden. Aber damit ein Psychotiker die Einsicht entwickelt, dass er in Behandlung geht, braucht er VIEL mehr Leidensdruck, als dein Mann offenbar im Moment hat. Dass bloß du unter seinen Anschuldigungen und krankhaften Überzeugungen leidest, reicht da definitiv nicht aus, denn dein Leiden erreicht ihn gar nicht mehr. Er braucht so viel aggressiven und konsequenten Gegenwind von dir, dass er selber mehr leidet als du. Wenn du's nicht schaffst, dich offen zu wehren und ihm diesen Gegenwind zu geben - auch aus berechtigter Angst davor, was er dann mit dir anstellt, wenn du dich wehrst -, dann bleibt dir nur, möglichst schnell möglichst weit weg von diesem Mann zu kommen.

lg
cefeu

"Ich verstehs schon irgendwie - die TE hat wahrscheinlich einfach riesige Angst vor den Konsequenzen, die eine Trennung (allgemein als Mutter, und von so einem Typen im Speziellen) mit sich bringen würde."

Ganz ohne Frage. Das Hoffen beinhaltet den Glauben daran, dass es besser werden wird. Das ist der Punkt den ich nicht verstehe.

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08.08.21 um 23:28

Zuerst mal danke euch allen für eure Beiträge! 
Ich finde es schön, wie konstruktiv mit meinem Anliegen umgegangen wurde/wird und freue mich, dass das Ganze nicht in eine unangenehme Richtung abgerutscht ist!

Es ist nicht nur angeborene Naivität, sondern auch eine Berufskrankheit zu glauben, dass Menschen sich ändern können. Aber hier geht es natürlich nicht nur um mich, sondern auch um die Kinder. 
Ich werde mir weiterhin meine Gedanken dazu machen und auch sehen, wie sich das Ganze nach der Geburt des Babys entwickelt. Ich habe mir mittlerweile professionelle Hilfe gesucht und zuhause ein recht deutliches Machtwort gesprochen. Alles Weitere plane und/oder entscheide ich dann, wenn ich mich selbst nach der Entbindung wieder für halbwegs zurechnungsfähig halte. 

Vielen Dank euch allen und alles Gute!
 

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09.08.21 um 7:44

Du wirst ihm nicht helfen können, er ist wie er ist und wenn Gespräche nix bringen...
Was du schreibst klingt nach krankhafter Eifersucht, er müsste meiner Meinung in Therapie.
Du solltest du Dir zu erst einmal selbst helfen und dir so was nicht bieten lassen. Er macht mit seinen getue eure Beziehung kaputt, jetzt kannst du so lange warten bis du völlig fertig bist oder du distanzierst dich von ihm.
Da kann er noch so viele gute Seiten haben, so was hält keine Partnerschaft aus.

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